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Archive für 7.1.2009

Gesundheitstipps auf ZAROnews

Hier finden Sie zukünftig wertvolle Gesundheitstipps!

Niederndorf/Tirol - Wir haben eine neue Kategorie bei ZAROnews “Gesundheitstipps”, damit möchten wir vor allem auf natürliche Heilungsmethoden aufmerksam machen, die einfach und praktisch anwendbar sind. Es geht und damit vor allem um Prävention, denn nur was Krank ist braucht Heilung, das Beste ist aber überhaupt nicht krank zu werden. Wir möchten damit helfen das bewusste Menschen im Umgang mit dem Körper eine Fülle von Informationen zur Gesunderhaltung erhalten.

Robert Zach, Januar 2009

Weinen hilft dem Gemüt

Psychologin: “Weinen zuzulassen ist der beste Trost”

Tilburg/Wien - Weinen kann in schwierigen Situationen sowohl zu einer Besserung des Gemütszustands führen als auch zu dessen Verschlimmerung. Wie sich Weinen auswirkt, hängt auch von äußeren Umständen ab, zeigten Psychologen der niederländischen Universität Tilburg http://www.tilburguniversity.nl. Ihre Analyse von 3.000 Weinsituationen außerhalb des Labors, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift “Current Directions in Psychological Science” veröffentlicht wurden, zeigt eher positive langfristige Folgen des Weinens. Äußere Umstände wie die Unterstützung einer anwesenden Person oder die Persönlichkeit des Weinenden sind demnach wichtige Kriterien.

Weinen führt laut Studie in den meisten Fällen zu einer Besserung des Gemütszustands. Bei jedem Dritten stellte sich dieser Effekt jedoch nicht ein, jeder Zehnte fühlte sich nachher sogar schlechter als zuvor. Als positiv empfanden die befragten Personen, wenn sie beim Weinen nicht alleine waren, sondern von jemandem Unterstützung erfuhren. Problematisch war das Weinen hingegen bei Menschen, die an Angst- und Verwirrungszuständen leiden, sowie bei “gefühlsblinden” Menschen. Darunter werden Menschen verstanden, die eigene Gefühle kaum wahrnehmen und beschreiben können. Die Studienautoren vermuten, dass bei diesen Menschen der Mangel an Selbsterkenntnis die kognitive Umwandlung einer traurigen in eine positive Erfahrung verhindert.

Die Wiener Psychotherapeutin Sonja Kinigadner beschreibt im Interview zwei grundsätzlich verschiedene Formen des Weinens. “Wohltuendes Weinen schafft Lösung, ermöglicht Abschied sowie Loslassen und ist Teil der Trauer. Ganz anders ist hingegen das ohnmächtige in sich hinein Schluchzen, das Gefühle wie Wut, Verzweiflung und Zorn ersetzen soll. Dieses kraftlose, depressive Weinen gibt kaum Aussicht auf Veränderung.” Die beste Unterstützung eines Anwesenden sei in diesem Fall, feinfühlig dem Weinen Platz zu geben. “Wer trösten möchte, soll nicht das Gefühl geben, dass gleich etwas verändert werden muss. Einfach dabei zu sein, zu verstehen und Zustimmung zu zeigen hinterlässt das Gefühl, dass das Weinen ankommt.” Wird das Weinen zum Dauerzustand und überschreitet es das Ausmaß der Belastung oder Trauer, sei es ratsam, professionelle therapeutische Hilfe zu suchen, so Kinigadner.

Die Erforschung des Weinens bedeutet hohe methodische Herausforderungen. Die niederländischen Psychologen wählten die Beobachtung außerhalb des Labors, um Scham und andere negative Gefühle zu reduzieren, die Beobachtung und Videoaufnahme bei zum Weinen gebrachten freiwilligen Testpersonen bewirken. Solche früheren Laborexperimente konnten jedoch die körperlichen Folgen des Weinens zeigen. Weinen verursacht zunächst unangenehme Erregungen, hohen Puls und Schwitzen, später setzen jedoch beruhigende Mechanismen ein wie die langsame Atmung. Diese positiven Effekte wirken länger als die anfängliche Anspannung, weshalb bei der Mehrheit der Betroffenen das Weinen in guter Erinnerung bleibt. (Ende)

Lebendige Energiekristalle

Studie: Sexuelle Lustlosigkeit das häufigste sexuelle Problem bei Frauen

Wien - Die Ergebnisse der PRESIDE*-Studie, der größten Studie zur Häufigkeit von Sexualstörungen bei Frauen, belegen, dass ein vermindertes sexuelles Verlangen das häufigste sexuelle Problem bei Frauen im Alter ab 18 Jahren darstellt. (1) In der Zeitschrift Obstetrics & Gynecology (Green Journal) wurden die Ergebnisse dieser neuen Untersuchung an mehr als 31.000 Frauen veröffentlicht. In der Studie berichtete etwa eine von zehn Frauen über vermindertes sexuelles Verlangen verbunden mit persönlichem Leidensdruck. Die medizinische Bezeichnung hierfür ist HSDD (Hypoactive Sexual Desire Disorder). (1)

