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Archive für Dezember 2006

10.000 US-Forscher protestieren gegen Einmischung der Politik

Manipulationen und Zensuren von Wissenschaftsergebnissen an der Tagesordnung. Washington DC - Dem neu gewählten Kongress haben mehr als 10.600 Forscher aus allen 50 US-Bundesstaaten einen Forderungskatalog nach einer unzensierten und unpolitischen Wissenschaft übermittelt. Beim jährlichen Treffen der American Geophysical Union haben Forscher ein Dokument veröffentlicht, das Dutzende von unzulässigen Einmischungen und Zensuren seitens der Politik auflistet. Diese reichen von Themen wie Auswirkungen von Blei auf die Kindsentwicklung, über Sexual-Unterricht in Schulen bis hin zu Fragen der globalen Erwärmung, berichtet die American Union of Concerned Scientists (UCS) http://www.ucsusa.org. “Von luftübertragenen Bakterien bis hin zu Ground Zero reicht die politische Einflussnahme der wissenschaftlichen Arbeit”, so Francesca Grifo, Direktorin des Scientific Integrity Program beim UCS. “Der 110. Kongress der USA muss endlich Reformen durchbringen, dass die Arbeit in wissenschaftlichen Agenturen und Beratungsgremien auf objektiven und vorurteilslosen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht.” Es ist nicht das erste Mal, dass sich US-Forscher über die politische Einflussnahme der republikanischen Regierung beschweren. Bereits im Feber 2004 hatten 52 Nobelpreisträger, 63 hoch dotierte Forscher und fast 200 Mitglieder verschiedener wissenschaftlicher Akademien gegen eine politische Einflussnahme protestiert. Das neue Kompendium der UCS listet alle möglichen Details zum Thema Zensur und politischer Einflussnahme von Forschern im Staatsdienst penibel auf. Einer der jüngsten Zwischenfälle betrifft die Manipulation des Tierschutz-Programms Endangered Species Act seitens des Innenministeriums - sechs Tierarten sollten demnach nicht unter Schutz gestellt werden. Ein anderer Fall betraf den Klimaexperten James Hansen, dem verboten wurde, das Thema globale Erwärmung mit Medien zu diskutieren. “Es ist sehr schwer, gute öffentliche Politik ohne gute Forschung zu machen. Es ist sogar noch schwieriger, gute Politik mit schlechter Wissenschaft zu machen”, meint Peter Gleick, Präsident des Pacific Institute for Studies in Development, Environment and Security. “In den vergangenen Jahren haben wir vermehrt Missbräuche der Wissenschaft sowie eine deutliche Zunahme von schlechter Forschung feststellen müssen”, kritisiert der Experte. Das habe wichtige Themen wie etwa Klimaerwärmung, internationale Friedens- und Sicherheitspolitik und Wasserressourcen betroffen. Politische Einflußnahme auf die Wissenschaft gibt es natürlich nicht nur in den USA. “Das beste Beispiel dafür ist die neue EU-Chemikalienverordnung REACH”, erklärt Philipp Mimkes, Vorstand der Coordination gegen Bayer-Gefahren http://www.cbgnetwork.org, im pressetext-Gespräch. Selbst konservative Medien berichteten darüber, dass mehr als 1.000 von der Chemieindustrie bezahlte Lobbyisten die Gestaltung von REACH in eine wesentlich weichere Richtung lenkte. Das sei der bislang größte Lobbyaufwand in der EU-Geschichte. “Auf Druck der Deutschen Regierung als größtes EU-Land mit dem Back-up von Bayer und BASF wurde REACH zum größten Erfolg der Chemieindustrie”, erklärt Mimkes. Wie eng der Chemiekonzern Bayer sowohl mit der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen als auch mit der deutschen Bundesregierung verknüpft sei, werde am Beispiel der Coordination gegen Bayer-Gefahren deutlich. Auf Druck von Bayer wurde dem Verein der Status der Gemeinnützigkeit versagt. “Das wiederum bedeutet deutlich weniger Geld, da die Spenden nicht steuerlich absetzbar sind”, erklärt Mimkes abschließend. Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Mit Licht erfolgreich rasieren

Philips-Forscher bringen Patent zur sanften Enthaarung ein. Eindhoven - Ein glatter haarloser Körper scheint das Non-Plus-Ultra der jetzigen Generation zu sein. Enthaarungs-Gels, Cremes und neuartige Rasiersysteme versprechen dem Wildwuchs Einhalt zu gebieten. Die neueste Erfindung aus dem Hause Philips http://www.philips.com soll aber alles Bisherige in den Schatten stellen: Die Bekämpfung der Haare mit Halogen-Licht soll Hautirritationen der Vergangenheit angehören lassen und den Nachwuchs zumindest für einige Zeit stoppen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com in seiner Online-Ausgabe.
Dass man mit Licht Haarfollikel zerstören kann, ist nicht neu. Allerdings waren die bisherigen Methoden schmerzhaft, da die Follikel so stark erhitzt wurden, dass sie im wahrsten Sinn des Wortes explodiert sind. Diese Art der “Photoepilation” hat zudem zu unterschiedlich starken Hautreizungen geführt, wie dies mehrere Betroffene berichten. Allerdings haben die Forscher in den Philips Laboratorien etwas anderes entdeckt: schwache Impulse von Licht, das nahe am Infrarot-Spektrum liegt, führt dazu, dass die Follikel in eine Art “Schlafzustand” - der so genannten Telogenphase - verfallen. Das Licht stammt aus einer Halogenlampe, die 15 Millisekunden lange Lichtimpulse abgibt. Diese sind allerdings so gefiltert, dass nur 600 bis 950 Nanometer Wellen langes Licht in die Follikel dringt.
Das Gerät soll zudem über einen Sensor verfügen, der die Intensität der Bestrahlung - je nach Haut- und Haartyp - auch automatisch regulieren kann. Drei Anwendungen über einen Zeitraum von zwei Wochen hinweg sollen den Haarwuchs um 90 Prozent reduzieren, gibt Philips an. Red.: Wolfgang Weitlaner

