Infos

Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs ZARO news für Januar, 2008.

Calendar
Januar 2008
M D M D F S S
« Dez   Feb »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
Kategorien

Archive für Januar 2008

Trinkwasser an jeder zweiten Berliner Schule belastet

An jeder zweiten Berliner Schule sind die Werte bei Schwermetallen wie Kupfer Nickel und Blei zu hoch. Das ergab eine Untersuchung durch die Senatsverwaltung.

26.1.2008 0:00 Uhr
BERLIN - An 58 von untersuchten 120 Schulen sind die Grenzwerte vor allem bei Schwermetallen überschritten worden. Eine akute Gefahr für die Schüler sei derzeit aber nicht erkennbar, sagte die Sprecherin der Gesundheitsverwaltung,Regina Kneiding. Die Gesundheitsämter hätten weitere Proben veranlasst. Wasserproben werden jährlich in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und auch Gaststätten entnommen. Die Ergebnisse sind im vor kurzem vorgestellten Gesundheitsbericht veröffentlicht worden.

Das Berliner Trinkwasser sei von „hervorragender Qualität“ und könne bedenkenlos genossen werden, erklärte der Sprecher der Wasserbetriebe, Stephan Natz. Es unterbiete sämtliche Richt- und Grenzwerte, die in Deutschland gelten. Metalle wie Kupfer, Blei, Zink oder Cadmium könnten sich aber in veralteten Rohren ablagern und bei einem Stillstand des Wasserflusses nachts oder in den Ferien ins Wasser geraten. Fachleute raten deshalb, das Wasser erst einmal kurz, aber kräftig laufen zu lassen, bevor man welches benutzt.

Kneiding bestätigte, dass es in zahlreichen Schulen alte Armaturen gibt, die Metalle freisetzen könnten. Um den Umfang feststellen zu können, werde bei den Schulen, die den Grenzwert überschritten haben, weiter gemessen. (kt)

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 26.01.2008)

Anzeige: www.supermodels24.info - Das Superportal zur erfolgreichen Model-Karriere ist da!

Amazonas: Trotz Protesten wird weitergerodet

Mehr als 3.000 Quadratkilometer Verlust in fünf Monaten
Brasilia - Trotz internationaler Proteste geht die Rodung des wertvollsten Regenwaldes des Planeten ungehindert weiter: Die brasilianische Regierung hat zugegeben, dass in den vergangenen fünf Monaten 3.235 Quadratkilometer Regenwald gerodet wurden. Satelliten-Auswertungen haben das Ausmaß der gerodeten Gebiete deutlich gemacht, meldet BBC-Online.

„Wir haben niemals zuvor eine derart hohe Abholzung feststellen müssen, wie in diesem Jahr”, erklärt Gilberto Camara vom brasilianischen Institut für Raumforschung INPE http://www.inpe.br. Offensichtlich hatten die Zahlen auch im brasilianischen Umweltministerium für Erstsaunen gesorgt. Umweltministerin Marina Silva http://www.mma.gov.br führt die Tatsache der Regenwaldabholzung auf gestiegene Preise für Grundprodukte wie etwa Soja zurück. Mehr und mehr Bauern würden im Regenwald eine Quelle für billiges Farmland sehen. “Die wirtschaftliche Realität der betroffenen Staaten machen deutlich, dass diese Aktivitäten nachhaltige Wirkungen auf den Regenwald haben”, so die Ministerin.

Die monatliche “Abholzungsrate” stieg von 243 Quadratkilometer im August auf 948 Quadratkilometer im Dezember 2007. Der Bundesstaat Mato Grosso war am stärksten von Waldrodungen betroffen. Hier wurden mit 1.786 Quadratkilometern Fläche mehr als die Hälfte des Waldes gerodet. Die schlechte Nachricht, meinen Experten, sei, dass sich die gesamte Situation noch verschärfen könnte, wenn die Satellitenbilder noch genauer ausgewertet sind.

Für Präsident Luiz Inacio Lula da Silva ist das vorläufige Ergebnis eine Katastrophe, wie Korrespondenten aus Brasilien mitteilten. Der Präsident, der im Vorjahr betonte, alle möglichen Schritte gegen die illegalen Rodungen zu unternehmen, war von Umweltschützern schon im Vorfeld darauf hingewiesen worden, dass mit den vorgeschlagenen Mitteln die Abholzungsrate kaum zu stoppen sei. Einer der Vorschläge war eine bessere Zertifizierung von Landbesitz.

Weitere Informationen: http://www.rainforestweb.org

Anzeige: http://www.supermodels24.info – Das Online-Model-Portal für Deine Karriere!

Info-Reihe: “Aktuelles aus der Complementär-Medizin”

Hochheim - Geomantie und historisches Geschehen

Was Menhire und Steinsetzungen erzählen
Das Unsichtbare fordert ungewöhnliche Methoden, um sich ihm anzunähern. Was vielleicht fantastisch klingt, wird mittlerweile durch interdisziplinäre wissenschaftliche Forschungsarbeit bestätigt: alles ist Energie und als solche ist diese auch relevant für den Menschen und die Gesundheit. Die Radiästhesie oder auch der Gebrauch von Wünschelruten hat eine lange Tradition. Man setzt sie ein, um Wasseradern aufzufinden oder auch Störfelder innerhalb des Grundstücks und Hauses aufzuspüren. Mittlerweile bekannt ist, dass z.B. ein falscher Standort des Bettes ganz erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit mit sich bringen kann. Dass sich Ruten jedoch auch zum Lösen von Rätseln eignen, ist weniger bekannt und deshalb um so verblüffender:

Der Wissenschaftler und Autor Dr. Horst Frithjov Preiss, Gründer des Forschungsinstituts für Geobiologie und Geomantie, vermittelt in seinem Buch “Mit der Wünschelrute in die Vergangenheit - Was Menhire und Steinsetzungen erzählen” eine besondere Tiefe der Wahrnehmung. Mit Hilfe seines Teams und der Rute begibt er sich an europäische historische Plätze, um dort Antworten auf offene Fragen über historische Begebenheiten zu finden. So bekommt die Geschichte ein anderes Gesicht. Der an Evolution Interessierte erfährt neue Zusammenhänge aus der Vorzeit, des Mittelalters und es offenbart sich das Ansinnen verschiedener Herrscher. Menhire und Grablegen beginnen zu erzählen - Rute und Pendel unterstützen den Empfang von Informationen und öffnen eine Welt, die sich durch die Archäologie nicht erfahren ließe. Was hat es mit dem Dom zu Aachen und den wundersamen Quellen auf sich? Hütet der Dom zu Roskilde in Dänemark ein Geheimnis? Was verrät die Bauform des Kaiserdoms zu Speyer? Welche Rätsel hütet die historisch reiche Stadt Prag?

Geschickte Vernetzung der vorzeitlichen Kultorte
Der “Stein des Friedens” im Schweizer Jura trägt die Insignien der Weltreligionen. Die Radiästhetischen Untersuchungen vor Ort brachten Verborgenes ans Licht. Die wichtigen Kraftplätze der Erde sind miteinander vernetzt. Energieströme, von der Forschungsgruppe mit Bändern gekennzeichnet, ergaben hier die Form eines Sternes oder Sternbilds. Der Strahl des Sterns weist nach Süden - auf die Menhire von Yverdon.

Dem Autor wird klar, dass es sich hier um alte Kultplätze handelt. Er geht den damit verbundenen Fragen nach und findet u.a. heraus, dass es sich vor Ort um einen Knotenpunkt eiszeitlichen Verkehrs handeln muss. Hier wurden Informationen eingeholt oder abgesandt. Jeder einzelne Menhir scheint andere Aufgaben zu erfüllen, wobei eine große Gruppe wohl ein altes Kalendarium darstellt …

Edition CO’MED, Horst Frithjov Preiss, Mit der Wünschelrute in die Vergangenheit, ISBN 978-3-934-672-27-7

Die Heilkraft der Pflanzen

Japanische Phytotherapie - Kampo
Fernöstliche Therapiekonzepte ergänzen schon seit geraumer Zeit die westliche Schulmedizin. Grund dafür ist deren hohe Wirksamkeit und der ganzheitliche therapeutische Ansatz, mit dem individuell auf den einzelnen Menschen eingegangen wird. Fernöstliche Diagnoseverfahren, wie die Meridiandiagnostik oder Akupunktur, erfahren mittlerweile große Resonanz.
Weniger bekannt ist die fernöstliche Kräuterheilkunde. Eine bedeutende Rolle spielt hier die Japanische Phytotherapie, genannt Kampo. Sie entstand aus der Weiterentwicklung und Verfeinerung der Traditionellen Chinesischen Kräuterheilkunde.

Barbara Schuhrk informiert darüber in CO’MED 10/07. Hier ein Auszug:

Japanische Phytotherapie - Verknüpfung von Tradition und Moderne
“Die Kampo-Medizin bietet speziell für uns im Westen eine Reihe von Vorteilen in der praktischen Anwendung gegenüber der TCM-Phytotherapie - Grundlage dafür sind bestehende Gemeinsamkeiten zwischen dem Industriestaat Japan und den europäischen Staaten:
Eine wachsende Zahl chronisch Kranker mit multiplen Beschwerden und funktionellen Störungen, besonders in der zweiten Lebenshälfte, bestimmen immer mehr die tägliche Praxis der niedergelassenen Ärzte. Über die zunehmende Bedeutung der Kampo-Medizin im japanischen Gesundheitswesen, welches vor ähnlichen Zukunftsaufgaben steht, wie wir sie auch hier vorfinden, so beispielsweise die Überalterung der Bevölkerung und die Zunahme der so genannten ‘Zivilisationskrankheiten’, wird eine Brücke zu einem Einsatz bei uns geschlagen, die Prinzipien dieser traditionellen Phytotherapie werden vorgestellt …
Schon seit über 1.500 Jahren werden pflanzliche Arzneien in festgeschriebenen Kampo-Rezepturen therapeutisch verwandt und in den vergangenen Jahrzehnten einer wissenschaftlichen Neubewertung und kritischen Überprüfung für ein modernes Gesundheitswesen unterzogen. Dabei wurden nicht nur wesentliche Ergebnisse in Grundlagen- und klinischer Forschung erzielt, sondern auch ein Qualitätsstandard für Rohdrogen und Extraktpräparate entwickelt. Mehr als hundert moderne Fertigpräparate, die aus Arzneidrogen nach Kampo-Rezepturen hergestellt werden, sind bei Ärzten und Patienten in Japan heutzutage sehr beliebt und werden häufig gleichzeitig mit westlichen synthetischen Medikamenten verschrieben. Etwa siebzig Prozent der japanischen Ärzte verordnen Kampo-Arzneien in Form von Tabletten, Pulvern, Granulaten oder Salben. Meist ergänzen diese Präparate die schulmedizinischen Medikamente bei funktionellen und chronischen Erkrankungen wie beispielsweise chronischer Bronchitis, Hepatitis, Durchblutungsstörungen, Zyklusproblemen, Wechseljahrsbeschwerden und Allergien. Im Gegensatz zu anderen asiatischen Ländern ist es in Japan nur approbierten Ärzten erlaubt, Phytotherapeutika zu verschreiben …

In der japanischen Kampo-Medizin werden 250 Heilkräuter und -gewürze eingesetzt, zu jedem Krankheitsbild gibt es eine eigene Rezeptur. Wie jedes medizinische System besteht auch Kampo aus Diagnose und Therapie. Es werden Verfahren angegeben, mit deren Hilfe der Arzt oder Heilkundige möglichst viele Informationen über den Patienten erhält, die zur Diagnose, dem augenblicklichen Zustand des Kranken, führen und andere, wie die diesem Zustand entsprechende Rezeptur aus Einzeldrogen unter Beachtung gewisser Zubereitungsmethoden und Verfahren hergestellt und verabreicht wird.

