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Archive für August 2007
Grüner Tee: Entgiftungsmechanismus schützt vor Krebs
31.8.2007 von zaro.
ucson - US-Forscher des Arizona Cancer Center http://www.azcc.arizona.edu und der Division of Cancer Prevention am National Cancer Institute http://www.cancer.gov in Bethesda sind dem “Gesundheitsgeheimnis” des Grünen Tees einen Schritt näher gekommen. Demnach hilft der im Tee enthaltene Gerbstoff Catechin dem Körper bei der Entgiftung - und das könnte ein Grund dafür sein, warum er vor Krebs schützt, berichten die Wissenschaftler in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Cancer Epidemiology.
In der jüngsten Untersuchung haben sich die Forscher um H.-H. Sherry Crow auf eine bestimmte Gruppe von Proteinen namens Glutathion-S-Transferasen (GST) konzentriert. GST sind eine Familie von Enzymen mit breiter Substratspezifität, die eine wichtige Rolle in der Entgiftung und Ausscheidung von krebserregenden Substanzen spielen. GST entgiften Biozide, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Ethylenglykole, PCB, Aflatoxine und andere Xenobiotika. In vorhergehenden Studien konnten die Forscher feststellen, dass Menschen mit niedriger GST-Aktivität ein höheres Krebserkrankungsrisiko haben.
Wie sich die GST-Werte im Blut bei Teegenuss verändern, konnten die Wissenschaftler anhand der 42 freiwilligen gesunden Probanden messen. Zunächst durften die Probanden über einen Zeitraum von vier Wochen keinen Tee trinken. Anschließend wurden ihre GST-Werte im Blut nachgemessen. Nach dieser Untersuchung erhielten sie täglich auf nüchternen Magen eine Kapsel mit Grüntee-Extrakten. Dieses Präparat enthält 800 Milligramm Epigallocatechingallat (EGCG) - ein Catechin, das zur Untergruppe der Polyphenole zählt. Diese Menge entspricht in etwa der Dosis von acht bis 16 Tassen Grünem Tee.
Die Blutuntersuchungen der Probanden wiesen nach der Einnahme der Teekapseln einen durchschnittlich höheren GST-Wert auf. Das galt auch für die Entgiftungsenzyme. Was die Forscher aber bemerkten war, dass es zwischen den Teilnehmern große Unterschiede gab. Besonders jene Probanden, die vor der Untersuchung eine niedrige Enzymaktivität aufwiesen, zeigten nach der Teekapsel-Kur eine um bis zu 80 Prozent höhere Aktivität. Hingegen zeigten jene Probanden, bei denen von Haus aus eine hohe Enzymaktivität vorhanden war, eine Reduktion um bis zu 20 Prozent. “Wir schließen daraus, dass eine Einnahme von ECGC eine deutlich unterschiedliche Auswirkung auf die GST-Aktivität hat. Das lässt uns vermuten, dass Grünteekapseln jene Menschen, die von Haus aus geringe GST-Werte im Blut aufweisen, vor krebserregenden Substanzen schützen können”, schreiben die Forscher.
Die gesundheitsfördernde Wirkung von Grünem Tee ist seit Jahren bekannt. Eine japanische Studie mit 40.000 Erwachsenen über einen Zeitraum von elf Jahren machte deutlich, dass das Getränk positiv auf das Herz und lebensverlängernd wirkt. Redakteur: Wolfgang Weitlaner
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Brustvergrößerungen erhöhen Selbstmordrate
29.8.2007 von zaro.
Verbesserung des psychischen Zustands ist nicht von Dauer. Nashville - Frauen, die sich einer Brustvergrößerung unterzogen haben, weisen ein dreimal höheres Selbstmordrisiko auf. Todesfälle in Zusammenhang mit psychischen Störungen, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit kommen ebenfalls dreimal so häufig vor. Amerikanische Forscher kommen durch die Analyse der Daten von 3.527 Patientinnen zu diesem Ergebnis und widersprechen damit Untersuchungen, die zeigen, dass sich Frauen nach Schönheitsoperationen besser fühlen. Die Statistik habe nur indirekt mit den Eingriffen zu tun, meint Marita Eisenmann-Klein, Präsidentin des Weltverbands für Plastische Chirurgie, im Interview: “Wir wissen auch, dass Frauen, die sich operieren lassen, häufiger Raucherinnen sind, eher alleine leben und sich öfters die Haare färben. Damit möchte ich sagen, dass hier der gesamte Lebensstil und die Persönlichkeit der Frau eine Rolle spielt.”
Die Studie basiert auf den Daten von 3.527 schwedischen Frauen, die sich zwischen 1965 und 1993 einer Brustvergrößerung unterzogen hatten. Forscher halten die Ergebnisse auf Grund der massiven gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte für Patientinnen der Gegenwart für nur begrenzt gültig. Im Vergleich zur Vergangenheit sei kosmetische Chirurgie heute weitgehend akzeptiert. “Ich denke auch, dass Patientinnen früher auf Grund des geringen Wissens über ästhetische Chirurgie überhöhte Erwartungen hatten, die enttäuscht wurden”, meint der plastische Chirurg Walter Jungwirth im Gespräch. Heute sei das in weit geringerem Ausmaß der Fall.
Patientinnen, die mit ihrem Körper nicht zufrieden seien und deshalb Hilfe in der plastischen Chirurgie suchten, hätten oft psychologische Probleme, die durch den Eingriff nicht behoben werden könnten, vermutet hingegen Joseph Laughlin, Professor an der Vanderbilt University School of Medicine und Autor der Studie. Eine Verbesserung des psychischen Zustands sei zumindest nicht von Dauer: Während die Selbstmordrate zehn Jahre nach dem Eingriff noch im Durchschnitt liegt, steigt diese nach zwanzig Jahren auf das Sechsfache an.
McLaughlin sieht die Studie als Warnsignal: Frauen, die eine Brustvergrößerung anstreben, sollten sich einer umfangreichen psychologischen Untersuchung unterziehen. Das funktioniere allerdings in den wenigsten Fällen, kommentiert Eisenmann-Klein. “Auf den Vorschlag der psychologischen Betreuung reagieren die meisten Patientinnen mit heftiger Abwehr. Wenn sie der Meinung wären, sie hätten psychische Probleme, würden sie einen Psychologen aufsuchen und keinen Chirurgen.” Redakteur: Georg Eckelsberger
Robert Zach, spricht über die realtive Wirklichkeit, einer Idee des Bewusstseins: www.zarotermine.de und www.zarolightacademy.org
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Wasser eine Verteilungsfrage
28.8.2007 von zaro.
Ist Wasser Menschenrecht? Ein Interview
Serge Debrebant | 2.7.2007
Frau Barlow, warum kämpfen Sie gegen die Privatisierung von Wasser?
Weil wir Wasser brauchen, um zu leben. Es ist etwas anderes als Laufschuhe oder Softdrinks. Und deshalb darf man es nicht wie eine Ware verkaufen. Gleichzeitig ist Wasser so wichtig und wertvoll wie Öl.