Cholesterin: Was ist das überhaupt?

Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff. Die Mediziner zählen es zu den Blutfetten, den sogenannten Plasmalipiden. Zu den Plasmalipiden gehören auch die Neutralfette ( Triglyceride) Phospholipide und die freien Fettsäuren. Sie alle haben vielfältige Funktionen im Organismus. Sie sind nötig zur Energiegewinnung unseres Organismus, sind Bestandteile von Zellwänden, dienen als Stützgewebe von Organen bzw. zur Polsterung (Fußsohlen) und der Wärmeisolierung unseres Körpers.
Welche Aufgaben erfüllt Cholesterin? Cholesterin wird als Vorstufe zur Bildung von Hormonen (Sexualhormonen, Nebennierenrindenhormonen) und zur Bildung von Gallensäuren und Vitamin D gebraucht. Es ist deshalb für den menschlichen (und tierischen) Organismus unverzichtbar. Es kommt in fast allen Geweben vor, vor allem im Gehirn, den Nieren, der Leber und der Lunge.

Warum ist Cholesterin heute in aller Munde mit  “negativem Beigeschmack”? Herz-Kreislauferkrankungen stehen an der Spitze der Todesursachen in Deutschland und den meisten anderen Industrienationen. Deshalb liegt uns eine gute Prophylaxe solcher Erkrankungen besonders am Herzen.Ein von den Normalwerten abweichender, über Jahre erhöhter Cholesterinspiegel ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Weitere sind Rauchen, hoher Blutdruck und Übergewicht.

Was bewirken die erhöhten Cholesterinwerte? Enthält das Blut zuviel Cholesterin, so werden auch die Gefäßwände der Arterien von Cholesterin überladen. Dadurch kommt es zu krankhaften Veränderungen der Zellwände. Es entstehen sogenannte “Arteriosklerotische Plaques”. Das sind Ablagerungen aus Cholesterin, weißen Blutkörperchen und Zellfragmenten an den feinen Arterienwänden, die zur Verengung des Gefäßsystems führen. (Arterosklerose=Gefäßverkalkung). Diese Veränderungen betreffen häufig auch die Herzkranzgefäße und können hier Auslöser für einen Infarkt sein. Im Gehirn kann es zu einem Schlaganfall kommen,
in den Gliedmaßen zu Durchblutungsstörungen. Die Arterosklerose ist ein natürlicher, fortschreitender Alterungsprozeß, der durch zu hohe Blutfettwerte (Hyperlipidämie) und Blutcholesterinwerte (Hypercholesterinämie) erheblich beschleunigt wird.

Was meint man eigentlich mit “das gute” oder “das schlechte Cholesterin”? So hört man es oft in der Umgangssprache. Die Rede ist von zwei verschiedenen Transportformen des Cholesterins im Blut.
Fette sind bekanntermaßen nicht wasserlöslich. Aus diesem Grunde werden sie, um im wässrigen Blut transportiert zu werden, an Eiweiße (=Proteine) gebunden. Als Lipoproteine sind sie transportfähig. Diese Lipoproteine sind kugelige Gebilde. Sie haben einen öligen Kern -meist Cholesterin, einen Mantel aus Fetten und einen Eiweißanteil, der als Transportvehikel für Cholesterin und Fette fungiert.

Wir unterscheiden zwei Arten von Lipoproteinen:

Das gute Cholesterin: das HDL, das hight density lipoprotein ist ein Lipoprotein mit hoher Dichte.

Ein hoher Blutspiegel an HDL schützt bis zu einem gewissen Grad vor den schlechten Auswirkungen. Denn HDL ist in der Lage, überschüssiges Cholesterin weg von den Arterien und Zellen zur Leber zu bringen.

Das schlechte Cholesterin: das LDL, das low density lipoprotein mit geringer Dichte ist die Transportform, die das Cholesterin zu den Zellen bringt.

Ein zu hoher Gehalt an LDL begünstigt oben beschriebene Komplikationen.

Die Dichte der beiden Transportformen ergibt sich aus der unterschiedlichen Zusammensetzung der Fettanteile: ungesättigte Fettsäuren haben eine höhere Dichte und sind gesünder für unseren Organismus als die gesättigten Fette.