Um ein Leiden zu erkennen, werden zusätzlich zu schulmedizinischen Diagnosemethoden auch der Puls und die Zunge des Patienten untersucht, der Bauch wird nach Muskelspannungs- und Temperaturunterschieden abgetastet.”

Tipp: Das Schwerpunktthema Phytotherapie finden Sie in CO’MED 03/08, 10/07, 09/06, 04/05

Der CO’MED Verlag

Das Verlagsunternehmen fühlt sich dem Leitgedanken “Medizin und Bewusstsein” zum Wohle aller - im Sinne der Ganzheitlichkeit verpflichtet.

Das CO’MED Fachmagazin liefert qualitativ hochwertige Publikationen und ist eines der führenden Fachblätter für Therapeuten im Bereich der Complementär-Medizin. Hier können Sie ein kostenfreies Probeheft Ihrer Wahl bestellen: verlag@comedverlag.de oder unter http://www.comedverlag.de

Die Edition CO’MED publiziert unter dem Leitfaden “Medizin und Bewusstsein” regelmäßig sowohl fach- als auch laienspezifische Buchtitel, die dem Zeitgeist entsprechende Gesundheitsthemen aufgreifen. Derzeit sind über 20 Titel erhältlich. Für 2008 sind ca. 10 Neuerscheinungen geplant. Informieren Sie sich unter http://www.comedverlag.de

Das Online-Portal http://www.comedweb.de führt Patienten, Therapeuten und Anbieter zusammen. Als Knotenpunkt steht es im Zentrum aller anderen Aktivitäten des CO’MED-Verlags. Für die zweite Jahreshälfte 2008 sind dort spannende Veränderungen geplant.

Abgerundet wird das Verlagsangebot durch die Möglichkeit des persönlichen Kontakts. Alljährlich bietet der beliebte CO’MED Congress dem interessierten Publikum ein hochkarätiges Vortragsprogramm renommierter Referenten der Complementär-Medizin. An die Veranstaltung angeschlossen ist eine Fachausstellung. Congresstermin für 2008: 11./12. Oktober 2008 im Steigenberger Hotel in Bad Homburg.

Persönlich kennen lernen können Sie uns
in Wiesbaden auf der Paracelsusmesse, 8. - 10.2.08
in Wiesbaden auf der Interbiologica, 15. - 16.3.08
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Lesen Sie im letzten Teil der Serie:
“Aktuelles aus der Complementär-Medizin”

- Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit - Vitalisierung zum Gewinn der Lebenskraft
- CO’MED CONGRESS - Internationaler Congress für Complementär-Medizin / 10 Jahre “Medizin und Bewusstsein”

Bisher erschienen sind:

- Ganzheitliche Wege zum gesunden Menschen - Complementär-Medizin auf neuestem Entwicklungsstand
- Moderne Zivilisationskrankheiten - Schwermetalle und Entgiftung
- Kann Brot Gift für den Körper sein? - Warum so viele Menschen zunehmend unter Glutenintoleranz leiden
- Licht und Farbe - Schlüssel zur Seele und Heilung
- Frauenheilkunde aus complementärmedizinischer Sicht - Antibabypille und Hormontherapie - Nur ein Krebsrisiko?
- Der Umgang mit Angsterkrankungen - Angst heilt!
- Complementärmedizinische Betrachtung der Zahnheilkunde - Zähne, Zahnstellungen und ihre Verbindung zur Wirbelsäule
- Biologische Krebstherapie - In Ergänzung oder als Alternative zu herkömmlichen Therapien (Ende)

Überforderte Lebensmittelämter brauchen externen Beistand

Unterstützung der Überwachungsbehörden durch Sachverständige sinnvoll

Berlin - Der aktuelle Gammelfleischskandal zeigt, dass die Behörden die Lebensmittelkontrolle nicht in den Griff bekommen. Zu wenig Personal, unzureichende finanzielle und damit technische Ausstattung und zersplitterte Zuständigkeiten sind als Gründe zu nennen. Die öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen sind Spezialisten auf dem Gebiet der Lebensmittelüberwachung. Sie sollten von den zuständigen Behörden neben privaten Prüflabors unterstützend bei der amtlichen Lebensmittelüberwachung im hoheitlichen Bereich einbezogen werden.

Der Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e.V. - BVS als größte Organisation und berufsständische Vertretung öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger in Deutschland bekennt sich zur staatlichen Lebensmittelüberwachung. Der aktuelle Vorfall zeigt jedoch, dass die Behörden allein keine effiziente Überwachung garantieren können. Hier können die Experten des BVS mit Rat und Tat zur Seite stehen.

“Nach dem letzten Gammelfleischskandal hat Bayern die Zuständigkeiten neu geregelt. Seit 2008 gibt es nur noch eine verantwortliche Behörde. Zudem erhielten die Lebensmittelkontrolleure eine vermeintlich bessere Ausstattung. Andere Bundesländer kündigten ähnliche Maßnahmen an. Und trotzdem sind wir vom nächsten Skandal, diesmal in Niedersachsen, nicht verschont geblieben”, beklagt sich Roland R. Vogel, Präsident des BVS.

Kein Geheimnis ist es unter Fachleuten, dass beamtete Kontrolleure mit Pressionen der örtlichen Fleischbranche rechnen müssen, falls sie ihre Überprüfungen zu engagiert durchführen. Auch in diesen Fällen können öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige im behördlichen Auftrag die Aufgaben der Lebensmittelkontrolle übernehmen. Diese Sachverständigen sind auf ihrem Gebiet Spezialisten. Ihr Tätigkeitsfeld ist jedoch breit gefächert, so dass sie nicht über einen längeren Zeitraum mit denselben Fleischunternehmen zusammen arbeiten. Einflussnahmen von interessierter Seite sind deshalb nicht so leicht möglich. Zudem kann man mit dem Einsatz von öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen die Zahl an Lebensmittelkontrollen kurzfristig beträchtlich erhöhen. Roland R. Vogel: “Nur wer mit nicht vorhersehbaren Kontrollen rechnen muss, lässt sich von illegalem Handeln abschrecken.”

Präsident: Roland R. Vogel
Geschäftsführer: RA Wolfgang Jacobs

Lindenstraße 76
10969 Berlin

Telefon (030) 255 938- 0
Telefax (030) 255 938-14
e-mail: info@bvs-ev.de
Homepage: http://www.bvs-ev.de

Der BVS vertritt als Dachverband 12 Landesverbände und 12 Fachverbände mit insgesamt mehr als 4.000 Sachverständigen, die auf ca. 200 verschiedenen Sachgebieten tätig sind. Diese erstatten für Gerichte, Staatsanwaltschaften und Behörden, Wirtschaft, Industrie, Gewerbe und Handwerk sowie insbesondere für private Verbraucher Gutachten und stehen ihnen bei wichtigen Entscheidungen mit fachlichem Rat zur Seite. (Ende)

Ursache für Leukämie bei Kindern identifiziert

Fehlerhafte Zelle und zweite genetische Mutation entscheidend

Oxford - In einer Studie mit zwei vier Jahre alten Zwillingen ist eine Zelle identifiziert worden, die die grundlegende Ursache für Leukämie bei Kindern ist. Das könnte bedeuten, dass es spezifischere und weniger invasive Behandlungsansätze für Kinder mit dieser Blutkrebs-Erkrankung geben wird. Laut den Wissenschaftlern der Medical Research Council Molecular Haematology Unit http://www.mrc.ac.uk/AboutUs/UnitsandCentres/UnitProfiles/MHU verfügen beide Zwillinge über vor-leukämische Zellen in ihrem Knochenmark. Bisher ist jedoch nur eines der beiden Mädchen an Leukämie erkrankt. Laut Science http://www.sciencemag.org ist eine zweite genetische Mutation erforderlich, damit mit die Krankheit ausbricht. Gemeinsam mit Erkrankungen der Lymphknoten ist Leukämie laut BBC für fast die Hälfte der Krebstode bei Kindern verantwortlich.

Olivia Murphy, erkrankte mit zwei Jahren an einer akuten lymphatischen Leukämie. Bis jetzt ist ihre Zwillingsschwester Isabella gesund. Beide haben vor-leukämische Stammzellen mit einem mutierten Gen. Diese Zellen werden in der Gebärmutter von einem Zwilling auf den anderen übertragen. Die zweite vermutlich durch eine Infektion verursachte genetische Mutation hat nur bei Olivia stattgefunden. Isabella wird regelmäßig untersucht. Es wird angenommen, dass die fehlerhaften Zellen bei Erreichen der Pubertät verschwinden.

Laut Schätzungen wird ein Prozent der Bevölkerung mit diesen schadhaften Zellen geboren. Von diesem einen Prozent erleidet wiederum ein Prozent ein Ereignis, dass zu einer Krebserkrankung führt. Der leitende Wissenschaftler Tariq Enver erklärte, dass die neu entdeckten Zellen jene seien, die die Krankheit steuern und aufrecht erhalten. Mitautor Mel Greaves vom Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk betonte, dass die Studie mit den beiden Zwillingen bisher einzigartig sei. Noch zu erforschen sei, warum ein Kind erkrankt ist und das andere nicht. (Ende)

Anzeige: www.supermodels24.info, das Portal für eine erfolgreiche Model-Karriere

Info-Reihe: “Aktuelles aus der Complementär-Medizin”

Informationsreihe zu alternativen Behandlungsmethoden
Hochheim - Complementärmedizinische Betrachtung der Zahnheilkunde

Zähne, Zahnstellungen und ihre Verbindung zur Wirbelsäule
Zustand, Lage und Form der Zähne lassen Rückschlüsse auf den gesamten Organismus sowie den emotionalen Zustand eines Menschen zu. Die Zahnstellung steht auch in Verbindung mit der Wirbelsäule.
Besonders der Zahnsanierung kommt eine zentrale Rolle in der complementären Medizin zu. Unverträglichkeiten von Dental-Metallen sind z.B. oft mit einer Vielfalt von Beschwerdebildern verbunden. Die Symptomatik reicht dabei von allgemeinem Unwohlsein über Müdigkeit, Konzentrationslosigkeit und Kopfschmerzen, häufig wiederkehrenden Infektionen und Allergien bis hin zu Autoimmun- und psychischen Erkrankungen. Eine sichtbare lokale Unverträglichkeitsreaktion in der Mundhöhle bleibt allerdings in den meisten Fällen aus. Doch auch Schiefstellungen zeigen ihre Auswirkungen. Darüber berichten Dr. med. dent. Rainard Scheele, Dr. med. dent. Brigitte Losert-Brugger und Siegfried Duscha in CO`MED 01/07 in ihrem Beitrag Zahn- und Gesichtschmerzen, ein ganzheitlicher Diagnose und Therapieansatz:

