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Archive für 7.12.2007
Gentests sollen strenger überprüft werden
7.12.2007 von zaro.
Fachliche Beratung für Konsumenten gefordert
London - Britische Regierungsberater fordern strengere Kontrollen bei Gentests, die direkt an die Konsumenten verkauft werden. Die Human Genetics Commission http://www.hgc.gov.uk hat eingefordert, dass alle derartigen Tests einer unabhängigen Prüfung unterzogen werden, bevor sie auf den Markt kommen. Tests mit entscheidenden Auswirkungen auf die Gesundheit sollten nicht direkt bei den Konsumenten beworben und sollten zusätzlich durch einen Arzt begleitet werden. Experten argumentieren, dass die Wissenschaft noch nicht so ausgereift sei, dass der Vorhersagewert mancher Test wirklich bewertet werden kann.
Seit 2003 bieten immer mehr Unternehmen Gentests an. Dazu gehören auch Tests für bestimmte Krebsarten, wie zum Beispiel Prostatakrebs oder auch für Osteoporose und Risikofaktoren für Herzerkrankungen. Dazu kommen laut der Kommission auch immer mehr Lifestyle-Tests, die in Kombination mit Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten angepriesen werden. Unter den derzeitigen EU-Bestimmungen sind diese Tests derzeit mit einem geringen Risiko bewertet. Das bedeutet, sie müssen nicht von unabhängigen Experten geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen. Die HGC fordert strengere Kontrollen und dass die Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency http://www.mhra.gov.uk dafür verantwortlich sein soll, dass diese Standards auch eingehalten werden.
Der Human Genetics Commission geht es laut eigenen Angaben nicht darum, Tests zu verbieten. Ein Unternehmen sollte die Behörden jedoch davon überzeugen müssen, dass der Test geeignet ist und dass alle Beteiligten über die entsprechende Ausbildung und das erforderliche Wissen verfügen, um eine qualifizierte Beratung zu garantieren. Zusätzlich sollte mit der Office of Fair Trading and Advertising Standards Authority http://www.oft.gov.uk eine weitere Organisation in die Entscheidungen eingebunden werden. Der HCG-Vorsitzende Sir John Sulston betonte, dass es keine Zweifel darüber gebe, dass viele Tests ohne ärztliche Beratung unnötig Alarm auslösen oder Menschen in falscher Sicherheit wiegen können. In Großbritannien bieten laut BBC derzeit drei Unternehmen Gentests an. In den Vereinigten Staaten gibt es die größte Anzahl an Unternehmen. Viele verkaufen ihre Produkte auch übers Internet. Michaela Monschein
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