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Archive für April 2008
Erdbeertest: Pestizidbelastung nimmt ab
30.4.2008 von zaro.
Greenpeace bestätigt positive Trendwende - Beanstandungen bei Discountern
Hamburg - Die Pestizidbelastungen von Früherdbeeren sind im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken. Das ergab ein Test von Greenpeace, bei dem 31 Proben der sechs führenden deutschen Supermarktketten und eines Biohändlers auf 300 verschiedene Pestizidrückstände untersucht wurden. Bei 22 Prozent der Proben aus konventionellem Anbau waren keine Belastungen nachweisbar, 78 Prozent der Erdbeeren wiesen Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf. Knapp sieben Prozent der Gesamtmenge - je eine Erdbeerprobe von Aldi und Lidl - wurden als stark belastet eingestuft und gelten damit als “nicht empfehlenswert”.
Seit 2003 führt Greenpeace regelmäßig Pestizidkontrollen für Lebensmittel durch. “Wir haben uns dabei in den letzten Jahren auf Problemprodukte konzentriert, für die immer wieder hohe Belastungen gemeldet wurden”, erläutert Greenpeace Chemieexperte Manfred Krautter im Gespräch mit uns. Das seien vor allem Blattsalate, Paprika, Tafeltrauben und eben auch Früherdbeeren aus Spanien oder Marokko. “Hier sind lange Zeit die Belastungen angestiegen, teilweise wurden bei acht Prozent der Ware die Grenzwerte überschritten”, berichtet Krautter weiter.
Obwohl die jetzt gemessenen Werte weiter als zu hoch betrachtet werden, lasse sich ein Rückgang der Pestizidbelastungen ablesen. Der letzte Erdbeertest aus dem Jahr 2005 hatte noch eine Rekordquote von 93 Prozent belasteter Ware ergeben. Auch der Pestizidgehalt pro Quote entwickle sich Greenpeace zufolge positiv: Wurden in den Jahren 2003 und 2004 noch 0,4 Milligramm pro Kilogramm gemessen, lag dieser Wert in der aktuellen Untersuchung durchschnittlich nur noch bei 0,1 Milligramm pro Kilo. “Wir glauben, dass es entscheidend war, die Ergebnisse unserer Tests zu veröffentlichten und zu zeigen, wer gute und wer schlechte Ware verkauft. Daraufhin haben die führenden Ketten gehandelt und umfangreiche Kontrollprogramme eingeführt, in Österreich sogar schon früher als in Deutschland”, erklärt Krautter die festgestellten Verbesserungen. Auch bei den Produzenten vor Ort habe man teils massive Umstellungen von chemischen Mitteln auf umweltverträglichere Methoden wie den Einsatz von Nützlingen beobachtet.
Zudem habe keine der jetzt untersuchten Proben die gesetzlichen Höchstmengen für konventionell hergestellte Erdbeeren überschritten, womit sich die Verstöße gegen das Lebensmittelrecht gegenüber den vorangegangenen Tests ebenfalls verringert hätten. Grund zur Beanstandung gaben den Lebensmittelchemikern aber zwei Proben der Discounter Aldi und Lidl, die die sogenannte akute Referenzdosis bestimmter Pestizide um ein Vielfaches überschritten hätten. Diese Dosis wird vom Bundesinstitut für Risikobewertung und der WHO festgelegt, liegt aber teilweise unter der geltenden deutschen Höchstmenge.
Bei den vier untersuchten Bioerdbeeren waren drei Proben frei von Rückständen, in einer Probe jedoch fanden sich Pestizidmengen, die über der für den Bio-Anbau geltenden Grenze lagen. “Dabei handelte es sich jedoch um eine geringe Belastung, die von der Giftigkeit her nur wenig gefährlich war. Es ist aber möglich, dass es sich um Verunreinigungen handelt, für die der Produzent nicht verantwortlich ist, beispielsweise Verwehungen vom Nachbarfeld, das konventionell bewirtschaftet wird”, sagt Krautter. Im Allgemeinen gelte aber, dass Bioprodukte die erste Wahl seien, wenn es um geringe Pestizidbelastungen geht. “In der Regel finden wir hier nichts”, bestätigt Krautter. (Ende)
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Kontakt mit Pestiziden erhöht das Parkinsonrisiko
29.4.2008 von zaro.
Herbizide und Insektizide sind am gefährlichsten
Durham - Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Kontakt mit Pestiziden das Risiko einer Parkinson-Erkrankung deutlich erhöht. Ein Team amerikanischer Wissenschaftler hat nachgewiesen, dass das Ausgesetztsein zu einem 1,6 Mal höheren Risiko führt. Die Forscher der Duke University http://www.duke.edu, der Miami University http://www6.miami.edu , und des Udall Parkinson’s Disease Research Center of Excellence werteten die Daten von insgesamt 600 Personen aus. Details der Studie wurden in BMC Neurology veröffentlicht. Experten betonen jedoch laut BBC, dass Pestizide sehr wahrscheinlich eine Schlüsselrolle spielten, jedoch nur in Kombination mit anderen Faktoren.
So wird Parkinson auch durch genetische Faktoren beeinflusst. Bisher wurden einige genetische Defekte identifiziert. Es wird jedoch angenommen, dass sie selten auftreten und nur für einen geringen Teil der 120.000 Erkrankungen allein in Großbritannien verantwortlich sind. Die Forscher befragten 319 Patienten zu ihrem Einsatz von Pestiziden. Ihre Antworten wurden mit denen von über 200 gesunden Familienmitgliedern und anderen ebenfalls gesunden Teilnehmern verglichen. Verwandte wurden ausgesucht, da sie auch vielen ähnlichen umweltbedingten und genetischen Faktoren ausgesetzt gewesen waren. Ein starker Einsatz von Pestiziden sowie mehr als 200 Tage Kontakt im Laufe eines Lebens führten zu einer Verdoppelung des Risikos. Herbizide und Insektizide erhöhten das Risiko am ehesten.