Was ändert sich, wenn Wasser als eine Ware wie jede andere behandelt wird?
Die Folgen haben wir in den vergangenen 15 Jahren gesehen: Viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, weil sie es nicht bezahlen können. Viele Menschen sind deswegen gestorben. Firmen, die Wasser verkaufen, haben kein Interesse daran, natürliche Vorräte zu schützen. Im Gegenteil: Je schwieriger sauberes Wasser zu finden ist, desto teurer wird es.
Aber viele Länder in der Dritten Welt haben Probleme, die Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. Internationale Wasserversorger besitzen genug Erfahrung, um ihnen zu helfen.
Mit diesem Argument kommen die Befürworter seit Jahren. Es hat sich als falsch erwiesen. Unternehmen müssen in erster Linie Gewinne erzielen, um Anteilseigner zu befriedigen. Als Wasserkonzerne wie Suez oder Veolia vor Jahren begannen, in Entwicklungs- und Schwellenländern Geschäfte zu machen, hat man gesagt, dass sie die Bevölkerung wirksamer mit Wasser versorgen könnten als Staatsbetriebe und außerdem in neue Anlagen investieren würden. Beides ist nicht eingetreten.
Nennen Sie uns ein Beispiel.
Es gibt so viele: Cochabamba, La Paz, Buenos Aires. Oder nehmen Sie Johannesburg: Als eine Tochterfirma des internationalen Konzerns Suez dort vor sieben Jahren die Wasserversorgung übernahm, hat sie Zähler angebracht und Preise verlangt, die viele Bewohner nicht bezahlen konnten. Also haben sich die Menschen mit Eimern Wasser am Fluss geholt, obwohl dort Schilder vor Cholera warnten. Aber es geht uns ja nicht nur um die Wasserversorger.
Sondern?
Flaschenwasser ist ein boomendes Geschäft. 2005 sind 164 Milliarden Liter Wasser abgefüllt worden. Außerdem verhalten sich Firmen wie Coca-Cola oder Nestlé gegenüber Einheimischen und der Natur völlig unverantwortlich. Coca-Cola hat 1998 im indischen Dorf Plachimada eine Abfüllanlage eröffnet und dem Boden so viel Grundwasser entzogen, dass das Tal vertrocknete. Die Bewohner haben sich gewehrt. Coca-Cola hat die Anlage mit Stacheldraht, Hunden und bewaffneten Sicherheitskräften schützen müssen. Warum haben sich Entwicklungsländer auf die Privatisierungen eingelassen?
Internationale Organisationen wie die Weltbank, der Weltwährungsfonds und die Welthandelsorganisation haben die Wasserprivatisierung jahrelang gefördert. Sie haben festgelegt, dass Wasser eine Ware ist, mit der man handeln kann – was vorher nicht der Fall war. Sie haben Kredite an die Bedingung geknüpft, dass die Wasserversorgung privatisiert wird. Warum eigentlich? Die meisten westlichen Staaten haben sehr gute Erfahrungen mit staatlichen Wasserversorgern gemacht. Warum helfen wir nicht Ländern in der Dritten Welt, staatliche Betriebe aufzubauen?
Jetzt kämpfen Sie darum, Wasser bei den Vereinten Nationen als Menschenrecht zu verankern. Was erhoffen Sie sich?
Das ist keine esoterische Wortklauberei, sondern hat reale Folgen. Für ein Menschenrecht muss man nicht bezahlen – man kann es vor Gericht einfordern. Uruguay hat als eines der ersten Länder Wasser als Menschenrecht in der Verfassung verankert. Konzerne wie Suez haben dort viel Schaden angerichtet, bis sich vor drei Jahren eine Initiative bildete, um die Verfassung zu ändern. Die Menschen haben gekämpft und Suez aus dem Land geworfen.
Werden wir es noch erleben, dass das Recht auf Wasser bei den Vereinten Nationen durchgesetzt wird?
Eine Reihe von Staaten unterstützen unsere Initiative, darunter Deutschland. Sie haben eine Resolution eingebracht. Louise Arbour, die Kommissarin für Menschenrechte, bereitet einen Bericht vor. Ich vermute, dass schon in wenigen Jahren das Recht auf Wasser durchgesetzt ist.
Maude Barlow erhielt für ihr Wasser-Engagement 2005 den Alternativen Nobelpreis. Die 60-jährige Kanadierin engagiert sich in der Menschenrechtsorganisation „Blue Planet Project“, die sie mitbegründet hat, für den Schutz und die gerechte Verteilung von Wasser. Sie ist Autorin des Buches „Blaues Gold. Das globale Geschäft mit dem Wasser“. Im Herbst erscheint auf Englisch ihr neues Buch „Blue Covenant“ (Blaues Abkommen). Quelle: www.fluter.de
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Zytokin-Behandlung gegen Osteopetrose
27.8.2007 von zaro.
Erkrankung führt bis zum Tod. Mailand - Die 1987 von dem italienischen Nobelpreisträger Renato Dulbecco gegründete Fachgruppe “Genoma Umano” am Istituto di Tecnologie Biomediche http://www.itb.cnr.it hat ein Molekül entdeckt, das einen durch den Mangel an Osteoklasten hervorgerufenen Knochenschwund verhindern kann. Die genetisch bedingte Osteopetrose bei Kindern gehört zu den sogenannten “seltenen” Krankheiten, in deren Erforschung die großen Pharmaunternehmen sich wegen des geringen Marktwertes nicht engagieren wollen.
„Diese Art der Osteoporose ist auf das Fehlen eines für die Knochenbildung ausschlaggebenden Zytokins zurückzuführen. Bei den Zytokinen handelt es sich um von verschiedenen Zellarten gebildete Eiweißmoleküle, die Wachstum und Differenzierung der Zellen beeinflussen”, so Paolo Vezzoni, Institutsdirektor und Leiter des Forscherteams. Das Fehlen dieses als “RANKL” bekannten Zytokins bewirkt bei dem betreffenden Kind eine Anomalie bei der Skelettbildung, die zur Blutarmut und Blindheit und sogar bis zum Tod führt.
“Was die Entdeckung so interessant macht, ist die Tatsache, dass dieses Zytokin mit Hilfe von Gentechnik künstlich hergestellt und dem Patienten verabreicht werden kann”, so Vezzoni weiter. Der relativ hohe Herstellungsaufwand und der geringe Bedarf haben jedoch dazu geführt, dass es de facto noch nicht existiert. Eine aussichtsreiche Therapie kommt aber wegen der langwierigen Behandlung nur dann in Frage, wenn es in großen Mengen verfügbar ist.
