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Archive für Juni 2008
Tablette gegen Multiple Sklerose vielversprechend
27.6.2008 von zaro.
Wirkung von Laquinimod in Scans sichtbar
Mailand - Ein neues Medikament gegen Multiple Sklerose in Tablettenform hat bei klinischen Tests vielversprechende Ergebnisse erzielt. Wissenschaftler der Università Vita-Salute http://www.unisr.it haben mit Scans sichtbar gemacht, dass Laquinimod die Anzeichen der Aktivität der Krankheit verringert. Zusätzlich soll es von Patienten mit der schubförmig wiederkehrenden Form der Krankheit gut vertragen werden. Experten gehen laut BBC davon aus, dass ein Medikament in Tablettenform ein entscheidender Fortschritt sein könnte. Alle derzeit auf dem Markt befindlichen Wirkstoffe müssen injiziert werden. Details der Studie wurden in The Lancet http://www.thelancet.com veröffentlicht.
Bereits zur Verfügung stehende Medikamente wie Glatiramer-Azetat oder Beta-Interferon konzentrieren sich auf die durch Multiple Sklerose verursachten Entzündungen. An der aktuellen Studie nahmen 51 Forschungszentren in neun Ländern teil. Jeder der 300 teilnehmenden Patienten hatte im vergangenen Jahr zumindest einen Krankheitsschub erlitten. Ihre MRI-Scans zeigten zumindest in einem Bereich durch die Entzündungen hervorgerufene Schädigungen. Die Patienten erhielten entweder eine tägliche Dosis von 0,3 oder 0,6 Milligramm Laquinimod oder ein Blindpräparat. Die Wirkung wurde durch Scans des Gehirns und des Rückenmarks festgestellt. Diese Tests wurden neun Monate lang alle vier Wochen durchgeführt.
Es zeigte sich, dass im Vergleich mit dem Blindpräparat, Patienten, die die höhere Dosis des Medikaments erhalten hatten, eine um 40 Prozent geringere Schädigung aufwiesen. Die geringere Dosis schien keine signifikante Wirkung zu haben. Nur zwei Patienten litten unter Nebenwirkungen. Laura Bell von der MS Society http://www.mssociety.org.uk betonte, dass für MS-Patienten jetzt Grund zur Hoffnung bestehe, da sich derzeit mehrere oral einnehmbare Medikamente in den letzten Stadien klinischer Tests befänden. “Je früher eine sichere Tablette auf den Markt kommt, desto besser.” (Ende)
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Leben oder Nicht-leben, vegetieren?
25.6.2008 von zaro.
Produktives Sklaventum! - Ist das was da vorangetrieben wird, menschenwürdig? - Ist es menschenwürdig teilahmslos und
tatenlos zu bleiben? J.P.
Goodby Deutschland!
Als besorgter Nachbar aus der Schweiz kann ich mich nur wundern, wie teilnahmslos und ohne Widerstand ihr euch entrechten und entmündigen lässt. Da wird ab 1.1.2009 das Grundgesetz ausser Kraft gesetzt, Deutschland verliert seine Souveränität, wird in diesen Superstaat EU integriert, der von einem undemokratischen Bürokratenhaufen in Brüssel diktiert wird, und praktisch niemand macht was dagegen. Jedenfalls hat es keine Wirkung.
Wir sind es in der Schweiz gewohnt alle paar Wochen bei einer Volksabstimmung um unsere Meinung gefragt zu werden und können bei allem mitbestimmen. Das ist Demokratie, griechisch Demo = Volk, Kratie = Herrschaft. Aber in Deutschland werdet ihr zu gar nichts gefragt und könnt überhaupt nichts bestimmen. Alles wird einfach von oben diktiert. Ihr lebt in einer Zuschauerdemokratie, ihr dürft zuschauen (im TV) was die Politiker mit euch machen.
Seit ihr alle Untertanen mit denen man machen kann was man will? Was tut man euch ins Wasser, damit ihr euch völlig willenlos, wie unter Valium verhaltet?
Dann guckt doch weiter Fussball … und wenn die Euro fertig ist, dann kommt die Olympiade … damit ihr nicht denken müsst, endlos Brot und Spiele für die Sklaven!
Aus:http://alles-schallundrauch.blogspot.com/
Kommentar:
Ja, wir Deutschen sind am untergehen, wir machen jeden Scheiß mit, wir sind die Milchkuh der EU, und verlieren jetzt auch noch das Grundgesetz, ein Recht auf eine anständige Verfassung hatten wir eh nie verdient, oder? Unser Politiker sind Clowns die von mächtigen Kriegsgewinnlern auf dem Schachbrett des Irrsinns hin- und hergeschoben werden. Wir akzeptieren einfach alles, Staatsterrror, totale Kontrolle, Krankmachen auf Rezept, Steuern bei denen einem die Luft wegbleibt. Wir sind echte Schlaumeier, Duckmäuser, Angsthasen, wir werden ausgenommen wie Weihnachtsgänse, abgehört und ausspioniert, wir sind reglementiert und werden abgezockt wo es nur geht. Wir haben vor vielen Jahren einen bescheuerten Krieg verloren und verlieren immer noch, weil wir nicht im Stande sind unseren Regierenden auf die Finger zu klopfen. Danke, Österreich das ich Asyl erhalten habe! ZARO
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Heilpilze beruhigen Reizmagen und Reizdarm
24.6.2008 von zaro.
