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Archive für April 2009
Acht-Stunden-Rhythmus ist biologisch gesteuert
29.4.2009 von zaro.
Innere Uhr aktiviert bestimmte Gene alle 24, zwölf oder acht Stunden
Philadelphia/Basel - Ein Teil der Gene im menschlichen Körper folgen Rhythmen, die kürzer als der Tagesrhythmus von 24 Stunden sind. Das berichten Forscher der University of Pennsylvania School of Medicine http://www.med.upenn.edu und des Salk Institute for Biological Studies http://www.salk.edu im Fachjournal PLoS Genetics. Sie entdeckten Gene, die alle zwölf und acht Stunden von der inneren Uhr umgeschaltet werden. “Da Acht-Stunden-Rhythmen nun erstmals erkennbar sind, ist es durchaus vorstellbar, dass sie auch eine biologische Grundlage besitzen”, erklärt der Studienleiter und Pharmakologe John Hogenesch. Das Forschungsergebnis könne laut den Autoren zu einem besseren Verständnis von Tagesrhythmus-Störungen führen.
Zum Nachweis dieser Rhythmen isolierten die Forscher DNA aus der Leber von Mäusen und beobachteten diese zwei Tage lang durch die Methode der Microarray-Analytik. Sie fanden dabei 3.000 Gene, die einer 24-Stunden-Rhythmik unterliegen, was einem Anteil von vier Prozent aller Gene in der Leber entspricht und zehnmal häufiger ist, als die Forscher ursprünglich angenommen hatten. Eine größere Überraschung brachte jedoch die Erkenntnis, dass 260 Gene einem Zwölf-Stunden-Rhythmus unterlagen, 63 einem Acht-Stunden-Rhythmus. Diese Verschiebung im Genausdruck könne einem Tier helfen, sich auf Veränderungen der Lichtverhältnisse einzustellen.
“Dass es in der Genexpression kleinere Rhythmen als die 24-Stunden-Dauer gibt, ist neu. Besonders die acht Stunden überraschen”, bestätigt der Chronobiologe Christian Cajochen von der Universität Basel http://www.chronobiology.ch im ZAROnews-Interview. Bei anderen Zyklen wie etwa der Körpertemperatur oder bei Müdigkeits- und Leistungskurven sei eine Zwölf-Stunden-Rhythmik durchaus zu beobachten. Die vorgefundenen Acht-Stunden-Rhythmen der Genexpression sieht Cajochen jedoch nicht als Hinweis für eine biologische Festlegung des Arbeitstages. “Viel bedeutender sind für Arbeitsrhythmen die Wechsel zwischen hell und dunkel oder die Müdigkeitszyklen. Auf diese geht zurück, dass wir morgens um sechs Uhr und am frühen Nachmittag in der Regel am wenigsten leistungsfähig sind.”
Unter den menschlichen Organen ist die Leber in besonderer Weise auf Rhythmen angewiesen, da sie wichtige Stoffwechsel-Prozesse wie etwa die Verarbeitung von Nahrung steuert. “Daher muss die Leber wissen, wann Nacht ist, was über ein Signal aus der inneren Uhr des Gehirns erfolgt, die wiederum auf dem Wechsel zwischen Hell und Dunkel beruht. Stimmt die Rhythmik der Leber nicht mit der des Gehirns überein wie etwa beim Jetlag, löst sie zu unpassenden Zeiten Hungergefühle aus.” Andere Organe mit wichtigen zirkulären Rhythmen seien das Herz und die Lunge, so der Basler Biologe. (Ende, ZAROnews, Robert Zach)
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Schweinegrippe verursacht Massenpanik im Web
28.4.2009 von zaro.
Besorgte User stürmen Twitter und Google Maps
New York/Ludwigshafen - Der Ausbruch der Schweinegrippe hat eine weltweite Panikwelle im Internet ausgelöst. Obwohl bislang noch nicht einschätzbar ist, wie akut die Bedrohung des Virus tatsächlich ist, hat sich die Schweinegrippe innerhalb kürzester Zeit zum Top-Thema auf Web-2.0-Plattformen und Social Networks entwickelt. Der Begriff “Swine Flu” rangiert derzeit auf Platz eins der Top-Themen im Microblogging-Dienst Twitter. Google Maps wird regelrecht gestürmt, um nachzusehen, an welchen Punkten auf der Welt bestätigte Ansteckungen oder Verdachtsfälle der Krankheit eingetragen wurden. So lässt sich für besorgte Nutzer rund um den Erdball auf einen Blick die Ausbreitung der Schweinegrippe mitverfolgen.
Allerdings dienen die Online-Plattformen nicht einfach der Information, sondern fördern die Entstehung von Massenhysterie und Panik. Auch in den Medien ist die Schweinegrippe derzeit Schlagzeilenthema Nummer eins. “Die Panikmache bei nutzergenerierten Inhalten funktioniert zunächst einmal ähnlich wie über herkömmliche Massenmedien und der Austausch über diverse Internetportale trägt natürlich zur Hysterie bei”, sagt Kai-Uwe Weidlich, Medienexperte und Geschäftsführer des Medien Institut in Ludwigshafen http://www.medien-institut.de, im Gespräch mit ZAROnews. Der Unterschied zu journalistisch aufbereiteten Berichten sei jedoch, dass bei User-generated-Content weniger Know-How und sehr viel Halbwissen im Spiel sei. “Damit ist die Gefahr, dass der Informationsfluss aus den Fugen gerät weit höher, weil die journalistische Recherche und damit valide Fakten fehlen”, erklärt Weidlich.
Auf Twitter posten alarmierte Menschen auf der ganzen Welt aktuell fast im Sekundentakt Links zu neuen Beiträgen rund um das Virus, stellen Fragen oder verbreiten Gerüchte über neue Fälle. Auch in den Google Trends kletterte der Begriff innerhalb von nur zwei Tagen schlagartig in die Liste der Top-Suchworte. Auf Facebook gibt es mittlerweile knapp 70 verschiedene Gruppen rund um das Thema und in diversen Blogs wird bereits eifrig an Verschwörungstheorien gebastelt.
Die Web-2.0-Dienste können neben der Begünstigung von Massenpanik aber durchaus auch einen sinnvollen Zweck erfüllen. “Was die Geschwindigkeit der Informationsverbreitung betrifft, sehe ich zwar keinen Vorteil gegenüber den Medien. Allerdings können die Plattformen einen interaktiven, individuellen Austausch bieten, mit dem die journalistische Information nicht dienen kann”, meint Weidlich gegenüber ZAROnews. So würden über Twitter und Co zum Beispiel lokal relevante Informationen getauscht, die in klassischen Medienberichten fehlten. (Ende)
Kommentar:
Nachdem die Vogelgrippe dafür sorgte das Weltweit genug, nicht benötigter Impfstoff, bereit steht und sich die Pharma-Industrie eine goldene Nase an der Vogelgrippe verdient hat, ist es Zeit geworden für eine neue Grippe. Das Marketing-Konzept ist dabei denkbar einfach, erst Angst und Panik verbreiten, dann Hilfe in Form von Impfungen anbieten, ordentlich abkassieren und alles ist gut. Da lacht der Pharma-Aktionär, denn Angst fressen Seele und Verstand auf und so können selbst Regierungen so richtig verarscht werden, denn das Volk macht sich in die Hose und dann muss die Politik, den Virus stoppen mit dem Geld vom Steuerzahler. Nachdem alle Bundeländer und Kommunen genug Impfstoff gebunkert hatten, war die “Vogelpest” kein Thema mehr, das war eine Gesundung die sich sehen lassen konnte.
