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Archive für 10.3.2008

Schnelle Diagnose von Alzheimer durch Computer

Treffsicherheit liegt bei 96 Prozent

London - Wissenschaftler des University College http://www.ucl.ac.uk/ haben ein Computerprogramm entwickelt, dass Alzheimer bei Patienten schneller diagnostizieren kann als Ärzte auf diesem Gebiet. Dadurch würden auch die Chancen für eine effektive Behandlung von Alzheimer steigen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 96 Prozent kann der Computer Gehirnschädigungen infolge von Alzheimer feststellen, so die Wissenschaftler. Derzeit ist eine exakte Diagnose von Alzheimer nur nach dem Tod möglich.

Hervorgerufen wird die Krankheit durch Bildung von Plaque und fibrillären Ablagerungen im Gehirn. Gegenwärtig kann Alzheimer nur in Kombination mit Gehirnscans, Bluttests und Patienteninterviews diagnostiziert werden. Die Treffgenauigkeit liegt bei nur 85 Prozent. Auch zu anderen Formen der Demenz kann nur schwer unterschieden werden, da sich die Diagnose als schwierig und zeitaufwendig darstellt.

Die Wissenschaftler programmierten zur Erkennung von Alzheimer einen Standardcomputer so um, dass dieser zwischen Gehirnscans von Alzheimerpatienten und gesunden Patienten unterscheiden konnte. Der Computer zeigte den Unterschied der beiden Gehirne dabei so exakt an, als wäre eine einzige klinische Magnetresonanztomographie durchgeführt worden. “Der Vorteil im Gebrauch von Computern liegt darin, dass diese billiger, schneller und fehlerfrei sind”, meint Richard Frackowiak, Wissenschaftler am University College London. “Die neue Methode gewährt eine objektive Diagnose, die besonders in jenen Teilen der Welt angewendet werden kann, in denen ein Engpass an ausgebildetem Fachpersonal besteht und deshalb eine verlässliche Diagnose benötigt wird”, so Frackowiak weiter. In den meisten Fällen lässt sich laut Frackowiak Alzheimer nur dann feststellen, wenn das Gehirn schon stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Durch eine Weiterentwicklung der Diagnose mit Computer können neue Ansätze in der Medikamententherapie gefunden sowie Kosten gespart werden. “Trotz dieser technischen Entwicklung müssen noch weitere Untersuchungen in diesem Bereich getätigt werden, um mehr Vorteile aus dieser Technik zu ziehen”, meint Frackowiak abschließend. ZARO-Bericht
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Neue Therapiemethode im Kampf gegen Alzheimer entwickelt

Wien - Ein europaweites Patent auf eine neue Methode zur Behandlung von Alzheimer hat heute, Mittwoch, die Affiris GmbH http://www.affiris.com/ mit Sitz in Wien erhalten. Die mit der Dialyse verwandte Blutreinigung (Apherese) soll eine Reduktion der schädlichen Eiweißablagerungen (beta-Amyloid) im Hirn bewirken.

Gundlage der neuen Therapie gegen Alzheimer bildet die sogenannte AFFITOME-Technologie, die bereits im Oktober 2007 für eine Alzheimer-Impfung patentiert wurde. “Unsere Apherese ist ein alternativer Ansatz zur Behandlung von Alzheimer, der unsere Impfstrategie sinnvoll ergänzt. Wir werden das Potenzial der neuen Technologie nun für die Entwicklung weiterer Therapien nutzen”, erklärt Walter Schmidt, Geschäftsführer der Affiris GmbH im Gespräch mit pressetext. “Der Impfstoff befindet sich zur Zeit in der klinischen Erprobung. Ein zweiter Alzheimer-Impfstoff wird im Laufe dieses Jahres folgen”, so Schmidt. Nach Angaben des Geschäftsführers richten sich beide Impfungen gegen das beta-Amyloid-Protein. “Bei diesen Proteinen handelt es sich um körpereigene aber schädliche Eiweiße, die Ablagerunen im Gehirn verursachen. Durch die AFFITOME-Technologie ist es uns gelungen, dieses Eiweiß zu eliminieren ohne dabei eine Autoimmunreaktion herbeizuführen. Dieser Impfansatz kann auch bei Atherosklerose und anderen schweren Krankheiten eingesetzt werden”, ergänzt Schmidt.

Bei dem nun patentierten Verfahren der Blutwäsche werden Rezeptor-Moleküle auf einem Trägermaterial fixiert, die beta-Amyloid-Proteine binden. Die fixierten Rezeptor-Moleküle führen zu einer Reduzierung des im Blut vorkommenden beta-Amyloids. Durch die AFFITOME-Technologie kann die richtige Bindungseigenschaft des Rezeptor-Moleküls hergestellt und definiert werden.

“Die AFFITOME-Technologie hat ihr Potenzial bereits mit der Alzheimer-Impfung bewiesen. Damit bestärkt das Unternehmen seine Führungsrolle bei innovativen Alzheimer-Therapien durch eine diversifizierte Pipeline”, äußert sich Michael Motschmann, leitender Fondsmanager der MIG-Fonds, die Beteiligungen an der Affiris GmbH hält.

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