Reishi und Co. regulieren entzündliche Prozesse und stressbedingte Entgleisungen
Limeshain - Wenn wir sagen “das ist mir auf den Magen geschlagen”, kann das mehrere Ursachen haben: falsche Ernährung, zu viel Alkohol, hektische Mahlzeiten, zu wenig Bewegung, Stress, Mineralienmangel, Ärger und vieles mehr können das ansonsten sehr anpassungsfähige Organ schädigen.
Das eigenständige und hoch organisierte Nervennetz rund um Magen und Darm spielt eine große Rolle bei der Entstehung von Erkrankungen. Der Darm ist von mehr als 100 Millionen Nervenzellen umhüllt. Beteiligt ist bei allen Darmstörungen auch das autonome Nervensystem, besonders der Anteil des Parasympathikus.
So erklärt es sich, dass Stress sich als Reizmagen oder Reizdarm bemerkbar machen kann. Hier ist der Glänzende Lackporling (Reishi) das Mittel der Wahl. Er wirkt entspannend und ausgleichend. Das im Pilz enthaltene Adenosin wirkt beruhigend, entspannend auf die Muskulatur und hat so eine dem Neurotransmitter Azetylcholin entgegen gesetzte Wirkung. Die Erregungsübertragung zwischen Nerv und Kontraktion der glatten Muskulatur wird herab gesetzt. Außerdem hilft der Reishi Pilz mit seinem hohen Gehalt an Triterpenen, die bei Stress vermehrte Histaminausschüttung zu regulieren. Durch die Inhaltsstoffe des Igelstachelbart (Hericium erinaceus) wird die Regeneration der Magen- und Darmschleimhaut angeregt.
Untersuchungen am Food Research Institute in Prag zeigten, dass der Austernpilz (Pleurotus ostreatus) das Wachstum probiotischer Bakterien unterstützt. Die Produktion von Laktobazillen, Enterokokken und Bifidobakterien wurde erhöht. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Darmflora und das im Darm befindliche Immunsystem aus.
Gastritis und Ulcus werden verursacht durch Autoimmunprozesse, Bakterien (Helicobacter Pylori), Medikamente und Stress. Hier liegt ein Missverhältnis von schleimhautschützenden (Schleim, Bikarbonat, Prostaglandin) und aggressiven Faktoren (Magensäure, Proteasen und entzündliche Reaktionen) vor.
Hier gilt wie bei allen Entzündungen: Die im Reishi enthaltenen Triterpene (zyklische Kohlenwasserstoffe) verbessern die Funktion der Nebennierenrinde und wirken somit antientzündlich. Bei Entzündungsprozessen und Stress kommt es zu vermehrter Histaminausschüttung. Auch zahlreiche Arzneimittel können den Histaminspiegel erhöhen. Dazu zählen unter anderem Acetylsalicylsäure und Alkohol. Die Triterpene des Reishi wirken hemmend auf eine überhöhte Freisetzung des Histamin im Körper. Generell wirken Heilpilze ausgleichend und regulierend.
Der Körper produziert bei Entzündung und Gewebeverletzung den Nervenwachstumsfaktor, der auch durch die im Hericium enthaltenen Erinacine stimuliert wird. Italienischen Wissenschaftlern ist es mithilfe des Nervenwachstumsfaktors NGF gelungen, bei Magen- und Augengeschwüren einen Heilungsprozess herbeizuführen. Deshalb ist eine Kombination von Reishi und Hericium hier angezeigt. Zusätzlich kann die Gabe von Auricularia empfohlen werden, der die Schleimhäute befeuchtet und somit schützt.
Sodbrennen, Reflux und Reizmagen sind eng miteinander verbunden. Schauplatz des Sodbrennens ist die Speiseröhre. Die Hauptaufgabe der Speiseröhre ist der Transport der Speise vom Mund in den Magen. Oben verschließt der Kehlkopf die Speiseröhre, nach unten ist sie durch einen Schließmuskel (sog. Unterer Ösophagussphincter) zum Magen hin verschlossen. Jeder Rückfluss von Mageninhalt in Richtung Speiseröhre wird als Reflux bezeichnet. Wenn der Mageninhalt durch zu viel Säure aggressiv die Schleimhaut der Speiseröhre schädigt, entsteht ein brennendes Gefühl - das Sodbrennen.
Durch seine Inhaltsstoffe baut der Hericium die Schleimhäute wieder auf. Um den Entzündungen entgegenzuwirken, wird der Reishi zusätzlich empfohlen. Beide Pilze sind reich an Aminosäuren. Bei Entzündungen, Infekten und vielen anderen Krankheiten können nämlich die Konzentrationen der Aminosäuren verändert sein. Hier kommt auch die adaptogen Wirkung der Heilpilze zum Zuge.
Die Verstopfung kann vielerlei Ursachen haben. Erfahrungsgemäß hat sich der Schopftintling (Coprinus comatus) bei Verstopfung als abführend erwiesen. Bei Verstopfung durch Trockenheit befeuchtet der TCM zufolge der Heilpilz Judasohr (Auricularia) die Schleimhäute, stärkt sie somit und löst Verstopfung, die durch Trockenheit ausgelöst ist. Auf eine ausreichende Trinkmenge ist zu achten!!
Durchfall ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das verschiedene Ursachen haben kann. Er ist gekennzeichnet durch mehr als 3 breiige Stuhlgänge täglich. So kann Durchfall auch durch histaminreiche Nahrungsmittel oder Stress begründet sein. Auf jeden Fall können hier die Triterpene des Reishi ansetzen und hemmend auf die Freisetzung des Histamin im Körper wirken. Durchfall kann Folge von Hitze sein; laut TCM leitet der Reishi diese Hitze aus. Erfahrungsgemäß hat der Maitake bei länger anhaltenden Durchfällen eine stopfende Wirkung bewiesen.
