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Archive für Februar 2010
Bio-Energy-Drinks im Aufwind
16.2.2010 von zaro.
Bio-Zertifizierung erreicht Sparte der Mischgetränke
Wien - Die Beliebtheit der Bio-Produkte hat längst den Getränkemarkt erfasst und dringt auch hier in alle Nischen vor. “In den vergangenen drei Jahren hat sich das Sortiment an flüssigen Bio-Produkten mit großer Geschwindigkeit erweitert. Alle Getränkebereiche visieren derzeit Bio an und es gibt kaum mehr Produkte, die nicht bio-zertifiziert verfügbar sind”, betont Josef Ritt, Bereichsleiter Verarbeitung bei der Austria Bio Garantie http://www.abg.at, im ZAROnews-Interview.
Krise stärkt Diskonter und Bio-Produkte
Beschränkte sich die Palette an Bio-Getränken zuvor meist auf reine Fruchtsäfte, sind derzeit Gemische im Aufwind. „Immer öfter werden auch Getränke mit Kohlensäure oder Koffein zertifiziert, sowie auch Energy-Drinks, Ganzfruchtgetränke und alkoholische Getränke. Fast jede Brauerei hat bereits Bio-Produkte im Sortiment, und auch viele der Top-Winzer haben eine Zertifizierung angedacht oder bereits integriert“, so Ritt. Als Vorteil dieser Produkte sieht der Experte ihre unmittelbare Verfügbarkeit. „Im Gegensatz zu vielen Nahrungsprodukten wie etwa Bio-Pizza kann ein Getränk sofort beim Kauf konsumiert werden, was den Belohnungseffekt steigert.“
Die Wirtschaftskrise habe der Bio-Branche laut Ritt kaum zugesetzt. „Im Gegenteil hat die finanzielle Lage dazu geführt, dass Konsumenten bewusster einkaufen. Das bedeutet zwar einerseits die stärkere Preisorientierung und ein damit verbundener Erfolg der Diskonter, andererseits jedoch auch den vermehrten Kauf von Produkten, bei denen gefestigte Bezüge bestehen. Das kommt regionalen und biologischen Produkten zugute.“ Aus diesem Grund steigt bei den Verkaufsmärkten auch weiterhin das Interesse an Bio-Produkten, so der Austria Bio Garantie-Sprecher.
Bio als Vorteil im Nischenkampf
Ein Beispiel für neue zertifizierte Getränke bietet die Sparte der Bio-Energy Drinks. Vorreiter ist hier pure Bio Energy Drink http://www.pure-bio.at , der seit 2008 in Wien mit einem Volumen von derzeit rund 1,5 Mio. Dosen pro Jahr produziert wird. Mit der Bio-Auslobung besetzt Geschäftsführer Udo Wagner eine Nische innerhalb der Nische der Energy-Drinks. “Branchenführer Red Bull deckt über 70 Prozent des Energy-Drink-Weltmarktes von über fünf Mrd. Liter pro Jahr ab. Daneben kämpft eine unübersichtliche Anzahl von Nachahmerprodukten einen derart harten Preiskampf, dass in diesem Bereich kein Verdienen mehr möglich ist”, so Wagner im Interview.
Der Drink versucht, sich durch Bio-Siegel und Geschmack von Mitbewerbern abzusetzen. “Red Bull wurde oft für seinen Gummibärchen-Geschmack kritisiert, der jedoch Kindheitserinnerungen weckt und daher zum großen Erfolg bei der Jugend beigetragen hat. Eine Neupositionierung muss in der Schicht 30 plus erfolgen, was uns durch natürlichen Geschmack gelingt.” Der pure Bio Energy Drink ist eine Mischung von Orangen- und Karottensaft sowie Aroma aus Pfirsichen. Vollrohrzucker ist der Energielieferant, Koffein aus Kaffeepflanzen sorgt für die sonst synthetische Stimulanz, während man auf Konservierungsstoffe, künstliche Aromen oder Taurin völlig verzichtet - “aus Gesundheitsgründen”, so Wagner.
Zielort Supermarktregal
Erhältlich ist der pure Bio Energy Drink bisher in Reform- und Bioläden der deutschsprachigen Länder sowie in Slowenien, Slowakei, Ungarn, Italien und Spanien. “Auch die Österreichische Bundesbahn wurde als Distributionspartner gewonnen”, so Wagner. Für weitere Verbreitung sollen Point-of-Sale-Werbung, Präsenz bei internationalen Getränke- und Biomessen sowie Verhandlungen mit Handelsketten sorgen. “Ziel ist es, dem mündigen, gesundheitsbewussten Konsumenten eine Alternative zu konventionellen Muntermachern zu bieten”, so der Getränkeproduzent. (Ende)
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Dominante Hand steuert die Wahrnehmung
16.2.2010 von zaro.
Linkshänder beurteilen sogar Persönlichkeitsmerkmale anders
Granada - Ob ein Mensch Rechts- oder Linkshänder ist, beeinflusst in hohem Ausmaß die Wahrnehmung und Interpretation seiner Außenwelt. Zu diesem Schluss kommen englische und spanische Psychologen auf der Online-Plattform Ciencia Cognitiva http://www.cienciacognitiva.org. Rechtshänder verbinden “Rechts” mit Begriffen wie “gut” oder “freundlich”, während Links als negativ eingestuft wird. Bei Linkshändern ist genau das Gegenteil der Fall, konnten die Forscher nun zeigen. Weit verbreitete sprachliche und kulturelle Verwendungen von rechts und links sind für Linkshänder somit widersprüchlich.
