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Archive für 23.11.2009
Geistige Anstrengung verhindert Sport
23.11.2009 von zaro.
Kinesiologin: “Willenskraft ist trainierbar wie ein Muskel”
Hamilton - Zu wie viel Sport man sich abends noch aufraffen kann, hängt in hohem Maß davon ab, wie stark der Arbeitstag Emotionen und Geist forderte. Das behaupten kanadische Wissenschaftler in der Zeitschrift “Psychology and Health”. Ihnen zufolge besitzt der Mensch bloß ein bestimmtes tägliches Ausmaß von Willensstärke. Werden diese Reserven schon während des Tages verbraucht, schafft man es abends viel schlechter, den Verlockungen der gemütlichen Couch zu widerstehen. “Unsere Willenskraft ist begrenzt und schrumpft mit Stress. Geistige Herausforderungen und auch emotionelle Aufgaben wie etwa Gefühlskontrolle können die selbstregulierende Fähigkeit, Sport zu betreiben, aufbrauchen”, so die Studienautorin Kathleen Martin Ginis von der McMaster University http://www.mcmaster.ca.
Um die These zu überprüfen, entwarfen die Forscher einen Test, der besonders viel Selbstkontrolle erfordert. Freiwillige Versuchspersonen bekamen am Monitor Wörter zu sehen, die bestimmte Farben bezeichneten, gleichzeitig jedoch aus Buchstaben in einer anderen Farbe bestanden. Das Wort “Rot” erschien etwa in blauer Farbe. Die Probanden sollten nun die Druckfarbe der Wörter nennen, ohne auf den Wortinhalt Rücksicht zu nehmen. Nach der Aufgabe standen Trainingseinheiten am Programm. “Je konzentrierter die Teilnehmer beim Test mitmachten, desto weniger waren sie am Abend dieses Tages zum Sport motivierbar”, berichtet Martin Ginis. Die geistige Herausforderung habe die Selbstkontrolle vermindert. Die Mitglieder einer Kontrollgruppe, denen man keine derartigen Aufgaben gestellt hatte, bewegten sich abends viel mehr.
Die Ergebnisse sollten jedoch niemanden von der regelmäßigen Bewegung abhalten, geben die Forscher zu bedenken. Denn die Selbstkontrolle sei trainierbar. “Willenskraft ist wie ein Muskel. Sie muss trainiert werden, um sich aufzubauen”, so die Forscherin. Wer sich ständig die Herausforderung stelle, einem Stück Schokoladekuchen zu widerstehen oder abends eine zusätzliche halbe Stunde zu studieren, könne dadurch seine Selbstkontrolle erhöhen. Für den Sport empfiehlt Martin Ginis spezielle Strategien zur Überwindung der Faulheit. “Hilfreich sind etwa Musikhören vor dem Training, fixe Pläne wie das tägliche Spazierengehen oder auch Vereinbarungen mit Freunden, gemeinsam Sport zu betreiben.” (Ende)
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Millionen Bäume und Arbeit für die Ärmsten
23.11.2009 von zaro.
Indischer Beamter startet Massenpflanzungszeremonie
London - Der indische Beamte SM Raju hat mit einer neuen Idee Millionen von Armen im Bundesstaat Bihar mit Arbeit versorgt. Seine Kampagne ist ganz einfach als Antwort auf zwei wesentliche Probleme zu sehen, berichtet BBC: Einerseits auf die Klimaerwärmung, andererseits auf die immer größer werdende Arbeitslosigkeit. Am 30. August ist es Raju gelungen 300.000 Bewohner aus mehr als 7.500 Dörfern im nördlichen Bihar zu einer Massenaufforstungskampagne zu mobilisieren. Damit ist es dem Bediensteten gelungen, eine nachhaltige Arbeit für jene zu finden, die unter der Armutsgrenze leben.
Raju hat sein “soziales Wiederaufforstungsprogramm” mit dem staatlichen indischen National Rural Employment Guarantee Act (NREGA) http://nrega.nic.in verbunden. NREGA, das 2006 als ambitioniertes Beschäftigungsprogramm für Arme ins Leben gerufen wurde, soll Mitgliedern von Familien, die unter der Armutsgrenze leben, mindestens 100 Tage im Jahr Arbeit geben. Auf rund 44 Prozent der Bevölkerung von Bihar trifft das zu. “Dieses Werkzeug hat seit der Einführung tausenden Familien geholfen”, kommt ein Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zum Schluss. Allerdings hat es in Bihar bisher kaum gegriffen, da die bereitgestellten Gelder nicht ordentlich ausgegeben werden konnten, meint Raju. “Dazu fehlt es den Beamten im Bundesstaat einfach an Bewusstsein”, so der Beamte.
In diesem Jahr ist der Regen in der Monsunzeit mager geblieben. Das hat zu Ernteausfällen geführt, während es in einigen nördlichen Regionen zu schweren Überschwemmungen kam. “Da kam mir die Idee, warum man nicht arme Familien dazu bringen könnte, Bäume zu pflanzen und ihnen dadurch Arbeit zu geben. Das würde zudem auch noch die NREGA-Vorgaben für 100-Tage-Arbeit erfüllen.” Jede Familie kann mit dem Plan mindestens 210 Dollar verdienen. Raju hat seine Ideen zu Papier gebracht und sofort Unterstützung von höheren Staatsbeamten bekommen. Im Juni hat er dann Broschüren über die Ge- und Verbote an die Dorfoberhäupter und Distriktbeamten verteilt. Seine Initiative trifft genau die Vorgaben der NREGA-Fonds.