Wie sind die Normalwerte des Cholesterins? Es gibt keinen Schwellenwert, unterhalb dessen das Herzinfarktrisiko gebannt ist. Beobachtungen ergeben, dass das Risiko für einen Herzinfarkt bei einem Gesamt-Cholesterinwert von 250mg/dl im Blut sich gegenüber einem von 200 mg/dl verdoppelt!

Deshalb wird in der Regel bei Patienten, die keine weiteren Risikofaktoren haben, ein Gesamtcholesterinwert unter 215mg/dl angestrebt, die LDL-Konzentration sollte möglichst unter 155mg/dl liegen.
Bei erhöhten Gesamtcholesterinwerten und beim Vorliegen weiterer Risikofaktoren wird der Arzt sich die Werte von HDL und LDL genau ansehen. Hier gelten strengere Empfehlungen von LDL unter 100 und HDL über 30-40 mg/dl, wenn gleichzeitig weitere Risikofaktoren bestehen. Die Konzentration der Triglyceride muß normalerweise unter 200mg/dl, bei Risikopatienten unter 150mg/dl liegen.
Sinnvoll ist es, den Arzt nach seinen Zielvorstellungen für Sie persönlich zu fragen.

Wie entsteht denn ein erhöhter Cholesterinspiegel? Der Körper selbst produziert Cholesterin, dazu kommt die Zufuhr über unsere Nahrung. In vielen Fällen ist unsere heutige Ernährung ausschlaggebend, die zuviel Fett und Cholesterin enthält. Manchmal spielen auch Veranlagung oder andere Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes eine Rolle im Krankheitsgeschehen.

Was kann ich tun ? Reduktion der Zufuhr von Fetten und Bevorzugung hochwertiger Pflanzenöle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Beim Fleisch sind Hähnchen- und Kalbfleisch, Wild, Corned Beef, magerer Schinken und Wurstsorten unter 10% Fettgehalt zu bevorzugen. Beim Fisch sind die mageren wie Forelle, Rotbarsch, Seelachs, Scholle und Kabeljau erlaubt. Kohlenhydrate wie Brot, Reis, Kartoffeln sollen ausreichend verzehrt werden. Sie sättigen uns, ohne Fett zu enthalten. Ballaststoffe, die in Gemüse, Obst und Salaten reichlich vorhanden sind, ergänzen die Ernährung. Sie können auch als Weizen- oder Haferkleie (30g pro Tag) dem Essen zugefügt werden, bitte genug dazu trinken! Es gibt Nährwerttabellen, die Ihnen einen guten Überblick über den Fett-und Cholesterinanteil in Lebensmitteln geben. Mit ihrer Hilfe werden wir auf unbekannte Fakten aufmerksam, z. B. daß Croissants oder Blätterteigtaschen kleine Fettbomben darstellen.

Quelle: © TLC The Learning Company Germany GmbH, Keltenring 12, 82041 Oberhaching.

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Heilender Honig

Selbst gegen Problembakterien in Krankenhäusern wirksam. München - Ein spezieller Honig aus Australien und Neuseeland wird in mehreren deutschen Krankenhäusern zur Wundheilung eingesetzt, berichtet die “Apotheken Umschau”. Gute Erfolge erzielt Dr. Arne Simon von der Uniklinik Bonn damit bei Kindern, deren Immunsystem durch eine Chemotherapie geschwächt ist. Bienen setzen dem Honig ein Enzym zu, dass sich sogar gegen antibiotikaresistente Krankenhauskeime bewährt. Unser Frühstücksaufstrich ist allerdings nicht dafür geeignet. Die Ärzte verwenden ein speziell zubereitete “Medihoney”-Mischung.

Untergewicht häufig Ursache für Fehlgeburt

Ernährungsergänzungen sollen Risiko verringern. London - Frauen mit einem geringen Body-Maß-Index erleiden in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten um 72 Prozent öfter eine Fehlgeburt als andere Frauen. Das Risiko kann aber vermindert werden, wenn die Ernährung während der Schwangerschaft mit Nahrungsergänzungsmitteln, frischem Obst und Gemüse erweitert wird. Dies geht aus einer aktuellen Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine http://www.lshtm.ac.uk hervor.

Das Ziel der Studie war es, einen möglichen Zusammenhang zwischen biologischen sowie Lifestylefaktoren und dem Risiko einer Fehlgeburt nachzuweisen. Belegt wurde, dass untergewichtige Frauen in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten ein erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt haben. Das Risiko kann demnach um 50 Prozent verringert werden, wenn die normale Ernährung mit Präparaten und Vitaminen sowie Mineralien ergänzt wird. Darüber hinaus soll der Studie zufolge auch Schokolade das Risiko einer Fehlgeburt verringern.

Weiters erhöht psychischer Druck die Gefahr einer Fehlgeburt. Schwangere Frauen, die sich beispielsweise gerade von ihrem Partner getrennt haben oder gerade eine neue Partnerschaft beginnen, tendieren eher zu einer Fehlgeburt. Darüber hinaus erhöhen frühere Fehlgeburten sowie Abtreibungen ebenfalls das Risiko einer Fehlgeburt.

