Infos

Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs ZARO news für Juni, 2007.

Calendar
Juni 2007
M D M D F S S
« Mai   Jul »
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  
Kategorien

Archive für Juni 2007

Darmkrebs durch Bluttest nachweisbar

US-Forscher identifizieren zwei spezielle Proteine bei Patienten. Baltimore - Um eine Alternative zu den relativ aufwändigen und schmerzhaften Darmspiegelungen zu finden, haben US-Forscher das Blut von Darmkrebspatienten genauer unter die Lupe genommen. Dabei haben sie zwei Proteine entdeckt, die offensichtlich eine Rolle bei der Tumorentwicklung spielen. Diese Proteine lassen sich - in ersten Versuchen - sehr genau im Blut nachweisen, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Research. Die Forscher um Robert Getzenberg von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore http://www.jhu.edu konnten 91 Prozent der Krebserkrankungen bei Patienten anhand zweier charakteristischer Proteine im Blut zweifelsfrei erkennen. Die beiden Eiweiße CCSA-3 und CCSA-4 sind beim Aufbau des Zellgewebes von Tumoren und von den Darmpolypen, die als Vorstufen des Krebses beschrieben werden, beteiligt und kommen nach dem Absterben der Krebszellen ins Blut. Von der klinischen Einführung ist der Test allerdings noch sehr weit entfernt.Das Forscherteam hat das Blut von 28 Darmkrebspatienten und 107 Menschen, die sich einer Darmspiegelung zur Krebsvorsorge unterzogen, untersucht. In allen 28 Patientenproben fanden sich die Marker-Proteine. Unter den 107 konnten sie mit Hilfe des Bluttests 14 mit fortgeschrittenen Darmpolypen identifizieren. Die Darmspiegelung ergab insgesamt allerdings 18 neue Darmkrebsfälle. Damit war der Bluttest in 42 von 46 Fällen korrekt. Um den Bluttest allerdings als erfolgreich einzustufen, müssen die Forscher nun auch zeigen, dass ihr Verfahren auch dem Blut-im-Stuhl-Test (Hämocculttest) überlegen ist.

Jährlich erkranken mehr als 71.000 Menschen an Darmkrebs, somit ist Darmkrebs bei Männern und Frauen die häufigste Krebsneuerkrankung in Deutschland. Mit 29.000 Sterbefällen pro Jahr ist der Darmkrebs nach dem Lungenkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache. “Je früher Darmkrebs erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Heilungsaussichten. Da die Erkrankung erst spät Beschwerden verursacht, sind Früherkennungsuntersuchungen von größter Bedeutung”, meint der Krebsexperte Joachim Drevs vom internationalen Kompetenzzentrum für Individuelle Tumordiagnostik und Therapie http://www.sanafontis.com. “Experten empfehlen ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig eine Tastuntersuchung des Enddarms, Blutanalysen und einen Test auf Blut im Stuhl durchführen zu lassen. Ab dem 55. Lebensjahr hat jeder deutsche Krankenversicherte Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren”, erklärt der Mediziner. Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Blue Planet Run: Globaler Staffellauf für Trinkwasserversorgung

24.300-Kilometer-Lauf endet am 4. September in New York. München/Wien - Der erste globale Staffellauf rund um die Welt kommt demnächst nach Deutschland und Österreich. Zwischen dem 14. und 18. Juni erreichte der Blue Planet Run http://www.blueplanetrun.org Berlin, Hamburg und Wien. Mit der Benefizaktion soll das Bewusstsein für sicheres Trinkwasser geweckt werden. Die Veranstalter weisen auf jene mindestens 1,1 Mrd. Menschen hin, die immer noch ohne sauberes Trinkwasser leben müssen. Jedes Jahr sterben fast 2,2 Mio. Menschen - darunter überwiegend Kinder - an Krankheiten, die durch unsauberes Trinkwasser und unzureichende Hygiene ausgelöst werden.
Der Startschuss für den Blue Planet Run 2007 fiel am 1. Juni auf dem Gelände der Vereinten Nationen in New York City und führt durch insgesamt 16 Länder. 20 Läufer werden die Strecke von insgesamt 24.300 Kilometer bewältigen, ehe sie am 4. September wieder in New York eintreffen werden. Die Athleten, darunter auch der deutsche Marathonläufer Heiko Weiner, laufen in mehr als 180 deutschen und 15 österreichischen Städten ein, wo jeweils Staffelstabübergaben stattfinden. Zusätzlich dazu finden in den Metropolen auch noch Events statt. In Hamburg, Berlin und Wien informieren Gastredner und Videos über die globale Trinkwasserkrise und fordern zum Spenden auf. Die Sportler aus 13 Nationen im Alter von 23 bis 60 Jahren durchqueren auf der Staffellauf-Strecke Irland, England, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Deutschland, Tschechien, Österreich, Polen, Weißrussland, Russland, die Mongolei, China, Japan, Kanada und die USA.

Die Blue Planet Run Foundation ist eine gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gemacht hat, Menschen zu sauberem Trinkwasser zu verhelfen. Die US-amerikanische Stiftung, die 2002 vom Industriellen und Philanthropen Jin Zidell ins Leben gerufen wurde, hat seit 2004 in 13 Ländern 135 nachhaltige Wasserprojekte finanziert und damit rund 100.000 Menschen zu sauberem Trinkwasser verholfen. Das ambitionierte Ziel der Organisation ist es, bis 2027 200 Mio. Menschen mit sauberem Wasser zu versorgen.  Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Pflanzen erkennen ihresgleichen

Nicht nur Tiere unterscheiden eigene Sprösslinge von fremden. Hamilton/Ontario - Kanadische Forscher haben erstmals festgestellt, dass auch Pflanzen ihre Anverwandten von Fremden unterscheiden können. Das wirkt sich insbesondere beim Überlebenskampf aus, berichten Susan Dudley und Amanda File von der McMaster University http://www.mcmaster.ca in Hamilton/Ontario. Stammt eine Gruppe von Pflanzen von den gleichen Eltern ab, hat sie in der Natur eine höhere Überlebensrate als eine Gruppe von einander fremden Pflanzen, berichten die Forscher in den Biology Letters der britischen Royal Society.
Über den Kampf der Pflanzen um Terrain wissen die Forscher bereits Bescheid. Dabei entwickeln sie zum Teil halsbrecherische Strategien, um Feinde auszuschalten. So investieren sie etwa mehr Energien in das wachsende Wurzelwerk, wenn es um den Kampf nach Nährstoffen und Wasser geht. “Die Pflanzen verfügen über ein geheimnisvolles Sozialleben. Das wissen Ökologen bereits seit längerem”, meint Dudley. Die Fähigkeit hingegen, Verwandte zu erkennen, ist bisher noch nicht bekannt gewesen. Der genaue Mechanismus ist jedoch noch unbekannt, die Wissenschaftler nehmen aber an, dass sie sich gegenseitig wahrscheinlich über Wechselwirkungen ihrer Wurzeln erkennen.