Bin gespannt was da noch kommt, vielleicht die Fischgrippe, Hamstergrippe, Katzenseuche, Hundepest, oder die gefährliche und meist tödliche allgemeine Verblödungsgrippe, hoffentlich gibts dafür bald eine Impfung, Zeit wäre es, also echt!
Kommentar: R. Zach
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Schmerzmittel können Alzheimer nicht verhindern
27.4.2009 von zaro.
Häufige Einnahme steigert Demenz-Risiko um 66 Prozent
Seattle - Schmerzmittel wie Ibuprofen können eine Alzheimer-Erkrankung nicht verhindern. Ausgeschlossen ist aber nicht, dass diese Medikamente den Ausbruch der Krankheit verzögern könnten. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Washington http://uwmedicine.washington.edu gekommen. Frühere Studien hatten Hoffnungen geweckt, dass nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAIDs) eine präventive Wirkung haben könnten. Die aktuelle Studie wies jedoch nach, dass das Demenz-Risiko bei Menschen um 66 Prozent höher war, die viele dieser Medikamente einnahmen. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Neurology veröffentlicht.
NSAIDs werden bei der Behandlung von Schmerzen durch Erkrankungen wie Arthritis eingesetzt. Eine amerikanische Studie ergab laut BBC vergangenes Jahr, dass jene Teilnehmer, die Ibuprofen mehr als fünf Jahre einnahmen, um 40 Prozent weniger wahrscheinlich an Alzheimer erkrankten. An der Studie hatten fast 250.000 Veteranen teilgenommen. Die aktuelle Studie konzentrierte sich auf 2.736 Personen, die zu Beginn der zwölf Jahre Laufzeit durchschnittlich 75 Jahre alt waren. Der leitende Wissenschaftler Eric Larson betonte, dass man gehofft habe, eine schützende Wirkung nachweisen zu können. Leider sei das jedoch nicht möglich gewesen. Aus diesem Grund gebe es für diese Altersgruppe keine Grundlage dafür, dass diese Art von Schmerzmitteln zur Alzheimer-Prävention eingesetzt werden sollte.
Sein Kollege John Breitner ergänzte, dass der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Studien darin bestehe, dass die Teilnehmer älter gewesen seien. Seit einiger Zeit wurde angenommen, dass NSAIDs das Einsetzen der Erkrankung verzögern könnten. Daraus folgte, dass Studien mit jüngeren Teilnehmern weniger Alzheimer-Erkrankungen haben würden, Studien mit älteren mehr. Nicht ignoriert werden dürfte, dass das Demenz-Risiko bei Menschen, die NSAIDs einnehmen, steigt. Es seien jedoch weitere Studien erforderlich, um die aktuellen Forschungsergebnisse vollständig zu verstehen. (Ende)
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Gottesglaube spiegelt sich im Gehirn wider
23.4.2009 von zaro.
Persönliches Gebet entspricht Unterhaltung mit realer Person
Aarhus/Wien - Gläubige Menschen besitzen eine Beziehung zu Gott, die derjenigen zu einem realen Menschen stark ähnelt. Zu diesem Schluss kommt der dänische Neuropsychologe Uffe Schjødt von der Universität Aarhus http://www.au.dk/en. Er beobachtete bei 20 gläubigen Christen, was sich während des persönlichen Gebets im Gehirn abspielt. Die dabei stattfindende Begegnung sei keineswegs mystisch, sondern real, so der dänische Forscher im Wissenschaftsmagazin New Scientist. Die Ergebnisse seien ein Beweis dafür, dass betende Menschen glauben, zu jemandem Realen zu sprechen, was sowohl für Atheisten als auch für Christen eine gute Botschaft sei. “Atheisten sehen ihre Ansicht bestätigt, dass alles Einbildung ist, während Christen es als Beweis für die Existenz Gottes werten”, so der Studienleiter.
Die Versuchspersonen wurden mit der funktionellen Magnetresonanztomographie beobachtet, als sie ein freies Gebet formulierten. Um einen Vergleich zu erhalten, bat man die Probanden, Wünsche an den Weihnachtsmann zu richten. Der Unterschied war deutlich. “Der Weihnachtsmann wird als reine Fiktion erlebt, während man Gott als reales Gegenüber empfindet”, so Schjødt. Im freien Gebet entwickelten die Probanden die gleichen Gehirnströme, die im Gespräch mit einer Person auftreten, der man eigene Gefühle, Motive und Meinungen zugesteht. Die Betenden versuchten auch abzuschätzen, wie das Gegenüber auf das Gesagte reagieren würde, und erinnerten sich an frühere Begegnungen. Der Weihnachtsmann rief hingegen dieselben Reaktionen hervor, die gegenüber unbelebten Objekten oder beim Computerspiel ausgelöst werden.
Nach welchem Schema ritualisierte Gebetsformeln folgen, wurde in einem zweiten Experiment erhoben. Man bat die Probanden das Vaterunser zu beten sowie in einem weiteren Schritt einen Kinderreim aufzusagen, den sie zuvor auswendig gelernt hatten. Hier konnten die Forscher im Gehirn keine Unterschiede feststellen. Sowohl bei der Gebetsformel als auch beim Kinderreim waren diejenigen Regionen aktiv, die für das Aufrufen gelernter Inhalte verantwortlich sind.
Der zuletzt 2008 erstellte Religionsmonitor http://www.religionsmonitor.com berichtet, dass 28 Prozent der Christen das Gebet für sehr wichtig halten, während es für 23 Prozent eine mittlere und für 47 Prozent eine niedrige Bedeutung hat. Auch wenn sie im Experiment dieselben Aktivitätsmuster hervorriefen wie ein auswändig gelernter Reim, hätten ritualisierte Gebetsformeln in der Glaubenspraxis ebenso Berechtigung wie das persönliche, frei formulierte Gebet, betont der Wiener Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner gegenüber ZAROnews. “Gegen ritualisierte Gebete per se ist nichts einzuwenden. Sonst müsste es auch falsch sein, ‘Mutter’ zu sagen oder ‘Vater’. Was Kinder lernen, sitzt tief”, so Zulehner.
