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Archive für Juni 2009

Diabetes-Medikament optimiert Krebs-Impfstoffe

Metformin verbessert die Wirksamkeit der T-Zellen

Montreal/Philadelphia - Ein verbreitetes Medikament gegen Diabetes könnte die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen Krebs verbessern. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der McGill University http://www.mcgill.ca und der University of Pennsylvania http://www.upenn.edu gekommen. Tests mit Mäusen haben gezeigt, dass Metformin den T-Zellen hilft, besser zu arbeiten. Metformin wird normalerweise zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt. T-Zellen “erinnern” sich an frühere Infektionen oder Impfungen und können so folgende Erkrankungen besser abwehren. Die Wissenschaftler schreiben in Nature, dass das Medikament diese wichtige Gedächtnisfunktion der Zellen zu verbessern scheint.

Dieses Erinnern an Krankheiten war bereits vielfach Gegenstand der Forschung. Es gab bisher jedoch nur wenige Erkenntnisse über die grundlegenden zellularen Mechanismen. Das Team nutzte jetzt einen Impfstoff gegen Krebs, der erst getestet wird. Wurde er Mäusen verabreicht, schien das Diabetes-Medikament die Wirksamkeit der Impfung zu erhöhen.

Mehrere Studien haben in den vergangenen Jahren nachgewiesen, dass Diabetiker eher an bestimmten Formen von Krebs erkranken. Der genaue Zusammenhang ist derzeit noch nicht erforscht. Typ-2-Diabetes steht zum Beispiel auch mit Übergewicht in Verbindung. Es gibt jedoch anscheinend Ähnlichkeiten bei den grundlegenden chemischen Reaktionen, die eintreten, wenn Zellen von einer der beiden Krankheiten betroffen sind. Laut Russell Jones vom McGill’s Goodman Cancer Centre, einem der Autoren der Studie, spielen viele Gene, die bei der Regulierung von Diabetes wichtig sind, auch eine Rolle beim Verlauf einer Krebserkrankung.

Laut Jones ist die aktuelle Studie die erste, die nahelegt, dass durch das Abzielen auf die gleichen Stoffwechselwege, die eine Rolle bei Diabetes spielen, auch die Funktionen des Immunsystems verändert werden können. Impfstoffe gegen Krebs befinden sich laut BBC noch immer in einem frühen Forschungsstadium. Idealerweise sollten sie nicht nur die Krankheit stoppen, sondern auch ihre Entstehung verhindern können. (Ende)
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Presseberichte, Public Relation, Mediendesign
www.zaronews.com

News und Termine vom Heilzentrum Lonar

Liebe Freundinnen und Freunde unseres Heilzentrumes,

es gibt wieder Neuigkeiten:

1. HEILMEDITATIONS-CD´s

Es sind wieder zwei neue Heilmeditationen in diesem Monat aufgenommen worden:

Bewußt - SEIN - Werden - Die Energie öffnet Ihr drittes Auge. Es können all die
“Fehl”-programmierungen gelöscht und die Blockaden aufgelöst werden. Die
Zeit- und Raumlosigkeit Ihres Seelenursprungs offenbart sich. Die Meisterschaft
für Ihr wahrhaftiges Leben kann beginnen…

Ursprünglichkeit - Seelenton
Mit diesen magnetischen Schwingungen können Sie höhere Ebenen in Ihrem
Energiekörpersystem öffnen. Durch diese Öffnungen können Sie Strukturen
und Muster Ihrer nicht mehr “dienlichen” Glaubenssätze und Programmierungen
in Ihrem Gesamtkörpersystem loslassen und löschen. Der Kontakt zu Ihrer
Ursprünglichkeit in Ihrer Seele kann sich öffnen und Ihr Seelenton kann in Ihrem
komplexen System schwingen. Sie werden immer mehr zu dem, der Sie in Ihrer
höheren Ordnung sind.
Die CD´s können Sie in unserem Shop erwerben und gerne sich unter folgendem
Link: http://www.lonar.de/424;Lonar_Shop.html
eine Hörprobe anhören.

2. NEUER KURSBEGINN
Körperzellen aktivieren / Lebenskraft stärken
Der Kurs findet fortlaufend einmal im Monat mit insgesamt 10 Abende statt. Beginn
ist am 23.09.2009 und dauert ca. ein Jahr. Von jedem Kursabend wird eine CD
zum „Mit-Sich-Arbeiten“ für Sie gefertigt, die im Kursbetrag inbegriffen ist. In
diesem Kurs werden wir über Ihren Energiekörper in die Zellen, mit Ihrem
magnetischen Energiefeld direkt in Ihre Lebenskraft einwirken und “arbeiten”. Sie
werden dabei ganz bewusst beginnen Ihre DNA neu zu aktivieren. Ihr Leben kann
intensiver, klarer und bewusster werden.
Der Prozess Ihrer regelmässigen Selbstheilungsaktivierung kann Ihr komplettes
System von Körper, Seele und Geist neu programmieren. Sie erleben das
Wechselspiel, also die ganzheitlichen Zusammenhänge von Körper, Seele,
Verstand, Energiekörper, Geistkörper und Ihren sozialen Faktoren.
Die hohen Energien Ihrer feineren Ebenen werden Ihr vorhandenes Ungleichgewicht
in mehr innere Balance umwandeln und dabei Ihre unbegrenzten Potentiale
freisetzen.
Die Heilmeditationen können Ihnen Ebenen öffnen und Ihnen einen Weg ebnen in
bisher noch nicht erschlossene Dimensionen Ihres Seins. Hier bringen Sie
Wissenschaft und Spiritualität in sich zusammen. Sie lernen, wie Sie eine
intensivere Verbindung zu Ihrem inneren HEILSYSTEM finden, sowie zu Ihrem
Gesamtkörpersystem herstellen können.
Nur so kann Ihr Selbstheilungssystem dem Organismus zur Heilung verhelfen.
Alles hängt mit allem zusammen und reagiert aufeinander.

Sie werden Ihre Ziele und Ihre Gesundheit viel leichter erreichen können.

Termine: 23.09.09, 21.10.09, 25.11.09, 16.12.09, 20.01.10, 24.02.10, 14.04.10,
19.05.10, 16.06.10, 21.07.10 jeweils von 19.30 h bis ca. 21 h/ 21.15h
Einige Inhalte des Kurses sind:

- Sie lernen Ihren Körper in seiner Ganzheit besser kennen
- Sie erreichen ein erweitertes Bewusstsein
- Sie erleben eine Intensivierung in Ihrer Wahrnehmung
- Sie lernen Methoden kennen die bei Ihnen Selbstheilungen ermöglichen
- Sie erweitern Ihre Fähigkeiten und Ihr Wissen für die Erlangung Ihres Lebenzieles

3. HEIL-SEMINAR 27.06. / 28.06.2009

Es sind noch 2 Plätze für unser morgiges Heilseminarwochenende frei.