“Linkshänder denken oft, sie seien in einer falschen Welt geboren”, erklärt Julio Santiago de Torres von der spanischen Universität Granada http://www.ugr.es gegenüber uns. Viele Alltagsgegenstände wie Scheren, Computertastaturen oder Musikinstrumente seien für Rechtshänder konzipiert, wobei jedoch Linkshänder meist erstaunlich hohe Anpassungsfähigkeit zeigten. Darüber hinaus sind Unterschiede aber auch im Denksystem fest verankert. “Alle Kulturen bevorzugen die rechte Hand. Das zeigt sich in Ausdrücken wie ‘Er ist meine rechte Hand’ oder ‘Er hat zwei linke Hände’”, so der Verhaltenspsychologe.
Hand des Chefs beeinflusst Anstellungschance
Nun gelang den Forschern jedoch der Nachweis, dass Linkshänder links und rechts tendenziell anders bewerten als Rechtshänder. Santiagos Kollege Daniel Casasanto von der Stanford University stellte dazu Rechts- und Linkshändern die Aufgabe, Vorliebe oder Abneigung gegenüber bestimmten Tierarten anzugeben und diese im Plan eines Zoos einzuzeichnen. Die Rechtshänder platzierten beliebte Tiere eher rechts und unbeliebte links, bei Linkshändern war es umgekehrt.
Bei weiteren Versuchen galt es, Objektpaare nach Eigenschaften wie intelligent, ehrlich, attraktiv und glücklich zu beurteilen, zwischen zwei Bewerbern oder zwischen zwei Produkten im Supermarkt zu wählen. Alle Experimente bestätigten, dass Rechts- und Linkshänder tendenziell zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, wenn sie positive und negative Eigenschaften zuordnen sollen, wobei stets die Seite der dominanten Hand bevorzugt wird. Nur 14 Prozent der Teilnehmer vermuteten, dass ihre Wahl von der bevorzugten Hand beeinflusst werde.
Körper steuert auch abstraktes Denken
Bei Rechtshändern könne man laut Santiago davon ausgehen, dass die bessere Bewertung der rechten Seite einerseits auf die kulturell-sprachliche Prägung, andererseits auf ihre Körperwahrnehmung zurückgehe. “Bei Linkshändern fällt der kulturelle Aspekt weg. Die Bevorzugung von links kommt bei ihnen scheinbar alleine dadurch, dass der Körper besseren und schnelleren Zugang zur Umwelt auf der linken Seite hat als auf der rechten.” Es sei daher interessant, welch hohen Einfluss motorische Erfahrungen auf andere, weit abstraktere Dimensionen der Wahrnehmung haben, wie etwa Konzepte über Freundlichkeit, Intelligenz und Ehrlichkeit.
Nachdem die bisherigen Experimente in den USA, in Holland und Spanien die gleichen Ergebnisse gezeigt haben, hoffen die Forscher nun, in Marokko neue Hinweise erhalten. “Die Länder des arabisch-islamischen Kulturkreises bewerten links noch viel stärker negativ als bei uns. Die linke Hand ist hier für die Körperreinigung verantwortlich, die rechte für das Essen”, berichtet Santiago. Dieser Bezug sei auch religiös, stehe die rechte Hand im Islam doch für Gott und die linke für den Teufel. Zudem gibt es die Vorschrift, Moscheen stets zuerst mit dem rechten Fuß zu betreten. Vor religiösen Bezügen sei jedoch auch das Christentum nicht gefeit. “Auch in der Bibel lesen wir, dass sich der Menschensohn zur Rechten des Vaters setzen wird.” (Ende)
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“Die Welt krankt an Konsumismus und Armut”
12.2.2010 von zaro.
Club of Rome-Präsident fordert neue Lösungen für die aktuellen Krisen
Wien - Die Überwindung der heutigen Probleme unseres Planeten erfordert Lösungen, die allen Menschen zugute kommen. Zu diesem Schluss kam Ashok Khosla, indischer Firmengründer und Präsident des Club of Rome http://www.clubofrome.org, anlässlich einer Diskussionsveranstaltung am gestrigen Donnerstagabend. Den Rahmen bildete die noch laufende, vom österreichischen Lebensministerium veranstaltete Konferenz “Wachstum im Wandel” http://www.wachstumimwandel.at , bei der Lösungsansätze für sozial verträgliche, gerechte und ressourcenschonende Wirtschaftsweise gesucht werden.
Zu viele Krisen auf einmal
“Die Welt ist mit einem Bündel von Krisen ausgesetzt, wie es bisher nie der Fall war”, so Khosla. Namentlich nennt der indische Experte die Klimakrise, das bereits vollzogene Überschreiten des Ölfördermaximums, die mit starken Preisschwankungen verbundene Wasser- und Ernährungskrise und den Artenverlust, der tausendmal schneller voranschreite als die Evolution fähig sei, Nachschub an neuen Spezies zu liefern. Dazu kämen die finanzielle Instabilität, der rasante Bevölkerungsanstieg sowie Armut und Ungleichheit. “Alles deutet darauf hin, dass dies Zeichen eines Wachstums sind, das nicht nachhaltig ist”, so der Präsident.
