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Archive für Oktober 2007

Nervenwachstumsfaktor zur Frühdiagnose von Leberkarzinomen

Nutzung als Marker kommt in Betracht. Rom - Eine Untersuchung des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Neurobiologia e Medicina Molecolare http://www.inmm.cnr.it hat ergeben, dass der von der italienischen Nobelpreisträgerin Rita Levi Montalcini entdeckte Nervenwachstumsfaktor NGF bei bestimmten Pathologien der Leber eine entscheidende Rolle spielt. Da er im Fall von Zirrhose und Krebs bis zu 25 Mal häufiger als in einer gesunden Leber auftaucht, kommt eine Nutzung als Marker zur Früherkennung der Krankheit in Betracht.
„Die als Hepatokarzinome bekannten Lebergeschwüre treten in letzter Zeit immer häufiger auf. Sie sind zum Großteil durch chronische Hepatitis vom Typ B und C bestimmt. Vor allem der Hepatitis C geht ein längeres Vorstadium mit einer progressiven Fibrosetransformation voraus”, so Annalucia Serafino, Instituts- und Projektleiterin. Durch die Verwendung von Biomarkern könnten die Krankheitsentwicklung genau verfolgt und alle Vorläuferstadien erkannt werden. Von großem Vorteil dabei wäre, dass sich mit Hilfe eines einfachen Bluttests invasive und deshalb nicht unriskante Biopsien vermeiden lassen könnten.

“Der NGF ist ein Nervenwachstumsfaktor von lebenswichtiger Bedeutung , da er für die Zellentwicklung des zentralen und peripheren Nervenystems verantwortlich ist,” so Serafino weiter. Er kann aber auch bei der Geweberneuerung der Lunge und der Haut sowie bei Tumoren an der Prostata, der Lunge und der Mamalie ein Rolle spielen. Die aus einer Stichprobe an 20 Patienten gewonnenen Daten könnten bei einem größeren Testumfang dazu führen, dass NGF definitiv als diagnostischer Marker anerkannt und als Mittel bei gezielten Krebstherapien eingesetzt wird.

Die Untersuchung unter der Federführung des INMM war in Zusammenarbeit mit dem römischen Krankenhaus Regina Elena und der Univerisität Tor Vergata erfolgt. Einzelheiten sind in der Fachzeitschrift “World Journal of Gastroenterology” veröffentlicht. Redakteur: Harald Jung

Forscher arbeiten an künstlicher Bauchspeicheldrüse

Gerät soll Sterblichkeitsrate auf Intensivstationen senken
Dortmund - Durch die Entwicklung einer künstlichen Bauchspeicheldrüse wollen europäische Forscher die Sterblichkeitsrate auf Intensivstationen erheblich reduzieren. Schockreaktionen nach Operationen, Verletzungen oder Krankheiten können auch bei Patienten, die nicht an Diabetes erkrankt sind, zu einem gefährlich hohen Glukosespiegel führen. “Das geplante Gerät misst den Glukosewert mit Hilfe eines Sensors, der sich in einem Katheter oder einem intravenösen Zugang befindet, und gibt diesen an die Insulinpumpe weiter, die dann völlig automatisch eine entsprechende Menge Insulin an den Körper abgibt”, erklärt Arbeitsgruppenleiter Michael Heise im Gespräch mit pressetext. Die Sterblichkeitsrate könnte auf diesem Weg um bis zu 40 Prozent gesenkt werden, so das Ergebnis einer belgische Studie.

Insgesamt 14 Forschungsinstitutionen sind an der Entwicklung beteiligt, die von der Europäischen Kommission als Projekt des Monats ausgezeichnet wurde. Ein Team des Dortmunder Institute for Analytical Sciences (ISAS) http://www.isas.de hat unter der Leitung von Chemiker Michael Heise einen Sensor für das geplante Gerät entwickelt. “Eine winzige Probe wird mit Infrarotlicht beschossen. Je nachdem, was in der Körperflüssigkeit enthalten ist, wird das Licht reflektiert oder absorpiert”, erklärt Heise das Prinzip des Geräts.

Zwei weitere Institutionen arbeiten ebenfalls an der Entwicklung von geeigneten Sensoren - wer den Zuschlag erhält ist noch unklar. “Die Chancen für unser Gerät sind aufgrund der Größe nicht besonders gut, aber wir arbeiten bereits an der Miniaturisierung”, räumt Heise ein. “Für Diabetes-Patienten ist der Sensor aber bereits jetzt geeigne, weil es hier hauptsächlich darauf ankommt, dass die Reaktion zeitnah passiert.” Im Unterschied zu herkömmlichen Geräten misst der ISAS-Sensor nicht nur den Blutzucker, sondern gleichzeitig noch weitere Stoffwechselparameter, was verlässlichere Ergebnisse liefert.

