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Neue Methode zur Ermittlung der Stressresistenz

Forschung für Langzeitmissionen zum Mars wichtig

Pisa - Wissenschaftler des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Fisiologia Clinica http://www.ifc.cnr.it haben in Zusammenarbeit mit Forscherkollegen der Scuola Superiore Sant’Anna http://www.ssspup.it und der Universität von Pisa http://www.unipi.it die Zusammenhänge zwischen Stress und Schlafqualität untersucht. Während einer simulierten Mars-Mission wurden die Daten von sechs Astronauten gesammelt und mit Hilfe innovativer Messmethoden ausgewertet.

“Dass der Einflussfaktor Stress signifikante Auswirkungen auf die Schlafqualität und -quantität hat, ist schon seit längerem bekannt”, so der Leiter des multidisziplinären “Centro Extreme” Remo Bedini. Neu hingegen sei die Beobachtung, dass die Sleep Slow Oscillation (SSO) ein spezifisches Angriffsziel für das Steroidhormon Cortisol darstellt. “Durch den in Pisa entwickelten Algorithmus können nunmehr neue Möglichkeiten zu individuellen Tauglichkeitsprüfungen für Einsätze unter Extrembedingungen erschlossen werden.” Anhand persönlicher Risikoprofile, so der italienische Forscher weiter, könne zudem ein wichtiger Beitrag zur prädiktiven Medizin geleistet werden.

Vorbereitung auf Lanzeitmissionen

Die von den Italienern ausgewerteten Daten waren anlässlich des im vergangenen Sommer an der Wissenschaftsakademie in Moskau durchgeführten Forschungsprojektes “Mars 500″ gewonnen worden. Bei dieser Gelegenheit waren die sechs Raumfahrer mehr als hundert Tage lang in einem speziellen Flugsimulator den gleichen Bedingungen ausgesetzt worden, wie sie anlässlich der im Jahre 2020 geplanten Marslandung erwartet werden. Bedinis Ansicht nach ist dieser ein ideales Experimentierfeld für weitere Tests, die das multidisziplinäre Team künftig an stark exponierten Berufsgruppen wie Feuerwehrleuten, Soldaten und Zivilschutzhelfern durchführen will.

Die Ergebnisse der vom Centro Extreme durchgeführten Untersuchung sind auf der jüngsten “Conference on biomedical issues on long lasting manned mission” in der Scuola Sant’Anna in Pisa vorgestellt worden. An der Veranstaltung haben Vertreter der amerikanischen, der europäischen und der russischen Weltraumbehörde teilgenommen. (Ende)

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Spaß kann fehlenden Ehrgeiz ersetzen

Motivationsfähigkeit hängt stark von Einstellung zu Leistung ab

Urbana-Champaign - Menschen, die sich in ihrer Arbeitsweise tendenziell am Erreichen eines Spitzenergebnisses orientieren, erfüllen Aufgaben nicht immer am besten. Forscher der University of Illinois http://illinois.edu berichten im Journal of Personality and Social Psychology, dass andere Menschen unter bestimmten Bedingungen ebenfalls zu Höchstleistungen fähig sind. Das sei etwa dann der Fall, wenn in Aussicht gestellt wird, dass die Erfüllung einer Aufgabe Spaß bereitet.

Nicht jeder will Höchstleistungen bringen

Folgt man den Theorien der Forscher rund um die Psychologin Dolores Albarracin, so gibt es zwei verschiedene Reaktionsmuster auf die Aufforderung zu einer Höchstleistung. “Manche Menschen fühlen sich angestachelt und geben sich tatsächlich besondere Mühe. Bei manchen sinkt dabei jedoch die Motivation”, so die Studienleiterin. Diejenigen, die der zweiten Gruppe angehörten, wollten nicht grundsätzlich Leistung verweigern. “Bloß die Zielsetzungen der Menschen sind andere.”

Eine Versuchsreihe lieferte den Nachweis für diese Behauptung. Leistungsorientierte Probanden erfüllten Aufgabenstellungen besser, wenn sie unwillkürlich Wörter wie “Gewinn”, “Können” oder “Stärke” lasen. Dazu blendeten die Forscher diese für so kurze Sekundenbruchteile auf einem Computermonitor ein, dass eine bewusste Wahrnehmung gar nicht möglich war. Menschen mit allgemein geringer Leistungsorientierung verschlechterten in Folge ihre Arbeitsweise.

Gute Unterhaltung stellt Ergebnis auf den Kopf

Bei einem weiteren Experiment hatten allerdings die wenig Leistungsorientierten die Nase vorne - trotz Beibehaltung der unterschwelligen Botschaften. Das war der Fall, sobald man den Versuchspersonen mitteilte, die Aufgabe würde Spaß bereiten. Die unbemerkte Bombardierung mit den Leistungsaufforderungen habe bei den Ehrgeizigen das Verlangen nach Spaß unterbunden, interpretieren die Autoren das Ergebnis. Bei fehlendem Ehrgeiz sei das umgekehrte der Fall gewesen.

“Konkurrenz- und Leistungsdenken kann Menschen sehr stark demotivieren, besonders wenn sie ihr Wohlbefinden höher als ihre Leistungsfähigkeit bewerten”, so Albarracin. Der Grund dafür könne beispielsweise darin liegen, dass sie im Moment lieber etwas anderes tun würden, zum Beispiel, sich gut zu unterhalten. “Das ist kein schlechtes Ziel”, betont die Psychologin. (Ende)

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Colpur Colostrum: Spitzensportler wie Eva Dollinger schwören als Nahrungsergänzung zur Leistungssteigerung auf Colpur Colostrum

Sowohl im Hochleistungssport, als auch im Alltag ist eine ausreichende Versorgung, mit allen für den Körper wichtigen Nährstoffen und Vitaminen essentiell

Wörgl/Tirol – Um laufend neue Höchstleistungen und Rekorde zu erzielen ist bei Sportlern nicht nur ein knallhartes Training und eiserne Disziplin die Grundlage, sondern in gleichem Maße ein gesunder, harmonischer und perfekt versorgter Körper. Um ein starkes Immunsystem, schnellen Zellwachstum und eine Leistungsfähigkeit auf höchstem Niveau zu gewährleisten, greifen Sportler gerne auf Nahrungsergänzungspräparate zurück. Colpur Colostrum http://www.colpur-webshop.at ist Aufgrund seiner hochdosierten Inhaltsstoffe wie Proteine, Enzyme, Vitamine, Mineralien, Wachstumsfaktoren, Aminosäuren und Antikörpern das perfekte und vor allem völlig natürliche Präparat ohne Nebenwirkungen.