Zwei Krankheiten würden die Welt derzeit am meisten bedrohen. “Das ist die erstens die ‘Affluenza’, ein Begriff der für den übermäßigen Verbrauch der Ressourcen geschaffen wurde”, so Khosla. Das Geschick der Welt würden Menschen bestimmen, die jeglichen Bezug zur Realität verloren hätten. Illustrative Symptome dafür seien etwa die Verwendung von Schneekanonen und Heizpilzen im Winter oder auch die hohen Nahrungsmittelabfälle infolge des übermäßigen Konsums. Gefährlich sei jedoch ebenso die von Khosla als “Povertitis” bezeichnete extreme Armut, die sich besonders in der Benachteiligung der Frauen in vielen Entwicklungsländern zeige. “Die Ungleichheit wächst weiter”, so der Experte.
Lösung muss alle berücksichtigen
Nicht nur Prophezeiungen dieser Entwicklungen gebe es schon lange - Khosla verweist auf das 1972 erschienene Buch “Grenzen des Wachstums” - sondern auch Ansätze für deren Überwindung. “Wir müssen neue Lösungen suchen und unser Denksystem ändern. Mahatma Gandhi kann hier als Beispiel dienen, ebenso Franz von Assisi. Es ist nicht möglich, Wachstum auf eine Ebene zu beschränken.” Technische Innovationen, von denen man oft die Rettung erhoffe, seien erst dann nachhaltig, wenn sie auf das Wohl der gesamten Menschheit abzielen. Ein großes Potenzial für solche Lösungsansätze sei in der Natur vorhanden, deren Beobachtung daher entscheidend sei.
Khosla führt an dieser Stelle Beispiele aus seiner eigenen Praxis als Firmengründer an. “Es braucht kleine Lösungen. Webstühle ermöglichen indischen Frauen, ihren Tagesumsatz zu verfünffachen. Eine einfache Presse für die Erzeugung von Ziegeln aus Lehm kann die Wohnsituation von Millionen Menschen verbessern, ohne die Umwelt zu belasten. Unkraut wiederum kann für die Energieerzeugung genutzt werden.” Grundvoraussetzung für die Überwindung der extremen Armut sei jedoch die Förderung der Bildung in den Entwicklungsländern, zudem bedürfe es der Aufwertung der Zivilgesellschaft.
Teiche nicht wie Ozeane behandeln
Per Videoeinschaltung mahnte die aktuelle Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom, das Wachstum nicht auf die Wirtschaft zu beschränken. “Wachsen muss besonders unsere Fähigkeit, mit Diversität umzugehen, und zwar mit der biologischen, institutionellen als auch menschlichen Vielfalt. Denn gibt es keine menschliche Vielfalt und alle an einem Projekt Beteiligten verfolgen denselben Ansatz, so gibt es auch keine neuen Ideen.” Entsprechend müsse man Krisen auf verschiedene Weisen gleichzeitig lösen. “Vernachlässigt man die Vielfalt, ist das wie wenn man mit einem einzigen Rezept das Problem eines Teiches, eines Sees oder eines Ozeans lösen will”, so die Nobelpreisträgerin. (Ende)
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Viele Autofahrer leiden an Selbstüberschätzung
12.2.2010 von zaro.
Lenker fühlen sich hinter dem Lenkrad anderen “überlegen”
Ottawa - Die meisten Fahrzeuglenker halten sich im Straßenverkehr den anderen überlegen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Psychologen der University of Ottawa gekommen. Sie befragten fast 400 Autofahrer aller Altersgruppen. Fast alle bewerteten sich positiv. Das galt vor allem dann, wenn ältere Fahrer als Vergleich herangezogen wurden. Dieser Trend blieb selbst dann bestehen, wenn die Befragten der gleichen Altersgruppe angehörten.
Diese Selbstüberschätzung könnte, so warnen die Experten, zu mehr Unfällen führen. Klarerweise, schreiben sie in dem Fachmagazin Accident Analysis and Prevention, sei es unmöglich, dass alle Autofahrer besser als die anderen seien.
Eigenes Risiko oft unterschätzt
Die Unterschätzung des eigenen Risikos und die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten führt zu weniger Vorsicht auf den Straßen. Das Team um Sylvain Gagnon ersuchte die Autofahrer einzuschätzen, wie sie mit verschiedenen Fahrbedingungen wie schlechtem Wetter, Notbremsungen und Schnellfahren bei starkem Verkehr zurecht kommen würden. Sie wurden auch gefragt, wie groß die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls im Vergleich zu einem durchschnittlichen Autofahrer des gleichen Geschlechts sein würde.
Alle Autofahrer, Männer und Frauen, alt und jung, hielten sich für überdurchschnittlich gute Fahrzeuglenker. Das galt laut BBC vor allem dann, wenn dieser durchschnittliche andere Autofahrer in die Altersgruppe über 65 Jahren fiel. Die Gruppe der jungen Männer hielt sich für am meisten überlegen. Männer mittleren Alters schätzten sich besser ein als Fahrer in der gleichen Altersgruppe und hielten sich auch im Vergleich zu jüngeren und älteren Verkehrsteilnehmern für absolut überlegen. Studienteilnehmer über 65 Jahren schätzten sich im Vergleich mit der eigenen Altersgruppe besser ein.
