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Archive für 16.4.2009
Österreich ist beliebtestes Urlaubsland
16.4.2009 von zaro.
Urlaubsbudget wird im Vergleich zum Vorjahr nicht gekürzt
Wien - Aktuelle Umfrage zeigt: 2009 verbringen die Österreicher ihren Urlaub am liebsten im eigenen Land - Das beliebteste Reiseziel der Österreicher ist auch heuer wieder das eigene Land: 34% der Befragten gaben jetzt in einer von MindTake New Media Research unter 505 Österreichern durchgeführten Online-Umfrage an, in Österreich Urlaub machen zu wollen. Dabei scheint das geplante Urlaubsbudget bisher nicht von der schlechten Wirtschaftslage betroffen zu sein: Durchschnittlich 2028 Euro werden von den Reisenden im Budget für den Urlaub 2009 veranschlagt, im Vorjahr lag dieser Betrag bei 2070 Euro. Wie im Jahr zuvor gaben aber immerhin 15% der Befragten an, ihren Urlaub zu Hause verbringen zu wollen.
Österreicher bleiben in Europa
Neben Österreich, so ergab die Studie, befinden sich auch andere für 2009 bevorzugte Urlaubsziele nicht in weiter Ferne: Unter den Top 3 ist noch das Nachbarland Italien zu finden: 10% der Befragten gaben an, dorthin reisen zu wollen. Das etwas weiter entfernte Spanien ist für 6% der Österreicher geplantes Reiseziel für 2009.
Lediglich 12% der Befragten gaben an, den Urlaub dieses Jahr außerhalb von Europa verbringen zu wollen. Beliebteste Reiseziele sind hier die USA und Ägypten - je 2% der Österreicher wählten diese als Reisedestination aus.
Erreichbarkeit mit Auto und Bahn entscheidet Destinationswahl
Die Bevorzugung Europas als Reisedestination scheint einen einfachen Grund zu haben: Neben dem Interesse an dem Reiseziel selbst - dies ist für 38% der Befragten ein entscheidender Grund für die Auswahl des Urlaubsortes - ist die Erreichbarkeit mit dem Auto oder der Bahn für 30% der Befragten ausschlaggebend für die Destinationswahl.
Wichtig scheinen für die Österreicher auch Vertrauen und Sicherheit zu sein: 19% wählten die Destination unter anderem deshalb, weil sie schon immer dorthin gefahren sind. Aber auch die stabile politische Lage (12%) und eine geringe Terrorgefahr (16%) wurden als Gründe für die Auswahl des Reisezieles genannt.
Für 15% der Österreicher war bei der Wahl des Urlaubslandes die “Abwechslung” ausschlaggebend. Lediglich 7% gaben an, sich aufgrund der Wirtschaftskrise für ein kostengünstigeres Reiseziel entschieden zu haben.
Keine Budgetkürzungen im Vergleich zum Vorjahr
Das Reisebudget scheint vorerst wenig getrübt durch die Wirtschaftskrise: 18% der Befragten gaben an, das Budget gegenüber dem Vorjahr zu kürzen, während im Gegenzug 13% das Budget des letzten Jahres für den Urlaub sogar erhöhen wollen. Der Großteils der Österreicher allerdings investiert für 2009 in etwa gleich viel in den Urlaub wie im Jahr zuvor: durchschnittlich 2028 Euro.
Hauptreisezeit ist - wie auch im Jahr 2008 - der Sommer. 54% der Befragten planen, in den Sommerferien zu verreisen. Und auch bei der Wahl der Urlaubsart zeigen sich die Österreicher eher konservativ: 48% der Befragten verbringen den Urlaub am liebsten an Stränden oder den heimischen Seen beim Baden.
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Wassertrinken bremst das Übergewicht
16.4.2009 von zaro.
Einfache Maßnahme auch für sozial benachteiligte Kinder
Bonn - Kinder, die in der Schule ausreichend Wasser trinken, sind besser vor Übergewicht geschützt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung der Universität Bonn http://www.fke-do.de, die in der Zeitschrift Pediatrics veröffentlicht wurde. “Das Risiko für Übergewicht sinkt bei Kindern, wenn sie täglich während des Vormittags ein Glas Wasser trinken”, so Studienautorin Rebecca Muckelbauer im Gespräch mit ZARO. Finanziert wurde die Studie vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz http://www.bmelv.de sowie vom Bundesverband der Gas- und Energiewirtschaft http://www.bdew.de.