„Hochleistungssport ist oft eine Gradwanderung. Man trainiert am Limit des Möglichen, hat Langstreckenflüge und natürlich sehr anstrengende Wettkämpfe – speziell auf der Ironman Distanz – die Rennen dauern ja immerhin 9-10 Stunden.
Um mich geistig im Einklang zu bringen praktiziere ich Qi Gong, um mein Immunsystem in Hochform zu halten und gesund durch eine anstrengende Saison zu kommen, stärke ich mich mit dem Colostrum Produkt Colpur. Neben einem gestärkten Immunsystem habe ich auch schnellere Regenerationsprozesse feststellen können. Für mich gehört die Nahrungsergänzung Colpur Colostrum mittlerweile völlig selbstverständlich zum täglichen Trainingsalltag“, so die vor Energie strahlende Eva Dollinger http://evadollinger.wordpress.com/ : Österreichs beste Triathletin, zweifache Olympia und Ironman-Teilnehmerin im Interview.

Colpur Colostrum ist aber auch vor allem für Menschen bestens geeignet, die keinen oder wenig Sport treiben. In unserer täglichen Nahrung fehlen mit unter die im Colostrum enthaltenen wichtigen Inhaltsstoffe die für unser Immunsystem und die Leistungsfähigkeit unabdingbar sind. Gerade weil für viele Menschen eine ausgewogene und inhaltsstofflich wertvolle Ernährung nicht immer gewährleitet werden kann, wird somit durch Einnahme dieser enorm wertvollen Nahrungsergänzung präventiv gegen Krankheiten und Infektionen vorgebaut. Darüber hinaus unterstützt Colpur Colostrum durch den verbesserten Zellwachstum die Wundheilung, wie Ärzte und zahlreiche Studien betätigen.

Die Anwendung von Präparaten auf Basis von Kuh-Colostrum beim Menschen wird vermehrt für folgende Bereiche empfohlen:

- Zur Immunstärkung: Die Inhaltsstoffe von Colostrum binden viele Arten von Bakterien, Viren und Hefepilzen und verhindern so ein Eindringen in den Organismus.
- Zur Immunregulation, d.h. bei überschießenden Immunreaktionen des Körpers, wie z.B. Allergien
- Zur Stärkung des Zellwachstums und Regeneration von Zellen. Es neutralisiert freie Radikale und hemmt die Entwicklung von schädlichen Zellen.
- Zur Behandlung und Vorbeugung von Darmerkrankungen.
- Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren.

Durch diese einzigartige Nahrungsergänzung ermöglicht uns die Natur einmal mehr die Möglichkeit gesund zu bleiben. Es ist erstrebenswert, durch natürliche Nahrungsergänzungen gesund und vital zu bleiben, an statt sich mit Krankheiten durchs Leben zu plagen.

ZAROnews-Antony Zettl
Hechtsee 7
A-6330 Kufstein/Tirol
Tel.: 0049-(0)151-15249319
Email: za@zaronews.com
Home: http://www.zaronews.com

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Mit Nanotechnologie gegen Herzerkrankungen

Nanoburrs-Moleküle binden sich direkt an geschädigte Zellen an

Cambridge - Ein Molekül, das dafür entwickelt wurde, verhärtete Arterien zu finden, sich an sie anzubinden und sie dann zu behandeln, könnte einen neuen Ansatz zur Behandlung von Herzerkrankungen ermöglichen. Die Nanoburrs genannten Reparaturmoleküle haben Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) http://web.mit.edu entwickelt. Sie zielen nur auf die beschädigten Zellen in den Wänden der Blutgefäße ab. Sind die Moleküle vor Ort, können sie Medikamente exakt an der richtigen Stelle freisetzen. Es könne jedoch noch Jahre dauern, bis diese Technologie bei Patienten eingesetzt werden kann, warnt die British Heart Foundation http://www.bhf.org.uk.

Die Verhärtung der Arterien, die das Herz versorgen, die Atherosklerose, kann zu Blockaden führen, die ihrerseits einen Herzanfall auslösen können. Derzeit werden häufig Stents zur Weitung der Arterien eingesetzt. Rund um die Gefäßstützen kommt es allerdings häufig zu einem erneuten raschen Wachstum von Gewebe, das zu einer erneuten Blockade führen kann. Zuletzt wurde ein Stent entwickelt, der einige Tage nach dem Einsetzen noch Medikamente freigibt, um diesen Vorgang unter Kontrolle zu halten.

Medikamente an der richtigen Stelle freisetzen

Der Ansatz des MIT bietet eine andere Möglichkeit, diese Medikamente an der genau richtigen Stelle freizusetzen, berichtet BBC. Die Nanoburrs sind mit einem Protein überzogen, das sich nur an einen Bereich des Blutgefäßes anbinden kann, die so genannte Basalmembran. Sie liegt nur dann frei, wenn die Wand des Blutgefäßes beschädigt ist, so kann ausschließlich auf diese Bereiche abgezielt werden. An der richtigen Stelle findet eine Reaktion und in der Folge eine Freisetzung des Medikaments über einen längeren Zeitraum statt. Bisher ist es gelungen, diesen Zeitraum auf bis zu zwölf Tage auszudehnen.

Robert Langer, einer der beteiligten Wissenschaftler, erklärte, dass es sich bei dieser Entwicklung um ein sehr faszinierendes Beispiel für Nanotechnologie und Zell-Targeting handle. Er betonte, dass diese Technologie für die Behandlung jeder Krankheit eingesetzt werden könnte, bei der die Zellwand auf diese Art und Weise geschädigt ist. Dazu gehörten bestimmte Krebsarten und andere Entzündungskrankheiten. Details einer aktuellen Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences http://www.pnas.org veröffentlicht. (Ende)

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Falsche Klischees über die Realität Suchtkranker

Ethnologen geben Einblick in den Alltag von öffentlich Alkoholisierten

Zürich - Die Lebensrealität jener Randgruppen, die sich an öffentlichen Plätzen aufhalten und Suchtmittel konsumieren, ist den meisten Menschen unbekannt. Zu diesem Schluss kommen Berner Forscher, die die einschlägige Szene in den fünf Schweizer Städten untersucht haben. Mit Unterstützung vom Schweizerischen Nationalfonds http://www.snf.ch wurden dabei 206 Randständige in ethnologischer Feldforschung untersucht und 1.000 Passanten in Interviews befragt. Die Veröffentlichung der Ergebnisse soll im Frühling in Fachzeitschriften sowie in Buchform erfolgen.