Weniger Aufmerksamkeit
Gagnon räumte ein, dass dieses Selbstvertrauen gut für das Ego sei, es kann jedoch gefährliche Auswirkungen haben. Hält man sich für einen besseren Autofahrer als andere, könne das zu einem veränderten Verhalten hinter dem Lenkrad und vor allem zu weniger Aufmerksamkeit führen. Damit könnte auch erklärt werden, warum junge Männer mehr Unfälle haben als andere Verkehrsteilnehmer. (Ende)
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Alle Menschen lachen vor Freude
11.2.2010 von zaro.
Geräuschausdruck besonders bei negativen Grundemotionen universell
London - Alle Menschen verstehen einander, wenn sie Freude, Wut, Angst und Trauer ausdrücken. Das behaupten Neurobiologen vom Londoner University College http://www.ucl.ac.uk in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Science. In Großbritannien und bei den Himba, einem Naturvolk im Norden Namibias, stellten sie fest, dass Hörbeispiele dieser Emotionen auch dann richtig interpretiert werden, wenn diese aus fremden Kulturen stammen.
Die Forscher um Sophie Scott spielten den teilnehmenden Personen beider Kulturen eine kurze Geschichte in ihrer Sprache vor, die auf eine spezielle Emotion abzielten. Da ging es zum Beispiel um die Traurigkeit einer Person, deren naher Verwandter vor kurzem verstorben ist. Am Ende der Geschichte hörten die Probanden zwei Geräusche - etwa ein Lachen und ein Weinen - wobei die englischen Versuchspersonen die Gefühlsausdrücke der Himba hörten und umgekehrt. Schließlich sollten sie sagen, welches Geräusch am besten zur Geschichte passte.
Lachen ist der älteste Emotionsausdruck
Am besten erkannten beide Versuchsgruppen das Lachen wieder und gaben an, es sei Ausdruck von Freude und könne etwa auch entstehen, wenn man gekitzelt wird. “Wir vermuten, dass das Lachen überall mit dem Kitzeln zusammenhängen kann. Es spiegelt Freude am körperlichen Spiel wieder”, so die Autoren. Lachen habe somit tiefe evolutionäre Wurzeln, die vielleicht aus der spielerischen Kommunikation zwischen kleinen Kindern und ihren Müttern stammen. Ersichtlich sei dies auch bei anderen Tieren - etwa bei Primaten wie beim Schimpansen und bei bestimmten Säugetieren.
Doch nicht alle Töne wurden gleich gut erkannt. Während grundlegende negative Emotionen über Kulturen hinweg ähnliche Geräusche verursachen, scheint das bei den meisten positiven nicht der Fall zu sein. Das konnten die Forscher etwa bei den Reaktionen auf Vergnügen oder auf Stolz über Erreichtes beobachten, die nur innerhalb der eigenen Kultur wiedererkannt wurden. Dass diese Emotionen eher gruppen- oder regionsspezifisch sind, erklären die Forscher damit, dass positiver Gefühlsausdruck oft zwischen Mitglieder derselben Gruppe vereinbart werden könnte, um so Zugehörigkeit und sozialen Zusammenhalt zu signalisieren.
Download des Originalartikels unter http://www.pnas.org/content/early/2010/01/11/0908239106.full.pdf+html (Ende)
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Familienprobleme können Kinder dick machen
11.2.2010 von zaro.
Soziologe: “Leben im Überfluss braucht Instanz, die Selbstkontrolle lehrt”
Stuttgart - Starkes Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen geht nur auf den ersten Blick auf zu wenig Bewegung und falsche Ernährung zurück. Die gesellschaftliche Entwicklung trägt viel dazu bei, kommen Sozialwissenschaftlicher der Universität Stuttgart http://www.uni-stuttgart.de/soz/tu zum Schluss. In einer großen qualitativen Befragung versuchten sie, Ursachen des frühen Übergewichts zu erheben. Als einer der Schlüsselfaktor zeigte sich dabei die Situation des familiären Umfeldes.
“Nach dem überstandenen Krieg gab es praktisch kein Übergewicht. Das war keine Folge von mehr Beherrschtheit der Menschen, sondern des Mangels“, erklärt Studienautor Michael Zwick im Interview. In der heutigen Überflussgesellschaft sei energiereiche Nahrung immer verfügbar und die Technisierung des Alltags und der Freizeit erlaube ein Leben ohne große Kraftanstrengung. „Um diese Lebensbedingungen zu bewältigen, braucht man ein Maß Selbstdisziplin, also die Fähigkeit, kompetente Entscheidungen zum Wohle der eigenen Gesundheit zu treffen“, so Zwick.
Keiner will erziehen
Die Vermittlung dieser Kompetenzen ist eigentlich Aufgabe der Familie, die diese Funktion jedoch oft nur unzureichend erfüllen kann. „Die Familie schafft es nicht, da sie selbst immer mehr abbröckelt. In den Großstädten wird heute fast jede zweite Ehe geschieden und immer mehr Kinder wachsen mit nur einem Elternteil auf. Doch auch in vollständigen Familien sind die Eltern berufsbedingt häufig abwesend.“ Die gemeinsame Zeit von Eltern und Kindern schrumpfe unentwegt und somit auch die Chance der Eltern, die Entwicklung des Kindes anzuleiten und zu kontrollieren. „Kinder sind sich, wenn es um Ernährung und Freizeitgestaltung geht, oft selbst überlassen und sie erfahren nicht, wie man gesund lebt und entsprechende Regeln anwendet.“
Dieser Funktionsverlust stehe im Zusammenhang mit der Bildung der Eltern. „Weniger Gebildete erlauben den Kindern am ehesten uneingeschränkten Zugang zu Spielkonsole oder Fernsehen, während die Kinder hoch gebildeter Eltern erheblich geringeren Medienkonsum aufweisen und mehr auf gesundheitsverträgliche Einkäufe achten“, erklärt Zwick. Gefährdete Familien seien sich kaum der Problematik, zudem würden sie Kampagnen nicht erreichen. Als Alternative würde sich zwar die Schule anbieten, doch hätten Interviews mit Lehrern im Rahmen der Studie gezeigt, dass diese es ablehnen, neben dem Bildungs- auch den Erziehungsauftrag zu übernehmen.