Die in Zusammenarbeit mit zahlreichen Forschern in ganz Europa durchgeführte und in der Fachzeitschrift “Nature Genetics” veröffentlichte Untersuchung ist von der Mailänder Sparkassenstiftung Cariplo unter Mitwirkung des Istituto Clinico Humanitas in Mailand und der Universität von Aquila (Abruzzen) finanziert worden. “Jetzt brauchen wir zusätzliche Mittel, um die industrielle Massenproduktion von Zytokin zu ermöglichen”, bestätigt Vezzoni. Von der europaweit bei humangenetischen Pathologien als höchst fortschrittlich anerkannten Genoma Umano sind über hundert Studien zur Erforschung von Erbkrankheiten erstellt worden. Redakteur: Harald Jung
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Wissensquelle
24.8.2007 von zaro.
Was ist Wasser eigentlich? Ganz einfach: alles und überall. Einige Eigenschaften.
Ein Verwandlungskünstler
Zwischen null und 100 Grad Celsius ist Wasser flüssig. Deshalb ist es die Basis für unsere Temperaturskala. Erreicht Wasser den Siedepunkt (100 ° C), geht es in den gasförmigen Zustand über. Beim Gefrierpunkt (0 ° C) erstarrt flüssiges Wasser zu Eis – Forscher kennen 15 verschiedene Sorten Eis. Das Besondere: Wenn Wasser gefriert, zieht es sich nicht zusammen so wie die meisten anderen Stoffe. Seine Dichte sinkt, es dehnt sich um elf Prozent aus und sprengt Sprudelflaschen und sogar Gestein. Die größte Dichte hat Wasser bei vier Grad Celsius, erst oberhalb dieser Grenze dehnt es sich wieder aus (Anomalie des Wassers). Als Thermometerflüssigkeit ist Wasser selbst deshalb ungeeignet. Paradoxerweise gefriert heißes Wasser – unter bestimmten Bedingungen – schneller als kaltes („Mpemba-Effekt“). Dem warmen Wasser wird mehr Wärmeenergie entzogen, weil die Verdunstungsrate höher ist. Dadurch verliert es auch überproportional an Volumen: Es kühlt und gefriert schneller. Wasser hat noch mehr Tricks auf Lager. Unter bestimmten Bedingungen bleibt es sogar flüssig, wenn man es auf minus 38 Grad Celsius abkühlt.
Quell des Lebens
Klingt kitschig? Ist aber so. Etwa 1,4 Billiarden Liter schwimmen, fließen und plätschern auf der Erde. Damit sind gut 70 Prozent unseres Planeten mit Wasser bedeckt. Bei etwa 97 Prozent handelt es sich um Salzwasser, rund zwei Prozent sind an den Polen und in Gletschern gefroren. Nur weniger als ein Prozent steht uns tatsächlich für die Nutzung zur Verfügung – zum Trinken, Waschen, in der Landwirtschaft und der Industrie. Auch wir Menschen sind echte Wasserwesen: Unsere Körper bestehen zu rund zwei Dritteln aus der Flüssigkeit, ohne die auf der Erde nichts funktionieren würde.Das Prinzip aller Dinge
Dieser Überzeugung war der griechische Gelehrte Thales von Milet (ca. 625–547
v. Chr.). Heute wissen wir, was das Wasser im Innersten zusammenhält. Es ist das häufigste Molekül auf der Erde und setzt sich aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom zusammen, die in der Struktur ein gleichschenkliges Dreieck bilden – ähnlich einem V. Die chemische Formel: H2O. Während das Sauerstoffatom eine negative Teilladung besitzt, hat das Wasserstoffatom eine positive. Durch den winkligen Aufbau entsteht ein sogenanntes Dipolmoment. Zwischen den teilgeladenen Wassermolekülen kann es nun zu Wechselwirkungen kommen: Gleiche Ladungen stoßen sich ab, unterschiedliche ziehen sich an. Durch diese Wasserstoffbrückenbindungen bilden mehrere Moleküle zusammen dreidimensional verknüpfte Cluster. Die Verkettung der Moleküle durch diese Brückenbindungen ist der Grund dafür, dass Wasser unter Normalbedingungen flüssig ist.Das feuchte, fließende
Im Althochdeutschen hatte es genau diese Bedeutung. Es wurde wazzar genannt, auf diesen Begriff geht unser Wort Wasser zurück. In fast allen indoeuropäischen Sprachen gab und gibt es verschiedene Formen des Begriffs: Im Hethitischen sprach man von watar, im Litauischen sagt man vanduo, uda heißt Wasser auf Sanskrit. Aus dem altgriechischen hydor leiten sich viele Fremdwörter ab, etwa der Hydrant oder die Hydraulik. Das lateinische Wort aqua findet sich in den meisten romanischen Sprachen wieder. Übrigens: Auf Russisch nennt man Wasser voda. Wem aber in Russland ein Wässerchen angeboten wird, der sollte aufpassen: Bei dieser Verniedlichung des Wortes handelt es sich um nichts anderes als hochprozentigen Wodka.
Unheimlich
Forscher unterscheiden rund vierzig Anomalien, das heißt Abweichungen von naturwissenschaftlich erwartbarem Verhalten. Kein Wunder also, dass immer wieder merkwürdige Thesen über das Wasser auftauchen. 1988 publizierte etwa Jacques Benveniste im Fachmagazin Nature, Wasser habe ein Gedächtnis. Leider zeigte sich sein flüssiger Proband jedoch höchst vergesslich, als der Wissenschaftler seinen Versuch zum Beweis wiederholen sollte. Das hielt den japanischen Alternativmediziner Masaro Emoto nicht davon ab zu behaupten, Wasser könne zwischen guter und schlechter Musik unterscheiden, die Gefühlslage der Menschen widerspiegeln und obendrein auch noch lesen. Die Beweise dafür fehlen bisher allerdings.
Farblos und durchsichtig
Trotz weißer Schwimmbadkacheln schimmert es im Becken bläulich. Schuld daran ist das Licht. Seine Strahlen bestehen aus Wellen unterschiedlicher Länge, und damit aus verschiedenen Farben. Alle Farben zusammen ergeben weißes Licht. Treffen die Strahlen auf einen Gegenstand, wird ein Teil davon geschluckt, ein Teil reflektiert. Letzterer bestimmt unseren Farbeindruck. Wassermoleküle absorbieren den roten Anteil des Lichts, der reflektierte blaue wird von unseren Augen wahrgenommen. Je tiefer das Wasser, umso intensiver das Blau. Als Schnee wird Wasser aber plötzlich weiß. Denn Schneekristalle absorbieren überhaupt keine Lichtwellen, sie werfen die Strahlen mit all ihren Farben zurück. Bericht: Barbara Lich | 2.7.2007 Quelle: fluter.de
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Multiple Sklerose: Nachwuchsmangel bei Abwehrzellen
23.8.2007 von zaro.