4. Qi Gong Kurs für Kinder mit Sabine Grümmer
Ab September 2009 möchten wir QI GONG KURSE für Kinder anbieten. Dieser
Kurs ist eine weitere Möglichkeit, die schon bereits stattfindende Energiearbeit
mit eigenen Körperübungen zu erweitern oder neu einzusteigen.
Bei Interesse bitte telefonisch unter 09187/4091855 bei uns melden.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und vor allem viel Gesundheit!
Sabine und Herbert Grümmer mit Team

Mit der rosaroten Brille sieht man mehr

Experten beweisen: Zorn macht blind

Toronto/Wien - Ein Forscherteam der University of Toronto http://www.artsci.utoronto.ca hat erstmals beweisen können, dass die Laune unmittelbare Auswirkungen auf das Sehen hat. Experimente haben gezeigt, dass der Blick durch die rosarote Brille damit biologische Realität und nicht nur bloße Metapher ist, schreiben die Forscher. “Die gute oder die schlechte Laune verändert den Weg wie unser visueller Cortex arbeitet und damit auch wie wir sehen”, so der Psychologieprofessor Adam Anderson. “Wir konnten zeigen, dass gute Laune dafür sorgt, dass der visuelle Cortex viel mehr Informationen aufnimmt, während negative Stimmungen zu einem Tunnelblick führen.”

Das sei sehr gut vorstellbar, meint die klinische Psychologin Patricia Göttersdorfer im Interview. Der im Volksmund beschriebene Ausdruck “Blind vor Wut” sei tatsächlich vorhanden. “Mit einem Wutgefühl im Bauch nimmt man in der Umgebung wesentlich weniger wahr”, so die Wissenschaftlerin. Das Problematische daran sei, dass es im Limbischen System einen Schneckengang gibt, der dieses Wutgefühl immer weiter anheizt. “Das läuft dann immer weiter im Kreis.” Erst der selbst ausgesprochene Befehl “ich will nicht mehr” beendet diesen Kreislauf. Um dorthin zu gelangen, setzen einige auf körperliche Aktivitäten wie Laufen, andere nutzen Musik. “Tatsache ist, dass mit dem ersten Lachen dieser Kreislauf unterbrochen wird.”

Für die Studien hat das kanadische Wissenschaftsteam die funktionelle Magnetresonanztomographie - einem bildgebenden Verfahren mit hoher räumlicher Auflösung zur Darstellung von aktivierten Strukturen - gesetzt. Damit konnten sensorische Informationen in guter, schlechter und neutraler Stimmung sichtbar gemacht werden. Zunächst wurden den Probanden Bilder gezeigt, die sie in die verschiedenen Stimmungen bringen sollten. Anschließend wurden detailreiche Bilder mit einem Gesicht im Vordergrund und anderen Objekten im Hintergrund gezeigt. Jenen Probanden, die schlechte Laune hatten, fiel der Hintergrund der Bilder nicht auf. Wurde denselben Probanden die Bilder bei guter Laune gezeigt, waren sie in ihrer Beschreibung viel detailreicher.

“In positiver Stimmung nehmen Menschen wesentlich mehr in ihrer Umgebung wahr. Das klingt zwar gut, kann aber auch zur Ablenkung führen”, meint Studienleitautor Taylor Schmitz. “Gute Laune erhöht buchstäblich die Größe des Fensters, durch das wir die Welt sehen.” Der Vorteil sei, dass man Sachen damit globaler und von einer größeren Perspektive sieht. “Der Nachteil ist jedoch, dass dies zur Ablenkung bei kritischen Aufgaben führen kann, die sehr präzises Denken erfordern wie etwa das Steuern von Maschinen. Schlechte Laune hält unsere Wahrnehmung hingegen in enge Grenzen und verhindert damit jegliche Ablenkungen außerhalb des aktuellen Problems.” (Ende)

Wasser fürs Leben

Babygesicht belohnt das Gehirn des Betrachters

Erstmals neurobiologische Erklärung des Kindchenschemas

Münster - Wenn Frauen besonders niedliche Babygesichter betrachten, aktiviert das in ihrem Gehirn das Belohnungszentrum. Das berichten Melanie Glocker und Norbert Sachser vom Institut für Neuro- und Verhaltensbiologie der Universität Münster http://www.uni-muenster.de in der Zeitschrift PNAS. Sie entdeckte gemeinsam mit Kollegen der University of Pennsylvania um Ruben Gur erstmals die neurobiologischen Grundlagen des als “Kindchenschema” bezeichneten Instinkts. Dieses Phänomen beruht auf den kindlichen Körpermerkmalen wie großer Kopf mit hoher Stirn, runde Wangen und große Augen, die man insgesamt als “niedlich” bezeichnet. Während zahlreiche Verhaltensstudien schon bewiesen haben, dass dieses Schema besonders bei erwachsenen Frauen die Bereitschaft zu fürsorglichem Verhalten steigert, war bisher unklar, was sich dabei im Gehirn abspielt.

Glocker untersuchte, wie 16 Frauen, die selbst keine Kinder geboren hatten, auf Babyfotos reagierten. Diese Fotos waren zuvor per Bildbearbeitung manipuliert worden und zeigten teilweise Portraits, die Merkmale des Kindchenschemas besonders deutlich oder nur wenig ausgeprägt verfügten. In der funktionellen Magnetresonanztomografie wurde eine hohe Aktivität im Nucleus accumbens, dem Belohnungszentrum des Gehirns, deutlich. Dieser vermittelt motiviertes Verhalten, löst über den Botenstoff Dopamin Glücksgefühle aus und spielt auch bei Drogenkonsum, Sex oder Nahrungsaufnahme eine wichtige Rolle.

Das Kindchenschema, eine mögliche Basis von Fürsorgeverhalten und Altruismus, hält die Wissenschaft für ein evolutionär sehr altes Signal. “Man nimmt heute an, dass der frühe Mensch kooperative Brutpflege betrieb. Neben Mutter und Vater sorgten sich auch andere, nicht verwandte Gruppenmitglieder um den Nachwuchs. Das erklärt sehr einleuchtend die Entstehung der Reaktion auf dieses Schema”, so Glocker im Interview mit ZAROnews. Es handle sich dabei um eine menschliche Eigenheit, obwohl auch Neugeborene aus dem Tierreich - etwa Säugetiere und Vögel - ähnliche Körper- und Gesichtsproportionen aufweisen. “Junge Robben haben besonders runde Formen, brauchen diese jedoch zur Anpassung an das Wasserleben.” Der Geruch sei bei vielen Säugetierarten ein viel wichtigerer Auslöser von Fürsorgeverhalten, daneben gebe es jedoch auch andere Stimuli. “Schwarz-weiße Stummelaffen etwa werden mit einem nur weißen Fell geboren, was die Aggressionen älterer Artgenossen hemmt.”

Bloß von der Ausprägung des Babygesichts hängt die Zuwendung seiner Eltern jedoch nicht ab. “Auch Babys, die nicht niedlich sind oder die mit Entstellungen geboren werden, werden von ihren Eltern liebevoll behandelt.” Denn zahlreiche andere, teilweise stärkere Faktoren bestimmen das Verhalten der Pflegepersonen, unter ihnen die emotionale Bindung, das Verhalten des Kindes oder die Umwelt. “Aufgabe des Kindchenschemas ist es, ein Annäherungsverhalten auszulösen und für die positive Bewertung eines jeglichen Babys zu sorgen, egal ob Verwandtschaft besteht oder nicht”, so die Münsterer Neurobiologin gegenüber uns. (Ende)

Lecker essen in Langwies

Leichter Hirnschlag ist akute Schlaganfall-Gefahr

Rasches Erkennen von Symptomen der Durchblutungsstörung wichtig

Oxford/Wien - Leichte Störungen der Hirndurchblutung bedeuten ein hohes Risiko, innerhalb von 24 Stunden einen schweren Schlaganfall zu erleiden. Das berichten Neurologen der Universität Oxford http://www.clneuro.ox.ac.uk im Fachmagazin Neurology. Sie verglichen die Daten von 1.200 Patienten, die einen leichten Schlaganfall erlitten hatten. Jeder Zehnte erlitt innerhalb einer Woche einen schweren Schlaganfall, die Hälfte dieser Gruppe bereits innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem flüchtigen Auftreten von Durchblutungsstörungen. Die Forscher werten das als dringenden Hinweis dafür, dass auch Symptome eines sehr kleinen Schlaganfalls ernst genommen werden müssen und Betroffene eine schnelle Behandlung brauchen. Denn jeder zweite der wiederkehrenden Schlaganfälle ruft bleibende Lähmungen hervor oder verläuft tödlich.