In ihren Versuchen haben die beiden Wissenschaftlerinnen verwandte und nicht verwandte Strandpflanzen-Spezies (Cakile edentula) in verschiedenen Kombinationen in Töpfe eingesetzt. Der Vergleich zwischen den verschiedenen Töpfen ergab, dass Anzahl und Verteilung der Wurzeln bei verwandten Pflanzen geringer war als bei einander fremden Pflanzen. Die Pflanzen, die einzeln wuchsen, zeigten hingegen keinen Unterschied in ihrem Wurzelwachstum. Daraus schließen die Forscherinnen, dass sich miteinander verwandte Pflanzen tatsächlich erkennen und dass der Erkennungsprozess offensichtlich über die Wurzeln vermittelt sein muss.

Wahrscheinlich läuft die Identifikation über ein Protein oder ein chemisches Signal, das von den jeweiligen Wurzeln abgegeben und von den Nachbarpflanzen in der näheren Umgebung aufgenommen werden kann. Es sei durchaus möglich, dass Pflanzen über etwas ähnliches verfügen wie etwa die Kin-Recognition bei Tieren, die über Immunproteine abläuft, meint der Pflanzenbiologe Ariel Novoplansky von der Ben Gurion Universität in Negev, Israel. “Bisher sind all diese Dinge aber reine Spekulation, denn Beweise gibt es bislang keine.” Allerdings konnte in früheren Studien gezeigt werden, dass Pflanzen ihre eigenen Chancen erhöhen, indem sie die Überlebensfähigkeit ihrer in der Nähe wachsenden Verwandten steigern. Im Ergebnis konkurrieren sie dann weniger stark um die vorhandenen Nährstoffe und sparen damit wertvolle Energie ein. Red.: Wolfgang Weitlaner

Anzeige: www.one100.biz - Eine Chance, Deine Chance!

Ganzheitliche Burnout-Prävention für Jeden

Eine Stadt geht neue Wege: Wolfsberg - Vorbild für Europ. Graz - Das Seminar “Produktivitäts- und Ertragssteigerung bei gleichzeitig erhöhter Mitarbeiterzufriedenheit” war ein durchschlagender Erfolg, der den Ruf laut werden ließ, dass dieses Infoseminar für jeden zugänglich gemacht werden sollte.

Diesem Umstand gerecht werdend, beschlossen Kompetenzzentrum und Gemeinde, die Veranstaltung mit dem Titel “Burnout, Burnout-Prävention und Prävention” für ein erfülltes Leben in Arbeit und Alltag der gesamten Bevölkerung zugänglich zu machen.

Der ganzheitliche Ansatz war hier ausschlaggebend, da die 3 Säulen Beruf, Unternehmen und Familie schließlich als Drehscheibe zum oder weg vom Burnoutsyndrom gesehen werden, so der wissenschaftliche Leiter Primar Dr. W. Friedl, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie.

Insbesondere mit seinem thematischen Einstieg über die seelische Gesundheit spannte Prim. Dr. Friedl einen Bogen, der weit über die klinische Betrachtung hinausging und Aspekte wie Wertewandel, Konsum- und Leistungsdruck, Unternehmens- und Betriebskultur wie auch Familienstrukturen und Kommunikation in der Familie mit einbezog. Über die rein diagnostisch-medizinische Darstellung des Burnoutsyndroms mit jeweils fundiert praktikablen Präventionsmaßnahmen zur konkreten Situation und dem jeweiligen Stadium des Leidensdruckes hinausreichend, ließ seine philosophische Darstellung über die Gesundheit der Seele aufhorchen und auch hier die Zuhörer über praktische und praktikable Hilfestellungen zu begeistertem Applaus hinreißen.

Dieser Erfolg ließ auch die Veranstalter nicht kalt und führte zur Entscheidung, diese Information allen Interessierten aus Wolfsberg und Umgebung zuteil werden zu lassen. Diese Veranstaltung ist nunmehr für Ende September, Anfang Oktober geplant. Genaues Datum und Lehrziel wird noch bekanntgegeben. Info und Newsletter unter http://www.business-doctors.at.

Damit geht Wolfsberg als gesunde Gemeinde bereits aktiv einen für Österreich beispielhaften Weg der Prävention gegen das sich zur Volkskrankheit epidemisch entwickelnde Burnoutsyndrom. Informationen zum Programm wie auch die Möglichkeiten, diese Veranstaltung zu buchen, finden Sie unter http://www.business-doctors.at oder http://kompetenzzentrum.schloss-wolfsberg.at . (Ende)

Anzeige: http://www.one100.biz ein unbedeutender Beitrag kann Probleme lösen.

Altruismus macht Menschen glücklich

Befriedigung durch Spenden für wohltätige Zwecke. Eugene/Oregon  - US-Forscher haben festgestellt, dass freiwilliges Spenden für einen guten Zweck ähnliche Emotionen hervorruft wie wenn man selbst Geld bekommt. Bill Harbaugh von der University of Oregon in Eugene http://www.uoregon.edu und sein Forscherteam haben gezeigt, dass Steuern zahlen und Spenden das gleiche Belohnungszentrum im Hirn aktivieren, das auch aktiv ist, wenn man selbst einen Zuwachs am eigenen Vermögen erwartet, berichten sie im Wissenschaftsmagazin Science.
Harbaugh hat 19 Studentinnen der Universität je 100 Dollar gegeben und erklärt, dass sie einen fixen Teil - bis zu 45 Dollar - an Abgaben für eine Stiftung von sozial Schwachen leisten müssten. Die Wissenschaftler untersuchten daraufhin mit Hilfe der Magnetresonanzbildgebung die Hirnaktivitäten der Probanden. Dabei konnten die Forscher feststellen, dass die zum Belohnungszentrum gehörenden Gehirnareale Insula und das ventrale Striatum aktiv wurden. Diese Areale waren auch aktiv, als die Probandinnen anfangs erfuhren, dass sie das Geld bekommen würden. Auch bei der freiwilligen Gabe von Geld waren diese Areale aktiv.