Zu den wichtigsten Formen der Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) gehören die Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Die Darmschleimhaut ist dabei chronisch entzündet. Wegen der antientzündlichen und Schleimhaut schützenden Wirkungen gibt man die Pilze Hericium und Reishi auch zwischen den Schüben.
Bei Erkrankungen von Colon und Rektum sind häufig die Wasserrückresorption, der Elektrolythaushalt und die Motilität betroffen. Deshalb gehen sie oft mit Durchfällen oder Obstipation einher. Ist der Stuhl zu wässrig, hat sich die Kombination Hericium, Reishi und Maitake bewährt. Bei zu fester Stuhlkonsistenz wird der Hericium zusammen mit dem Reishi und Auricularia empfohlen.
Heilpilze regulieren entzündliche Prozesse und Stress bedingte Entgleisungen. Sie sollten so lange eingenommen werden, bis der Körper die Eigenregulation wieder selbst vornehmen kann. Eine gesunde Lebensführung mit ausreichender Bewegung, Zufuhr von Ballaststoffen und genügender Flüssigkeitszufuhr ist dabei wichtig!
Kontakt:
MykoTroph AG
Institut für Ernährungs- und Pilzheilkunde
Wernher-von-Braun-Strasse 2-4
D-63694 Limeshain
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Busenwunder ohne Silikon - mit Stammzell-angereichertem Eigenfett
20.6.2008 von zaro.
Wien - Dauerhafte, natürliche Brustvergrößerung mit körpereigenen Stammzellen ohne Skalpell, Narben und Silikon statt “Fußballbrüsten”.
Kürzlich ging ein Bericht über die Silikon-Brustvergrößerung der Freundin eines Ex-Fußballers durch die Medien. Solche Berichte über Brustvergrößerungen mit Silikon an Prominenten bewirken, dass Patientinnen Silikon irrtümlich als die aktuelle und optimale Methode zur Brustvergrößerung wahrnehmen.
Dank aktueller Erkenntnisse auf dem Gebiet der Stammzellen und moderner medizinischer Technologie sind Frauen nun nicht mehr auf Kunststoff-Kissen angewiesen, wenn sie ihre Brüste vergrößern lassen möchten. So können kleine oder schlaffe Brüste nun schonend und natürlich mit Stammzell-angereichertem Eigenfett vergrößert werden. DDr. Karl-Georg Heinrich, Experte für Ästhetische Medizin und Anti-Aging aus Wien, bietet diese Methode als erster Mediziner Europas in der “Clinic DDr. Heinrich” an: “Die Brustvergrößerung mit Stammzellen ermöglicht vielen Frauen eine nachhaltige, natürliche Brustvergrößerung ohne Implantate und Operationsnarben”, so DDr. Heinrich.
Mehrere klinische Studien aus Japan und den USA haben mittlerweile klargestellt, dass Stammzell-angereichertes Eigenfett ein ideales, haltbares und ungefährliches Füllmaterial für Brustrekonstruktionen nach Operationen aber auch zur kosmetischen Brustvergrößerung ist. Da die entnommenen Stammzellen nicht künstlich verändert oder vermehrt werden sind sich führende Experten der Stammzell-Forschung, wie Prof. Donnenberg, Universität Pittsburgh sicher, dass bei Implantation kein Risiko von Zellentartungen besteht.
Zunächst wird Körperfett schonend mit speziellen, patentierten Mikrokanülen entnommen. Nach Anreicherung des Fettes mit körpereigenen Stammzellen wird das Fett mit ästhetischem Feingefühl in die Brüste injiziert. Die Einstichstellen der Injektionsnadeln verheilen - wie bei einer Blutabnahme - rasch und ohne Narbenbildung. Die Brustvergrößerung mit Stammzell-angereichertem Eigenfett erfolgt unter örtlicher Betäubung bzw. Dämmerschlaf ohne Vollnarkose. Der Nachsorgeaufwand ist gering, die Patientin wird nach dem Eingriff nach Hause entlassen und ist voll mobil.
Typischerweise kann im Rahmen eines Eingriffs eine Brustvergrößerung um 1 bis 2 Körbchengrößen, das sind 50-300 ccm pro Seite, erzielt werden. Das transplantierte Volumen an Stammzell-angereichertem Körperfett bleibt zu fast 100 % erhalten. Im Vergleich dazu überdauern bei klassischer Eigenfett-Transplantation nur etwa 60-70 % des transplantierten Volumens langfristig. Die vergrößerte Brust fühlt sich völlig natürlich an und sieht auch in jeder Position “echt” aus, da das gewonnene Volumen nicht aus Silikon, sondern aus lebendigem, körpereigenem Fettgewebe besteht.
Zu Einwänden von plastischen Chirurgen, dass Fetteinspritzung die Röntgen-Diagnose von Krebs erschweren könne meint DDr. Heinrich: “Jeder Eingriff an der Brust kann minimale Verkalkungen hervorrufen, die mit Krebs verwechselt werden können. Dies gilt ebenso für Silikonimplantate. Gute Röntgenologen können im Mammogramm erkennen, ob es sich um eine harmlose Verkalkung durch einen Eingriff oder um die Vorstufe von Krebs handelt. Im Zweifel klärt es die Magnetresonanzmethode”.