Suchtkranke im öffentlichen Raum sind meist Einheimische. Sie bewegen sich in Gruppen und haben ein Durchschnittsalter von 35 Jahren. “Das junge Alter kommt daher, dass der Einstieg in diese Szene vermutlich oft schon in der Adoleszenz erfolgt, kombiniert mit einer geringeren Lebenserwartung”, berichtet Studienleiterin Corina Salis Gross vom Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung im Interview. Ein zweiter Teil der Forschung betraf die Einstellung und Reaktion der Passanten gegenüber diesen Gruppen.

Schicksal lässt Passanten kalt

Eine häufige Reaktion der Passanten sei die Betroffenheit. “Man sieht kurz hin, wendet dann den Blick ab und geht aus dem Weg. Manche reagieren betrübt, manche verärgert, vor allem wenn sie nicht ausweichen können. Speziell in der Deutschschweiz gab ein Großteil der Passanten an, diese Menschen seien ihnen eigentlich gleichgültig”, so Salis Gross. Der Informationsstand über die Realität der Alkoholiker sei äußerst gering. “Oftmals hören diese Menschen den Zuruf, sie sollten doch eine Arbeit suchen. Die meisten glauben, sie seien arbeitsunwillig, faul und jung”, resümiert die Ethnologin.

Kaum im Bewusstsein sei allerdings die Tatsache, dass kaum jemand freiwillig auf der Straße lebt. “Nur sehr wenige wie etwa manche Punks wählen diese Lebensform bewusst, zufrieden ist damit niemand. In der Regel rutscht man hinein durch eine Verkettung biografischer Umstände”, so die Ethnologin. Jeder dritte wurde bereits sexuell missbraucht, bei Frauen waren es sogar zwei von drei. Ebenso viele gaben an, wegen Krankheit oder Gewalt bereits einmal “fast gestorben” zu sein. Allgegenwärtig sind psychische und physische Leiden wie Gelenk- und Knochenschmerz, Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit bis hin zu Suizidversuchen.

Gruppe bringt emotionalen Rückhalt

Die wichtigste Funktion der Gruppe, in der sich Randständige meist bewegen, ist es, genau in dieser Situation Trost und Verständnis zu liefern. An zweiter Stelle steht der soziale Nutzen wie etwa der Informationsaustausch oder Ratschläge für den Umgang mit Behörden. Auch die Beschaffung von Suchtmitteln wird so erleichtert. Salis Gross hält es für wichtig, die einzelnen Szenen etwa nach ihrem meist homogenen Suchtmittelgebrauch klar zu trennen, da die Prävention erst so abgestimmt werden könne. “Alkoholkranke sind etwa froh, dass sie noch keine Fixer sind. Es besteht eine Hierarchie zwischen den Gruppen”, so die Forscherin.

Wenig haltbar sei auch die Vorstellung, dass die Menschen auf der Straße schlafen. “Drei von vier besitzen eine feste Unterkunft oder wohnen zumindest vorübergehend bei einem Freund, besonders im Winter”, so Salis Gross. Neben Geldabholungen von Verwandten und dem eher seltenen Betteln kommen auch Gelegenheitsjobs vor. “Sobald sie sich in einer ’sauberen Phase’ sehen, suchen viele eine Arbeit, etwa auf einer Baustelle. Diese ist jedoch oft auf kurze Zeit beschränkt.”

“Suchtkranke haben gesellschaftliche Aufgabe”

“Jede Gesellschaft besitzt eine Ordnung, die Sicherheit und Herrschaft symbolisiert. Zu ihrem Strukturerhalt braucht es jedoch auch Orte und Zeiten, in denen eine Antikultur mit Gegenwelten erlaubt ist”, erklärt Salis Gross. Die Verdrängung der Suchtkranken durch Errichtung von Konsummeilen - zunächst in Bahnhöfen, aktuell in Innenstädten - lasse sie nun von einem Ort zum nächsten hetzen. “Damit komme ein Gegenbild des allgemeinen Trends hin zur Hochleistung abhanden”, so die Analyse der Sozialwissenschaftlerin.

Das Schweizer Modell des Umgangs mit den Suchtkranken sieht Salis Gross allerdings als richtungsweisend. “Zumindest die ‘best-practice’-Modelle sind auf den vier Säulen Prävention, Therapie, Überlebenshilfe und Unterstützung sowie Repression aufgebaut. Ziel ist es, immer alle vier Pfeiler gleichzeitig anzubieten und den Betroffenen die Möglichkeit zu eröffnen, eine Therapie für ihre Suchtkrankheit zu bekommen. Denn von alleine schaffen sie den Ausstieg in der Regel nicht”, so die Forscherin. (Ende)

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Burnout der Eltern steckt auch Kinder an

Fehlende Aufmerksamkeit bei Problemen in der Schule

Helsinki/Lüneburg/Wien - Kinder von Eltern, die an Burnout leiden, sind weit häufiger als ihre Alterskollegen von schulischem Burnout betroffen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der finnischen Universität Jyväskylän http://www.jyu.fi, die das Syndrom erstmals generationsübergreifend bei 1.100 Eltern mit Burnout und ihren 15-jährigen Kindern untersucht haben. Burnout wirkt in der Familie weiter, schreiben die Forscher im European Journal of Developmental Psychology.

Eltern vermitteln auch schlechte Stressbewältigung

Als Begründung dieses Zusammenhangs nennen die Forscher um Katariina Salmela-Aro mehrere Faktoren. “Eltern mit Burnout widmen den Kindern weniger Aufmerksamkeit und haben oft einen negativen Erziehungsstil”, so die Studienleiterin. Auch finanzielle Probleme der Familie dürften eine Rolle spielen, da sie den Schweregrad des Burnouts oft mitbestimmen. Die Übertragung des Syndroms geschieht besonders zwischen Mutter und Tochter oder zwischen Vater und Sohn. Das gleichgeschlechtliche Elternteil liefert für Kinder das wichtigste Rollenvorbild und gebe auch die Entwicklung des Burnouts weiter, so die Erklärung der Forscher.

