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Archive für Februar 2008
Dürre in den USA von Menschen verursacht
12.2.2008 von zaro.
Afrika und Südasien werden 2030 unter Ernteausfällen leiden
Washington - Die Wasserrationierungen in den westlichen US-Bundesstaaten sind auf die globale Erwärmung zurückzuführen und nicht auf natürliche Klimavariationen, kommen Hydrologen zum Schluss. Der Streit um Wasservorräte wird in der Region weiter zu nehmen, wenn nicht sofort auf die Situation eingegangen wird, prognostiziert das Wissenschaftsmagazin New Scientist.
Die Erwärmung hat dazu geführt, dass in den Rocky Mountains mehr Regen statt Schnee fällt. Die meisten der Flüsse werden aber durch die Schneeschmelze gespeist. Ein Beispiel für die katastrophale Lage ist der 640 Quadratkilometer große Lake Mead - ein Wasserreservoir des aufgestauten Colorado-River an der Grenze von Arizona zu Nevada. Der Fluss weist den niedrigsten Wasserstand seit 40 Jahren auf. Der Lake Mead ist aber nur eines von mehreren Wasserreservoirs, die rund 30 Mio. Menschen mit Trinkwasser versorgen.
“Das was hier im Westen der USA passiert, kann man allerdings nicht mit natürlichen Schwankungen erklären”, meint Studienautor Tim Barnett vom Scripps Institution of Oceanography in La Jolla http://www.sio.ucsd.edu. In den Studien haben die Forscher die Auswirkungen der Klimaveränderung mit einer 60-prozentigen Relevanz beurteilt. Lediglich 40 Prozent können demnach natürlichen Schwankungen zugerechnet werden. Zwei Klimamodelle wären zu diesen Ergebnissen gekommen.
Die Zukunftsaussichten zeichnen die Forscher um Barnett trist: Hoffnungen, dass die Dürre nur temporär sei, werden von den Analysen definitiv zerstreut. Auch der Wasser-Experte Peter Gleick vom Pacific Institute http://www.pacinst.org in Oakland, Kalifornien, geht davon aus, dass der Wasserverbrauch im Golden State bis 2030 um ein Fünftel gesenkt werden könne. Dazu müssten allerdings auch die Politiker und die Gesetzgeber reagieren.
Klimaforscher der Stanford University http://www.stanford.edu haben in einer Klimaanalyse für das südliche Afrika und Südasien ein erschreckendes Zukunftsbild gezeichnet: In 20 Jahren könnte es aufgrund der Klimaerwärmung zu Nahrungsmittelengpässen kommen. “Am schlimmsten wird es jene Milliarde Menschen treffen, die ohnehin arm ist und von der Landwirtschaft lebt”, so Studienautor David Lobell. Zwei der Klima-”Hotspots” werden das südliche Afrika sowie Südasien sein. Hier wird die Temperatur zu- und der Niederschlag abnehmen.
In Afrika ist Mais die Hauptanbaupflanze. Diese wird unter den steigenden Temperaturen und den niedrigeren Niederschlägen leiden. Lobell geht davon aus, dass die Mais-Ernten um bis zu 30 Prozent niedriger ausfallen könnten. Auch bei Weizen wird es einen Rückgang um 15 Prozent geben. Die anderen Nahrungspflanzen wie etwa Reis, Sorghum und Kassava hingegegen, könnten davon profitieren. Anders gestalte sich die Lage in Südasien: Hier sagen die Wissenschaftler Ernterückgänge um fünf bis zehn Prozent für alle Nahrungspflanzen vorher, lediglich bei Soja könnte der Ertrag leicht zunehmen. Die Forscher wollen daher “fundamentale Veränderungen der landwirtschaftlichen Systeme vornehmen.”
Kritiker wie etwa Ute Sprenger, Beraterin für politische Ökologie und internationale Entwicklung http://www.gen-ethisches-netzwerk.de, warnen vor den Folgen eines Abhängigmachens der Bevölkerung von der internationalen Agrobiotech-Industrie. “Ein Negativbeispiel etwa ist die Rockefeller-Stiftung, die schon seit den 1940er Jahren Programme zur Produktionssteigerung durch Hochleistungssorten, Handelsdünger und Pestizide und kontrollierte Bewässerung von Weizen und Mais in Mexiko angeschoben hatte und 20 Jahre später bei der Gründung der Internationalen Agrarforschungszentren federführend beteiligt war”, so Sprenger gegenüber uns. Es gehe nämlich prinzipiell darum, das Saatgut in den betroffenen Ländern geschickt an den Mann zu bringen. Ein gutes Beispiel dafür sei die “Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika” (AGRA) - Ende
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Schimmelpilz ruft allergische Reaktionen hervor
11.2.2008 von zaro.