Da die Stammzellen aus körpereigenem Fett extrahiert und nicht aus Embryonen gewonnen werden, ist die Methode ethisch unbedenklich. Die zur Brustvergrößerung eingesetzten Stammzellen können in ausreichender Menge aus schonend abgesaugtem Fett entnommen werden und müssen vor der therapeutischen Anwendung - im Gegensatz zu Stammzellen aus Haut und Knochenmark - nicht künstlich zur Vermehrung angeregt werden. Zu welcher Art von Zellen (Haut-, Fett- und Muskelzellen etc.) sich die Stammzellen bei der Ausdifferenzierung zu erwachsenen Zellen entwickeln, wird durch das umgebende Gewebe gesteuert.
DDr. Heinrich setzt Stammzell-angereichertes Eigenfett auch zum natürlichen Body-Forming an anderen Körperregionen wie Po, Hüften, Oberschenkel, Waden etc. sowie zur Dellenkorrektur und Hautverjüngung an Gesicht, Dekollete und Händen ein. “Stammzellen aus Fett besitzen eine besondere biologische Potenz, die Anwendungen weit über die Ästhetik hinaus, etwa zur Organverjüngung, nahe legen”, sagt DDr. Heinrich.
Wer also in Zukunft nicht unbedingt Wert auf “Fußball-Brüste” legt, die in Bewegung wie Bälle hin und her tanzen, wird sich wohl gerne die Brüste mit Stammzell-angereichertem Fett aus Po und Bauch natürlich und formschön vergrößern lassen. Weitere Informationen unter http://www.liposkulptur.at (Ende)
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Koffein verlangsamt Leberfibrose
18.6.2008 von zaro.
Wirkweise des Kaffeeinhaltstoffs auf den Leberumbau geklärt
Aachen - Während einige Studien Hinweis darauf gegeben haben, dass durch regelmäßigen Kaffeegenuss bei chronisch Leberkranken der Leberumbau einen milderen Verlauf nahm, war der molekularbiologische Mechanismus für diesen Prozess bisher ungeklärt. Mediziner des Universitätsklinikums Aachen http://www.ukaachen.de um Olav Gressner konnten nun die Ursache klären: Das aufgenommene Koffein erhöht den Anteil des Botenstoffs Cyclo-AMP in den Leberzellen. Dieser Stoff blockiert den Bindegewebswachstumsfaktor CTGF, welcher für den Umbau gesunder Zellen in funktionslose Bindegewebszellen verantwortlich ist. “Koffein wird fast ausschließlich in der Leber abgebaut”, berichtet Gressner, “dadurch bewirkt es eine Anreicherung des Cyclo-AMP exakt dort, wo es benötigt wird, um den Umbauprozess der Leber - Fibrose genannt - zu verlangsamen.”
Um ihre Überlegungen zu bestätigen, entnahmen Gressner und seine Kollegen Hepatozyten, die das CTGF produzieren, aus den Leberzellen gesunder Ratten und stimulierten diese in Kultur mit Koffein. Es zeigte sich, dass die Hepatozyten, die rund 80 Prozent des gesunden Lebervolumens ausmachen, in diesem Zustand deutlich weniger schädliches CTGF herstellten, was die Annahmen der Forscher bestätigte. Durch bloßes Kaffeetrinken sei es jedoch nicht möglich, die Krankheit zu heilen, betont Gressner. “Mit zwei Tassen Kaffee täglich lässt sich der Krankheitsverlauf aber zumindest verzögern.” Zudem sei langfristig die Möglichkeit einer Behandlung mit höher dosierten, koffeinhaltigen Medikamenten durchaus vorstellbar, so der Mediziner.
Bei Fibrosen kommt es zu einer krankhaften Vermehrung des Bindegewebes in bestimmten Organen wie Leber, Niere und Lunge, wobei sich das Gewebe des betroffenen Organs verhärtet. Die narbigen Veränderungen können im fortgeschrittenen Krankheitsstadium die Organfunktion beeinträchtigen. Bei der Leberfibrose werden so die schadstoffabbauenden Bereiche des Organs, das Leberparenchym, zerstört. Eine Fibrosierung des Lebergewebes kann die Folge einer Vielzahl von chronischen Leberschäden sein. Häufige Ursachen sind neben übermäßigem Alkoholgenuss Erkrankungen wie Hepatitis B und C.
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Meeresmikrobe wandelt Kohlendioxid in Energiebausteine
13.6.2008 von zaro.
Forscher klären neuen Weg zur Speicherung des Treibhausgases
München - Eine neue Möglichkeit, das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid in energiereiche und schadfreie Verbindungen umzuwandeln, haben Forscher der Technischen Universität München http://www.tum.de in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universitäten Regensburg http://www.uni-regensburg.de und Freiburg http://www.uni-freiburg.de gefunden. Die Meeresmikrobe Ignicoccus hospitalis baut in ihren Stoffwechselprozessen aus Kohlendioxid höhere organische Verbindungen auf, die Bausteine für Zucker und Aminosäuren sind. Wie genau der einzellige Organismus dies bewerkstelligt, haben die Forscher jetzt aufklären können.
