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Archive für 31.10.2007
Gebärmutterhalskrebs: Langfristiges Risiko auch nach Früherkennung
31.10.2007 von zaro.
Experten fordern 25 Jahre lang Folgeuntersuchungen
Göteborg - Frauen, die gegen erste Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs behandelt worden sind, haben auch Jahrzehnte später noch ein hohes Erkrankungsrisiko. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Göteborgs Universitet http://www.gu.se gekommen. Regelmäßige Abstriche sollten daher für diese Patientinnen mindestens 25 Jahre lang angeboten werden. In Großbritannien empfehlen die Richtlinien derzeit bei Carcinoma in situ jährliche Untersuchungen für die Dauer von zehn Jahren. Details der Studie wurden im British Medical Journal http://www.bmj.com veröffentlicht.
Für die Studie wurden die Daten von 133.000 Frauen ausgewertet. Die Wissenschaftler analysierten die Daten von Frauen, bei denen die schwerste Form von präkanzerösen Läsionen, Carcinoma in situ, zwischen 1958 und 2002 diagnostiziert worden war. Diese Frauen erkrankten doppelt so wahrscheinlich an Gebärmutterhalskrebs wie die restliche weibliche Bevölkerung. Die Wahrscheinlichkeit von Vaginalkarzinomen war sieben Mal so hoch. Die Ergebnisse legen nahe, dass das Risiko für 20 oder mehr Jahre bestehen bleibt. Zusätzlich zeigte sich, dass das Risiko eines Gebärmutterhalskrebses stieg, wenn die Frauen zum Zeitpunkt der Diagnose bereits älter waren. Das Risiko für Frauen über 50 Jahren war deutlich erhöht.
Der leitende Wissenschaftler Bjorn Strander betonte laut BBC, dass es sich um ein Versagen der medizinischen Infrastruktur handle, wenn die Frauen behandelt und untersucht werden und trotzdem später an Krebs erkranken. Anne Szarewski von Cancer Research UK http://www.cancerresearchuk.org erläuterte, dass in den letzten 20 Jahren weniger aggressive Behandlungsansätze für Anomalien im Bereich des Gebärmutterhalses eingesetzt worden seien. Aus diesem Grund könnte ein höheres Erkrankungsrisiko bestanden haben. Diese Risiken hätten gegen die Vorteile abgewogen werden müssen. Der Vorteil sei, dass so eine Entfernung der Gebärmutter und andere Behandlungsansätze, die die Fruchtbarkeit einschränken, zu verhindern wären. Michaela Monschein
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