Die Forscher konnten weiters die gängige Annahme bestätigen, Übelkeit in den ersten Schwangerschaftswochen sei ein gutes Zeichen, dass die Schwangerschaft gut verlaufen wird. Wie die Studie zeigt, war hier das Risiko um 70 Prozent verringert.

“Die Studie geht mit früheren Untersuchungen konform. Eine gesunde Ernährung, die Reduktion von Stress und die Berücksichtung des psychischen Zustandes sind unumgänglich in einer Schwangerschaft”, erklärt Noreen Maconochie von der School of Hygiene and Tropical Medicine.

Bisher angenommene Faktoren für Fehlgeburten, wie das Alter der Mutter, frühere Fehlgeburten, Unfruchtbarkeit werden nach wie vor aus medizinischer Sicht nicht völlig verstanden. Risikofaktoren wie Koffein- oder Alkoholkonsum sowie Rauchen bleiben auch weiterhin umstritten und unerforscht. Red.: Victoria Danek

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Handynutzung nicht für erhöhtes Krebsrisiko verantwortlich

Studie untersuchte Daten von 420.000 Personen. Kopenhagen - Die kurzfristige oder auch längerfristige Nutzung von Handys steht mit keinem erhöhten Krebsrisiko in Zusammenhang. Zu diesem Ergebnis ist eine groß angelegte Studie des Institut for Epidemiologisk Kraeftforsking http://www.cancer.dk/epi+research gekommen. Handyantennen strahlen elektromagnetische Felder ab, die in das menschliche Gehirn eindringen können. Aktuell konnte jedoch nicht nachgewiesen werden, dass diese Strahlung das Risiko von Tumoren im Kopf oder im Nackenbereich erhöht. Die Ergebnisse der Studie, an der mehr als 420.000 Handybenutzer teilnahmen, ist im Journal of the National Cancer Institute http://jncicancerspectrum.oxfordjournals.org erschienen.

Die Wissenschafter untersuchten Daten von Personen, die teilweise seit 1982 ein Handy benutzt hatten. Mehr als 56.000 Teilnehmer telefonierten seit mindestens zehn Jahren mit dem Handy. Es konnten keine Beweise dafür gefunden werden, dass diese Menschen über ein höheres Risiko verfügten, an Tumoren im Gehirn, im Auge, der Speicheldrüse oder an Leukämie zu erkranken. Tricia McKinney von der University of Leeds http://www.leeds.ac.uk betonte, dass die Ergebnisse dieser Studie wichtig seien, da die Daten der Telefonanbieter analysiert wurden und man sich nicht auf die Erinnerung der Teilnehmer verließ. “Die große Anzahl an Teilnehmern bedeutet, dass man ein gewisses Vertrauen in diese Ergebnisse haben kann.”

Eine Studie des Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk kam vor einigen Monaten ebenfalls zu dem Ergebnis, dass die Nutzung von Handys nicht mit einem erhöhten Risiko an Gehirnkrebs zu erkranken in Zusammenhang stand. Experten raten vorsichtshalber das Telefonieren mit Handys bei Jugendlichen einzuschränken, da ihre körperliche Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Laut BBC empfiehlt die britische Regierung derzeit sich bei Telefonaten am Handy kurz zu halten. Derzeit telefonieren weltweit mehr als eine Milliarde Menschen mit Handys. Michaela Monschein

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WHO sagt Todesfälle und Krankheiten für 2030 voraus

Anzahl der Aidstoten wird sich mehr als verdoppeln. Genf  - In den nächsten 25 Jahren wird sich die jährliche Anzahl der Todesrate durch Aids mehr als verdoppeln. Das Rauchen wird in diesem Zeitraum weltweit für ein Zehntel der Todesfälle verantwortlich sein. Die Armen der Welt werden im Gegenzug dazu reicher werden, länger leben und nicht mehr an Infektionskrankheiten sterben. Wissenschafter der Weltgesundheitsorganisation WHO http://www.who.int haben die bis jetzt umfassendste Analyse präsentiert, woran die Menschen um das Jahr 2030 leiden und woran sie sterben werden. Weltweit sollte sich das Risiko vor dem fünften Lebensjahr zu sterben bis zu diesem Zeitpunkt halbiert haben. Details der Studie wurden in PLoS Medicine online veröffentlicht.

Zigaretten werden 2030 rund 50 Prozent mehr Menschen töten als heute. Depressionen werden nach Aids an zweiter Stelle als Ursache für eine lähmende Erkrankung liegen. Colin Mathers, der Leiter der Studie, erklärte, dass die Wissenschafter nicht behaupteten, dass diese Ereignisse definitiv eintreten werden. “Die Verantwortlichen sollten nur die genaueste Vorstellung davon haben, was wahrscheinlich eintreten wird, damit sie sich darauf vorbereiten können.” Die WHO präsentierte die erste derartige Vorhersage 1996. Es zeigte sich jedoch laut New Scientist, dass einige zentrale Annahmen falsch waren. Am bemerkenswertesten ist, dass mehr Aidsekrankungen eintraten und weniger Menschen an Tuberkulose erkrankten als vorhergesagt.