Das Risiko eines Schlaganfalls nach dem Auftreten geringfügiger Symptome ist lange Zeit auch von der Medizin unterschätzt worden. “Leichte Schlaganfälle werden oft nicht erkannt. Doch das Risiko, nach einem leichten Gehirnschlag in den Folgetagen einen schweren Schlaganfall zu erleiden, ist weitaus höher als nach einem schweren Schlaganfall”, betont Wilfried Lang, Präsident der Gesellschaft für Schlaganfall-Forschung http://www.schlaganfall-info.at im Interview. Da eine rechtzeitige Spitalsbehandlung von Menschen mit flüchtigen Durchblutungs-Störungen das Risiko des schweren Schlaganfalls halbieren kann, sei laut dem Neurologen die unverzügliche stationären Einlieferung der Betroffenen wichtig.

Tritt eine Durchblutungsstörung auf, entscheidet daher das rechtzeitige Erkennen der Symptome über das weitere Schicksal des Betroffenen. Die wichtigsten Anzeichen für den leichten Schlaganfall sind eine halbseitige Schwäche an Arm, Bein, Gesicht oder Mundwinkel oder Gefühlsstörungen. “Manchmal kommt es zur Taubheit einer ganzen Körperhälfte, die deutlich stärker ist als das gelegentliche Fingerkribbeln beim Aufwachen”, erklärt Lang. Hinweise sind auch Sehstörungen auf einer Körperseite oder Sprachstörungen. “Menschen verstehen die Sprache vorübergehend nicht oder verwenden falsche Wörter, obwohl sie richtig denken. Oft werden sie dabei fälschlich als verwirrt eingestuft.” Nach zehn Minuten sind diese Anzeichen meist wieder vorbei.

Zwar treten drei Viertel aller Schlaganfälle bei Personen ab 65 Jahren auf, doch hat einer von zwölf Betroffenen das 45. Lebensjahr noch nicht erreicht. “Je jünger der Patient, umso weniger werden die Anzeichen ernst genommen oder überhaupt registriert. Das verhindert oft Maßnahmen, die Leben retten können”, so Lang. Doch auch Ältere würden sich oft vor der Spitalseinlieferung scheuen, da sie denken, es sei bereits alles in Ordnung. Denn flüchtige, kleine Durchblutungsstörungen verursachen keine Schmerzen wie etwa ein Herzanfall.

Auslöser für einen leichten Schlaganfall sind Gerinnsel im Blut, die die Gehirngefäße verstopfen. “Dieser Verschluss löst sich innerhalb einiger Minuten, wodurch die erneute Durchblutung möglich ist. Doch oft stecken an anderer Stelle weitere, größere Gerinnsel im Blut, die weit größere Schäden anrichten können, sobald sie ins Gehirn gelangen.” Sobald Menschen in ein Schlaganfall-Zentrum eingeliefert werden, wird ein Ultraschallbild des Gehirns, der Gehirn-zuführenden Blutgefäße und des Herzens gemacht. “Die ärztlichen Maßnahmen richten sich danach, welche Ursache man dabei feststellt”, so der Wiener Neurologe gegenüber zaronews. (Ende)

Ausgezeichnetes Trinkwasser

Drang zur Attraktivität bedeutet Angst vor Zurückweisung

Psychologin: Alte Klischees erfüllen sich immer noch zu oft

Washington DC/Wien - Menschen, die den Drang haben, besonders attraktiv zu sein, haben einer neuen Untersuchung zufolge mehr Angst aufgrund ihres Aussehens zurückgewiesen zu werden, als jene die nicht so viel Wert darauf legen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universitäten von Buffalo und Kent im Fachmagazin der American Psychological Association http://www.apa.org. Die Psychologinnen haben zudem auch gezeigt, dass Frauen ganz besonders sensibel auf Zurückweisungen wegen des äußeren Erscheinungsbildes reagieren.

Die Studienautorinnen Lora Park und Rachel Calogero haben auch entdeckt, dass Frauen, die glaubten, attraktiver sein zu müssen, um von ihrem gegenüber akzeptiert zu werden, mehr unter solchen Zurückweisungen litten. Das galt auch für Männer, die gewissen Schönheitsidealen nachhingen. “Es gibt eine Vielzahl von Studien, die die Vorstellung erwecken, dass physisch schönere Menschen weniger von anderen stigmatisiert werden und zudem mehr Vorteile in verschiedenen Lebensbereichen haben als jene, die als weniger attraktiv beurteilt werden”, so Park. Unserem Studienergebnis nach, ist das Problem aber eher der selbstauferlegte Druck attraktiv sein zu müssen, um in der Gesellschaft anerkannt zu werden. Das versperrt vielen Menschen den Weg einer positiven Entwicklung und vor allem den Spaß am Leben.”

“Das Ergebnis ist keine Überraschung”, meint die Psychologin Caroline Erb von der Online-Partneragentur Parship http://www.parship.at im ZAROnews-Interview. “Wenn Menschen immer sehr auf ihr äußeres Erscheinungsbild achten, reagieren sie auf Zurückweisungen sehr empfindlich”, so die Psychologin. Oftmals habe die Optik einen wesentlichen Einfluss auf das Befinden und demnach auch auf das Selbstwertgefühl. “Menschen, die sich auch über andere Charaktereigenschaften definieren, trifft eine Zurückweisung meist nicht so hart. Je selbstbewußter ein Mensch ist, desto weniger Einfluss haben etwaige Schönheitsmakel”, so Erb. Zum Menschsein gehöre es allerdings als fixer Bestandteil dazu, Makel und besondere Eigenheiten zu haben. “Auch im Hinblick auf das Eingehen von Beziehungen ist es wichtig, solche Makel zu haben, denn ein Mensch, der perfekt sein will, wirkt abschreckend.” Mangelndes Selbstwertgefühl sei die Ursache vieler psychischer Probleme - von Körperschemastörungen bis hin zu Essstörungen.

Die Studienautorinnen haben für die Untersuchung insgesamt 106 weibliche und 114 männliche College-Studenten in den USA im Alter zwischen 18 und 33 Jahren befragt. Offensichtlich spielen bei der Beurteilung der eigenen Attraktivität auch die Medien eine große Rolle. “Ein weiterer Punkt ist zudem auch die Tatsache, dass sich das Klischee, wonach Frauen attraktiv sein müssen und Männer sich über den Beruf und andere Statussymbole definieren, leider immer noch bewahrheitet”, so Erb. (Ende)

Schönheiten

“EU-Bürokraten ignorieren Bürgerwillen”

Europäische Kommission stellt Weichen für Mega-Trucks !!!

