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Archive für 21.8.2009

Kinder halten Gewalt-Beziehungen aufrecht

Eigendynamik von brutalen Partnerschaften erforscht

Oslo/Wien - Gewaltgeladene Beziehungen dauern viel länger an, wenn das betreffende Paar gemeinsame Kinder hat. Die Gewalt überlebt auch das Ende der Beziehung, kommt eine norwegische Doktorarbeit der Universität Oslo http://www.uio.no/english zum Schluss. Solveig Vatnar hat für die Untersuchung 157 Frauen, die aus solchen Gewalt-Beziehungen kamen und bei Sozialeinrichtungen um Hilfe gebeten hatten, befragt.

“Unsere Analysen haben gezeigt, dass Beziehung mit Gewalt durch einen Partner bei Frauen mit Kindern länger dauern”, so Vatnar. In anderen Worten heißt das, dass das Muttersein allein nicht vor Gewalt schütze und keine Auswirkungen auf die Schwere der Gewalt, die Arten der Verletzungen und die Frequenz der Gewaltandrohungen habe. Das Forscherteam, dem auch Stal Björkly angehört, konnte feststellen, dass Gewalt sogar nach Beendigung der Beziehungen weiterging. Berührungspunkte der beiden Partner waren etwa die Schule oder der Kindergarten der Kinder. “Auch wenn die Kinder selbst nicht direkte Opfer von Gewalt werden, sind sie als Beobachter und damit als Zeugen von der häuslichen Gewalt betroffen”, so die Forscher. Das führe häufig dazu, dass auch sie Beziehungen führen, die unter ähnlichen Umständen ablaufen.
Dass Kinder Verhaltensmuster aus der Beziehungsgeschichte der Eltern lernen und nachahmen, konnten die norwegischen Forscher nachweisen: “Wer als Kind in einer Familie aufgewachsen ist, in der Väter gewalttätig gegen die Mütter waren, neigt dazu, dieses Verhalten nachzuahmen”, so Vatnar. Frauen, die als Kinder von ihren Eltern sexuell missbraucht wurden, haben ein 25fach höheres Risiko dieses Verhalten bei ihren Kindern zu wiederholen. Diese Zahl sei hoch, betont die Forscherin und bei der psychischen Betreuung unbedingt zu berücksichtigen.

Das Untersuchungsergebnis sei keinesfalls überraschend, meint die Wiener Psychiaterin Bettina Reiter im pressetext-Gespräch. “Dass Kinder den Weg der Eltern weiter beschreiten ist kein Wunder, da sie keine anderen Konfliktlösungsstrategien außer der Gewaltanwendung gelernt haben.” Viel komplexer sei jedoch die Gewalt-Beziehung zwischen den zwei Ehepartnern. Es sei sehr oft so, dass Frauen nach der Flucht in Frauenhäuser oder Krisenzentren wieder zu ihrem Partner zurückkehren, weil dieser versprochen habe sich zu ändern. “Solche Beziehungen entwickeln eine eigene Dynamik und sind sehr oft sehr lang bestehend”, erklärt die Psychiaterin. Kinder spielen hier oft die Rollen von Statisten und werden von den Elternteilen als Pluspunkte zum Zusammenbleiben gewertet.

In vorhergehenden Studien sind Forscher zum Schluss gekommen, dass Rauschmittel ein wichtiger Grund für Gewalt sind. Vatnar bestätigt, dass Gewalt häufiger in Beziehungen auftritt, in denen einer der beiden Partner Alkohol oder andere Drogen zu sich nimmt. Das müsse allerdings nicht immer zutreffen. “In mindestens 75 Prozent der Fälle von Gewaltausbrüchen ist weder der Gewalttäter noch das Opfer alkoholisiert.” (Ende)

Ganz fein essen und trinken im Salzburger Land

Künstliche Nervenzelle vor dem Durchbruch

Neurotransmitter-Stimulierung statt Medikamente und Implantate

Stockholm - Der Einsatz künstlicher Nervenzellen beim Menschen scheint in greifbarer Nähe. Das berichten schwedische Forscher am Karolinska Institut http://ki.se und der Universität Linköping http://liu.se/en in der Zeitschrift Nature Materials. Die Gruppe um Agneta Richter-Dahlfors und Magnus Berggren schaffte es, die Freisetzung körpereigener Stoffe der Signalweitergabe zwischen Nervenzellen, sogenannte Neurotransmitter, auszulösen. Erste Versuche, auf diese Weise die Gehörregion eines Meerschweinchen-Gehirns zu kontrollieren, verliefen erfolgreich.

