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Archive für 16.12.2009

Schweinegrippe: Unsicherheit und viele Fragen

Virus hat sich seit dem ersten Auftreten nicht verändert

Wien - Unsicherheit, Polemik und heftige Diskussionen kommen derzeit beim Thema “Schweinegrippe” - Influenza A Stamm H1N1 - auf. Knapp vor dem Beginn der “klassischen Influenzazeit” rechnen Gesundheitsexperten mit einem Anstieg an Neuerkrankungen. Experten wie Franz Xaver Heinz, Vorstand des Klinischen Institus für Virologie an der medizinischen Universität Wien http://www.virologie.meduniwien.ac.at, legen die Fakten der “neuen” Viren im pressetext-Interview auf den Tisch.

Es sei unsicher, was wir zu erwarten haben, meint Heinz. “Orientiert man sich an den Beispielen von Australien und Neuseeland, die bereits die Influenzazeit und den Winter hinter sich haben, kann man sagen, dass das neue Virus zum Großteil die saisonalen Virentypen verdrängt hat.” Obwohl es viele Erkrankungen gegeben hat, ist nur ein geringer Prozentsatz der Betroffenen daran verstorben. Positiv zu bemerken ist auch, dass sich das Virus seit seinem ersten Auftreten nicht verändert hat.

Auch Menschen ohne Grunderkrankungen betroffen

Allerdings betont Heinz, dass sich die Risikobilder im Vergleich zur saisonalen Influenza verändert haben. “Bei der saisonalen Influenza waren es vor allem ältere Menschen oder jene, die eine Grunderkrankung hatten, bei denen es zu Komplikationen gekommen ist.” Das sei bei der Influenza H1N1 nicht der Fall.

“Auch bei jüngeren Patienten mit Grunderkrankungen, bei Schwangeren und kleinen Kindern bis zwei Jahren kam es zu einem schweren Krankheitsverlauf.” Die meisten Erkrankten mit Komplikationen waren zwischen 25 und 49 Jahre alt und lagen damit altersmäßig signifikant unter jenen, die sonst an schwerer saisonaler Influenza erkrankten.

Pandemieplan nach internationalen Empfehlungen

“Am 11. Juni ist für das Virus H1N1 seitens der WHO die höchste Pandemiestufe ausgerufen worden”, so Clemens Martin Auer, Sektionschef für Zentrale Koordination am Gesundheitsministerium http://www.gesundheitsministerium.at , gegenüber der Presse. Damit trete der Pandemieplan in Kraft nachdem die Behörden dazu aufgerufen werden, genügend Impfstoff für die Bevölkerung bereit zu stellen und Risikogruppen zu definieren.

Bei der Durchführung solcher Maßnahmen halte man sich an wissenschaftliche Empfehlungen. “Wir folgen einem Grundsatz von Virologen und dieser lautet, dass es sich um eine Influenza handelt und sie daher vorab unberechenbar sei”, erklärt Auer. Dass das Virus nicht aggressiv sei, ändere nichts an der Tatsache, dass es im Pandemieplan in der höchsten Stufe rangiert.

Ab dem 9. November stehe in den Impfzentren der Impfstoff für die Bevölkerung zur Verfügung. “Eine Aufgabe des Gesundheitsministeriums ist es, das öffentliche Bewusstsein für dieses Thema im Sinne der öffentlichen Sicherheit zu sensibilisieren”, erklärt Auer. Mit Polemik und Angstmache habe das nichts zu tun. “Die wissenschaftliche Bewertung sollte den Wissenschaftlern vorbehalten bleiben”, meint der Experte abschließend. (Ende)
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Kommentar: Menschen sind intelligente Wesen, sie müssten eigentlich wissen das nach der Geburt alles auf den Tod hinaus läuft und dem “Gevatter” oder “Boandlkramer” ist es dabei völlig egal wie er seine Sense schwingt. Er holt jeden von uns egal wodurch, nach der Geburt sind wir dran, füher oder später, dazwischen bleibt Zeit. Wer ist der größte Zeitdieb? Ein Mörder, er nimmt lediglich die ganze Zeit auf einmal weg. Dafür nimmt ihm dann ein irdisches Gericht freie Zeit und gibt im viel Zeit im Knast um über den Diebstahl von Zeit nachzudenken. Robert Zach für ZAROnews

Experten: Aspirin nur bei Herz-Patienten empfohlen

Tausende Menschen nehmen Medikament ohne Symptome

London - Menschen ohne kardiovaskuläre Erkrankungen sollten auf den Einsatz von Aspirin zur Abwehr von Herzanfällen und Schlaganfällen verzichten. Zu diesem Ergebnis kommen Experten in einer im Drugs and Therapeutics Bulletin (DTB) http://dtb.bmj.com veröffentlichten Studie.

Ernste innere Blutungen möglich

Das Medikament könne zu ernsten inneren Blutungen führen und verhindere keine Todesfälle. Ärzte sollten alle Patienten, die derzeit Aspirin nehmen, nochmals untersuchen. The Royal College of GPs http://www.rcgp.org.uk unterstützt laut BBC die Empfehlungen von DTB.

Geringe Mengen Aspirin werden häufig eingesetzt, um bei kardiovaskulären Erkrankungen wie Herzanfällen oder Schlaganfällen eine weitere Verschlimmerung zu verhindern. Dieser Ansatz, die sogenannte sekundäre Prävention, ist gut eingeführt und bringt wirkliche Vorteile.

Tausende Menschen nehmen Medikament ohne Symptome

Es wird jedoch davon ausgegangen, dass allein in Großbritannien Tausende Menschen Aspirin nehmen bevor sie Symptome bekommen. Zwischen 2005 und 2008 wurden laut DTB vier Richtlinien veröffentlicht, die Aspirin für die primäre Prävention ohne erkennbare Symptome empfahlen. Dazu gehörten Menschen über dem 50. Lebensjahr mit Typ-2-Diabetes und Menschen mit Bluthochdruck.

Die aktuelle Analyse von sechs kontrollierten Tests mit insgesamt 95.000 Patienten unterstützt diesen Einsatz von Aspirin jedoch nicht. DTB-Herausgeber Ike Ikeanacho betonte, dass die Vorteile und die Nachteile bei der primären Prävention komplexer verteilt sein könnten als bisher angenommen. Das gelte auch für Menschen mit einem hohen kardiovaskulären Risiko, Diabetikern und bei Bluthochdruck. (Ende)

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