Wenn der Mensch einen Muskel bewegt, wird der sogenannte Citrat-Zyklus in Gang gesetzt, bei dem bestimmte Enzyme Zucker oder Fettsäuren abbauen. Dabei entsteht das Acetyl-Coenzym A, das zur Herstellung energiereicher Verbindungen gebraucht wird, und Kohlendioxid. Der Ignicoccus, der zur Domäne der Archaeen - der “Urform des Lebens” - gehört, macht es genau andersherum. Auf dem Grund der Tiefsee ohne Licht und Sauerstoff nutzt der Mikroorganismus eine Art modifizierten Citrat-Zyklus, bei dem Kohlendioxid aufgenommen und in die für sein Leben nötigen Stoffe umgewandelt wird.
Auch bei dem Stoffwechselprozess der Mikrobe spielt das Acetyl-Coenzym A eine wichtige Rolle, es schleust nämlich das Kohlendioxid in den Kreislauf ein. An einer zweiten Stelle kommt ein weiteres Kohlenstoffatom aus “eingeatmetem” Kohlendioxid zu dem Molekül dazu, sodass am Ende des Reaktionsprozesses eine Acetyl-Verbindung mit vier Kohlenstoffarmen steht. Aufgespalten in zwei neue Acetyl-Coenzym-A-Einheiten, gelangt die eine Verbindung zurück in den Zyklus, während die andere als Grundbaustein für Zucker und Aminosäuren zur Verfügung steht. Mit Hilfe von Isotopenuntersuchungen und Magnetresonanz-Spektroskopie konnten die Forscher dem sogenannten Kohlenstofffixierungs-Prozess in den Mikroben nun auf die Spur kommen. “Dieser sehr zentrale Stoffwechselweg wurde bisher schlicht übersehen”, so Biochemiker Wolfgang Eisenreich von der TU München gegenüber pressetext.
Der Ignicoccus-Organismus lebt in unwirtlichen Bedingungen in der Tiefsee in heißen, vulkanischen Schloten und ist dabei Temperaturen von bis zu 90 Grad Celsius ausgesetzt. Dass er diesen widrigen Umständen trotzen und überleben kann, verdankt er seinen Enzymen und Zellmembranen, die sich an die mörderischen Umgebungsbedingungen angepasst haben. Könnte man derart widerstandsfähige Organismen für industrielle Prozesse nutzen, wäre dies ein Weg zu neuen, Energie sparenden Verfahren, hofft Eisenreich. “Mit unseren Untersuchungen haben wir die Basisinformationen erbringen können, die gebraucht werden, um auf dem Gebiet weiterforschen zu können. Nun sind Biotechnologen gefragt, mögliche industriell verwertbare Verfahren aus unseren Erkenntnissen zu entwickeln und zur Anwendungsreife zu führen”, so der Biochemiker. “Bis dahin ist es sicherlich noch ein ziemlich langer Weg, aber ein Anfang ist gemacht.” (Ende)
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UNO rügt Gentechnik-Einsatz in Indien
9.6.2008 von zaro.
“Armut der Kleinbauern durch multinationale Konzerne verschlimmert”
Genf - Erstmals hat der UN-Menschenrechtsausschuss http://www.ohchr.org mit Sitz in Genf den Einsatz der Agro-Gentechnik mit Menschenrechtsverletzungen in Zusammenhang gebracht. Nachdem indische NGOs vor wenigen Wochen die Lage in ihrem Land schilderten, heißt es in der gestern, Montag, veröffentlichten Erklärung des zuständigen Komitees: “Das Komitee ist besorgt, dass die extreme Armut unter den Kleinbauern durch die Einführung von genetisch verändertem Saatgut durch multinationale Konzerne und die daraus resultierende Preiseskalation bei Saatgut, Dünger und Pestiziden verschlimmert wurde.” Dabei wird explizit auf die “steigende Häufigkeit von Farmer-Selbstmorden über das vergangene Jahrzehnt” Bezug genommen.
Das Komitee drängt die indische Regierung, “finanzielle und andere Hilfsformen für Familien von Suizid-Opfern zur Verfügung zu stellen”, sowie den Bauern die Möglichkeit zu geben, vermehrungsfähiges Saatgut zu kaufen. Damit könne die Abhängigkeit von multinationalen Konzernen beseitigt werden. Laut der indischen Menschenrechtsaktivistin und Alternativ-Nobelpreisträgerin Vandana Shiva stehen rund 200.000 Selbstmorde in direktem Zusammenhang mit nicht vermehrungsfähigem Hybrid-Saatgut, weit mehr als die Hälfte davon mit genmanipuliertem Saatgut. Weiters fordert der UN-Menschenrechtsausschuss Indien auf, “dringende Maßnahmen gegen die Armut und die Nahrungsmittelunsicherheit zu ergreifen”.
Als “großen Erfolg” wertet Christiane Lüst, Verfasserin und Koordinatorin dieses und zwei weiterer Reports, die Aussagen der UNO. Nach den erfolglosen Anläufen von österreichischer (2005) und kanadischer Seite (2006), scheint damit der Bann gebrochen. “Die indische Regierung und in Folge auch alle andern Staaten müssen jetzt die Bauern vor den multinationalen Konzernen schützen - das betrifft auch Deutschland”, meint die Aktivistin aus Gauting http://www.stopptgennahrungsmittel.de . Der UN-Menschenrechtsausschuss habe “eine klare Absage an Gentechnik- und Terminator-Saatgut” getätigt. (Ende)
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Schlafmangel sorgt für unzuverlässige Gehirnleistung
6.6.2008 von zaro.