Das sei überraschend und zeige, dass beim Spenden sowohl der reine Altruismus als auch der so genannte Warm-Glow-Effekt eine Rolle spielten. Der Warm-Glow-Effekt vermittelt beim Akt des Gebens ein positives Gefühl seitens des Spenders. Reiner Altruismus hingegen basiert sein Befriedigungspotenzial ausschließlich auf der Tatsache, dass der betreffende Adressat dann mehr Geld zur Verfügung hat, je höher die Spende ausfällt. Beim freiwilligen Spenden waren die Hirnreaktionen am stärksten.

Die Wissenschaftler schließen aus den Ergebnissen, dass es tatsächlich echten Altruismus gibt - also jenen Mechanismus, der Menschen dazu bringt, auf eigene Vorteile zu verzichten, ohne dafür eine konkrete Belohnung zu erwarten. Der Ökonom Robert Frank von der Cornell University versteht die Forschungsergebnisse der positiven Wirkung des Steuerzahlens als Hilfe für Andere, denen es finanziell schlechter geht. Die Wissenschaftler denken nun darüber nach, Steuern nach diesem Prinzip einzuheben. Als nächstes wollen die Forscher herausfinden, wie das Gehirn auf unfaire Abgaben oder solche mit weniger konkretem Verwendungszweck reagiert.  Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Anzeige: Wann schenkst Du einem Unbekannten 11,00 € und wirst dafür reich beschenkt? “Click -  auf die Antwort”

Mit menschlichen Stammzellen Parkinson bei Affen behandelt

Einmalige Injektion führt zu deutlicher Verbesserung. Boston - Eine einzelne Injektion mit neuralen Stammzellen hat die Symptome von Parkinson bei Affen deutlich verringert. Forscher der Harvard Medical School http://hms.harvard.edu gehen davon aus, dass damit ein neuer Behandlungsansatz für die Behandlung dieser Krankheit gefunden ist. Das Team um Richard Sidman ließ Grüne Meerkatzen an Parkinson erkranken, indem sie den Tieren eine Chemikalie injizierten, die jene Neuronen schädigt, die für die Produktion von Dopamin verantwortlich sind. Dieser Neurotransmitter spielt bei der Kontrolle von Bewegungen eine entscheidende Rolle. Details der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences http://www.pnas.org veröffentlicht. 

In die Gehirne der erkrankten Affen wurde neurale Stammzellen von Föten injiziert, die in der 13. Schwangerschaftswoche aufgrund einer Fehlgeburt geboren wurden. Einen Monat später hatte sich der Zustand der Tiere deutlich verbessert. “Sie konnten stehen, gehen, selbst fressen und waren wieder selbstständig”. Nach rund vier Monaten verschlechterte sich der Zustand der Affen wieder. Vermutlich weil die Stammzellen vom Immunsystem angegriffen wurden. Trotzdem ging es ihnen deutlich besser als den nicht behandelten Versuchstieren. Obduktionen zeigten, dass die implantierten Zellen sich im Gehirn in jenen Bereichen verbreitet hatten, die Dopamin produzieren. Ihre Hauptaufgabe schien zu sein, das Gehirn gegen eine weitere Schädigung zu schützen und nicht bereits zerstörte Zellen zu ersetzen. Von dieser Annahme war man laut NewScientist in der Vergangenheit ausgegangen. Die Forscher planen jetzt herauszufinden, ob Immunsuppressiva und wiederholte Injektionen die Wirkung dieses Behandlungsansatzes verlängern können. Red.: Michaela Monschein

Heißes Thema: Schmelzendes Eis bedroht die Menschheit

UNEP-Report rechnet Folgen der Erwärmung vor. Nairobi - Hunderte Millionen Menschen weltweit werden von den Folgen der abschmelzenden Polkappen und Gletscher betroffen sein. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des UNO-Umweltprogramms UNEP http://www.unep.org. Zwei der unmittelbarsten Auswirkungen werden der Anstieg des Meeresspiegels und die Veränderung im Wasserhaushalt der Erde sein, warnt der Report. 

Der “Schnee und Eis-Report”, wie der Bericht heißt, wurde heute, Montag, anlässlich des Weltumwelttages in Tromsö/Norwegen der Öffentlichkeit vorgestellt. “Der Report macht einfach nur deutlich, dass sich alle Schnee- und Eisregionen der Welt auf Veränderungen einstellen müssen”, meint UNEP-Chef Achim Steiner. Jedes Ministerium, jede Versammlung und jedes Wohnzimmer der Welt werde davon betroffen sein. Was Steiner kritisiert, ist eine fehlende universelle politische Aktion. “Der Bericht soll die Öffentlichkeit wachrütteln, damit auf die Politiker Druck ausgeübt werden kann, etwas zu unternehmen”, so Steiner. Immer noch wären zu viele davon überzeugt, dass die Klimaveränderung nur weit weg liegende Regionen betreffen werde.

Der “Schnee und Eis-Report” nimmt Bedacht auf die Gefährdung der Ökosysteme auf der ganzen Welt und kommt zum Schluss, dass die schmelzenden Gletscher Asiens geschätzte 40 Prozent der Weltbevölkerung direkt betreffen werden. Die Gletscher dienen als Trinkwasserreservoir und zur Bewässerung der Landwirtschaft. Zudem wird die Erderwärmung in Sibirien dazu führen, dass der Permafrostboden auftaut und große Mengen des Treibhausgases Methan in die Atmosphäre bringt. Das Schicksal der großen Eisflächen Grönlands und der Antarktis, dem größten Süßwasserreservoir der Erde, müsse erst genauer untersucht werden, um besser verstanden zu werden, subsumiert der Bericht. Forschungsarbeiten im laufenden Polarjahr 2007/8 werden die Bedeutung der Polarregionen für das Klima aufzeigen.