Schlankwerden braucht Hilfe des Umfeldes
Mediziner resignieren immer wieder angesichts des Booms übergewichtiger Kinder - in Deutschland sind heute etwa vier Prozent dieser Altersgruppe fettleibig und weitere acht Prozent übergewichtig. In den Interviews mit wieder schlank gewordenen Jugendlichen zeigten sich allerdings bestimmte Erfolgschancen der Selbsthilfegruppen. „Betroffene können dabei wichtige Kompetenzen erlernen und sich gegenseitig motivieren, wenn es um gute Ernährung oder sportliche Aktivitäten geht.“ Was in aller Regel fehlt, ist die Ausrichtung spezieller Gruppen für Kinder und Jugendliche sowie die Kostenübernahme durch Krankenkassen.
Entscheidend für dauerhaftes Abnehmen sei die soziale Unterstützung durch Änderungen im Lebensstil in der Familie, das dieser hohes Problembewusstsein abfordere. „Kommt man nach einer erfolgreichen Hungerkur nach Hause und sitzt am Tisch Eltern gegenüber, die weiterhin Schweinshaxen essen und Bier trinken, ist der Jojo-Effekt vorprogrammiert“, so Zwick. Der Spielraum für neues Essverhalten sei allerdings gering, weil tief sitzende Gewohnheiten oft nur schwer korrigiert werden können. Die betroffenen Kinder sind zudem erheblichem sozialen Stress ausgesetzt. „Dicke Jugendliche erleben zumeist massiven Leidensdruck. Zum einen deshalb, weil sie wegen ihrer Ästhetik vergleichsweise geringe Chancen beim anderen Geschlecht haben, zum anderen, weil sie ständigen Spott erleben.“
Politik kann am meisten verändern
Als optimalen Weg für eine Besserung bezeichnet der Stuttgarter Soziologe Änderungen der Rahmenbedingungen. „Würde man die Steuerbegünstigung für Zucker, Öle und Fette aufheben, die Bewerbung besonders energiehaltiger Nahrung verbieten oder deren Ampel-Kennzeichnung durchsetzen, würde das vor allem die Produzenten zum Umdenken bewegen.“ Da der Staat Hausrecht in Schulen habe, sei es kein Problem, mehr auf gesündere Ernährung im Pausenverkauf zu achten. „Doch auch die Stadtplanung sollte sich darauf konzentrieren, die Wohngebiete auf Bewegung, Sport und Fitness einzurichten. Seit Jahrzehnten orientiert man sich vorwiegend an der Verkehrs- und Autofreundlichkeit“, so der Studienleiter. (Ende)
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Hepatitis C: Erste Erfolge mit Leberzellen im Labor
11.2.2010 von zaro.
Anordnung der Zellen erhöht ihre Lebensdauer entscheidend
Cambridge - Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) http://web.mit.edu, die nach neuen Möglichkeiten zur Behandlung des gefährlichen Leber-Virus suchten, haben neue Möglichkeiten gefunden, das Virus im Labor zu studieren. Erstmals gelang es, die Ausbreitung eines seltenen Stammes von Hepatitis C bei Leberzellen zu beobachten, die auf einer Laborschale am Leben erhalten wurden. Die Forscher schreiben in den Proceedings of the National Academy of Sciences, dass diese Erkenntnisse zu besseren Möglichkeiten für Medikamententests führen könnten.
Der britische Experte Roger Williams vom University College London kritisierte jedoch, dass das neue Verfahren auch bei stärker verbreiteten Hepatitis-Stämmen und nicht nur bei einem vergleichsweise seltenen einsetzbar sein müsse. Er forderte eine Wiederholung der Tests mit diesen Stämmen. Laut BBC sind weltweit Millionen von Menschen mit Hepatitis C infiziert. Meist handelt es sich um eine asymptomatische Infektion.
Ein kleiner Prozentsatz erkrankt oft erst nach vielen Jahren an Leberkrebs oder erleidet ein Leberversagen. Eine der Schwierigkeiten bei der Erforschung dieser Krankheit ist, dass Leberzellen im Labor nur schwer gezüchtet werden können. Nach einem kurzen Zeitraum auf einer Laborschale verändern sich die Zellen normalerweise oder differenzieren sich in Formen, die sich nicht länger gleich verhalten.
Winziges Muster lenkt Zellen
Den MIT-Wissenschaftlern gelang es, dieses Zeitfenster um mehrere Wochen zu verlängern, indem sie Schalen mit einem winzigen Muster auf dem Boden einsetzten. Dieses Muster lenkte die Zellen an die genau richtige Stelle und ermöglichte anderen Arten von Zellen, den Fibroblasten, sich mit den Leberzellen zusammenzuschließen. Dieser Schritt war entscheidend, da Fibroblasten dafür bekannt sind, das Wachstum von Leberzellen zu unterstützen.