Wenn der Unterkiefer schief steht
Bei einer craniomandibulären Dysfunktion steht der Unterkiefer zum Kopf, speziell zum Oberkiefer, in einer falschen Position oder Verbindung über das Kiefergelenk. Klinische Zeichen solcher Dysfunktionen können z. B. eng stehende Zähne, Zahnfleischrückgang, stark abgenutzte Zähne, Schmelzfrakturen, Knirschfacetten sein.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, das eine falsche Okklusion der Zähne und eine Kieferfehlstellung zu einer kompensatorischen Fehlstellung des Haltungsgefüges in der Wirbelsäule führt. Unser Körper ist über Muskelzüge, Bänder, Sehnen und Faszien von Kopf bis Fuß regulativ verbunden. Eine Kieferfehlstellung kann eine Verschiebung der Wirbelkörper über muskuläre Asymmetrie bewirken. Diese kann zu einem Schulterschiefstand und, fortgeleitet über die Wirbelsäule, zu einer Beckenrotation mit funktioneller Beinlängendifferenz führen. Umgekehrt kann z. B. ein verkürztes Bein oder ein pathologischer Fuß seine Störungen nach oben regulativ weiterleiten und eine Kieferfehlstellung induzieren und sogar indirekt “Zahnschmerzen” als Symptom zeigen.

Die amerikanische Manualtherapeutin Jannet Travell hat diese Art der Schmerzprojektion von verspannten Körper- und Kiefermuskeln in die Zähne beschrieben. So können z. B. Verspannungen in der Hals- und Schultermuskulatur Zahnschmerzen vortäuschen, weil die Schmerzen der Muskulatur und der Zähne dem Gehirn über die gleiche Nervenleitung mitgeteilt werden. Die Ursache des vermeintlichen Zahnschmerzes liegt nicht im Zahnorgan selbst, sondern in einer verspannten Muskulatur, die Schmerzsignale aussendet.

Travell erklärte dies mit der Ausbildung von Triggerpunkten, die durch unphysiologische Überlastungen kleine verspannte Areale oder verkrampfte Knotenpunkte im Muskel darstellen. Die Triggerpunkte strangulieren durch Spasmus ihre eigene Ver- und Entsorgung, so dass daraus schließlich eine nicht mehr lösbare schlechte Stoffwechsellage entsteht. Die Schlackeprodukte erzeugen wie bei einem Muskelkater Schmerzen, die über die Nerven an das Gehirn geleitet werden und dort fälschlicherweise subjektiv als Zahnschmerz interpretiert werden (Schmerzprojektion). Ist also z. B. die Halsmuskulatur verspannt, können diese Triggerpunkte Schmerzen an den Backenzähnen vortäuschen.

Schwierig wird das Aufspüren der möglichen Ursachen erst recht dann, wenn der schmerzende Zahn z. B. eine tiefe Füllung oder Karies aufweist. Es ist durchaus möglich, dass sich im Zahn eine Entzündung des Zahnnerven (Pulpitis) eingestellt hat, die entsprechend behandelt werden muss. Wenn jedoch nach zahnspezifischer Behandlung der Schmerz parodox unverändert bestehen bleibt, sollte eine neuromuskuläre Störung in die Differentialdiagnose mit einbezogen werden.

Tipp: Weitere interessante Ausgaben zum Schwerpunktthema Zahnheilkunde sind CO`MED 01/07, 01/06, 01/05.

In der Edition CO`MED sind folgende Bücher zum Thema Zahnheilkunde erschienen:

Dr. Dietrich Volkmer - Schmerztherapie und Biologische Zahn-Heilkunde
Wichtig für eine erfolgreiche Zahnbehandlung ist die Zusammenarbeit zwischen der Klinischen Zahnmedizin und der empirischen Complementärmedizin. Der Autor weist auf alternative Therapieverfahren hin. Einführend geht er auf die Entstehung verschiedener Schmerzphänomene ein und unterscheidet hierbei zwischen akutem und chronischem Schmerz. Verschiedene Diagnosesysteme werden vorgestellt, wie die Elektroakupunktur nach Voll, das Vega-Testverfahren und die Kinesiologie. Sanfte Behandlungsmethoden beeinschließen die Homöopathie, die Nosodentherapie, Organpräparate, Farbtherapie, Bioresonanztherapie und Lymphdrainage. Ernährungshinweise runden das Kapitel ab. Was bedeutet eine Wurzelbehandlung unter ganzheitlicher Betrachtung?

Edition CO`MED, Hochheim, ISBN 3-9805739-6-6

Dr. med. dent. Dietrich Volkmer - Homöopathie - Die sanfte Zahnheilkunde
Das praktische Arbeitsbuch unterscheidet sich von der großen Anzahl gängiger Werke dadurch, dass Themen abgehandelt werden, die anderswo fehlen. So versucht der Autor, die schwierige Frage des Wirkungsprinzips der Homöopathie sowohl dem Anfänger als auch dem Fortgeschrittenen nahe zu bringen. Er hat den Mut, heikle Betrachtungen wie Einzelmittel- oder Komplexmittelhomöopathie oder die Grenzen der Homöopathie unter die Lupe zu nehmen. Im zweiten Teil befasst er sich in erster Linie mit der Verknüpfung von Zahnheilkunde und Homöopathie - ein bisher unterrepräsentiertes Thema, das jedoch im Interesse einer sanften Heilkunde immer wichtiger wird.

Edition CO`MED, Hochheim, ISBN: 3-934 672-02-7
ISBN 13: 978-3-934 672-02-4

Biologische Krebstherapie
In Ergänzung oder als Alternative zu herkömmlichen Therapien
Die Diagnose Krebs löst große Verzweiflung und Hilflosigkeit bei den Betroffenen aus. Jetzt ist eine sinnvolle Zusammenarbeit von Schul- und Complementärmedizin gefragt. Die Erfahrung zeigt: sind die passenden Wege gefunden und werden sie in reger Absprache unter Einbeziehung der Patientenverantwortlichkeit begangen, ist dies für viele mehr als hilfreich. Das Fachmagazin CO`MED bietet renommierten Therapeuten regelmäßig die Möglichkeit, sich über die aktuellsten Behandlungsformen auszutauschen, zu diskutieren und zu informieren. An dieser Stelle finden Sie Auszüge aus CO`MED 08/07.

So berichtet beispielsweise Karl-Heinz Rudat über die Biologische Schmerzlinderung in der onkologischen Tumortherapie:

Natürliche Schmerzbehandlung
Der Schmerzpatient erwartet in der Naturheilpraxis zu Recht eine möglichst umgehende, belastungsarme und für ihn nachvollziehbare Linderung seiner Beschwerden. Das bedeutet im Praxisalltag in der Regel, dass eine möglichst schonende und nebenwirkungsfreie Schmerzbehandlung zur Anwendung kommen sollte. Tumorschmerzen zeigen sich in ihrer Ausprägung und Intensität sehr individuell und unterschiedlich, so dass ein sicheres Therapiekonzept, das auf jede Art von Schmerzen anwendbar und auch wirksam ist, oft nicht möglich erscheint. Besonders vor diesem Hintergrund zeigt sich der Vorteil des körpereigenen Schmerzlinderungsaspektes, den biogene Milzpeptide ermöglichen.
Neben der im Vordergrund stehenden Anwendung der Glykopeptide sollten zusätzlich auch andere, bei Schmerzzuständen bewährte Heilmethoden wie die Akupunktur, die Neuraltherapie, die Massage- und Reflexzonenbehandlung, die Hydrotherapie oder eine psychotherapeutische Schmerzbewältigung erwogen werden.

Die besonderen Behandlungsvorteile bei der schmerzindizierten Anwendung der bioaktiven Glykopeptide bei tumorösen Erkrankungen sind die Verbesserung der verminderten immunsystemischen Prozesse und die gleichzeitig aktiven Wirkfaktoren der intrazellulären Schmerzlinderung sowie eine signifikante Verträglichkeitsverbesserung von chemotherapeutischen Maßnahmen.

Schmerzlinderung und Verbesserung der Stimmungslage
Die Anwendung der Milzpeptide hat für die prophylaktische und akute Alternativtherapie von Tumorschmerzen einen gleichermaßen hohen Stellenwert. Anwendungsstudien haben gezeigt, wie groß und weitreichend der Gesamteinfluss von Glykopeptiden auf alle schmerzauslösenden Mechanismen der Prostaglandine ist. Die ungehinderte Freisetzung der schmerzverursachenden Prostaglandine, die bei allen Reizeffekten der Nervenfasern, insbesondere der bei Krebs belasteten neuralen Gewebestrukturen, kann zum Beispiel durch die regelmäßige Kombinationsanwendungen gedämpft und eingegrenzt werden. Durch die Aktivierung der Endorphinausschüttung besteht therapeutisch die Möglichkeit, einen relevanten, oft entgleisten Schmerzfaktor weitgehend und nebenwirkungsfrei auszuschalten. In der natürlich-alternativen Onkologie sollte aus diesen Gründen der Einsatz von Milzpeptiden mit in ein kausales Behandlungskonzept einbezogen werden.

Sonja-Maria Czérkus-Yavuz greift das Thema der heilsamen Kräfte von Gewürzen auf mit

Kurkuma birgt viel Versprechendes
Den charakteristischen Wirkstoffen des Kurkuma-Extrakts, Curcuminoide und ätherisches Öl, sind inzwischen erstaunlich viele pharmakologische Wirkungen nachweislich zugeschrieben: choleretisch, antioxidativ, antiflammatorisch, antikanzerogen, immunstimulierend und antiviral sowie lipidsenkend.

Im Folgenden ist eine Auswahl neuerer Erkenntnisse, bei denen Kurkuma als Phytotherapeutikum verwendet wurde, dokumentiert:

Die Curcuminoide der Droge hatten einen positiven Einfluss auf verschiedene Formen von Krebs wie zum Beispiel Prostatakrebs, Brustkrebs und Hautkrebs. Das Wachstum der Krebszellen wurde durch die tägliche Dosis von 0,5 bis 2 Gramm Curcumin gehemmt. Insbesondere eine Hemmung des Wachstums östrogenabhängiger Tumore wurde beobachtet.
Bei Rauchern konnte nach vierwöchiger, täglicher Einnahme von 1,5 Gramm Kurkuma die mutagene Wirkung ihres Urins deutlich gegenüber der Kontrolle gesenkt werden.
Eine Studie mit an Dickdarmkrebs erkrankten Patienten wies auf die gute Verträglichkeit eines Kurkuma-Extrakts hin. Bei einer Dosis von 2,2 Gramm pro Tag traten keinerlei unerwünschte Nebeneffekte auf.