HSDD wird im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-IV) der US-amerikanischen Gesellschaft für Psychiatrie folgendermaßen definiert: Vermindertes sexuelles Interesse oder Verlangen, fehlende sexuelle Gedanken oder Fantasien bzw. das verminderte Verlangen nach sexueller Aktivität. HSDD verursacht einen ausgeprägten Leidensdruck oder ernste Beziehungsprobleme und kann nicht einer medizinischen Erkrankung oder einem Medikament zugeschrieben werden. (2) Es handelt sich um eine gesundheitliche Störung, die sehr häufig nicht oder falsch diagnostiziert wird. (3)

“Ärzte, die bei Frauen sexuelle Probleme diagnostizieren und diese behandeln, sollten zunächst das Ausmaß des damit verbundenen Leidensdrucks beurteilen”, betonte Dr. Jan L. Shifren, Autorin und Direktorin des “Menopause Programme” der Vincent Geburtshilfe und Gynäkologie-Abteilung des Massachusetts General Hospital in Boston, USA. “Generelle sexuelle Schwierigkeiten mit hohem Leidensdruck wurden bei etwa jeder achten Frau festgestellt. Daher sollten Ärzte ihre Patientinnen nach sexuellen Problemen fragen und erheben, ob diese zu Unzufriedenheit, Frustration oder anderen Empfindungen führen, die ihre Lebensqualität negativ beeinflussen.”

Ergebnisse der PRESIDE-Studie

In der PRESIDE-Studie berichteten 44,2 Prozent der Frauen, dass sie unter sexuellen Problemen leiden. (1) Am häufigsten wurde von 38,7 Prozent der Befragten vermindertes Verlangen genannt (1). Erregungs- (26,1 Prozent) und Orgasmusstörungen (20,5 Prozent) traten seltener auf. (1) Von allen teilnehmenden Frauen berichteten 22,8 Prozent, dass sie persönlich stark unter ihren sexuellen Problemen leiden würden. (1)

Mangelndes sexuelles Verlangen war für zehn Prozent der Befragten das häufigste Problem und verursachte damit doppelt so oft einen Leidensdruck wie Erregungsstörungen (5,4 Prozent) oder Orgasmusprobleme (4,7 Prozent). (1) Von vermindertem Verlangen und daraus resultierendem Leidensdruck waren Frauen aller Altersklassen betroffen, häufiger jedoch Frauen im mittleren Lebensalter. (1)

PRESIDE
PRESIDE ist eine Querschnittsstudie, die an einer national repräsentativen Allgemeinpopulation von 31.581 erwachsenen Frauen in den USA durchgeführt wurde. (1)

Charakteristisch für die weibliche sexuelle Dysfunktion sind sexuelle Probleme, die einen persönlichen Leidensdruck auslösen. Zur Beurteilung dieses Leidensdrucks wurden zwei validierte Befragungsmethoden eingesetzt: Der Fragebogen zu Veränderungen in der sexuellen Funktionsfähigkeit (Changes in Sexual Functioning Questionnaire - CSFQ-14), ein validiertes Instrument mit 14 Fragen, mit dem die Befragten ihr aktuelles sexuelles Verhalten und ihre Probleme anhand einer Fünf-Punkte-Skala selbst einschätzen konnten. (1) Außerdem kam die Skala zur Messung des sexuellen Leidensdrucks von Frauen zum Einsatz (Female Sexual Distress Scale - FSDS), ebenfalls ein validiertes Instrument mit zwölf Fragen zur Beurteilung des Befindens der Frauen betreffend Sexualleben, Schuldgefühlen, Frustration, Stress, Beunruhigung, Ärger, Verlegenheit sowie Unzufriedenheit während der vorangegangenen 30 Tage. (1)

Über DSM-IV
Die vierte Ausgabe des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-IV) definiert HSDD als dauerhaft verminderte (oder fehlende) sexuelle Fantasien bzw. dauerhaft vermindertes (oder fehlendes) Verlangen nach jeglicher Form sexueller Aktivität, wodurch Leidensdruck oder Beziehungsprobleme entstehen. HSDD wird nicht durch eine andere Störung (mit Ausnahme einer anderen sexuellen Dysfunktion) verursacht und kann auch nicht der direkten physiologischen Wirkung einer Substanz (einschließlich eines Medikaments) oder einer anderen allgemeinen medizinischen Erkrankung zugeschrieben werden. (2)

Quellen:
(1) Shifren, JL et al. Sexual Problems and Distress in United States Women: Prevalence and Correlates. Obstet Gynecol 2008; 112(5)
(2) Sexual and gender identity disorders. In: American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders. 4. Ausgabe. Washington, DC: American Psychiatric Association; 2000:493-538
(3) Bachmann G. Female sexuality and sexual dysfunction: are we stuck on the learning curve? J Sex Med. 2006 Jul;3(4):639-45.

* Prevalence of Female Sexual Problems Associated with Distress and Determinants of Treatment Seeking

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