Zeitfenster für Medikamententests
Die leitende Wissenschaftlerin Sangeeta Bhatia erklärte, dass die Zellen sehr rasch ihre Funktion verlieren, wenn man sie einfach unorganisiert auf einer Oberfläche anordnet. “Legt man jedoch fest, welche Zellen nebeneinander positioniert sind, kann die Lebenszeit der Zellen verlängert und ihre Funktion aufrechterhalten werden.” Zusätzlich gelang es dem Team, diese Zellen mit einem Stamm von Hepatitis-C-Viren zu infizieren. Damit eröffnet sich für mögliche Medikamententests ein Zeitfenster von zwei bis drei Wochen. (Ende)
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Nur ein flexibles Gehirn bringt hohe Leistung
10.2.2010 von zaro.
Fähigkeit zur Anpassung bestimmt die Fitness eines Seniorengehirns
Berlin - Das Gehirn alter Menschen ist besonders dann noch zu Spitzenleistungen fähig, wenn es sich flexibel auf den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben einstellen kann. Das berichtet ein internationales Forscherteam vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung http://www.mpib-berlin.mpg.de in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences. “Gedächtnis im Alter wird mit gutem Grund meist im Hinblick auf Demenz untersucht. Doch auch gesunde Senioren unterscheiden sich erheblich, was die Gehirnleistung betrifft”, berichtet Studienautorin Irene Nagel im pressetext-Interview.
Auch ohne Demenz schwindet die Gehirnleistung im Alter, indem etwa die Nervenzellen und ihre Synapsen, jedoch auch zahlreiche Botenstoffe wie etwa Dopamin abnehmen. Diese Prozesse, die zueinander in komplexer Wechselwirkung stehen, verlaufen von Mensch zu Mensch verschieden. “Solche Rückgänge können durch den Lebenswandel beeinflusst sein, aber auch durch Krankheiten oder genetische Voraussetzungen. Das führt dazu, dass wir uns im Alter in der Gehirnleistung immer mehr voneinander unterscheiden”, so Nagel.
Unterschiede wachsen im Alter
Die Berliner Forscher wollten nun herausfinden, wie sich diese Unterschiede in der Aktivität des Gehirns zeigen. Dazu stellten sie sowohl jungen Erwachsenen als auch Senioren die Aufgabe, sich räumliche Muster unterschiedlicher Komplexität einzuprägen und über kurze Zeit zu merken. Die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) zeigte, welche Gehirnregionen dabei aktiviert wurden und wie ein veränderter Schwierigkeitsgrad der Aufgaben diese Aktivität beeinträchtigte. Aufgrund der Richtigkeit der Antworten schlossen die Forscher auf die kognitive Leistung der Versuchspersonen.
Bei allen Untersuchten zeigte sich, dass gute Leistung dann auftritt, wenn die Aktivierung des Gehirns an die Aufgabenschwierigkeit angepasst wird, wohingegen gleiche oder abfallende Aktivierung bei steigender Schwierigkeit zu schlechter Leistung führte. Die Altersgruppen unterschieden sich insofern, als die Seniorengehirne mit schwacher Leistung bei schwierigen Aufgaben viel deutlicher an Aktivität verloren. Das sei kein Hinweis auf Resignation, betont die Studienleiterin. “Auch die älteren Probanden waren sehr motiviert bei der Teilnahme, zudem lag die Genauigkeit ihrer Antworten eindeutig über der Ratewahrscheinlichkeit.”
Superhirn kann man trainieren
“Unterschiede in der Leistung lassen sich durch Unterschiede in der Anpassung vorhersagen”, so Nagel. Bei den Senioren mit durchgehend richtigen Antworten steigerte sich die Gehirnaktivitierung hingegen fast genauso wie bei den jungen Erwachsenen mit zunehmender Schwierigkeit der Aufgabe. “Die Unterschiede bei alten Menschen zeigen, dass auch im hohen Alter eine hohe Gehirnleistung möglich ist.” Es lohne sich daher, genauer zu erforschen, welche Faktoren den Alterungsprozess auf positive Weise beeinflussen und nach welchen Mechanismen er folgt.
Was man am besten tun sollte, um “kognitiv erfolgreich” zu altern, wird in der Wissenschaft aktuell untersucht. Nagel bezeichnet drei Faktoren als wesentlich. “Am wichtigsten ist die gesunde Lebensführung, wozu regelmäßiges Ausdauertraining sowie ein geistig waches, engagiertes Leben mit möglichst vielen sozialen Interaktionen gehört. Zweitens gehört das kognitive Training dazu, wobei aus wissenschaftlicher Sicht Erfolgschancen am größten sind, wenn dieses über lange Zeit erfolgt und die Aufgabenschwierigkeit individuell angepasst ist.”
Grenzen der Beeinflussung
Einen dritten Faktor könnten auch Medikamente darstellen, deren Wirkung jedoch noch wenig erforscht ist. “Man sollte jedoch nicht außer Acht lassen, dass auch Gene und Krankheiten eine Rolle spielen. Der Alterungsprozess ist daher nur bis zu einem gewissen Grad beeinflussbar”, so die Forscherin.
Abstract der Studie unter http://www.pnas.org/content/106/52/22552.abstract (Ende)
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Heidelbeeren gegen Darmentzündungen
10.2.2010 von zaro.