“Aspergillus versicolor” auch auf Lebensmitteln und im Hausstaub
Leipzig - Erstmals gelang es Forschern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Instituts für Umweltmedizin in Erfurt, die allergene Wirkung des Schimmelpilzes Aspergillus versicolor nachzuweisen. In Deutschland leiden bereits fünf Prozent der Bevölkerung an allergischen Reaktionen, die speziell durch Schimmelpilze hervorgerufen werden.
Die Schimmelpilzgattung Aspergillus versicolor ist ein weit verbreiteter Schimmelpilz. Dieser kommt bis zu 80 Prozent in feuchten Zimmerecken sowie auf Lebensmitteln und im Hausstaub vor. Der Grund für die Schimmelpilz-Allergie liegt im Eiweiß des Pilzes, das unter anderem Atemnot oder Dauerschnupfen hervorruft. In einem aufwändigen Verfahren gelang es dem Forscherteam rund um Martin von Bergen, Departmentleiter der Proteomik am UFZ, die sieben wichtigsten Allergene aus den Sporen des Schimmelpilzes zu identifizieren.
Zur Zeit sind die Forscher aber an der Entwicklung einer neuen Untersuchungsmethode beschäftigt, die nicht so aufwändig ist wie jene Methode, die bei der Gewinnung der Allergene des Aspergillus versicolor angewandt wurde. “Ich glaube, noch 2008 werden wir einen Test vorlegen, der in jedem medizinischen Labor problemlos durchführbar ist”, so von Bergen. Dieses Testergebnis dient als Basis für die Bestimmung der Identität der allergieauslösenden Pilzart und der einzelnen Eiweiße.
Der nächste Schritt des Forscherteams wird die Entwicklung einer spezifischen Immuntherapie gegen spezifische Schimmelpilze sein, so von Bergen. Mit einer solchen De- oder Hyposensibilisierung, bei der Patienten bestimmte Mengen des Allergens verabreicht werden, kann es gelingen, dass Allergien dauerhaft verschwinden. Laut von Bergen dürfen die Betroffenen erst in einigen Jahren mit einem Mittel zur Desensibilisierung bei Schimmelpilzallergien rechnen. Denn bevor ein maßgeschneidertes Medikament zugelassen werden kann, muss es zahlreiche Prüfungen
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Hypertonie und Medikamente beeinflussen Sexualität
11.2.2008 von zaro.
Einhaltung der Therapievorschriften wichtig
Wien - Sexualstörungen im fortgeschrittenen Lebensalter können eine Reihe von Ursachen im emotionalen, mentalen oder organischen Bereich haben. Nicht selten liegen die Gründe dafür aber auch in Bluthochdruck, Diabetes Mellitus, Rauchen oder Übergewicht. Darüber hinaus spielt auch der Einfluss von Medikamenten eine weitaus größere Rolle, als bisher vermutet. Zu diesen Ergebnissen kam heute, Dienstag, eine Expertenrunde in Wien.
„Die Hypertonie ist ein Risikofaktor. Nur 60 Prozent der Patienten wissen, dass sie Bluthochdruck haben, aber nur 40 Prozent werden dagegen behandelt”, so Jeanette Strametz-Juranek, Kardiologin am AKH Wien. Entscheidend für die Lebensqualität von Frauen und Männern sei die Wahl des Antihypertensivums, das einen entscheidenden Einfluss auf die sexuelle Funktion und somit auf den Einhaltung der Therapievorschriften wichtig
Wien - Sexualstörungen im fortgeschrittenen Lebensalter können eine Reihe von Ursachen im emotionalen, mentalen oder organischen Bereich haben. Nicht selten liegen die Gründe dafür aber auch in Bluthochdruck, Diabetes Mellitus, Rauchen oder Übergewicht. Darüber hinaus spielt auch der Einfluss von Medikamenten eine weitaus größere Rolle, als bisher vermutet. Zu diesen Ergebnissen kam heute, Dienstag, eine Expertenrunde in Wien.
„Die Hypertonie ist ein Risikofaktor. Nur 60 Prozent der Patienten wissen, dass sie Bluthochdruck haben, aber nur 40 Prozent werden dagegen behandelt”, so Jeanette Strametz-Juranek, Kardiologin am AKH Wien. Entscheidend für die Lebensqualität von Frauen und Männern sei die Wahl des Antihypertensivums, das einen entscheidenden Einfluss auf die sexuelle Funktion und somit auf den Therapieerfolg habe. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Männer, die antihypertensiv behandelt werden, häufiger an Potenzstörungen leiden. Strametz-Juranek zufolge ist einer erektilen Dysfunktion die endotheliale Dysfunktion gemeinsam. Aber nicht nur Männer sondern auch Frauen sind von einer derartigen erektilen Dysfunktion betroffen. Die Anzahl der Neuerkrankungen an erektiler Dysfunktion nimmt mit dem Alter zu, tritt aber auch schon bei jüngeren Männern auf. Viele Patienten, die eine erektile Dysfunktion haben, leiden an Depressionen.