Normalphasen wiegen Menschen in falscher Sicherheit
Durham - Wer sich darauf verlässt, dass sein Gehirn auch bei zu wenig Schlaf gut funktioniert, kann sich in Gefahr bringen. Wissenschaftler der Duke University http://medschool.duke.edu und der National University of Singapore http://www.nus.edu.sg haben herausgefunden, dass es auch bei Schlafmangel Phasen einer fast normalen Gehirnaktivität gibt, in denen Aufgaben rasch erledigt werden können. Immer wieder kommt es aber auch zu Phasen mit langsamen Reaktionen und starken Abfällen in der Verarbeitung visueller Informationen und bei der Aufmerksamkeit. Details der Studie wurden im Journal of Neuroscience veröffentlicht.
Die Forscher betonten, dass die Ergebnisse dieser Studie Implikationen für Menschen haben, die in der Nacht arbeiten, wie Lastwagenfahrer auf Langstrecken oder Ärzte mit Bereitschaftsdienst. Der leitende Wissenschaftler Michael Chee erklärte laut BBC, dass die Zeiträume, in denen das Gehirn normal zu funktionieren scheine, die Betroffenen in einer falschen Sicherheit wiegen würden. Tatsächlich kann der sehr wechselhafte Zustand des Gehirns ernste Folgen haben. Das Team wies nach, dass ein Gehirn bei Schlafmangel einfache visuelle Reize verarbeiten kann. Jene Bereiche, die für den Sinn des Gesehenen verantwortlich sind, funktionierten weniger gut. Darin liege, so Chee, die Gefahr des Schlafmangels.
Mittels Kernspinresonanztomografie wurde der Blutfluss im Gehirn untersucht. Ziel war es, die Aktivität festzustellen. Teilnehmer, die entweder die ganze Nacht wach gehalten wurden oder durchschlafen durften, sollten Buchstaben erkennen, die kurz aufleuchteten. Zu sehen war entweder ein großes H oder S. Jeder dieser Buchstaben bestand aus kleineren Hs oder S’. Manchmal entsprachen die großen Buchstaben den kleineren, manchmal nicht. Zu erkennen waren entweder die größeren oder die kleineren Buchstaben. Dafür sollte einer von zwei Knöpfen gedrückt werden.
Während der langsamen Reaktionen wiesen die unausgeschlafenen Teilnehmer einen sehr deutlichen Rückgang der Aktivität im visuellen Kortex auf. Gleichzeitig waren die frontalen und parietalen “Kontrollregionen” schlechter in der Lage die normalen Korrekturen durchzuführen. Sie schafften es nicht, die mangelnde Aufmerksamkeit auszugleichen. Kurze Ausfälle in den Kontrollregionen konnten auch bei den kurzen Ausfällen der ausgeschlafenen Teilnehmer festgestellt werden. Die Schwierigkeiten bei der visuellen Verarbeitung traten jedoch nur bei durch den Schlafmangel verursachten Fehlleistungen auf. (Ende)
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Energeticum: Mobiles Stoffwechselscreening für Apothekenkunden
5.6.2008 von zaro.
Neue Messmethode für schnellen Gesundheits-Check in der Apotheke
Landshut - Das Unternehmen Energeticum, bekannt durch den Vertrieb von Vital- und Mikronährstoffen, bietet erstmals im Rahmen einer Sonderaktion für Apotheken bundesweit einen kostenlosen mobilen Stoffwechsel-Messdienst an. Die CRS-Stoffwechselanalyse ermöglicht dem Apothekenkunden, innerhalb von wenigen Sekunden durch ein nichtinvasives Messverfahren am Handballen eine detaillierte Auskunft über seine Stoffwechselregulation zu erhalten.
Der Apothekenkunde bezahlt pro Messung einen minimalen Unkostenbeitrag. Der Gesundheits-Check gibt u.a. Auskunft über den Schutz vor Übersäuerung, Abwehrstoffe, Ernährungstypisierung, Mikronährstoffbedarf u.v.m. Die Bewertung der Messergebnisse erfolgt durch einen geschulten Mitarbeiter von Energeticum und dauert ca. 15 Minuten. Die Methode ist sowohl zur qualitativ hochwertigen Vorsorgeuntersuchung als auch zur Untersuchung bei konkreten Beschwerden hilfreich. Sie basiert auf einer speziellen Lichtstrahlung, die durch die Haut die Konzentration verschiedener Substanzen spektroskopisch erfasst. Das CRS-Stoffwechselscreening zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Messung direkt durch die Haut erfolgt und vollkommen schmerzfrei ist.
Weitere Information über die CRS-Methode und deren Aussagemöglichkeiten sind über die Herstellerhomepage http://www.mevitec.com zu beziehen. Die Nutzung des mobilen Stoffwechsel-Messdienstes für Apotheken ist derzeit nur über Energeticum möglich.
Kontakt:
Energeticum GmbH & Co. KG
Ansprechpartner: Michaela Heiß
Telefon: +49 (0) 871-97499-0
E-Mail: info@energeticum.com
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Wasser als Hauptgrund für Armut
4.6.2008 von zaro.
Experte: Nur angepasste Lösungsvarianten garantieren Versorgungssicherheit
Berching - Für Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländer ist die Verfügbarkeit von Wasser nicht nur eine Frage des physischen Überlebens, sondern auch ein Hauptgrund für Armut und fehlende Bildung. Zu diesem Schluss kommt der Umweltpreisträger der Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU http://www.dbu.de, der Unternehmer Hans G. Huber http://www.huber-solutions.de. Der Experte argumentiert damit, dass das Wasserholen die zeitaufwändige Aufgabe von Kindern und Frauen sei. Dadurch bleibe keine Zeit für Erziehung, Bildung und damit für Zukunftsperspektiven.