Ohne wirksamen Klimaschutz sind mindestens 145 Mio. Menschen - der Großteil davon in Asien - an Küsten und in küstennahen Regionen von Überflutungen bedroht. Die Studienautoren gehen auch davon aus, dass weniger Schnee und Eis dazu führen wird, dass die Sonnenenergie vom Land und von den Ozeanen besser absorbiert statt reflektiert wird. Dieses “Feedback” würde die Erwärmung zusätzlich nur anheizen und zu abrupten Verschiebungen führen. Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Anzeige: http://www.one100.biz

Neues Verfahren erkennt Brustkrebs-Gene

Fünf weitere Gene identifiziert. London - Wissenschaftler des Cambridge Research Institute http://science.cancerresearchuk.org/cri haben ein neues Verfahren zur Erkennung von Genen entwickelt, die die Wahrscheinlichkeit einer Brustkrebserkrankung erhöhen. Diese Entdeckung soll in Zukunft einen einfachen Bluttest zur Erkennung des Risikos ermöglichen. Forscher meinen, dass das neue Verfahren die Identifikation der Gene beschleunigt und zur Erkennung aller bei Brustkrebs entscheidenden Gene führen sollte. Vor zwei Jahren wurden bereits zwei für Brustkrebs entscheidende Gene identifiziert. Das britische Team publizierte jetzt in Nature http://www.nature.com fünf weitere Gene.

In der Vergangenheit dauerte es Jahrzehnte, bis in der DNA eines Patienten die fehlerhaften Gene gefunden waren. Das neue Verfahren beschleunigt diesen Prozess deutlich. Signifikante Teile der DNA der Patientin werden mit jenen eines gesunden Freiwilligen verglichen. Die erkennbaren Unterschiede sind höchstwahrscheinlich jene, die für die Erkrankung verantwortlich sind. Dieser computergestützte Prozess kann in einigen Stunden abgeschlossen werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass innerhalb von einigen Monaten alle Gene bekannt sein werden, die mit der Entstehung von Brustkrebs zusammenhängen.

Für die Identifizierung der vier neuen Gene wurde die DNA von fast 50.000 Frauen analysiert. Eine Hälfte der Frauen war an Brustkrebs erkrankt, die andere war gesund. Douglas Easton von Cancer Research UK http://www.cancerresearchuk.org erklärte, dass dieses Verfahren bereits bei anderen Krebserkrankungen wie Prostatakrebs, Darm- und Lungenkrebs eingesetzt werde. Easton betonte gegenüber der BBC, dass das Wissen um die entscheidenden Gene eines Tages sogar das Verhindern einer Erkrankung ermöglichen sollte. Derzeit werden nur Test auf die Gene BRCA1, BRCA2, TP53 und PTEN durchgeführt. Es wird angenommen, dass es noch Hunderte weiterer Gene gibt.

Laut dem Krebsspezialisten Karol Sikora soll es innerhalb von drei Jahren möglich sein, eine Gruppe von Frauen in drei Risikokategorien einzuteilen: hoch, mittel und gering. Bruce Ponder, der Hautautor der Studie, erklärte, dass die Forscher derzeit noch nicht wüssten, wie diese Gene miteinander interagierten. “Wir werden nach weiteren Genen forschen. Zugleich werden wir uns aber auch auf die Entschlüsselung dieser Informationen konzentrieren, sodass wird Frauen besser helfen können.” Redakteur: Michaela Monschein

Psychische Erkrankungen europaweit auf dem Vormarsch

1. Mental Health Europe Konferenz in Wien.

Wien/Brüssel - “No Health without Mental Health” so lautet der Titel der ersten Mental Health Europe Konferenz in Wien. Vom 31. Mai bis 2. Juni 2007 treffen sich im Haus der Industrie führende Experten aus den Bereichen Gesundheit und Vorsorgemedizin, Politik und Wissenschaft sowie Vertreter der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen Maßnahmenpläne und Umsetzungsvorschläge für die Förderung der psychischen Gesundheit der europäischen Bevölkerung.

Die aktuelle Studie “Costs of Disorders of the Brain” macht den dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Förderung von psychischer Gesundheit deutlich: Depressionen, Psychosen, Angsterkrankungen oder Burn-Out-Syndrom, sind nur einige der Krankheiten, die in den vergangenen Jahrzehnten europaweit stark zugenommen haben. Rund ein Viertel aller Österreicher leidet im Laufe eines Jahres unter einer psychischen Erkrankung. Laut Schätzungen der Kommission waren im Jahr 2005 europaweit 59,6% der 18- bis 65-Jährigen von psychischen Störungen betroffen. “Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Wirtschaft, Politik sowie Gesundheitswesen sind hier gefordert, entsprechende Maßnahmenpläne zu entwickeln. Die Konferenz in Wien bietet eine ideale Plattform, die Zusammenarbeit in diesem Bereich voranzutreiben und bestehende Initiativen und Projekte weiterzuentwickeln”, freut sich Elisabeth Muschik, Stv. Obfrau pro mente austria und Vizepräsidentin Mental Health Europe. Dabei gilt das Augenmerk sowohl dem Ausbau von Betreuungsangeboten in den Mitgliedstaaten, als auch verstärkt dem Bereich der Aufklärung, Integration und Prävention. Auf Einladung von Mental Health Europe und pro mente austria treffen internationale, nationale und regionale Akteure in Wien zusammen, um gemeinsame Strategien weiterzuentwickeln.

Eine gemeinsame europäische Strategie
Im Oktober 2005 veröffentlichte die Kommission ein Grünbuch zur “Entwicklung einer Strategie für die Förderung der psychischen Gesundheit in der Europäischen Union”. Ziel der Wiener Konferenz ist es, die Weiterentwicklung dieser Strategie sowie die Zusammenarbeit und den Austausch verschiedener Institutionen in diesem Bereich zu fördern. Neben Mitarbeitern der Kommission wie Jürgen Scheftlein, Generaldirektion (GD) für Gesundheit und Konsumentenschutz, oder Wallis Goelen, Abteilung “Behinderung”, werden Politiker verschiedener Mitgliedsstaaten zu diesem Kongress in Wien erwartet: Die deutsche Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, Gregor Henderson aus dem Gesundheitsministerium Schottland sowie internationale Experten wie Bob Grove vom Sainsbury Centre in London oder Petr Nawka, Präsident von “Integra” (Slowakei) haben ihr Kommen angekündigt.

