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Archive für 7.9.2009

Gesichtszüge verraten Banken Kreditwürdigkeit

Fotos lassen Rückschlüsse auf Bonität zu

Houston/Washington - Banken haben sich bei der Bewertung der Bonität von Kreditsuchenden bisher offenbar zu viel Arbeit gemacht. Nach Erkenntnissen der US-Forscher Jefferson Duarte von der Rice Universtiy, Stephan Siegel und Lance Young von der Washington University lässt sich die Kreditwürdigkeit eines Bewerbers nämlich bereits an dessen Gesichtszügen ablesen. So zeige die Begutachtung von Fotos von Kreditsuchenden durch Internet-User beinahe dieselben Resultate wie deren datenbezogene Bonitätsprüfung durch Finanzinstitute. In der Branche will man dennoch an bewährten Methoden festhalten.

“Man soll Menschen ohnehin nicht nach ihrem Aussehen beurteilen. In Kundenbeziehungen bzw. in Zusammenhang mit Geld und privaten Finanzen trifft dieser Grundsatz umso mehr zu”, meint ein Bank-Kundenbetreuer auf Nachfrage von Zaronews. Durch die subjektive Wahrnehmung von Gesichtszügen können Kreditinstitute nach Ansicht der US-Wissenschaftler hingegen wertvolle Informationen über die Kreditwürdigkeit von Personen erhalten. Internet-User hätten beinahe 7.000 Bewerber nur anhand eines Fotos annähernd gleich eingestuft wie die entsprechenden traditionellen Bonitätstests von Banken.

Als vertrauenswürdig empfundene Gesichter hätten den Erkenntnissen nach auch vonseiten der Finanzhäuser eine gute Einstufung erhalten. Ebenso seien subjektiv schlecht bewertete Fotos einer faktisch niedrigeren Kreditwürdigkeit zuzuordnen. Unvorteilhafte Gesichtszüge könnten demnach tatsächlich finanzielle Nachteile bedeuten. “Kreditnehmer, deren Gesicht den Gutachtern eher dubios erschien, mussten im Schnitt 1,82 Prozentpunkte mehr Zins akzeptieren als Bewerber mit treuherzigen Gesichtszügen”, schreibt die Welt. Experten zufolge wird von den Forschern mit dem Begriff Vertrauenswürdigkeit jedoch zu leichtfertig umgegangen. Äußere Merkmale mit Eigenschaften einer Persönlichkeit in Verbindung bringen zu wollen, sei nach modernem Stand der Wissenschaft nicht mehr zeitgemäß.

Zum PDF-Download der Forschungsergebnisse:
http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1343275

Kommentar von Robert Zach

“Schau ned so bläd”, meint dazu der Bayer, was nichts anderes bedeutet als “Du sollst mich nicht so doof ansehen” und da ist schon was dran. Am besten passt es auf einen unserer Kollegen im Büro, dem kann man immer ansehen wenn grad was nicht stimmt, dann schaut er so blöd aus der Wäsche, wie ein begossener Pudel. Er sieht dann aus wie die Bundeskanzlerin, hängende Mundwinkel, als würde gleich die Welt untergehen. Hmm, vielleicht weiß die ja mehr als wir, ich meine in Sachen Weltuntergang, wer Geld an unfähige Manager verschenkt muss sich nicht wundern. Frau Oberchef Deutschland würde keinen Kredit kriegen, bei dem Blick und Banker sollten zu keiner Zeit einen Kredit kriegen, damit sie keinen Unfug anstellen können. Jetzt kommt mein Kollege rein … sieht aus als hätte er das Konto überzogen … er schaut schon wieder so blöd, ach, aber es ist ja Montag, da schaut er immer so blöd …

Ich werde jetzt Gesichtsgutachter, denn wenn einer blöd schaut dann erkenn’ ich das sofort!

Bierbauch keine direkte Folge des Bierkonsums

Studie bestätigt Gewichtszunahme als Folge von Biertrinken

Potsdam - Hoher Bierkonsum macht dick, muss jedoch nicht unbedingt einen berüchtigten “Bierbauch” hervorrufen. Das berichten deutsche und schwedische Forscher im European Journal of Clinical Nutrition. Sie untersuchten 20.000 Deutsche - drei Fünftel davon Frauen, zwei Fünftel Männer - über einen Zeitraum von acht Jahren in Hinblick auf ihren Bierkonsum, Körpergewicht und Gewichtsverteilung. Wer viel Bier trank, nahm in diesem Zeitraum zwar eher zu, einen Zusammenhang mit einer überdurchschnittlichen Zunahme rund um den Unterleib beobachteten die Forscher jedoch nicht. Sie folgern daher, dass andere Faktoren mit bestimmen, ob jemand einen Bierbauch bekommt.

“Unstrittig wurde dabei sichtbar, dass Bier dick macht. Das betrifft sowohl den Bodymass-Index, der ein Maß für die allgemeine Fettsucht ist, als auch für den Bauchumfang”, berichtet Heiner Boeing vom Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE) http://www.dife.de im Interview. Die Männer waren erwartungsgemäß größere Biertrinker als Frauen, denn sie konsumierten durchschnittlich 0,4 Liter des Braugetränks pro Tag, verglichen mit nur 50 Milliliter bei Frauen. Die stärksten männlichen Trinker legten im Zeitraum der Beobachtung auch am deutlichsten an Gewicht zu. Hohe Gewichtszunahmen gab es allerdings auch in der Gruppe der Bierverweigerer. Bei Frauen zeigte sich hingegen, dass Menge des Bierkonsums und Gewichtszunahme direkt zusammenhängen.