Huber, der für seine Technologie zur Frischwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung 2006 von der DBU mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet wurde, hat bei der Eröffnung der Ausstellung “WasserWissen” http://www.wasser-wissen.net die Notwendigkeit einer effektiven Wasserversorgung betont. Um das Ziel zu erreichen seien große Anstrengungen erforderlich. Neben neuen Technologien der Abwasserbehandlung und der Wiederverwendung müssten alle Beteiligten umdenken. Die Ausstellung “WasserWissen” wurde als Wanderausstellung konzipiert und geht ab November 2009 deutschlandweit auf Reise.
“In den süßwasserreichen Ländern Europas ist das Thema Wassersparen nicht zielführend, denn alle Systeme, egal ob Zu- oder Abwassersysteme brauchen einen regen Durchfluss”, erklärt Huber, dessen Unternehmen weltweit mit Wassertechnologien beschäftigt, gegenüber ZARO. Ganz anders sehe die Situation allerdings schon in Südeuropa aus. Hier müsse aufgrund der Nicht-Verfügbarkeit gespart werden. “Da tritt natürlich erstmals auch die Frage nach einem geschlossenen Kreislauf beim Wasser auf - das heißt eine Wiederverwendung des aufbereiteten Abwassers”, meint Huber. Der Experte betont, dass allein für die Toilettenspülung 30 Prozent des Wasserverbrauchs in einem Haushalt anfallen. “Da gilt es natürlich, die Wasseraufbereitungstechnologien weiter zu entwickeln.”
Der zweite große Problembereich betreffe die Frage der Abwässer. “Da wird nach Lösungen gesucht, die bezahlbar und bedienbar sind”, betont der Fachmann. “Wir haben 150 Jahre gebraucht, um solche Lösungen, wie wir sie heute in europäischen Städten haben, zu schaffen.” Diese lokalen Lösungsvarianten ließen sich auch nicht einfach auf andere Regionen oder Städte umlegen. Als Beispiel führt Huber etwa die Ausbringung von Abwässern in Felder mit Nutzpflanzen an. “Das kann man nur dort machen, wo die Sonneneinstrahlung gering ist, da ansonsten die Böden versalzen.” Gerade dieses Beispiel mache es deutlich, dass die Problematik sehr vielfältig sei. Viele Probleme, etwa die zu starke Entnahme von Grundwasser aus der Umgebung für die Versorgung von Mega-Citys sei vielfach auf die Kurzsichtigkeit der Menschen zurückzuführen.
Gerade die Mega-Citys, die in den kommenden Jahren einen Großteil der Weltbevölkerung aufnehmen, würden eine Reihe von Problemen aufwerfen. “Es geht natürlich auch um die Nahrungsmittelversorgung, die ebenfalls wieder Wasser erfordert”, betont Huber. Obwohl global derzeit sehr viel getan und zum Teil vernünftige Vorschläge eingebracht werden, sind die Herausforderungen groß. “Es geht letztlich darum, angepasste Lösungen für jede einzelne dieser großen Städte zu finden.” Das müsse man auch den Politikern, die gerne Beispiele europäischer Städte eins-zu-eins in andere Nationen übertragen wollen, beibringen, meint Huber abschließend gegenüber uns. (Ende)
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Artenreiches Tiefseeriff überrascht Meeresbiologen
3.6.2008 von zaro.
Jahrhunderte alte Korallen im Blake Plateau sind Lebensraum vieler Fischarten
Washington - Die Tiefseekorallenriffe vor der Küste der östlichen US-Bundesstaaten sind offenbar nicht nur viel älter und größer als bisher angenommen, sondern bieten auch vielen kommerziell wichtigen und teilweise unbekannten Fischarten Lebensraum. Das berichtet ein Forschungsteam der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanographiebehörde NOAA http://www.noaa.gov um die Zoologin Martha Nizinski. Während einer Reihe von Expeditionen hatte die Gruppe zwischen 2002 und 2005 die Korallenriffe des unterseeischen Blake Plateau, das sich von North Carolina bis nach Florida erstreckt, untersucht.
“In diesen Riffen war eine ganze Reihe von Tieren verbreitet, die sonst als selten gelten”, sagt Studienleiterin Nizinski. “Wir konnten hier viele Arten außerhalb ihrer bisher bekannten Lebensräume beobachten und auch einige neue Spezies entdecken.” Zudem haben die Forschungsreisen auch direkten Einblick in die Interaktionen der Arten geben können und wie diese ihr Habitat, das Riff, nutzen. Bis zum Studienzeitpunkt waren diese Tiefseeriffe rund 100 Kilometer vor der Küste “aufgrund der großen Tiefen, der rauen Topographie und der starken Strömungsstärke des Golfstroms” ein wenig erforschtes Gebiet.
Die Forscher mit Wissenschaftlern der Universität von North Carolina http://www.unc.edu, des US Geological Survey http://www.usgs.gov und des North Carolina Museum of Natural Sciences http://www.naturalsciences.org zeigten sich ob des Artenreichtums der Riffe dennoch überrascht. Denn neben Fischarten hätten sich auch Schwämme, Krebse, Schlangensterne und ähnliche Lebewesen gefunden. Zudem würden auch die Korallen an sich wertvolle historische Daten über das veränderte Meeresklima liefern können und Quellen pflanzlicher und tierischer Artenvielfalt darstellen, betonen die Forscher. So leben in und um die Tiefseekorallen verschiedenste Organismen, von denen einige möglicherweise auch Potenzial für die pharmazeutische Forschung hätten. Derzeit wertet die Zoologin die in den Riffen gesammelten Proben aus, vermutlich werde die Forschung aber noch einige Jahre in Anspruch nehmen.