Ende 2008 soll ein Prototyp der künstlichen Bauchspeicheldrüse auf den Markt kommen. Auch wenn sich sein Sensor gegen die Mitbewerber nicht durchsetzen sollte, sieht Heise die Entwicklung als großen Fortschritt. “Wir wissen jetzt, dass der Sensor gut funktioniert und was er kann. Er ließe sich zum Beispiel auch zur Überwachung des gesamten Stoffwechsels eines Patienten oder zur Kontrolle von Bioreaktoren einsetzen.” Redakteur: Georg Eckelsberger

Angsterkrankungen - ein Tabu?

Richtige Diagnose kann zur frühzeitigen Heilung führen
Bad Waldsee - Caroline S., 48, ist seit 10 Monaten völlig durcheinander. Ihr Arbeitspensum im Büro scheint sie nicht mehr schaffen zu können. Zu Hause fordern ihr Mann und ihre Zwillinge sowie ihre Ehrenämter im Kunstverein Einsatz rund um die Uhr. Beklemmungen, Schwindel und Herzklopfen werden dabei zu den täglichen Dauerbegleitern. Freizeitunternehmungen mit Freunden sagt die sonst lebenslustige Versicherungskauffrau kurz vorher ab, weil sie die Menschenmengen nicht ertragen kann. Was passiert hier? Sind es einfach nur körperliche Veränderungen oder sogar chronische Angstzustände.

„Angst ist eines unserer menschlichen Grundgefühle und soll uns vor drohenden Gefahren warnen - und so vor Schaden bewahren. Das Gefühl der Angst ist stets gekoppelt mit einer Reihe von körperlichen Anpassungsreaktionen, die uns helfen sollen, mit auftauchenden Gefahren besser fertig zu werden. So schlägt unser Herz bei Angst schneller, der Blutdruck steigt, die Hände werden kalt oder feucht, wir atmen tiefer, um mehr Sauerstoff aufzunehmen, die Muskeln sind angespannt und sprungbereit - kurz, wir zeigen alle Anzeichen von Stress im Körper. Ist die Gefahr vorüber, reguliert der Körper beim Gesunden schnell wieder in den Normzustand zurück. Positiven Stress nennen wir EU-Stress, den negativen Stress bezeichnet man als Dys-Stress,” so erklärt Dr. Vinzenz Mansmann, Chefarzt der NaturaMed Kliniken in Bad Waldsee und Anti-Stress-Experte die Ausgangssituation.

Anders ist es bei der Angsterkrankung: Dort zwingt die unterschwellige Angst den Körper beständig, in den Alarmreaktionen zu verbleiben, mit der Folge, dass dem Körper die benötigten Phasen der Entspannung fehlen. Mögliche Folgen sind: rasche Erschöpfbarkeit, Reizbarkeit, Schlafstörungen, chronische Muskelverspannungen, Atemnot, Beklemmungen, Herzklopfen, Brustschmerzen, dauerhaft erhöhter Blutdruck, starke Blutdruckschwankungen, Schweissausbrüche, Schwindel, Benommenheit, Bauchschmerzen, sonstige Schmerzen, Kloßgefühl im Hals, Schluckbeschwerden, Konzentrationsstörungen, Leere im Kopf.

All diese Symptome haben eines gemeinsam - sie kommen auch bei körperlichen Erkrankungen vor und haben daher häufig körperliche Untersuchungen zur Folge.

Die Diagnosen
Dr. med. Ulrike Banis aus Bregenz erläutert die Erlebnisse in ihrer Praxis: “Bei der Angsterkrankung in ihren unterschiedlichen Ausprägungen findet man nicht immer einen Befund, der die Symptome hinreichend erklärt, und zahlreiche Betroffene fühlen sich dann als Simulanten abgestempelt. Für sie ist das eine tragische Situation. Die Menschen, die an einer Angsterkrankung leiden, haben oft die Angst als eigentlichen Auslöser ihrer Beschwerden vergessen. Sie spüren aber umso deutlicher ihre körperlichen Missempfindungen und erzählen diese auch ihrem Arzt oder Therapeuten. Daher ist es für den Arzt von äußerster Wichtigkeit, diese Symptome einer Angsterkrankung zu kennen und beim Patienten auch einmal nachzufragen, ob er sich häufig Sorgen um andere macht oder ob er an übermässigen Befürchtungen leidet.” Für viele Menschen ist Angst ein Tabuthema und deswegen werden Ängste nur selten dem Therapeuten gegenüber thematisiert - es sei denn, jemand leidet an Panikattacken! Gerade Männer, von denen unsere Gesellschaft Durchsetzungsvermögen erwartet, präsentieren eher eine Vielzahl “körperlicher” Beschwerden, als über ihre Ängste zu sprechen. Frauen, die eine Vielzahl von Rollen zu erfüllen haben - Mutter, Karrierefrau, Hausfrau, Geliebte, Schwester, Nachbarin, pflegende Tochter - haben häufig Mühe, sich und anderen Angst einzugestehen. Hinweis von Dr. Mansmann: “Caroline S. sollte umgehend einen Therapeuten aufsuchen und sowohl einen körperlichen Rundum Check mit detaillierten Messmethoden als auch gezielte Beratungsgespräche durchführen.”