Dem menschlichen Bedürfnis, die Reaktion des Gegenübers auch im Gebet abzuschätzen, seien jedoch Grenzen gesetzt. “Man kann Gott gar nicht einschätzen und abschätzen, mit einer Ausnahme - dass er ‘die Liebe’ ist. Aber wie kann man diese operationalisieren? Das gelingt weniger im Berechnen als im Vertrauen”, so Zulehner. Das Gebet brauche vorerst gar keine Worte. “In der Auffassung der ostkirchlichen Mystiker ist es ein Atmen der Seele und eine Präsenz beim Geliebten.” Worte könnten etwas von dieser Urhaltung zum Vorschein bringen, diese jedoch nie ersetzen. “Fehlt die Haltung, kommt - wie Jesus schätzte - heidnisches Geplapper heraus”, so der katholische Theologe. (Ende)
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Solarkocher im Kartongehäuse gewinnt Zukunftspreis
22.4.2009 von zaro.
Alternative und leistbare Lösungen für Entwicklungsländer als Ziel
London/Nairobi - Ein kenianischer Solarkocher namens Kyoto-Box http://kyoto-energy.com, der umgerechnet fünf Euro kostet, hat den “Forum for the Future Preis” http://www.forumforthefuture.org in der Höhe von 75.000 Dollar gewonnen. Bei dem Wettbewerb werden günstige und umweltfreundliche Lösungen für arme Länder prämiert. Solarkocher verringern einerseits gesundheitsschädliche Abgase in Wohnräumen, andererseits wird damit die Umwelt geschützt, da der steigende Bedarf an Brennholz zur Zerstörung der Vegetation führt. Zudem sind viele Dorfbewohner - zumeist Frauen - täglich stundenlang mit der Suche nach Brennholz beschäftigt.
Der kenianische Hersteller der Kyoto-Box, die aus Karton gefertigt ist, hofft, damit das Kochen mit Sonnenenergie etwas populärer zu machen. “Die Kyoto Box hat das Potenzial Millionen von Menschenleben zu ändern, in dem grüne und nachhaltige Methoden gefunden werden”, so Peter Madden, CEO des Forum for the Future. Die Solarbox ist sehr einfach konzipiert - sie besteht aus zwei Kartonschachteln, die mit Reflektorfolien ausgekleidet und mit schwarzer Farbe ausgemalt sind, um für die maximale Absorption der Solarenergie zu sorgen. Wenn der Topf mit einer transparenten Folie abgedeckt wird, erhitzt sich das Wasser auf mindestens 80 Grad. Insgesamt zwei Mrd. Menschen weltweit verwenden Holz zum Kochen, da andere Brennstoffe zu teuer für sie sind.
“Das ist die einfachste Lösung, die ich gefunden habe”, erklärt der Erfinder der Kyoto-Box und der Gründer des Unternehmens Kyoto Energy, Jon Böhmer. Das sei auch die Philosophie dahinter. Der Norweger Böhmer arbeitet bereits seit fünf Jahren an einer optimierten Version. “Was eine große Rolle spielt, ist auch die Tauglichkeit zur Massenproduktion”, meint Böhmer. Bereits bestehende Kartonhersteller könnten jeden Monat zehntausende der Schachteln produzieren. Kyoto Energy stellt aber auch andere Billigprodukte für ein besseres und ökologisch gesünderes Leben her.
Die Idee mit Hilfe der Sonnenenergie zu kochen, ist Jahrhunderte alt. Seit einigen Jahren bieten auch andere Hersteller solche Kocher an. Eines davon ist das Deutsche Unternehmen Sun and Ice http://www.sun-and-ice.de. Die Modelle mit einem Spiegeldurchmesser von 1,40 Meter sind hervorragend zum Grillen, Backen, Braten und Frittieren geeignet”, so Geschäftsführer Stephan Zech gegenüber pressetext. Der Solarkocher, der aus einem Parabolspiegel besteht, habe sich inzwischen über 30.000-fach bewährt. “In zahlreichen Ländern wurden bereits Werkstätten für die Reparatur und Installation von Solarkochern eingerichtet.” Längerfristig arbeite man daran, die Kocher vor Ort herzustellen. Untersuchungen haben ergeben, dass die Emissionen von offenem Feuer für Babys und Kinder besonders in Räumlichkeiten extrem hoch ist. “Wenn zwei Mal am Tag gekocht wird, entstehen Schadstoffe, die der Menge von 150 filterlosen Zigaretten entsprechen”, so Zech. Die Low-Tech-Solarkocher sind eine wirklich optimale Möglichkeit darauf zu reagieren.”, meint der Experte. (Ende)
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DiabetesMARKT 2009: Großveranstaltung in Leipzig
20.4.2009 von zaro.
23. Mai: Experten informieren, kostenlose Tests für Interessierte, alles über Vorsorge
München - Diabetes mellitus (Typ 2) ist eine bekannte, aber immer noch weit unterschätzte Volkskrankheit, die in Deutschland bereits über zehn Millionen Menschen betrifft. Die Risiko-Erkennung ist einfach, eine Vorbeugung leicht, die Behandlung der Krankheit hingegen teuer. Diabetes ist ein gesellschaftliches, menschliches und zunehmend ein volkswirtschaftliches Problem, mit Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe.
Um aufzuklären und Tests anzubieten, veranstaltet die Diabetesstiftung DDS (http://www.diabetesstiftung.de) einen jährlichen DiabetesMARKT in wechselnden Städten und Regionen. In diesem Jahr ist er in Leipzig: Samstag, 23. Mai, zwischen 11 und 17 Uhr treffen sich viele Experten mit Bürgern und Besuchern auf dem Leipziger Marktplatz. Dies ist zugleich der Auftakt für eine Gesundheits-Vorsorge-Woche in Sachsen.
Aufklärung und Fachberatung leicht gemacht
Das Thema der Großveranstaltung ist dreigeteilt: Was ist Diabetes mellitus, wer ist gefährdet und was kann man dagegen tun? Mit Rat und Tat stehen Diabetologen zur Verfügung, Ärzte, Apotheker und andere Fachleute aus der Region, wie Priv. Doz. Dr. Thomas Kapellen, Oberarzt der Leipziger Poliklinik für Kinder und Jugendliche.
Der Schirmherr der Veranstaltung, Oberbürgermeister Burkhard Jung, eröffnet den DiabetesMARKT um 11 Uhr zusammen mit Professor Rüdiger Landgraf, dem Vorsitzenden der Diabetesstiftung. Im Laufe des Tages können die Gäste mehrere Podiumsdiskussionen verfolgen, an denen auch die Redaktion des Gesundheitsmagazins “Hauptsache gesund” des MDR teilnimmt (14 Uhr, Teilnahme eines Sporttherapeuten und eines Fernsehkochs, moderiert von Friedemann Schmidt). Die weiteren Termine: 12 Uhr, Podiums-Diskussion “Diabetes - möglichst die Folgen verhindern” (mit Ärzten und Experten aus Sachsen, Moderation R. Landgraf) und 16 Uhr: “Gesund bleiben - persönliche Chance durch Risiko-Vorsorge” (Gesprächsrunde mit Experten).