Die leitende Wissenschaftlerin Dana Hancock erklärte, es gäbe sehr starke Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Pestiziden und Parkinson. “Wir müssen herausfinden, wie der biologische Prozess genau abläuft. Uns ist aufgefallen, dass der private Einsatz von Pestiziden eher zu einem Kontakt führte als das berufliche Umfeld.” Kieran Breen, Leiter der Forschungsabteilung der Parkinson’s Disease Society, bestätigte, dass ein möglicher Zusammenhang bereits von früheren Studien hergestellt worden sei. Die aktuelle Studie verstärke jedoch die Vermutung, dass Pestizide eine entscheidende Rolle spielten. “Wir wissen aber noch immer nicht genau, was Parkinson verursacht. Wahrscheinlich ist es eine Kombination von genetischer Prädisposition und umweltbedingten Faktoren.” Breen verwies in diesem Zusammenhang auf eine eigene Umfrage mit rund 10.000 Patienten, die ergeben hatte, dass nur einer von zehn Teilnehmern langfristig Pestiziden ausgesetzt war. (Ende)
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Teenager: Komasaufen schädigt Gedächtnis dauerhaft
28.4.2008 von zaro.
Trinken zieht präfrontalen Kortex oder Hippokampus in Mitleidenschaft
Newcastle - Teenager, die trinken bis zum Umfallen, können noch Tage später geistesabwesend und vergesslich sein. Wissenschaftler der Northumbria University http://northumbria.ac.uk und der Keele University http://www.keele.ac.uk haben 26 Komatrinker mit 34 Nichttrinkern bei Gedächtnistests verglichen. Es zeigte sich, dass die trinkenden Jugendlichen deutlich schlechter abschnitten. Die Forscher betonten auf einer Konferenz der British Psychological Society, http://www.bps.org.uk dass in der Entwicklung befindliche Gehirne durch derartige Trinkgewohnheiten geschädigt werden können.
Es war bereits bekannt, dass Komatrinken die Erinnerung an vergangene Ereignisse beeinträchtigen kann. Für die aktuelle Studie wurden Studenten zwischen 17 und 19 Jahren untersucht. In diesem Alter ist die Entwicklung des Gehirns noch nicht abgeschlossen. Komasaufen wurde definiert, dass pro Anlass bei den männlichen Teilnehmern wenigstens acht Getränke konsumiert wurden. Bei den Teilnehmerinnen wurde der Grenzwert bei sechs Getränken festgelegt. Grundannahme war laut BBC, dass diese Menge an Alkohol mindestens ein bis zwei Mal pro Woche konsumiert wurde. Laut den Wissenschaftlern konsumierten die Teilnehmer bei zwei Anlässen durchschnittlich 30 Getränke.
Die Tests wurden drei oder vier Tage nach den Saufgelagen durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich kein Alkohol mehr im Körper. Gefragt wurde, wie oft sie Dinge vergaßen, die sie eigentlich machen hatten wollen, wie zum Beispiel sich mit Freunden zu treffen. Ihnen wurde ein Video eines Einkaufstrips gezeigt. Zuvor hatten sie einige Minuten Zeit um sich einige Aufgaben wie einem Freund in einem bestimmten Geschäft ein SMS zu schicken oder ihren Kontostand zu überprüfen nachdem sie eine Person auf einer Bank sitzen sahen. Der leitende Wissenschaftler Thomas Heffernan betonte, dass es kaum Unterschiede bei diesen Aufgaben gab. Beim Video merkten sich die trinkenden Jugendlichen allerdings deutlich weniger. “Sie erinnerten sich an bis zu einem Drittel weniger Artikel.” Laut Heffernan ist es denkbar, dass der präfrontale Kortex oder der Hippokampus in Mitleidenschaft gezogen seien. Es gäbe Hinweise darauf, dass übermäßiger Alkoholkonsum Teile des Gehirnes schädigte, die das Alltagsgedächtnis unterstützen.
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Nervengift Botox breitet sich im Gewebe aus
25.4.2008 von zaro.
Drei Tage nach Injektion in anderen Körperteilen nachweisbar
London/Pisa - Eine der giftigsten und gefährlichsten Substanzen, das Botox-Toxin, das in der Schönheitschirurgie häufig verwendet wird, könnte mehr unerwünschte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, als bisher vermutet. Forscher haben nämlich nachgewiesen, dass Botulinum Neurotoxin Type A, wie die Substanz wissenschaftlich heißt, nicht nur an jenen Körperstellen bleibt, in die es injiziert wird, sondern sich über das Gewebe ausbreiten kann, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.
Nur drei Tagen nach der Botox-Injektion bei Ratten im Gesicht und im Hirn konnte das Forscherteam um Matteo Caleo vom Istituto di Neuroscienze in Pisa http://www.in.pi.cnr.it feststellen, dass sich das Nervengift im Körper der Tiere verteilt hatte. Bisher waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass das Gift, das die Erregungsübertragung von den Nervenzellen zum Muskel hemmt und damit die Kontraktion des Muskels abschwächt oder sogar ganz ausfallen lässt, dort bleibt, wo es injiziert wurde. Für Caleo bedeutet diese Entdeckung nicht unbedingt negative Schlagzeilen.
“Die bisherigen Studien wurden mit Jod-125 durchgeführt, erklärt Caleo im pressetext-Interview. Da jedoch die injizierten Mengen des Toxins derart gering sind, können sie mit dieser Methode nicht nachgewiesen werden. “Wir haben versucht, die Substanz anders nachzuweisen”, meint der Wissenschaftler. Sie suchten nach Fragmenten des SNAP-25-Proteins, das vom Toxin zerstört wird. SNAP-25 spielt nämlich in der Übertragung von Nervenzellen zum Muskel eine entscheidende Rolle. “Tatsächlich wurden wir fündig”, erklärt der Forscher. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, Proteinfragmente in Hirnzellen zu lokalisieren, wenn den Ratten das Botulinum Neurotoxin in die Schnurrhaarmuskeln gespritzt worden war.
Die Auswirkungen der Ergebnisse erfordern eine neue und noch genauere Untersuchung, meint Caleo. Wenn, wie in kosmetischen Einsätzen, die Substanz alle vier bis sechs Monate injiziert wird, könne es schon zu Problemen kommen. Caleo will sich allerdings auf Spekulationen nicht festlegen. “Das muss man sehr viel genauer untersuchen”, meint der Forscher. Was allerdings von größtem Interesse wäre, sei die Frage wie niedrig die Dosis ausfallen müsste, um nicht mehr nachweisbar zu werden.
In der kosmetischen Behandlung spielt das Nervengift bereits seit einigen Jahren eine große Rolle. Behandelt werden damit vor allem Falten. Besonders die so genannten “dynamischen Gesichtsfalten” - die durch die Aktivität der Gesichtsmuskeln entstehen - lassen sich durch Botulinumtoxin wirksam rückbilden. (Ende)
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Fische halten Riffe trotz Klimakatastrophe am Leben
24.4.2008 von zaro.