Den Teufelskreis durchbrechen
Welche Möglichkeiten zur Konfliktlösung gibt es?

- Schon das Reden über die Angst kann helfen - und zuhören kann nicht nur ein Arzt oder Therapeut, sondern auch die beste Freundin, der Partner oder ein vertrauter Kollege. Leichtere Formen der Angsterkrankung können sich bereits durch “nichtprofessionellen” Trost und Zuspruch auflösen.

- Der nächste Therapieschritt - sofern es sich um spezifische oder stärkere Ängste handelt - kann ein Verhaltenstraining sein. Wer Angst hat, mit dem Fahrstuhl zu fahren oder alleine aus dem Haus zu gehen, kann erst einmal in Begleitung “üben”, dann schrittweise bestimmte Aufgaben alleine erledigen, bis die Angst überwunden ist. Angst vor bestimmten Tieren (Mäuse, Schlangen, Hunde) kann man dadurch verringern, dass man sich zunächst Bilder dieser “bedrohlichen” Tiere ansieht, dabei die Reaktionen im Körper beobachtet und diese unter Anleitung besser in den Griff bekommt (”ent-katastrophisieren”).

- Die Kognitive Therapie ist eine Kurzzeittherapie. Zwischen 10 und 30 Sitzungen sind die Norm. Manchmal reichen weniger Sitzungen. Wenn das Problem schon lange besteht oder viele Bereiche umfasst, benötigt man mehr Sitzungen. Eine Sitzung dauert gewöhnlich 50 Minuten.

- Es gibt eine Reihe pflanzlicher Heilmittel, die angstlösend wirken. Dazu zählen Melisse und Baldrian, auch Kavawurzel und Johanniskraut. Des Weiteren können homöopathische Medikamente wie z.B. Arsen album D30 Glob oder Anxiovita® über einen länger genommen Zeitraum von 4 - 6 Monaten die Angst deutlich verringern. Moderne Anxiolytika, wie Serotoninaufnahmehemmer, können effektvoll die Angst reduzieren, ohne allzu gravierende Nebenwirkungen zu verursachen. Erst im relativ angstfreien Zustand kann man sich mit der Angst im Kopf auseinandersetzen - nicht aber mitten in einer Angstattacke!

- Ganzheitlich orientierte Praxen und Kliniken arbeiten zudem mit der Methode des Energie-Check, auch “Psychosomatische Energetik®” (PSE) genannt, um Energieblockaden im Körper und vegetative Schwachpunkte mittels verschiedener Testampullen herauszufinden. Zur kinesiologischen Diagnostik versteckter Angsterkrankungen hat sich dabei besonders die “Anxiovita-Ampulle” bewährt. Wenn diese beim Energie-Check anspricht, weiß der Arzt, dass hinter den Symptomen auch eine Angsterkrankung verborgen ist - und kann dies im Gespräch mit dem Patienten auch zur Sprache bringen.

Fazit

1. Angsterkrankungen sind weit häufiger, als allgemein angenommen wird.

2. Angst versteckt sich sehr häufig hinter diversen unklaren körperlichen Symptomen.

3. Angst wird vom Patienten selten thematisiert.

4. Angst sollte vom Therapeuten behutsam erfragt oder - besser noch - energetisch getestet werden.

5. Angsterkrankungen sind heilbar - häufig sogar in kurzer Zeit, wenn man nur die richtigen Therapiewege beschreitet.

6. Eine Verhaltenstherapie evtl. kombiniert mit verschiedenen Entspannungstechniken hat sich als besonders geeignet zur Behandlung von Angsterkrankungen herausgestellt. Da diese gesteigerte Form der Angst erlernt ist, geht die Verhaltenstherapie davon aus, dass es auch möglich ist, diese Angst wieder zu verlernen.

7. Verschaffen Sie sich einen Überblick in Form eines Angstkalenders.

8. Anxiovita® (Rubimed BV) als Testampulle und als homöopathisches Mittel haben sich in der Praxis bewährt.

Adressen für Selbsthilfegruppen:
- Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V.: http://www.zwaenge.de/
- Informationen und Foren für Betroffene (Phobien und Angststörungen): http://www.psychic.de/
- Forum für Angst und Panikstörung: http://panikstoerung.com/
- HILFSMITTEL für die Diagnose: ANGSTKALENDER führen: http://www.dr-mueck.de/HM_Angst/HM_Angstkalender.htm)

Pressekontakt: Aussender: Naturamed e.V.
Claudia Burkhardt
Fon: +49 (30) 20188565
Email: presse@naturamed.de