Die verschiedenen Stände informieren über alle Aspekte der Krankheit und der Vorbeugung im Licht aktueller Erkenntnisse. Man kann sich kostenlos testen lassen, u. a. den Blutzucker, Blutdruck, Blutfette, sich Hilfsmittel vorführen lassen und ganz individuell praktische Tipps erhalten. Mit dem FINDRISK-Testbogen kann jeder mit acht Fragen seine persönlichen Voraussetzungen überprüfen, siehe auch http://www.diabetes-risiko.de/risikotest.html.
Mehrmals werden an diesem Tag Nordic-Walking-Touren mit professioneller Begleitung angeboten. Für Kinder gibt es eine eigene Aktionsfläche mit Geschicklichkeitsspielen sowie ein Kasperle-Theater der Stiftung Juvenile Adipositas der DDS.
Neben der Diabetesstiftung DDS, dem Leipziger Referat für Gesundheit und Umwelt und Selbsthilfegruppen ist die Landesapothekenkammer Sachsen auf dem DiabetesMARKT vertreten, außerdem viele Ärzte und Ernährungsberater, Orthopäden, Podologen sowie Unternehmen aus dem Diabetes- und Gesundheitsbereich.
Das Interesse wächst kontuierlich
Die Besucherzahlen der vorangegangenen DiabetesMÄRKTE zeigen, dass das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Vorbeugung gegen Diabetes in der Bevölkerung steigt. In Münster waren es etwa 12.000 Besucher, in Dresden 16.000, in Mannheim 13.000 und letztes Jahr in München kamen sogar fast 20.000 Menschen zusammen, um sich umfassend zu informieren (Siehe Bericht unter http://www.diabetesstiftung.de/diabetesmarkt.html).
“Diabetes entwickelt sich zu einer der größten Gesundheitskatastrophen, die die Welt je gesehen hat. Die Epidemie wird die sozialen Sicherungssysteme überrollen, wenn die Regierungen nicht aufwachen und jetzt handeln”, warnt Martin Silink, Präsident der Internationalen Diabetes-Föderation IDF. In den vergangenen 20 Jahren stieg die Zahl der bekannten Zuckerkranken weltweit von 30 auf 246 Millionen, die meisten leben in Schwellenländern wie China oder Indien. Schon heute fordert der Diabetes 3,8 Millionen Tote pro Jahr.
Pressekontakt:
Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS)
Reinhart Hoffmann
Tel: 089 / 579 579-11
email: reinhart.hoffmann@diabetesstiftung.de (Ende)
Aussender: Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS)
Ansprechpartner: Reinhart Hoffmann
email: reinhart.hoffmann@diabetesstiftung.de
Tel. 089 / 579 579-11
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2008 war Boom-Jahr für Photovoltaik
17.4.2009 von zaro.
Deutschland Vorreiter, Österreich verpasst den Anschluss
Wien - 2008 brachte der weltweiten Photovoltaik(PV)-Branche einen außerordentlichen Boom, gemessen an der verdoppelten gelieferten Stromleistung sowie an der Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze. Deutschland baute seine Weltmarktführer-Position weiter aus, während Österreich von dieser Entwicklung aufgrund fehlender politischer Rahmenbedingungen jedoch abgekoppelt blieb. Das zeigen Statistiken der Photovoltaic Austria (PVA) http://www.bv-pv.at, die heute, Dienstag, in Wien präsentiert wurden. Demnach steigerte sich der Photovoltaik-Weltmarkt gemessen an der Stromleistung in den letzten zehn Jahren durchschnittlich um 38 Prozent. 2008 wurde ein Anstieg von 117 Prozent auf rund 15 Gigawatt peak (GWp) verbucht. In Europa trugen dazu besonders die Länder Spanien und Deutschland bei, in denen allein die Steigerung 2.600 bzw. 1.500 Megawatt betrug.
Völlig gegenläufig ist die Situation in Österreich, wo der Ausbau um 2,9 MWp auf insgesamt rund 30 MWp der mit Abstand geringste in Zentral- und Westeuropa blieb. “Im internationalen Vergleich ist die Branche damit völlig abgestürzt”, betont PVA-Präsident Hans Kronberger. Hauptursache für den österreichischen Rückstand sei das Fehlen entsprechender Rahmenbedingungen. Die Novelle des seit 2002 existierenden Ökostromgesetzes im Jahr 2004 bedeutete einen Einbruch der Ökostrom-Branche, den auch sechs weitere Novellierungen seither nicht aufheben konnten. Der Start der letzten Novelle mit Jahresbeginn 2009 scheiterte, wodurch die zur Mitfinanzierung der Tarifförderung verpflichteten Bundesländer großteils kein eigenes Budget aufstellten. Anlagenerrichter, die um Unterstützung ansuchen, werden derzeit auf unbestimmte Zeit vertröstet, was die Entwicklung stark bremst. Bisher sei es nicht gelungen, die Politik zu überzeugen und Entscheidungsträger ausreichend zu informieren.
Dabei verfügt Österreich über eine gut funktionierende PV-Industrie mit über 1.500 Arbeitsplätzen, vor allem im Bereich Kleinhandwerker und Installation. “Über 99 Prozent der Produktion werden jedoch exportiert”, berichtet Christoph Panhuber, Spartenleiter Solarelektronik bei der Firma Fronius. Das bedeute in der Praxis die Auslastung der Produktion durch den Heimmarkt an bloß drei Tagen im Jahr. Die Exporte gehen in die PV-Wachstumsländer Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien und USA, vor allem aber nach Deutschland. Selbst Unternehmen wie die Tiroler ZARO-Biotec, http://www.zarobiotec.com/sonnenenergie.html vertreiben mit dem Businesspartner BULL AG von Salzburg aus ins benachbarte Deutschland und das mit großem Erfolg. “Deutschland verfügt über hohe Offenheit auch für Anbieter aus dem Ausland, was dem Land ein ideales Klima für die Weiterentwicklung beschert”, so der PV-Experte gegenüber ZAROnews. Das nicht genutzte Potenzial ist groß. “Gäbe es entsprechende Rahmenbedingungen, könnte der Markt in Österreich bis zu 50-Mal größer sein, setzt man die Größe Österreichs in Relation zu Deutschland”, verdeutlicht PV-Anlagenplaner Rudolf Raymann.