Für die Forschung wurden 3.000 Kinder im Alter zwischen sieben und neun Jahren aus Schulen ausgewählt, deren Besucher tendenziell niedrigen sozialen Schichten angehören. Diese sind häufiger von Übergewicht betroffen als Kinder aus gutem Elternhaus und reagieren selten auf Gesundheitsmaßnahmen. Bei einem Teil der Schulen installierte man zu Schulbeginn in der Aula einen Wasserspender und schenkte den Kindern jeweils eine Wasserflasche. In Begleitung zu dieser Maßnahme erklärten die Lehrer in kurzen Unterrichtseinheiten, welche Bedeutung das Wasser für den Körper hat.
Die Messung der Durchflussmenge der Wasserspender und die Erhebung per Fragebogen zeigten, dass an den Schulen mit Wasserspender am Ende des Schuljahrs jedes Kind durchschnittlich ein Glas Wasser mehr trank als an Schulen ohne Wasserspender. “Viele Kinder füllten ihre halbe-Liter-Flasche bereits vor Unterrichtsbeginn an und leerten sie während des Vormittags”, so Muckelbauer. Folgen dieser Maßnahme zeigten sich nach einem Jahr im Körpergewicht der Kinder. War der Anteil der übergewichtigen Kinder in beiden Gruppen anfangs gleich, stieg er bei den Schülern ohne zusätzlicher Wasserversorgung von 25,9 auf 27,8 Prozent an. In der Trinkgruppe blieb der Anteil unverändert.
“Diese Maßnahme ist keine Therapie, doch sie bremst die natürliche Tendenz der Kinder im Grundschulalter, übergewichtig zu werden”, so die Studienleiterin. Besonders erfreulich sei es, dass eine Zielgruppe angesprochen werden konnte, die sonst kaum zu Umstellungen individueller Ernährung bereit ist. Zudem hielt sich der Aufwand mit 13 Euro pro Kind und einmaligen 2.500 Euro pro Wasserspender in Grenzen. Dieser filterte das Leitungswasser und stellte es auf Wunsch mit oder ohne Kohlensäure zur Verfügung. (Ende)
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Stress behindert gute Entscheidungen
16.4.2009 von zaro.
Kein rationelles Abwägen der Möglichkeiten unter hohem Zeitdruck
Wien - Stress erhöht das Risiko, falsche Entscheidungen zu treffen. Das berichten die Psychologen Anthony Porcelli und Mauricio Delgado von der Rutgers University http://www.rutgers.edu in der Fachzeitschrift Psychological Science. Sie ließen eine Versuchsgruppe verschiedene Gewinnspiele durchlaufen, nachdem ein Teil der Freiwilligen ihre Hände für bestimmte Zeit in eiskaltes Wasser gesteckt hatte, was als stressauslösend gilt. Die Gestressten gingen in den Spielen tendenziell auf Nummer sicher, wenn Gewinne in Aussicht standen, und steigerten ihre Risikobereitschaft, wenn Verlust drohte. In der Vergleichsgruppe ohne Stress war dieser Trend zwar ebenfalls zu beobachten, jedoch in geringerer Ausprägung.
Diese Ergebnisse sind nach Ansicht der Forscher ein Hinweis darauf, wie die Umgebung unsere Entscheidungen beeinflusst. Stress könne dazu führen, dass Menschen in eine automatisierte, niedere Denkweise zurückfallen und dabei an Fähigkeit einbüßen, Entscheidungen rationell und abwägend zu fällen. Eine Umgebung, die den Stress steigert, wirke sich somit behindernd für die Wahl aus. Das könne besonders bei finanziellen Entscheidungen zum Tragen kommen, da bei diesen rationelles und abwägendes Denken sehr wichtig ist, so die US-Psychologen.
“Unter Stress klammern sich viele Menschen an gewohnte und bewährte Verhaltensweisen. Das kann dazu führen, dass sie nicht adäquat auf die Situation reagieren”, erklärt der Wiener Psychologe Boris Zalokar http://www.wellworking.com. Manchen gelinge es, sehr aktiv auf Stresssituationen zuzugehen, Grenzen auszuloten und auch neue, ungewohnte Verhaltensweisen auszuprobieren. Zu viel Angst und Suche nach Kontrolle führten hingegen dazu, dass man Stresssituationen schon im Voraus umgehe, wodurch eine Reihe von Wahlmöglichkeiten blockiert werde. Das könne langfristig zu negativen Gefühlen führen. “Ständiges passives Verhalten bei Stress kann das Wohlbefinden einschränken”, so der Arbeitspsychologe.