Quelle: Daniel Lindhorst, Wirkung von Curcuma longa und seines Derivates Diacetylcurcumin auf verschiedene Signalkaskaden humaner Lymphozyten, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Hannover, 2005

Tipp: Das Schwerpunktthema Biologische Krebstherapie finden Sie in CO`MED 07/08, 08/07, 09/06, 08/05 …

In der Edition CO`MED erschien bisher die “Synergistisch-biologische Krebstherapie - Neue Konzepte zur Behandlung chronischer Krankheiten von Dr. med. Bodo Köhler.

Das Krebsproblem lässt sich überwinden durch die persönliche Weiterentwicklung des Patienten. Eine solche führt zur Umstrukturierung des Lebens und den Entschluss, das Leben neuen Zielen zu widmen. Das aktive Arbeitsbuch befasst sich mit den vielschichtigen Erkenntnisprozessen und informiert über das neue UNIT-Konzept anhand vieler Fakten und Zusammenhänge, die auf den Grundlagen der Quantenphysik erstellt wurden. Vorgestellt werden darüber hinaus ungewöhnliche integrierte Einzelkonzepte. Es weist den Weg zur persönlichen Weiterentwicklung des Patienten und informiert über die wechselseitigen zwischenmenschlichen und kosmischen Beziehungen. Daraus ergibt sich, dass der Erfahrungsschatz und Reifegrad eines Therapeuten mit ausschlaggebend für einen Therapieerfolg ist.

Edition CO`MED, Hochheim, ISBN 3-9805739-2-3

Der CO`MED Verlag

Das Verlagsunternehmen fühlt sich dem Leitgedanken “Medizin und Bewusstsein” zum Wohle aller - im Sinne der Ganzheitlichkeit verpflichtet. Dieser spiegelt sich im gesamten Spektrum seiner qualitativ hochwertigen Publikationen zum Thema Medizin und Bewusstsein wider:

Das CO`MED Fachmagazin ist eines der führenden Fachblätter im Bereich der Complementär-Medizin und richtet sich vornehmlich an complementär-medizinisch arbeitende Ärzte, Zahnärzte und Heilpraktiker.

In Ergänzung erscheinen unter dem Leitfaden “Medizin und Bewusstsein” regelmäßig sowohl fach- als auch laienspezifische Buchtitel in der Edition CO’MED. Derzeit sind nahezu 30 Titel erhältlich. Für 2008 sind ca. 10 Neuerscheinungen geplant. Informieren Sie sich unter http://www.comedverlag.de

Das Online-Portal http://www.comedweb.de führt Patienten, Therapeuten und Anbieter zusammen. Als Knotenpunkt steht es im Zentrum aller anderen Aktivitäten des CO`MED-Verlags. Für die zweite Jahreshälfte 2008 sind dort spannende Veränderungen geplant.

Abgerundet wird das Verlagsangebot durch die Möglichkeit des persönlichen Kontakts. Alljährlich bietet der beliebte CO`MED Congress dem interessierten Publikum ein hochkarätiges Vortragsprogramm renommierter Referenten der Complementär-Medizin. An die Veranstaltung angeschlossen ist eine Fachausstellung. Congresstermin für 2008: 11./12. Oktober im Steigenberger Bad Homburg

Persönlich kennen lernen können Sie uns
in Wiesbaden auf der Paracelsusmesse, 8. - 10. 2. 08
in Wiesbaden auf der Interbiologica, 15. - 16. 3. 08
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Lesen Sie weiter im nächsten Teil der Serie:
“Aktuelles aus der Complementär-Medizin”

- Geomantie und historisches Geschehen - Was Menhire und Steinsetzungen erzählen
- Die Heilkraft der Pflanzen - Japanische Phytotherapie - Kampo

Bisher erschienen sind:

- Ganzheitliche Wege zum gesunden Menschen - Complementär-Medizin auf neuestem Entwicklungsstand
- Moderne Zivilisationskrankheiten - Schwermetalle und Entgiftung
- Kann Brot Gift für den Körper sein? - Warum so viele Menschen zunehmend unter Glutenintoleranz leiden
- Licht und Farbe - Schlüssel zur Seele und Heilung
- Frauenheilkunde aus complementärmedizinischer Sicht - Antibabypille und Hormontherapie - Nur ein Krebsrisiko?
- Der Umgang mit Angsterkrankungen - Angst heilt! (Ende)

Stickstoffmonoxid regt die Reparatur von Nervenzellen an

Heuschrecken als Modellsystem für Regenerationsprozesse
Hannover - Einem Forscherteam um Michael Stern aus der Zellbiologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover http://www.tiho-hannover.de ist es gelungen, den Regenerationsprozess von Nervenzellen durch Stickstoffmonoxid zu fördern. Zeigen konnten die Forscher dies an Heuschrecken, nachdem sie entdeckt hatten, dass geschädigte Nervenbahnen bei den Insekten nachwachsen und so die Funktion ihres Nervensystems wieder hergestellt wird. Über die Forschungsergebnisse berichtet Stern und sein Team in der US-Fachzeitschrift “Developmental Neurobiology” http://www3.interscience.wiley.com.

Die Regeneration von Nervenzellen im menschlichen Zentralnervensystem stellt für die Medizin nach wie vor eine große Herausforderung dar, denn anders als beispielsweise Nervenzellen in der Haut wachsen jene im Gehirn und im Rückenmark nach Verletzungen nur sehr langsam oder gar nicht wieder aus”, erklärt Stern. Das sei auch der Grund dafür, warum Patienten mit Rückenmarksverletzungen häufig für den Rest ihres Lebens querschnittsgelähmt sind. “Ein Grund, warum sich die Nervenzellen nach einer Verletzung im Rückenmark so schlecht regenerieren, liegt im Vorhandensein so genannter Stopp-Proteine.” Diese verhindern das erneute Wachstum von verletzten Nervenfasern. “In Untersuchungen konnten Forscher diese Proteine medikamentös ausschalten. Die Behandlung führte jedoch zu verheerenden Nebenwirkungen, da das Ausschalten der Proteine im gesamten Organismus zu tragen kam und nicht nur im Rückenmark”, erklärt der Forscher.

“Wir haben uns für unsere Untersuchungen daher Lebewesen ausgesucht, bei denen keine solchen Proteine auftreten, die eine Regeneration verhindern, wie zum Beispiel Insekten mit einem vergleichsweise einfachen Nervensystem”, erklärt Stern. “Wir konnten zeigen, dass die Nervenfasern im Zentralnervensystem bei diesen Tieren nach einer Schädigung das Wachstum wieder aufnehmen.” Eine wesentliche Rolle als Wachstumsfaktor spielte dabei das Gas Stickstoffmonoxid, das als schädliches Abgas bei Verbrennungsmotoren entsteht. Für die Untersuchung entwickelte der Forscher eine Methode, mit man die Wirksamkeit von pharmakologischen Substanzen auf das Nervenwachstum untersuchen kann. “Wir färbten dazu im freigelegten Nervensystem von sieben Millimeter großen Heuschreckenembryos die nachwachsenden Nervenfasern mit Fluoreszenzfarbstoffen an. Unter dem Mikroskop kann man dann die Veränderungen an den Nerven beobachten”, so Stern.

Was Stern nun weiters interessiert, sind auch andere Substanzen und ihre Auswirkungen auf das Wachstum von Nervenzellen. “Mit dem Modellsystem Heuschrecke können wir mit dieser Screening-Methode alle möglichen Substanzen testen”, so Stern. Da diese Tests im vollständigen Nervensystem untersucht werden, ergebe sich ein genaueres Bild als bei Versuchen in der Petrischale. Außerdem könne man auf Tierversuche an Wirbeltieren verzichten.

Wie genau Stickstoffmonoxid wirkt, ist den Wissenschaftlern nicht genau bekannt. “Der Organismus benutzt das Gas in sehr geringen Konzentrationen als Signalstoff zur Kommunikation zwischen den Zellen”, erklärt Stern. “Bekannt ist auch, das der Stoff unter anderem in Nervenzellen und Blutzellen produziert wird.” Bei einer Störung oder Verletzung werde die Konzentration des Stickstoffmonoxids gesteigert, um die Regeneration der Nervenzellen zu fördern. “Über den Reparaturmechanismus weiß man bisher allerdings sehr wenig. Zudem sind viele Angaben dazu sehr widersprüchlich”, meint Stern. In früheren Untersuchungen des Forscherteams um Gerd Bicker konnten die Zellbiologen feststellen, dass das Gas während der Insektenentwicklung eine Rolle für die Ausbildung von Nervenbahnen spielt. Ende

Pflanzenschädling liefert Wirkstoff gegen Krebs

Getreideschädigender Pilz vielversprechend gegen Neuroblastome

Heidelberg - Einem Forscherteam des Deutschen Krebsforschungszentrums http://www.dkfz.de ist es gelungen, in einem Getreideschädling einen Wirkstoff gegen Neuroblastome zu finden. Diese Tumorkrankung des Nervensystems trifft hauptsächlich Kinder und ist mit derzeit gängigen Medikamenten schlecht zu behandeln. Das Forscherteam um die pädiatrische Onkologin Hedwig Deubzer hat mit dem HC-Toxin, das aus einem getreideschädigenden Pilz isoliert wird, gute Erfolge im Zellkulturmodell erzielt, berichten sie im International Journal of Cancer.
„Die Substanz aus dem Mais-Schädling programmiert Neuroblastomzellen um, sodass sie sich beinahe wieder wie gesunde Zellen verhalten”, so Deubzer im pressetext-Gespräch. Normalerweise sorgt der Pilz Helminthosporium carbonum bei Maisbauern für Ernteausfälle. Ein einzelner Inhaltsstoff des Schädlings dagegen, das HC-Toxin, könnte der Medizin großen Nutzen bringen, bestätigt Deubzer. “Das HC-Toxin wirkt auf die so genannten Histondeacetylasen (HDACs) - das sind Enzyme, die die Verpackung des Erbguts strukturieren. HDAC-Enzyme verändern unter anderem die Histone, Proteine, um die das Erbgut herumgewickelt ist. “Die Veränderungen in der Verpackung des Erbguts stehen im Verdacht, Krebs auszulösen oder dessen Ausbreitung zu fördern”, erklärt Deubzer. Deshalb überprüfen Wissenschaftler Substanzen, die die HDAC-Enzyme blockieren. Die Wirkung des HC-Toxins werde in der Wissenschaft auch bereits an anderen Tumoren untersucht, wie die Onkologin bestätigt.