Deutschland ist im internationalen Vergleich Photovoltaik-Rekordhalter, mit einer Jahresleistung von 5,1 GWp und 48.000 Arbeitsplätzen, die im Vorjahr einen Branchenumsatz von acht Mrd. Euro erwirtschafteten. “Grundlage für das Blühen des PV-Wirtschaftszweiges in Deutschland ist das dort wirksame Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG), das auf dem Konsens mehrerer Parteien beruht”, erklärt Kronberger im pressetext-Interview. Aufgrund einer weiteren Effizienzsteigerung sowie wegen der zu erwartenden höheren Preise fossiler Brennstoffe könne PV-Strom in Österreich etwa im Jahr 2014 preislich mit bisherigen Stromlösungen gleichziehen. Während der PV-Anteil an der Gesamtstrommenge in Österreich derzeit im Promillebereich liegt, sei langfristig ein Anteil von bis zu acht Prozent erreichbar. Das größte Entwicklungspotenzial sieht der PVA-Präsident bei privaten Haushalten, deren nach Süden geneigte Dachfläche 50 Quadratmeter übersteigt. “140 Quadratkilometer solcher Dächer sind bereits vorhanden, dazu kommen 50 Quadratkilometer nutzbarer Fassaden. Für den Umstieg auf Sonnenenergie sind somit keine zusätzliche Flächen notwendig”, so Kronberger.
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Österreich ist beliebtestes Urlaubsland
16.4.2009 von zaro.
Urlaubsbudget wird im Vergleich zum Vorjahr nicht gekürzt
Wien - Aktuelle Umfrage zeigt: 2009 verbringen die Österreicher ihren Urlaub am liebsten im eigenen Land - Das beliebteste Reiseziel der Österreicher ist auch heuer wieder das eigene Land: 34% der Befragten gaben jetzt in einer von MindTake New Media Research unter 505 Österreichern durchgeführten Online-Umfrage an, in Österreich Urlaub machen zu wollen. Dabei scheint das geplante Urlaubsbudget bisher nicht von der schlechten Wirtschaftslage betroffen zu sein: Durchschnittlich 2028 Euro werden von den Reisenden im Budget für den Urlaub 2009 veranschlagt, im Vorjahr lag dieser Betrag bei 2070 Euro. Wie im Jahr zuvor gaben aber immerhin 15% der Befragten an, ihren Urlaub zu Hause verbringen zu wollen.
Österreicher bleiben in Europa
Neben Österreich, so ergab die Studie, befinden sich auch andere für 2009 bevorzugte Urlaubsziele nicht in weiter Ferne: Unter den Top 3 ist noch das Nachbarland Italien zu finden: 10% der Befragten gaben an, dorthin reisen zu wollen. Das etwas weiter entfernte Spanien ist für 6% der Österreicher geplantes Reiseziel für 2009.
Lediglich 12% der Befragten gaben an, den Urlaub dieses Jahr außerhalb von Europa verbringen zu wollen. Beliebteste Reiseziele sind hier die USA und Ägypten - je 2% der Österreicher wählten diese als Reisedestination aus.
Erreichbarkeit mit Auto und Bahn entscheidet Destinationswahl
Die Bevorzugung Europas als Reisedestination scheint einen einfachen Grund zu haben: Neben dem Interesse an dem Reiseziel selbst - dies ist für 38% der Befragten ein entscheidender Grund für die Auswahl des Urlaubsortes - ist die Erreichbarkeit mit dem Auto oder der Bahn für 30% der Befragten ausschlaggebend für die Destinationswahl.
Wichtig scheinen für die Österreicher auch Vertrauen und Sicherheit zu sein: 19% wählten die Destination unter anderem deshalb, weil sie schon immer dorthin gefahren sind. Aber auch die stabile politische Lage (12%) und eine geringe Terrorgefahr (16%) wurden als Gründe für die Auswahl des Reisezieles genannt.
Für 15% der Österreicher war bei der Wahl des Urlaubslandes die “Abwechslung” ausschlaggebend. Lediglich 7% gaben an, sich aufgrund der Wirtschaftskrise für ein kostengünstigeres Reiseziel entschieden zu haben.
Keine Budgetkürzungen im Vergleich zum Vorjahr
Das Reisebudget scheint vorerst wenig getrübt durch die Wirtschaftskrise: 18% der Befragten gaben an, das Budget gegenüber dem Vorjahr zu kürzen, während im Gegenzug 13% das Budget des letzten Jahres für den Urlaub sogar erhöhen wollen. Der Großteils der Österreicher allerdings investiert für 2009 in etwa gleich viel in den Urlaub wie im Jahr zuvor: durchschnittlich 2028 Euro.
Hauptreisezeit ist - wie auch im Jahr 2008 - der Sommer. 54% der Befragten planen, in den Sommerferien zu verreisen. Und auch bei der Wahl der Urlaubsart zeigen sich die Österreicher eher konservativ: 48% der Befragten verbringen den Urlaub am liebsten an Stränden oder den heimischen Seen beim Baden.
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Wassertrinken bremst das Übergewicht
16.4.2009 von zaro.
Einfache Maßnahme auch für sozial benachteiligte Kinder
Bonn - Kinder, die in der Schule ausreichend Wasser trinken, sind besser vor Übergewicht geschützt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung der Universität Bonn http://www.fke-do.de, die in der Zeitschrift Pediatrics veröffentlicht wurde. “Das Risiko für Übergewicht sinkt bei Kindern, wenn sie täglich während des Vormittags ein Glas Wasser trinken”, so Studienautorin Rebecca Muckelbauer im Gespräch mit ZARO. Finanziert wurde die Studie vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz http://www.bmelv.de sowie vom Bundesverband der Gas- und Energiewirtschaft http://www.bdew.de.
Für die Forschung wurden 3.000 Kinder im Alter zwischen sieben und neun Jahren aus Schulen ausgewählt, deren Besucher tendenziell niedrigen sozialen Schichten angehören. Diese sind häufiger von Übergewicht betroffen als Kinder aus gutem Elternhaus und reagieren selten auf Gesundheitsmaßnahmen. Bei einem Teil der Schulen installierte man zu Schulbeginn in der Aula einen Wasserspender und schenkte den Kindern jeweils eine Wasserflasche. In Begleitung zu dieser Maßnahme erklärten die Lehrer in kurzen Unterrichtseinheiten, welche Bedeutung das Wasser für den Körper hat.
Die Messung der Durchflussmenge der Wasserspender und die Erhebung per Fragebogen zeigten, dass an den Schulen mit Wasserspender am Ende des Schuljahrs jedes Kind durchschnittlich ein Glas Wasser mehr trank als an Schulen ohne Wasserspender. “Viele Kinder füllten ihre halbe-Liter-Flasche bereits vor Unterrichtsbeginn an und leerten sie während des Vormittags”, so Muckelbauer. Folgen dieser Maßnahme zeigten sich nach einem Jahr im Körpergewicht der Kinder. War der Anteil der übergewichtigen Kinder in beiden Gruppen anfangs gleich, stieg er bei den Schülern ohne zusätzlicher Wasserversorgung von 25,9 auf 27,8 Prozent an. In der Trinkgruppe blieb der Anteil unverändert.
“Diese Maßnahme ist keine Therapie, doch sie bremst die natürliche Tendenz der Kinder im Grundschulalter, übergewichtig zu werden”, so die Studienleiterin. Besonders erfreulich sei es, dass eine Zielgruppe angesprochen werden konnte, die sonst kaum zu Umstellungen individueller Ernährung bereit ist. Zudem hielt sich der Aufwand mit 13 Euro pro Kind und einmaligen 2.500 Euro pro Wasserspender in Grenzen. Dieser filterte das Leitungswasser und stellte es auf Wunsch mit oder ohne Kohlensäure zur Verfügung. (Ende)
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Stress behindert gute Entscheidungen
16.4.2009 von zaro.