Thymusdrüse versagt bei Immunzellen-Produktion. Heidelberg - Deutschen Forschern ist es gelungen, bei Multipler Sklerose (MS) einen neuen Mechanismus auszumachen: Bei MS-Patienten ist die Thymusdrüse nicht in der Lage, wichtige Immunzellen in ausreichender Zahl neu zu bilden. Die Untersuchung ist ein weiterer Puzzlestein in der Erforschung der MS. Wissenschaftler der Universitätsklinik Heidelberg http://www.klinikum.uni-heidelberg.de haben bereits 2003 festgestellt, dass die Thymusdrüse, ein beim Menschen oberhalb des Herzens liegendes Organ des Lymphsystems, eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Erkrankung spielt.
Im Zentrum des Interesses stehen die so genannten regulatorischen T-Zellen: Das Forscherteam um Brigitte Wildemann, der Leiterin der Sektion Molekulare Neuroimmunologie an der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg, hat entdeckt, dass ältere T-Zellen die Selbstzerstörung des Nervensystems bei MS-Patienten nicht aufhalten können. “Jüngere T-Zellen hemmen hingegen die Abwehrzellen, die körpereigene Strukturen angreifen, stärker”, so Wildemann im pressetext-Interview. Vor zwei Jahren haben die Forscher entdeckt, dass speziell die Funktion der regulatorischen T-Zellen für MS-Patienten wichtig ist.
“Die aktuelle Arbeit führt nun die beiden Erkenntnisse zusammen”, so Jürgen Haas, Laborleiter der Sektion Molekulare Neuroimmunologie und Erstautor der Arbeit. Die neuen Forschungsergebnisse könnten auch eine Erklärung dafür liefern, warum bestimmte Medikamente bei MS wirken und warum sich MS-Patientinnen während der Schwangerschaft oft besonders gut fühlen: Hormone und bestimmte Wirkstoffe in Medikamenten beeinflussen möglicherweise die Thymusfunktion und damit die Neubildung von Abwehrzellen. Die Wissenschaftler versprechen sich von den neuen Erkenntnissen auch neue Behandlungsansätze. “Wenn es gelingt, junge, voll funktionsfähige regulatorische T-Zellen eines Patienten zu entnehmen, in einer Zellkultur zu vermehren und dann zu injizieren, könnte das die Erkrankung positiv beeinflussen”, so Haas. “Diese Methode ist aber bis jetzt eine Theorie”, meint Wildemann.
“Ein Problem ist, dass die Thymusdrüse mit zunehmendem Alter schrumpft und damit die Aufgabe, neue Abwehr-Zellen zu bilden, immer schlechter wird”, so Wildemann. Die Forscher vermuten, dass MS-Patienten eine Funktionsstörung der Thymusdrüse aufweisen. “MS-Patienten haben vergleichsweise weniger junge regulatorische T-Zellen. Dieser Mangel wird durch Teilung der alten ‘Memory’-Zellen kompensiert”, führt die Wissenschaftlerin aus. Das bedeute, dass es zwar genug “Ordnungshüter” gebe, deren Fähigkeiten jedoch offensichtlich eingeschränkt sind. Die Wissenschaftler haben entdeckt, dass die älteren Exemplare anfälliger für den plötzlichen Zelltod sind. Wenn die Funktion der regulatorischen T-Zellen gestört ist, kommt es zu Überreaktionen des Immunsystems und gesundes Gewebe wird attackiert. Im Falle von MS sind die Nervenleitbahnen betroffen.
Wildemanns Team arbeitet derzeit an der Untersuchung der Wechselwirkung der Interferone mit den T-Zellen. Interferon ist ein Protein oder Glykoprotein, das eine immunstimulierende, vor allem antivirale und antitumorale Wirkung entfaltet. Beta-Interferon wird derzeit in der Behandlung von MS eingesetzt. Allein in Deutschland schätzen die Wissenschaftler die Zahl der MS-Patienten auf rund 80.000. Die Erkrankung beginnt oft im frühen Erwachsenenalter, Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Im Zuge dieser Autoimmunerkrankung wird gesundes Nervengewebe von Immunzellen angegriffen und zerstört. Typische Symptome sind Kribbeln und andere Gefühlsstörungen, aber auch Spastiken, Lähmung, schnelle Ermüdbarkeit sowie Sehstörungen. Bislang stehen nur Medikamente zur Verfügung, die die Krankheitsschübe dämpfen, aber nicht heilen können. Redakteur: Wolfgang Weitlaner
Robert Zach, live erleben - Vortrag am 27.08.07 in Baldham - www.zarotermine.de
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Österreichs Trinkwasser: Die letzten Meter machen Probleme
22.8.2007 von zaro.
Wassercheck bestätigt gute Wasserqualität der österreichischen Haushalte. Wien - Österreichs öffentliche Wasserversorgung liefert gute Wasserqualität. Zu diesem Schluss kommen die Verantwortlichen des Wassercheck http://www.wassercheck.at, der seit 2004 mit Unterstützung des Lebensministeriums http://www.lebensministerium.at in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Post AG, AQA - Aqua Quality Austria http://www.aqa.at und Austrian Research Centers GmbH (ARC) http://www.arc.ac.at durchgeführt wird. Die Problembereiche bei der Wasserversorgung liegen bei der “letzten Meile” und nicht bei der öffentlichen Wasserversorgung. „Bisher haben sich bereits mehr als 30.000 Österreicher an der Aktion beteiligt und ihre persönliche Wasserqualität mittels Wassercheck überprüfen lassen”, erklärt Umweltminister Josef Pröll. “2006 wurde der chemisch-physikalische Wassercheck auch auf den sensiblen Bereich der Wasserhygiene ausgeweitet. Mit diesem Test ist es erstmals flächendeckend möglich, auch bakteriologische Parameter selbst zu überprüfen”, erklärt der Minister. “Die ersten Ergebnisse bestätigen die hervorragende Wasserqualität für die österreichischen Haushalte. Es gibt aber durchaus Problembereiche auf der so genannten Last Mile”, so Pröll.
Die Bevölkerung Österreichs wird zu 100 Prozent aus Grund- oder Quellwasser versorgt. “Österreich hält im internationalen Vergleich bei der Qualität seiner Anlagen und des produzierten Trinkwassers einen absoluten Spitzenplatz”, betont Pröll. Darum empfiehlt der Minister, dort wo es möglich ist, sich an das öffentliche Netz anzuschließen, da die Spitzenqualität nur im öffentlichen Netz garantiert werden könne. Die Bereiche, die allerdings bei weitem nicht so gut abschneiden, allerdings von den Tests dennoch erfasst werden, liegen in den Abschnitten, für die die öffentliche Hand nicht zuständig ist.