“Werden Patienten, die an Potenzstörungen leiden und in die Ordination kommen, nach diversen anderen Erkrankungen befragt, geben über ein Viertel der Männer Bluthochdruck an, knapp gefolgt von Diabetes mellitus und erhöhten Blutfetten”, so Georg Schatzl, Facharzt für Urologie. 70 Prozent der erektilen Dysfunktion sind organisch bedingt, 20 Prozent psychogen und 10 Prozent eine Kombination aus beidem. Für ÖGAM-Präsident Erwin Rebhandl ist für die Behandlung von Hypertonie eine Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung, Nikotinkarenz sowie Alkoholreduktion notwendig. “Normalisieren sich die Messwerte bei der Selbstmessung unter der verordneten Medikation, soll der Patient die Therapie aber trotzdem fortsetzen und nicht eigenständig absetzen. Treten unerwünschte Nebenwirkungen auf, ist es wichtig, dass der Patient diese dem Arzt meldet und nicht einfach das Medikament absetzt und somit die Therapie unterbricht”, meint Rebhandl. Sollte sich aber nach eingehender Untersuchung der Verdacht auf eine sekundäre Hypertonie bestätigen, so ist der Patient an einen Spezialisten weiterzuleiten.
Wesentlich im Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und dem Einsatz von Medikamenten sieht Beate Hartinger, stellvertretende Generaldirektorin des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, die Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Das Funktionieren der Compliance zeichne sich durch das Selbstmanagement des Patienten an der Planung und Realisierung der Behandlungsmaßnahmen aus und ist für einen erfolgreichen Therapieverlauf sehr wichtig. “Eine Studie der Harvard University hat ergeben, dass Patienten, die ein Jahr lang Tabletten einnehmen mussten, nach sechs Monaten ihre Einnahme unterbrachen. Nur mehr 33 Prozent der Patienten führten nach wie vor die Medikamententherapie weiter. Leider sind viele Patienten nicht compliant, ein Problem das weitreichende Konsequenzen hat. Dem Gesundheitssystem entstehen durch Non-Compliance enorme Kosten”, so Hartinger. Wesentlich ist für Hartinger auch, dass sich die Ärzte und Apotheker in den kommenden Jahren aktiv mit dem Thema Compliance beschäftigen. (Ende)
Therapieerfolg habe. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Männer, die antihypertensiv behandelt werden, häufiger an Potenzstörungen leiden. Strametz-Juranek zufolge ist einer erektilen Dysfunktion die endotheliale Dysfunktion gemeinsam. Aber nicht nur Männer sondern auch Frauen sind von einer derartigen erektilen Dysfunktion betroffen. Die Anzahl der Neuerkrankungen an erektiler Dysfunktion nimmt mit dem Alter zu, tritt aber auch schon bei jüngeren Männern auf. Viele Patienten, die eine erektile Dysfunktion haben, leiden an Depressionen.
“Werden Patienten, die an Potenzstörungen leiden und in die Ordination kommen, nach diversen anderen Erkrankungen befragt, geben über ein Viertel der Männer Bluthochdruck an, knapp gefolgt von Diabetes mellitus und erhöhten Blutfetten”, so Georg Schatzl, Facharzt für Urologie. 70 Prozent der erektilen Dysfunktion sind organisch bedingt, 20 Prozent psychogen und 10 Prozent eine Kombination aus beidem. Für ÖGAM-Präsident Erwin Rebhandl ist für die Behandlung von Hypertonie eine Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung, Nikotinkarenz sowie Alkoholreduktion notwendig. “Normalisieren sich die Messwerte bei der Selbstmessung unter der verordneten Medikation, soll der Patient die Therapie aber trotzdem fortsetzen und nicht eigenständig absetzen. Treten unerwünschte Nebenwirkungen auf, ist es wichtig, dass der Patient diese dem Arzt meldet und nicht einfach das Medikament absetzt und somit die Therapie unterbricht”, meint Rebhandl. Sollte sich aber nach eingehender Untersuchung der Verdacht auf eine sekundäre Hypertonie bestätigen, so ist der Patient an einen Spezialisten weiterzuleiten.
Wesentlich im Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und dem Einsatz von Medikamenten sieht Beate Hartinger, stellvertretende Generaldirektorin des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, die Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Das Funktionieren der Compliance zeichne sich durch das Selbstmanagement des Patienten an der Planung und Realisierung der Behandlungsmaßnahmen aus und ist für einen erfolgreichen Therapieverlauf sehr wichtig. “Eine Studie der Harvard University hat ergeben, dass Patienten, die ein Jahr lang Tabletten einnehmen mussten, nach sechs Monaten ihre Einnahme unterbrachen. Nur mehr 33 Prozent der Patienten führten nach wie vor die Medikamententherapie weiter. Leider sind viele Patienten nicht compliant, ein Problem das weitreichende Konsequenzen hat. Dem Gesundheitssystem entstehen durch Non-Compliance enorme Kosten”, so Hartinger. Wesentlich ist für Hartinger auch, dass sich die Ärzte und Apotheker in den kommenden Jahren aktiv mit dem Thema Compliance beschäftigen. (Ende)
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Fleischfressende Pflanzen als Quelle neuer Wirkstoffe
8.2.2008 von zaro.