Berlin - Die EU-Kommission hat ein Papier vorgelegt, das in Titel und Tenor ein Freibrief für die EU-weite Zulassung von Mega-Trucks ist. In der “Review for policy makers” (Bewertungsleitfaden für Entscheider), der der Allianz pro Schiene vorliegt, heißt es, dass Riesen-Lkw der Gesellschaft Wohlstandsgewinne bescheren, weil sie Kosteneinsparungen beim Straßentransport mit sich brächten. Deshalb, so das Fazit der EU-Bürokraten, sollten überlange Lkw im ganzen Gebiet der EU zugelassen werden. Damit ignoriert die EU-Kommission den erklärten Willen einer großen Mehrheit der EU-Bürger und vieler einzelner Mitgliedsstaaten.

“Es ist kein Zufall, dass dieser Vorstoß jetzt kommt”, sagt Martin Roggermann, Koordinator der europaweit agierenden Kampagne “No Mega Trucks”. Das EU-Parlament sei während des Europa-Wahlkampfes nicht mehr arbeitsfähig und die EU-Kommission nutze das Vakuum, um die Weichen pro Monster-Truck zu stellen. “Der Zeitpunkt ist ein Beweis, dass die EU-Kommission Fakten schaffen will.” Roggermann verweist auf aktuelle Umfragen, nach denen 73 Prozent der Deutschen und sogar 75 Prozent der Briten Riesen-Lkw ablehnen. “Die EU-Bürokraten stellen sich damit über den Bürgerwillen.”

Nicht nur das fragwürdige Prozedere, auch die Inhalte des Leitfadens mit dem entlarvenden Titel “Mega Trucks einführen” überzeugen Roggermann nicht. Belege für die angebliche Vorteilhaftigkeit der Riesen-Lkw liefere das neue Papier nämlich überhaupt nicht. “Stattdessen agieren die zuständigen EU-Bürokraten mit vorgefasster Meinung und verkaufen das als neutrale Entscheidungshilfe. ” Verschiedene seriöse Studien haben inzwischen ergeben, dass Mega-Trucks das Klima schädigen, unerwünschte Verkehrsverlagerung von der Schiene auf die Straße produzieren und erhebliche Infrastrukturkosten verursachen, die von der Allgemeinheit bezahlt werden müssen. “Insofern kann von einem Wohlstandsgewinn für die Gesellschaft überhaupt keine Rede sein.”

Vor allem wegen erhöhter Unfallgefahr steht der Gigaliner bei den Parteien in Deutschland inzwischen ohne klare Befürworter da. In einer Umfrage der Allianz pro Schiene sprechen sich CDU, SPD, die Grünen und die Linke gegen eine europaweite Zulassung von Gigalinern aus. Sogar die Liberalen positionieren sich deutlich zurückhaltender als in der Vergangenheit. “Wir lehnen mögliche europaweite Zulassung größerer Lkw nicht grundsätzlich ab, fordern sie jedoch nicht bedingungslos”, schreibt FDP-Generalsekretär Dirk Niebel auf die Wahlprüfstein-Anfrage der Allianz pro Schiene und fügt hinzu: “Oberste Priorität besitzt jedoch die Verkehrssicherheit.” Für Roggermann ist damit “ein klares k.o.-Kriterium formuliert”. Schließlich habe keine einzige Studie je behauptet, dass der Riesen-Lkw sicher sei. “Bezeichnenderweise klammert die EU-Kommission in ihrem Leitfaden das Thema Unfallgefahr völlig aus”, sagt Roggermann.

Das Sicherheitsargument wiegt ebenfalls für die CDU schwer. Kurvenradien an Autobahnabfahrten oder Kreisverkehre seien für Fahrzeuge mit über 25 Metern Länge zu eng, Überholvorgänge würden gefährlicher. “Bei dem Einsatz derartiger Gigaliner würden sich somit erhebliche Gefahren für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ergeben”, lautet das Fazit der CDU. Dennoch lässt sich die CDU - ebenso wie die FDP - eine Hintertür bei bilateralen Abkommen und nationalen Alleingängen offen. Es solle den einzelnen Mitgliedsstaaten freistehen, ob sie den Einsatz überlanger und schwerer Lkw erlauben wollen, schreibt die CDU.

Als klare und kompromisslose Gigaliner-Gegner positionieren sich SPD, Grüne und die Linke. Alle drei Parteien lehnen die Zulassung der Riesen-Lkw europaweit ab und sprechen sich auch gegen bilaterale oder nationale Ausnahmen aus. Die Grünen weisen darauf hin, dass in Schweden, wo 60-Tonner erlaubt sind, schon die ersten 90-Tonner für den Holztransport eingesetzt würden. “Diese absurde Entwicklung muss gestoppt werden.” Alle drei Parteien fordern einen sofortigen Stopp der Einführungstests, wie sie etwa in Mecklenburg-Vorpommern unter einem SPD-geführten Verkehrsministerium stattfinden. Laufende Modellversuche sollten “schnellstmöglich beendet werden”, schreibt die Bundes-SPD.

Weitere Informationen:
EU-Papier “Mega-Trucks einführen” vom 19. Mai 2009
Allianz pro Schiene- Wahlprüfsteine von CDU, SPD, FDP, Die Günen und Die Linke
Alles über die Monstertrucks auf: http://www.nomegatrucks.eu

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In dem Bündnis haben sich 16 Non-Profit- Verbände zusammengeschlossen: die Umweltverbände BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe und NaturFreunde Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die Automobilclubs ACE und ACV, die drei Bahngewerkschaften TRANSNET, GDBA und GDL sowie die Eisenbahnverbände BDEF, BF Bahnen, VBB und VDEI. Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 2 Millionen Einzelmitglieder. Unterstützt wird das Schienenbündnis von 85 Unternehmen der Bahnbranche. (Ende)

Spektakuläres Tiefsee-Riff vor Irland entdeckt

Unterwasserhügel ragen bis 100 Meter aus der Tiefsee hoch

Galway - Wissenschaftler des NUI Galway http://www.nuigalway.ie haben bei einer kürzlich beendeten Tiefsee-Expedition am Südende der Porcupine Bank vor der Westküste Irlands ein spektakuläres Tiefsee-Korallenriff entdeckt. Auf einer Fläche von rund 200 Quadratkilometer befinden sich 40 Riffköpfe auf untermeerischen Hügeln, die vom Meeresgrund hundert Meter emporragen. Dem Forscherteam ist es mit Tauchrobotern gelungen, Aufnahmen von der Rifflandschaft zu machen.

“Das sind die bisher beeindruckendsten Korallenriffe, die ich in mehr als zehn Jahren Studium in den Gewässern Irlands gesehen habe”, so Expeditionsleiter Anthony Grehan. Grehan betont, dass diese Kaltwasserriffe für die Artenvielfalt in der gesamten Porcupine Bank wichtig sind, da sie eine Quelle für Larven zahlreicher Lebewesen sei. Der Wissenschaftler betont auch, dass diese Region ein Kandidat für die Errichtung einer speziellen Schutzzone sei. Vor der Küste Irlands gibt es bereits vier solcher Special Areas of Conservation (SAC). Meeresbiologen haben immer wieder dazu aufgefordert, auch Tiefseekorallenriffe zu schützen. In vielen Regionen wurden solche Korallenriffe durch Grundschleppnetzfischerei zerstört. Aufgrund der stark zerklüfteten Oberfläche ist der Einsatz von solchen Netzen hier nicht möglich, betont Grehan.