Gesunde Fischpopulation als Schlüssel
Canberra - Australische Forscher sind in einer Studie zum Schluss gekommen, dass eine gesunde Fischpopulation die einzige Möglichkeit ist, Korallenriffe vor der kompletten Zerstörung zu bewahren. In den meisten Regionen der Welt, in denen Riffe gewachsen sind, sorgen Temperaturanstieg, Verschmutzung und nicht nachhaltige Fischerei für einen Rückgang der Korallen.
Die australischen Forscher haben etwa gezeigt, dass einige der Rifffische wie Rasenmäher Algen oder andere Gewächse von den Korallen abfressen. Studienautor Terry Hughes von der James Cook University http://www.jcu.edu.au in Townsville zieht als Beispiel das Große Barrier-Riff heran. “Vor allem pflanzenfressende Fische spielen eine wichtige Rolle in der regenerativen Kapazität, um abgestorbene Korallen frei von Bewuchs zu halten, sodass junge Korallen sich wieder erholen können”, so der Forscher. In Untersuchungen mit Käfigen, mit denen Fische von Korallen ferngehalten wurden, konnten die Forscher nur schleichende Entwicklungsvorgänge beobachten, während in Regionen, in denen Fische präsent waren, die Wiederbesiedlung drei Mal so schnell vor sich ging.
Eine besonders wichtige Rolle für die Gesunderhaltung der Riffe spielen etwa die Papageien- und Kaninchenfische. “Die Fischerei in den Korallenriffen muss daher dringend kontrolliert werden, nur so haben diese Ökosysteme eine Chance die Klimaänderung zu überleben”, erklärt der Forscher. In den vergangenen Jahren wurden am Barrier-Riff zahlreiche Meeresschutzgebiete eingerichtet, in denen Tiere ungestört leben. Das habe bei allen Lebewesen zu einer Zunahme geführt, wie Peter Doherty vom Australian Institute of Marine Science http://www.aims.gov.au berichtet. Vor allem sehr wichtige Fischarten wie etwa Leopard-Felsenbarsche und Schnapper konnten sich vermehren. Da die Tiere mehr Eier produzierten, konnten die Forscher auch Zunahmen von Fischen außerhalb der Schutzzonen feststellen.
Trotz der besseren Lage für die Korallenriffe bestehen die Forscher darauf, den Eintrag von Abwässern aus der Landwirtschaft und Industrie zu verringern. Zudem sollte dringend daran gearbeitet werden, die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Es stehe außer Zweifel, dass die höheren Temperaturen den Korallen schwere Schäden zufügen. Zusätzlich sorgen erhöhte Phosphatwerte für weiteren Stress. (Ende)
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Mehr Zufriedenheit und weniger Stress
23.4.2008 von zaro.
Neuerscheinung im Goldegg Verlag: “Lebe Deine Mitte”
Wien - Auf der Jagd nach beruflichem Erfolg gelangen die eigenen Bedürfnisse und die alltägliche Lebensplanung mitunter auf das Abstellgleis. Der Zuspruch, den man sich selbst auf den Weg gibt, lautet dann oftmals: “Morgen, morgen fang ich an.”
“Oft kommt es nicht dazu: Stress-Symptome, denen man sich oftmals nicht klar bewusst ist, lassen es nicht zu. Anzeichen von Burnout, verbunden mit einem großen Verlust an Lebensqualität bis hin zu somatischen Beschwerden wie Bluthochdruck, Kreislaufproblemen und innere Abgeschlagenheit, sind erste Ergebnisse eines Verlustes der eigenen Mitte”, erklärt Jürgen Pirker, Wellness Coach und Autor.
Er hat die Faktoren, die zu beruflichem Erfolg und persönlichem Glück führen, mit dem Wissen der Antike beleuchtet. Von den Werten und ethischen Vorstellung vor allem der griechischen Philosophen von Aristoteles bis zu den Stoikern ausgehend zeigt er Möglichkeiten für den modernen, beruflich wie persönlich, gestressten Menschen auf. Lebenskonzepte von damals erfreuen sich auch heute noch ungebrochener Aktualität. Pirker verweist dabei auf die eigene Mitte, die viel zitierte Einheit von “Innen und Außen” und zeigt, dass ein Leben im Einklang mit sich selbst nicht von den guten Vorsätzen, sondern von den eigenen Zielen abhängig ist.
“Denn eine effektive Zielerreichung ist nur durch die eigene Zieldefinition möglich und so gelingt auch der Weg vom Stressopfer zum Manager mit Qualitätszeit - wie authentische Beispiele in seinem neuen Buch belegen. Eine ausgeglichene Life-Work-Balance ist auch für vielbeschäftigte Menschen erreichbar”, erklärt Pirker, der sich selbst durch seine humanistische Bildung von den Prinzipien der antiken Philosophie geleitet fühlt. Die Übungen zum Stressmanagement sind ebenso zeitgemäß wie Wege zum positiven Denken.
In seinem Buch Lebe deine Mitte, das im Goldegg Verlag erschienen ist, verbindet er die Werte der antiken Welt mit den neuen Erkenntnissen der Bewegungs- und Ernährungslehre und präsentiert die vier lebenswichtigen Säulen der Balance. Ein praktisches Kompendium an Zielformulierungen, bei dem man gar nicht erst auf den Jahreswechsel warten muss, um sich das Buch zu kaufen oder zu wünschen. “Eine Zukunft in Balance wird durch das Zentrieren auf die eigene Mitte möglich. Der ersehnte Erfolg und die innere Zufriedenheit sind letztlich dem persönlichen Streben und dem eigen Willen unterworfen”, erklärt Pirker, der auch Seminare und Einzelcoachings anbietet.
Lebe deine Mitte
Lifebalance mit dem Wissen der Antike
Jürgen Pirker
Br., 176 Seiten, zahlr. Abbildungen
Maße: 24×17cm
ISBN: 978-3-901880-34-6
Preis: 16,40 EUR [D]
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Der spielende Start ins Leben
22.4.2008 von zaro.