Die Herangehensweise der Forscher beruht auf einer Ionenpumpe, die sich stromleitende Kunststoffe zunutze macht. Die Leitfähigkeit von Polymeren-Kunststoffen kennt man seit dem Jahr 2000, was den japanischen Entdeckern damals den Nobelpreis in Chemie verschaffte. “Die Ionenpumpe besitzt eine Elektrode aus diesen Polymeren, die mit Neurotransmittern durchtränkt sind. Je nach Bedarf können diese auf ein elektrisches Signal hin freigesetzt werden und ermöglichen somit den Prozess, mit dem Gehirnzellen üblicherweise miteinander kommunizieren”, so Richter-Dahlfors im pressetext-Interview. Damit könne die Elektrode die Funktionen natürlicher Nervenzellen übernehmen. “Ein Wachstum in bestimmte vom Körper vorgegebene Richtungen schafft eine künstliche Nervenzelle allerdings nicht.”

Bestimmte Einsatzgebiete beim Menschen haben die schwedischen Forscher schon ins Auge gefasst. “Ein laufendes Projekt untersucht die Funktion künstlicher Nervenzellen im Gehörorgan. Es scheint möglich, dass sie Cochlea-Implantate eines Tages ergänzen oder sogar ganz ersetzen.” Erforscht werde die Anwendung weiters bei Epilepsie, die ebenfalls eine Krankheit mit gestörten Signalwegen darstellt, und auch Parkinson-Erkrankte könnten eines Tages davon profitieren. Derzeitige Versuchsgeräte sind noch zentimetergroß, für die Anwendung im Körper sei eine Verkleinerung erforderlich. “Es ist jedoch nicht nötig, die Größe einer einzelnen Nervenzelle zu erreichen. Vielmehr reicht es, Zellen bestimmter Hirnregionen in ihrer Gesamtheit anzusprechen”, erklärt die schwedische Gehirnforscherin.

Die Methode könnte eines Tages eine Reihe gängiger pharmazeutischer Produkte ersetzen. Denn ein großes Manko vieler Medikamente ist, dass sie nach der Einnahme zuerst in den Magen gehen und dort auf den ganzen Körper mit der Konzentration verteilt werden, die für das Erzielen eines Effektes an einer einzigen Stelle notwendig ist. “Statt Chemikalien in den Körper zu pumpen, werden bei dieser Herangehensweise körpereigene Stoffe zielgenau eingesetzt. Vorteilhaft ist vor allem, dass der Ort des Eingriffs lokal beschränkt ist und keine möglichen giftigen Nebeneffekte auftreten”, so Richter-Dahlfors.

Nervenzellen-Signale werden auch bisher schon mit elektrischen Impulsen hervorgerufen, etwa bei Cochlea-Implantaten im Innenohr oder bei direkt im Gehirn platzierten Elektroden. Dabei wird jedoch nicht nur ein Zelltyp, sondern alle Zellen der Umgebung stimuliert, was zu unerwünschten Nebeneffekten wie etwa eine weniger effiziente Weiterleitung führt.

Link zur Publikation: http://www.oboe.nu/images/nmat2494.pdf (Ende)

Lebenskraft

eDarling verliebt Deutschland - Neue Online-Partneragentur gestartet

Neue Investition der Jamba-Gründer - Partnervermittlung 2.0 ist Wachstumsmarkt

Berlin - Bereits mehr als 1,3 Millionen Deutsche haben laut einer repräsentativen Studie des High-Tech-Verbandes BITKOM ihren Lebensgefährten im Internet gefunden.* Die neue Online-Partneragentur eDarling (http://www.edarling.de) setzt diesen Trend fort und verliebt ab sofort Deutschlands Singles durch ein intelligentes System der Partnervermittlung. eDarling, mit Sitz in Berlin, ist ein Investitionsprojekt der Rocket Internet GmbH, an der die Gründer von eBay in Deutschland, Jamba, Ilove und MyVideo beteiligt sind - Alexander, Marc und Oliver Samwer.

Auf der Grundlage eines wissenschaftlich fundierten Persönlichkeitstests hat es sich eDarling zum Ziel gesetzt, dem krisenresistenten Wachstumsmarkt der Online-Partnervermittlung neue Impulse zu verleihen. “Als seriöse Partneragentur mit handgeprüften Mitgliedern richtet sich eDarling uneingeschränkt an alle interessierten und anspruchsvollen Singles, die eine feste und erfüllte Beziehung anstreben”, betont David Khalil - Geschäftsführer von eDarling.

eDarling vertraut bei der Partnervermittlung nicht auf den Zufall. Die Online-Partneragentur versteht sich gegenüber ihren Mitgliedern als persönlicher Berater und empfiehlt durch den Abgleich individueller Persönlichkeitsmuster den optimal passenden Partner. Die durch eDarling entwickelte “IdealPartner-Methode” verwendet im Gegensatz zu vergleichbaren Anbietern einen selbstlernenden Modus für die Partnerempfehlung. Das System passt seine Suchparameter ständig an die individuellen Bedürfnisse der Mitglieder an und bietet somit noch mehr Präzision und Treffsicherheit bei der Partnersuche im Internet. eDarling erleichtert die Kontaktaufnahme über eine einfache Bedienoberfläche und verschiedene Kontaktfunktionen - vom Versenden eines “Lächelns” über einen “internen E-Mail-Service” bis hin zu einer “Quiz-Funktion”.

