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Archive für 18.5.2009
Frauen wehren Krankheiten besser ab als Männer
18.5.2009 von zaro.
Östrogen verleiht dem weiblichen Immunsystem zusätzliche Kräfte
Montreal - Männer haben jetzt wirklich eine Entschuldigung dafür, warum sie angeblich bei Husten und Schnupfen mehr leiden als Frauen. Ihr Immunsystem ist nicht so stark wie das der Frauen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der McGill University http://www.muhc.ca gekommen. Das Team um Maya Saleh hat herausgefunden, dass das weibliche Sexualhormon Östrogen dem weiblichen Immunsystem zusätzliche Kraft zur Abwehr von Infektionen gibt. Das Hormon scheint einem Enzym entgegenzuwirken, das die Entzündungsreaktion blockiert. Details der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.
Die Forscher konzentrierten sich bei ihrer Arbeit auf das Enzym Caspase-12, das dafür bekannt ist, dass es die schützende Entzündungsreaktion hemmt und damit die erste Abwehr des Körpers gegen Eindringlinge wie Bakterien und Viren. Sie arbeiteten mit Mäusen, denen das Caspase-12-Gen fehlte und die daher extrem resistent gegen Infektionen waren. Die menschliche Version des Gens wurde einer Reihe von männlichen und weiblichen Mäusen implantiert. Es wurden jedoch nur die Männchen anfälliger für Infektionen. Daraus schlossen die Forscher, dass das von den weiblichen Tieren produzierte Östrogen die Expression des Gens verhinderte. Es gelang ihnen auch, die genaue Stelle zu lokalisieren, an der sich das Hormon an das Gen anbindet, um seine Aktivität zu blockieren. Da die Experimente mit menschlichen Genen durchgeführt wurden, ist das Team zuversichtlich, dass diese Forschungsergebnisse auch auf den Menschen anwendbar sind.
Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen stärker auf Entzündungen reagierten als Männer, erklärte Saleh. Sie geht davon aus, dass Frauen aufgrund ihrer entscheidenden Rolle bei der Entstehung und Pflege des Nachwuchses ein robusteres Immunsystem entwickelt haben. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Möglichkeiten zur Verbesserung des Immunsystems mittels genetischer Manipulation. Offen bleibt jedoch, ob die Männer dafür offen sein werden, mit einem rein weiblichen Hormon behandelt zu werden. (Ende)
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