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Archive für 14.4.2009

EU pumpt Millionen in nachhaltige Energien

Effizienzprogramm stellt Städte auf grün

Effizienzprogramm stellt Städte auf grün

Brüssel - Die Europäische Kommission hat Finanzhilfen zur Projektfinanzierung im Bereich Erneuerbare Energien, sauberer Verkehr und Energieeffizienz angekündigt. Im Rahmen des Programms “Intelligente Energie - Europa” (IEE) stehen 2009 Mittel in Höhe von knapp 100 Mio. Euro für eine Kofinanzierung von nichttechnologischen Projekten in europäischen Städten zur Verfügung. “Neben einer notwendigen Antwort auf die Wirtschaftskrise sind der Klimawandel und die künftige Strategie der Europäischen Union dafür die Kernthemen der bevorstehenden EU-Wahlen. Dafür bedarf es konkreter Maßnahmen”, sagt Pervenche Bérès, Vorsitzende des Wirtschafts- und Währungsausschusses im EU-Parlament, im Gespräch mit pressetext in Brüssel. Um dem Klimawandel in Städten und Regionen zu begegnen, sieht die EU etwa eine Finanzspritze von 15 Mio. Euro zur Beschleunigung von lokalen Investitionen wie in Gebäude und den Nahverkehr vor.

Im Zuge des IEE-Programms stellt die EU erstmals Finanzhilfen für bankfähige Projekte und Investitionsprogramme im Bereich nachhaltiger Energien in den Städten bereit. Damit könnten sie “mithilfe von Investitionen, die vor Ort Arbeitsplätze schaffen werden, einen Beitrag zur Verwirklichung der Gemeinschaftsziele der Bekämpfung des Klimawandels leisten”, meint EU-Energiekommissar Andris Piebalgs. Förderfähige Projekte sind Angaben der Kommission zufolge etwa die Renovierung öffentlicher und privater Gebäude, die Straßenbeleuchtung, die Integration von erneuerbaren Energiequellen in die bebaute Umwelt, auf Kraft-Wärme-Kopplung basierende Fernwärme- und Fernkühlungssysteme sowie dezentrale Systeme. Eine höhere Energieeffizienz soll anhand der Integration erneuerbarer Energiequellen und der erleichterten Einführung von Elektroautos im Nahverkehr ermöglicht werden.

Die Projektfinanzierungen sowie die Marktförderung vor Ort sollen dem Ziel einer nachhaltigen Energiepolitik der EU beitragen, um Treibhausgasemissionen bis 2020 um zumindest 20 Prozent zu reduzieren. Das Programm hat die “Beseitigung nichttechnischer Markthemmnisse, die Änderung der Verhaltensmuster, die Schaffung eines günstigeren Unternehmensumfelds zur Förderung von Märkten im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energietechnologie sowie ein besseres Verständnis der Energiepolitik der EU und deren Umsetzung in den Städten und Regionen Europas zum Ziel”, wie die Kommission mitteilt. Die zur Verfügung gestellten und gemeinsam von der Europäischen Investitionsbank sowie der Kommission verwalteten Kofinanzierungen kommen für jene derzeit 476 europäischen Städte und ihre lokalen Behörden in Betracht, die sich der Initiative “Konvent der Bürgermeister” angeschlossen und sich damit zu einem Beitrag für eine nachhaltige Energiepolitik in Europa verpflichtet haben. Bis 2013 verfügt das IEE-Programm über einen Gesamthaushalt von 730 Mio. Euro. (Ende)

Erneuerbare Energie ist die Zukunft

Schlafprobleme können Menschen in den Selbstmord treiben

Viel zu frühes Aufwachen belastet die Betroffenen am meisten

Ann Arbor - Erwachsene, die unter chronischen Schlafproblemen leiden, könnten eher Selbstmord begehen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Michigan http://www.umich.edu gekommen. Das Team um Marcin Wojnar warnt Ärzte davor, bei Patienten, die unter derartigen Symptomen leiden, zu nachlässig zu sein, auch wenn sie bisher unter keinen psychischen Problemen gelitten haben. Umso mehr Arten an Schlafstörungen die Menschen aufwiesen, desto eher dachten sie an Selbstmord oder versuchten es wirklich. Die Ergebnisse dieser Studie werden auf einem Treffen der World Psychiatric Association http://www.wpanet.org der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass weltweit rund 877.000 Menschen durch eigene Hand sterben. Auf jeden Todesfall kommen bis zu 40 Selbstmordversuche. Wissenschaftler haben übereinstimmend Schlafstörungen bei Menschen mit psychischen Problemen und Heranwachsenden mit einem erhöhten Selbstmordrisiko in Zusammenhang gebracht. Bisher war allerdings nicht erforscht, warum dieser Zusammenhang auch bei der restlichen erwachsenen Bevölkerung besteht. Die Wissenschaftler untersuchten jetzt diese Verbindung mehr als ein Jahr lang bei 5.692 Amerikanern. In diesem Zeitraum hatten 2,6 Prozent der Teilnehmer Selbstmordgedanken, 0,5 Prozent versuchten tatsächlich sich umzubringen.