Trotz der zusätzlichen Pfunde zeigte sich im Verhältnis von Taille- und Hüftumfang kein direkter Zusammenhang zwischen Bierkonsum und der Ausbildung des Bierbauchs, denn in allen untersuchten Gruppen kam es zu überdurchschnittlichen Ausprägung des Unterleibes. Nicht der Bierkonsum, sondern andere Faktoren wie etwa Gene oder das Eßverhalten würden somit bestimmen, in welcher Form eine Gewichtszunahme verläuft. “Grundsätzlich weiß man jedoch noch sehr wenig darüber, warum Menschen auf unterschiedliche Weise zunehmen - etwa auf den Beinen, an der Hüfte, am Rücken oder am Bauch. Die Menge des konsumierten Biers bestimmt dies jedoch nicht”, erklärt Boeing.

Als verantwortlich für die Gewichtszunahme durch Bier sieht Boeing nicht die Kalorien im Alkohol, sondern diejenigen aus den restlichen flüssigen Anteilen des Biers. “Es zeigte sich, dass diese zusätzliche Energieaufnahme nicht durch Zurückhaltung beim Essen kompensiert wird.” Wer sein Gewicht halten oder ein beginnende Zunahme abbremsen wolle, sei somit gut beraten, auf sein Bier zu verzichten. “Wer viel Bier trinkt, muss entsprechend weniger Energie aus anderer Nahrung aufnehmen oder körperlich aktiver sein, um die Energiebilanz auszugleichen”, so der Ernährungsforscher. (Ende)

Alzheimer: Kaffee reaktiviert Gedächtnis

Plaque-Menge bei getesteten Mäusen sinkt um fast 50 Prozent

Gainesville - Fünf Tassen Kaffee pro Tag könnten die bei Alzheimer auftretenden Gedächtnisprobleme rückgängig machen. Wissenschaftler der University of South Florida http://www.usf.edu führten Tests an Mäusen durch, die auch nahe legten, dass Koffein die Produktion der Protein-Plaquen behindert, die für diese Krankheit charakteristisch sind. Frühere Untersuchungen hatten bereits auf eine schützende Wirkung von Koffein hingewiesen. Britische Experten wie Rebecca Wood vom Alzheimer’s Research Trust betonten, dass die Ergebnisse der im Journal of Alzheimer’s Disease veröffentlichten Studie aber nicht bedeuteten, dass Demenz-Patienten Koffein-Tabletten einnehmen sollten.

Die 55 im Rahmen der Tests untersuchten Mäuse waren so gezüchtet worden, dass sie Alzheimer-Symptome aufwiesen. In einem ersten Schritt führte das Team um Gary Arendash bei zwischen 18 und 19 Monate alten Mäusen Tests durch, die überprüften, ob die Tiere wirklich Gedächtnisprobleme hatten. Dieses Alter entspricht beim Menschen ungefähr 70 Jahren. Dann erhielt die Hälfte der Tiere mit dem Trinkwasser Koffein. Der Rest erhielt nur Wasser. Die verabreichte Koffeindosis entsprach rund fünf Tassen Kaffee, etwa 500 Milligramm Koffein. Diese Menge Koffein ist auch in zwei Milchkaffees, zwei Cappuccinos, 14 Tassen Tee oder 20 Limonaden enthalten.

Als die Mäuse nach zwei Monaten erneut getestet wurden, schnitten jene, die Koffein erhalten hatten, deutlich besser ab. Überprüft wurden Gedächtnis und Denkfähigkeit. Die Mäuse erzielten gleich gute Ergebnisse wie gleichaltrige Tiere ohne Demenz. Jene Tiere, die nur Wasser getrunken hatten, erzielten weiter die gleichen schlechten Testergebnisse. Zusätzlich verringerte sich die Menge der Plaquen bei der Koffein-Gruppe um fast 50 Prozent. Weitere Tests legten nahe, dass Koffein die Produktion beider Enzyme beeinflusst, die für die Produktion von Beta-Amyloid notwendig sind. Die Wissenschaftler gehen auch davon aus, dass Koffein die entzündlichen Veränderungen im Gehirn unterdrückt, die zu einer zu großen Menge des Proteins führen können.

Frühere Studien des gleichen Teams hatten bei jüngeren Mäusen nachgewiesen, dass frühzeitig verabreichtes Koffein gegen das Einsetzen der Gedächtnisprobleme schützte. Arendash erklärte gegenüber der BBC, dass die aktuellen Ergebnisse besonders Aufsehen erregend seien, da ein Rückgängigmachen einer bestehenden Beeinträchtigung des Gedächnisses besonders schwer zu erreichen sei. Koffein könnte den meisten Menschen problemlos verabreicht werden, gelangt leicht ins Gehirn und scheint den Krankheitsverlauf direkt zu beeinflussen. Das Team hofft bald, entsprechende Tests mit Menschen durchführen zu können. Erweisen sich die Ergebnisse als übertragbar, ist zu überprüfen, ob weniger als 500 Milligramm Koffein täglich auch ausreichend sind. Die meisten Menschen könnten diese Menge jedoch laut Arendash ohne Bedenken zu sich nehmen. Ausnahmen seien Menschen mit hohem Blutdruck oder Schwangere.

Weitere Forschungsergebnisse der University of South Florida zum Thema Alzheimer und Neurowissenschaften: http://hscweb3.hsc.usf.edu/health/now/?cat=25

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