Das Burnout-Syndrom ist bei heranwachsenden Kindern ebenso wie bei Erwachsenen eine Folge von chronischem Stress. Er kann sich auf verschiedene Weise zeigen, berichtet Elfriede Wegricht vom Berufsverband österreichischer Psychologen http://www.boep.eu im Interview. “Oft sind erste Anzeichen ein deutlicher Leistungsabfall in der Schule, der Verlust des Interesses, Depressionen oder psychosomatische Beschwerden”, so die Expertin. Häufig sind auch eine distanzierende Haltung gegenüber dem Schulbesuch, Zweifel an der Fähigkeit, Aufgaben zu bestehen oder das Beschreiten von Nebengleisen wie Spielsucht.

Schulstress bei jedem Dritten anzutreffen

Wie weit verbreitet Schulstress bei Jugendlichen ist, zeigt eine aktuelle Studie, die im Auftrag der Krankenkasse DAK bei zehn- bis 21-jährigen Deutschen durchgeführt wurde. Jeden dritten aus dieser Altersgruppe plagen Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafprobleme und Gereiztheit. Besonders häufig ist dies der Fall bei Schülerinnen, bei einem schlechten Klassenklima sowie bei Jugendlichen, die Problemen lieber aus dem Weg gehen als sie aktiv zu lösen. Verschlimmernd wirkt oft fehlende Erholung durch außerschulischen Stress, deren Ursachen oft im übertriebenen Ehrgeiz der Eltern liegen.

“In der Schule ist Stress oft Folge fehlender Organisiertheit und Disziplin, besonders wenn Aufgaben stets aufgeschoben und dann in Summe nicht mehr bewältigt werden können”, so Wegricht. Lehrer würden sich oft zu sehr darauf konzentrieren, das Optimum an Wissen statt Motivation und Lernstrategien zu vermitteln. “Gestresste Schüler lernen schlecht, denn die Emotion ist immer Basis für Kognition. Zur Unterstützung dieser Ebene können Schulpsychologen einen wertvollen Beitrag leisten”, so Wegricht.

Auf den Rat anderer hören

Ebenso wie in der Schule sei die offene Atmosphäre auch zu Hause wichtig, etwa für die Bewältigung von Schulstress. “Ist man als Elternteil unfähig, auf das eigene Kind einzugehen, so sollte man etwas für sich selbst tun. Es ist keine Schande, den Rat eines Freundes, Lehrers oder Psychologen zu suchen, besonders wenn dieser die Probleme mit mehr Fingerspitzengefühl erkennen kann. Schlimm ist es jedoch, wenn man andere in den Burnout mitreißt”, so die Wiener Psychologin. (Ende)

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Brüste wie Hollywood-Stars ganz ohne Silikon und Skalpell

Brustvergrößerung mit körpereigenen Stammzellen

Wien - Kürzlich berichteten Medien über die vergrößerten Brüste von Hollywood-Star Nicole Kidman. Angeblich hat Kidman ihr volleres Dekolleté dem Stillen ihres Kindes zu verdanken. Doch Schwangerschaft und Stillen führen nicht automatisch zu mehr Brust - im Gegenteil. Die Brustvergrößerung mit Stammzell-angereichertem Eigenfett erfüllt vielen Frauen natürlich und dauerhaft den Traum von größeren Brüsten!

“Viele Frauen beklagen nach einer Schwangerschaft den Verlust an Brustvolumen, Form und Stabilität. Stammzellen aus körpereigenem Fett eignen sich gut zum Vergrößern kleiner oder schlaffer Brüste, ganz ohne Silikon und Skalpell”, sagt DDr. Karl-Georg Heinrich, Experte für Neue Kosmetische Chirurgie und Anti-Aging aus Wien, der als erster europäischer Arzt in seiner Ordination Clinic DDr. Heinrich® diese Form der Brustvergrößerung ohne Silikon anbietet. Sie eignet sich für alle Arten von kleinen Brüsten.

Zunächst wird Körperfett schonend mit speziellen patentierten Mikrokanülen entnommen. Nach Anreicherung mit körpereigenen Stammzellen wird das Eigenfett in die Brust injiziert: Ohne Skalpell, unansehnliche Narben und implantierte Fremdkörper. Aus den Stammzellen entsteht neues, lebendes Gewebe.

Die mit Stammzell-angereichertem Eigenfett vergrößerte Brust fühlt sich - da die Volumszunahme nicht aus Silikon, sondern Fettgewebe besteht - völlig natürlich an und sieht auch in jeder Position “echt” aus. Sowohl die Fettabsaugung mit gewebeschonenden Mikrokanülen als auch die Brustvergrößerung können innerhalb weniger Stunden unter Lokalanästhesie oder im Dämmerschlaf vorgenommen werden. Sicherheit des Eingriffs und Dauerhaftigkeit des Ergebnisses belegen klinische Studien aus Japan.

Stammzell-angereichertes Eigenfett wird auch zum Formen anderer Körperregionen wie Po, zur Korrektur von Dellen, sowie Hautverjüngung an Gesicht, Dekolleté und Händen verwendet.

Weitere Informationen: http://www.brustvergroesserung-ohne-silikon.at.

Kontakt:
Clinic DDr. Heinrich®
Ansprechpartner: Herfried Wagner
E-Mail: kunden@ddrheinrich.com
Web: http://www.ddrheinrich.com/
Tel.: +43 (0)1 / 532 18 01 (Ende)

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Stammzellen: Durchbruch bei Knochenmarktransplantationen

Anzahl der aus Nabelschnüren gewonnenen Zellen erstmals erhöht

Seattle - Ein Stammzellen-Verfahren, das erstmals keine passenden Knochenmarktransplantate erfordert, haben Wissenschaftler des Fred Hutchinson Cancer Research Center erstmals bei Menschen getestet. Es bestehen Hoffnungen, dass diese aus Nabelschnüren gewonnenen Zellen bei allen Patienten ohne Gefahr einer Abstoßung eingesetzt werden können. Jetzt ist es gelungen, die Anzahl der Zellen, die für eine Transplantation verwendet werden können, deutlich zu erhöhen. Details der Forschungsergebnisse wurden in Nature Medicine http://www.nature.com/nm veröffentlicht.

Derzeit helfen Knochenmarktransplantationen beispielsweise Leukämie-Patienten, bei denen die Stammzellen im Knochenmark durch die Krankheit geschädigt sind. Dadurch wird unter anderem die Produktion neuer Blutkörperchen beeinträchtigt. Die eigenen Knochenmarkzellen werden in der Folge zerstört und durch neue Zellen eines passenden Spenders ersetzt. Auch bei einem passenden Spender bleiben Risiken bestehen. Zellen, die aus der Nabenschnur gewonnen werden, könnten helfen, diese Schwierigkeiten zu überwinden. Sie verfügen nicht über jene Eigenschaften, die normalerweise eine Immunreaktion auslösen. Sie sollten daher universal einsetzbar sein.