Konkret geht es um die Qualität von Hausleitungen und Armaturen zu Hause sowie den baulichen Zustand von Hausbrunnenanlagen. Hier gebe es sehr wohl Handlungsbedarf, ortet auch Stephan Bruck, Geschäftsführer von AQA, im pressetext-Gespräch. “71 Prozent aller Hausbrunnen weisen Überschreitungen hygienischen Parametern auf”, erklärt Pröll. In den privaten Wohnungen sind die Blei- und Nickelbelastung das größte Problem. “Eine schlechte Armatur kann die Suppe sehr schnell trüb machen”, meint Bruck. Wie ernst es mit der Belastung tatsächlich ist, zeige sich anhand der Testergebnisse. “Bei jeder fünften Probe sind diese Grenzwerte zwischen zehn und 15 Prozent überschritten”, so Bruck. “Wer glaubt, dass mit dem Abkochen des Trinkwassers diese Belastungen wegfallen, irrt. Der öffentliche Druck scheint aber noch nicht groß genug zu sein”, meint Bruck, der allerdings einräumt, dass das gesamte Risiko nicht allein auf die Eigentümer der Gebäude abzuwälzen sei. “Bis in die 1950er Jahre wurden Bleirohre verwendet. Im Bereich der öffentlichen Wasserleitungen wurden diese praktisch alle ausgetauscht. Im Bereich Wohnbau allerdings nicht.”
“Der Wassercheck ist ein geeignetes Instrument, um die Wasserqualität genau zu messen”, so Bruck. Wesentlich sei es, sich zuerst zu informieren, dann darauf zu reagieren. Für den reibungslosen und effektiven Ablauf des Wasserchecks ist die Kooperation mit Austrian Research Centers als Untersuchungsstelle und das EMS - 24 Stunden Zustellservice der Österreichischen Post AG - notwendig, hebt Bruck hervor. Minister Pröll erklärt abschließend, dass dieser Wassercheck auch in Zukunft weitergeführt werde. Redakteur: Wolfgang Weitlaner
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Magnetresonanztomographie als optimale Brustkrebs-Früherkennung
21.8.2007 von zaro.
Deutsche Forscher widerlegen bisherige Bedenken. Bonn - Bonner Mediziner http://www.uni-bonn.de haben in einer groß angelegten Untersuchung festgestellt, dass die Magnetresonanztomographie (MRT) bei der Diagnostik von Brustkrebs-Vorstufen deutlich treffsicherer ist als die Mammographie. Damit widerlegen die Wissenschaftler ein bisheriges medizinisches Paradigma. In der internationalen Forschergemeinschaft wurde das Studienergebnis mit großem Interesse aufgenommen und schaffte es auf die Titelseite des Fachmagazins Lancet http://www.thelancet.com.
“In den vergangenen fünf Jahren haben wir mehr als 7.000 Frauen mit beiden Methoden untersucht”, so Studienleiterin Christiane Kuhl von der Radiologischen Klinik der Universität Bonn im Interview. Bei insgesamt 167 Frauen konnten die Bonner Mediziner Brustkrebs-Frühformen feststellen: 152 davon mittels MRT und 93 mittels Mammographie. Es gehe um die Früherkennung des so genannten intra-duktalen Karzinoms (DCIS) im Milchgang. “In diesem Stadium nennt man es zwar schon Karzinom - tatsächlich handelt es sich aber noch um eine gutartige Erkrankung, die durch eine Operation immer heilbar ist”, erklärt Kuhl. Erst wenn der Tumor aus den Milchgängen in das Drüsengewebe der Brust einwächst, kann er sich über Blut- oder Lymphgefäße im Körper verteilen. “Wenn wir DCIS finden und operativ entfernen, können wir die Entstehung von ‘richtigem’ Brustkrebs verhindern”, so Kuhl. “Wir vermeiden damit die Entstehung einer oftmals lebensgefährlichen Erkrankung.”
Bei den intra-duktalen Karzinomen gibt es zwei verschiedene Formen, eine weniger aggressive (low-grade) und das hoch aggressive (high-grade) DCIS. Während low-grade-DCIS sich oft noch relativ gutartig verhalten, manchmal sogar den Milchgang nie verlassen und damit den Frauen möglicherweise nie gefährlich werden, tun das die high grade DCIS praktisch immer und werden dann zu gefährlichen invasiven Brustkrebsen. Umso wichtiger ist es also, solche high-grade-DCIS zu entdecken.
“Dass die MRT der Mammographie hinsichtlich der Diagnostik von Brustkrebs überlegen ist, ist schon lange bekannt”, meint Kuhl, da sie bei weitem empfindlicher als die Mammographie ist. “Die Suche nach DCIS galt aber bislang als Domäne der Mammographie, die kleine Verkalkungen sichtbar macht, die sich in den erkrankten Milchgängen ablagern.” Im MRT-Bild sind derartige Einlagerungen unsichtbar. “Allerdings machen sich gerade schnell wachsende Tumore häufig nicht durch Verkalkungen bemerkbar, sondern dadurch, dass sie von vielen kleinen Blutgefäßen durchzogen sind, in denen sich das bei der MRT gespritzte Kontrastmittel besonders gut anreichert”, erklärt die Radiologin.
“Unsere Studie räumt mit einer ganzen Reihe von Lehrbuchmeinungen auf”, meint Kuhl. Dazu gehöre etwa auch, dass die MRT nicht dazu geeignet wäre, Brustkrebsvorstufen zu erkennen. “Die MRT kann die Diagnose von Brustkrebs-Frühstadien erheblich verbessern. Und das nicht nur bei Risikogruppen, sondern bei allen Frauen.” Die American Cancer Society empfiehlt seit März 2007 jeder Frau mit erhöhtem Brustkrebsrisiko eine MRT-Untersuchung durchzuführen.
Kuhl will die Bonner Ergebnisse nicht als Argument gegen das laufende Mammographie-Screening verstanden wissen, denn die Mammographie sei als Basis-Untersuchung zur Früherkennung unverzichtbar. Zudem sei die MRT für den Einsatz zur flächendeckenden Früherkennung noch nicht reif. “Noch wird diese Methode bei Brustuntersuchungen viel zu selten eingesetzt - entsprechend fehlt es an Radiologen, die mit dieser speziellen Anwendung ausreichend Erfahrung sammeln konnten”, meint Kuhl abschließend im Interview. Redakteur: Wolfgang Weitlaner
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Wasserfund in Darfur: Mögliches Ende des Krieges
20.8.2007 von zaro.
