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Archive für 27.6.2007

Blue Planet Run: Globaler Staffellauf für Trinkwasserversorgung

24.300-Kilometer-Lauf endet am 4. September in New York. München/Wien - Der erste globale Staffellauf rund um die Welt kommt demnächst nach Deutschland und Österreich. Zwischen dem 14. und 18. Juni erreichte der Blue Planet Run http://www.blueplanetrun.org Berlin, Hamburg und Wien. Mit der Benefizaktion soll das Bewusstsein für sicheres Trinkwasser geweckt werden. Die Veranstalter weisen auf jene mindestens 1,1 Mrd. Menschen hin, die immer noch ohne sauberes Trinkwasser leben müssen. Jedes Jahr sterben fast 2,2 Mio. Menschen - darunter überwiegend Kinder - an Krankheiten, die durch unsauberes Trinkwasser und unzureichende Hygiene ausgelöst werden.
Der Startschuss für den Blue Planet Run 2007 fiel am 1. Juni auf dem Gelände der Vereinten Nationen in New York City und führt durch insgesamt 16 Länder. 20 Läufer werden die Strecke von insgesamt 24.300 Kilometer bewältigen, ehe sie am 4. September wieder in New York eintreffen werden. Die Athleten, darunter auch der deutsche Marathonläufer Heiko Weiner, laufen in mehr als 180 deutschen und 15 österreichischen Städten ein, wo jeweils Staffelstabübergaben stattfinden. Zusätzlich dazu finden in den Metropolen auch noch Events statt. In Hamburg, Berlin und Wien informieren Gastredner und Videos über die globale Trinkwasserkrise und fordern zum Spenden auf. Die Sportler aus 13 Nationen im Alter von 23 bis 60 Jahren durchqueren auf der Staffellauf-Strecke Irland, England, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Deutschland, Tschechien, Österreich, Polen, Weißrussland, Russland, die Mongolei, China, Japan, Kanada und die USA.

Die Blue Planet Run Foundation ist eine gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gemacht hat, Menschen zu sauberem Trinkwasser zu verhelfen. Die US-amerikanische Stiftung, die 2002 vom Industriellen und Philanthropen Jin Zidell ins Leben gerufen wurde, hat seit 2004 in 13 Ländern 135 nachhaltige Wasserprojekte finanziert und damit rund 100.000 Menschen zu sauberem Trinkwasser verholfen. Das ambitionierte Ziel der Organisation ist es, bis 2027 200 Mio. Menschen mit sauberem Wasser zu versorgen.  Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Pflanzen erkennen ihresgleichen

Nicht nur Tiere unterscheiden eigene Sprösslinge von fremden. Hamilton/Ontario - Kanadische Forscher haben erstmals festgestellt, dass auch Pflanzen ihre Anverwandten von Fremden unterscheiden können. Das wirkt sich insbesondere beim Überlebenskampf aus, berichten Susan Dudley und Amanda File von der McMaster University http://www.mcmaster.ca in Hamilton/Ontario. Stammt eine Gruppe von Pflanzen von den gleichen Eltern ab, hat sie in der Natur eine höhere Überlebensrate als eine Gruppe von einander fremden Pflanzen, berichten die Forscher in den Biology Letters der britischen Royal Society.
Über den Kampf der Pflanzen um Terrain wissen die Forscher bereits Bescheid. Dabei entwickeln sie zum Teil halsbrecherische Strategien, um Feinde auszuschalten. So investieren sie etwa mehr Energien in das wachsende Wurzelwerk, wenn es um den Kampf nach Nährstoffen und Wasser geht. “Die Pflanzen verfügen über ein geheimnisvolles Sozialleben. Das wissen Ökologen bereits seit längerem”, meint Dudley. Die Fähigkeit hingegen, Verwandte zu erkennen, ist bisher noch nicht bekannt gewesen. Der genaue Mechanismus ist jedoch noch unbekannt, die Wissenschaftler nehmen aber an, dass sie sich gegenseitig wahrscheinlich über Wechselwirkungen ihrer Wurzeln erkennen.

In ihren Versuchen haben die beiden Wissenschaftlerinnen verwandte und nicht verwandte Strandpflanzen-Spezies (Cakile edentula) in verschiedenen Kombinationen in Töpfe eingesetzt. Der Vergleich zwischen den verschiedenen Töpfen ergab, dass Anzahl und Verteilung der Wurzeln bei verwandten Pflanzen geringer war als bei einander fremden Pflanzen. Die Pflanzen, die einzeln wuchsen, zeigten hingegen keinen Unterschied in ihrem Wurzelwachstum. Daraus schließen die Forscherinnen, dass sich miteinander verwandte Pflanzen tatsächlich erkennen und dass der Erkennungsprozess offensichtlich über die Wurzeln vermittelt sein muss.

Wahrscheinlich läuft die Identifikation über ein Protein oder ein chemisches Signal, das von den jeweiligen Wurzeln abgegeben und von den Nachbarpflanzen in der näheren Umgebung aufgenommen werden kann. Es sei durchaus möglich, dass Pflanzen über etwas ähnliches verfügen wie etwa die Kin-Recognition bei Tieren, die über Immunproteine abläuft, meint der Pflanzenbiologe Ariel Novoplansky von der Ben Gurion Universität in Negev, Israel. “Bisher sind all diese Dinge aber reine Spekulation, denn Beweise gibt es bislang keine.” Allerdings konnte in früheren Studien gezeigt werden, dass Pflanzen ihre eigenen Chancen erhöhen, indem sie die Überlebensfähigkeit ihrer in der Nähe wachsenden Verwandten steigern. Im Ergebnis konkurrieren sie dann weniger stark um die vorhandenen Nährstoffe und sparen damit wertvolle Energie ein. Red.: Wolfgang Weitlaner

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