Vermehrung der Stammzellen

Ein Problem besteht jedoch. Denn die Zellen aus einer einzelnen Nabelschnur reichen nicht für die Anforderungen eines erwachsenen Patienten aus. Wissenschaftler haben bereits nach Möglichkeiten gesucht, die Menge der Zellen im Labor zu vergrößern. Vermehrt man die Zellen, entstehen einfache Blutkörperchen, die selbst nicht zu neuen Zellen werden können.

Der Ansatz beruht auf der Manipulation der Signalübertragung in den Stammzellen. So sollen sie sich vermehren, ohne ihre Fähigkeiten als Stammzellen zu verlieren. Nach erfolgreichen Tests mit Tieren, wurden sie beim Menschen wiederholt. Es zeigte sich, dass sie rascher vom Körper angenommen wurden und mehr zur Wiederherstellung eines funktionierenden Knochenmarks beitragen konnten als die bisher eingesetzten Zellen. (Ende)

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Mangel an Wasserexpertise in der Dritten Welt

Schulterschluss staatlicher Versorger mit lokalen Privatanbietern

Witten/Wien - Den öffentlichen Wasserversorgern der Dritte-Welt-Ländern mangelt es vielmehr an Fachwissen als an Geld. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage von Umwelttechnikern der Universität Witten/Herdecke http://www.uni-wh.de unter 150 Führungskräften staatlicher Wasserbetriebe aus allen Kontinenten. Die Entwicklungshilfe der Industriestaaten solle die Wissenschaft mehr einbinden, um neue Lösungen zu entwickeln und Aus- und Weiterbildung von Wassertechnikern zu fördern, so die Schlussfolgerungen der Forscher.

Versorgung wird immer schwieriger

Die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser wird in Entwicklungsländern immer schwieriger. Während es in den wasserreichen Industriestaaten schon lange flächendeckende Anschlüsse gibt, ist das hier oft nicht der Fall. “Die großen Städte wachsen extrem. Mit der zunehmenden Bevölkerung schrumpft die Wassermenge, die pro Kopf zur Verfügung steht”, berichtet Studienautor Michael Harbach im pressetext-Interview. Ein im April anlässlich der Weltwasserkonferenz in Istanbul präsentierter Bericht nennt auch den Klimawandel als Faktor, der das Wasservorkommen in den Ländern des Südens verringert.

Da angesichts dieser Situation die staatlichen Versorger in immer größere Bedrängnis geraten, hält auch die Diskussion um die Privatisierung des Wassers an. Diese werde in Entwicklungsländern ebenso emotional geführt wie im Norden, berichtet Harbach. “Zu unserer Überraschung ist bei den staatlichen Wasserversorgern selbst die Meinung nur wenig verbreitet, dass das Wasser in Bürgerhand zu bleiben hat. Vielmehr dominiert das Ziel, die Versorgung der Kunden zu erreichen - notfalls durch Schulterschluss mit der Privatwirtschaft”, so Harbach. Viel mehr als internationalen Konzernen vertraue man allerdings lokalen Privatanbietern, sofern diese das nötige Know-how einbringen könnten.

Global Players als Wissensvermittler

Denn gerade an Fachwissen über Technologie und Management-Praktiken mangle es den staatlichen Versorgern, so ein Ergebnis der Studie. Einerseits würden die in Weiterbildungs-Konferenzen vermittelten Inhalte kaum im Betriebsalltag umgesetzt, andererseits wanderten fähige Wasserfachleute meist in besser bezahlte Jobs der Privatwirtschaft und der Industrieländer ab. Harbach sieht Modelle des Franchisings als mögliche Lösung. “Die internationalen Player werden dabei zu Trägern des Know-hows für die lokalen Privatbetreiber, wodurch diese für die Banken kreditwürdiger werden.” Sicher zu stellen sei dabei allerdings die Refinanzierung durch den Betreiber sowie dessen lokale Akzeptanz.

“Grundsätzlich ist bei privater Versorgung die kritische Betrachtung immer wichtig. Wasser ist nicht dafür geeignet, große Profite zu machen”, warnt die Ökologin Karo Katzmann, Autorin des Buches “Schwarzbuch Wasser”, gegenüber pressetext. Global Players seien in Entwicklungsländern vor allem interessiert, in den Megacitys tätig zu werden und mit dem Argument, auch strukturschwache Gebiete zu erschließen, die Behörden zu überreden. “Oft werden diese Verträge dann nicht erfüllt. Manchmal werden sogar vorhandene Brunnen geschlossen, um die Menschen von der Belieferung abhängig zu machen”, so die Umweltexpertin.

Garantien für die Ärmsten notwendig

Der Vorschlag der Wittener Forscher, ein Kooperationsmodell anzustreben, begrüßt allerdings auch Katzmann. “Private Beteiligung kann das Problem überbrücken, dass staatliche Anbieter oft nicht wissen, wie das Netz saniert werden kann.” Damit der Zugang zu Wasser als Menschenrecht verwirklicht werden könne, sollte man jedoch den Ärmsten zumindest die lebensnotwendige Menge an Trinkwasser kostenlos zur Verfügung stellen. “Das wäre ein Sockelbetrag von rund 20 Litern pro Tag. Dieses von der WHO festgesetzte Minimum entspricht einer halben Klospülung.” (Ende)

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Alzheimer-Diagnose durch einfachen Augen-Test

Absterbende Zellen in der Netzhaut weisen auf Erkrankung hin

London (pte/15.01.2010/10:00) - Ein einfacher Augen-Test könnte Alzheimer und andere Krankheiten sichtbar machen, noch bevor die ersten Symptome entstehen. Wissenschaftler des University College London http://www.ucl.ac.uk setzen fluoreszierende Marker ein, die sich an absterbende Zellen anbinden. Diese werden dadurch in der Netzhaut sichtbar und liefern erste Hinweise auf im Gehirn absterbende Zellen. Erste Tests wurden mit Mäusen durchgeführt, Tests mit Menschen sind bereits geplant. Das Team um Francesca Coredeiro hofft, dass dieser Forschungsansatz eines Tages den Einsatz eines einfachen Tests auch bei Optikern ermöglichen wird. Details der Studie wurden im Fachmagazin Cell Death and Disease http://www.nature.com/cddis veröffentlicht.

