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Archive für 27.11.2009

Nervennahrung Vitamin E

Aktuelle Studie zur Alzheimer-Demenz und Vitamin E

München/Großhesselohe - Vitamin E schützt unseren Körper vor aggressiven freien Radikalen - so viel ist schon länger bekannt. Mittlerweile verdichten sich aber die Erkenntnisse, dass der Vitalstoff auch den Verlust geistiger Fähigkeiten im Alter aufhalten kann. Denn das Gehirn ist von den Oxidationsschäden besonders betroffen: Es hat einen besonders hohen Sauerstoffbedarf und verfügt über wenig schützende Enzyme.

Freie Sauerstoffradikale stehen im Verdacht, Krankheiten wie die Alzheimer-Demenz mit auslösen zu können. Vor allem im Alter finden sich erhöhte Konzentrationen dieser Verbindungen im Gehirn. Dort können die von ihnen verursachten Schäden dann das für Alzheimer so typische Massensterben der Nervenzellen mit hervorrufen. In einer Vielzahl von Untersuchungen ließ sich bereits zeigen, dass Antioxidantien - also Stoffe, die den schädigenden Einfluss der freien Radikale verhindern - derartige Verfallsprozesse verlangsamen können. Im besonderen Fokus der Demenz-Forscher steht dabei immer wieder Vitamin E. Man weiß, dass Nerven den natürlichen Radikalfänger benötigen, weil er sie vor Schädigungen schützt und ihre reibungslose Funktion aufrecht erhält.

Nun liefert eine aktuelle Langzeitstudie am Massachusetts General Hospital weitere vielversprechende Resultate: Der Verlauf von Alzheimer lässt sich durch die tägliche Einnahme von Vitamin E messbar positiv beeinflussen. So war der Verlust geistiger Leistungsfähigkeit bei den Patienten, die über mehrere Jahre zusätzlich zu Standardmedikamenten (so genannte Cholinesterase-Hemmer) täglich hoch dosiertes Vitamin E (200 - 2.000 I.E.) erhielten, merklich gebremst. Auch konnten sie alltägliche Aufgaben wie selbstständiges Ankleiden besser erledigen als diejenigen Personen, die nur mit den Cholinesterase-Hemmern behandelt wurden.

Damit könnte die Supplementierung mit Vitamin E eine Option sein, den Betroffenen die persönliche Unabhängigkeit möglichst lange zu erhalten und somit zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität beizutragen. Hoch dosiertes Vitamin E ist als zugelassenes Arzneimittel rezeptfrei in Apotheken erhältlich (Optovit fortissimum).
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Samenflüssigkeit als “Jungbrunnen”

Grazer Forscher: Spermidin kurbelt Autophagie an

Graz - Ein Grazer Forscherteam hat in der männlichen Samenflüssigkeit hohe Konzentrationen einer Substanz entdeckt, die das Leben von verschiedenen Zellen und Tieren verlängern kann. Tobias Eisenberg und Frank Madeo vom Institut für Molekulare Biowissenschaften der Universität Graz http://www.uni-graz.at haben herausgefunden, dass das sogenannte Spermidin wie ein Jungbrunnen wirkt. Insgesamt haben 29 Forscher von elf Universitäten und aus sechs Ländern an der Studie, die im Wissenschaftsjournal “Nature Cell Biology” veröffentlicht wird, mitgearbeitet.

“Menschliche Immunzellen, Fliegen, Würmer und Hefe, die in der Forschung ein beliebtes Alterungsmodell darstellt, werden durch Spermidinzugabe verjüngt und leben länger”, erklären die Forscher. Die durch freie Radikale hervorgerufenen Schäden an Proteinen, die ein besonders wichtiger Alterungsmarker sind, konnten bei Mäusen nachweislich reduziert werden. “Es könnte sein, dass wir den heiligen Gral der Altersforschung gefunden haben”, so Studien-Erstautor Eisenberg. Der natürliche Stoff Spermidin findet sich in allen Körperzellen. Die Konzentration nimmt aber während des Alterns kontinuierlich ab. Auch die Fähigkeit des Körpers, geschädigte Proteine oder defekte Mitochondrien zu entsorgen, verringert sich. Der Prozess der Entsorgung wird in der Fachsprache Autophagie genannt. Madeo und Eisenberg haben nun entdeckt, dass von außen hinzugefügtes Spermidin genau diese Autophagie ankurbelt. “Die Maschinerie läuft nach Spermidinzugabe auf Hochtouren und dieser Prozess ist der wichtigste Faktor für Langlebigkeit”, so Madeo gegenüber ZARO.

