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Archive für 11.2.2008

Schimmelpilz ruft allergische Reaktionen hervor

“Aspergillus versicolor” auch auf Lebensmitteln und im Hausstaub
Leipzig - Erstmals gelang es Forschern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Instituts für Umweltmedizin in Erfurt, die allergene Wirkung des Schimmelpilzes Aspergillus versicolor nachzuweisen. In Deutschland leiden bereits fünf Prozent der Bevölkerung an allergischen Reaktionen, die speziell durch Schimmelpilze hervorgerufen werden.

Die Schimmelpilzgattung Aspergillus versicolor ist ein weit verbreiteter Schimmelpilz. Dieser kommt bis zu 80 Prozent in feuchten Zimmerecken sowie auf Lebensmitteln und im Hausstaub vor. Der Grund für die Schimmelpilz-Allergie liegt im Eiweiß des Pilzes, das unter anderem Atemnot oder Dauerschnupfen hervorruft. In einem aufwändigen Verfahren gelang es dem Forscherteam rund um Martin von Bergen, Departmentleiter der Proteomik am UFZ, die sieben wichtigsten Allergene aus den Sporen des Schimmelpilzes zu identifizieren.

Zur Zeit sind die Forscher aber an der Entwicklung einer neuen Untersuchungsmethode beschäftigt, die nicht so aufwändig ist wie jene Methode, die bei der Gewinnung der Allergene des Aspergillus versicolor angewandt wurde. “Ich glaube, noch 2008 werden wir einen Test vorlegen, der in jedem medizinischen Labor problemlos durchführbar ist”, so von Bergen. Dieses Testergebnis dient als Basis für die Bestimmung der Identität der allergieauslösenden Pilzart und der einzelnen Eiweiße.

Der nächste Schritt des Forscherteams wird die Entwicklung einer spezifischen Immuntherapie gegen spezifische Schimmelpilze sein, so von Bergen. Mit einer solchen De- oder Hyposensibilisierung, bei der Patienten bestimmte Mengen des Allergens verabreicht werden, kann es gelingen, dass Allergien dauerhaft verschwinden. Laut von Bergen dürfen die Betroffenen erst in einigen Jahren mit einem Mittel zur Desensibilisierung bei Schimmelpilzallergien rechnen. Denn bevor ein maßgeschneidertes Medikament zugelassen werden kann, muss es zahlreiche Prüfungen

Hypertonie und Medikamente beeinflussen Sexualität

Einhaltung der Therapievorschriften wichtig

Wien - Sexualstörungen im fortgeschrittenen Lebensalter können eine Reihe von Ursachen im emotionalen, mentalen oder organischen Bereich haben. Nicht selten liegen die Gründe dafür aber auch in Bluthochdruck, Diabetes Mellitus, Rauchen oder Übergewicht. Darüber hinaus spielt auch der Einfluss von Medikamenten eine weitaus größere Rolle, als bisher vermutet. Zu diesen Ergebnissen kam heute, Dienstag, eine Expertenrunde in Wien.
„Die Hypertonie ist ein Risikofaktor. Nur 60 Prozent der Patienten wissen, dass sie Bluthochdruck haben, aber nur 40 Prozent werden dagegen behandelt”, so Jeanette Strametz-Juranek, Kardiologin am AKH Wien. Entscheidend für die Lebensqualität von Frauen und Männern sei die Wahl des Antihypertensivums, das einen entscheidenden Einfluss auf die sexuelle Funktion und somit auf den Einhaltung der Therapievorschriften wichtig

Wien - Sexualstörungen im fortgeschrittenen Lebensalter können eine Reihe von Ursachen im emotionalen, mentalen oder organischen Bereich haben. Nicht selten liegen die Gründe dafür aber auch in Bluthochdruck, Diabetes Mellitus, Rauchen oder Übergewicht. Darüber hinaus spielt auch der Einfluss von Medikamenten eine weitaus größere Rolle, als bisher vermutet. Zu diesen Ergebnissen kam heute, Dienstag, eine Expertenrunde in Wien.
„Die Hypertonie ist ein Risikofaktor. Nur 60 Prozent der Patienten wissen, dass sie Bluthochdruck haben, aber nur 40 Prozent werden dagegen behandelt”, so Jeanette Strametz-Juranek, Kardiologin am AKH Wien. Entscheidend für die Lebensqualität von Frauen und Männern sei die Wahl des Antihypertensivums, das einen entscheidenden Einfluss auf die sexuelle Funktion und somit auf den Therapieerfolg habe. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Männer, die antihypertensiv behandelt werden, häufiger an Potenzstörungen leiden. Strametz-Juranek zufolge ist einer erektilen Dysfunktion die endotheliale Dysfunktion gemeinsam. Aber nicht nur Männer sondern auch Frauen sind von einer derartigen erektilen Dysfunktion betroffen. Die Anzahl der Neuerkrankungen an erektiler Dysfunktion nimmt mit dem Alter zu, tritt aber auch schon bei jüngeren Männern auf. Viele Patienten, die eine erektile Dysfunktion haben, leiden an Depressionen.