Die NUI Galway Studie ist Teil des “CoralFISH-Projekts” http://www.eu-fp7-coralfish.net das zum 7. EU-Rahmenforschungsprogramm gehört. “Das CoralFISH-Projekt beschäftigt sich im Detail mit den Interaktionen zwischen Korallen, Fischen und Fischfang-Industrien”, so Grehan. Was den Wissenschaftlern Sorge bereitet, ist die Zerstörung der Tiefseeriffe durch Grundschleppnetze. Umweltgruppen kritisieren diese Art der Fischerei ohnehin seit Jahren, wie Greenpeace Meeresbiologin Antje Helms gegenüber pressetext bestätigt. “Der Meeresboden wird wie ein Acker umgepflügt.” Schwere Stahlgewichte, die die Netze halten werden über den Meeresgrund gezogen. Noch drastischer kritisierte der Fischereiexperte Elliot Norse, Präsident des Marine Conservation Biology Institute http://www.mcbi.org in Bellevue/Washington diese Art des Fischfangs: “Fischen mit Grundschleppnetzen ist so, als würde man mit einem Bulldozer in einen Teich fahren, um die Fische zu fangen. Greenpeace schätzt, dass bei einem Schleppnetzeinsatz 95 bis 98 Prozent der Korallenbedeckung ruiniert werden. Das habe auch auf die Bestände der Tiefsee-Fische einen Einfluss.

Vorhergehende Untersuchungen haben auch deutlich gezeigt, dass die Wiederherstellung zerstörter Tiefseeriffe extrem lange dauert. “Verwunderlich ist das nicht, denn in der Tiefsee verlaufen aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen alle Wachstumszyklen deutlich langsamer”, meint der Meeresbiologe Michael Stachowitsch von der Universität Wien http://www.univie.ac.at/marine-biology gegenüber zaronews. “Mit den Korallen im Flachwasser haben die Tiefseestöcke ohnehin nur sehr wenig gemeinsam, denn die im tropischen und subtropischen Seichtwasser vorkommenden Korallen leben in enger Symbiose mit Algen, die das Licht zum Überleben brauchen.”

Die Expedition mit dem Forschungsschiff Celtic Explorer war eine Kooperation zwischen dem NUI Galway und dem französischen IFREMER-Institut. Ein Ziel der Untersuchungen ist, in den bisher unerforschten Tiefseeregionen neue potenzielle Substanzen für die Pharmazie zu finden. Das Marine Institute http://www.marine.ie fördert das Bio-Entdeckungsprogramm “A Marine Knowledge, Research and Innovation Strategy for Ireland 2007 - 2013″, das von der NUI Galway durchgeführt wird. (Ende)

Hier gibt es keinen Korallenfisch, dafür gibt es andere Leckereien

Energiesysteme 2050: Ein bunter Technologie-Mix

Fraunhofer-Forscher sieht Durchbrechung der Erdöl-Dominanz

Karlsruhe - Der Frage, welche Schwerpunkte in der Energieforschung gesetzt werden sollen, um den zukünftigen Herausforderungen des Klimawandels und der Ressourcenverknappung zu begegnen und welchen Energietechnologien die Zukunft gehört, sind Experten auf einer Fachkonferenz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie BMWi in Berlin nachgegangen. “Die Energiezukunft wird nicht mehr nur auf ein einzelnes Energiesystem beschränkt sein, sondern aus einem bunten Mix verschiedener Energiequellen bestehen”, so Martin Wietschel, Leiter des Geschäftsfelds Energiewirtschaft am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung http://www.isi.fraunhofer.de, gegenüber uns.

“Es wird verschiedene Technologieoptionen geben”, betont Wietschel. Eine davon werde auch Kohle heißen. “Kohle wird sicherlich noch länger der fossile Brennstoff mit der weltweit größten Reichweite bleiben.” Die Herausforderung bei der Nutzung der Kohle ist die CO2-Abscheidung und Speicherung, um die Treibhausgasemissionen zu senken. Dass Erdöl und Erdgas als Energielieferanten verschwinden werden, glaubt der Experte nicht. Allerdings werde Erdöl in wenigen Jahren wieder einen deutlichen Preisanstieg erfahren. “Die Rohölpreise ab 2012 bis 2014 werden Knappheitspreise sein”, so Wietschel. Eine wesentliche Herausforderung der Energieversorgung der Zukunft wird die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen am Mobilitätssektor sein. Auch hier geht Wietschel nicht von einer raschen Lösung aus. Derzeit erfahre die Elektromobilität besondere Aufmerksamkeit, während die Brennstoff- und Wasserstofftechnologie im Vergleich deutlich in den Hintergrund gerückt wird. “Viele der abgegebenen Prognosen sind zu optimistisch”, meint Wietschel, der davor warnt zu hohe Erwartungen an eine schnelle Marktdurchdringung zu haben.

“Wir müssen uns vor Augen halten, dass die Bevölkerung in Deutschland stark unter der Lärmbelastung aus dem Verkehrssektor leidet”, so der Experte. Hier bietet die Elektromobilität Vorteile, aber zu lösen ist u.a. die Frage der Lebensdauer und der Batteriesicherheit. “Das ist nicht so einfach zu lösen, wie das derzeit dargestellt wird.” Eine Steigerung der Zahl von Elektrofahrzeugen werde aber auch zu anderen Herausforderungen im Bereich der Netzversorgung führen. “Generell kann man davon ausgehen, dass die Entwicklung sehr stark davon abhängen wird, wie sich der Ölpreis gestaltet.” Zudem müsse der Preis der Batterien deutlich gesenkt werden. Möglicherweise werden auch Plug-In-Hybride, die sowohl über Elektro- als auch über Verbrennungsmotoren verfügen, eine interessante Option sein. “Anhand dieser Beispiele kann man deutlich sehen, dass auch in der Mobilität ein bunter Mix aus Kraftstoffen das Zukunftsbild zeichnen wird.”

Für den Wohnbereich sieht der Experte zunächst eine wesentliche Veränderung in Richtung Senkung des Wärmebedarfs durch Niedrigenergiehäuser. “Dann könnte eine Direktheizung auf Strombasis sogar wieder Sinn machen”, so Wietschel. Auch Wärmepumpen wie sie in der Schweiz und in Skandinavien bereits üblich sind, werden mit der Solarthermie gemeinsam eine bedeutendere Rolle spielen können. Der zusätzliche Bedarf der Klimatisierung auch in Mitteleuropa müsse durch eine neue Generation verbrauchsärmerer Klimaanlagen erreicht werden.

“Eine andere große Herausforderung für die Energieversorgung der Zukunft ist die Steigerung der Energieeffizienz.” Es sei unumgänglich die Nachfrage nach Energie deutlich zu senken, betont der Forscher. Handlungsbedarf sieht Wietschel aber auch beim Ausbau der Stromnetze. “Die derzeit vorhandenen Netze sind nicht für den Transport großer Mengen Stroms geeignet. Wenn es aber zu einer Durchsetzung dezentraler Energietechnologien und Erneuerbarer Technologien kommt, wird eine neue Netz-Infrastruktur notwendig.” Der Bedarf an intelligenten Netzen werde deutlich steigen. Um Strom über größere Entfernungen zu transportieren, werde auch die Errichtung von Gleichstromnetzen eine wichtige Option sein. (Ende)

Trinken Sie immer noch die Schadstoffe einfach mit!