Die Tiefseeriffe vor der südlichen US-Küste bestehen größtenteils aus Kolonien von Steinkorallen der Art Lophelia pertusa, die weltweit in allen Ozeanen in Tiefen von 80 bis 3.000 Meter auf Hartböden wachsen. Diese Art wartet im Gegensatz zu den tropischen Korallenarten nicht mit bunter Färbung auf und wächst nur sehr langsam. Die Korallenbänke im Blake Plateau würden sich gegenüber den anderen Lebensorten der Art durch enorme Größe und Alter auszeichnen. “Diese Tiefseekorallenbänke können bis zu einer Größe von 100 Metern wachsen und einige Kilometer lang werden. Das ist nicht gerade das, was Menschen in North Carolina zu finden erwarten”, erklärt Nizinski. “Aber womöglich handelt es sich hierbei um die nördlichsten Tiefseekorallenbänken an der Ostküste der USA.” (Ende)

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WWF: Artenschwund in Deutschland hält an
2.6.2008 von zaro.
Hälfte aller Biotope droht zu verschwinden
Frankfurt - Die Zahl der bedrohten Biotope in Deutschland hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen, die Rote Liste der Tierarten wird immer länger. Das geht aus dem heute, Mittwoch, veröffentlichten WWF-Bericht “Naturschutz in Deutschland. Schutzgebiete und das Biodiversitätsziel 2010″ hervor. “Die potenziellen Lebensräume sind immer weniger geworden. Auch die deutschen Naturschutzgebiete sind in ihrer Qualität nicht ausreichend, um dauerhaft vielen Arten Schutz bieten zu können”, sagt WWF-Artenschutzexperte Frank Barsch im Gespräch mit uns. In der Bundesrepublik fehle es noch immer an Maßnahmen, um die Qualität der Lebensräume zu erhalten, da die geschützten Gebiete oft zu klein oder zu isoliert seien und sich oft in unmittelbarer Nachbarschaft zu agrarisch genutzten Flächen befänden.
Die Bundesregierung hat sich der Vereinbarung der Europäischen Union angeschlossen, bis zum Jahre 2010 den Verlust der biologischen Artenvielfalt zu stoppen. Der WWF sieht dieses Ziel als nur mehr schwer erreichbar. Die Zahl der bedrohten Biotope habe sich seit 1994 von 68,7 auf 72,5 Prozent erhöht, langfristig drohe gar die Hälfte aller Biotope zu verschwinden, berichtet Barsch. Auch die Liste der bedrohten Tierarten verlängere sich stetig. Zwar haben sich die Bestände besonders gefährdeter Arten wie Seeadler, Kranich, Luchs, Biber und Seehund erholt, der Wolf sei gar zurückgekehrt. Dennoch dürften diese positiven Nachrichten nicht über die derzeitige Lage hinwegtäuschen. “Besonders Amphibien und Reptilien sind gefährdet”, mahnt Barsch. Selbst Allerweltsarten wie der Haussperling seien rückgängig.
Die Gründe für den Rückgang sowohl des Lebensraums als auch der Tierarten sieht der WWF in verschiedenen Faktoren begründet. Denn in Deutschland spielen die Intensivierung der Landwirtschaft, die Eutrophierung der Böden, die Zerschneidung und Versiegelung der Landschaft im Rahmen von Siedlungsbau und wirtschaftlichen Erschließungsprozessen zusammen. Zudem seien die Maßnahmen zum Schutz der Qualität in den Nationalparken und Biotopen nicht ausreichend. “Wir müssen ein Schutzgebietsnetz aufbauen, das den Arten dauerhaft Schutz bietet”, fordert Barsch. Ein erster Schritt in diese Richtung sei allerdings getan. So habe im vergangenen Jahr die Bundesregierung die Gebiete, die der europäischen “Flora-Fauna-Habitat”-Richtlinie entsprechen, nach Brüssel gemeldet. “Hierbei geht es um die Ausweisung von Schutzgebieten für besonders bedrohte Arten und Lebensraumtypen”, erläutert Barsch. “Wir sind froh, dass Deutschland die rund 4.600 Gebiete gemeldet hat. Allerdings erst zehn Jahre nach der ersten Deadline.” In diesen Gebieten müssten nun Schutzmaßnahmen etabliert werden, es gelte konkrete Pläne und Standards zu entwickeln und auch umzusetzen. “Denn bisher existieren diese Gebiete ja nur auf dem Papier,” fügt Barsch hinzu.
Um den Naturschutz sinnvoll voranzutreiben und den Artenverlust wirklich zu stoppen müssten Erhaltungsziele formuliert werden, die klare Verbote und Gebote enthalten. “Dazu bedarf es natürlich auch der Verpflichtung aller Länder, dass sie das Naturerbe erhalten wollen”, betont Barsch. “Denn sonst droht uns eine Verarmung der Landschaft und der natürlichen Umwelt.” Zumal sich Deutschland als Industrienation und Gastgeber des UN-Umweltgipfels “Übereinkommen über die biologische Vielfalt” http://www.cbd.int im Mai in einer Vorbildrolle befindet. “Es gilt dann vor 190 Nationen zu beweisen, dass wir es ernst meinen mit dem Schutz der natürlichen Vielfalt vor der eigenen Haustür.” (Ende)
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