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Archive für 20.3.2009
Grüner Tee schützt die Zähne
20.3.2009 von zaro.
Besseres Zahnfleisch nach täglichem Teekonsum
Fukoka/Theresienfeld - Wer regelmäßig grünen Tee trinkt, stärkt damit sein Zahnfleisch. Das bestätigen japanische Forscher der Universität Kyushu http://www.kyushu-u.ac.jp/english im Journal of Periodontology. Sie beobachteten bei 940 Männern im Alter zwischen 49 und 59 Jahren, wie sich Teekonsum auf das Zahnfleisch auswirkt. Als Kriterien wurden Vertiefungen der Zahnfleischtasche, Zahnfleischverlust und Blutungshäufigkeit herangezogen. “Mit jeder Tasse grünem Tee pro Tag verbesserten sich alle drei Werte”, so Studienleiter Yoshihiro Shimazaki, selbst begeisterter Teetrinker.
Diese Fähigkeit des grünen Tees, Symptome von Zahnfleischerkrankungen zu verringern, führen die Forscher auf das Antioxidationsmittel Catechin zurück. Es stärkt das Zahnfleisch, indem es einer Entzündungsreaktion der Zahnfleischbakterien entgegenwirkt. Das hat indirekt auch positive Auswirkungen auf andere Gesundheitsprobleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, da diese durch krankes Zahnfleisch verstärkt werden können. Catechin ist außer im grünen Tee auch in Weiß- und Schwarztee sowie in Schokolade, Früchten, Gemüse und Wein enthalten.
“Die positive Wirkung von Antioxidantien und Vitaminen allgemein auf das Zahnfleisch ist hinreichend bekannt”, sagt Klaus Charvat von der österreichischen Gesellschaft für Parodontologie http://www.oegp.at, im ZARO Biotec-Interview. Besonders zu empfehlen seien Nahrungsmittel und Getränke, die Vitamin C, A oder E enthalten, von Schokolade sei aufgrund ihres Beitrags zur Plaquebildung abzuraten. “Entscheidend ist jeweils, dass die Bakterien auf der Wurzeloberfläche verschwinden. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Vorsorgemaßnahme, nicht um eine Therapie bereits eingetretener Krankheiten”, so der Zahnmediziner. (Ende)
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Moderne Medizin macht Senioren zu Patienten
20.3.2009 von zaro.
Gerontologin: “Medikamente sind nicht seniorengerecht”
Wien - Die moderne Medizin macht alte Menschen, die körperlich noch fit sind, zu Patienten. Diese Kritik äußert Michael Oliver, emeritierter Kardiologe der University of Edinburgh http://www.ed.ac.uk, in einem persönlichen Kommentar im British Medical Journal http://www.bmj.com. Vielen alten Menschen würden Ärzte Medikamente für hohen Blutdruck, Diabetes oder hohes Cholesterin verschreiben, ohne die Folgen für die Betroffenen zu bedenken. Bestimmte Vorsorgebehandlungen könnten bei alten Menschen jedoch unangebracht oder sogar gefährlich sein. Diese übermäßige Diagnostizierung und Behandlung führt Oliver auf Naivität der Ärzte, auf übereifriges Befolgen von Richtlinien sowie auf hohe Bürokratie im Gesundheitswesen zurück. Die Medizin solle den tatsächlichen Nutzen der Behandlung von Risikosymptomen bei Menschen über 75 Jahren sorgfältiger und individueller beweisen als bisher und ihnen dadurch erlauben, sich im Alter gesund zu fühlen, so die Forderung des Mediziners.
Die Notwendigkeit genauerer Differenzierung dieser Aussagen nach Krankheitsbildern sieht Katharina Pils, Vorstandsmitglied der österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie http://www.geriatrie-online.at , im ZAronews-Interview. Bei bestimmten gesundheitlichen Zuständen sei bisweilen tatsächlich ein Diagnose-Hype zu beobachten, der auch übermäßige Behandlung nach sich ziehe. Etwa im Falle des Bluthochdrucks hält Pils eine strikte Einhaltung von Systole-Richtwerten von 120 mmHg im Alter für unsinnig, besonders wenn die Betroffenen Werte leicht darüber über lange Jahre gewöhnt seien. Anderswo ortet Pils jedoch eine Unterversorgung. “Osteoporose oder Inkontinenz wird bei den wenigsten älteren Menschen rechtzeitig erkannt, was bei fortgeschrittener Krankheit viel Leid und Kosten verursacht.”
In vielen Fällen ortet Pils fehlende ärztliche Kontrolle. “Alte Menschen nehmen ein Medikament oft 15 Jahre lang ein, ohne dass jemand prüft, ob es wieder abgesetzt werden kann.” Das sei besonders bedenklich bei starken Mitteln wie etwa bei Cortison, das auf lange Zeit Haut und Knochen brüchig macht. “Die Medizin muss hier wachsamer sein und die Sinnhaftigkeit von Verordnungen besser evaluieren.” In vielen Fällen würden Patienten allerdings vom Arzt verschriebene Mittel nach einmaligem Kauf auf eigene Faust absetzen, könne man aus Apothekerdaten schließen.