Antibakterielle Substanzen könnten in der Medizin Verwendung finden
Washington DC/Freiburg - Ein japanisches Forscherteam hat in fleischfressenden Pflanzen Enzyme gefunden, die möglicherweise zur Herstellung neuer antibakterieller Arzneimittel verwendet werden können. Die Substanzen finden sich in der Verdauungsflüssigkeit von so genannten Kannenpflanzen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner Online-Ausgabe.
„Die meisten der etwa 600 fleischfressenden Pflanzenarten sind wissenschaftlich kaum erforscht”, meint der Biologe Martin Schäfer von der Universität Freiburg http://www.uni-freiburg.de gegenüber pressetext. Die Tricks, wie diese Pflanzen ihre Nahrung fangen, sind äußerst vielfältig: Manche, wie etwa der Sonnentau, der auch in den gemäßigten Zonen lebt, hat Blätter, an denen die Beute-Insekten kleben bleiben. Andere, wie etwa die Kannenpflanze Nepenthes alata, nutzen bunte Farben und verführerische Düfte um Insekten anzulocken. Landen die Insekten schließlich in den Kannen, sorgen glatte Wände dafür, dass sie nicht mehr wegfliegen können.
“Am unteren Rand der Kanne befinden sich Verdauungssäfte, die ähnlich der menschlichen Magensäure die Futtertiere zersetzen”, erklärt Schäfer, der die Farbsignale der artverwandten Nepenthes ventricosa untersucht hat. Im Verdauungssaft der Pflanze haben nun Forscher um Naoya Hatano vom Harima Institut in Riken http://www.harima.riken.jp und Tatsuro Hamada von der Ishikawa Prefectural University http://www.pref.ishikawa.jp sieben Enzyme identifiziert, die bisher unbekannt waren. Genauere Untersuchungen haben deutlich gemacht, dass nur ein Teil von ihnen zur Verdauung der Insekten dient. Dies haben Vergleiche mit Enzymen mit ähnlichen Strukturen gezeigt. Die anderen Enzyme dienen offensichtlich der Konservierung der Beute. Ähnliche Strukturen fanden die Wissenschaftler nämlich in Enzymen, die Pilzbefall und Infektionen in Pflanzen verhindern.
Das Konzept der Konservierung mache zunächst keinen offensichtlichen Sinn. Bedenkt man allerdings, dass die Pflanzen ihre Beute extrem langsam verdauen, konkurrieren die Bakterien, die auf der Beute entstehen, mit jenen in der Pflanze und entziehen ihr wertvolle Nährstoffe, erklärt Hamada. Wird die Beute mit antibakteriellen Enzymen konserviert, bleiben mehr Nährstoffe für spätere Zeiten übrig. Genau diese Enzyme sind für die Entwicklung neuer Medikamente sehr interessant, schlussfolgert der Forscher.
Dass fleischfressende Pflanzen für die Forschung wertvolle Substanzen liefern können, steht auch für Schäfer außer Frage. “Es gibt allerdings zwei große Probleme, die man bewältigen muss. Das eine ist die Frage, ob man den gewünschten Stoff problemlos isolieren kann, das zweite ist die Frage nach der Stabilität der Substanz”, so der Biologe. Es sei sinnlos, wenn eine solche Substanz zum Beispiel nur in extrem saurer Umgebung bestehen könne. Essenziell sei es, dass die Substanzen nicht zu labil sind, erklärt der Forscher.
Schäfer hat erst kürzlich im Wissenschaftsmagazin “Biology letters” über die Kannenpflanze und ihren Tricks bei der Nahrungsaufnahme von Insekten berichtet. In rot gefärbten Kannenpflanzen verirrten sich nach seinen Studien deutlich mehr Insekten als in grünen. “Wir interessieren uns für die Evolution und Co-Evolution der Insekten und Pflanzen im Bezug auf die Farben.”
Fleischfressende Pflanzen leben in extrem nährstoffarmen Böden. Sie betreiben wie alle Pflanzen Photosynthese, ernähren sich jedoch zusätzlich von Insekten. (Ende)
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Schluss mit den Lügen im Supermarkt!
7.2.2008 von zaro.
Heute möchten wir Ihnen die Arbeit von foodwatch vorstellen, foodwatch informiert Verbraucher über Gift im Essen, über die Drahtzieher von Gammelfleischskandalen und darüber, ob Bio wirklich Bio ist. Mit Recherchen, Kampagnen und vor Gericht kämpft foodwatch für die Rechte der Verbraucher - und vor allem für Transparenz im Markt. Damit alle wissen, was sie essen. foodwatch ist gemeinnützig, unabhängig und finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.
Sicher gilt auch für Sie: Am Supermarkt kommt keiner vorbei, weil wir Lebensmittel einkaufen müssen, und scheinbar ist der Supermarkt ja auch ein Paradies.