Das detaillierte Programm der dreitägigen Veranstaltung finden Sie unter:
http://www.promenteaustria.at/termine/index.php/action.view/entity.detail/key.94/category./

Mental Health Europe
Die politisch unabhängige Organisation wurde 1985 als regionale Zweigstelle der Weltorganisation für Mental Health gegründet. Sitz der Organisation ist in Brüssel. Ende 2005 zählte Mental Health Europe rund 72 Mitgliedsorganisationen in 30 europäischen Ländern und 56 Einzelmitglieder. Ziel der Organisation ist Förderung von psychischer Gesundheit, die Verbesserung von Pflege- und Betreuungsangeboten sowie der Schutz von Menschenrechten von psychisch Kranken, ihrer Familien und Betreuer.

Pro mente austria
Pro mente austria ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Institutionen im Bereich psychische und soziale Gesundheit in Österreich.19 Mitgliedsorganisationen in den Bundesländern leisten Betreuungsarbeit für psychisch kranke Menschen. Rund 30.000 Hilfesuchende erhalten jährlich Unterstützung bei psychischen und sozialen Problemen in den regionalen Einrichtungen nahe ihres Wohnorts. Ziel ist die Integration Benachteiligter in die Gesellschaft. Pro mente austria vertritt die Anliegen ihrer Mitgliedsorganisationen und setzt sich für die Rechte psychisch kranker Menschen ein.  Barbara Hämmerle

Anzeige: www.one100.biz, 1.000,- € geschenkt!

Natürliche Ökosysteme als Überlebensgarant

Nachhaltiger Umgang mit Natur dient Menschen als Versicherung. Lüneburg/Leipzig  - Deutsche Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen risikoscheuem und nachhaltigem Verhalten gibt. Demnach kann der nachhaltige Umgang mit der Natur ihren Nutzern als Versicherung dienen. Damit haben die Forscher vor allem die weit verbreitete Annahme widerlegt, wonach eigennütziges Handeln des Menschen einer nachhaltigen Entwicklung widerspreche. Wissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg http://www.uni-lueneburg.de, der Universität Heidelberg und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig http://www.ufz.de haben ihre Ergebnisse im renommierten Wissenschaftsmagazin Ecological Economics publiziert.
Das Forscherteam aus Ökonomen, Ökologen und Philosophen hat das Weideland-Management von Farmern in Namibia untersucht. Die dafür ausgewählten Gebiete sind von geringen und stark schwankenden Niederschlagsmengen geprägt. Solche Umweltbedingungen stellen für die Bauern eine große Gefahr von existenziellen Einkommensunsicherheiten dar, da sie von der vorhandenen Biomasse im Weideland direkt abhängig sind. Den Untersuchungen zufolge wählen risikoscheue Farmer eine Bewirtschaftungsstrategie, die eine Biomassereserve im Weidegebiet bestehen lässt. Diese Strategie schmälert zwar ihren zusätzlichen Gewinn in den Perioden, in denen es überdurchschnittlich hohe Niederschläge gibt. In Perioden, in denen fast keine Niederschläge fallen, dient diese Biomassereserve allerdings wie eine Rückversicherung.

“Das interessante an unseren Untersuchungen war auch, dass selbst bei Zugriff auf eine Regenindexversicherung risikoscheue Farmer nachhaltig bewirtschaften”, erklärt Co-Autorin Karin Frank vom UFZ im Interview. Sind die Farmer jedoch nur an kurzfristigem Gewinn interessiert oder risikofreudig, dann bewirtschaften sie riskanter und eine solche Versicherung führt zu kontraproduktivem Verhalten. Solche Studien können dazu dienen, Hinweise für die Ausgestaltung von finanziellen Institutionen zum Risikomanagement zu geben, die auf eine nachhaltigere Nutzung mit den natürlichen Ressourcen hinwirken. “Die Hauptbotschaft der Untersuchung ist eigentlich jene, dass Ruhepausen für einen Teil der Vegetation - also nachhaltige Bewirtschaftung - langfristig für den größten Nutzen sorgen”, subsumiert die Wissenschaftlerin. Die Ruhepausen dienen der Erhaltung der Regenerationsfähigkeit der Vegetation, die unter den extremen Niederschlagsbedingungen in Namibia von zentraler Bedeutung ist. Die natürliche Allianz könne als Ersatz für Ersparnisse, Kredite oder konventionelle finanzielle Versicherungen funktionieren, erklärt Frank abschließend.

Die Wissenschaftler kommen zum Schluss, dass die nachhaltige Nutzung von Ökosystemen unter Unsicherheit nicht unbedingt deswegen nachhaltig ist, weil Menschen nachhaltig sind, sondern weil sie kein Risiko eingehen wollen. Statt aus ethischen Gründen handeln sie aus Eigennutz heraus nachhaltig. Dieses Ergebnis lasse sich auch auf ähnliche Ökosysteme und ihre Dienste, wie etwa den Fischfang, übertragen. Es bedeutet jedoch nicht, so betonen die Forscher, dass Verhalten, welches das Risiko minimiert, bereits genügt, um eine Nachhaltige Entwicklung zu garantieren.  Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Östrogene im Abwasser vernichten Fischpopulation

Künstliche Hormone aus der Pille wirken auch bei Süßwasserfischen. Manitoba - Bereits kleine Mengen von Östrogen, die über das Abwasser in Flüsse gelangen, reichen aus, um ganze Fischpopulationen auszulöschen. Zu diesem Ergebnis kommt ein kanadisch-US-amerikanisches Forscherteam im Wissenschaftsmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS http://www.pnas.org. Forscher haben immer wieder darüber berichtet, dass Hormone im Abwasser, die in herkömmlichen Kläranlagen zum Teil nicht abgebaut werden, verheerende Schäden an der Umwelt anrichten können.