“Spiele, damit du ernst sein kannst!” (Anarchis)
Wien - Die Welt war noch nie so komplex wie heute, so voll von Geräuschen, Menschen und Sinneseindrücken. Da ist der Wunsch vieler Eltern, ihre Kinder bereits im Babyalter auf diese Welt vorzubereiten, durchaus verständlich. Warum dafür nicht unbedingt zu teurem Lernspielzeug gegriffen werden sollte und welche Möglichkeiten des Spiels es für Babys und Kleinkinder gibt, beschreibt Monika Bauer in ihrem neuen Buch “Willst du mit mir spielen?”. 25 Jahre sammelte sie in ihrem Beruf als Kinder-Physiotherapeutin Erfahrung und Wissen, bevor 2007 ihr erfolgreiches Buch mit dem provokanten Titel “Von der ‘artgerechten Aufzucht’ unserer Kinder - Der wunderbare Weg zum freien Laufen” im Goldegg Verlag erschien. Ihr neues Buch “Willst du mit mir spielen?”, das ebenfalls im Goldegg Verlag erschienen ist, widmet sich wieder den Kleinsten. “Alles, was in der heutigen Zeit als scheinbar unwichtig in der Entwicklung eines Babys und Kleinkinds abgetan wird, ist von wirklich entscheidender Bedeutung für das spätere Leben”, so die Autorin. “Die Umwelt wird für Kinder begreifbar durch engen Kontakt, Interaktion, Erprobung und Erfahrung”.
Was ist Spiel?
Spiel sollte um seiner selbst Willen passieren, ohne äußeren Zwang. Babys erforschen und erobern ihre Umwelt durch das Spiel, sie setzen sich so mit ihrer Umgebung auseinander und lernen aus ihren täglichen Erfahrungen. Durch Spielen werden außerdem die Sinne geschult. Um beispielsweise die Sinnesleistung des Sehens gut entfalten zu können, ist es wichtig, dem Baby viele Anreize zur optischen Wahrnehmung zu bieten, ohne es zu überfordern. Obwohl das Gehör bereits ab dem 5. Schwangerschaftsmonat relativ gut entwickelt ist, brauchen Kinder für eine vollständige Ausreifung eine Vielfalt von Tönen, Geräuschen, Rhythmen und Worten. Auch der Geschmacks- und Geruchssinn benötigen Anreize, um ausgebildet zu werden. “In der ersten Babyzeit ist der Mund die primäre Informationsquelle und der wichtigste Bereich zur Erforschung der Umwelt”, erklärt Monika Bauer.
Die Entwicklungsphasen
Bis zu einem Alter von etwa 24 Monaten befindet sich das Baby in der so genannten sensomotorischen Phase. In den ersten vier Monaten bestimmen vor allem Zufalls- handlungen und Beschäftigung mit dem eigenen Körper die Aktivitäten des Babys. In der Zeit zwischen dem vierten und achten Lebensmonat werden Abläufe aktiv wiederholt und variiert. Erst ab dem achten Monat werden vertraute Handlungsschemata auf neue Situationen angewandt, das Baby lernt, Dinge in Beziehungen zueinander zu setzen. Um das zwölfte Lebensmonat beginnt das Kind immer mehr, mit seinen körperlichen Möglichkeiten zu experimentieren. Da es sich jetzt selbstständig bewegen kann, erweitert es jeden Tag seine Erfahrungen und Erkenntnisse von der Umwelt.
Auf die sensomotorische Phase folgt mit ungefähr zwei Jahren die präoperative Phase. In diesem Abschnitt der Entwicklung beschäftigt sich das Kind vermehrt mit Symbol- und Parallelspielen, ab dem vierten Lebensjahr werden Partner-, Gruppen- und Rollenspiele bevorzugt, die immer realitätsbezogener werden.
Sinnvolles Spielen bedeutet ein auf den Entwicklungsstand des Kindes abgestimmtes Spielen. Kinder sollten zwar gefördert, nicht aber überfordert werden. Das Buch von Monika Bauer geht auf jede Phase näher ein, erläutert, welche Spielmaterialien geeignet sind und gibt außerdem Anleitung zu 22 Babyspielen, die einfach nachzumachen sind und die den Eltern genauso viel Spaß machen, wie den Babys. Es zeigt, dass auch Materialien des alltäglichen Lebens genügend Anreize zum Spiel bieten, fernab vom kommerziellen Spielzeugangebot.
Willst du mit mir spielen?
Das besondere Baby-Spiele-Buch
von Monika Bauer
Br., 154 Seiten, farbig illustriert
ISBN: 978-3-901880-81-0
Preis: 14,80 EUR [A]
Von der ‘artgerechten Aufzucht’ unserer Kinder
Der wunderbare Weg zum freien Laufen
von Monika Bauer
Br., 116 Seiten mit zahlreichen Farbfotos
ISBN: 978-3-901880-42-1
Preis: 14,80 EUR [A]
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Nervenwachstumsfaktor heilt Magen- und Augengeschwüre
21.4.2008 von zaro.
Heilungsprozess setzt bereits nach fünf bis sechs Wochen ein
Rom - Wissenschaftler am Istituto di Neurobiologia e Medicina Molecolare, das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehört, haben mit Erfolg eine Versuchsreihe abgeschlossen, bei der die vernarbende Wirkung des Nervenwachstumsfaktors NFG (Nerve Growth Factor) bei Magen - und Augengeschwüren festgestellt wurde. Die Einzelheiten der Studie sind nun in der internationalen Fachzeitschrift Pharmacological Research veröffentlicht worden.
„Die Wirksamkeit hat sich bei verschiedenen am menschlichen Körper auftretenden Geschwüren bestätigt,” erklärte Projektleiter Luigi Aloe. “Bereits nach fünf bis sechs Wochen trat der Heilungsprozess ein, ohne Nebenwirkungen oder Rückfälligkeiten zu hinterlassen. “Dies sei auch bei Pathologien wie Dekubitus, Verbrennungen, Abschürfungen, Diabetes und rheumatischer Arthritis der Fall. Die Ergebnisse beruhten auf einer langjährigen Grundlagenforschung, die zunächst an Tieren und später auch an Menschen durchgeführt worden sei.
“Die Entdeckung der therapeutischen Eigenschaften ist ein weiterer Anlass, um mit der großindustriellen Herstellung des NFG zu beginnen”, so der italienische Forscher weiter. Bei Augen- und Hautgeschwüren, die nicht mit herkömmlichen Arzneimitteln bekämpft werden könnten, sei das Molekül bislang aus der Speicheldrüse von Nagetieren gewonnen worden. Das klinische Potenzial sei jedoch weitläufig und reiche bis zur Bekämpfung von Alzheimer. Dabei könne das Neurotrophin in Form von Nasenspray oder Augentropfen zur Verlangsamung des Gehirnzellensterbens eingesetzt werden.