Analysiert wurden drei Arten von Schlafproblemen: Schwierigkeiten beim Einschlafen, beim Durchschlafen und das Aufwachsen mindestens zwei Stunden vor dem gewünschten Zeitpunkt. Faktoren wie Drogenmissbrauch, Depressionen, Angststörungen, psychische Störungen aber auch soziale Faktoren wie Ehe und die finanzielle Lage wurden berücksichtigt. Menschen, die an zwei oder mehr Symptomen litten, berichteten 2,6 Mal so wahrscheinlich von einem Selbstmordversuch als jene, deren Schlaf ungestört war. Das Aufwachen am frühen Morgen war jenes Symptom, das am stärksten mit einer Neigung zum Selbstmord zusammenhing. Wojnar betonte, dass diese Forschungsergebnisse nahe legten, dass die Behandlung von Schlafproblemen auch das Selbstmordrisiko senken könnte. Es sei denkbar, dass Schlafstörungen und Selbstmordgedanken beide auf eine Belastung der Seele hinwiesen oder aber auch, dass Schlafprobleme die Menschen an Selbstmord denken ließen. Möglich sei aber auch eine weitere psychologische Verbindung, die derzeit noch nicht erkannt worden ist. (Ende)

mmmh ... lecker essen, komm ins Salzbuger Land>

Bewegung lässt Kinder besser lesen und rechnen

Höhere Aufmerksamkeit nach Übungen im Klassenzimmer

Bewegung im Klassenzimmer unterstützt die Schulleistung

Graz - Körperliche Bewegung fördert bei Kindern Aufmerksamkeit und auch die schulische Leistung. Zu diesem Schluss kommen Kinesiologen der University of Illinois http://www.uillinois.edu in einer Studie, die im Wissenschaftsmagazin Neuroscience veröffentlicht wurde. Sie beobachteten neunjährige Schüler, die nach 20 Minuten auf dem Laufband eine Reihe von Tests absolvierten. Zunächst ließ man sie auf einem Bildschirm Unterschiede in Bildern erkennen, dann wurden Lese-, Schreib- und Rechenleistung überprüft. Alle Leistungen stiegen nach der Bewegung im Vergleich zu einer ruhenden Kontrollgruppe deutlich an, besonders die Leseleistung. Die Ergebnisse hatten jedoch keine statistische Signifikanz, bemerken die Forscher.

Besonders bei schwierigen Aufgaben arbeiteten die Kinder nach Bewegung genauer. Näheren Aufschluss darüber sollte eine Messung der Hirnströme mittels EEG-Gerät liefern. “Neben den Auswirkungen im Verhalten zeigten sich auch Auswirkungen in den ereigniskorrelierten Potenzialen”, erklärt Studienleiter Charles Hillman. Das P3-Potenzial, ein eng mit der Aufmerksamkeit zusammenhängender Messfaktor, war nach der körperlichen Tätigkeit größer. “Dieser Effekt steigerte sich besonders bei schwierigeren Bedingungen. Bei höherer Geräuschkulisse gelang es den Kindern viel eher, Störgeräusche auszublenden und sich zu konzentrieren”, so der US-Kinesiologe.

“Dass Bewegung schulische Leistung fördert, ist bekannt, wenngleich der statistische Nachweis schwierig ist”, betont Christian Dillinger, Vorstand des österreichischen Berufsverbandes für Kinesiologie http://www.kinesiologie-oebk.at gegenüber ZARO. Körperliche Aktivität führe zu einer Vielzahl positiver Prozesse. “Biologisch gesehen, fördert die Bewegung die Atmung und somit die Sauerstoffaufnahme. Damit wird das Gehirn besser versorgt und das Herz-Kreislauf-System durch bessere Durchblutung gestärkt.” Das verbessere die Funktion von Stoffwechsel, Drüsen und Synapsen, außerdem bestehe ein enger Zusammenhang zwischen körperlicher und geistiger Wachheit oder auch Müdigkeit.

Je jünger die Kinder, desto eher seien Lehrer bereit, auf das natürliche Bewegungsbedürfnis besonders zu Beginn der Unterrichtsstunde einzugehen. “Bewegungsübungen wie Brain Gym eignen sich gut dafür, da sie spezielle Lerninhalte unterstützen können. Neben einer reinen Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems braucht es jedoch auch beruhigende Entspannungsübungen, sonst fällt unmittelbar danach die Aufmerksamkeit schwer”, so Dillinger. Im Klassenzimmer gut umsetzbar sei auch Wirbelsäulengymnastik, die muskuläre Ungleichgewichte ausgleicht und durch Förderung des aufrechten Rückens auch das Selbstwertgefühl von Schülern steigern kann. Je älter die Kinder, desto schwieriger sei jedoch diese Umsetzung. “Mädchen lehnen mit fortschreitender Pubertät oft Bewegung ab”, so der Kinesiologe abschließend zu ZARO. (Ende)

Wenn Sie eh' nach Salzburg fahren ...

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