“Frauen scheiden normalerweise natürliches Östrogen aus. Das Schlimme ist aber das künstliche Östrogen, das in den Antibabypillen vorhanden ist und in den Kläranlagen nur zum Teil abgebaut werden kann”, so Studienleiterin Karen Kidd, Biologin vom Fisheries & Oceans Canada in Manitoba. Männliche Fische werden durch die Östrogene verweiblicht. Sie produzieren die gleichen Proteine wie jene, die weibliche Fische für die Eientwicklung brauchen. Die Forscherin konnte sogar in den Hoden der männlichen Fische Eier finden. “Es braucht nur geringe Mengen an Östrogen, damit bei den Männchen so etwas passiert”, erklärt die Wissenschaftlerin. Allerdings sind die Folgen für eine gesamte Fischpopulation dramatisch.

Vorherige Studien haben bereits gezeigt, dass Östrogen bei Fischen zu Veränderungen führen kann. Unbekannt war allerdings, welche Auswirkungen dies auf die wild lebenden Fischpopulationen hat. In einem kleinen abgeschlossenen See im Nordwesten von Ontario hat Kidd mit dem Forscherteam künstliche Östrogene in einer solchen Menge eingebracht wie sie in ungeklärten Abwässern üblicherweise vorkommen. Untersucht wurde die Population der Goldelritze (Pimephales promelas) über einen Zeitraum von sieben Jahren. Bereits nach dem ersten Sommer konnten die Forscher feststellen, dass die männlichen Fische dieses typische Protein zur Eiproduktion bildeten. Ein Jahr später war bei den männlichen Fischen die Spermienproduktion massiv eingeschränkt, kurze Zeit später produzierten die männlichen Fische Eier.

Umgekehrt waren aber auch bei den weiblichen Fischen massive Veränderungen feststellbar: Sie produzierten zwar wesentlich mehr Eier als normal, aber ihre sexuelle Entwicklung war deutlich verlangsamt. Diese Entwicklung machte deutlich, dass die gesamte Population der Fische nicht mehr in der Lage war, sich zu vermehren. Im zweiten Studienjahr war deutlich geworden, dass die Fische im See aussterben würden. Selbst zwei Jahre später - ohne weitere Einträge von Östrogen - war eine Erholung des Fischbestandes nicht bemerkbar. “Selbst diese geringen Mengen an Hormonen haben dramatische Auswirkungen, die Jahre lang, selbst bei einem Stopp der Einbringung, deutlich vorhanden waren”, erklärt Kidd. Redakteur: Wolfgang Weitlaner

CO2-Bilanz für Energieträger: Jeder Einzelne muss sparen

Energy-Globe-Experten legen Bericht über Energieverbrauch vor. Linz  - Heute, Dienstag, ist von den Betreibern des Energy Globe Award http://www.energyglobe.info eine CO2-Bilanz für Energieträger präsentiert worden. Damit kann man berechnen, wie groß der tatsächliche Energieverbrauch eines jeden Einzelnen ist. Grundtenor der Studie ist, dass jeder Einzelne dazu angehalten wird, selbst einzusparen, damit es nicht zur globalen Klimakatastrophe kommt.

Der vor acht Jahren ins Leben gerufene Energy Globe Award hat zum Ziel, ein Bewusstsein für die nachhaltige Nutzung der Ressourcen zu schaffen und aufzuzeigen, dass jeder Mensch einen Beitrag für die Umwelt leisten kann. “Da der Hauptverursacher des Klimawandels der Mensch ist, ist jeder Einzelne gefordert, sich persönliche Ziele zu setzen, um seinen CO2-Ausstoß zu verringern”, so Wolfgang Neumann, Gründer des Energy Globe, im pressetext-Gespräch. “Wir haben deshalb eine Studie in Auftrag gegeben, die die Grundlage hierfür darstellt: nämlich eine CO2-Bilanz für Energieträger und die Mobilität, wobei Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes auf keinen Fall eine Minderung des Lebenskomforts bringen sollten.” Die Studie wurde von Gert Bachmann vom Department of Chemical Ecology and Ecosystem Research vom Ökologie-Zentrum der Universität Wien ausgearbeitet.

Da nur rund sechs Prozent der jährlich weltweit erzeugten CO2-Emissionen auf natürlichem Weg durch Photosynthese verarbeitet werden, müsse jeder Einzelne aktiv werden. Dabei gibt es bei jedem Menschen mit der Mobilität und dem Wohnen zwei maßgebliche Bereiche, wo er CO2 ausstößt und dies regeln könnte. Grundsätzlich setze sich der CO2-Ausstoß im persönlichen Bereich aus den Faktoren “Tägliche Lebensgewohnheiten” und “Vorhandene Hardware” - dazu gehören Auto und Energiebedarf in der Wohnung - zusammen. Der durchschnittliche Richtwert in Österreich in diesen Bereichen beträgt pro Kopf jährlich 3.000 Kilogramm CO2.

Die Industrie - ohne Stahl- und Eisenproduktion - hat seit 1990 die Produktion um 40 Prozent gesteigert, die CO2-Emissionen hingegen stiegen im gleichen Zeitraum nur um sechs Prozent, kommentierte Bachmann anlässlich der Pressekonferenz die Einzelergebnisse der Studie. Aufgrund der Ergebnisse des UNO-Klimaberichts sollte in den kommenden acht Jahren der CO2-Ausstoß um 20 Prozent verringert werden, da sonst der Klimawandel außer Kontrolle gerät. “Jeder Österreicher ist also aufgerufen, in dieser Zeitspanne in seinem persönlichen Bereich wenn möglich 30 Prozent an CO2 einzusparen”, fordert Neumann. Dazu müsse man zunächst den persönlichen Verbrauch errechnen.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie: Die Zunahme des Bedarfs an Wohnfläche um 40 Prozent seit 1990 bei gleichzeitiger Zunahme der Bevölkerung um nur sieben Prozent machen in Abhängigkeit vom CO2-Ausstoß dringend Maßnahmen im Energieeffizienzbereich notwendig. Interessant ist auch, dass die CO2-Emissionen im Bereich Pkw-Verkehr trotz Reduktion des Energieverbrauches pro PS seit 1990 um ca. 17 Prozent gestiegen sind. “Die einzigen zielführenden Alternativen sind, möglichst wenig Energie zu verbrauchen und auf emissionsfreie Energie, dazu gehört etwa die Sonnenenergie, zu setzen.”