Dieser Test könnte es den Wissenschaftlern auch ermöglichen, bestehende Schwierigkeiten bei der Erforschung der Gehirne von Alzheimer-Patienten endlich zu überwinden. Derzeit stehen nur teure MRI-Scans oder Obduktionsergebnisse zur Verfügung. Das neue Verfahren ermöglicht, den Verlauf der Krankheit über die absterbenden Zellen der Netzhaut zu verfolgen. Diese Zellen werden als grüne Punkte sichtbar, da sie die fluoreszierende Farbe aufnehmen. Die Forscher sind optimistisch, dass dieses Verfahren auch beim Menschen eingesetzt werden kann.

Überprüfung des Gehirnzustands beim Optikerbesuch

Coredeiro betonte, dass es nur wenigen Menschen bewusst sei, dass die Netzhaut ein direkter, wenn auch dünner Ausläufer des Gehirns ist. Daher sei es durchaus denkbar, dass in Zukunft bei einem Optikerbesuch auch der Zustand des Gehirns überprüft werde. Derartige Tests sollen in den großen Einkaufsstraßen innerhalb von fünf Jahren angeboten werden können.

Der Vergleich des Verlaufes des Zelltodes könnte den Wissenschaftlern auch helfen, den Verlauf einer Erkrankung zu beobachten. Derzeit sei die größte Schwierigkeit bei der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen das Fehlen eines Verfahrens, das die Reaktion des Gehirns auf neue Behandlungsansätze direkt einschätzbar macht. Das neue Verfahren könnte ein potenzieller Ausweg aus diesem Dilemma sein. Die ersten Tests mit Patienten sollen laut BBC noch in diesem Jahr stattfinden. (Ende)

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Schlafentzug kann man nicht nachholen

Mediziner: “Mittagsschlaf für Nachtarbeiter auch zu Mitternacht sinnvoll”

Boston/Wien - Wer denkt, er könne zu wenig Schlaf während der Woche am Wochenende nachholen, der irrt. Forscher des Bostoner Brigham and Women`s Hospitals http://www.brighamandwomens.org berichten im Onlinejournal Science Translational Medicine, dass Schlafmangel über einen längeren Zeitraum Konzentration und Leistungsfähigkeit einschränkt. Das sei ein Hinweis darauf, dass Menschen mit ungewöhnlichen Arbeitszeiten besonders anfällig für Fehler sind, auch wenn sie versuchen, den verlorenen Schlaf zu kompensieren.

Dass ausbleibender Schlaf gefährliche Wirkungen haben kann, zeigen bereits frühere Forschungen. “Nach 17 Stunden Wachzeit am Stück reagiert der Mensch so, wie wenn er 0,5 Promille Alkohol im Blut hätte, nach 24 Stunden sogar wie bei 1,0 bis 1,2 Promille. Dauert die Wachzeit deutlich länger, beginnen Halluzinationen”, erklärt Manfred Walzl, Neurologe und Psychiater der Landesnervenklinik Graz http://www.lsf-graz.at, gegenüber der Presse. Die Ausgangsfrage für die aktuelle Studie war, wie sich dieser Schlafentzug über einen längeren Zeitraum auswirkt.

Reaktion gerät ins Stocken

Die US-Forscher um Daniel Cohen untersuchten dazu acht Jugendliche ohne Schlafstörungen, die über einen Zeitraum von drei Wochen jeweils 30 Stunden ohne Unterbrechung wach blieben und anschließend zehn Stunden schliefen. Vergleichbar ist das mit den Arbeitszeiten von Ärzten, die nach einer Nacht mit Abrufbereitschaft gelegentlich 33 Stunden wach sind und dann zehn Stunden schlafen. Dann folgte ein Aufmerksamkeits- und Reaktionstests, dessen Ergebnisse mit denen einer Kontrollgruppe mit regelmäßigen Schlafrhythmen verglichen wurden.

Beide Gruppen schnitten über den gesamten Versuchszeitraum gleich ab, wenn der Test zwei Stunden nach dem Aufwachen durchgeführt wurde. Je länger der Versuch jedoch andauerte, desto deutlicher verschlechterten sich die Ergebnisse in Tests am Ende der Wachzeit. Lag die Reaktionsdauer in der ersten Woche bei 0,7 Sekunden, betrug sie in der dritten Woche mit 2,0 Sekunden bereits das dreifache. Wegen der geringen Anzahl an Probanden soll der Versuch nun in größeren Maßstab wiederholt werden.

Schlafentzug führt zu Katastrophen
Walzl sieht die Ergebnisse im Einklang mit bisherigen Erkenntnissen. “Viele Katastrophen der Technik sind auf Schlafmangel zurückzuführen. Etwa beim Tschernobyl-Unglück war ein großer Teil der Mannschaft über die gesamte 36-stündige Dauer des Versuchsprogramms beteiligt und interpretierte einen Befehl falsch. Ähnlich war die Situation bei der Giftgaskatastrophe im indischen Bhopal oder bei der Explosion der Raumfähre Challenger”, so der Grazer Schlafspezialist.

Chronischer Schlafmangel sei ein Merkmal der heutigen Zeit. “Seit 100 Jahren schon schlafen wir um zwei Stunden pro Tag zu kurz, derzeit durchschnittlich 6,5 bis 6,8 Stunden”, so Walzl. Extrem sei dies bei Kindern und Jugendlichen zu beoachten. “Viele überbrücken das Nicht-einschlafen-können mit Fernsehen oder Videospielen, haben dann massive Alpträume und zeigen am nächsten Tag arge Konzentrationsstörungen, Unruhe und Unaufmerksamkeit.” Im Berufsalltag seien besonders Schichtarbeiter von chronischem Schlafentzug betroffen. “Medizinisch wäre die Vorverlegung des Schichtsystems um zwei Stunden sinnvoll, auch sollte man am besten direkt vor der Nachtschicht schlafen”, rät Walzl.

Mittagsschlaf zu Mitternacht einlegen

Sei es unvermeidbar, eine Nacht durchzuarbeiten, solle man zu Mitternacht ein kurzes Mittagsschläfchen machen. “Zwischen ein und drei Uhr morgen und auch zur selben Zeit nachmittags ist unsere Leistungskurve auf einem absoluten Minimum. 20 Minuten Schlaf zuvor können Wunder wirken”, rät Walzl. Darüber hinaus sei es sinnvoll, nachts die Arbeitsumgebung so lichtreich wie möglich zu gestalten, da dadurch die Produktion des Schläfrigkeitshormons Melatonin gedrosselt wird.