Die Erkenntnisse könnten in Zukunft in der klinischen Forschung bedeutsam werden. Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson entstehen nämlich durch Ablagerung von verklumpten Proteinen. “Der altersbedingte Proteinmüll kann mit der Substanz schneller abgebaut werden”, so Madeo. Diese Ankurbelung der Autophagie schütze vor Erkrankungen des Nervensystems, haben verschiedene Tiermodelle gezeigt. “Spermidin kommt auch in Grapefruits, Weizenkeimen und Sojabohnen vor”, erklärt Madeo. Zudem sei es einfach den Stoff synthetisch nachzubauen.

“Nebenbei könnten diese Ergebnisse zur Aufklärung einer der spannendsten Fragen der Altersforschung beitragen”, meint Madeo. “Dabei geht es darum, warum ein 40-jähriger Mann ein Kind zeugen kann, welches ohne die 40 Jahre dauernde Schädigung des Erbgutes auf die Welt kommt, also gleichsam die Uhr in den Zellen auf Null zurückgestellt bekommen hat.” Das scheine trivial, sei aber doch bei genauerer Betrachtung höchst erstaunlich. “Alle unsere Zellen altern, nur die Spermien nicht. Der Grund könnte zumindest teilweise in der hohen Konzentration von Spermidin in der Samenflüssigkeit liegen”, so Madeo. ” Wir bleiben an der Erforschung dieses Phänomens dran”, erklärt der Forscher abschließend. (Ende)

Liebe auf den zweiten Blick - die bessere Wahl

Sex und Leidenschaft allein sind keine Basis für eine Beziehung

Lindau - Der ersten Liebe goldne Zeit, beschreibt Schiller in seinem Lied von der Glocke besonders enthusiastisch: “Das Auge sieht den Himmel offen, / Es schwelgt das Herz in Seligkeit; / O daß sie ewig grünen bliebe, / Die schöne Zeit der jungen Liebe!” Es ist ja auch jedem zu gönnen, einmal diesen Gefühlssturm erlebt zu haben. Doch von Dauer ist er in der Regel nicht.

Frau Adler, Geschäftsführerin der seriösen Partnervermittlung Ernestine sagt dazu: “Wir vermitteln ja viele geschiedene Ehepartner und stellen bei unseren Vorgesprächen fest, dass es bei fast allen die Liebe auf den ersten Blick war, die zur Ehe führte. Heute herrscht die Einsicht vor, dass dieser Gefühlsrausch aus Sex und Leidenschaft eine schlechte Basis für eine dauerhafte Beziehung war.”

Der erste Blick war also durch eine rosarote oder sogar feuerrote Brille getrübt. Wenn es dann zu einer Trennung kommt, ist der Frust oft groß. Das muss nicht sein. Denn diese Erfahrungen können eine durchaus positive Basis für eine neue Beziehung bilden.

Die Diplompsychologin Dr. Eva Wunderer schreibt in einer Studie über die Ehe: “Wenn zwei Menschen … beschließen, den zukünftigen Weg gemeinsam zu gehen, sind sie keine ‘unbeschriebenen Blätter’ mehr. Nicht nur ihre eventuellen Vorerfahrungen mit anderen Partnern haben ihre Spuren hinterlassen; jeder bringt auch ganz spezifische Erwartungen, Ansprüche und Vorurteile in die Partnerschaft ein. Diese sind oft nicht bewusst oder bleiben nicht selten unausgesprochen. Dennoch beeinflussen sie die Qualität der Beziehung in hohem Maße.” Das gilt auch und erst recht für Beziehungen, die im fortgeschrittenen oder gar Seniorenalter eingegangen werden oder für eine neue Bindung nach dem Witwenstand.

Klaus-Dieter Malzer, Mitinhaber der PV Ernestine, betont deshalb, wie wichtig es ist, “in unseren Vorgesprächen, diese Erwartungshaltung zu ergründen. Wir alle kennen alle Damen und Herren persönlich. Und unsere Mitarbeiter sind darin geschult, die richtigen Fragen zu stellen und genau zuzuhören. Deshalb können wir eine neue Beziehung sehr sorgfältig anbahnen.”

“Ohne die Romantik aus den Augen zu verlieren”, ergänzt Frau Adler. “Denn der zweite Blick soll ja nicht nur zu einer so genannten Vernunftehe führen.”

Das ehrliche Abklären dieser Erwartungen und Wünsche schafft erst das nötige Vertrauen, das dann zu einer stabilen Beziehung führt - die uns durch’s Leben trägt.

Ehrlichkeit schafft Vertrauen, Vertrauen schafft Wohlbefinden - und alles zusammen führt zu einer glücklichen Partnerschaft - mit oder ohne Trauschein.

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