Zum Thema Flugverkehr hat der Experte errechnet, dass der Verbrauch pro Kilometer und Kopf im Flugzeug und Auto annähernd gleich ist. In der Diskussion um die Nutzung von Biomasse haben die Forscher festgestellt, dass Biogas und Biotreibstoffe nur dann als klimaschonend zu werten sind, wenn entsprechend wenig fossile Energieträger für den Anbau verwendet werden.  Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Anzeige: www.one100.biz

Sogar Fruchtfliegen haben einen freien Willen

Modell von Ursache und Wirkung in Frage gestellt. Berlin - Fruchtfliegen verfügen über einen freien Willen. Auch wenn man ihnen jeden sensorischen Input nimmt, weisen ihre Flugrichtungen auf eine wirkliche, nicht zufällige - trotzdem aber unvorhersehbare - Fähigkeit zum Treffen von Entscheidungen hin. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Freien Universität Berlin http://www.fu-berlin.de gekommen. Hat die Evolution den Menschen mit einer ähnlichen Fähigkeit ausgestattet, könnte man der Lösung eines der großen alten Rätsel der Philosophie einen Schritt näher gekommen sein. Details der Studie wurden in PLoS One http://www.plosone.org veröffentlicht. http://www.getcited.org/pub/103426004

Die Wissenschaft geht davon aus, dass Wirkungen Ursachen haben. Verstehen wir die Ursachen gut genug, können wir die Wirkungen vorhersagen. In diesem Fall wäre der freie Wille eine Illusion. Wir reagieren einfach auf Stimuli. Ist unser Verhalten nicht vorhersagbar, dann nur weil zufällige Ereignisse eine entsprechende Reaktion verhindern. Das Team um den Neurobiologen Björn Brembs setzte Fruchtfliegen in einer Kammer einer sensorischen Deprivation aus. Diese Kammer bestand aus einer innen weißen Trommel, die den Fruchtfliegen keine Orientierungspunkte lieferte. Die Fliegen wurden mit einem Drehmomentmesser verbunden, der die Bewegungen ihrer Flugversuche dokumentierte.

Die Forscher analysierten die Ergebnisse mittels immer differenzierterer Modelle zufälligen Verhaltens. Waren die Entscheidungen der Fruchtfliegen zufällig, wie beim Werfen einer Münze? Nein. Eine Reihe zufälliger Inputs lieferte genauso wenig eine Erklärung wie eine Variante, die zufällige mit nicht zufälligen Inputs kombinierte. Es zeigte sich vielmehr, dass das Verhalten der Fruchtfliegen Kennzeichen von Chaos aufwies. Einem nicht zufälligen Prozess, der trotzdem wie das Wetter vorhersagbar ist. Niemand war jedoch laut New Scientist bisher in der Lage die Entstehung von Chaos zu erklären.

Dieser chaotische Ansatz könnte den Fruchtfliegen jedoch zu einer Spontaneität verhelfen, die sich evolutionär vorteilhaft erweisen könnte. Zum Beispiel bei der Suche nach Nahrung oder wenn eine weibliche Fruchtfliege eine unerwünschte männliche loswerden will. Laut Brembs kann die Evolution anders als bei wirklichen Zufällen das Ausmaß dieser Spontaneität fein abstimmen. Dabei handle es sich um eine rudimentäre Form des freien Willens. Eine höher entwickelte Form könnte den Menschen aus dem Gefängnis von Ursache und Wirkung befreien. “Es macht sehr viel Sinn anzunehmen, dass das, was wir als freien Willen wahrnehmen auf Komponenten basiert, die viel früher in der Evolution entstanden sind.” Redakteur: Michaela Monschein

Anzeige. Geld - Erfolg, erfolgt: www.one100.biz

“Super-oxidiertes” Wasser tötet Keime

Medikament bei Messe in Monte Carlo präsentiert. Monte Carlo - Mit reaktiven Chlor-Sauerstoff-Verbindungen angereichertes Wasser hat sich in zahlreichen Untersuchungen als hoch-effektives Desinfektionsmittel entpuppt. Das “Wunderwasser” tötet aber nicht nur Keime in Wunden, sondern wirkt auch beschleunigend auf die Wundheilung, da es die Durchblutung der Haut verstärkt. Zu diesem Schluss sind Experten bei der Global-Healthcare-Konferenz, die in Monte Carlo stattgefunden hat, gekommen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. 

 

Das “super-oxidierte” Wasser greift im Vergleich zu herkömmlichen Desinfektionsmitteln aber ausschließlich Viren, Bakterien und Pilze an und verschont menschliches Gewebe. Das angereicherte Wasser, das unter dem Handelsnamen Microcyn (in Europa Dermacyn genannt) bereits am Markt ist, konnte die durchschnittliche Heilungsdauer bei Patienten im Vergleich zu herkömmlichen Desinfektionsmitteln gemeinsam mit Antibiotika von 55 auf 43 Tage verkürzen. Die heilungsfördernde Wirkung wird momentan in klinischen Studien überprüft.

Hergestellt wird das wirksame Mittel, indem gewöhnliches Wasser und Kochsalz, das sich innerhalb einer halbdurchlässigen Membran befindet, unter Strom gesetzt werden. Dabei bilden sich neben den im Wasser immer vorhandenen Wasserstoff- und Hydroxidionen verschiedene geladene Teilchen aus Chlor und Sauerstoff. Diese Ionen kommen auch in anderen chlorhaltigen Desinfektionsmitteln vor. Obwohl das so entstandene Wasser eine 300-fach geringere Hypochlorit-Konzentration aufweist, tötet es zehn verschiedene Bakterien, die von herkömmlichen Bleichmitteln nicht vernichtet werden. Trotzdem verursacht das Mittel keinerlei Schäden an Haut oder Schleimhäuten, wenn es auf eine Wunde aufgetragen wird. “Microcyn tötet nur jene Zellen, die es komplett umschließen kann”, erklärt Hoji Alimi, Gründer von Oculus http://www.oculusis.com, das das Mittel auf den Markt gebracht hat. Hautzellen kommen in einer festen Matrix vor und bleiben von der zerstörerischen Wirkung verschont, da die Desinfektionslösung die Zellen nicht vollständig umfließen kann.