“Ich habe den Dorfbewohnern erklärt, dass sie 100 Tage Arbeit bekommen, indem sie einfach Bäume pflanzen und sie auch pflegen und schützen sollen. Ältere, Behinderte und Witwen würden bevorzugt behandelt. Jeder Gemeinderat hat spezielle Vorgaben zum Pflanzen von 50.000 Setzlingen bekommen. Eine Gruppe von vier Familien muss 200 Bäume pflanzen und drei Jahre lang auf die Setzlinge aufpassen, so lange bis sie so groß gewachsen sind, dass sie ohne spezielle Obsorge überleben. Sie bekommen das ganze Geld dann, wenn sie nachweisen, dass 90 Prozent ihrer Bäume überlebt haben. Bei einer Erfolgsrate von 75 bis 80 Prozent gibt es nur 50 Prozent des Gehalts. Wenn die Überlebensrate der Setzlinge 75 Prozent unterschreitet, wird eine andere Familie ausgewählt. Die NREGA-Regeln besagen, dass jedem Arbeiter zwei Dollar pro Tag für 100 Tage im Jahr bezahlt werden muss.
Wie erfolgreich Rajus Pläne bis jetzt waren, zeigt sich daran, dass er es geschafft hat, am 30. August so viele Menschen zu bewegen, dass fast eine Mrd. Bäume gepflanzt wurde. “Unser Ziel war es, die Rekordzahl von einer Mrd. Setzlinge zu erreichen. Am Ende des Tages haben wir dann bemerkt, dass wir vom Ziel entfernt waren. Dennoch war es ein Weltrekord”, meint Rajus. Bei den Bäumen handelt es sich zum Teil auch um Obstbäume, die in den Dörfern gesetzt wurden. Die anderen Baumsetzlinge wurden entlang von Flussufern und Straßen gepflanzt. (Ende)
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Neu auf news.de: Satirefigur “Lester Maul” beißt zu
23.11.2009 von zaro.
Als einziges dt. Nachrichtenportal verbindet news.de Nachrichten und Satire
Leipzig - “Achtung Selbstmörder! Wer sich in Berlin vor eine S-Bahn wirft, läuft Gefahr, eines natürlichen Todes zu sterben!” So kommentiert Lester Maul die Nachricht über das S-Bahn-Chaos in Berlin. Mit spitzer Zunge und grimmigem Blick wird er künftig auf dem Nachrichtenportal http://www.news.de präsent sein. Bissig, böse und aus dem Bauch heraus kommentiert Lester Maul das aktuelle Geschehen.
“Mit Lester Maul gehen wir völlig neue Wege. Als einziges Nachrichtenportal Deutschlands bieten wir künftig topaktuelle Berichterstattung und satirische Betrachtung in einem. Das bietet für die User nicht nur Unterhaltung, sondern auch Orientierung”, erklärt news.de-Chefredakteurin Kathrin Steinmetz. Hinter der Figur stecken mehrere Kabarettisten, die von der Redaktion mit den neuesten Nachrichten versorgt werden. Diese Kombination ist für Steinmetz eine ideale Ergänzung für news.de: “Lester Maul passt hervorragend zu unserem Portal: Er ist kritisch, kontrovers und nah an den Menschen.”
Wenn die CSU Steuersenkungen verspricht und Experten daran zweifeln, dann erinnert sich Lester Maul: “Na und! Ich verspreche meiner Frau auch schon mal Mitte des Monats einen Pelzmantel und rechne ihr am 31. vor, dass es doch nur für ‘ne neue Küchenschürze reicht.” Wenn Bayern München eine 0:4-Niederlage in der Champions-League kassiert, dann sieht Lester Maul die einzige Hoffnung für das Rückspiel darin, dass man “einfach ein paar geeignete Handball-Schiedsrichter einsetzt”. Und wenn das Bundeskartellamt die Stromkonzerne strenger unter die Lupe nehmen will, dann fragt sich Lester Maul: “Warum denn unter die Lupe nehmen? Die Stromkonzerne sind doch schon groß genug.”
Lester Maul funktioniert denkbar einfach: Per “Weiterlestern”-Button landen die User Klick für Klick inmitten aller Texte, zu denen sich Lester Maul geäußert hat. So begleitet der bissige Kommentator die Leser auf seine Art durch das news.de-Angebot. Die Nutzer können auch kräftig mitlestern: Über einen entsprechenden Button können sie ihren Kommentar zu Lester Maul abgeben.
Linktipp: http://www.news.de/medien/855025952/lester-maul-beisst-zu/1/
Über news.de
Das bundesweite Nachrichtenportal http://www.news.de berichtet aktuell, hintergründig und verbrauchernah über das Geschehen aus aller Welt. Die Redaktion hat ihren Sitz in Leipzig, das Credo lautet “Werden Sie Besser-Wisser”. Leser finden in der alltagsnahen Aufbereitung der Nachrichten sowohl Faktenwissen als auch Ratgeberinformationen. News.de ist ein Portal der Unister GmbH, damit unabhängig von einem Printmedium und nicht an die Vorgaben eines Verlagshauses gebunden. (Ende)
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