Werbelügen statt Vielfalt - Täuschung statt Information
Die Regale quellen über von der Fülle unterschiedlicher Produkte, die Vielfalt ist kaum zu überbieten. Doch hinterlässt diese Auswahl bei Ihnen nicht auch oft ein merkwürdiges Gefühl? Kennen Sie das nicht auch, dass Sie vor dem Regal stehen und verzweifelt versuchen, unter zwei Dutzend Fruchtsäften den “richtigen” auszuwählen? Oder dass Sie sich fragen, warum die eine Butter 1,19 Euro und die andere 1,89 Euro kostet? Sie sind nicht grundlos verunsichert, denn im Supermarkt werden wir systematisch getäuscht und betrogen.
Der Kinder-Milchdrink “Biene Maja” als Zuckerbombe
Oder was halten Sie von einem Trinkjoghurt für Kinder namens “Biene Maja” von Bauer, der angeblich ganz besonders gesund sein soll und in Wirklichkeit auf 100 Milliliter 16,4 Gramm Zucker enthält, was auf den Liter gerechnet 44 Stück Würfelzucker bedeutet! 44 Stück Zucker! Nur noch mal zur Veranschaulichung: Stellen Sie sich vor, Sie würden in einen Messbecher voll Flüssigkeit 44 Stück Zucker fallen lassen, einmal umrühren und dann dieses Getränk in einen Becher gießen und Ihrem Kind zu trinken geben!
Der “Obstsaft” “Fruit2Day” als überteuertes Konzentrat
“100 Prozent der täglichen Portion Obst” stecken laut Schwartau in einem 200-Milliliter-Fläschchen “Fruit2Day”. Der Hersteller verspricht, dass das Produkt echtes Obst ersetzen kann. Es ist jedoch aus Konzentrat gemacht. Und Konzentrat ist nun mal das Ergebnis eines hochgradig industrialisierten Vorgangs, bei dem Aromen, Vitamine und Ballaststoffe zum größten Teil verloren gehen. Diese “nährstoffbereinigte” Flüssigkeit mit Obst gleichzusetzen, kommt einem Angriff auf unsere Gesundheit gleich.
Der “gesunde Durstlöscher ‘Frucht-Tiger’” als Zahnschmelz-Vernichter
Oder der “Frucht-Tiger” von Eckes Granini: Er wirbt damit, ein “gesunder Durstlöscher” zu sein, der mit “7 Vitaminen zur gesunden Entwicklung des Kindes beitragen kann”. Das hört sich ja nach gesundem Obst pur an und lässt Elternherzen höher schlagen. Leider bleibt bei näherem Hinsehen nur die Verpackung übrig. Denn der “Frucht-Tiger” hat eher die Bezeichnung “mit Wasser aufgefülltes Konzentrat” verdient. Abgesehen davon enthält das Getränk die umstrittenen Süßstoffe Aspartam und Acesulfam K sowie Zitronensäure. Das heißt aber nicht, dass der gesunde Saft frisch gepresster Zitronen enthalten ist, sondern dass es sich um einen chemisch hergestellten Zusatzstoff handelt, der das Kürzel E330 trägt. Zitronensäure ist das Gegenteil von “gesund”, weil sie die Zähne stark angreift und die Aufnahme von Schwermetallen erleichtert. Sie wird zugesetzt, um das Getränk haltbarer zu machen und durch ihren säuerlichen Geschmack wenigstens die Illusion von Frische zu erwecken.
Wir Verbraucher werden betrogen - und haben nicht das Recht, uns zu wehren
Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen und zeigt beispielhaft, wie wir bewusst getäuscht und in die Irre geführt werden. Und das lässt sich auch nicht durch das Recht der Wirtschaft auf Werbung entschuldigen. Denn was würde wohl der Käufer eines vermeintlichen Energiespar-Kühlschranks sagen, der sich am Ende als Stromfresser entpuppt? Er würde sich lauthals beschweren und sich betrogen fühlen - zu Recht. Und selbstverständlich würde er das Gerät wieder zurückgeben. Aber so weit würde es natürlich nie kommen, da sich der Kühlschrankkäufer im Unterschied zum Lebensmittelkonsumenten vorher ordentlich über das Produkt informieren kann. Die technischen Basisdaten sind klar und eindeutig und dürfen dem Käufer auch nicht vorenthalten werden.
Die Reaktion der Nahrungsmittelhersteller: Zynismus und Verachtung der Verbraucher!