“Wir konnten feststellen, dass Neuroblastomzellen unter dem Einfluss des Wirkstoffs einige ihrer krebstypischen Eigenschaften verlieren: Sie teilen sich seltener, zeigen weniger invasives Wachstum und ähneln auch äußerlich wieder gesunden Nervenzellen”, erklärt die Forscherin. “Diese Effekte waren deutlich stärker ausgeprägt als bei anderen bereits untersuchten HDAC-Hemmern.” Die Wirkung des Toxins beruhe vermutlich unter anderem darauf, dass es die Funktion einer wichtigen zellulären Krebsbremse - dem RB-Signalweg - fördert. Den Untersuchungen zufolge, war die Krebsbremse in den Tumorzellen nach Behandlung mit HC-Toxin deutlich aktiver als in unbehandelten Zellen. Bis aus dem Wirkstoff tatsächlich ein neues Medikament hergestellt werden kann, wird es allerdings noch dauern”, so Deubzer. “Wir haben gerade begonnen die Substanz im Tiermodell auszutesten.” Der Schritt in die klinische Testung sei allerdings ein langer Weg, erklärt Deubzer.

Das Neuroblastom ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern. Die Erkrankung geht vom periphären Nervensystem aus. Im fortgeschrittenen metastasierenden Stadium gebe es derzeit keine zufriedenstellende Therapie, wie die Medizinerin erklärt. “Ein großer Teil der Patienten überleben eine solche Erkrankung nicht.” Bei den anderen, nicht-metastasierenden Formen liegen die Prognosen deutlich besser, so die Onkologin abschließend im pressetext-Interview. Jährlich gibt es in Deutschland durchschnittlich 150 neue Fälle. Damit machen Neuroblastome etwa sieben bis acht Prozent aller Krebserkrankungen im Kindesalter aus. Die meisten betroffenen Kinder sind noch im Vorschulalter, ein Drittel erkrankt bereits im ersten Lebensjahr. (Ende)

vivello startet Rundum-Service für ältere Menschen

Ulm - Die neu gegründete vivello GmbH bietet ab sofort ein einzigartiges Dienstleistungskonzept an, damit ältere Menschen länger selbstständig bleiben. Qualifizierte Alltagsbegleiter unterstützen Einzelpersonen oder Paare zu Hause bei alltäglichen Aufgaben, die zunehmend schwieriger zu bewältigen sind. Die ganzheitliche und qualitativ hochwertige Unterstützung durch eine feste Bezugsperson macht vivello einzigartig: neben Grund- und Körperpflege und Unterstützung bei der Erledigung der häuslichen Pflichten wie Kochen, Waschen, Putzen oder Einkaufen findet sich auch viel Zeit für persönliche Gespräche. Zudem beraten die vivello-Mitarbeiter ihre Kunden in Gesundheitsfragen, regen zu einem aktiven Leben an, sind in der Früherkennung von Krankheiten geschult und stehen auf Wunsch im ständigen direkten Kontakt mit den Angehörigen und bei Bedarf mit dem Hausarzt.

Ganzheitliches Serviceangebot
Mit diesem flexiblen Rundum-Konzept auf Stundenbasis unterscheidet sich vivello deutlich von Pflegediensten, reinen Haushaltshilfen und auch von karitativ-öffentlichen Anbietern. Bei vivello bestimmen ausschließlich die betreuten Personen, welche Leistungen sie wann und in welchem Umfang benötigen. Es gibt keine festgelegten Dienstpläne. Die Kunden können je nach Bedarf frei wählen und haben vor allem die Sicherheit, dass die von ihnen akzeptierte Alltagsbegleiterin ohne ständigen Wechsel Bezugsperson bleibt. Bei vivello sind nur in der Seniorenbetreuung erfahrene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tätig, die Freude am Umgang mit älteren Menschen haben. Die vivello-Mitarbeiter werden intensiv auf ihre Arbeit vorbereitet und kontinuierlich weitergebildet.

Deutschlandweites Angebot bis 2012
Die vivello-Alltagsbegleitung für Senioren kann zunächst im Stadtgebiet von Ulm und Neu-Ulm sowie in der nahe gelegenen Gemeinde Blaustein in Anspruch genommen werden. Im Juni 2008 entsteht eine weitere Niederlassung in München und bis 2012 ist die bundesweite Ausdehnung mit bis zu 200 Stützpunkten geplant. Für die Betreuung gibt es keine langen Vertragsbindungen. Die vivello-Alltagsbegleitung kann in beliebigem Maße in Anspruch genommen werden. Die Vereinbarung ist mit Monatsfrist kündbar, der Stundensatz beträgt aktuell 25 Euro.

Die vivello-Geschäftsführer Dr. Anke Dadder und Raimund Koch sind sicher: “Mit unserem Konzept schließen wir genau die Lücke, die immer größer zwischen dem selbstbestimmten Leben in vertrauter Umgebung und der Vermeidung unpersönlicher und unter Zeitdruck geleisteter Pflegedienstleistungen klafft.”

Über vivello

Die vivello GmbH mit Sitz in Ulm nahm im Januar 2008 ihre Tätigkeit auf und ist auf die ganzheitliche Unterstützung älterer Menschen in deren gewohntem Lebensumfeld spezialisiert. Professionell ausgebildete Alltagsbegleiter als feste Bezugspersonen decken in diesem einzigartigen Konzept alle Anforderungen von Grundpflege über Haushalt/Organisation bis zu den Bedürfnissen nach persönlichem Austausch ab. vivello zeichnet sich sowohl durch professionell ausgebildete Mitarbeiter als auch das flexible Konzept und die hohe Qualität der Dienstleistungen aus. vivello ermöglicht somit die Fortführung des eigenen Haushalts und ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Damit ist vivello Pionier in der qualitativ hochwertigen und flexiblen Seniorenbetreuung, die das Leben in der gewohnten Umgebung bis ins hohe Alter ermöglicht. Das Tochterunternehmen der weltweit erfolgreich agierenden Paul Hartmann AG profitiert vom langjährigen Know-how des Unternehmens in der Gerontologie und Geriatrie. vivello plant bis 2012 die Bereitstellung des Services an 200 Standorten für rund 25.000 Kunden.
http://www.vivello.de
 

Jetzt Lebensenergie auftanken - www.zarobiotec.com

Durchbruch: Herz aus Ersatzteilen schlägt im Labor

Neuer Ansatz für Herstellung künstlicher Organe

Rochester - Wissenschaftlern der University of Minnesota http://www.stemcell.umn.edu/stemcell ist es gelungen, die Hülle eines zuvor entleerten Herzens wieder zum Schlagen zu bringen. Im Inneren des Herzens wurden dafür neue Zellen eingesetzt. Das Team um Doris Taylor entfernte alle Muskelzellen im Herzen einer Ratte. Übrig blieb nur ein Gerüst aus anderem Gewebe wie Blutgefäßen und Klappen. Als wieder Herzzellen hinzugefügt wurden, wuchsen sie rasch und begannen wieder zu pumpen. Die Hoffnungen gehen dahin, dass irgendwann Herzen von Tieren oder Menschen für Transplantate hergestellt werden können. Details der Studie wurden in Nature Medicine http://www.nature.com veröffentlicht.

Experten gehen davon aus, dass versagende menschliche Organe theoretisch durch neue aus Stammzellen gewonnene Versionen ersetzt werden können. Jedes dieser Organe könnte passend für den Patienten geschaffen werden. Das Risiko einer Abstoßung wäre dabei deutlich geringer als bei einem Spenderorgan. Eine der größten Schwierigkeiten bei der Herstellung von dreidimensionalen Organen ist laut BBC, die Zellen dazu zu bringen, die erforderlichen komplexen Strukturen zu bilden. Die Wissenschaftler entschieden, dass die beste Vorlage ein anderes Herz sei. Im verbliebenen Rahmen wurden Herzzellen einer neugeborenen Ratte eingesetzt. In nur vier Tagen hatten sich die Zellen derart vermehrt, dass Kontraktionen im neuen Muskelgewebe sichtbar wurden. Am achten Tag konnte das neue Herz pumpen. Die Leistung lag allerdings erst bei zwei Prozent der eines normalen Herzens.

Taylor kann sich vorstellen, dass mit diesem neuen Ansatz das Denken der Forscher über die Herstellung künstlicher Organe verändert werden könnte. “Es wird denkbar, dass man jedes Organ herstellen kann: Nieren, Leber, Lunge oder Bauchspeicheldrüse. Gebt uns eine Vorgabe und wir hoffen, dass wir sie erfüllen können.” Laut Harald Ott waren die Wissenschaftler einfach sprachlos als sie die ersten Kontraktionen des neuen Herzens sahen. Sian Harding vom Imperial College London http://www3.imperial.ac.uk hält es für denkbar, dass die Zellen aus einem Schweineherzen entfernt werden und anschließend menschliche Stammzellen ein Organ bilden, dass Patienten transplantiert werden kann. (Ende)

Nigerias Regierung klagt drei große Tabakhersteller

Wegen Antiraucherkampagnen in Europa soll nun Afrika Tabakumsätze bringen

London/Abuja - Nigeria hat Klagen gegen drei international agierende Tabakkonzerne eingebracht. Rund 44 Mrd. Dollar Schadenersatz will die Regierung in Abuja http://www.nigeria.gov.ng für den ihrer Meinung nach inakzeptablen Druck der Zigarettenhersteller auf die dortige Bevölkerung haben. Seit den Antiraucherkampagnen in Europa und den USA suchen die Tabakgiganten nach neuen Absatzmärkten. Dabei geraten immer jüngere Kunden ins Visier der Konzerne, berichtet BBC-Online.
British American Tobacco (BAT) http://www.bat.com, Philip Morris und International Tobacco Ltd weisen die Anschuldigungen als haltlos zurück und argumentieren damit, sozial verantwortliche Unternehmen zu sein, die Kinder nicht als Zielgruppe für ihre Produkte sehen. Die Konzerne kritisieren die immensen Forderungen und weisen die Klagen als gegenstandslos zurück. Rechtsberater und Anwälte der Regierung sind allerdings überzeugt davon, dass sie die Klage gewinnen können.

Als Beweis sollen auch Emails zwischen den Angestellten der Tabakkonzerne herangezogen werden. In diesen Mails soll es darum gehen, Jugendliche für das Rauchen zu begeistern und den Gesetzgeber dazu zu animieren, Tabakverkauf nicht mehr zu regulieren. Vier nigerianische Lokalregierungen hatten bereits angemeldet, ebenso Klagen gegen die Zigarettenindustrie wegen dieser Vorwürfe einzubringen. Rauchen ist in Westafrika weit verbreitet und der BAT-Konzern hat erst kürzlich eine Fabrik im westafrikanischen Land errichtet. Nach Angaben von Antiraucher-Aktivisten bekommen vor allem Kinder und Jugendliche dauerhaft zu hören, dass Rauchen etwas Gutes sei, berichtet BBC. Junge Raucher kaufen Tabak von Händlern in einzelnen Stangen. Dies erleichtere auch den Zugang zum Rauchen.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO http://www.who.int rauchen rund 18 Prozent der jungen Nigerianer - und sorgen dafür, dass die Gesundheitsstatistik der rund 140 Mio. Nigerianer nicht allzu gut ausfällt. Der Großteil der Bevölkerung des westafrikanischen Landes ist unter 20 Jahre alt.

