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Archive für 20.4.2007
Pilzsubstanz bekämpft Prostatakrebs
20.4.2007 von zaro.
Alternative Behandlungsmethode in Aussicht gestellt. Lund/Malmö - Ein Pilz, der auf verwitternden Baumstämmen im Osten Nordamerikas zu finden ist, soll in Zukunft im Kampf gegen Prostatakrebs eingesetzt werden. Dies haben Forscher der nordschwedischen Universität Lund http://www.med.lu.se/english in Aussicht gestellt. Das aus dem Pilz “Galiella rufa” gewonnene Extrakt ist in der Lage bestimmte Signalwege in menschlichen Zellen zu blockieren, die vom Tumor für sein Wachstum ausgenützt werden können. Mit dem Wirkstoff soll auch Patienten geholfen werden können, bei denen eine Operation oder Bestrahlung nicht möglich ist und auch Hormonbehandlungen keine Wirkung zeigen.
“In unseren Labor- und Tierversuchen hat der Pilzbestandteil das Wachstum von Prostatakrebszellen nachhaltig gedrosselt”, erklärt Studienbeauftragte Rebecka Hellsten, die am Universitätsspital in Malmö in der Krebsforschung tätig ist. Der Wirkstoff verspreche durch das Eingreifen in Signalprozesse vor allem auch für Patienten Hilfe, die an selteneren aber gefährlichen Formen von aggressivem Prostatakrebs leiden. Als weitere Eigenschaft habe sich die Substanz als sehr zielgerichtet erwiesen und greife folglich nur befallene Zellen an, so Hellsten im pressetext-Interview.
Interdisziplinär wollen die Forscher aus Lund und Malmö nun die entwickelte Synthetisierungsmethode verbessern, mit denen der Wirkstoff künstlich im Labor hergestellt werden kann. “Die Natur dient der Medizin seit jeher als großartige Inspiration”, zeigt sich Hellsten von der Wirksamkeit des Pilzbestandteils wenig überrascht. Im Labor habe man nun die Möglichkeit, die Effektivität sowie die Wirksamkeit der Substanz noch weiter zu steigern. Der Weg zu einem fertigen Medikament ist allerdings noch steinig. So glaubt Hellsten, dass bis zur Zulassung und dem Einsatz des neuen Medikaments noch zehn Jahre vergehen könnten. “Vor allem der Umstieg von Tierversuchen zur Erprobung am Menschen ist sehr schwierig”, so die Wissenschaftlerin. Martin Stepanek
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