Schwedische Forscher: Positive Wirkung mit Probiotika noch stärker
Lund - Dass Heidelbeeren zahlreiche Antioxidantien und Vitamine enthalten, ist bekannt. Nun hat eine Forschungsarbeit von Wissenschaftlern der Universität Lund http://www.lu.se gezeigt, dass die Beeren auch Darmentzündungen lindern und davor schützen können. Der Entzündungsschutz wird sogar noch größer, wenn die Beeren gemeinsam mit probiotischen Lebensmitteln verzehrt werden.
Die Studie sollte erforschen, ob verschiedene Typen von probiotischen Keimen - insbesondere Lactobazillen und Bifidobakterien - vorbeugend gegen Colitis und Dickdarmkrebs wirken können. In der Vergangenheit standen diese Substanzen immer wieder unter Beschuss, da der Nachweis der Wirksamkeit nicht eindeutig bewiesen werden konnte.
Gesunder Darm in gesundem Körper
“Seit einigen Jahren haben zahlreiche Studien deutlich gezeigt, dass die Gesundheit eines Menschen wesentlich von der Gesundheit im Darm abhängig ist”, so Ernährungsforscherin Camilla Bränning, die gemeinsam mit Asa Hakansson http://www.appliednutrition.lth.se an dem Projekt gearbeitet hat. Verschiedene Versuche machten deutlich, dass der größte protektive Nutzen dann gegeben war, wenn die Heidelbeeren gemeinsam mit probiotischen Nahrungsmitteln gegessen wurden.
Heidelbeeren sind reich an Polyphenolen, die einen antimikrobiellen und antioxidativen Effekt haben. “Die Probiotika haben erwiesenermaßen einen positiven Effekt auf die Leber - ein Organ, das oft durch Darmentzündungen negativ beeinträchtigt wird”, so Hakansson. Die Kombination von Beeren und Probiotika verringerte die Zahl der an der Entzündung beteiligten Bakterien im Darm. Die Zahl der gesundheitsfördernden Lactobazillen nahm hingegen deutlich zu.
Erhöhte Butter- und Propansäure-Werte
Wenn die Beeren mit den Probiotika gemeinsam gegessen wurden, konnten man im Blut höhere Werte von Butter- und Propansäure feststellen. Diese beiden Säuren, die bei der Aufspaltung von Ballaststoffen entstehen, wirken positiv beim Aufbau einer effektiven Immunabwehr. “Was uns erstaunt hat, war die Tatsache, dass die großen Mengen an Buttersäure nicht nur von den Darmzellen aufgenommen wurden, sondern auch ins Blut gelangt sind”, so Brännig.
Ein weiterer Grund für den extrem positiven Effekt liegt auch darin, dass die Heidelbeer-Faserstoffe nicht im Dickdarm abgebaut werden. Das bedeutet, dass die entzündungshemmenden Substanzen nicht in Kontakt mit der Darmschleimhaut kommen, sondern in den Fasern eingelagert bleiben und mit dem Kot ausgeschieden werden, erklärt Bränning. (Ende)
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Genvarianten erklären unterschiedlichen Alterungsprozess
9.2.2010 von zaro.
Biologisches Alter kann sich um mehrere Jahre erhöhen
Leicester/ London - Genvarianten, die zeigen könnten, wie schnell die Körper von Menschen wirklich altern, wurden von Wissenschaftlern der University of Leicester http://www2.le.ac.uk und des Kings College London http://www.kcl.ac.uk identifiziert. Diese Erkenntnisse könnten laut dem Team helfen, jene zu finden, die einem höheren Risiko von altersbedingten Erkrankungen ausgesetzt sind. Menschen mit der Variante verfügten über Unterschiede ihrer biologischen Uhr in all ihren Zellen. Die British Heart Foundation http://www.bhf.org.uk betonte, dass diese Ergebnisse Hinweise darauf liefern könnten, wie Herzerkrankungen verhindert werden könnten. Details der Studie wurden in Nature Genetics http://www.nature.com/ng veröffentlicht.
Es ist bekannt, dass das Altern zu einem erhöhten Risiko, an Alzheimer, Parkinson und Herzerkrankungen zu leiden, führt. Manche Menschen erkranken jedoch früher als erwartet. Eine Theorie geht davon aus, dass die Telomere eine Rolle dabei spielen. Von Geburt an werden die Telomere bei jeder Zellteilung kürzer. Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen mit kürzeren Telomeren bei altersbedingten Erkrankungen einem höheren Risiko ausgesetzt sind. Sie könnten sich entweder rascher verkürzen oder bereits mit kürzeren Telomeren geboren worden sein.
Zusätzliche drei bis vier Jahre
Die Wissenschaftler untersuchten mehr als 500.000 genetische Varianten im gesamten menschlichen Genom, um herauszufinden, welche bei Menschen mit kürzeren Telomeren häufiger auftreten. Sie identifizierten eine Anzahl von Varianten, die sich in der Nähe des Gens TERC befinden. Bei Menschen, die darüber verfügen, scheinen sie zusätzlichen drei oder vier Jahren biologischer Alterung zu entsprechen. Tim Spector vom King’s College London erläuterte, dass diese Ergebnisse nahelegten, dass manche Menschen genetisch darauf programmiert sind schneller zu altern.