Mathers räumt ein, dass die aktuelle Studie potenziell die gleich Art von Fehlern enthalten könnte. In diesem Fall könnten Infektionskrankheiten wie die Grippe betroffen sein. Für eine optimale Voraussage wurde dieses Mal eine viel größere Anzahl an Statistiken verwendet als 1996. In der Folge wurde ein Modell eingesetzt, das vorhersagt, wie sich Todesfälle und Krankheiten verändern werden. Diese Annahmen basieren teilweise auf dem erwarteten Bevölkerungswachstum, der Alterung und den Trends bei Fettsucht und Rauchen.

Der entscheidende Faktor ist laut Mathers der zunehmende Wohlstand. Werden die Länder reicher, können sie sich eine bessere medizinische Versorgung leisten, armutsbedingte Krankheiten wie Infektionskrankheiten gehen zurück. “Menschen werden mit 70 Jahren an einer Herzkrankheit sterben und nicht mehr mit drei Jahren an Durchfall.” Das Team berücksichtigte auch die Vorhersagen der Weltbank in Hinblick auf das wirtschaftliche Wachstum. Für Afrika ist die Prognose positiv. Es wird ein jährliches Wirtschaftswachstum von zwei Prozent erwartet. In den neunziger Jahren wurde ein Wachstum von 0,5 Prozent erreicht.

Es wird erwartet, dass die Anzahl der Todesfälle durch Aids von 2,8 Mio. 2002 bis 2030 auf 6,5 Mio. ansteigen wird. Die mit dem Rauchen in Zusammenhang stehenden Todesfälle werden sich von 5,4 Mio. auf 8,3 Mio. erhöhen. Die neue Prognose geht auch wieder von Herzanfall und Schlaganfall als den beiden Hauptursachen für Todesfälle weltweit aus. Lungenentzündung, HIV und Erkrankungen der Lunge wie Emphyseme gehören damals wie heute zu den führenden Erkrankungen. Redakteur: Michaela Monschein

20 gute Gründe, sich nicht gegen Grippe impfen zu lassen

Vier ungeklärte Todesfälle werfen Fragen auf. Augsburg - Vor kurzem starben in Israel kurz nach der Grippeimpfung vier Menschen. Die Impfung wurde kurzzeitig ausgesetzt. Doch bereits einen Tag später wurde Entwarnung gegeben – es gebe keinen Zusammenhang mit der Impfung. Doch wie hat man das herausgefunden? Von einer Autopsie wurde ja nichts berichtet, auch nicht durch das in Deutschland für die Impfstoffsicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Doch die ungeklärten Todesfälle in Israel stellen nicht die einzigen Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der Grippeimpfung dar.

1. Die angebliche Tödlichkeit der Virusgrippe beruht auf reinen Schätzungen
2. Ein echter Nutzennachweis fehlt
3. Der Antikörpertiter beweist gar nichts
4. Geimpfte sind nicht gesünder als Ungeimpfte – im Gegenteil!
5. Geimpfte haben ein höheres Risiko, an Asthma und Allergien zu erkranken
6. Die Menge der Impfstoffdosen hat sich vervielfacht – die Gesundheit nicht
7. Das Ausbleiben der Grippeepidemie im letzten Winter ist ein Rätsel
8. Die Anfälligsten profitieren am wenigsten von der Impfung
9. Trotz höherer Durchimpfungsrate ist die Erkrankungsrate in den Neuen Bundesländern höher als in den Alten Bundesländern
10. Geimpfte Betriebsangehörige der Ford-Werke zeigten bei einer Vergleichsstudie ein höheres Risiko zu erkranken als Ungeimpfte
11. Die vier kürzlich gemeldeten Todesfälle sind nach wie vor nicht aufgeklärt
12. Es gibt keine Studien mit eindeutigen Belegen für einen Impfnutzen
13. Über das wahre Risiko von Impfstoffen gibt es in Deutschland keine gesicherten Daten!
14. Die Diagnose “Virusgrippe” ist unsicher
15. Die Ansteckbarkeit der Grippe ist fraglich
16. Die Empfänglichkeit ist vom Gesamtzustand abhängig
17. Bei Komplikationen handelt es sich oft um Medikamenten-Nebenwirkungen
18. Die kollektive Erregerphobie führt in eine wissenschaftliche Sackgasse
19. Alle Infektionskrankheiten sind in der Regel durch bewährte Naturheilverfahren gut behandelbar
20. Angst war noch nie ein guter Ratgeber!

Weitere Informationen finden Sie in beiliegender PDF-Datei (2 A-4 Seiten) oder unter:
http://www.impfkritik.de
http://www.impf-report.de
http://www.libertas-sanitas.de
http://www.impfschutzverband.de
http://www.agbug.de

Dies ist eine gemeinsame Aussendung der Vereine “Arbeitsgemeinschaft Bürgerrecht & Gesundheit (AGBUG) e.V.”, “Libertas & Sanitas e.V.” und der Zeitschrift “impf-report”.