Kein rationelles Abwägen der Möglichkeiten unter hohem Zeitdruck
Wien - Stress erhöht das Risiko, falsche Entscheidungen zu treffen. Das berichten die Psychologen Anthony Porcelli und Mauricio Delgado von der Rutgers University http://www.rutgers.edu in der Fachzeitschrift Psychological Science. Sie ließen eine Versuchsgruppe verschiedene Gewinnspiele durchlaufen, nachdem ein Teil der Freiwilligen ihre Hände für bestimmte Zeit in eiskaltes Wasser gesteckt hatte, was als stressauslösend gilt. Die Gestressten gingen in den Spielen tendenziell auf Nummer sicher, wenn Gewinne in Aussicht standen, und steigerten ihre Risikobereitschaft, wenn Verlust drohte. In der Vergleichsgruppe ohne Stress war dieser Trend zwar ebenfalls zu beobachten, jedoch in geringerer Ausprägung.
Diese Ergebnisse sind nach Ansicht der Forscher ein Hinweis darauf, wie die Umgebung unsere Entscheidungen beeinflusst. Stress könne dazu führen, dass Menschen in eine automatisierte, niedere Denkweise zurückfallen und dabei an Fähigkeit einbüßen, Entscheidungen rationell und abwägend zu fällen. Eine Umgebung, die den Stress steigert, wirke sich somit behindernd für die Wahl aus. Das könne besonders bei finanziellen Entscheidungen zum Tragen kommen, da bei diesen rationelles und abwägendes Denken sehr wichtig ist, so die US-Psychologen.
“Unter Stress klammern sich viele Menschen an gewohnte und bewährte Verhaltensweisen. Das kann dazu führen, dass sie nicht adäquat auf die Situation reagieren”, erklärt der Wiener Psychologe Boris Zalokar http://www.wellworking.com. Manchen gelinge es, sehr aktiv auf Stresssituationen zuzugehen, Grenzen auszuloten und auch neue, ungewohnte Verhaltensweisen auszuprobieren. Zu viel Angst und Suche nach Kontrolle führten hingegen dazu, dass man Stresssituationen schon im Voraus umgehe, wodurch eine Reihe von Wahlmöglichkeiten blockiert werde. Das könne langfristig zu negativen Gefühlen führen. “Ständiges passives Verhalten bei Stress kann das Wohlbefinden einschränken”, so der Arbeitspsychologe.
Die heutige Arbeitswelt bietet ein Umfeld, das den Stress häufig erhöht. “Zeit- und Termindruck und geringe Personalressourcen tragen dazu ebenso bei wie Arbeitsunterbrechungen und ständige Ablenkung, die die Konzentration für Aufgaben erschweren”, erklärt Zalokar. Menschen wollten zwar Leistung bringen, gelangten unter diesen Voraussetzungen jedoch schnell zur Überforderung. “Es macht in diesen Situationen Sinn zu überlegen, welche Aufgaben die wichtigsten sind, und dementsprechend zu reduzieren”, so die Empfehlung.
“Entscheidend ist das Ausmaß, in dem Stress wahrgenommen wird”, betont die Gesundheitspsychologin Regina Lackner http://www.traumapraxis.at im ZAROnews-Interview. Stress könne in leichter Ausprägung die Entscheidungsfähigkeit auch schärfen, ab einem bestimmten Ausmaß schränke er jedoch die Wahrnehmung und die Fähigkeit klar zu denken ein. “In solchen Situationen hilft es, bewusst innezuhalten und die Aufmerksamkeit zu unserem Körper zu lenken. Indem ich meine Atmung, meinen Körper, einen Körperteil, oder mit meinen Sinnen bewusst wahrnehme, bin ich ganz im Hier und Jetzt.” So könne man negative Gedanken wie Sorgen und Ängste unterbrechen, den Kopf klarer bekommen und wieder sicherer mit beiden Beinen im Leben stehen, rät die Wiener Psychologin. (Ende)
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Schwestern machen Familien glücklicher
16.4.2009 von zaro.
Expertin kritisiert Rückfall in alte Rollenklischees
London/Wien - Schwestern sorgen für Heiterkeit, Brüder hingegen für das Gegenteil. Zu diesem Schluss kommen Forscher um Tony Cassidy von der Ulster University http://www.ulster.ac.uk beim Treffen der British Psychological Society in Brighton. Insgesamt haben die Wissenschaftler 571 Personen im Alter von 17 bis 25 Jahren über ihr Leben befragt. Das Ergebnis war, dass jene, die mit Schwestern in einer Familie aufwuchsen, glücklicher und ausgeglichener waren. Das Psychologenteam kommt zum Schluss, dass Töchter in Familien alle Familienmitglieder offener machen. Dadurch werden sie eher bereit über Emotionen zu sprechen.
Der Einfluss der Mädchen war vor allem dann sehr wichtig, wenn es um Familienkrisen wie etwa Scheidungen oder Trennungen ging. Während der Studie mussten die Probanden psychologische Fragebogen ausfüllen, in denen sie nach ihrer Lebenseinstellung und allfälligen psychischen Problemen gefragt wurden. “Schwestern scheinen in der Lage zu sein, eine offenere Kommunikation und dadurch einen stärkeren Zusammenhalt der Familie zu fördern”, so Cassidy. Umgekehrt scheinen Brüder den umgekehrten Effekt zu haben. “Emotionale Äußerungen sind fundamental für eine gute psychische Gesundheit. Schwestern sind in der Lage das zu unterstützen”, erklärt der Psychologe. Viele der Befragten kämen aus Familien, in denen die Eltern getrennt waren und die Präsenz der Mädchen dadurch noch deutlicher ausgezeichnet war.
Die klinische Psychologin Caroline Erb sieht die Studienergebnisse kritisch. “Man sollte vorsichtig sein, um nicht in Rollenklischees zu verfallen”, so die Wissenschaftlerin im ZAROnews-Interview. Dass gewisse soziale Kompetenzen Mädchen zugeschrieben werden, stimme, weil es tendenziell wohl so vorkomme. “Mädchen werden nach außen öfter als sozial angepasst beschrieben. Zudem sind sie besser in der Lage Emotionen zu artikulieren”, so Erb. Von generellen Rückschlüssen auf das Verhalten will Erb aber nichts wissen. “Ein Charakter ist immer eine Summe aus Anlage und Umwelt. Das heißt, dass das, was die Eltern ihren Kindern vermitteln, sehr wichtig ist. Die ersten drei Lebensjahre sind beispielsweise für das Bindungsverhalten im zukünftigen Leben eines Kindes ausschlaggebend.” Es sei aber auch unbestritten, dass der Charakter von Buben und Mädchen anders ist. Das manifestiere sich etwa in der Verschiedenheit beider Geschlechter mit Konflikten umzugehen, so Erb abschließend gegenüber pressetext. (Ende)
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Softdrinks machen Menschen dick
15.4.2009 von zaro.