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Blutdruck-Medikament wirkt gegen Alzheimer

Zahl der Erkrankungen soll bis 2050 weltweit auf 115 Mio. steigen

Boston - Wissenschaftler der Boston University School of Medicine http://www.bumc.bu.edu gehen davon aus, dass ein Medikament gegen hohen Blutdruck zur Behandlung von Alzheimer wirksamer sein könnte als bisher angenommen. Patienten, die Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARBs) einnahmen, erkrankten um bis zu 50 Prozent weniger wahrscheinlich an einer Demenz als jene, die andere Medikamente zur Regulierung des Blutdrucks erhielten. In Kombination mit einem anderen Medikament schützten die ARBs sogar gegen eine weitere Verschlechterung bei bereits Erkrankten. Details der Studie wurden im British Medical Journal http://www.bmj.com veröffentlicht.

Für die Studie wurden die Daten von 800.000 Männern ausgewertet. Erste Ergebnisse wurden vor zwei Jahren präsentiert. Weitere Untersuchungen weisen darauf hin, dass ARBs, die normalerweise nur verschrieben werden, wenn die normalen ACE-Hemmer nicht mehr vertragen werden, einen größeren Schutz bieten als bisher angenommen. Die Suche nach einem wirksamen Schutz gegen Alzheimer und zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs läuft auf Hochdruck. Die Anzahl der Erkrankungen soll laut BBC bis 2050 weltweit auf 115 Mio. ansteigen.

Schädigung der Blutgefäße

Bluthochdruck über einen langen Zeitraum kann zu einer Schädigung der Blutgefäße führen. Damit steigt nicht nur das Risiko für Schlaganfälle und Herzerkrankungen, sondern auch das einer Demenz-Erkrankung. Einige Demenzformen stehen in einem direkten Zusammenhang mit dem Zustand der Arterien, die das Gehirn versorgen. Es wird jedoch auch angenommen, dass der Blutdruck bei Alzheimer eine Rolle spielt. Die Wissenschaftler analysierten die Daten von mehr als 800.000 Menschen, 98 Prozent waren Männer, die zwischen 2002 und 2006 gegen hohen Blutdruck behandelt wurden.

Kombination mit ACE-Hemmern senkt Risiko weiter

Jene, die ARBs nahmen, verfügten über eine 50 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit der Diagnose einer Demenz. Wurden sie in Kombination mit ACE-Hemmern eingenommen, verringerte sich das Risiko weiter. Bei einer bereits diagnostizierten Erkrankung, sank die Wahrscheinlichkeit einer Einweisung in ein Pflegeheim oder eines vorzeitigen Todes um 67 Prozent. Die genauen Grundlagen für diese Wirkung der Medikamente sind derzeit noch nicht erforscht. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass sie helfen, eine Schädigung der Nervenzellen durch die beeinträchtigten Blutgefäße zu verhindern oder auch die Wiederherstellung der Nervenzellen nach einer Schädigung unterstützen. (Ende)

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Lähmung nach Schlaganfall bei Ratten geheilt

Protein regt Gehirn zur eigenen Regeneration an

Irvine - Lähmungen in Folge eines Schlaganfalls können vielleicht in Zukunft rückgängig gemacht werden. Wissenschaftlern der University of California in Irvine http://www.uci.edu konnten bei Ratten, deren Beine nach einem Schlaganfall gelähmt waren, die Beweglichkeit fast vollständig wiederherstellen, indem sie ihnen ein körpereigenes Protein direkt ins Gehirn injizierten. Nach diesem Erfolg sei es sinnvoll, die Versuche auch beim Menschen durchzuführen, so die Studienautoren, die ihre Ergebnisse in den Fachmagazinen “Neuroscience” und “Journal of Stroke & Cerebrovascular Diseases” veröffentlicht haben.

Die Forscher um Magda Guerra-Crespo arbeiteten mit Ratten, bei denen sie bereits vier Wochen zuvor einen künstlichen Schlaganfall ausgelöst hatten. Sie untersuchten, ob sich die dabei entstandenen Lähmungen durch den sogenannten Wachstumsfaktor Alpha (transforming growth factor alpha) rückgängig machen lassen. Dabei handelt es sich um ein im menschlichen Körper natürlich vorkommendes Protein, das für die Ausbildung verschiedener Gewebearten in jedem Lebensalter eine wichtige Rolle spielt.

Das Gehirn selbst ist der beste Therapeut

In einem ersten Versuch injizierten die Forscher das Protein direkt in die Gehirne der Ratten, worauf die Tiere innerhalb eines Monats die verlorene Beweglichkeit ihrer Beine zu 99 Prozent zurück erhielten. Bei Ratten, die man nicht auf diese Weise behandelte, geschah das nur zu 30 Prozent. Gehirnuntersuchungen zeigten, dass das Protein adulte Stammzellen zur Vermehrung anregten. Die neu entstandenen Gehirnzellen wanderten anschließend in die zerstörten Gehirnregionen und verwandelten sich in die Zellen, die zuvor verloren gegangen waren.

In weiteren Versuchen verabreichte man den Tieren das Protein per Nasenspray, wodurch die Tiere sich nach vier Wochen zu 70 Prozent von ihrer Lähmung erholten - dank derselben Prozesse im Gehirn. “Die Anzeichen häufen sich, dass das Gehirn so wie jedes andere Organ auch eine hohe Fähigkeit der Regeneration besitzt. Wir haben bloß die Natur nachgeahmt und dem Gehirn einen kleinen Anstoß für Tätigkeiten gegeben, die es selbst durchführt”, erklärt der Zellbiologe Darius Gleason, einer der Studienautoren. (Ende)

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Plastikbestandteil führt zu Herzkrankheit

Bisphenol-A erneut unter Beschuss

Exeter - Forscher der Peninsula Medical School http://www.pms.ac.uk an der Universität von Exeter haben erneut Hinweise dafür gefunden, dass ein häufiger Bestandteil im Plastik - Bisphenol A (BPA) - zu kardiovaskulären Erkrankungen führen kann. Das Forscherteam hat für die Untersuchung, die im Fachmagazin PLoS ONE veröffentlicht wurde, Daten der US-NHANES-Populationsstudie von 2006 analysiert.

