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Archive für 9.12.2008

Hautverjüngung ohne Skalpell

Körpereigene Fibroblasten erhöhen Spannkraft und Festigkeit der Haut

Rom - Forscher am Ospedale San Filippo http://www.sanfilipponeri.roma.it haben ein Verfahren für eine natürliche Hautverjüngung entwickelt. Unter Verwendung von in jugendlichem Alter entnommenen und anschließend eingefrorenen Hautzellen ist ein Facelifting ohne chirurgische Eingriffe möglich, berichten die Wissenschaftler. “Die von unserem Team durchgeführten klinischen Tests haben gute Ergebnisse gebracht”, bestätigt Projektleiter Maurizio Valeriani. “Dabei haben wir hinter den Ohren entnommene Fibroblasten in die Haut injiziert.”

Fibroblasten seien in der Lage, das für die Spannkraft und Festigkeit der Haut notwendige Kollagen zu produzieren. “Während der Alterung treten jedoch quantitative und qualitative Verluste auf”, so der italienische Wissenschaftler. Durch die Zufuhr möglichst junger Fibroblasten werde die Haut straffer, gesünder und elastischer. Deshalb sei es im Interesse der Patienten, möglichst vor dem dreißigsten Lebensjahr für eine Extrahierung und Konservierung im Kühlfach zu sorgen.

Doch der Primarius für plastische Chirurgie ist in seiner Planung bereits ein gutes Stück weiter. “Die Zukunft gehört auch auf diesem Gebiet dem Einsatz von Stammzellen. Infolge einer neueren Entdeckung wissen wir, dass nach jeder normalen Fettabsaugung mehrere Milliarden Stammzellen verfügbar sind. Deshalb werden bei dieser Methode auch keine ethischen Probleme oder quantitativen Engpässe entstehen.” Die Untersuchungsergebnisse der italienischen Wissenschaftler sind beim jüngsten “Congresso di Chirurgia Plastica, Dermatologia e Medicina Estetica” in San Marino vorgestellt worden. Die Arbeiten an dem Stammzellenprojekt, so Valeriani, sind bereits angelaufen. (Ende)

Energiereiche Schönheit

Natürliche Waffe gegen Alzheimer entdeckt

Farbstoff aus Wildpflanze kann Plaques-Bildung verhindern

Pisa - Italienische Wissenschaftler haben ein natürliches Mittel gegen die Entstehung von Alzheimer entdeckt. Der aus der Wildpflanze “Hypericum perforatum” extrahierte Farbstoff Hyperizin kann die Anhäufung von Beta-Amyloiden und damit die Bildung der gefürchteten Plaques verhindern, berichten Forscher des Istituto di Biofisica http://www.pi.ibf.cnr.it.

Der Labortest wurde mit Hilfe optischer Spektroskopiemethoden durchgeführt. “Kennzeichen bei der Entstehung von Alzheimer sind die Bildung und Akkumulation von Proteinfragmenten in Form von hochstabilen und unauflöslichen Amyloidfibrillen”, bestätigen die zum Institut gehörenden Wissenschaftler Antonella Sgarbossa und Francesco Lenci. “Lange Zeit über glaubte man, dass diese in erster Linie für das Entstehen der gefürchteten Alterskrankheit verantwortlich sind.” Heute neige die Forschung dazu, die Ursache auf kleinere, im anfänglichen und mittleren Stadium der Fibrillenentwicklung entstehende Oligomere zurückzuführen.

Diese löslichen und instabilen “präfibrillären” Oligomere tendierten dazu, mit Makromolekülen und Zellstrukturen im menschlichen Gehirn zu interagieren und dadurch die gefürchtete Nervenschädigung hervorzurufen. Zahlreiche Arbeiten anderer Forscher hätten gezeigt, dass beispielsweise in Rotwein und grünem Tee in hoher Konzentration vorkommende natürliche Polyphänole auf Grund ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften solche Vorgänge unterbinden können.

“Die Besonderheit des Hyperizin hingegen besteht darin, dass es wie eine fluoreszierende Sonde wirkt”, so die italienischen Wissenschaftler weiter. Tatsächlich sei die darin enthaltene Substanz in der Lage, nicht nur die Bildung von Fibrillen, sondern auch die von präfibrilären Oligomeren zu unterbinden und dies mit Fluoreszenzstrahlen zu signalisieren.

Damit biete sich die Möglichkeit der Bereitstellung eines Verfahrens zur Früherkennung und Frühbekämpfung von Alzheimer, ohne auf Versuche an Lebendtieren zurückgreifen zu müssen. Die Einzelheiten der Untersuchung sind in der internationalen Fachzeitschrift “FEBS Letters” veröffentlicht. (Ende)

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