Getränke als Kalorienträger problematischer als Essen
Washington DC/Wien - Wer abnehmen will, muss in erster Linie auf zuckerhaltige Getränke verzichten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health http://www.jhsph.edu. Bisher wurden die Getränke als Kalorienträger weit unterschätzt und viel mehr Gewicht auf feste Nahrungsmittel gelegt. Wer aber effektiv Gewicht verlieren will, sollte auf die süßen Getränke verzichten. Bei der Studie wurden 810 Erwachsene im Alter von 25 und 79 Jahren über einen Zeitraum von 18 Monaten untersucht. Nach den Erkenntnissen der US-Forscher, die ihre Probanden nach sechs und 18 Monaten gewogen und gemessen hatten und täglich nach den Ernährungsgewohnheiten fragten, waren gezuckerte Softdrinks mit 37 Prozent die wichtigste Quelle der flüssigen Kalorienzufuhr. Der steigende Konsum von Softdrinks stehe auch in Zusammenhang damit, dass die US-Amerikaner gewichtsmäßig in den vergangenen Jahren stark zugelegt haben.
“Die Ergebnisse sind durchaus nachvollziehbar”, meint die Ernährungsmedizinerin Sonja Schwinger http://www.ganzheitlichemedizin.at im zaronews-Interview. Das sei in der Zwischenzeit auch in Europa ähnlich, meint die Expertin. “Insbesondere für die Alpenländer ist das schwer nachvollziehbar, weil es hier das beste Trinkwasser gibt.” Die Trinkgewohnheiten sind allerdings stark Generationen-abhängig. Beobachtbar sei, dass Menschen der älteren Generation eher zu einem Glas Wasser oder verdünntem Saft greifen. Jüngere bevorzugen in erster Linie gezuckerte oder künstlich gesüßte Soft- und Energydrinks.
“Das Durstgefühl ist für einen gesunden Stoffwechsel deshalb so wichtig, damit Schadstoffe aus dem Körper geschwemmt werden”, erklärt die Medizinerin. Viele Menschen würden aber zu wenig Durstgefühl empfinden und zudem noch Getränke zu sich nehmen, die dieses Durstgefühl nur scheinbar stillen. “Wer abnehmen will, muss nicht nur auf die Ernährung achten, sondern auch darauf genug Wasser zu sich zu nehmen.” Schwinger betont auch, dass es keine Notwendigkeit gebe, in Schulen Getränkeautomaten mit gezuckerten oder künstlich-gesüßten Softdrinks aufzustellen. “Das ist definitiv der falsche Weg. In Wirklichkeit gehören diese Automaten verboten und gegen Trinkbrunnen mit Wasser ersetzt”, so die Medizinerin abschließend im ZAROnews-Interview.
Nach einer vorherigen Studie der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health werden 2015 rund 75 Prozent der erwachsenen US-Bürger übergewichtig oder gar fettleibig sein. “Unter den Getränken waren die gezuckerten Softdrinks die einzigen Getränke, die mit einer signifikanten Gewichtsveränderung sowohl bei im sechs- als auch im 18-monatigen Untersuchungszeitraum in Verbindung standen”, so Studienautor Liwei Chen. “Veränderungen im Konsumverhalten von künstlich gesüßten und alkoholischen Getränken wurden umgekehrt mit Gewichtsverlust assoziiert, waren aber statistisch nicht signifikant”, erklärt der Forscher. An der Ausarbeitung von Empfehlungen zum Konsum von gezuckerten Softdrinks werde gearbeitet. Erst Ende 2008 hatte eine Studie der Forschungseinrichtung ergeben, dass es in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer rapiden Zunahme der Konsumation von gezuckerten Softdrinks in den USA gekommen ist. (Ende)
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EU pumpt Millionen in nachhaltige Energien
14.4.2009 von zaro.
Effizienzprogramm stellt Städte auf grün
Effizienzprogramm stellt Städte auf grün
Brüssel - Die Europäische Kommission hat Finanzhilfen zur Projektfinanzierung im Bereich Erneuerbare Energien, sauberer Verkehr und Energieeffizienz angekündigt. Im Rahmen des Programms “Intelligente Energie - Europa” (IEE) stehen 2009 Mittel in Höhe von knapp 100 Mio. Euro für eine Kofinanzierung von nichttechnologischen Projekten in europäischen Städten zur Verfügung. “Neben einer notwendigen Antwort auf die Wirtschaftskrise sind der Klimawandel und die künftige Strategie der Europäischen Union dafür die Kernthemen der bevorstehenden EU-Wahlen. Dafür bedarf es konkreter Maßnahmen”, sagt Pervenche Bérès, Vorsitzende des Wirtschafts- und Währungsausschusses im EU-Parlament, im Gespräch mit pressetext in Brüssel. Um dem Klimawandel in Städten und Regionen zu begegnen, sieht die EU etwa eine Finanzspritze von 15 Mio. Euro zur Beschleunigung von lokalen Investitionen wie in Gebäude und den Nahverkehr vor.
Im Zuge des IEE-Programms stellt die EU erstmals Finanzhilfen für bankfähige Projekte und Investitionsprogramme im Bereich nachhaltiger Energien in den Städten bereit. Damit könnten sie “mithilfe von Investitionen, die vor Ort Arbeitsplätze schaffen werden, einen Beitrag zur Verwirklichung der Gemeinschaftsziele der Bekämpfung des Klimawandels leisten”, meint EU-Energiekommissar Andris Piebalgs. Förderfähige Projekte sind Angaben der Kommission zufolge etwa die Renovierung öffentlicher und privater Gebäude, die Straßenbeleuchtung, die Integration von erneuerbaren Energiequellen in die bebaute Umwelt, auf Kraft-Wärme-Kopplung basierende Fernwärme- und Fernkühlungssysteme sowie dezentrale Systeme. Eine höhere Energieeffizienz soll anhand der Integration erneuerbarer Energiequellen und der erleichterten Einführung von Elektroautos im Nahverkehr ermöglicht werden.
Die Projektfinanzierungen sowie die Marktförderung vor Ort sollen dem Ziel einer nachhaltigen Energiepolitik der EU beitragen, um Treibhausgasemissionen bis 2020 um zumindest 20 Prozent zu reduzieren. Das Programm hat die “Beseitigung nichttechnischer Markthemmnisse, die Änderung der Verhaltensmuster, die Schaffung eines günstigeren Unternehmensumfelds zur Förderung von Märkten im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energietechnologie sowie ein besseres Verständnis der Energiepolitik der EU und deren Umsetzung in den Städten und Regionen Europas zum Ziel”, wie die Kommission mitteilt. Die zur Verfügung gestellten und gemeinsam von der Europäischen Investitionsbank sowie der Kommission verwalteten Kofinanzierungen kommen für jene derzeit 476 europäischen Städte und ihre lokalen Behörden in Betracht, die sich der Initiative “Konvent der Bürgermeister” angeschlossen und sich damit zu einem Beitrag für eine nachhaltige Energiepolitik in Europa verpflichtet haben. Bis 2013 verfügt das IEE-Programm über einen Gesamthaushalt von 730 Mio. Euro. (Ende)
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Schlafprobleme können Menschen in den Selbstmord treiben
14.4.2009 von zaro.