Der Nerve Growth Factor war in den fünfziger Jahren von der italienischen Neurobiologin Rita Levi Montalcini entdeckt worden. Dessen Wirkungsweise hatte sie mehrere Jahrzehnte weiter erforscht und dafür im Jahre 1986 den Nobelpreis für Medizin erhalten. (Ende)
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UNO-Weltwassertag 2008: Der Trinkwasserkonsum sinkt weiter
17.4.2008 von zaro.
Zürich - Der Trinkwasserkonsum in der Schweiz nimmt seit Anfang der Achtzigerjahre stetig ab. Die Anstrengungen zur Reduktion des Wasserverbrauchs in Haushalt und Industrie sowie die zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung zum Schutz des Trinkwassers schlagen sich in den Wasserverbrauchszahlen nieder.
Seit 100 Jahren erhebt der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches SVGW, im Rahmen einer statistischen Erhebung, alljährlich den Wasserverbrauch in der Schweiz. Nach einem kontinuierlichen Anstieg des Wasserkonsums zeichnete sich Ende der Siebzigerjahre eine deutliche Trendwende ab. 1981 verbrauchten die Haushalte und Industrie noch über 500 Liter Trinkwasser pro Einwohner und Tag. Danach sank der Wasserverbrauch stetig und unterschritt 2002 erstmals die Marke von 400 Litern pro Einwohner und Tag. Im Jahre 2006 betrug der Trinkwasserkonsum nur noch 355 Liter; davon macht der Bezug der privaten Haus-halte rund 160 Liter pro Einwohner und Tag aus.
Konsequenzen für den Wasserpreis
Der reduzierte Wasserverbrauch hat Auswirkungen auf den Wasserpreis: Wegen der teuren Infrastruktur (Leitungsnetz, Pumpwerke, Reservoire, Aufbereitungs- und Steuerungsanlagen) fallen in einer Wasserversorgung sehr hohe Fixkosten an: Diese können 80 bis 90% der gesamten Betriebskosten ausmachen. Sinkt der Verbrauch, verteilen sich diese Kosten auf eine kleinere Abgabemenge, was zu einem höheren Preis pro Kubikmeter Wasser führt. Längerfristig lässt sich durch das Wassersparen daher nur beschränkt Geld sparen. Sinnvoll ist dagegen die Begrenzung des Warmwasserverbrauchs, da für die Erwärmung des Wassers viel Energie benötigt wird.
Trotz der aufgezeigten Tendenzen ist das Schweizer Trinkwasser immer noch sehr preiswert: 1000 Liter kosten durchschnittlich CHF 1.70, was umgerechnet dem mittleren Tageskonsum im Haushalt von 30 Rappen pro Person entspricht.
Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches SVGW ist die nationale Dachorganisation der Gas- und Wasserversorgungen mit Sitz in Zürich, Schwerzenbach und Lausanne. Der Verein setzt sich aus 1099 Mitgliedern von Gas- und Wasserversorgungen, Ingenieurbüros sowie Fachleuten der Industrie und Behörden zusammen. Mit seinen Richtlinien, der Berufsbildung, der Ausübung staatlicher Überwachungsaufgaben, den Beratungsdienstleistungen sowie der Zertifizierung von Produkten, Unternehmen und Personen, trägt der SVGW massgeblich zur sicheren, einwandfreien und nachhaltigen Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Erdgas und Trinkwasser bei. ENDE
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Immer mehr Männer in “neuer” Vaterrolle
15.4.2008 von zaro.
Mütter müssen bereit sein, Verantwortung abzugeben
Halle-Wittenberg - Die Rolle des Vaters hat sich in den vergangenen Jahren in deutschen Familien stark geändert. Das beweist eine Studie der Erziehungswissenschaftlerin Jeannette Abel. Die Väter wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und sich den neuen Anforderungen der Gesellschaft stellen. In elf qualitativen Interviews befragte sie Väter im Alter von 27 bis 37 Jahren zu ihrem Verständnis der Elternrollen. “Ich war von dem Ergebnis sehr überrascht”, so Abel im Gespräch. “Jeder der Befragten wollte Verantwortung für die Betreuung und Erziehung der Kinder übernehmen und so eine emotionale Bindung aufbauen.”
Vor allem bei jungen Vätern sei das der Fall. Sie haben eine alltäglichere und intensivere Beziehung zu ihren Kindern, als dies noch bei ihren eigenen Vätern der Fall war. Bei der Umsetzung der neuen Vaterrolle gibt es jedoch deutliche Unterschiede, wie stark die tatsächliche Gestaltung den neuen Rollenerwartungen entspricht. “Die Männer haben nur die Chance ihre gewünscht Vaterrolle einzunehmen, wenn die Mütter auch bereit sind, Verantwortung abzugeben”, so Abel. “Eine neue Vaterrolle bedingt auch eine neue Mutterrolle.”
Abel unterscheidet in ihrer Untersuchung drei verschiedene Vaterrollen. Die oberflächlich-engagierten Väter haben das geringste Bedürfnis danach, viel Zeit mit ihrem Kind zu verbringen. Aufgrund ihrer traditionellen Männlichkeitsvorstellungen haben sie keinen ausgeprägten emotionalen Zugang. Unsicher-ambivalente Väter lassen sich deutlich mehr auf ihre Vaterschaft ein. Trotzdem ist in ihrem Geschlechterrollenverständnis die Mutter weiterhin hauptsächlich für das Kind verantwortlich. Aktiv-involvierte Väter hingegen versuchen aktiv Möglichkeiten zu schaffen, um sich für ihr Kind zu engagieren. Sie sind die Einzigen, die ihr Berufsleben nicht über ihren Nachwuchs stellen und eine Bindung zum Kind haben, die der Mutter-Kind-Beziehung entspricht.
“Ich glaube, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und sich immer mehr Väter stärker engagieren”, so Abel. “Sie spüren selbst, dass sie der Umgang mit dem Kind bereichert.” Auch die große Nachfrage nach der “Elternzeit” spreche für einen eindeutigen Trend. “Zum einen setzen sich Väter aus allen sozialen Schichten mit dem neuen Vaterbild auseinander”, fasst Soziologin Ursula Rabe-Kleberg zusammen. “Zum anderen ist es für viele Väter eine nahezu unüberwindbare Hürde, ihre Vorstellungen aufgrund von Zeitmangel zu realisieren.” (Ende)
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Weltwassertag: Milliarden Menschen leiden unter mangelnder Hygiene
14.4.2008 von zaro.