Weniger informativ als vielmehr entlarvend sind die Reaktionen der Lebensmittelindustrie auf unsere Anfragen: Eckes-Granini beispielsweise geht frech in die Offensive und begegnet unserem Vorwurf der Zahnschmelzschädigung durch die im “Frucht-Tiger” enthaltene Zitronensäure gar mit dem Hinweis: Der “Frucht-Tiger” ist zum “Vieltrinken” geeignet, weil er kalorienreduziert sei. Dass damit dem Zahnschmelz - gerade auch durch die am “Frucht-Tiger” angebrachte “Nuckelvorrichtung” - endgültig der Garaus gemacht wird, scheint Eckes-Granini nicht zu interessieren. Die Schwartau-Sprecher dagegen haben sich erst gar nicht die Mühe gemacht, ihr qualitativ schlechtes Kunstprodukt “Fruit2Day” “gesund zu beten”. Sie ignorieren kurzerhand die Kritik und bitten um Verständnis dafür, dass sie auf eine Standard-E-Mail nicht “eingehen können”, denn die Schwartauer Werke gebe es schließlich seit mehr als 100 Jahren. Hut ab! Auf diese ausgefeilte Argumentation muss man erst mal kommen!
Damit wir uns solche und ähnliche Antworten in Zukunft nicht mehr gefallen lassen müssen, fordern wir das Recht der Verbraucher, bei den Produzenten zu erfragen, welche Inhaltsstoffe wirklich in den Produkten enthalten sind und wie diese hergestellt werden. Dann hat es mit den Lügen schnell ein Ende. Dann steht auf den Produkten endlich drauf, was drin ist und es ist drin, was drauf steht.
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Wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, müssen wir zeigen, dass die Verbraucher hinter uns stehen. Wir von foodwatch wollen, dass eine derartig unverschämte Haltung ein Ende nimmt. Doch nur wenn wir viele sind, können wir große Konzerne in die Knie zwingen, uns Gehör verschaffen und die Politiker unter Druck setzen. Nur wenn wir viele sind, werden wir gehört. Deshalb werden Sie bitte jetzt Förderer/Förderin von foodwatch.
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FriedensFrauen Weltweit setzt sich neue Ziele
7.2.2008 von zaro.
Expertise von Friedensfrauen soll systematisch genutzt werden
Bern - Dieses Wochenende feierte das internationale Team des Vereins FriedensFrauen Weltweit sein 5-jähriges Bestehen in Bern und präsentierte zugleich das Programm für die nächsten fünf Jahre.
Die Kampagne “1.000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005″ nominierte im Jahr 2005 tausend Frauen aus über 150 Ländern gemeinsam für den Friedensnobelpreis. Nachdem die tausend Friedensexpertinnen den Nobelpreis nicht erhalten haben, entschied der Verein, seine Arbeit unter neuem Namen weiterzuführen.
So entstand vor drei Jahren das Projekt FriedensFrauen Weltweit, mit dem Ziel, die Arbeit der tausend Friedensfrauen für eine gerechte Zukunft und Frieden, ihre Netzwerke und ihre Methoden sichtbar zu machen. Seither wurden viele Seminare und Ausstellungen in fast allen Weltregionen durchgeführt, die den Friedensfrauen die Möglichkeit boten, sich zu vernetzen. “Die beeindruckende Arbeit von diesen Friedensfrauen und ihr grosser Erfahrungshintergrund muss dringend genutzt werden, um Konflikte ohne Gewalt zu lösen und Versöhnungsprozesse zu fördern”, sagt Ruth-Gaby Vermot, Präsidentin des Vereins.
Nun will der Verein einen Schritt weitergehen und dieses Expertinnenwissen systematisch zur Verfügung stellen. Im Hinblick auf das von der UNO ausgerufene “Jahr der Versöhnung” 2009 werden sich Frauen, die in verschiedenen Bereichen der Konflikttransformation und Versöhnung arbeiten, in Expertinnengruppen zusammenschliessen. Vor dem Hintergrund, dass die Ursache vieler Konflikte häufig eine Ressourcenfrage ist, und die Menschen von den Auswirkungen des Klimawandels ungleich betroffen sind, wird auch zum Thema Umweltgerechtigkeit eine Expertinnengruppe aufgebaut. Damit will FriedensFrauen Weltweit dazu beitragen, dass die Expertise der Frauen systematisch in Organisationen, Institutionen sowie in allen politischen Entscheidungsprozessen genutzt wird.
Für weitere Informationen:
Ruth-Gaby Vermot, Präsidentin, 079 345 58 18
Maren Haartje, Projektleiterin Schweiz, 079 629 24 18
http://www.1000peacewomen.org (Ende)
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Ferngesteuertes Implantat als Ejakulationsschutz
6.2.2008 von zaro.
Der Wahnsinn der Welt treibt manchmal seltsame Blüten, das ist uns vor zwei Tagen auf den Tisch geflattert und das möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten, ZARO - Robert Zach:
Hightech-Verhütung soll Vasektomie unnötig machen
Adelaide - Eine neue Hightech-Methode zur Verhütung haben australische Forscher entwickelt. Ein künstliches Ventil, das ferngesteuert ist, soll den Samenfluss stoppen und so ungewollte Schwangerschaften verhindern. Um auf diese Weise zu verhüten, ist allerdings ein kleiner Eingriff nötig, um das Ventil in den Samenleiter eingepflanzt werden muss, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.
