Infos

Sie befinden sich aktuell in den ZARO news Blog-Archiven für den folgenden Tag 7.7.2009.

Calendar
Juli 2009
M D M D F S S
« Jun   Aug »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  
Kategorien

Archive für 7.7.2009

Sozialarbeit künftig in der Schule

Ganztägige Schule definiert Lehrer und Jugendhilfe neu

Mannheim - Die Schule wird künftig ihre Struktur grundlegend ändern und dabei auch Methoden der Jugendhilfe und der Sozialen Arbeit im Unterricht übernehmen. Diese Entwicklung als Folge des europaweiten Trends zur Ganztagsschule beschreibt Rainer Kilb, Dekan der Fakultät für Sozialwesen der Hochschule Mannheim http://www.hs-mannheim.de im Praxishandbuch “Methoden der Sozialen Arbeit in der Schule.”

Als Anstoß des Wandels der Schulen bezeichnet Kilb im zaronews-Interview die geänderten Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. “Viele Lernerfahrungen verlagern sich aus der Familie heraus und geschehen bereits heute häufig in unmittelbarer Nähe zur Schule.” Schule, Sport- und Freizeitvereine, Einkaufszentren und der öffentliche Verkehr seien heute gleichermaßen aktuelle Lernfelder junger Menschen, zwischen denen sie pendeln. Die Schule tue gut daran, hier gemachte Erfahrungen auch in den Lehrplänen aufzugreifen. “Schüler, die in der Schule sehr schwer einzubinden sind, schaffen es mitunter, sich etwa in einem Boxclub oder in einer Fußballmannschaft zu integrieren. Warum sollte es also nicht auch im Klassenverband möglich sein?” Der Lehrer könne diese Erfahrung des Schülers im Unterricht berücksichtigen, brauche dazu jedoch das notwendige Wissen und Methoden als Handwerkszeug, so Kilb.

Die zunehmende Berufstätigkeit von Frauen habe in vielen Ländern Europas einen Trend hin zur Ganztagsschule ausgelöst, in der Schüler bis 17 oder 18 Uhr betreut werden. In mehreren deutschen Bundesländern gibt es diese Betreuung bereits flächendeckend. Ganztagsschule heißt für den Pädagogen nicht, dass ein Kind den ganzen Tag in der Schule verbringt. “Auch eine räumliche Trennung kann sinnvoll sein, denn es ist gut, wenn Schüler vermittelt bekommen, dass sich nicht alle Lernprozesse nur auf Leistung und Noten beziehen. So könnte eine Schulklasse etwa am Nachmittag geschlossen in ein Jugendzentrum übersiedeln oder auch Sportangebote nutzen.” Hier sei es Aufgabe der Sozialarbeiter, etwa mit Methoden der offenen Kinder- und Jugendarbeit Gruppen zu betreuen oder Arbeit mit Einzelnen zu leisten. Der Austausch zwischen Sozialarbeiter und Lehrer sei wesentlich für die Weitergabe der Erfahrungen. “Schulsozialarbeit heißt, dass es auch beim Unterricht Kooperationen geben kann und etwa ein Sozialarbeiter im Klassenzimmer anwesend ist”, so der Mannheimer Forscher.

Neu ist in diesem Konzept nicht zuletzt die Rolle des Lehrers. “Lehrer werden dadurch zum Manager in den Lebenswelten und der Tagesgestaltung der Schüler.” Die dafür notwendige Umstellung der Lehrerausbildung sieht Kilb kaum als Problem. “Diese Weiterbildung ist eine zumutbare Anforderung. Ständige Entwicklung ist in vielen Berufen notwendig.” (Ende)

Legionellen als Risikofaktor - Erstmals Legionellen-Selbsttest für Hotellerie

Check gegen gefährliche Krankheitserreger in der Dusche

Wien - Jedes Jahr erkranken in Österreich rund 60 Personen an der Legionärskrankheit, die sie sich durch das Einatmen von Legionellen-Bakterien in Duschen, Badewannen, Whirlpools, Schwimmbädern etc. holen - und das sind nur die offiziellen Zahlen. Von diesen gemeldeten Fällen gehen 10 % sogar tödlich aus. Legionellen, die möglichen Krankheitserreger in jedem Warmwasserleitungssystem, können nun von allen Betreibern im Bereich Hotellerie/Gastronomie unkompliziert und sicher getestet werden. Mit diesem “WasserCheck Legionellen” bringt die AQA GmbH, der Spezialist fuer Gesundheits- und Umweltanalysen, ein weiteres Produkt in Kooperation mit einer renommierten Institution auf den Markt. Dieses für den gewerblichen Bereich konzipierte Testset wird von der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, ausgewertet und analysiert.

Prävention durch Selbsttest

Laut Aussagen des Gesundheitsministeriums stellen bei Legionellen “Beherbergungsbetriebe die wichtigste Infektionsquelle dar*”. Somit kommt allen Betreibern von Hotels und Pensionen eine besondere Verantwortung in der Prävention zu. Der neue Test ermöglicht eine sichere Einstufung, ob im jeweiligen Betrieb eine Gefahr gegeben ist. Die Vorteile des Checks sind, dass er übers Internet jederzeit zu bestellen ist; niemand extra ins Haus kommen muss, da der Betreiber den Test selbst durchführen kann. Nach ca. 3 Wochen kommt der Befund bequem per E-Mail ins Haus samt hilfreicher unverbindlicher Verhaltensempfehlungen sowie einer Legionellen-Fibel.

“Zur Sicherheit der Gäste empfehlen wir, Warmwasser-Versorgungsanlagen von Beherbergungsbetrieben in regelmäßigen Abständen auf Legionellen zu kontrollieren. Solche mikrobiologische Untersuchungen sollen mindestens alle zwei Jahre wiederholt werden”, so Univ.-Prof. Dr.med. Günther Wewalka, Leiter des Instituts für medizinische Mikrobiologie und Hygiene, AGES.

Test-Box per Post ins Labor

So funktioniert der WasserCheck Legionellen: Die gelieferte Test-Box enthält wahlweise einer oder drei Probenahmeflaschen und eine klar verständliche Anleitung zur Probenahme. So kann zum Beispiel mit dem 3er-Set sowohl das Wasser direkt bei der Warmwasseranlage als auch bei zwei ausgewählten Duschen, Badewannen, odgl. getestet werden was Rückschlüsse auf das Gesamtsystem zulässt. Die Wasserprobe wird mit der Rücksendebox per Post an die AGES ins Labor zur qualitätsgesicherten Auswertung geschickt. Der Datenschutz ist selbstverständlich gewährleistet.

Der Test in zwei Varianten erhältlich: ein 1er Set (€ 89,90) und ein 3er Set (€ 219,-), jeweils inklusive Laboranalyse, zu bestellen auf http://www.aqa-online.com

Hintergrundinfo zu Legionellen:

Die im Wasser lebenden Bakterien werden erst in künstlich geschaffenen Warmwasserleitungssystemen bei Temperaturen zwischen 25°C und 50°C gefährlich. Dort finden sie ideale Bedingungen für ihre Vermehrung. Durch Einatmen von legionellenhaltigem Wasser als kleinste Wassertröpfchen können die Bakterien in tiefe Lungenabschnitte gelangen und in Folge zur Legionärskrankheit, einer besonders gefährlichen Form der Lungenentzündung, führen. Das Trinken eines derartigen Wassers stellt hingegen keine Gesundheitsgefahr dar.

Sicheres, sauberes Wasser

|