“Werden Patienten, die an Potenzstörungen leiden und in die Ordination kommen, nach diversen anderen Erkrankungen befragt, geben über ein Viertel der Männer Bluthochdruck an, knapp gefolgt von Diabetes mellitus und erhöhten Blutfetten”, so Georg Schatzl, Facharzt für Urologie. 70 Prozent der erektilen Dysfunktion sind organisch bedingt, 20 Prozent psychogen und 10 Prozent eine Kombination aus beidem. Für ÖGAM-Präsident Erwin Rebhandl ist für die Behandlung von Hypertonie eine Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung, Nikotinkarenz sowie Alkoholreduktion notwendig. “Normalisieren sich die Messwerte bei der Selbstmessung unter der verordneten Medikation, soll der Patient die Therapie aber trotzdem fortsetzen und nicht eigenständig absetzen. Treten unerwünschte Nebenwirkungen auf, ist es wichtig, dass der Patient diese dem Arzt meldet und nicht einfach das Medikament absetzt und somit die Therapie unterbricht”, meint Rebhandl. Sollte sich aber nach eingehender Untersuchung der Verdacht auf eine sekundäre Hypertonie bestätigen, so ist der Patient an einen Spezialisten weiterzuleiten.

Wesentlich im Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und dem Einsatz von Medikamenten sieht Beate Hartinger, stellvertretende Generaldirektorin des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, die Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Das Funktionieren der Compliance zeichne sich durch das Selbstmanagement des Patienten an der Planung und Realisierung der Behandlungsmaßnahmen aus und ist für einen erfolgreichen Therapieverlauf sehr wichtig. “Eine Studie der Harvard University hat ergeben, dass Patienten, die ein Jahr lang Tabletten einnehmen mussten, nach sechs Monaten ihre Einnahme unterbrachen. Nur mehr 33 Prozent der Patienten führten nach wie vor die Medikamententherapie weiter. Leider sind viele Patienten nicht compliant, ein Problem das weitreichende Konsequenzen hat. Dem Gesundheitssystem entstehen durch Non-Compliance enorme Kosten”, so Hartinger. Wesentlich ist für Hartinger auch, dass sich die Ärzte und Apotheker in den kommenden Jahren aktiv mit dem Thema Compliance beschäftigen. (Ende)
Therapieerfolg habe. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Männer, die antihypertensiv behandelt werden, häufiger an Potenzstörungen leiden. Strametz-Juranek zufolge ist einer erektilen Dysfunktion die endotheliale Dysfunktion gemeinsam. Aber nicht nur Männer sondern auch Frauen sind von einer derartigen erektilen Dysfunktion betroffen. Die Anzahl der Neuerkrankungen an erektiler Dysfunktion nimmt mit dem Alter zu, tritt aber auch schon bei jüngeren Männern auf. Viele Patienten, die eine erektile Dysfunktion haben, leiden an Depressionen.

“Werden Patienten, die an Potenzstörungen leiden und in die Ordination kommen, nach diversen anderen Erkrankungen befragt, geben über ein Viertel der Männer Bluthochdruck an, knapp gefolgt von Diabetes mellitus und erhöhten Blutfetten”, so Georg Schatzl, Facharzt für Urologie. 70 Prozent der erektilen Dysfunktion sind organisch bedingt, 20 Prozent psychogen und 10 Prozent eine Kombination aus beidem. Für ÖGAM-Präsident Erwin Rebhandl ist für die Behandlung von Hypertonie eine Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung, Nikotinkarenz sowie Alkoholreduktion notwendig. “Normalisieren sich die Messwerte bei der Selbstmessung unter der verordneten Medikation, soll der Patient die Therapie aber trotzdem fortsetzen und nicht eigenständig absetzen. Treten unerwünschte Nebenwirkungen auf, ist es wichtig, dass der Patient diese dem Arzt meldet und nicht einfach das Medikament absetzt und somit die Therapie unterbricht”, meint Rebhandl. Sollte sich aber nach eingehender Untersuchung der Verdacht auf eine sekundäre Hypertonie bestätigen, so ist der Patient an einen Spezialisten weiterzuleiten.

Wesentlich im Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und dem Einsatz von Medikamenten sieht Beate Hartinger, stellvertretende Generaldirektorin des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, die Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Das Funktionieren der Compliance zeichne sich durch das Selbstmanagement des Patienten an der Planung und Realisierung der Behandlungsmaßnahmen aus und ist für einen erfolgreichen Therapieverlauf sehr wichtig. “Eine Studie der Harvard University hat ergeben, dass Patienten, die ein Jahr lang Tabletten einnehmen mussten, nach sechs Monaten ihre Einnahme unterbrachen. Nur mehr 33 Prozent der Patienten führten nach wie vor die Medikamententherapie weiter. Leider sind viele Patienten nicht compliant, ein Problem das weitreichende Konsequenzen hat. Dem Gesundheitssystem entstehen durch Non-Compliance enorme Kosten”, so Hartinger. Wesentlich ist für Hartinger auch, dass sich die Ärzte und Apotheker in den kommenden Jahren aktiv mit dem Thema Compliance beschäftigen. (Ende)

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