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Körpereigenes RNA-Molekül gegen Herzrhythmusstörungen
Dieser Eintrag stammt von zaro Am 24.5.2007 @ 13:44 In Allgemein | Keine Kommentare
Wirkung von Mir-133 im Labor erfolgreich geprüft. Mailand - Eine Forschergruppe unter Leitung von Cesare Peschle am Istituto Superiore di Sanità [1] http://www.iss.it und Gianluigi Condorelli vom Ircss Multimedica [2] http://www.multimedica.it hat ein Molekül entdeckt, das Herzmuskelhypertrophien zurückbilden kann. Es handelt sich um die im Erbgut vorkommende Ribonukleinsäure (RNA) Mir-133, deren Wirkung anhand von Laborversuchen an Mäusen geprüft wurde.
Die Forscher stellten fest, dass bei Tieren mit Herzmuskelhypertrophien die Menge an Mir-133 sehr gering ausfiel. Hervorgerufen wird die Störung durch Stresseinwirkungen, die einen erhöhten Blutdruck und eine starke Vergrößerung der Herzmuskelzellen zur Folge haben. Bei längerem Andauern kann dies zu einer Reihe von Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen oder Insuffizienzen führen. Durch eine gezielte Behandlung mit den winzigen RNA-Molekülen konnten die Hypertrophieerscheinungen beseitigt werden. “Eine äußerst wichtige Entdeckung”, so Peschle, “da bisher alle Herzmuskelerkrankungen operativ oder pharmakologisch behandelt werden müssen”. Eine natürliche Therapie ohne schädliche Nebenwirkungen scheint möglich. Der nächste Schritt wird deshalb der Einsatz am Menschen sein.
Zweifel über die Anwendungsmöglichkeiten der zusammen mit Wissenschaftlern der University of California in San Diego [3] http://www.ucsd.edu gefundenen Untersuchungsergebnisse angemeldet hat Francesco Fedele, Vorsitzender der Società Italiana di Cardiologia [4] http://www.sicardiologia.it und Ordinarius für Kardiologie am Polyklinikum Umberto I [5] http://www.policlinicoumberto1.it in Rom: “Zwar haben wir jetzt zusätzliche Anhaltspunkte über die Vorgänge bei der Entwicklung der Herzmuskulatur. Allerdings wissen wir jedoch noch nicht, wie eine künstliche Zufuhr von Mir-133 sich auf die übrigen, zahlreich im Körper vorhandenen Mir-Faktoren auswirkt. Ähnlich wie bei Hormonkuren bleiben sehr viele Fragen offen. Deshalb hege ich Zweifel an einem klinischen Einsatz beim Menschen.” Von Herzmuskelhypertrophie sind jedes Jahr eine halbe Mio. Italiener betroffen. Redakteur: Harald Jung
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