“Das ist die zweite Studie, die zu einem solchen Ergebnis kommt”, erklärt Studienleiter David Melzer, Professor für Epidemiologie, im Interview. “Dass eine höhere BPA-Konzentration bei Erwachsenen zu Herzerkrankungen führen kann, zeigte unsere erste Studie aus dem Jahr 2008.” Assoziationen mit einigen Leberenzymen gebe es zudem auch noch”, erklärt Melzer.

Weitere Untersuchungen dringend nötig

“Interessanterweise waren die BPA-Werte im Urin 2006 um ein Drittel niedriger als 2003/2004″, erklärt Melzer. Warum das so sei, könne er nicht sagen. Denkbar wäre, dass Kunststoffhersteller bei Lebensmittelverpackungen auf die Substanz verzichtet haben oder sie durch andere ersetzt haben. “Die Untersuchung gibt jedenfalls Anlass für Besorgnis”, erklärt der Mediziner.

“Weitere Studien sind natürlich erforderlich, wobei es nicht möglich ist, Experimente am Menschen durchzuführen”, so Melzer. “Wir müssen genauer herausfinden, wo die Gesundheitsrisiken tatsächlich liegen”, meint Studien-Co-Autorin Tamara Galloway, Professorin für Ökotoxikologie an der Universität von Exeter.

Hormonähnliche Wirkung

Bisphenol A ist eine synthetisch hergestellte chemische Verbindung, die östrogenartige Wirkung auf Lebewesen hat. Seit Jahren steht die Substanz in Verdacht, gesundheits- und erbgutschädigend zu sein, wie Untersuchungen des US National Toxicology Program ergeben haben. Aktuellen amerikanischen Untersuchungen zufolge könnte auch die zivilisatorische Fettleibigkeit darin eine ihrer Ursachen haben.

Von der Chemikalie, die in verschiedenen Plastikprodukten enthalten ist, werden jährlich weltweit rund drei Mio. Tonnen hergestellt. In mehr als 90 Prozent der Weltbevölkerung kann die Substanz im Körper nachgewiesen werden. Zuletzt gab es heftige Kontroversen über BPA in Babyschnullern und Trinkflaschen. (Ende)

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Haiti: Erdbeben verschlimmert Misere

Bewegung der karibischen Platte führt zu Zwei-Meter-Verschiebung

Potsdam/Wien - Der Karibikstaat Haiti wurde am Dienstagabend gegen 22 Uhr Ortszeit von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Beben mit der Stärke 7,0 hatte sein Epizentrum südöstlich der Hauptstadt Port-au-Prince und besaß eine Bruchlänge von rund 70 Kilometern. Derzeit sind alle Telefonverbindungen im Land zusammengebrochen und es gibt noch keine genaueren Schätzungen der Opferzahlen. Sicher ist, dass Haiti auf internationale Katastrophenhilfe angewiesen ist, da es kaum über eigene Ressourcen verfügt.

Letztes derartiges Beben vor 259 Jahren

Zustande kam das Beben durch das Erreichen einer bestimmten Bruchspannung infolge von Seitenverschiebungen, erklärt Birger-Gottfried Lühr vom GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam http://www.gfz-potsdam.de gegenüber uns. “Die gesamte karibische Platte schiebt sich jährlich um zwei Zentimeter nach Westen an Nordamerika vorbei und unter die Bahamas-Gruppe. Dadurch entsteht Spannung, die sich in Beben wie etwa im soeben erfolgten Versatz um etwa zwei Meter entlädt.” Ein Beben dieser Stärke habe es in der Region zuletzt 1751 gegeben.

Die Gefahr sei jedoch noch nicht überstanden, denn aufgrund von Spannungsumlagerungen kommt es anhaltend zu Nachbeben. “Diese weiteren Beben können erfahrungsgemäss noch eine Stärke von 6,0 erreichen, was bereits vorgeschädigte Bausubstanzen leicht zum Einsturz bringen kann. Das Quartier von Hilfsdiensten sind daher stets Zelte und keine Hotels, deren Zustand man kaum schnell überprüfen könnte”, so der Potsdamer Geologe.

Katastrophe von 2008 noch nicht verarbeitet

Haiti steckte noch bis zuletzt in den Aufräumungsarbeiten infolge des Hurrikans Ike, der das Land im September 2008 verwüstet hat. “Noch immer sah man bis zuletzt auf den Strassen Menschen, die händisch und mit Schubkarren Erdreich aufschütten, um diese Schäden zu reparieren”, berichtet Ines Refenner vom entwicklungspolitischen Verein Jugend Eine Welt http://www.jugendeinewelt.at, im pressetext-Interview. Refenner hat Haiti zuletzt im Sommer 2009 besucht.

Staatliche Programme zum Wiederaufbau nach Katastrophen gebe es kaum und die 7.000 stationierten UN-Blauhelme würden ihre Tätigkeit darauf beschränkten, durch permanente Kontrollen die ausufernde Bandenkriminalität im Land einzudämmen. Bedrückend ist die soziale Lage Haitis, des ärmsten Staates Amerikas, jedoch auch bereits ohne den Naturkatastrophen. Vier von fünf Haitianern müssen mit weniger als zwei Dollar auskommen, 62 Prozent der Bevölkerung ist laut UN-Angaben unterernährt. Refenner sieht dahinter vor allem die allgegenwärtige Korruption und Misswirtschaft im Land.

Mangel an Schulen hemmt Entwicklung

Als größtes Hindernis für die Entwicklung Haitis sieht Refenner jedoch das Bildungsproblem. “Es gibt kaum Grundschulen und keine berufsbildende Schulen, zudem sind die Schulbücher auf französisch statt in der Muttersprache Kreolisch.” Erst durch ausreichende Bildung sei es jedoch möglich, dass die Bewohner ihre Rechte bei öffentlichen Stellen einfordern, dass die ebenfalls kritische gesundheitliche Situation flächendeckend verbessert werde und dass ein stärkerer Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung aus dem Land selbst komme.

Der Orden der Salesianer Don Boscos in Haiti, der von Jugend Eine Welt unterstützt wird, verfolgt ein Modell kleiner Schulen, deren Schulklassen durch Zusammenschluss der Kinder benachbarter Familien entstehen, während durch Spendengelder das Lehrergehalt sowie die Verpflegung der Schüler gewährleistet wird. “Damit wird das Problem überwunden, dass die hohe Kriminalität in den Slums auswärtige Lehrern verschreckt”, berichtet Refenner. 20.000 Kinder und Jugendliche in Haiti erhalten derzeit durch dieses System eine Ausbildung. (Ende)