Deutsche Wasserskimeisterschaft am Hödenauer See, Kiefersfelden

40 Jahre Wasserskilift und ‚Fun’ ohne Ende vom 10.- 12. Juli 2009

Kiefersfelden, vor 40 Jahren startete am Hödenauer See bei Kiefersfelden, vor den Toren Tirols ein gewagtes Vorhaben: Die Eröffnung einer Wasserskianlage. Mit dem „Wasserski-Schlepplift” war man damals 1969 schon „up-to-date” was den Umweltschutz betraf, denn es ging ab dem ersten Tag ohne Motorbootabgase, ohne Motorenlärm und den damit zusammenhängenden CO2- Ausstoß. Die Erfindung des Münchner Ingenieurs Bruno Rixen machte es möglich Wasserskiläufer fast völlig geräuschlos, an einem Umlaufseil, angetrieben durch einen Elektromotor, über das Wasser zu ziehen. Der Wasserskilift sollte und konnte es allen Wasserskibegeisterten ermöglichen, zu erschwinglichen Preisen, diesem sensationellen Sport in der beliebten Kaiser-Region nach zu gehen. Schnell wurden viele Menschen von dem „Virus” Wasserski infiziert, nach nur zwei Jahren wurde der WSC-Kiefersfelden (Wasserskiclub-Kiefersfelden-Rosenheim e.V.) gegründet, es vergingen 40 Jahre mit vielen nationalen und internationalen Wettkämpfen. Doch vor allem geht es um den riesigen Spass, denn in 40 Jahren hat sich rund um den Wassersport einiges getan, das Wakeboard kam und schnell entstand mit dem neuen „Fun-Tool” eine interessante und rasante Bewegung, die vor allem von der Jugend ausgeht.

Zum 40-jährigen Jubiläum wird nun gebührend gefeiert, mit Events und erstklassigen Wassersport auf höchstem Niveau. Vom 10.-12. Juli wird mit der Deutschen Meisterschaft und einem excellenten Rahmenprogramm dem Gast und dem Sportler einiges geboten. Am 10. Juli starten mit dem „Tag der Legenden” die Junggebliebenen und zeigen ihre fantastischen Slalomkünste. Ab 20.00 Uhr gibt die Live Band „Big Bad Wolf” richtig Gas, am Samstag ist dann Beach Party angesagt. Der Freitag und Samstag steht ganz im Zeichen des Wettkampfes zu dem sich viele nationale Teams angemeldet haben. Am Sonntag finden ab 14.00 spannende Shows auf Wasserski und Wakeboard statt, es wird einiges geboten rund um den 40-jährigen Geburtstag. Mehr Infos: www.wetsports.de und www.wakeboard-kiefersfelden.de

Kulinarisch hat der Hödenauer See eine Menge zu bieten, den in direkter Nachbarschaft befindet sich das „Ludwigs” eines der Insider-Restaurants der Region. Zum Wasserskipark gibt es da noch eine gepflegte Badewiese direkt am See. Wir sind bestens auf die Gäste vorbereitet und unser Service zaubert alle Spezialitäten schnell und frisch auf den Tisch, das macht uns zu einem Highlight direkt neben dem Wasserski-Funpark. Erstklassige Steaks, Pizza und Pasta, frische Salate wir haben für alles gesorgt um das 40-jährige Jubiläum auch zu einem Gaumen-Genuss werden zu lassen. Vor ab können Sie uns gern besuchen www.hoedenauersee.de, das Team freut sich schon jetzt und hofft auf bestes Wetter für die Deutschen Meisterschaften. (Ende)

Robert Zach,
www.zaronews.com
Hechtsee 7
6330 Kufstein

Fisch und Sonne helfen gegen Vergesslichkeit

Alte Männer mit hohem Vitamin D haben besseres Gedächtnis

Manchester - Das Gehirn alter Menschen profitiert davon, wenn es viel Vitamin D aufnimmt. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität Manchester http://www.manchester.ac.uk in der Fachzeitschrift Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry. In einer europaweiten Studie wurden 3.000 Männer zwischen 40 und 79 Jahren untersucht. Versuchsteilnehmer mit mehr Vitamin D im Blut schnitten in einer Reihe kognitiver Tests, bei denen es um Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit ging, durchwegs besser ab als ihre vitaminarmen Alterskollegen. Je älter die Männer waren, desto deutlicher trat dieser Effekt ein. Störungsfaktoren wie Depressionen, Jahreszeiten und das Ausmaß körperlicher Bewegung waren bereits berücksichtigt.

“Was wir beweisen konnten, ist der deutliche und verlässliche Zusammenhang zwischen langsamer Informationsverarbeitung und geringem Vitamin D”, so Studienleiter David Lee im ZAROnews-Interview. Die Studie beschränkte sich auf die Feststellung dieses Zusammenhangs, während man noch nichts über die genauen biologischen Hintergründe weiß. “Denkbar ist sowohl, dass das Vitamin D die Nerven schützt, als auch dass es die Erzeugung von Neurotransmitter reguliert”, vermutet Lee.

Der größte Anteil des körpereigenen Vitamin D wird von der Haut durch Sonneneinstrahlung aufgebaut. “Angesichts des erhöhten Hautkrebs-Risikos in der Sonne ist das keine automatische Empfehlung zum Sonnenbaden. Bei der Frühlings- und Herbstsonne sowie bei maximal 15 Minuten im Sommer ist eine direkte Einstrahlung jedoch unbedenklich”, so der britische Neurologe. Andere Vitamin D-Lieferanten sind ölige Fische wie Lachs und Sardine sowie in geringeren Mengen Eier und Milchprodukte.

Ob eines Tages Vitamin-D-Verabreichungen bisherige Medikamente gegen die Altersdemenz ersetzen können, will Lee zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. “Vitamin D ist allerdings sehr billig und kann sehr unkompliziert eingenommen werden”, so der britische Neurologe gegenüber ZARO. (Ende)

Modelwelt

Treue Männer bringen keine Blumen

Vögel mit lebenslangen Partnerschaften verzichten auf optische Reize

Radolfzell - Nahverwandte Tierarten mit ähnlicher Lebensweise können sich in Sachen Partnertreue erheblich unterscheiden. Das berichten Vogelkundler am Max-Planck-Institut für Ornithologie http://www.orn.mpg.de im Onlinemagazin BMC Biology. Inmitten der Staffelschwänze, einer fürs Fremdgehen berüchtigten Gattung von Singvögeln, entdeckten sie eine australischen Art, die Treue bis ans Lebensende pflegt. Ihre Männchen haben Anpassungen fürs Fremdgehen zurückgebildet, sonst gibt es kaum Unterschiede in Abstammung, Sozialsystem oder natürlicher Umgebung zu anderen Staffelschwänzen. Das sehen die Forscher als Beweis dafür, dass sich Paarungssysteme in der Evolution schnell ändern können.