V.i.S.d.P. und Ansprechpartner für Rückfragen: Hans U. P. Tolzin, Flachsstr. 5, 86719 Augsburg, Fon 0821/810862-6, Fax –7, redaktion@impf-report.de (Ende)

Wasserknappheit in Europa droht

Zehn Maßnahmen sollen ‘worst case’ verhindern. London - Die zunehmende weltweite Verschmutzung von Wasser und die daraus resultierende Knappheit von sauberem Wasser, wurden nun auch von der Europäischen Union (EU) thematisiert. Um einen Engpass an Trinkwasser zu verhindern, sollen die Mitgliedstaaten in den nächsten zehn Jahren ihre Wassersysteme wieder in Ordnung bringen.

Die EU-Richtlinien verpflichten die Mitgliedstaaten bis 2009 einen Plan vorzulegen, wie die natürlichen Wasserquellen wieder hergestellt werden sollen. Bis 2015 sollen die Flüsse, Seen und Feuchtgebiete wiederhergestellt sein. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde in Großbritannien von verschiedenen Umweltorganisationen, wie dem WWF, RSPB oder The National Trust, die ‘Blueprint for water’ - Initiative http://www.blueprintforwater.org.uk ins Leben gerufen.

Insgesamt zehn Maßnahmen sollen die Qualität des britischen Trinkwassers aufrechterhalten und sogar verbessern. So wird beispielsweise vorgeschlagen, sparsamer mit Wasser umzugehen. Jeder Mensch verbraucht täglich zwischen 150 und 180 Liter Wasser - das meiste davon würde ungenützt verschwendet. Weiters sollten jene, die das Wasser verschmutzen, für den gesamten und nicht nur für Teile wie bisher, verantwortlich gemacht werden.

Weitere Vorschläge wären die Unterstützung und Förderung von wasserfreundlicher Agrarwirschaft, die Wiederherstellung des ursprünglichen Flussverlaufs sowie faire Wasserpreise, die auch eine Säuberung des Wassers umfassen. Redakteur: Victoria Danek

Neue Zellarten können sich im Herzen verwandeln

Herzzellen haben doch den gleichen Ursprung. Boston - Zwei Teams amerikanischer Wissenschafter haben im Herzen so genannte Meisterzellen entdeckt, die in diesem Organ zu verschiedenen Zellen werden können. Am Massachusetts General Hospital http://www.mgh.harvard.edu und am Children’s Hospital Boston http://www.childrenshospital.org wurde jeweils ein möglicher Kandidat identifiziert. Eine der möglichen Zellarten kann zu allen drei Hauptgewebearten des Herzens werden, die andere zu zwei Arten. Die Ergebnisse der in dem Fachmagazin Cell http://www.cell.com publizierten Studien lassen auf neue Behandlungsansätze bei Herzerkrankungen hoffen.

Die aktuellen Forschungsergebnisse stellen die Annahme der verschiedenen Zellarten des Herzens in Frage, dass diese verschiedenen Ursprungs sein müssen. Das Team des Massachusetts General Hospital identifizierte eine Art von Vorläuferzellen bei Mäusen und wies nach, dass sie zu Muskelgewebe, glatten Muskeln oder Endothelien werden können. Die zweite Form derartiger Zellen wurde am Children’s Hospital Boston erforscht. Diese Zellen können sich zu Herzmuskeln oder glatten Muskeln entwickeln. Der Mitverfasser der Studie, Stuart Orkin, erklärte, dass das Herz aus Stammzellen entstehe, die es ermöglichen, dass sich in der gleichen Umgebung eine Vielfalt von Zellarten bildet.

Bisher ist laut BBC die genaue Verbindung zwischen den beiden entscheidenden Zellarten nicht erforscht. Eine Art der Zellen scheint Strukturen auf der linken Seite des Herzens zu schaffen und die andere auf der rechten Seite. Kenneth Chien vom Massachusetts General Hospital meinte, dass das Klonen von kardiovaskulären Stammzellen einen großen wissenschaftlichen Fortschritt bedeuten könnte. Das Herz entsteht im Körper vor allen anderen Organen und ist daher auch am anfälligsten für erblich bedingte Schäden. Red.: Michaela Monschein

Natur verbessert Aufmerksamkeitsdefizite

Verbindung zwischen Mensch und Natur kein wissenschaftliches Thema. London/Innsbruck - Die Natur vermindert Stress und erhöht die physische Gesundheit. So lautet die Basisidee einer britischen Kampagne, welche die Menschen vor allem in Ballungszentren auffordert, mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Das Ziel von Natural England http://www.naturalengland.org.uk ist es, Krankheiten vorzubeugen und die Gesamtgesundheit der britischen Bevölkerung zu verbessern. Auch im restlichen Europa wird immer wieder über den Einfluss von Natur und Landschaft auf die Gesundheit diskutiert. Bisher wurde aber die Verbindung zwischen humaner Gesundheit und Lebensraum noch kaum wissenschaftlich thematisiert.

“Aufmerksamkeitsdefizite bei Kindern verbessern sich beispielsweise, wenn das Kind Kontakt zur Natur hat. Und Menschen, die sich von einer kürzlichen Operation erholen, brauchen weniger Schmerzmittel, wenn sie sich in der freien Natur aufhalten”, erklärt William Bird, Gesundheitsberater bei Natural Health. Doch nach wie vor handelt es sich bei derartigen Aussagen um reine Behauptungen, wie auch Klaus Rhomberg, Umweltmediziner in Innsbruck, weiß.