Als einen Hauptgrund für solches Verhalten alter Menschen sieht Pils die Verwirrung, die eine gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente mit sich bringt. “Menschen sind mit den vielen gleichfarbigen Tabletten überfordert und wissen oft nicht mehr, welches Mittel für welche Beschwerden dient. Eine Vereinheitlichung nach Farben für bestimmte Zwecke wäre hier ein großer Fortschritt”, so die Wiener Gerontologin. Auch die Darreichungsform sei bei mehreren Medikamenten nicht seniorengerecht. “Alte Menschen können aufgrund ihrer geringen physischen Kraft bestimmte Packungen nicht öffnen oder Sprays nicht bedienen. Andere Medikamente bereiten etwa bei Schluckstörungen große Probleme.” Zudem seien Medikamente für alte Menschen auch eine Kostenfrage. “Die Begleichung der Selbstbehalte mehrerer Mittel ist bei einer Mindestpension oft nicht möglich.”
Die fortschreitende Alterung der westlichen Gesellschaften stellt die Medizin vor neue Herausforderungen. “Wir haben es mit einer Situation zu tun, über die wir keinerlei Erfahrungen besitzen”, so Pils. Die durchschnittliche Dauer der in schwerer Krankheit verbrachten Zeit am Lebensende liege jedoch trotz Anstieg der Lebenserwartung unverändert auf zwei Jahren. “Ein wichtiges Ziel der medizinischen Bemühungen muss sein, die Lebensqualität des Patienten zu erhöhen, damit das Leben in guter Gesundheit verlängert wird.” Das könne durch die Herangehensweise des Risiko-Assessments gelingen, in dem Strategien zu mehr individueller ärztlicher Betreuung alter Menschen gesucht werden, so Pils abschließend zu ZAROnews. (Ende)
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Brokkoli schützt vor Asthma
20.3.2009 von zaro.
Steigerung der Abwehrenzyme durch Kreuzblütengewächse
Los Angeles - Ein Inhaltsstoff des Brokkoli fördert die Entstehung von Enzymen, die vor Entzündungen des Atemwegs schützen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der University of California in Los Angeles (UCLA) http://www.ucla.edu, die in der März-Ausgabe des Journal Clinical Immunology veröffentlicht wurde. “Erstmals wurde gezeigt, dass Brokkoli die antioxidante Reaktion beim Menschen biologisch fördert”, sagt Studienleiter Marc Riedl. Da Testpersonen nach dem Verzehr von Brokkoli-Sprossen bis zu dreimal mehr antioxidierende Enzyme in der Nase besaßen, könne man diesen natürlichen Wirkstoff als Entzündungshemmer sowie in der Behandlung mehrerer Atemwegsprobleme ausnutzen.
Verantwortlich für diesen Effekt ist Sulforaphan. Dieses Senföl, das im Brokkoli wie auch in anderen Kreuzblütler-Gemüsearten wie Kohl, Radieschen oder Kresse vorkommt, fördert die Bildung von antioxidierenden Enzymen im Atemweg. Das stärkt die Körperabwehr gegenüber freien Sauerstoffradikalen, die durch verschmutzte Luft, Pollen, Dieselabgase und Zigarettenrauch täglich in den Körper gelangen und dort zu Oxidationsschäden und Entzündungen führen. Brokkoli verhilft somit zum besseren Schutz vor Asthma, vor allergischen Entzündungen der Nasenschleimhaut oder auch vor der chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD).
Um dies festzustellen, verabreichten die Forscher 65 Versuchspersonen drei Tage lang entweder Brokkoli-Sprossen oder Luzerne, die keine Sulforaphane besitzen und somit als Placebo dienten. Zu Beginn und Ende des Versuchs wurden Nasenspülungen eingesammelt und analysiert, um genetische Umwandlungen von antioxidierenden Enzymen wie GSTP1 und NQ01 in den Zellen der oberen Luftwege zu ermitteln. Bei Personen, die mindestens 100 Gramm Brokkoli eingenommen hatten, waren diese Enzyme gegenüber der Vergleichsgruppe deutlich angestiegen, bei der Einnahme von 200 Gramm sogar um das zwei- bis dreifache.
“Sulforaphan fördert die Bildung einer ganzen Reihe von antioxidierenden Substanzen, die gemeinsam effektiveren Schutz vor schädlichen Gesundheitsfolgen der Luftverschmutzung bieten”, so Riedl. Nebenwirkungen wurden nach der Einnahme keine beobachtet, allerdings seien vor einer konkreten Dosisempfehlung noch weitere Untersuchungen nötig, betont der kalifornische Immunologe und Allergologe. (Ende)
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