Unterirdischer See gewaltigen Ausmaßes entdeckt. Boston/Khartoum - Wissenschaftler des Boston University Center haben in der krisengeschüttelten Darfur-Region im Sudan einen riesigen unterirdischen See entdeckt. Die Forscher hoffen, dass damit der Krieg in der ariden Provinz zu Ende gehen könnte, denn ein Konfliktstoff ist der Streit um Wasser. Seit 2003 sind mehr als 200.000 Menschen in der Region getötet worden, rund zwei Mio. Menschen sind auf der Flucht, berichtet BBC-Online. Mehr als tausend Brunnen sollen nun innerhalb kürzester Zeit gegraben werden. Analysten geben den knappen Ressourcen die Schuld an dem schwelenden Konflikt zwischen den arabischstämmigen Nomaden und den schwarzen afrikanischen Bauern. ” Die Wasserknappheit trägt viel zum Unglück in der Region bei”, meint der Geologe Farouk El-Baz, Direktor des Boston University Center for Remote Sensing http://www.bu.edu/remotesensing. “Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist essenziell für das Überleben der Flüchtlinge und der Menschen in der Wüstenregion”, so der Experte. Wasser werde auch für einen ökonomischen Aufschwung in Darfur sorgen.Mit Hilfe von Radardaten konnten die Wissenschaftler den Ursee, der eine Gesamtfläche von mehr als 30.000 Quadratkilometer hat, aufspüren. Die Fläche des unterirdischen Sees entspricht in etwa der des nordamerikanischen Erie-Sees - dem zehntgrößten See der Erde. Ähnliche Entdeckungen gibt es immer wieder, berichten Wissenschaftler. Auch in Ägypten konnte ein solcher unterirdischer See die Wüste in Farmland umwandeln. “Diese Entdeckung ist wirklich erstaunlich, denn der Grund für den Krieg ist der Kampf um Ressourcen wegen der Trockenheit und Verwüstung in Nord-Darfur”, meint auch Hafiz Muhamed von der Lobbygruppe Justice Africa http://www.justiceafrica.org . Dieser Zustand habe dazu geführt, dass die arabisch-stämmigen Nomaden vom Norden in den Süden gezogen sind.
Für Muhamed ist der Wasserfund keine große Sensation. “Es ist seit langem bekannt, dass es Wasser in dieser Region gibt.” Die Regierung in Khartoum habe allerdings nichts dazu unternommen, die tatsächliche Lage des Sees zu erforschen. Erst im vergangenen Monat ist ein Bericht des UN-Umweltprogrammes UNEP http://www.unep.org zum Schluss gekommen, dass es ohne Aufarbeitung der Umweltzerstörung keinen in Frieden in Darfur geben werde. Demnach habe sich die Wüste in den vergangenen 40 Jahren um durchschnittlich 100 Kilometer ausgebreitet. Rund zwölf Prozent des Waldes sind in den vergangenen 15 Jahren verloren gegangen. Redakteur: Wolfgang Weitlaner
Robert Zach, live erleben - Vortragstermine: www.zarotermine.de
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Schneeschmelze am Kilimandscharo unaufhaltsam
19.8.2007 von zaro.
Arusha/Tansania - In zwanzig Jahren werden die heute noch meilenweit sichtbaren Gletscher am Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas, verschwunden sein, warnen Klimaexperten und Geowissenschafter. Grund dafür sind fehlende Niederschläge, wachsende Evaporation (Verdunstung) und steigende Temperaturen aufgrund des Klimawandels. Ein Augenschein der Nachrichtenagentur pressetext auf dem 5.895 m hohen Gipfel Ende Juli bestätigt, dass der Schnee bedrohlich schmilzt. Fotoalbum: http://www.fotodienst.at/browse.mc?album_id=1379 Die schrumpfende Schneekrone auf dem tansanischen Berggipfel an der Grenze zu Kenia drei Grad südlich des Äquators sei vor allem auf eine Trockenperiode zurückzuführen, die seit mehr als 120 Jahre anhält, erklärte der Innsbrucker Geograph Georg Kaser, der zusammen mit Philip Mote von der University of Washington an einem mehrjährigen Forschungsprojekt zu dem tropischen Gletscher arbeitet, im Frühjahr 2007. Der Kilimandscharo sei daher ungeeignet, als Negativbeispiel für die globale Erderwärmung herzuhalten.Touristikexperten vor Ort lassen diese Ansicht nicht gelten. Sie behaupten, dass die mittlerweile auch im Winter (Juli/August) relativ hohen Temperaturen auf dem Gipfel (weit über 0 Grad tagsüber) für die rasche Schneeschmelze (hier eher Schneeverdunstung) verantwortlich seien. “Der schneebedeckte Berg ist neben den Safariparks größter Arbeitgeber Tansanias”, erklärt der Tourguide von Snowpeaks, Michael Gichigo gegenüber pressetext, “es wäre eine Katastrophe für das ganze Land, wenn das Wahrzeichen Tansanias ohne seine Schneekuppe dastünde.”
Allein 25.000 Touristen aus aller Welt versuchen jährlich den beschwerlichen Aufstieg auf den Nahezu-Sechstausender. “Sie kommen, um die schneeweißen Gletscherfelder aus der Nähe zu sehen”, ist Gichigo überzeugt. “Das Eis wird immer weniger, weil neugefallener Schnee nicht an den steilen Wänden des Gletschers haften kann”, klären die Klimaexperten auf. Der Schnee fällt auf den aschigen, schwarzen Boden und schmilzt oder verdampft, anstatt neues Eis zu bilden. Laut den Experten schrumpft die Eiskuppe im Moment um einen Meter pro Jahr. Daher kann man gut ausrechnen, wie lange sie noch da sein wird.
Als der deutsche Geograph Hans Mayer und sein österreichischer Begleiter, der Alpinist Ludwig von Purtscheller, im Jahre 1889 als erste auf dem Gipfel des “Kibo” standen, war der Berg noch vollständig von Gletschern bedeckt. Davon sind heute nur noch vereinzelte Eisinseln übrig. Mitarbeiter und Freunde der Nachrichtenagentur Pressetext haben vergangene Woche auf dem 5.895 m hohen Gipfel eine Aktion gegen den Klimawandel gestartet. Ziel ist es, mit vermehrter Berichterstattung über Ursachen und Auswege zu informieren. Redakteur: Dr. Wilfried Seywald
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Vitamin C stoppt Erkältungen nicht
17.8.2007 von zaro.
30 Studien mit mehr als 11.000 Probanden machen es deutlich. Helsinki/Canberra - Die tägliche Dosis Vitamin C wird die meisten Menschen nicht vor den lästigen Erkältungskrankheiten schützen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit insgesamt 11.350 Probanden. Eine weitere Tatsache: Selbst Dosen von 200 Milligramm Vitamin C verkürzen die Länge einer Erkältung nicht, berichtet BBC-Online. Einzige Ausnahme stellen Personen mit erhöhtem Stress dar. Sie können das Erkältungsrisiko um die Hälfte verringern, wenn sie die tägliche Dosis des Vitamins einnehmen.
Forscherteam der Australian National University http://www.anu.edu.au und der Universität Helsinki http://www.helsinki.fi/university kommt nach Auswertung von insgesamt 30 Einzelstudien zum Schluss, dass die Vorteile von Vitamin C derart geringfügig wären, dass es sich nicht auszahle, es zu konsumieren. Die Forscher geben zwar zu, dass es bei Erwachsenen die Dauer einer Erkältung um acht Prozent und bei Kindern um 13,6 Prozent verkürzen kann. Dieser Vorteil sei allerdings nur sehr klein. “Es macht keinen Sinn 365 Tage Vitamin C einzunehmen, um das Risiko einer Erkältung zu vermindern”, erklärt Studienautor Harri Hemilä im Fachmagazin Cochrane Library http://www.cochrane.org. Gerechtfertigt werde dies höchstens bei jenen, die extremer Kälte ausgeliefert sind, oder jenen, die physischen Stress haben.