Microcyn ist in den USA als Wundreinigungsmittel bereits seit zwei Jahren zugelassen. Einige Mediziner verwenden es auch zur Beschleunigung der Wundheilung. “Wenn man das Wasser aufsprüht, verfärbt sich das behandelte Gewebe rosarot. Das ist gut, denn es heißt, dass die Sauerstoffversorgung wieder aufgenommen wird”, erklärt Cheryl Bongiovanni, Direktorin des Lake-District-Krankenhauses in Lakeview/Oregon. Die Mediziner haben das Produkt an mehr als 1.000 Diabetikern, die an offenen Stellen an Beinen und Füßen litten, über einen Zeitraum von 18 Monaten getestet. Dabei zeigte sich, dass eine Behandlung mit Microcyn die Heilungsdauer um zwölf Tage verkürzte. Das tatsächliche Wundheilungspotenzial wird derzeit in einer Phase-II-Studie in Europa und in den USA untersucht. Besonders interessant ist das Produkt für Diabetiker, denn allein in Großbritannien leiden 15 Prozent an offenen Wunden an Beinen und Füßen. Im schlimmsten Fall drohen ihnen sogar Amputationen. Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Ein Kommentar zur “Neuen Einsamkeit”

Neun von zehn Bundesbürgern können nicht mehr lieben. Forchheim - Die Wirtschaft zieht wieder an? Einerseits steigern dynamische Prozesse unsere Produktivität, verbessern unseren Lebensstandard und unsere Lebensqualität, vernetzen die Menschen weltweit, erlauben uns Selbstverwirklichung. Andererseits: Die Deutschen sind nicht nur Weltmeister beim Export von Waren oder Dienstleistungen, sie sind auch Weltmeister wenn es um die Schattenseiten des Leistungsdenkens geht. Die Untersuchungen verschiedener Krankenkassen machen deutlich, dass neun von zehn leistungsorientierten Menschen unter stressbedingten Erkrankungen leiden. Ganz oben in der “Hitliste” stehen Ängste, Depressionen und Burnout. Fachleute, wie der bekannte Beziehungs-Coach Hans Kreis sehen darin eine der Hauptursachen für ein anderes Phänomen: Die zunehmende Vereinsamung und Isolation der Bundesbürger.

“Wer unter Ängsten oder Depressionen leidet, ist nicht mehr zur wirklichen Liebe fähig, bestenfalls zu Sex. Das ist die eigentliche Tragödie”, so Hans Kreis. Menschen, die nicht mehr lieben können, werden zu sozialen Authisten, wie es ein führender Gewerkschafter treffend formulierte. Soziale Authisten können weder gute Eltern noch gute Liebhaber und erst recht keine guten Chefs sein.

Das macht depressiv und noch ängstlicher. “Außen glänzen, innen leiden” so fassen Betroffene ihr Lebensgefühl zusammen. Das macht auf Dauer jeden krank. Für Albert Pietzko, Psychotherapeut der Fachkliniken Heiligenfeld stehen wir erst am Anfang dieser Angst-Spirale. Deutschland, ein Land der Liebesunfähigen? Es sieht ganz danach aus.

“Dabei ist die Lösung ganz einfach”, so Hans Kreis. Seit vielen Jahren berät er Leistungsorientierte mit Beziehungskrisen. Seine Erfahrungen fasste er in einem neuen Buch zusammen. Er ermuntert die Betroffenen, sich statt für den Angstweg für den Sehnsuchtsweg zu entscheiden. Sein Motto lautet: An der Größe Deiner Angst erkennst Du die Größe Deiner Sehnsucht.

Wer seine Sehnsucht wieder ernst nimmt, kommt automatisch an seine eigene Lebensvision und die gilt es wieder zu leben. Das macht nicht nur erfolgreich, sondern auch wieder liebesfähig.

Kreis weiß, wovon er spricht. Er gehörte zu den äußerlich Erfolgreichen und innerlich von Angst Besessenen. Dann verkaufte er seine Unternehmen und fing neu an. Diesmal mit dem Wissen um seine Lebensvision. Der Erfolg fühlte sich diesmal anders an. Vor allem jedoch konnte er wieder lieben. “Wer wieder lieben kann, ist von seinen Ängsten und Depressionen befreit” erkannte schon in den neunziger Jahren Professor Ruppert Lay, Jesuitenpater und Psychotherapeut. Hans Kreis empfiehlt deshalb, Ängste, Depressionen oder Burnouts als das zu nehmen, was sie sind: Hinweise aus unserem Unterbewusstsein, Hinweise auf das, was wir verlernt haben.

7 TIPPS zum Ausbruch aus der Liebesfalle:

1. Lernen beginnt immer bei uns selbst. Auch das Lieben Lernen.
2. Nehmen Sie sich und Ihre Bedürfnisse wieder ernst.
3. Erkennen Sie Ihre Ängste als Freund und nicht als Feind.
4. Beginnen Sie mit dem Lieben bei sich selbst.
5. Schreiben Sie sich selbst auch einmal einen Liebesbrief.
6. Entdecken Sie wieder die Kraft Ihrer Sehnsucht.
7. Trauen Sie sich wieder offen mit Menschen zu reden.

In seinem neuen Buch “Die Kraft der Lebensvision” (Droemer Knaur) zeigt Kreis an vielen Fallbeispielen, wie wir diese Regeln auf dem Weg zu mehr Lebensfreude nutzen können.

FALLBEISPIELE: “Die Kraft der Lebensvision” (Droemer Knaur), Hans Kreis , ISBN13 978-3-426-66591-6, http://www.imaco.de/buch.html

Kontakt, Belegexemplare, Gastkommentar:
Tel. 09191-95846, Hans Kreis, presse@imaco.de, imaco Beratungsgesellschaft: http://www.imaco.de (Ende)

Anzeige: Ein kleines Vermögen ist möglich: www.one100.biz