Mehr als 3.000 Seiten Beweismaterial haben die Rechtsanwälte bereits in Händen, wie Chefankläger Babatunde Irukera gegenüber BBC meint. Dort ist die Rede davon, wie man am ehesten an junge Raucher herankommen kann. “In den E-Mails werden sie YAUS - Young and Underaged Smokers - genannt”, so Irukera. Vorbildwirkung haben zahlreiche Klagen, die von US-Antiraucherkampagnen und Anwälten gegen die Tabakindustrie eingebracht wurden. Einige dieser milliardenschweren Klagen wurden allerdings verworfen. So wies im Jahr 2000 ein Gericht in Florida eine Forderung von 145 Mrd. Dollar gegen einen Tabakhersteller als “unrechtmäßig” zurück.

In Nigeria kommen auch noch andere schwerwiegende Probleme im Gesundheitswesen hinzu: Die öffentlichen Kliniken gelten als chaotisch und schlecht ausgestattet. Geräte würden nicht funktionieren und es fehle an geeigneten Medikamenten. Die Anwälte der Tabakkonzerne könnten folglich vorbringen, dass der Staat Nigeria sich um seine Bürger im Bezug auf Gesundheitsvorsorge kaum Gedanken mache bzw. dafür kein Geld zur Verfügung stelle und daher keine Verantwortung für die Menschen übernehme. Seitens der Tabakindustrie weist man jegliche Verantwortung für den schlechten Gesundheitszustand der Bevölkerung von sich. BAT argumentiert, dass es bereits seit den frühen 1900er Jahren in Nigeria tätig sei und niemals Kinder als potenzielle Kunden gesehen hätte. Wolfgang Weitlaner

Wasser: Interantionale Pegelstände

Wasserprobleme weltweit
Meredith Haaf, Christiane Zerwes, Janko Röttgers, Tina Hüttl, Marc Winkelmann | 2.7.2007
Bolivien
Der Wasserkrieg
In kaum einem anderen Land hat der Konflikt um Wasser solch eine Bedeutung angenommen wie in Bolivien. 2,5 Millionen Menschen haben dort nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) keinen gesicherten Zugang zu Trinkwasser. Im Jahr 2000 kam es zu den inzwischen berühmten Ausschreitungen von Cochabamba, dem sogenannten Guerra del Agua, dem „Wasserkrieg“. Die multinationale Bechtel Corporation hatte die Wasserrechte für die gesamte Provinz gekauft. Bechtel versprach sich ein gutes Geschäft davon, da ein Teil der Region in der wasserreichen Regenwald-zone liegt, der andere in den unterversorgten Altiplano-Höhen. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Wasserpreise verdreifacht. Nach einem halben Jahr begann die Bevölkerung von Cochabamba gegen Bechtel zu protestieren. Es kam zu Generalstreiks, was den Einsatz des Militärs nach sich zog, das Kriegsrecht wurde über die Stadt verhängt. Viele Menschen wurden verletzt, sieben starben. Bechtel zog sich zurück, doch 2005 kam es in El Alto, nahe der bolivianischen Hauptstadt La Paz, erneut zu Auseinandersetzungen. Das dortige Wasserkonsortium unter der Leitung des französischen Konzerns Suez sollte wegen Vertragsbruchs vertrieben werden. Per Dekret kündigte die bolivianische Regierung schließlich den Vertrag auf. Doch diesmal schaltete sich die deutsche Vertretung in Bolivien ein: Ein geplanter Entwicklungshilfekredit von 15 Millionen Euro werde nur gewährleistet, falls es zwischen Suez und Bolivien zu einer Einigung komme. Bis heute fördert die Gesellschaft für Technische Entwicklungsarbeit ausschließlich öffentlich-private Mischmodelle und wird dafür vor allem von linken Aktivisten in Bolivien angeprangert. Der sozialistische Präsident Evo Morales jedoch hatte dagegen bisher nichts einzuwenden.

Einwohnerzahl: 9,1 Mio.
Wasserverbrauch pro Person / Tag: 59 l
Wasserreserven: 622 km3
Zugang i. d. Bev.: 85 %

Libyen
Rettung aus der Eiszeit
Bald will der Wüstenstaat Libyen in saftigem Grün leuchten und Obst, Gemüse und Getreide exportieren. Das nötige Wasser kommt aus der Sahara. Dort fand man nach dem Zweiten Weltkrieg riesige unterirdische Wassermengen, die zum Teil wahrscheinlich bis zu eine Million Jahre alt sind. Das größte Vorkommen ist der sogenannte Nubische Aquifer, der sich unter ganz Ägypten westlich des Nils, im Nordosten des Tschad sowie unter großen Teilen des Sudan und Libyens erstreckt. Das Wasservolumen wird auf 150 000 Kubikkilometer geschätzt - eine Menge, mit der man Deutschland 420 Meter tief unter Wasser setzen könnte. Auch wenn es jahrzehntelang nicht regnet, speist das bis zu 2000 Meter tief liegende Wasser Oasen, Brunnen und Seen in der Wüste. Seit 1984 zapft Libyen das fossile Grundwasser an. Mit dem „Great Man-Made River“-Projekt rief Staatsoberhaupt Muammar al-Gaddafi 1984 das inzwischen größte Trinkwasserpipeline-Projekt der Welt ins Leben, nun steht es vor der Vollendung. Ziel des Milliardenvorhabens: die Städte Bengasi, Sirte und Tripolis sowie die Landwirtschaft in den Küstengebieten. Ist die Pipeline fertig, wird sie knapp 3400 Kilometer lang sein. Schon jetzt pumpen die Rohre täglich vier bis sechs Millionen Kubikmeter Trinkwasser nach Libyen. Wie befürchtet, sank in den letzten Jahren der Spiegel des normalen Grundwassers. Lange hieß es, der Aquifer regeneriere sich von selbst. Berliner Forscher allerdings fanden heraus, dass diese Regeneration nur in feuchten Klimaperioden stattfand, in der Sahara zuletzt in der letzten Eiszeit, vor 4000 Jahren. Theo-retisch könnte das alte Wasser die Wasserver-sorgung Libyens auf Jahrhunderte sichern. Doch Experten rechnen inzwischen eher mit nur fünfzig Jahren – weil sich nicht alles Wasser zur Förderung eignet und es sich eben nicht wieder auffüllt. Und womöglich wollen Ägypten, Sudan und Tschad auch bald mehr vom Eiszeitwasser.

Einwohnerzahl: 6 Mio.
Wasserverbrauch pro Person / Tag: 207 l
Wasserreserven: 4,6 km3
Zugang i. d. Bev.: ca. 72 %
USA
Mit Dynamit gegen einen Aquädukt

Los Angeles, Anfang des 20. Jahrhunderts: Angesichts einer nahenden Dürreperiode stimmen die Bürger der Stadt für ein ehrgeiziges Millionenprojekt. Ein Aquädukt soll Trinkwasser aus dem knapp 400 Kilometer nördlich liegenden Owens Valley herbeibringen. So will die rasant wachsende Stadt dauerhaft dem südkalifornischen Wüstenklima trotzen. So steht es in der Presse, die zu dieser Zeit jedoch fest von korrupten Lokalpolitikern kontrolliert wird. Diese verbreiten so gefälschte Wetterberichte und betreiben Panikmache, um sich die Zustimmung für ihr Wasserprojekt zu
sichern. Als 1913 schließlich die ersten Liter in Los Angeles ankommen, werden sie zu landwirtschaftlichen Betrieben umgeleitet, die Förderern der lokalen Politik gehören. Leidtragende sind die Bauern im Owens Valley: Ihre Äcker verwandeln sich in wenigen Jahren in Staubwüsten. 1924 bewaffnen sich einige der Geschädigten mit Dynamit und jagen Teile des Aquädukts in die Luft. Los Angeles schickt bewaffnete Patrouillen mit dem Auftrag, Saboteure zu erschießen. Vor zehn Jahren wurde Los Angeles gerichtlich zur Aufforstung des Owens Valley gezwungen. Seitdem werden dort riesige Bewässerungsanlagen gebaut. Das Wasser dafür bezieht die Millionenstadt aus dem ebenfalls rund 400 Kilometer entfernten Colorado – per Aquädukt.

Einwohnerzahl: 301 Mio.
Wasserverbrauch pro Person / Tag: 589 l
Wasserreserven: 3069 km3
Zugang i. d. Bev.: 100 %

England
Vom Regen in die Privatisierung

An Wasser sollte es den Briten nicht mangeln, denkt man, schließlich ist die Insel für ihren Dauerregen bekannt. Und doch ist Wasser für viele Briten mittlerweile ein rares und teures Gut. Hauptgrund dafür ist die radikale Privatisierung der Wasserversorgung unter Premierministerin Margaret Thatcher. Als eine der ersten in Europa splittete ihre Regierung die staatliche Wasserindustrie 1989 in regionale Wasser- und Abwasserunternehmen auf und verkaufte die-se weit unter Marktwert. Die Unternehmen machten zunächst Milliardengewinne, doch die Preise verdoppelten sich. Zugleich blieben erhoffte Investitionen in die Modernisierung des aus viktorianischen Zeiten stammenden Wassersystems aus. Besonders groß ist der Unmut über die Folgen der Privatisierung in London. Durch lecke Leitungsnetze gehen hier täglich fast eine Milliarde Liter Wasser verloren. Hinzu kommt, dass die Insel seit 1995 unter niederschlagsarmen Wintern leidet. Ganze Regionen im Südosten mussten monatelang aus Tankwagen versorgt werden. Weil ärmere Familien die Wasserrechnung nicht mehr zahlen konnten, verdreifachte sich die Zahl hygienebedingter Krankheiten. 1999 schritt die staatliche Aufsichtsbehörde ein und verpflichtete die Unternehmen bis 2010 zu Milliardeninvestitionen in die Rohrnetze, Wasserwerke und Kanäle.