Viel zu frühes Aufwachen belastet die Betroffenen am meisten
Ann Arbor - Erwachsene, die unter chronischen Schlafproblemen leiden, könnten eher Selbstmord begehen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Michigan http://www.umich.edu gekommen. Das Team um Marcin Wojnar warnt Ärzte davor, bei Patienten, die unter derartigen Symptomen leiden, zu nachlässig zu sein, auch wenn sie bisher unter keinen psychischen Problemen gelitten haben. Umso mehr Arten an Schlafstörungen die Menschen aufwiesen, desto eher dachten sie an Selbstmord oder versuchten es wirklich. Die Ergebnisse dieser Studie werden auf einem Treffen der World Psychiatric Association http://www.wpanet.org der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass weltweit rund 877.000 Menschen durch eigene Hand sterben. Auf jeden Todesfall kommen bis zu 40 Selbstmordversuche. Wissenschaftler haben übereinstimmend Schlafstörungen bei Menschen mit psychischen Problemen und Heranwachsenden mit einem erhöhten Selbstmordrisiko in Zusammenhang gebracht. Bisher war allerdings nicht erforscht, warum dieser Zusammenhang auch bei der restlichen erwachsenen Bevölkerung besteht. Die Wissenschaftler untersuchten jetzt diese Verbindung mehr als ein Jahr lang bei 5.692 Amerikanern. In diesem Zeitraum hatten 2,6 Prozent der Teilnehmer Selbstmordgedanken, 0,5 Prozent versuchten tatsächlich sich umzubringen.
Analysiert wurden drei Arten von Schlafproblemen: Schwierigkeiten beim Einschlafen, beim Durchschlafen und das Aufwachsen mindestens zwei Stunden vor dem gewünschten Zeitpunkt. Faktoren wie Drogenmissbrauch, Depressionen, Angststörungen, psychische Störungen aber auch soziale Faktoren wie Ehe und die finanzielle Lage wurden berücksichtigt. Menschen, die an zwei oder mehr Symptomen litten, berichteten 2,6 Mal so wahrscheinlich von einem Selbstmordversuch als jene, deren Schlaf ungestört war. Das Aufwachen am frühen Morgen war jenes Symptom, das am stärksten mit einer Neigung zum Selbstmord zusammenhing. Wojnar betonte, dass diese Forschungsergebnisse nahe legten, dass die Behandlung von Schlafproblemen auch das Selbstmordrisiko senken könnte. Es sei denkbar, dass Schlafstörungen und Selbstmordgedanken beide auf eine Belastung der Seele hinwiesen oder aber auch, dass Schlafprobleme die Menschen an Selbstmord denken ließen. Möglich sei aber auch eine weitere psychologische Verbindung, die derzeit noch nicht erkannt worden ist. (Ende)
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Bewegung lässt Kinder besser lesen und rechnen
14.4.2009 von zaro.
Höhere Aufmerksamkeit nach Übungen im Klassenzimmer
Bewegung im Klassenzimmer unterstützt die Schulleistung
Graz - Körperliche Bewegung fördert bei Kindern Aufmerksamkeit und auch die schulische Leistung. Zu diesem Schluss kommen Kinesiologen der University of Illinois http://www.uillinois.edu in einer Studie, die im Wissenschaftsmagazin Neuroscience veröffentlicht wurde. Sie beobachteten neunjährige Schüler, die nach 20 Minuten auf dem Laufband eine Reihe von Tests absolvierten. Zunächst ließ man sie auf einem Bildschirm Unterschiede in Bildern erkennen, dann wurden Lese-, Schreib- und Rechenleistung überprüft. Alle Leistungen stiegen nach der Bewegung im Vergleich zu einer ruhenden Kontrollgruppe deutlich an, besonders die Leseleistung. Die Ergebnisse hatten jedoch keine statistische Signifikanz, bemerken die Forscher.
Besonders bei schwierigen Aufgaben arbeiteten die Kinder nach Bewegung genauer. Näheren Aufschluss darüber sollte eine Messung der Hirnströme mittels EEG-Gerät liefern. “Neben den Auswirkungen im Verhalten zeigten sich auch Auswirkungen in den ereigniskorrelierten Potenzialen”, erklärt Studienleiter Charles Hillman. Das P3-Potenzial, ein eng mit der Aufmerksamkeit zusammenhängender Messfaktor, war nach der körperlichen Tätigkeit größer. “Dieser Effekt steigerte sich besonders bei schwierigeren Bedingungen. Bei höherer Geräuschkulisse gelang es den Kindern viel eher, Störgeräusche auszublenden und sich zu konzentrieren”, so der US-Kinesiologe.
“Dass Bewegung schulische Leistung fördert, ist bekannt, wenngleich der statistische Nachweis schwierig ist”, betont Christian Dillinger, Vorstand des österreichischen Berufsverbandes für Kinesiologie http://www.kinesiologie-oebk.at gegenüber ZARO. Körperliche Aktivität führe zu einer Vielzahl positiver Prozesse. “Biologisch gesehen, fördert die Bewegung die Atmung und somit die Sauerstoffaufnahme. Damit wird das Gehirn besser versorgt und das Herz-Kreislauf-System durch bessere Durchblutung gestärkt.” Das verbessere die Funktion von Stoffwechsel, Drüsen und Synapsen, außerdem bestehe ein enger Zusammenhang zwischen körperlicher und geistiger Wachheit oder auch Müdigkeit.
Je jünger die Kinder, desto eher seien Lehrer bereit, auf das natürliche Bewegungsbedürfnis besonders zu Beginn der Unterrichtsstunde einzugehen. “Bewegungsübungen wie Brain Gym eignen sich gut dafür, da sie spezielle Lerninhalte unterstützen können. Neben einer reinen Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems braucht es jedoch auch beruhigende Entspannungsübungen, sonst fällt unmittelbar danach die Aufmerksamkeit schwer”, so Dillinger. Im Klassenzimmer gut umsetzbar sei auch Wirbelsäulengymnastik, die muskuläre Ungleichgewichte ausgleicht und durch Förderung des aufrechten Rückens auch das Selbstwertgefühl von Schülern steigern kann. Je älter die Kinder, desto schwieriger sei jedoch diese Umsetzung. “Mädchen lehnen mit fortschreitender Pubertät oft Bewegung ab”, so der Kinesiologe abschließend zu ZARO. (Ende)
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