“Zu dem Thema, wie der Lebensraum auf einen Menschen wirkt und wie das natürliche Umfeld den Genesungsprozess beeinflusst, gibt es kaum wissenschaftliche Arbeiten”, erklärt Rhomberg gegenüber pressetext. Vor allem in den Industrieländern sei zu beobachten, dass das kulturelle Verständnis für den Einfluss der Natur auf den menschlichen Organismus fehlt. Dass es aber einen Einfluss der Umgebung auf den Menschen gibt, ist ein offenes Geheimnis. “In den vergangenen Jahren tendiert man dazu, bei der Planung von Krankenhäusern Parkanlagen zu berücksichtigen, da diese auf die Genesung positiv wirken. Dazu gibt es auch Studien”, so Rohmberg.

Warum dieser Bereich in der medizinischen oder psychologischen Forschung wenig aufgegriffen wird, ist aber schwer zu beantworten. “Wahrscheinlich weil die Ergebnisse einen ‘Ist ja klar’-Effekt mit sich bringen”, meint Rohmberg gegenüber pressetext. So ist beispielsweise bekannt, dass Bewegung an der frischen Luft den Organismus anregt. Kinder, die also viel Bewegung in der Natur machen, leiden daher wahrscheinlich weniger an Fettleibigkeit. Darüber hinaus ist es in der Natur meistens still und ruhig, wodurch die Sinnesorgane entlastet werden und Stress abgebaut wird.

Obwohl der Zusammenhang zwischen Natur und menschlicher Gesundheit nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist, wird die Thematik von verschiedenen Institutionen sehr ernst genommen. Die britische Studie wird beispielsweise unter anderem von der Regierung und der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt BBC http://news.bbc.co.uk unterstützt. Red.: Victoria Danek

Der Heilpilz Shiitake beseitigt die Ursache der Arteriosklerose

Limeshain - Verletzungen an den inneren Gefäßwänden durch freie Radikale führen zur Bildung von Arteriosklerose, einer Verhärtung und Verdickung der Arterienwand mit Einengung der Gefäße. Der Heilpilz Shiitake stärkt das Bindegewebe und damit die Gefäßwände. So wird der primären Ursache der Arterioskleroseentstehung erfolgreich entgegengewirkt.

Ursachen und Entstehung der Arteriosklerose
Unsere moderne Lebensweise führt dazu, dass wir die Bedürfnisse unseres Körpers nach Erholung, ausgewogener Ernährung und gesunder Lebensweise häufig übergehen oder gar nicht erst wahrnehmen. Wir setzen uns oft selbst unter Druck, die Entspannungsphasen kommen zu kurz, so dass unser Körper unter permanentem Stress steht.

Dies führt dazu, dass in unserem Körper vermehrt freie Radikale gebildet werden. Das sind sehr reaktionsfreudige Moleküle die zum Beispiel auch die Gefäßwände schädigen und deswegen die Arterioskleroseentstehung fördern. Durch die ausgelösten Reparaturvorgänge werden die Arterien verengt und somit steigt der Blutdruck. Ein erhöhter Druck führt wiederum zur weiteren Schädigung noch intakter oder schon vorgeschädigter Gefäße. Ein Teufelskreis ist entstanden, der nur durch Beseitigung der Krankheitsursache durchbrochen werden kann: Die Entstehung freier Radikale muss verhindert werden und das Bindegewebe muss gefestigt werden, damit die Gefäßwände intakt bleiben.

Der Shiitake-Heilpilz behebt die Ursachen der Arteriosklerose
Der Pilz Shiitake hat die Eigenschaft das Bindegewebe zu festigen. Da die Gefäßwände zu einem großen Teil aus Bindegewebe bestehen, können somit Gefäßschäden durch freie Radikale verhindert werden. Mit diesem Pilz können wir daher der primären Ursache der Arterioskleroseentstehung entgegen wirken. Dieser Effekt wird noch verstärkt, indem Shiitake die Blutfettwerte günstig beeinflusst: Er senkt den Gesamtcholesterinspiegel und hebt den für den Körper positiven HDL-Cholesterinwert an. Bei bestehender Arteriosklerose und zur Prophylaxe von Gefäßerkrankungen ist dieser Pilz unbedingt einzusetzen. Die optimale Durchblutung kann so gewährleistet werden.

Auricularia als natürliche Alternative zu Blutverdünnern
Außergewöhnlich sind die Verbesserungen der Fließeigenschaften des Blutes durch den Pilz Auricularia (Judasohr). Er verhindert das Verkleben der Blutplättchen, die Gefäße werden weiter gestellt und die Blutfette werden reduziert. Somit wird die Bildung von Blutgerinnseln und Thrombosen verhindert und die Durchblutung gefördert. Auricularia kann durchaus als natürliche Alternative zu Blutverdünnern eingesetzt werden, ohne dass die Gefahr einer erhöhten Blutungsneigung besteht.

Reishi lindert die Symptome der Stressbelastung und wirkt entzündungshemmend
Wenn Symptome einer Stressbelastung (Unruhe, Angespanntheit, Schlaflosigkeit) im Vordergrund stehen, sollte Reishi auf jeden Fall auch in die Therapie mit einbezogen werden, da er das Nervensystem sehr gut ausgleichen kann. Dadurch werden weniger freie Radikale gebildet und Gefäßschäden wird entgegen gewirkt. Chronische Entzündungsprozesse an den Gefäßwänden können mit Reishi reduziert werden.