Einwohnerzahl: 50,7 Mio.
Wasserverbrauch pro Person / Tag: 148 l*
Wasserreserven: 160,6 km3*
Zugang i. d. Bev.:100 %*
*Angaben für Großbritannien

China
Staudammstau
Nun soll er gebändigt sein, der „lange Fluss“, wie die Chinesen den Jangtse auch nennen. Seit letztem Sommer staut ihn eine 184 Meter hohe Mauer in einem 600 Kilometer langen See. Der Drei-Schluchten-Staudamm, weltgrößter seiner Art, soll die Hochwassergefahr bannen und dem Land umweltfreundlichen Strom liefern. Bis 2008 werden sich voraussichtlich alle 26 Turbinen drehen und 18 Gigawatt Leistung erzeugen. Ziemlich bescheiden im Vergleich zu den 585 Gigawatt, die China bisher schon produziert. Bereits bei Baubeginn im Jahr 1993 gab es Kritik am Mammutprojekt, sie wurde mit den Jahren immer lauter. Im Auftrag des International Rivers Network, eines Zusammenschlusses von Experten und Umweltorganisationen, hat ein langjähriger Beobachter die Probleme dokumentiert, die mit dem Bau zusammenhängen: Mehr als eine Million Menschen mussten für Damm und Stausee ihre Dörfer verlassen. Sie wurden und werden nicht ausreichend entschädigt – das Geld stecken korrupte Beamte ein oder es ist zu wenig, um ein neues Haus zu bauen und ein neues Leben anzufangen. Proteste werden mit Gewalt niedergeschlagen. Auch die Befürchtungen der Umweltaktivisten haben sich bestätigt: Chinesische Wissenschaftler fanden im Stausee Pestizide, Düngemittel und Kloake. Laut dem Jangtse-Wasserschutz-büro kann sich der Fluss nicht mehr selbst regenerieren, weil das Wasser zu langsam fließt, seitdem das Wasserkraftwerk in Betrieb ist – bei 14 Milliarden Tonnen Abwasser, die die Industrie letztes Jahr in den Jangtse leitete, wäre das wohl auch bei schnellerer Strömung schwierig. Seltene Fischarten sind bedroht, der Baiji, ein ausschließlich im Jangtse lebender Flussdelfin, gilt seit Kurzem als ausgestorben. „Großstaudämme bringen gravierende ökologische Folgen mit sich“, steht im Bericht der Weltstaudammkommission vom November 2000. Peking plant trotzdem weitere Dämme, die Strom liefern sollen. Ein anderes Großvorhaben am Jangtse ist bereits im Bau. Das „Süd-Nord-Wasserumleitungsprojekt“ soll Wasser in den trockenen Norden Chinas bringen. Stimmen jüngste Untersuchungen, wird dort aber nur schmutzige Brühe ankommen.

Einwohnerzahl: 1,3 Mrd.
Wasserverbrauch pro Person / Tag: 89 l
Wasserreserven: 2829 km3
Zugang i. d. Bev.: 77 %

Deutschland
Unter uns

Wer auf dem Land lebt, kennt seine Nachbarn. Die Bürger des Dörfchens Ellerhoop in Schleswig-Holstein stellten fest, dass das nicht unbedingt ein Nachteil sein muss: Als bekannt wurde, dass die Wasserversorgung des Ortes von einem großen Wasserwerk aus einer der Nachbarstädte übernommen werden sollte, protestierten sie und stimmten in einem Bürgerentscheid mit großer Mehrheit dagegen. Sie fürchteten höhere Kosten und verstanden nicht, warum Ellerhoop mit seinen 1300 Einwohnern an ein Fernnetz angeschlossen werden sollte, obwohl das Dorf über eigene Quellen verfügt: Direkt unter dem Ort verläuft die Ellerbecker Rinne, „eine Gletscherspalte mit Wasser höchster Güte“, sagt Hans-Joachim Santen von der Wassergenossenschaft Ellerhoop. Zur Wassergenossenschaft schlossen sich engagierte Bürger im Juni 2003 zusammen, unter ihnen auch Santen. Am Gründungstag zählte die Genossenschaft 45 Mitglieder, zehn Tage später kamen noch 18 hinzu. Gemeinsam kauften sie der Gemeinde das kleine Wasserwerk ab. Die Mitglieder zahlten 500 Euro Einlage, so dass sie das Werk sanieren konnten, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen. Noch im Gründungsjahr bohrten sie einen zweiten Brunnen, heute zählt die Genossenschaft 71 Mitglieder. Inzwischen arbeiten zehn Ellerhooper ehrenamtlich für die Wassergenossenschaft, sie kennen sich nun aus mit der Fließrichtung des Grundwassers und technischen Anlagen zur Wasseraufbereitung. Bald werden 28 neu gebaute Häuser und Wohnungen an das Wassernetz angeschlossen, dann fließt in 127 Haushalte dorfeigenes Wasser. „Wir könnten rund 200 Häuser versorgen, der Kubikmeter kostet momentan 1,31 Euro“, sagt Santen. Das liegt deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 1,77 Euro. Und die Ellerhooper wissen, woher das Wasser kommt, wenn sie zu Hause den Hahn aufdrehen.

Einwohnerzahl: 82 Mio.
Wasserverbrauch pro Person / Tag: 127 l
Wasserreserven: 188 km3
Zugang i. d. Bev.: 100 %

Australien
Warten auf Regen
Zunächst war niemand überrascht. Regenarme Zeiten hat es in Melbourne immer mal gegeben. Doch dass die Niederschläge so lange ausbleiben, ist neu. Seit zehn Jahren hält die Trockenzeit schon an, und die Situation verschlechtert sich weiter. Im letzten Sommer fielen nur 40 Prozent der üblichen Wassermenge. Zunächst versuchte es die Stadt mit Einschränkungen in der Wassernutzung der Haushalte. Als der Wasserspiegel trotzdem weiter sank, wurden schärfere Restriktionen eingeführt. 140 Polizisten patrouillieren durch die Stadt, kontrollieren verdächtig grüne Gärten inmitten der trockenen Rasenflächen und gehen Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Die Regierung fordert dazu auf, Verstöße von Nachbarn oder Bekannten über die Hotline 13WATER zu melden. „Mehr als 50 000 Verwarnungen wurden ausgesprochen“, sagt Luke Enright vom Wasserversorger South East Water – die „Höchststrafe“ müsse aber nur selten verhängt werden. Bei dreimaligem Vergehen bringen die Wasserpolizisten eine Art Klammer am Hausanschluss an. Die Vorrichtung reduziert die Menge des durchfließenden Wassers auf zwei Liter pro Minute. Ausgiebiges Duschen ist so unmöglich. Sollte der städtische Wasservorrat trotzdem weiter sinken, wird am 1. August Level 4 eingeführt. Dann ist jeglicher Wasserverbrauch außerhalb des Hauses verboten. Luke Enright ist optimistisch: „Es wird wieder Regen fallen, die Vorhersagen sind gut.“ Aber auch er weiß: Viele Alternativen hat die Stadt nicht mehr. Level 4 ist die letzte Stufe im Aktionsplan.

Einwohnerzahl: 20 Mio.
Wasserverbrauch pro Person / Tag: 256 l
Wasserreserven: 398 km3
Zugang i. d. Bev.: 100 %

Israel
Zwei-Wasser-Gesellschaft
In den Nachrichten wird meist nur von religiösen Fanatikern berichtet, die den Nahostkonflikt anheizen. Doch auch der Mangel an Wasser und dessen ungleiche Verteilung tragen dazu bei. Dabei weisen viele Experten seit Jahren darauf hin: Ein dauerhafter Frieden kann nur erreicht werden, wenn alle Menschen in Nahost genug Wasser haben – für sich selbst, für die Landwirtschaft und die Industrie. Ein Palästinenser hat im Schnitt 55 Liter am Tag zur Verfügung, ein Israeli etwa das Fünffache – das ist das Ergebnis aus vierzig Jahren Auseinandersetzungen um Quellen, Flüsse und Brunnen. Beiden Seiten war immer klar: Dämme und Wasserleitungen sind die wunden Punkte des Gegners. Deshalb wird Israels Wasserversorgung seit den Sechzigerjahren vom Militär überwacht. In den besetzten Gebieten war es den meisten Palästinensern verboten, selbst Brunnen zu bauen, weil so das gemeinsame Grundwasser angezapft würde. Doch selbst in Gebieten, die jetzt von Palästinensern verwaltet werden, gehört das Wasser immer noch Israel. Und wie früher wird das meiste ohnehin schon umgeleitet, bevor es die palästinensi-schen Gebiete erreicht, die Quelle des Jordan und der See Genezareth bei Tiberias sind in israelischer Hand. Gleichzeitig bekommt Israel aber auch importiertes Wasser, über Tanker aus der Türkei, während im Gaza-streifen das Grundwasser absinkt, weil die Menschen dort mehr Wasser verbrauchen, als es nachregnet. Die Vereinten Nationen befürchten, dass der Gazastreifen im Jahr 2015 kein eigenes Trinkwasser mehr haben wird. Jetzt sollen Entsalzungsanlagen gebaut werden, um aus Meerwasser Trinkwasser zu machen – doch das ist teuer. Die Anlagen will Israel mit internationaler Hilfe für die Palästinenser bauen lassen und dafür das preiswertere Wasser aus der West Bank selbst behalten. In jedem Fall bleibt zusätzliches Wasser aus dem Ausland vorerst unerlässlich. Die Türkei hatte 2005 angekündigt, eine Pipeline von Ceyhan nach Haifa in Israel bauen zu wollen, die womöglich auch für Palästina gedacht ist. Die Planungen wurden durch den Krieg im Libanon im Sommer 2006 aber enorm verzögert.

Einwohnerzahl: 6,4 Mio.
Wasserverbrauch pro Person/Tag: 257 l
Wasserreserven: 1,7 km3
Zugang i.d.Bev.: 100 %

Quelle: www.fluter.de - Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung

Lachen keine rein menschliche Geste

Auch Orang Utans kopieren Mimik von Genossen
Washington/Hannover - Ein amerikanisch-deutsches Forscherteam hat bei Orang Utans eine Fähigkeit entdeckt, die Wissenschaftler als Vorstufe zum Lachen bezeichnen. Die nächsten Artverwandten des Menschen sind in der Lage, Gesichtsausdrücke des Gegenübers nachzuahmen, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin Biology Letters. Die Forscherinnen Marina Davila Ross von der University of Portsmouth und Elke Zimmermann von der Veterinärmedizinischen Universität in Hannover http://www.tiho-hannover.de haben 25 junge Orang Utans in vier Primatenzentren untersucht.
„Die Reaktion der Tiere war überraschend”, so Zimmermann im Interview. Bei dieser emotionalen Ansteckung zur Nachahmung wird ein Mechanismus auf vorsprachlicher Ebene klar. Ein Gesicht regt sozusagen ein anderes Gesicht dazu an. “Wenn wir einen Film ansehen oder mit einem alten Freund Kaffee trinken, übernehmen wir schnell und unwissentlich die Gesichtsexpressionen jener Menschen, die wir gerade ansehen”, schreiben die Forscher im Wissenschaftsmagazin ScienceNow. Lächeln, Lachen und Grimassen der Ablehnung sind ansteckend. Warum Menschen diese Mimik kopieren, ist bisher nicht ganz geklärt. Manche Forscher vermuten, dass die Gesichtsmimikry eine Interpretationshilfe darstellt. Um einen Ausdruck besser zu verstehen, bildet das Gehirn diesen nach.

“Beim Spielen haben die Tiere eine Mimik gezeigt, die unserem Lachen entspricht”, erklärt die Forscherin. Dass es sich dabei um einen Reflex handelt, verneinen beide Wissenschaftlerinnen. “Das Interessante daran war, dass es nämlich nicht alle Tiere machen, sondern nur ein Teil von ihnen. Daraus schließen wir, dass auch andere Komponenten, wie der Bekanntheitsgrad eine wesentliche Rolle für dieses Verhalten spielen”, vermuten die Forscherinnen.