Saubere Toiletten verringern Todesfälle und steigern Produktivität
London/Washington - Mehr als eine Mrd. Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,6 Mrd. leiden unter verheerenden sanitären Bedingungen. Experten haben berechnet, dass jeder Dollar Investition in adäquate Toilettenanlagen zu einer Produktionssteigerung von neun Dollar führt. Am heutigen Weltwassertag ist das Milleniumsziel zur Verringerung der Armut auf der Erde wieder einmal ins Zentrum des Interesses gerückt.
Einige Experten argumentieren, dass bessere Sanitäranlagen dazu beitragen die weltweite Armut zurückzudrängen. Wie einfach die Erreichung des Ziels ist, führt eine Studie der United Nations University http://www.unu.edu anhand eines Rechenbeispiels an: Um das “Toilettenziel” zu erreichen und die Zahl derjenigen Menschen zu halbieren, die keinen Zugang zu adäquaten Sanitäranlagen haben, sind rund 38 Mrd. Dollar nötig. Dieser Beitrag sei weniger als ein Prozent der gesamten Ausgaben für Rüstung und Militär. Der Nutzen aus der Verbesserung - eine erhöhte Produktivität und bessere Gesundheit - würde allerdings mindestens 347 Mrd. Dollar bringen. Nach Berechnungen der UNO kämen zudem noch 3,2 Mrd. zusätzliche Arbeitstage jährlich hinzu.
Durchfallserkrankungen fordern jährlich 1,8 Mio. Todesopfer. Schlechte hygienische Bedingungen und mangelnder Zugang zu Sanitäreinrichtungen sorgen für 88 Prozent der Todesfälle. Am schlimmsten davon sind Kinder betroffen: Täglich sterben 5.000 an den Folgen von Durchfall. Hunderte Mio. anderer Kinder leiden aufgrund von Parasiten wie Würmern unter Wachstumsproblemen und kognitiven Funktionsstörungen. Nach Untersuchungen leiden bis zu zwei Drittel aller Kinder in einigen afrikanischen Ländern an Wurmbefall. Wie dramatisch sich allein die Wartezeit auf den Zugang einer öffentlichen Toilette auf die Produktivität auswirkt, haben die Forscher auch berechnet: Grob geschätzte 2,6 Mrd. Menschen warten täglich 30 Minuten, um eine öffentliche Toilette benutzen zu können. Viele Frauen gehen während der Monatsblutung nicht zur Arbeit, weil es dort keine Toilettenanlagen gibt. Eine noch drastischere Konsequenz des fehlenden Zugangs zu Sanitäreinrichtungen sind die verlorenen Arbeitstage, die zur Betreuung kranker Familienmitglieder aufgewendet werden müsse.
Genauere Untersuchungen in einem typischen Krankenhaus in einem afrikanischen Land südlich der Sahara ergaben, dass die Hälfte der Betten mit Patienten belegt waren, die an Krankheiten litten, die auf mit Fäkalien verschmutztes Wasser zurückzuführen sind. Allein die Behandlung infektiöser Durchfallserkrankungen belastet die ohnehin mageren Budgets mit zwölf Prozent jährlich. Weltweit könnten bei Erreichung des Ziels 552 Mio. Dollar an Behandlungskosten eingespart werden. Jährlich werden geschätzte 200 Mio. Tonnen Fäkalien und Mio. Liter Abwässer ungeklärt in Flüsse und Bäche gekippt. Resultierend daraus sind Menschen immer wieder Bakterien, Viren und Parasiten ausgesetzt.
“1,5 Mio. Kinder könnten jährlich durch sauberes Trinkwasser überleben”, so der Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes http://www.roteskreuz.at, Wolfgang Kopetzky, im Interview. “Rund 80 Prozent aller Krankheiten in Entwicklungsländern sind auf verschmutztes Wasser und fehlende Abwasserversorgung zurückzuführen”, meint der Generalsekretär. Das Rote Kreuz arbeite daran, das ambitionierte Ziel der UNO - die Anzahl jener Menschen, die keinen Zugang zu sauberen Wasser haben, bis 2015 zu halbieren. Jährlich werden rund 42 Mio. Euro für die Bereiche Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene-Erziehung von der Hilfsorganisation aufgewendet. “Derzeit sind Experten des Österreichischen Roten Kreuzes in den Ländern Sudan, Mosambik, Pakistan, Osttimor und Sri Lanka mit Wasserprojekten beschäftigt”, so Kopetzky abschließend gegenüber pressetext. (Ende)
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Behandlung von Herzinfarkten mit Stammzellen aus körpereigenem Fett
11.4.2008 von zaro.
Hohes therapeutisches Potenzial von Körperfett
Wien - Wurde abgesaugtes Fett bisher achtlos weggeworfen, ist das immense therapeutische Potenzial von aus dem Fettgewebe gewonnenen Stammzellen im Moment Gegenstand mehrerer klinischer Studien. DDr. Karl-Georg Heinrich, Experte für Ästhetische Medizin und Anti-Aging aus Wien: “Wir setzen körpereigene Stammzellen, gewonnen durch Fettabsaugungen mit Mikrokanülen, bereits jetzt erfolgreich zur Behandlung von Gewebsdefekten, bei der Brustvergrößerung und zur Hautverjüngung ein.”
Fett ist eine der reichsten Quellen an regenerativen Zellen im Körper. Es enthält neben adulten Stammzellen auch andere wichtige Zelltypen, von denen sich zeigte, dass sie die Durchblutung in geschädigtem Herz-Muskel-Gewebe erhöhen.
“Eine große Herausforderung bei kardiovaskulärer Zelltherapie ist, über eine ausreichende Zahl an Stammzellen und regenerativen Zellen zu verfügen”, sagte Francisco J. Fernández-Avilés, Leiter des Department of Cardiology am Hospital Universitario Gregorio Marañón und einer der Forscher am APOLLO-Versuch. “Bis jetzt haben wir mehrere Patienten mit chronischer Ischämie behandelt und wir konnten eine ausreichende Menge an körpereigenen Zellen in Echtzeit vorbereiten”.