Die Vogelkundler erforschten Purpurkopf-Staffelschwänze in einer Flussgegend in einem Naturschutzgebiet Nordwest-Australiens http://www.australianwildlife.org. “Staffelschwänze sind sehr langlebige Tiere. Wir beobachteten sie vier Jahre lang und am Ende lebte noch immer die Hälfte der Tiere, die wir zu Beginn angetroffen hatten”, berichtet der Forschungsleiter Sjouke Kingma im ZAROnews Interview. Die Purpurkopf-Vertreter waren ihren Weibchen über ihre gesamte Lebensdauer treu. Außereheliche Zeugungen konnten die Forscher daher nicht beobachten, und erst nach dem Tod eines Partners wurde dieser von einem neuen Tier ersetzt. Das prägt das Aussehen und Verhalten der Tiere, denn die bei anderen Staffelschwänzen üblichen Fremdgeh-Werkzeuge sind bei Purpurkopf-Männchen sehr bescheiden ausgeprägt: Die Reproduktionsorgane sind kleiner, sie bezirzen andere Weibchen kaum mit Blumen und entwickeln zur Brutzeit kein buntes Federkleid.

“Die Bandbreite an Treue ist bei den Vögeln sehr groß. Zugvögel pflegen nur sehr kurze Paarbeziehungen, während Meeresvögel wie Pinguine und Albatrosse auf Lebenszeit zusammen bleiben”, erklärt Kingma. Eine tatsächliche Erklärung für das Treueverhalten der Purpurkopf-Staffelschwänze habe man bisher nicht gefunden. “Bisher hat man stets vermutet, dass die Lebensumwelt der entscheidende Faktor für Treue oder Fremdgehen einer Art ist. Bei unseren Vögeln konnten wir das jedoch nicht beobachten, obwohl sie in einem Flussgebiet lebten, wo Reviere eng begrenzt sind und zahlreiche Möglichkeiten von Rivalität und wechselnden Partnerschaften bestehen.” Weder Abstammung noch Lebensraum oder Sozialsystem würden somit schlüssige Hinweise für die Entwicklung des Treueverhaltens geben. Die Vogelkundler vermuten, dass sich das Paarungsverhalten nur in einem einzigen Ereignis der Artbildung entscheidet. “Wir sind jedoch noch weit davon entfernt, außereheliche Verwandtschaften bei Tieren ausreichend zu verstehen”, so Kingma. (Ende)

feinstoffliche Schwingungen als Schmuck

Geburt: Entspannungstechniken ersetzen Anästhesie nicht

Psychoprophylaxe spielt geringere Rolle als bisher angenommen

Stockholm - Entspannungs- und Atemtechniken während der Geburt machen eine Epidural-Anästhesie - bei der das Betäubungsmittel in den Epiduralraum gespritzt wird - nicht überflüssig. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Karolinska Institutet http://ki.se gekommen. Mehr als 1.000 Mütter nahmen an einem Experiment teil, das die erste aussagekräftige Analyse der Wirksamkeit derartiger Verfahren bei Wehen sein dürfte. Die Frauen besuchten einen von zwei Kursen. In einem wurden natürliche Verfahren gelehrt, beim anderen lag der Schwerpunkt auf der Verringerung der Schmerzen. Bei der in BJOG veröffentlichten Studie konnte kein Unterschied beim tatsächlichen Einsatz der Anästhesien während der Wehen festgestellt werden.

Etwas mehr als die Hälfte der Frauen beider Gruppen entschieden sich für eine Spinalanalgesie, die die Schmerzen während der Wehen verringert oder ganz verschwinden lässt. Rund 70 Prozent der Frauen, die über natürliche Methoden der Schmerzverringerung informiert worden waren, setzten das Gelernte auch tatsächlich ein. Dazu gehörte richtiges Atmen, Entspannungsmethoden und Möglichkeiten, dem Schmerz mit positiven bildlichen Vorstellungen zu begegnen. Genauso wie bei der Verteilung der Anästhesien gab es auch in beiden Gruppen keine Unterschiede im Verhältnis von normalen Geburten und Kaiserschnitten. Bei der ersten Gruppe kamen Instrumente wie Geburtszange und Saugglocke etwas häufiger zum Einsatz.

Im Allgemeinen war der Großteil der Frauen mit den während der Geburt gemachten Erfahrungen zufrieden. Der geringe Anteil, der sie als negativ oder sehr negativ beschrieb, war in beiden Gruppen in etwa gleich hoch. Mit-Autorin Malin Bergström erklärte, dass die Studie zu dem Schluss gekommen sei, dass eine Psychoprophylaxe die Notwendigkeit der Spinalanalgesie nicht verringert und auch die Erfahrungen während der Geburt dadurch nicht verbessert werden. Experten bewerteten die Ergebnisse dieser Studie laut BBC unterschiedlich. Die Bandbreite reichte von: ‘Frauen sollten die Ergebnisse kennen’ bis hin zu einer klaren Befürwortung der Entspannungstechniken. (Ende)

Kleine Energiepakete

EuGH sichert Unabhängigkeit der Heilberufe

Fremdbesitzverbot vereinbar mit europäischem Gemeinschaftsrecht

Köln - Heute hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg unter dem Vorsitzenden Vassilios Skouris sein seit langem mit Spannung erwartetes Urteil in den verbundenen Rechtssachen C 171/07 (Apothekerkammer des Saarlandes e.V. u.a. gegen das Saarland, Ministerium für Justiz, Gesundheit und Soziales) und C-172/07 (Helga Neumann-Seiwert gegen das Saarland) verkündet.

Danach ist das deutsche Fremdbesitzverbot nicht unvereinbar mit der durch Art. 43 und 48 des EG-Vertrages gewährleisteten Niederlassungsfreiheit.

Zwar schränkten die deutschen Regeln, wonach nur ein Apotheker, nicht aber auch eine Kapitalgesellschaft oder ein sonstiger Nichtapotheker eine Apotheke betreiben darf, die Niederlassungsfreiheit in der EU ein, doch ließe sich diese Beschränkung mit zwingenden Gründen des Allgemeininteresses rechtfertigen, nämlich mit dem Ziel, eine sichere und qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Der Ausschluss von Nichtapothekern vom Betrieb einer Apotheke sei zur Erreichung dieses Ziels nicht nur geeignet, sondern gehe auch nicht über dasjenige hinaus, was zur Erreichung dieses Ziels erforderlich sei. Der Gerichtshof betont in diesem Zusammenhang den ganz besonderen Charakter der Arzneimittel, die bei nicht richtiger Anwendung der Gesundheit schweren Schaden zufügen könnten, ohne dass sich der Patient dieses Schadens bewusst sei.

In Anlehnung an die Schlussanträge des Generalanwalts Yves Bot vom 16. Dezember 2008 gründet der Gerichtshof seine Entscheidung auf die Annahme, dass ein Apothekenbetreiber, dessen gesamte berufliche Existenz von der Beobachtung der gesetzlichen und berufsrechtlichen Regelungen abhänge, sein privates Interesse an einer Gewinnerzielung besser zu zügeln vermöge als ein solcher Apothekenbetreiber, der im Falle eines Rechtsverstoßes allenfalls den Verlust seiner Investitionen zu fürchten habe. Jedenfalls bewege sich ein Mitgliedstaat innerhalb des ihm bei der Ausgestaltung des Gesundheitsschutzes und der Höhe des Schutzniveaus zustehenden Wertungsspielraums, wenn er den Betrieb einer Apotheke durch einen Nichtapotheker als Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere für die Sicherheit und Qualität des Einzelvertriebs von Arzneimitteln ansehe.

