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Archive für 4.7.2007

Biotechnisch hergestellte Vaginalschleimhaut erfolgreich eingepflanzt

Hoffnung für “Mayer von Rokitansky Küster Hauser”-Patienten. Rom  - Einem Ärzteteam am Polyklinikum Umberto I http://www.policlinicoumberto1.it in Rom ist es weltweit erstmalig gelungen, eine aus körpereigenen Stammzellen im Labor gezüchtete Vaginalschleimhaut erfolgreich einzupflanzen. Die 17-jährige Patientin litt unter einer als “Mayer von Rokitansky Küster Hauser” bekannten Genitalfehlbildung.
“Ebenso wie bei der im vergangenen Jahr erfolgreich operierten 28-jährigen Frau ist das Implantat zu 99 Prozent vom Körpergewebe angenommen worden. Ein Beweis dafür, dass das Zusammenspiel von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung zum Ziel führen kann”, so Pierluigi Benedetti Panici, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Anders als im Mai 2006 wurde die jüngste Operation offiziell im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgegeben.

Die Einzelheiten zu dem ersten Eingriff werden in der Fachzeitschrift “Human Reproduction” veröffentlicht. Bei der damaligen Patientin konnte bereits nach einem Monat eine voll angewachsene und funktionstüchtige Schleimhaut festgestellt werden. Cinzia Marchese, Leiterin des Labors für Zellbiotechnologie, meinte zuversichtlich: “Damit öffnen sich neue Wege und Möglichkeiten bei der Regenerierung von Schleimhäuten im Magen- und Mundbereich. Das gleiche dürfte auch für Horn- und Bindehautmissbildungen des Auges gelten.”

Das Syndrom nach “Mayer von Rokitansky Küster Hauser” betrifft unabhängig vom Geschlecht statistisch gesehen eine von 20.400 Personen. Die Pathologie hat die unvollständige Bildung oder das völlige Fehlen des Geschlechtsorganes und ausnahmslos Zeugungsunfähigkeit zur Folge. Als Operationstechnik in Frage kommt die Methode nach Abbè McIndoe oder Vecchietti. Mit künstlich hergestellten Scheidenschleimhäuten konnten bisher keine klinischen Erfolge erzielt werden. Redakteur: Harald Jung

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GAB2 als neues Demenz-Gen identifiziert

Risiko einer Erkrankung erhöht sich um das Vierfache. London - Wissenschaftler des Institute of Neurology http://www.ion.ucl.ac.uk haben mit GAB2 ein Gen identifiziert, das mit einem späten Einsetzen einer Alzheimer-Erkrankung in Zusammenhang steht. Menschen mit einer beschädigten Kopie dieses Gens könnten laut dem Fachmagazin Neuron http://www.neuron.org einem vier Mal höheren Risiko einer Erkrankung ausgesetzt sein. Laut Experten wie Clive Ballard von der Alzheimer’s Society http://www.alzheimers.org.uk ist mit dieser Entdeckung einer der wichtigsten Fortschritte seit der Entdeckung von ApoE4 gelungen. An dieser Alzheimerform erkrankt laut BBC einer von zehn Menschen über 65 Jahren und die Hälfte der über 85-Jährigen. Das aus Wissenschaftlern von 15 Institutionen bestehende Team analysierte die DNA von 1.411 Personen. Dabei zeigte sich, dass GAB2 das Risiko bei jenen Teilnehmern beeinflusste, die auch über ApoE4 verfügten. GAB2 scheint die Auswirkungen dieses besser bekannten Alzheimer-Gens zu verändern. Die Forscher gehen davon aus, dass es in der Folge zur Bildung der charakteristischen Proteinablagerungen im Gehirn kommt. Das Team um Eric Reiman deaktivierte GAB2 in Neuronen und stellte ein Ansteigen des Schlüsselproteins Tau fest. Tau trägt zur Bildung dieser Ablagerungen bei. Redakteur: Michaela Monschein

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