Beim APOLLO-Versuch handelt es sich um einen randomisierten, Placebo-gesicherten Versuch mit 48 Patienten, der bei Steigerung der Dosis Sicherheit und Machbarkeit der Behandlung von Herzinfarkten mit körpereigenen Stammzellen untersuchen soll. Der Versuch wird an mehreren Zentren durchgeführt.
Stammzellen, die bei kosmetischen Fettabsaugungen aus dem körpereigenen Fett des Patienten gewonnen wurden, könnten für eine breite Palette von akuten und chronischen Organerkrankungen eingesetzt werden. Weitere Informationen unter http://www.ddrheinrich.com. (Ende)
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Forscher lüften Geheimnisse um Metastasenbildung
8.4.2008 von zaro.
Eröffnung des Internationalen Kongresses über “Invasion und Metastasierung”
Berlin - “Bisher war der Prozess, wie Krebsmetastasen entstehen, von einer verwirrenden Komplexität. Jetzt sehen wir klarer und können beginnen, diesen Vorgang Stück für Stück zu entwirren”, erklärt Robert Weinberg vom Whitehead Institut für Biomedizinische Forschung http://www.wi.mit.edu bei der Eröffnung des Internationalen Kongresses über “Invasion und Metastasierung”, die derzeit am Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) http://www.mdc-berlin.de in Berlin stattfindet.
“Der größte Teil der lebensgefährlichen Tumore entsteht im menschlichen Gewebe aus Epithelzellen”, erklärt Weinberg im Interview. Bei Epithelzellen handelt es sich um ein- oder mehrlagige Zellschichten, die alle inneren und äußeren Körperoberflächen der vielzelligen Organismen bedecken. Zu den Epithelzellen gehören auch die Hautzellen, die die äußere Schutzschicht des Körpers bilden. “Uns hat interessiert, wie es einzelnen Krebszellen gelingt, sich vom Ersttumor zu lösen, sich im gesamten Körper über Blut- und Lymphgefäße zu verteilen, danach neue Stellen im Körper zu suchen und sich dort anzusiedeln.” Der Forscher hat darauf eine Antwort gefunden: “Die Krebszellen verändern sich dramatisch. Sie verlieren alle Eigenschaften der Epithelzelle, werden mobil, können dem Zelltod entgegenstehen und werden invasiv.”
“Diese Veränderung bezeichnet man als epitheliale-mesenchymale Transition (EMT)”, erklärt Weinberg. Der Vorgang, bei dem die Zelle die Eigenschaften einer Mesenchymzelle annimmt, ähnelt sehr stark der Embryonalentwicklung.” Man könne sagen, dass sich die Zelle zu einer Stammzelle zurückentwickelt. Der Vorgang ähnle auffallend dem Vorgang, der normalerweise während der Embryonalentwicklung oder bei der Wundheilung auftrete. Die zur Mesenchymzelle gewordene Krebszelle verliert zudem auch noch den Zellkitt, der sich bisher an andere Zellen haften ließ. Dadurch können die neu entstandenen Zellen den ganzen Körper durchwandern. “Ohne den Stammzelleigenschaften ist es den Zellen nicht möglich makroskopische Metastasen zu bilden”, erklärt Weinberg. Ein weiterer wesentlicher Punkt sei zudem die Selbsterneuerung und Vermehrungsmöglichkeit der umgewandelten Zellen
Ob diese “Transformation” nur ein Teilchen in der Ursache der Metastasenbildung ist, könne man allerdings noch nicht sagen. Weinberg will auch keine Aussagen auf eine neue Therapie treffen. “Dazu ist es noch viel zu früh. Möglicherweise gibt es nämlich auch noch andere alternative Programme, die Krebszellen dazu befähigen, Metastasen zu bilden und im Körper zu streuen. Unklar sei auch die Frage, warum es bei manchen Krebsarten zu keiner Metastasenbildung kommt und warum sich bei Brustkrebs Metastasen vor allem im Gehirn, der Leber, den Knochen und den Lungen, bei Prostatakrebs hingegen hauptsächlich in den Knochen und bei Dickdarmkrebs vorwiegend in der Leber bilden.
Weinberg, der auch am Massachusetts Institute of Technology (MIT) http://www.wi.mit.edu lehrt, gilt als Pionier der Krebsforschung. Er hat das erste Krebsgen beim Menschen entdeckt, das gesunde Zellen in Tumorzellen umwandelt, sowie das erste Tumorsuppressorgen, das auch Krebs auslösen kann, wenn es verändert ist. (Ende)´
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Mobile Krebsstammzellen als Ursache für Metastasen
7.4.2008 von zaro.
EMT formt Krebszellen in gefährliche Stammzellen um
Berlin - “Die mobilen Krebsstammzellen sind die gefährlichsten Zellen für den Krebspatienten, denn sie sind nach unserem Modell der Hauptursprung von Metastasen.” Zu diesem Schluss kommt der Krebsexperte Thomas Brabletz von der Universitätsklinik Freiburg http://www.uniklinik-freiburg.de beim derzeit in Berlin stattfindenden Kongress “Invasion and Metastasis” am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) http://www.mdc-berlin.de. Bisher waren die Wissenschaftler stets davon ausgegangen, dass jede Tumorzelle Metastasen bilden kann.
Brabletz, der sich insbesondere mit der Entstehung von Dickdarmkrebs beschäftigt hat, erklärt im Interview, wie die Krebsstammzellen aus den Stammzellen des Dickdarms entstehen. Normalerweise sorgen die Stammzellen dafür, dass die Zellen des Darms, die nur eine begrenzte Lebensdauer haben, regelmäßig, das heißt einmal am Tag, erneuert werden. “Wenn eine solche Stammzelle zur Krebsstammzelle wird, kann sie sich anschließend unbegrenzt teilen und weitere Krebsstammzellen hervorbringen”, erklärt der Experte. In einem weiteren Schritt löst sich die Krebsstammzelle vom Ursprungstumor ab und kann sich über die Blutgefäße im Körper verbreiten. “Dafür werden längst stillgelegte Signalwege aktiviert, die der Körper während seiner Entwicklung als Embryo nutzte.”
“Die stationären Krebszellen können allerdings noch keine Metastasen bilden”, räumt auch Brabletz ein. In einem Prozess namens epitheliale-mesenchymale Transition, kurz EMT genannt, werden die Krebszellen umgeformt und nicht mehr im ursprünglichen Zellverband gehalten. “Diese Theorie ist mittlerweile anerkannt”, meint der Forscher. Wenn eine solche bewegliche Krebsstammzelle ins Blutsystem eindringt, kann sie so andere Körperregionen erreichen, die vom ursprünglichen Tumor weit entfernt sind und sich dort ansiedeln. “Dies nennt man Metastasierung. Beim Dickdarmkrebs siedeln sich Metastasen meist in der Leber an”, erklärt der Wissenschaftler.