Den Einwand von Kommission und DocMorris, der genannte Zweck lasse sich auch durch weniger beschränkende Maßnahmen erreichen, ließ der Gerichtshof nicht durchgreifen, weil nicht erwiesen sei, dass solche Maßnahmen genauso wirksam die Sicherheit der Arzneimittelversorgung sicherstellen könnten. Entgegen der Auffassung des Prozessbevollmächtigten von DocMorris, Prof. C. König, wonach das Fremdbesitzverbot schon am fehlenden Beweis der Ungeeignetheit milderer Mittel scheitert, gilt somit der Grundsatz in dubio pro salute!

Saarländischer Vorstoß gegen Fremdbesitzverbot gestoppt
Damit ist dem Vorgehen des früheren Saarländischen Ministers für Justiz, Gesundheit und Soziales - dem jetzigen Präsidenten des Bundesversicherungsamtes und als möglicher CDU-Kandidat für das Amt des Bundesgesundheitsministers bereits ins Gespräch gebrachten - Josef Hecken (CDU) eine deutliche Absage erteilt worden. Dieser hatte nämlich unter Berufung auf das sog. Optikerurteil des EuGH vom 21. April 2005 veranlasst, dass das Saarländische Ministerium für Justiz, Gesundheit und Soziales das Fremdbesitzverbot für gemeinschaftswidrig erklärte und im Juni 2006 einer Kapitalgesellschaft, der in den Niederlanden niedergelassenen DocMorris N.V., die Erlaubnis zum Betrieb einer Filialapotheke in Saarbrücken erteilte, obwohl es hierfür keinerlei Rechtsgrundlage gab.

Ministeriellen Alleingängen, bei denen die Exekutive eigene rechtspolitische Wertungen (wie insb. die Wertung, welche Erfordernisse eine Kapitalgesellschaft erfüllen muss, um zum Betrieb einer Apotheke zugelassen zu werden) an die Stelle der Wertung des Gesetzes setzt, ist nun - zumindest vorläufig - ein Riegel vorgeschoben: Nach Verkündung des Urteils wird es weder der DocMorris N.V., die zur Zeit zu rund 90 % von der Celesio AG gehalten wird, noch anderen (brancheninternen wie -externen) Kapitalgesellschaften möglich sein, unter Berufung auf europäisches Gemeinschaftsrecht Apothekenketten in Deutschland zu gründen. Der Markt hat auch prompt reagiert und die im MDax notierten Titel von Celesio nach dem Urteil des EuGH um gleich mehr als zehn Prozent abstürzen lassen.

Auch wenn mit der Anerkennung des Fremdbesitzverbotes als gemeinschaftsrechtskonform zunächst eine große Gefahr für die Unabhängigkeit der deutschen Apothekerschaft vom Tisch ist, müssen wir doch auf der Hut sein. Zwar hat der von der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN gestellte Antrag auf Aufhebung des Fremdbesitzverbotes im Deutschen Bundestag keine Mehrheit gefunden und gibt es laut Auskunft des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Gesundheit Rolf Schwanitz auf der Interpharm im März 2009 in Hamburg im Gesundheitsministerium keine Bestrebungen, das Fremdbesitzverbot unabhängig von europarechtlichen Vorgaben zu beseitigen, vielmehr begrüßt auch Ulla Schmidt die EuGH-Entscheidung, doch wer weiß, was nach der Bundestagswahl kommt, falls Josef Hecken tatsächlich zum Bundesgesundheitsminister avancieren sollte.

Valentin Saalfank: “Nichtsdestotrotz freuen wir uns, dass - zumindest vorläufig - ein wichtiges Ziel unserer Vereinigung erreicht ist: Die Sicherung der Unabhängigkeit der Heilberufe. Wir danken daher unseren beiden Mitgliedern, der Apothekerin Frau Helga Neumann-Seiwert und Herrn Rechtsanwalt Dr. Hans-Uwe Dettling für ihren unermüdlichen Einsatz vor dem EuGH.”

Weitere Informationen:
Dr. Valentin Saalfrank
Vorstandsvorsitzender der IfUH
Initiative für unabhängige Heilberufe IfUH
Tel. 0221 / 660 98 62
email: saalfrank@info-medizinrecht.de

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Zu viel Cola schadet den Muskeln

Koffein und Zucker senken Kaliumgehalt im Blut

Ioannina - Wer häufig zu viel Cola oder andere koffeinhältige Getränke zu sich nimmt, bringt damit seine Muskeln in Gefahr. Das hat Moses Eliaf, Spezialist für Stoffwechselkrankheiten an der griechischen Universität Ioannina http://medlab.cs.uoi.gr/medicalschool, entdeckt. Er untersuchte Patienten, die täglich unvorstellbar hohe Mengen Cola tranken. “Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass exzessiver Koffeinkonsum Hypokaliämie auslöst. Lieferanten dafür sind in erster Linie Softdrinks, jedoch auch Kaffe oder Tee”, berichtet der Forscher im pressetext-Interview. Bei der Hypokaliämie sinkt der Kaliumgehalt des Blutes und schädigt die Muskelfunktionen. Veröffentlicht wird diese Forschung in der Juniausgabe des International Journal of Clinical Practice.

Eliaf untersuchte zehn Patienten, die über mehrere Monate zwischen zwei und neun Liter Cola pro Tag konsumiert hatten. “Während die empfohlene maximale Koffeinmenge 200 Milligramm beträgt, überstieg sie bei diesen Personen die Gramm-Grenze”, so der Mediziner. Die Betroffenen hatten niedrige Kaliumwerte, berichteten über Erschöpfung und Appetitverlust und zeigten Herzprobleme. Nachdem sie Cola völlig abgesetzt und intravenöses Kalium bekommen hatten, erholten sich die Patienten schnell und vollständig. “Softdrinks schädigen die Muskeln. Je nach Höhe der Dosis reichen die Symptome von Schwächeanfällen bis hin zu schweren Behinderungen. Koffein spielt dafür eine wesentliche Rolle. Es ist jedoch anzunehmen, dass auch andere Faktoren beteiligt sind, wie etwa der hohe Gehalt von Zucker und Kalorien”, erklärt Eliaf.

Der Boom von Softdrinks ist bisher ungebrochen. 2007 betrug ihr weltweiter Konsum 552 Mrd. Liter, was 83 Liter pro Person und Jahr entspricht. Für das Jahr 2012 erwartet man 95 Liter pro Person, während jeder US-Bürger heute schon durchschnittlich 212 Liter Cola & Co in sich hineinschüttet. Die Medizin warne schon längst vor den Gesundheitsproblemen, die diese Entwicklung mit sich bringt, so Elisaf. “Übermäßiger Softdrink-Konsum begünstigt Zahnprobleme, Entmineralisierung von Knochen, Stoffwechselprobleme wie auch Diabetes.” Der weltweite Anstieg von Muskelproblemen könnte jedoch ebenfalls auf den hohen Softdrink-Konsum zurückgeführt werden. “Es braucht noch weitere Untersuchungen, um den genauen Zusammenhang zu zeigen. Dass dieser besteht, kann man jedoch als sicher annehmen”, so der griechische Mediziner gegenüber zaronews.com. (Ende)

Lieber gutes Wasser trinken in Langwies