“Beim Menschen kann dieses nachahmende Verhalten freiwillig oder unfreiwillig geschehen”, erklärt Ross. Ein solches Verhalten sei bei Tieren bisher unbekannt gewesen. “Was nun klar ist, ist die Tatsache, dass der Baukasten der positiven emotionalen Ansteckung und dem Einfühlungsvermögen, die zur raschen unfreiwilligen Gesichtsmimik beim Homo sapiens führen, sich bereits vor der Menschwerdung entwickelt hat.” Die Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf das Einfühlungsvermögen und ihrer Wichtigkeit für in Gruppen lebenden Tieren wie zum Beispiel Orang Utans.

“Rein von der Gesichtsmuskulatur her sind die Menschenaffen sehr gut gerüstet. Die menschliche Gesichtsmuskulatur ist in ihrer Differenziertheit allerdings noch feiner”, so Zimmermann. Die Forscherinnen wollen nun in weiteren Untersuchungen feststellen, welche anderen Faktoren bei dieser Ausprägung der Mimik eine Rolle spielen. Wolfgang Weitlaner

Beschneidung zügelt die Sexlust nicht

HIV-Studie: Angst vor chirurgischem Eingriff unbegründet
London/Kampala - Eine Beschneidung verringert nicht die sexuelle Zufriedenheit und tut auch der Lust keinen Einbruch. Zu diesem Schluss kommt eine groß angelegte Studie der Johns Hopkins University http://www.jhu.edu unter 5.000 ugandischen Männern. Eine der Möglichkeiten die Neuinfektion mit dem HI-Virus zu unterbinden, liegt nach Ansicht von Experten darin, sich beschneiden zu lassen. Die Angst vor den Folgen der Beschneidung lassen viele jedoch davor zurückschrecken, berichtet BBC-Online.
Von den 5.000 Untersuchten war rund die Hälfte bereits beschnitten, die andere Hälfte hatte sich zu diesem Schritt bereit erklärt, berichten die Wissenschaftler in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins der Britischen Gesellschaft für urologische Chirurgie, BJU http://www.bjui.org. Die Auswertung der Fragen nach dem Geschlechtsleben und der Befriedigung ergab bei beiden Gruppen keine wesentlichen Abweichungen. 98,4 Prozent der befragten Beschnittenen gaben an sexuell befriedigt zu sein, bei den Unbeschnittenen lag die Zahl bei 99,9 Prozent. Ging es um die Frage des Geschlechtsverkehrs gaben 98,6 Prozent der Beschnittenen an, keine Probleme zu haben. Bei den Unbeschnittenen lag diese Zahl bei 99,4 Prozent. Hingegen gaben 98,8 Prozent der Unbeschnittenen an, beim Geschlechtsverkehr keine Schmerzen zu haben. Bei den Beschnittenen waren es 99,4 Prozent.

Verschiedene Untersuchungen kommen zum Schluss, dass die männliche Beschneidung das Risiko einer HIV-Übertragung massiv reduzieren kann. Eine Studie berichtet sogar von einer Verringerung um bis zu 50 Prozent. Einer der Gründe liegt darin, dass bestimmte Zellen, die unter der Vorhaut leben ein potenzielles Ziel für eine HIV-Infektion darstellen. Nach einer Beschneidung kommt es hingegen zu einer geringeren Sensibilität der Glans und damit auch zu einem geringeren Verletzungsrisiko, was wiederum zu einem geringeren Infektionsrisiko führt. Die Autoren führen jedoch an, dass es in der Bevölkerung eine Abneigung gegen eine Beschneidung gibt - die in erster Linie auf der Angst eines Verlusts beim sexuellen Erlebnis basiert. Vorhergehende Untersuchungen unter beschnittenen Männern hätten unterschiedliche Ergebnisse gebracht. Die Forscher der Johns Hopkins University weisen jedoch daraufhin, dass die grossangelegte Studie mit diesen Vorurteilen aufräume. “Unsere Studie macht deutlich, dass eine Beschneidung keine negativen Auswirkungen auf das Sexleben der Betroffenen hat”, so Studienleiter Ronald Gray.

“Die einzige Sorge, die wir haben, ist die Tatsache, dass die Beschnittenen nun glauben, vor einer HIV-Infektion auch ohne Kondom geschützt zu sein”, meint Deborah Jack, CEO des National Aids Trust http://www.nat.org.uk . “Das Kondom bleibt immer noch der beste Schutz vor einer solchen Infektion.”

In Europa hat das Thema Beschneidung in den vergangenen Jahren reges Interesse ausgelöst. So haben sich Organisationen wie etwa EuroCirc http://www.eurocirc.org dem Thema verschrieben. “Die Beschreibung aller Vorteile einer Beschneidung würden ein Buch füllen”, meint Maurice Holzapfel von der Aufklärungskampagne EuroCirc im Interview. Der deutlichste Vorteil eines beschnittenen Penis sei die bessere und einfachere Hygiene. Unter der Vorhaut sammeln sich auch bei regelmäßigem Waschen Rückstände. Das sei bei einem beschnittenen Penis nicht der Fall. “Der häufigste medizinische Grund einer Beschneidung ist die Vorhautverengung, auch Phimose genannt”, so Holzapfel. Bei einer Phimose sei das Zurückziehen der Vorhaut schwierig oder sogar ganz unmöglich. “Eine Beschneidung kann grundsätzlich in jedem Lebensalter durchgeführt werden”, schreibt EuroCirc auf der Homepage. Es sei jedoch vorteilhaft diese schon früh vorzunehmen, da die Heilung schneller verläuft. Wolfgang Weitlaner

Kommentar von Robert Zach:

Der Irrsinn der Menschheit kennt keine Grenzen! Da entwickelt die göttliche Kompetenz das Wunderwerk unseres Körpers und dann kommen superschlaue Menschen auf die Idee da müsse man etwas wegschneiden, das ist Wahnsinn. Pure Blasphemie, da pfuschen Erdlinge dem Konstrukteur ins Handwerk, die selber keinen blaßen Schimmer haben wie das Wunderwerk ‘Körper’ überhaupt funktioniert, weil keiner den Bauplan dazu hat. Wenn unser Auto defekt ist bringen wir es am liebsten in die Werkstatt die den Wagen auch konstruiert hat, denn die haben den Plan. Wenn der Körper nicht funktioniert bringen wir ihn zum Onkel Doktor, ich frage mich, hat der den Plan? Selbsternannte Gottesversteher, scheinen der Meinung zu sein, Gott sei ein ‘Stümper’ der nicht wisse was er da tut, denn anders lässt sich das nicht erklären. Glauben Sie mir, Gott weiß was er tut und er hat einen perfekten Körper konstruiert, da muß man nichts wegschneiden um ihn ‘BESSER’ zu machen. Die egoistische menschliche Besserwisserei ist ein höllisches Konzept und das ist es was diese Ignoranten auch ernten werden, die Hölle auf Erden.

Durchbruch von Medizinischem Honig in der Wundversorgung

Medihoney ab 2008 auf Rezept und Versorgungsschein

Zwölfaxing - Bereits seit einem Jahr ist Medihoney in Österreichs Apotheken. Nun wurden die Produkte zum Januar 2008 in den Leistungskatalog des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger aufgenommen und werden ab diesem Datum dort auch erstattungsfähig sein. Damit hat sich eines der ältesten bekannten Antiseptika in der medizinischen Praxis durchgesetzt.

Sehr auffällig sind die rasche und effiziente Wundreinigung und Geruchstilgung, welche mit diesen Honigprodukten erzielt werden. Beläge, Nekrosen und Bakterien werden in die abdeckende Wundauflage gespült und können mit dieser schmerzlos entfernt werden, da mit richtiger Anwendung des medizinischen Honigs die Wundauflage nicht mit der Wunde verklebt. Dies wird durch die Bildung eines feuchten Milieus auf der Wundoberfläche gewährleistet, wodurch zusätzlich die Wundheilung unterstützt und beschleunigt wird. Auch das kosmetische Resultat wird positiv gelobt, wobei auch der geschmeidigende Effekt des Honigs auf die Haut eine Rolle spielen könnte.

Weiterhin wirkt medizinischer Honig entzündungshemmend und säuert das Wundgewebe an (Honig ist von Natur aus sauer), wodurch gewebsabbauende Enzyme (Proteasen) in ihrer Wirkung gehemmt werden können. Die hohe Zuckerkonzentration im medizinischen Honig bindet Feuchtigkeit, die Bakterien für ihr Wachstum benötigen. Weiterhin wird durch enthaltene Bienenenzyme und sekundäre Pflanzenbestandteile direkt auf die Bakterien eingewirkt. Diese Bestandteile variieren stark zwischen den verschiedenen Honigarten, so dass keineswegs jeder Honig beide dieser Eigenschaften im optimalen Umfang besitzt, weshalb oft Honigmischungen verwendet werden.

In Deutschland und Österreich haben sich besonders die Medihoney™-Produkte durchgesetzt, welche seit über einem Jahr über die Apotheke zu beziehen sind. Diese Produkte sind durch zahlreiche Berichte der Medien recht gut bekannt und wurden in diesen beiden Ländern bereits sehr erfolgreich in Kliniken und durch niedergelassene Ärzte eingesetzt.

Es ist wichtig anzumerken, dass unter keinen Umständen auf irgendeinen Supermarkt-Honig (Lebensmittel) oder auf ein anderes Produkt ohne CE-Zeichen (Nahrungsergänzungsmittel, z. B. aus dem Internet) für die medizinische Anwendung zurückgegriffen werden sollte. Beide dieser Produktgruppen sind gesetzlich für diese Zwecke aus gutem Grund nicht zugelassen.

Die Geschichte des Honigs in der Wundversorgung
Das älteste schriftliche Rezept für die medizinische Verwendung von Honig ist auf einer samarischen Tontafel (ca. 2000 v. Chr.) vermerkt, wobei es sich wahrscheinlich um ein Rezept zur Behandlung einer Infektion oder Wunde handelt. Weitere schriftliche Belege aus unterschiedlichen Regionen der Welt, z.B. der alten Kulturvölker wie den Griechen und Ägyptern, belegen, dass Honig als kostbar galt und für diverse medizinische Zwecke verwendet wurde. In den Vorkriegsjahren hat man sich auch in Deutschland mit der medizinischen Anwendung von Honig beschäftigt, wie mehrere deutsche Publikationen belegen. 1935 produzierte Carl Klinken die Honigwundauflage Desitin in seinem Werk in Hamburg, was allerdings nach dem Krieg nicht mehr aufgenommen wurde.

Heute gibt es viele Untersuchungen und Publikationen zur Wundversorgung mit Honig und es gibt bereits einige honighaltige Medizinprodukte auf dem Markt. So genannte “medizinische Honige” bestehen entweder aus einem bestimmten oder einer Mischung unterschiedlicher Honige mit oder ohne weiteren Bestandteilen. Die Vorteile dieser Produkte ist, dass sie mehrere Funktionen in der Wundpflege haben und mit fast jeder Wundauflage zur Abdeckung kombiniert werden können. (Ende)

Übrigens: ZARO-eBoard eignet sioch bestens um medizinischen Honig zu vitalisieren!