Die heutige Arbeitswelt bietet ein Umfeld, das den Stress häufig erhöht. “Zeit- und Termindruck und geringe Personalressourcen tragen dazu ebenso bei wie Arbeitsunterbrechungen und ständige Ablenkung, die die Konzentration für Aufgaben erschweren”, erklärt Zalokar. Menschen wollten zwar Leistung bringen, gelangten unter diesen Voraussetzungen jedoch schnell zur Überforderung. “Es macht in diesen Situationen Sinn zu überlegen, welche Aufgaben die wichtigsten sind, und dementsprechend zu reduzieren”, so die Empfehlung.
“Entscheidend ist das Ausmaß, in dem Stress wahrgenommen wird”, betont die Gesundheitspsychologin Regina Lackner http://www.traumapraxis.at im ZAROnews-Interview. Stress könne in leichter Ausprägung die Entscheidungsfähigkeit auch schärfen, ab einem bestimmten Ausmaß schränke er jedoch die Wahrnehmung und die Fähigkeit klar zu denken ein. “In solchen Situationen hilft es, bewusst innezuhalten und die Aufmerksamkeit zu unserem Körper zu lenken. Indem ich meine Atmung, meinen Körper, einen Körperteil, oder mit meinen Sinnen bewusst wahrnehme, bin ich ganz im Hier und Jetzt.” So könne man negative Gedanken wie Sorgen und Ängste unterbrechen, den Kopf klarer bekommen und wieder sicherer mit beiden Beinen im Leben stehen, rät die Wiener Psychologin. (Ende)
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Schwestern machen Familien glücklicher
16.4.2009 von zaro.
Expertin kritisiert Rückfall in alte Rollenklischees
London/Wien - Schwestern sorgen für Heiterkeit, Brüder hingegen für das Gegenteil. Zu diesem Schluss kommen Forscher um Tony Cassidy von der Ulster University http://www.ulster.ac.uk beim Treffen der British Psychological Society in Brighton. Insgesamt haben die Wissenschaftler 571 Personen im Alter von 17 bis 25 Jahren über ihr Leben befragt. Das Ergebnis war, dass jene, die mit Schwestern in einer Familie aufwuchsen, glücklicher und ausgeglichener waren. Das Psychologenteam kommt zum Schluss, dass Töchter in Familien alle Familienmitglieder offener machen. Dadurch werden sie eher bereit über Emotionen zu sprechen.
Der Einfluss der Mädchen war vor allem dann sehr wichtig, wenn es um Familienkrisen wie etwa Scheidungen oder Trennungen ging. Während der Studie mussten die Probanden psychologische Fragebogen ausfüllen, in denen sie nach ihrer Lebenseinstellung und allfälligen psychischen Problemen gefragt wurden. “Schwestern scheinen in der Lage zu sein, eine offenere Kommunikation und dadurch einen stärkeren Zusammenhalt der Familie zu fördern”, so Cassidy. Umgekehrt scheinen Brüder den umgekehrten Effekt zu haben. “Emotionale Äußerungen sind fundamental für eine gute psychische Gesundheit. Schwestern sind in der Lage das zu unterstützen”, erklärt der Psychologe. Viele der Befragten kämen aus Familien, in denen die Eltern getrennt waren und die Präsenz der Mädchen dadurch noch deutlicher ausgezeichnet war.
Die klinische Psychologin Caroline Erb sieht die Studienergebnisse kritisch. “Man sollte vorsichtig sein, um nicht in Rollenklischees zu verfallen”, so die Wissenschaftlerin im ZAROnews-Interview. Dass gewisse soziale Kompetenzen Mädchen zugeschrieben werden, stimme, weil es tendenziell wohl so vorkomme. “Mädchen werden nach außen öfter als sozial angepasst beschrieben. Zudem sind sie besser in der Lage Emotionen zu artikulieren”, so Erb. Von generellen Rückschlüssen auf das Verhalten will Erb aber nichts wissen. “Ein Charakter ist immer eine Summe aus Anlage und Umwelt. Das heißt, dass das, was die Eltern ihren Kindern vermitteln, sehr wichtig ist. Die ersten drei Lebensjahre sind beispielsweise für das Bindungsverhalten im zukünftigen Leben eines Kindes ausschlaggebend.” Es sei aber auch unbestritten, dass der Charakter von Buben und Mädchen anders ist. Das manifestiere sich etwa in der Verschiedenheit beider Geschlechter mit Konflikten umzugehen, so Erb abschließend gegenüber pressetext. (Ende)
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