Orale Kontrazeptiva haben bisher bei Männern keinen durchschlagenden Erfolg feiern können. Neben der Benutzung eines Kondoms steht Männern damit nur noch die Vasektomie als Verhütungsmethode zur Verfügung. Das Problem der Vasektomie ist, dass der Eingriff kaum mehr rückgängig gemacht werden kann. Sollte sich der Mann schließlich doch dazu entscheiden, Nachwuchs haben zu wollen, ist das mit erheblichen Komplikationen verbunden. Garantie für einen Erfolg gibt es dabei allerdings nicht. Nun hat das Team um Said Al-Sarawi von der University of Adelaide http://www.eleceng.adelaide.edu.au ein flexibles künstliches Ventil aus Silikon-Polymer entwickelt, das direkt in den Samenleiter eingepflanzt wird und damit den Samenfluss steuern kann.
Das Ventil verfügt über die zwei Einstellungen “offen” und “geschlossen”, die mit Radiowellen gesteuert werden. Leitfähige “Finger” am Ventil agieren als Antenne und wandeln die Energie der Signale in Schallwellen um. “Da das Ventil flexibel ist, zieht sich das Polymer entweder zusammen oder dehnt sich aus. Diese Bewegung öffnet oder schließt das Ventil”, erklärt der Forscher. “Es ist fast so als würde man mit einer Fernbedienung einen Fernseher ein- oder ausschalten.” Die Fernbedienung werde allerdings wahrscheinlich beim behandelnden Arzt hinterlegt, um Missbräuchen vorzubeugen. Als zusätzliche Sicherheit gegen eine zufällige Aktivierung wird jedes Ventil mit einem kodierten Signal versehen.
Ein weiterer Vorteil des Systems ist der einfache Eingriff, mit dem das Hightech-Gerät eingepflanzt wird. Anderes als bei der Vasektomie kann das Ventil ohne Operation mit einer Nadel in den Samenstrang eingebracht werden. “Das kann auch in einer Klinik durchgeführt werden, dazu muss man nicht ins Krankenhaus gehen”, meint Derek Abbott, der dem Forscherteam ebenfalls angehört. Das Design für das Hightech-Verhütungsventil sei bereits fertig gestellt. Zunächst wird es im Labor mit Wasser unter Druck getestet, danach soll ein Tierversuch mit Schafen und Schweinen folgen.
Das größte Problem des Systems, geben die Forscher zu, ist dass sich das Ventil nach einer gewissen Zeit durch das im Sperma enthaltene Eiweiß verkleben könnte. Das bedeutet dann, dass der betroffene Mann ebenso wie nach einer Vasektomie dauerhaft unfruchtbar bleibt. “Eigentlich ist das Gerät für jene Männer konzipiert, die an eine Vasektomie denken, allerdings noch eine Gnadenfrist ihrer Fruchtbarkeit haben wollen”, meint Abbott. Zudem wäre auch die Frage interessant, wie ein solches Verhütungsmittel die Gender-Diskussion beeinflussen würde. (Ende)
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Globale Korruption vernichtet weltweite Fischbestände
5.2.2008 von zaro.
Umweltorganisationen warnen vor Meeres-Overkill
Gland/Wien - Weltweite Korruption setzt den globalen Fischbeständen immer mehr zu. Zu diesem Schluss kommt die World Conservation Union IUCN http://www.iucn.org in einer aktuellen Studie. Die Korruption erfasse sämtliche Bereiche des Fischfangs, kommt die Organisation zum Schluss. Die eigentliche Katastrophe daran sei jedoch, dass sich die Situation noch verschlimmern werde.
“Korruption frisst sich in die Knochen der Fischereiindustrie”, meint der Experte Andrew Hurd, Deputy Head des IUCN Meeresprogramms. Die international vereinbarten Reglements über Fangquoten würden zumeist nicht eingehalten, da die Mengen der gefangenen Fische weltweit immer weiter abnehmen. Zudem frequentieren immer mehr “Piratenschiffe”, die unter falschen Flaggen fahren, die Weltmeere. Ein weiteres großes Problem ist das falsche Ettikettieren von Fischen als “nachhaltig”. Unter Druck geraten auch die Fischereiinspektoren, die dem Experten zufolge zunehmend bedroht oder geschmiert werden. Auch die Shrimp-Farmen in den tropischen Regionen stehen auf der Liste der IUCN: Hier würden vielfach Kinder als billige Arbeitskräfte eingesetzt.
Das Gesamturteil der IUCN ist dramatisch: Etwa ein Fünftel der gesamten Fische aus den Meeren sind illegal gefangen. Auch für die Experten sind diese Ergebnisse schockierend, denn Fangquoten werden nach Beständen errechnet. Viele Forscher haben den Druck auf die Fische unterschätzt und die Quoten zu hoch angesetzt. Nicht einmal das werde von den Behörden überwacht, kritisiert die Organisation. “Fischerei-Manager sollten zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie wissenschaftliche Gutachten ignorieren”, so Hurd.