Mit dem Modell der mobilen Krebsstammzelle vereint Brabletz erstmals alle aktuellen Theorien zur Entstehung von Metastasen - von den genetischen Veränderungen, den Veränderungen im Tumorumfeld, den Krebsstammzellen sowie der EMT. “Die wichtigen Schritte der Metastasenbildung sind umkehrbar und können nicht nur durch unwiderruflich veränderte Gene erklärt werden. Wenn eine mobile Krebsstammzelle ihr Ziel erreicht, verwandelt sie sich wieder zurück in eine stationäre Krebsstammzelle.” Was die Wissenschaftler nun interessiert, ist die Frage, welche Komponente den Anstoß für die Verwandlung dieser Zellen in die eine oder die andere Richtung gibt. Möglicherweise gebe es Wachstumsfaktoren aus dem Umfeld des Tumors, die dafür verantwortlich sind.
An eine Umsetzung des Wissens in neue Krebstherapien will der Forscher aber noch nicht denken. “Es wäre verfrüht hier irgendetwas Konkretes zu sagen.” Er rechne in frühestens zehn Jahren mit spezifischen Medikamenten, die etwa die mobilen Krebsstammzellen bekämpfen können.
Dickdarmkrebs ist nach dem Lungenkrebs die zweithäufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen. Vielfach zeigen Betroffene am Anfang selten Schmerzen oder Symptome. Der Tumor wird häufig erst erkannt, wenn sich bereits Metastasen gebildet haben. Eine ab dem 45. Lebensjahr im Abstand von mindestens fünf Jahren durchgeführte Darmspiegelung sei eine geeignete Vorsorge, meint auch der Forscher. (Ende)
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Protein lässt Zellen geregelt wachsen
2.4.2008 von zaro.
Forscher entdecken Navigationshilfe für Nervenzellen
Martinsried - Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie http://www.neuro.mpg.de in Martinsried berichten im Fachmagazine Neuron, dass sie ein Protein gefunden haben, dass den Nervenzellen im Auge der Fruchtfliege den Weg zu ihren Partnerzellen weist. Durch das gezielte Ausschalten eines Gens haben sie das Protein Gogo (Golden Goal) identifiziert, das Nervenzellen während der Entwicklung des Fliegenauges nicht nur als Navigationshilfe dient, sondern auch als Abstandshalter zu anderen Nervenzellen. Die Forscher nehmen an, dass ähnliche Mechanismen auch am Aufbau des Wirbeltier-Nervensystems beteiligt sein könnten.
Die jungen Nervenzellen können mit dem Straßengewirr einer unbekannten Großstadt verglichen werden, in der sie nach geeigneten Wegen suchen. Erschwerend kommt hinzu, dass auf kleinstem Raum tausende von Zellen ihre Fortsätze - so genannte Axone - auf ihre Partnerzellen zuwachsen lassen. Ungewollten Zusammenstöße könnten daher schnell zu einem Chaos führen, das schwere Folgen hat, denn wenn eine Nervenzelle ihr Ziel nicht erreichen kann, führt dies meist zu Funktionsstörungen im Organismus. Um die Frage nach dem Auffinden des richtigen Weges zu klären, haben die Forscher die Augenentwicklung des Modellorganismus, der Fruchtfliege Drosophila, genauer unter die Lupe genommen.
Das Fliegenauge eignet sich deshalb sehr gut als Forschungsobjekt, weil es im Vergleich zum Wirbeltiersystem sehr viel einfacher aufgebaut und daher leichter zu untersuchen ist und es gleichzeitig jedoch komplex genug ist, um generelle Mechanismen der neuronalen Wegfindung aufzuklären. Ein weiterer Vorteil des Modellorganismus Drosophila ist, dass Forscher auf eine Vielzahl genetischer Methoden zurückgreifen können, ohne dabei das übrige Nervensystem zu verändern. So können etwa ganz gezielt Gene der Augenentwicklung verändert werden. Das Facettenauge der Fliege wächst in einem komplizierten Schema. Wenn durch genetische Veränderung das Gogo-Protein nicht mehr gebildet werden kann, stoßen die Zellfortsätze, die zur Bildung des Sehstabs erforderlich sind, zusammen und verklumpen. Das bedeutet, dass sich der Sehstab nicht mehr ausbilden kann. Das Fazit war, dass sich ohne das Protein kein funtktionstüchtiges Fliegenauge ausbilden konnte.
“Durch die genetischen und zellbiologischen Hinweise vermuten wir, dass Gogo ein Rezeptor-Protein ist, das über Bindungspartner zur gegenseitigen Abstoßung oder Anziehung von Zellfortsätzen führt”, so Studienleiter Takashi Suzuki. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass auch noch andere Rezeptor-Proteine und ihre Bindungspartner an der Wegfindung der Nervenzellen beteiligt sind. Suzuki vermutet, dass es allerdings nicht mehr als zehn sind. “Wenn wir die Kombination dieser Moleküle verstanden haben, werden wir hoffentlich die Entwicklung des gesamten Systems verstehen können.” Viele der Fruchtfliegen-Gene spielen auch bei der Entwicklung des Nervensystems anderer Organismen eine Rolle. Die Erkenntnisse zur Augenentwicklung der Fruchtfliege sind daher auch zum Verständnis des menschlichen Nervensystems wichtig.
“Falls es in Zukunft möglich sein wird, aus multipotenten Stammzellen bestimmte Gewebe zu regenerieren, so könnten zum Beispiel neue Retinazellen im Labor gezüchtet und in ein geschädigtes Auge transplantiert werden”, erklärt Suzuki im Interview. “Damit die neue Retina ihre Funktion jedoch erfüllen kann, müssten auch die Nervenkontakte ins Gehirn wieder hergestellt werden.” Molekülen wie Gogo komme hier eine wichtige Rolle zu - wenn die Mediziner wissen, welches Molekül sie wann und wo einsetzen müssen. “Unsere Arbeit gibt die ersten Einblicke zur Frage, was die wichtigen Moleküle für solche neuen Nervenverbindungen sein könnten und wann und wo sie einen Effekt haben könnten”, erklärt der Forscher abschließend. (Ende)
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