Die meisten Experten verlassen sich bisher auf das Ergebnis einer einzigen Studie, wonach sehr große Dosen von Vitamin C am Anfang einer Erkältung genommen, positive Effekte habe. Dieses Ergebnis müsse erneut nachgeprüft werden, fordern die Forscher. Der Nobelpreisträger für Chemie, Linus Pauling, hatte in den 1970er Jahren dazu aufgefordert täglich 1.000 Milligramm Vitamin C zu sich zu nehmen, um Erkältungskrankheiten zu vermeiden. Seit den damaligen Studien ist die Wirkung des Vitamins auf Erkältungen allerdings kontroversiell geblieben.
“Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), die Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung (SGE) sowie die Schweizerische Vereinigung für Ernährung (SVE) haben sich zum ersten Mal auf gemeinsame Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr geeinigt”, so Alexandra Hofer, Geschäftsführerin der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) http://www.oege.at, im pressetext-Interview. “Dieser Wert beträgt für Vitamin C für Erwachsene zwischen 25 und 51 Jahren 100 Milligramm täglich. Für Raucher gilt ein täglicher Wert von 150 Milligramm.” Generell sei die Vitamin C Versorgung in Mitteleuropa gut. Bei der Aufnahme von verschiedenen Nährstoffen gebe es weltweit keinen Konsens. “Dieser besteht lediglich bei den Mindestwerten”, erklärt Hofer. Redakteur: Wolfgang Weitlaner
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Wetterkontrolle: Klarer Himmel für Olympia 2008
17.8.2007 von zaro.
China “erzeugt” heuer 50 Milliarden Kubikmeter Regen. Peking - Während sich andere Veranstalter damit zufrieden geben, auf schönes Wetter zu hoffen, überlassen die Gastgeber der Olympischen Spiele 2008 in Peking nichts dem Zufall. Am Tag des Eröffnungsfestes werden Mitarbeiter des chinesischen Weather Modification Program für wolkenlosen Himmel über der Stadt sorgen. Wurde künstlicher Regen früher eingesetzt, um Dürre zu verhindern und die Ernte zu verbessern, wird die Technologie in China heute auch im Kampf gegen Waldbrände, Sandstürme oder schlicht unpassendes Wetter verwendet.
Bereits in den 1940er Jahren wurde in den USA Silber-Jodid eingesetzt, um Wolkenbrüche auszulösen. Dabei werden Teilchen in den Himmel geschossen, um Wasser zu binden und Regen zu verursachen. Das funktioniere bei Wolken, die genug H2O gespeichert hätten, aber keine Tropfen bilden könnten, erklärt Meteorologe Michael Kuhn von der Universität Innsbruck http://www.uibk.ac.at gegenüber pressetext. In den 1960er Jahren war diese Technik auch in Österreich weit verbreitet. Das sogenannte Hagelschießen verursachte allerdings rechtliche Probleme und offenbarte sich als wirtschaftlich sinnlos. Zudem wurde die Effektivität der Technik stets angezweifelt.
In China wird diese Art der Wetterkontrolle jedoch im großen Stil praktiziert. Insgesamt 250 Mrd. Tonnen Regenwasser seien seit 1999 durch das Wetter-Modifikations-Programm gewonnen worden. Jährlich kostet das zwischen 60 und 90 Mio. Dollar. Insgesamt 32.000 Mitarbeiter sind über sämtlichen Provinzen verteilt und benutzen Raketenwerfer und Flugabwehrkanonen, um Wolken zu beschießen. Allein dieses Jahr sollen so zusätzlich 50 Mrd. Kubikmeter Wasser auf China regnen. “Natürlich könnte man sagen, dass das Wasser anderswo fehlt, aber eigentlich beschleunigt man nur den Kreislauf”, erklärt Wetterexperte Kuhn. “Wenn ich meine Badewanne dreimal täglich fülle steigt mein Verbrauch, aber das Wasser kommt wieder zurück in den Kreislauf.”
In China regt sich jedoch Kritik an der staatlichen Wetterkontrolle. Viele Menschen befürchten Umweltschäden durch die Verbreitung von Silber-Jodid. Große Mengen der Substanz in den Gewässern hält auch Michael Kuhn für gefährlich. Doch es gibt noch weitere Risiken: Durch die Geschoße, mit denen das Silber-Jodid in den Himmel befördert wird, wurden bereits Menschen verletzt und Häuser beschädigt. Vergangenen Mai wurde ein Bewohner der Stadt Chongqing von einem herabfallenden Geschoss getötet. Nichtsdestotrotz dürfte das Budget des Weather Modification Program heuer weiter aufgestockt werden. Mit einer Dürre im Norden des Landes und nicht zuletzt mit den kommenden Olympischen Spielen 2008 in Peking warten zwei große Herausforderungen auf die Wetterbehörde. Redakteur: Georg Eckelsberger
Kann der alte “Wetter-Petrus” nur noch den Kopf schütteln …
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Chemikalien belasten Menschen und Tier
13.8.2007 von zaro.
Bioakkumulation von Giften hat größeren Effekt als bisher angenommen. Vancouver - Bisher unbeobachtete Umweltgifte reichern sich in Lebewesen wesentlich stärker an, als dies bisher bekannt war. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der kanadischen Simon Fraser University http://www.sfu.ca in Burnaby. Auch wenn es Bestrebungen gibt, die chemische Verunreinigung einigermaßen unter Kontrolle zu bekommen, werden dennoch tausende Toxine vernachlässigt, die ebenso gefährliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin Science. Die Erkenntnisse betreffen rund ein Drittel aller industriell verwendeten Chemikalien - darunter auch Parfums und Pestizide. Die Regulierungen müssten dringend geändert werden, raten die Forscher um den Umwelttoxikologen Frank Gobas. Einige der organischen Substanzen wie etwa das Pestizid DDT und PCBs sind bekannt dafür, dass sie sich im Organismus anreichern, wenn ein Tier ein anderes frisst. Das Forscherteam hat auch entdeckt, dass Hexachlorocyclohexan - ein Bestandteil des Pestizids Lindan - die gleiche Konzentration in Algen, Muscheln und Fischen aufweise, allerdings im Eisbären in wesentlich höheren Konzentrationen gefunden wurde. Diesen Vorgang der Erhöhung der Konzentration von Stoffen in biologischen Systemen nennt man Bioakkumulation. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Weitergabe von Schadstoffen in Nahrungsketten, wobei Stoffe mit einer langen biologischen Halbwertszeit, also solche Stoffe, die nicht oder nur sehr langsam abgebaut oder ausgeschieden werden, sich bis an das Ende Nahrungskette sehr stark anreichern können.Das Forscherteam hat mehr als ein Dutzend Tiere untersucht, darunter waren Enten, Beluga-Wale und Eisbären. In der Studie von Gobas wurden aber nicht die gesundheitlichen Auswirkungen der Chemikalien untersucht. Wie dramatisch diese Situation allerdings beim Menschen, der am Ende der Nahrungskette steht, ist, konnten die Wissenschaftler erneut bestätigen: Einem Computermodell bei den Inuit in Nord-Kanada zufolge, reichern sich manche chemische Substanzen um das 2.000fache im Vergleich zu jenen an der Basis der Nahrungskette an. Die Inuit sind Jäger, die unter anderem auch Beluga-Wale essen. Diese sind wiederum bekannt dafür, dass sie hohe Konzentrationen an PCBs in sich tragen.