Die Partnervermittlungsagentur setzt auf Kundennähe, Qualität und Sicherheit. Über die persönlichen Einstellungen kann jedes Mitglied individuell über die Freigabe persönlicher Daten entscheiden. Die Anmeldung und vollständige Nutzung von eDarling ist zunächst kostenlos. In Zukunft bietet eDarling an, das persönliche Profil durch ein kostenpflichtiges Mitgliedskonto mit innovativen Zusatzfunktionen zu erweitern.

Die Markteinführung von eDarling wird begleitet von einer breit angelegten Marketing- und TV-Kampagne. In bundesweit ausgestrahlten Spots werden ab Freitag, den 10. Juli 2009, die Vorzüge der neuen Online-Partneragentur bekannt gemacht - untermalt von dem Song “ONE OF IT” des Künstlers MILOW (Label M1_RECORDINGS).

Gegründet wurde eDarling von Christian Vollmann, Frank Biedka, Kai Rieke, Lukas Brosseder und David Khalil. Die positive Marktentwicklung im gesamten Segment der Online-Partnervermittlung bietet dem Gründerteam gebührend Potenzial, eDarling in Deutschland zu etablieren. Insgesamt nutzen 2,7 Millionen Menschen in Deutschland die Funktionalität von einschlägigen Single-Börsen oder spezieller Anbieter wie eDarling - Tendenz steigend*. Das Unternehmen beschäftigt am Standort Berlin derzeit 45 Mitarbeiter und setzt sich aus zahlreichen Branchen-Experten zusammen.

*Studie (Stand April 2009): In Auftrag gegebene Studie des BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.)

Über eDarling:

eDarling ist eine Online-Partneragentur mit Sitz in Berlin. Das Online-Unternehmen bringt über einen wissenschaftlich fundierten Persönlichkeitstest und ein innovatives System der Partnervermittlung Menschen zusammen, die auf der Suche nach dem richtigen Partner und einer dauerhaft erfüllten Beziehung sind. Durch einen innovativen Datenabgleich wird ein personenbezogenes Analyseverfahren unter tausenden von Mitgliedern angewendet, das auch individuelle Suchmuster berücksichtigt. Auf dieser Grundlage werden den Mitgliedern die optimal passenden Partner vorgestellt. eDarling ist eine Marke der Affinitas GmbH mit Sitz in Berlin und wird durch die Rocket Internet GmbH unterstützt.

Mammografie: Jede dritte Brustkrebsdiagnose harmlos

Sterberate bei Krebs auf dem niedrigsten Stand seit 1971

Kopenhagen - Eine von drei Brustkrebserkrankungen, die bei Mammografien entdeckt werden, stellt sich in der Folge als harmlos heraus. Nach der Auswertung von Daten aus fünf Ländern gehen Wissenschaftler des Nordic Cochrane Centre http://www.cochrane.dk davon aus, dass immer wieder Frauen ohne Not behandelt werden, deren Krebserkrankungen sich sehr wahrscheinlich nicht ausbreiten oder gar tödlich sein werden. Derzeit besteht keine Möglichkeit, zwischen gefährlichen und harmlosen Formen zu unterscheiden - alle werden behandelt. Befürworter der Routineuntersuchungen argumentieren, dass die Mammografien entscheidend für die frühe Entdeckung von Krebszellen sind. Die dänischen Forscher ihrerseits argumentieren, dass ihre Ergebnisse zeigten, dass die Vorsorgeuntersuchungen gegen Krebs zu zu vielen Diagnosen führen können.

Das Team schreibt im British Medical Journal, dass die Entdeckung von harmlosen Krebserkrankungen, die sonst lebenslang klinisch nicht diagnostiziert worden wären, für die Betroffenen nur nachteilige Auswirkungen habe. Die Forscher analysierten eine ganze Reihe von Statistiken aus fünf Ländern, die Programme zur Vorsorge eingeführt hatten. Dazu gehörten auch die Daten für England und Wales im Zeitraum zwischen 1971 und 1999. Die aktuellen Studienergebnisse scheinen jene Ergebnisse zu bestätigen, die das gleiche Team dieses Jahr bereits publiziert hat.

Weitere erst kürzlich zusammengestellte Daten zeigen laut BBC, dass die Sterberaten bei Krebs derzeit in Großbritannien seit 1971 auf dem niedrigsten Stand sind. Dazu gehören Krebsarten wie Brust- und Darmkrebs sowie Lungenkrebs bei Männern. Diese Daten zu den häufigsten Krebsformen wurden von Cancer Research UK zusammengestellt. Dort führt man den Rückgang auf die verbesserte Vorsorge und Fortschritte in der Behandlung zurück. Sarah Cant von Breakthrough Breast Cancer http://www.breakthrough.org.uk betonte, sie hoffe, dass Forschungsergebnisse zu harmlosen Formen von Brustkrebs die Frauen nicht daran hinderten, sich weiterhin untersuchen zu lassen. Sie gehe davon aus, dass die Vorteile auch einer falschen Diagnose größer wären als die möglichen Nachteile. (Ende)

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