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Archive für 12.1.2009

Krebszellen tricksen programmierten Zelltod aus

Zellen erholen sich nach Chemikalien-Cocktail

Hongkong - Krebszellen umgehen ihr Absterben durch das Rückgängigmachen eines Vorgangs, der bei normalen Zellen am Ende ihrer Lebensspanne zum Tod führt. Wissenschaftler der Chinese University of Hong Kong http://www.cuhk.edu.hk/v6/en haben nachgewiesen, dass Krebszellen sich erholten, nachdem sie einem Cocktail aus Chemikalien ausgesetzt waren, der bei normalen Zellen zum Absterben führt. Diese Fähigkeit könnte Krebszellen helfen, die Wirkung der bei der Chemotherapie eingesetzten Medikamente zu blockieren. Details der Studie wurden im British Journal of Cancer veröffentlicht.

Der programmierte Zelltod oder Apoptose spielt eine entscheidende Rolle bei der Gesunderhaltung des Körpers. Er sorgt dafür, dass beschädigte oder fehlerhafte Zellen entsorgt werden. Werden diese Zellen nicht zerstört, können sie sich weiter teilen und in der Folge zu einem Tumor werden. Das Team um Ming-Chiu Fung behandelte Krebserkrankungen der Gebärmutter, der Haut und der Brust mit jeweils drei verschiedenen Chemikalien: Jasplakinoliden, Staurosporinen und Ethanol. Sie lösen bei normalen Zellen eine Apoptose aus. Es sollte untersucht werden, ob Krebszellen überleben können, wenn sie den Punkt ohne Wiederkehr bei einem normalen Zelltod überschritten hatten, berichtet BBC Online.

Es zeigte sich, dass sich die Krebszellen erholten, nachdem die Chemikalien entfernt worden waren. Das galt auch dann, wenn die Zellen normalerweise kritische Kontrollpunkte bereits passiert hatten. Als die Chemikalien entfernt wurden, erhielten die Krebszellen ihre Form und auch ihre Funktion wieder. Auch die Zellteilung lief normal weiter. Sie verloren ihre Fähigkeit, sich zu erholen, wenn der Kern im Innersten der Zelle begonnen hatte sich aufzulösen. Dieses Ereignis steht normalerweise am Ende des Zelltodes. (Ende)

Gemeinsame Mahlzeiten sind gesund

Jugendliche nehmen sich zu wenig Zeit zum Essen

St. Louis - Zunehmender Termindruck in Ausbildung und Arbeit ist Schuld daran, dass sich die Essensgewohnheiten von jungen Erwachsenen verschlechtern. Eine Studie der University of Minnesota http://www.umn.edu hat bei 1.687 Jugendlichen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren erhoben, wie viel Zeit sie für die Einnahme der täglichen Mahlzeiten zur Verfügung haben und wie ausgeglichen diese sind. Demnach nehmen sich 35 Prozent der männlichen und 42 Prozent der weiblichen Befragten kaum regelmäßig die Zeit, sich beim Essen niederzusetzen. Je schneller das Essen vor sich geht, desto eher ist es ungesund. Diese Ergebnisse wurden im Journal of the American Dietetic Association http://www.adajournal.org veröffentlicht.

Mit wem man die Mahlzeiten einnimmt, bestimmt unter anderem die Ausgewogenheit der Nahrung. Das zeigte die Frage an die Testpersonen, welche Mengen an Obst, Gemüse, Vollkornprodukte sowie auch Softdrinks und Fastfood-Produkte sie in der vorangehenden Woche zu sich genommen hatten. Wer im Kreis der Familie oder mit Freunden isst, ernährt sich tendenziell viel gesünder als bei den Solo-Mahlzeiten und nimmt sich auch mehr Zeit dafür. Essen im Stehen wurde hingegen besonders bei Frauen viel eher mit Softdrinks, Fastfood und fetthältigen Produkten assoziiert.

“Der Zusammenhang zwischen zur Verfügung stehender Zeit und gesundem Essen bei jungen Erwachsenen muss stärker zum Thema gemacht werden”, so das Resümee des Studienautors Nicole Larson. Jugendliche würden das gemeinsame Essen durchaus schätzen, hätte die Untersuchung gezeigt. Das wertet Larson als idealen Ansatzpunkt für Programme zur Gesundheitsförderung. “Junge Erwachsene brauchen mehr Unterstützung, ihre zeitlichen Hindernisse für regelmäßige und gemeinsame Mahlzeiten zu überwinden”, betont der US-Forscher abschließend. (Ende)

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