Wale sind generell empfindlicher für die so genannte Biomagnifikation, der Anreicherung von Schadstoffen aus der Umwelt in Lebewesen über die Nahrung. Das Paradebeispiel für Biomagnifikation ist neben den PCBs auch das Insektizid DDT. Es gibt einen Bericht, wonach sich die Konzentration des für die Malariabekämpfung verwendeten Insektizids vom Zooplankton bis hin zum Fischadler um das 625fache erhöht.
“Wie verschiedene Chemikalien in die Nahrungskette gelangen, ist uns ja bekannt. Was aber immer noch weitgehend unbekannt ist, ist die Frage was geschieht wenn verschiedene Chemikalien gemeinsam auftreten”, erklärt der Chemie-Experte Herwig Schuster von Greenpeace-Österreich http://www.greenpeace.at im pressetext-Interview. “Chemikalien interagieren ebenso wie auch verschiedene Medikamente, die ein Mensch zu sich nimmt”, gibt der Chemiker zu bedenken. Unklar ist auch der Anreicherungsfaktor. Für den Fall, dass 20, 30 oder sogar 50 Substanzen auf einmal in den Organismus gelangen. “Da gibt es immer noch viel zu klären”, meint Schuster. Bei der EU-Chemikalienverordnung REACH sei das Thema Persistenz definitiv ein Kriterium, ebenso wie auch die Bioakkumulation. So gesehen sei REACH ein geeignetes Instrument, meint Schuster abschließend im pressetext-Interview. Redakteur: Wolfgang Weitlaner
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Fettsteuer als Lebensretter
10.8.2007 von zaro.
Maßnahme soll zu gesünderem Essverhalten führen. Oxford - Mehr als 3.000 tödliche Herz- und Schlaganfälle könnten in Großbritannien verhindert werden, wenn die Mehrwertsteuer auf eine große Anzahl von Lebensmitteln aufgeschlagen würde. Wissenschaftler des Department of Public Health der Oxford University http://www.ox.ac.uk sind davon überzeugt, dass eine Preiserhöhung um 17,5 Prozent auf fettreiche, stark zuckerhaltige und sehr salzige Lebensmittel die Anzahl der Todesfälle um 1,7 Prozent verringern würde. Die Zeit sei laut dem Journal of Epidemiology and Community Health http://jech.bmj.com gekommen, eine Fettsteuer ernsthaft zu diskutieren.
2004 wurde diese Idee vom damaligen Premierminister Tony Blair als zu bevormundend verworfen. Die aktuelle Studie versucht als eine der ersten zu ermitteln, wie gezielte Steuern das Auftreten von Erkrankungen beeinflussen könnten. Die Forscher gingen von Wirtschaftsdaten aus, um herauszufinden, wie die Nachfrage an bestimmten Lebensmitteln bei einer Erhöhung des Preises sinken würde. In einem weiteren Schritt überlegten sie, welchen Alternativen sich die Konsumenten zuwenden würden. Diese Ergebnisse waren schließlich die Grundlagen für ihre Voraussagen.
Zumindest zu Beginn würden sich die wöchentlichen Ausgaben eines Haushaltes für Lebensmittel um durchschnittlich 4,6 Prozent erhöhen. In einem ersten Schritt würde die Steuer nur auf Lebensmittel angewendet, die große Mengen gesättigter Fette enthalten. Dazu gehörten Butter und Käse sowie Backwaren und Desserts. Die Analyse ergab, dass die Konsumenten einfach auf andere ungesunde Alternativen, die große Mengen an Salz enthalten, umsteigen würden. Durch diese Verhaltensänderung könnte laut BBC das Risiko von Schlaganfällen und Herzerkrankungen sogar noch weiter steigen.
Schließlich konzentrierten sich die Forscher auf einen anderen Parameter zur Feststellung des gesundheitlichen Wertes von Lebensmitteln. Die so genannten SSCg3d-Punkte wurden für die Menge an acht verschiedenen Nährstoffen pro 100 Gramm vergeben. Die Besteuerung aller Lebensmittel, die schlecht abschnitten, könnte laut den Forschern Leben retten. In einem letzten Schritt wurden jene Lebensmittel einbezogen, die zwar nicht so schlecht abschnitten aber als mögliche Alternativen für ungesunde Nahrungsmitteln in Frage kommen. Das führte zu kleinen Ergänzungen der Liste der zu besteuernden Lebensmitteln. Mit diesem Ansatz könnten theoretisch rund 3.200 Leben gerettet werden. Redakteur: Michaela Monschein
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Biologische Lebensmittel sind besser fürs Herz
8.8.2007 von zaro.
Bio-Tomaten enthalten deutlich mehr Antioxidantien. Davis - Biologisch angebautes Obst und Gemüse ist gesünder als konventionell angebautes. Wissenschafter der University of California http://www.ucdavis.edu verglichen für eine Zehnjahresstudie Bio-Tomaten mit herkömmlichen. Es zeigte sich, dass sie fast die doppelte Menge an Flavonoiden enthielten. Diese Antioxidantien verringern hohen Blutdruck und das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen. Im Journal of Agricultural and Food Chemistry http://pubs.acs.org/journals/jafcau/ machen die Forscher die Menge des Stickstoffs in der Erde für diesen Umstand verantwortlich.
Das Team um Alyson Mitchell maß die Menge der beiden Flavonoiden Quercetin und Kämpferol in getrockneten Tomatenproben, die aus einer Langzeitstudie über landwirtschaftlichen Anbau stammten. Die Mengen der beiden Substanzen waren bei Biotomaten 79 bzw. 97 Prozent höher. Laut New Scientist http://www.newscientist.com könnte für die Unterschiedlichkeit der Werte das Fehlen von Kunstdünger in der Erde verantwortlich sein.
Flavonoide entstehen als Abwehrmechanismus, der durch den Mangel an Nährstoffen ausgelöst werden kann. Dazu gehört auch das Fehlen von Stickstoff in der Erde. Der unorganische Stickstoff, der in herkömmlichen Düngern enthalten ist, macht es den Pflanzen leichter. Die Forscher gehen daher davon aus, dass die geringeren Flavonoidwerte auf eine Überdüngung zurückzuführen sind. Flavonoide wurden laut BBC ebenfalls mit einem geringeren Auftreten bestimmter Arten von Krebs und Demenz in Zusammenhang gebracht. Redakteur: Michaela Monschein
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