Für Meeresbiologin Antje Helms von Greenpeace sind solche Meldungen nur eine weitere Bestätigung der sich anbahnenden Katastrophe. “Im Grunde genommen ist das nichts Neues, allerdings hat sich die Lage in den vergangenen Jahren immer weiter zugespitzt”, so Helms gegenüber pressetext. Vor neun Jahren habe die Umweltorganisation Greenpeace vor dem drohenden Zusammenbruch der Fischbestände gewarnt. Aktuelle Studien zeigen, dass 90 Prozent des Bestandes an Raubfischen wie etwa Tun, Schwertfische und Haie bereits aus den Meeren verschwunden sind. 76 Prozent der weltweiten Fischbestände sind überfischt, 366 von 1.519 Fischereien weltweit zusammengebrochen. 2005 wurden 158 Mio. Tonnen Fisch aus den Weltmeeren geholt. Das sind sieben Mal so viele wie noch 1950.
Nur ein Beispiel war die Meldung über den taiwanesischen Tunfisch-Trawler “Sheng Yi Hsing No.16″, der am 15. August 2007 in den Hoheitsgewässern der mikronesischen Inselgruppe Palau aufgehalten wurde. An Bord des Schiffes konnten die Behörden des Palau Bureau of Marine Resources 650 Haifischflossen, zehn Haiköpfe und rund 94 Haifischkörper und sowie Marline, Mahi-Mahis, Wahoos und Barrakudas sicherstellen. Keiner der Fische war in den offiziellen Logbüchern des Fischkutters eingetragen. Zudem ist in den Hoheitsgewässern des Inselstaats das Fangen von Haien strengstens verboten. Experten wissen längst, dass dies nur ein Beispiel in einer Reihe ähnlich gearteter Fälle ist. In den Weiten des Pazifiks, des Indischen Ozeans oder des Atlantiks ist eine lückenlose Fangkontrolle kaum möglich.
Die Alarmglocken schrillen auch deswegen so laut, weil sich auf der Erde nach Berechnungen der FAO 3,5 Mrd. Menschen von Fisch ernähren. Ein Großteil davon lebt in den ärmsten Ländern der Welt. Im Buch “Meer ohne Fische? Profit und Welternährung”, das im Campus Verlag http://www.campus.de erschienen ist, haben die Autoren das Beispiel des irischen Hightech-Trawlers “Atlantic Dawn” angeführt, der täglich bis zu 400 Tonnen Fisch aus dem Meer holt. Um diese Menge zu fangen, bräuchte ein lokaler Kleinfischer, der täglich fischen geht, zehn Jahre lang. (Ende)
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Trinkwassermisere an Deutschlands Schulen
1.2.2008 von zaro.
Das Trinkwasser jeder zweiten Schule wies zu hohe Schwermetall-Werte auf. Vor allem Kupfer, Nickel und Blei wurden nachgewiesen
Die Senatsverwaltung für Gesundheit wird mit den zuständigen Bezirksämtern die Konsequenzen aus den schlechten Trinkwasserwerten an vielen Schulen beraten. Das sagt Markus Stemmler von der zuständigen Senatsverwaltung. Tests hatten in 58 von 120 Schulen Grenzwertüberschreitungen bei Schwermetallen ergeben. Allerdings sieht Stemmler keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung der Schüler.
Die Grenzwerte bei der Trinkwasserversorgung seien sehr streng. Es gebe einen großen Toleranzbereich damit auch überempfindliche Personen geschützt würden. Ein Gesundheitsrisiko gebe es nur, wenn die Personen dauerhaft den Schwermetallen ausgesetzt seien.
Dringenden Handlungsbedarf sieht der Gesundheitsexperte der CDU, Peter Luther, vor allem bei den zu hohen Bleiwerten. Hier müssten schnell alte Rohrleitungen ausgewechselt werden. In den Untersuchungen gab es an 14 Entnahmestellen eine unzulässige Konzentration an Blei. Derzeit liegt der Grenzwert bei 0,025 mg pro Liter. Ab 2013 gilt sogar ein Grenzwert von 0.01 mg pro Liter. Bleireste in Verbindungsstücken von Rohren oder kleineren Zuleitungen müssten deshalb schnell beseitigt werden, sagt auch Detlef Kadler vom Landesamt für Gesundheitsschutz.
Das Thema Blei im Trinkwasser müsse wieder stärker ins Bewusstsein rücken, sagt Heidi Kosche, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus. Viele würden glauben, dass dieses Problem längst behoben ist. Vor allem in Schulen sei es wichtig, dass die Leitungen einwandfrei sind. Denn hier würde am Wochenende das Wasser im Rohrsystem stehen. Dadurch könnten sich die toxischen Schwermetalle sammeln. flo
Aus der Berliner Morgenpost vom 26. Januar 2008
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