Kostenlose Beratung
Franz Schmaus, der Gründer von MykoTroph, dem führenden deutschen Institut für Pilzheilkunde, und sein Team beschäftigen sich seit über 30 Jahren mit der Wirkung und Anwendung von Heilpilzen. Er hat sich zum Ziel gesetzt, das Jahrtausende alte Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin auch in Deutschland und im weiteren Europa den Menschen zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck sind umfangreiche Informationen auf der Website http://www.HeilenmitPilzen.de eingestellt. Weiterhin steht er mit seinem Team Montag bis Freitag von 8-17 Uhr unter der Hotline +49(0)6047 - 988-530 oder per E-Mail info@mykotroph.de für eine kostenlose ausführliche und ganz individuelle Beratung zur Verfügung.

Eiweißreiche Diät bremst Appetit

Fleisch, Ei und Soja setzen Sättigungshormon frei. London  - Ein Wissenschaftsteam des University College London http://www.ucl.ac.uk unter der Leitung von Rachel Batterham hat entdeckt, dass eine eiweißreiche Diät wie etwa mageres Fleisch, Tofu, Soja und Ei das Sättigungshormon Peptide YY (PYY) verstärkt freisetzt und somit den Appetit bremst. Um zu dieser Erkenntnis zu kommen, fütterten die Wissenschaftler Mäuse mit eiweißreicher Nahrung. Effekt: Die Mäuse schütteten mehr PYY aus und legten weniger an Gewicht zu im Vergleich zu Mäusen, die weniger Eiweiß erhielten. Den Forschern zufolge untermauert diese Entdeckung die Theorie, dass proteinreiche Nahrung schnell satt macht und zu nachhaltigem Gewichtsverlust führt. Die Studienergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Cell Metabolism http://www.cellmetabolism.org veröffentlicht.

Die Studie baut auf einer früheren Forschungsarbeit der Wissenschaftler auf, die 2002 in Nature http://www.nature.com veröffentlicht wurde. In dieser Studie konnten die Forscher erstmals nachweisen, dass PYY den Appetit reduziert. Andere Forscher konnten dieses Ergebnis jedoch nicht replizieren. Daraufhin entschieden sich die Wissenschaftler, den Zusammenhang zwischen PYY und Appetit an Mäusen zu untersuchen. Neben den Versuchen mit proteinreichen Diäten, erzeugten die Forscher jetzt genetisch manipulierte Mäuse, die nicht zur Produktion von PYY imstande waren. Es stellte sich heraus, dass diese Mäuse viel mehr aßen und schneller an Gewicht zulegten. Dabei machte es keinerlei Unterschied, ob die Mäuse eine proteinreiche Diät hielten. Doch als die Forscher den Tieren nachträglich PYY verabreichten, ließen die Fressereien nach. Laut den Forschern beweisen diese neuen Erkenntnisse, dass ein PYY-Mangel Fettleibigkeit verursachen könne, und dass das Hormon für den positiven Effekt einer proteinreichen Diät verantwortlich sei.

Den Forschern zufolge könnte die Studie auch Aufschluss geben über die Wirkung der berühmt-berüchtigten Atkins-Diät, die die Aufnahme von Kohlenhydraten drastisch reduziert und Fett sowie Eiweiß als Hauptenergieträger nutzt. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Menschen, die diese Diät halten, an Gewicht ablegen können. Bisher war jedoch unklar, warum das der Fall ist. Batterham glaubt, die Antwort nun zu kennen: “Menschen, die die Atkins-Diät halten, fühlen sich nicht so hungrig.” Das bedeute allerdings nicht, dass die Atkins-Diät eine gute Idee ist, warnt sie, denn: “Kein einziger Mediziner würde dazu raten, viele Fette und keine Kohlenhydrate in die Diät aufzunehmen.”

Auch könnten die Studienergebnisse erklären, warum Menschen immer korpulenter werden. Seit der Agrarrevolution geht der Proteinanteil in der menschlichen Diät immer weiter zurück, zu Gunsten von Kohlenhydraten aus etwa Reis und Mais. “Im Westen enthält die typische Diät nur einen Proteinanteil von 16 Prozent, während ein prähistorischer Jäger und Sammler doppelt so viele Eiweiße konsumierte”, so Batterham. Die Höhlenbewohner-Diät mit einem Proteinanteil von 35 Prozent sei laut der Forscherin daher eine viel bessere Alternative als etwa die Atkins-Diät. Sie betont allerdings, dass eine solche Diät noch näher untersucht werden soll, um die Risiken eines hohen Cholesterinspiegels, einer Nierenbeschädigung oder anderer Problemen besser einschätzen zu können. “Prähistorische Jäger wurden im Allgemeinen keine 80 Jahre alt”, so Batterham. Die Forscher planen jetzt eine Langzeitstudie zu den Folgen einer proteinreichen Diät für Menschen. Redakteur: Reanne Leuning

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