Alternativ sei es auch denkbar, dass genetisch anfälligere Menschen unter schlechten Lebensumständen für Telomere wie Rauchen, Fettsucht oder mangelnder Bewegung biologisch mehrere Jahre älter oder anfälliger für altersbedingte Erkrankungen sein können. Jeremy Pearson von der mitfinanzierenden British Heart Foundation erklärte laut BBC, dass es derzeit noch nicht erforscht sei, ob Telomere zu einem erhöhten Krankheitsrisiko beitragen. (Ende)
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Hilfsbereitschaft ist ansteckend
9.2.2010 von zaro.
Altruismus anderer hinterlässt gutes Gefühl und motiviert zum Handeln
Cambridge - Wer zusieht, wie ein Mensch anderen selbstlos hilft, fühlt sich dabei selbst gut und kann sogar zu eigener Hilfeleistung motiviert werden. Das behaupten britische und US-amerikanische Psychologen in der Zeitschrift Psychological Science. “Wir sind oft mit dem Elend anderer konfrontiert und es fasziniert uns, wenn einzelne selbstlos handeln wie etwa die Helfer der Erdbebenopfer in Haiti. Es ist für die Gesellschaft wichtig zu wissen, wie diese Selbstlosigkeit auf einen weiteren Personenkreis ausgeweitet werden kann”, so die Studienleiterin Simone Schnall von der Universität Cambridge http://www.sdp.cam.ac.uk im Interview.
Wohltätigkeits-Show führt zu Taten
Die Forscher untersuchten ein im Englischen als “Elevation” bezeichnetes Gefühlsempfinden, das bei der Beobachtung einer moralisch lobenswerten Handlung auftreten kann. “Dabei kommt es zum Beispiel dazu, dass man sehr bewegt und beeindruckt ist - manchmal wird es einem sogar buchstäblich warm ums Herz”, berichtet die britische Psychologin. Speziell interessierte die Forscher, ob das in dieser Situation verspürte Bedürfnis, anderen Menschen zu helfen, ausreiche um Menschen tatsächlich zur Tat zu motivieren.
Dazu luden die Wissenschaftler Freiwillige zu einem Experiment ein, bei dem sie ihnen einen Fernsehspot zeigten. Das war entweder der Ausschnitt eines Naturfilms, einer Comedy-Serie oder einer Wohltätigkeits-Show. Man ließ die Probanden einen Text über das Gesehene verfassen und fragte abschließend scheinbar zufällig, ob sie noch einen Fragebogen für eine weitere Studie ausfüllen könnten. Es zeigte sich, dass die Studienteilnehmer nach dem Ansehen einer Szene mit erbaulichen Inhalten im Anschluss doppelt so lange vor Ort blieben als jene, die neutrale oder lustige Inhalte gesehen hatten.
Helfer statt Leidende ins Zentrum rücken
“Selbst wenn man nur kurze Zeit ein prosoziales Verhalten anderer Menschen beobachtet, kann dies eigene altruistische Handlungen auslösen”, kommentiert Schnall das Ergebnis. Für den Zusammenhalt der Gesellschaft sei dies eine wichtige Erkenntnis. “Medien stellen gerne Geschichten von Helden und Helfern vor. Das liegt wahrscheinlich daran, dass solche Personen die Menschen faszinieren und eventuell auch selbst zum Helfen inspirieren.”
Grundsätzlich ist auch die Empathie mit Leidenden ein wichtiger Verstärker für Hilfeleistungen. “Allerdings ist es oft schwer, diese Empathie herzustellen, besonders wenn es sich um Menschen handelt, die weit weg sind und mit denen man nicht viel gemeinsam zu haben scheint”, so die Studienleiterin. Spendenaufrufe könnten daher vielleicht sogar dann erfolgreicher sein, wenn sie die eindrucksvollen Handlungen der Helfer statt bloß das Elend der Hilfesuchenden beschreiben. (Ende
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Neue Methode zur Ermittlung der Stressresistenz
8.2.2010 von zaro.
Forschung für Langzeitmissionen zum Mars wichtig
Pisa - Wissenschaftler des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Fisiologia Clinica http://www.ifc.cnr.it haben in Zusammenarbeit mit Forscherkollegen der Scuola Superiore Sant’Anna http://www.ssspup.it und der Universität von Pisa http://www.unipi.it die Zusammenhänge zwischen Stress und Schlafqualität untersucht. Während einer simulierten Mars-Mission wurden die Daten von sechs Astronauten gesammelt und mit Hilfe innovativer Messmethoden ausgewertet.
“Dass der Einflussfaktor Stress signifikante Auswirkungen auf die Schlafqualität und -quantität hat, ist schon seit längerem bekannt”, so der Leiter des multidisziplinären “Centro Extreme” Remo Bedini. Neu hingegen sei die Beobachtung, dass die Sleep Slow Oscillation (SSO) ein spezifisches Angriffsziel für das Steroidhormon Cortisol darstellt. “Durch den in Pisa entwickelten Algorithmus können nunmehr neue Möglichkeiten zu individuellen Tauglichkeitsprüfungen für Einsätze unter Extrembedingungen erschlossen werden.” Anhand persönlicher Risikoprofile, so der italienische Forscher weiter, könne zudem ein wichtiger Beitrag zur prädiktiven Medizin geleistet werden.
Vorbereitung auf Lanzeitmissionen
Die von den Italienern ausgewerteten Daten waren anlässlich des im vergangenen Sommer an der Wissenschaftsakademie in Moskau durchgeführten Forschungsprojektes “Mars 500″ gewonnen worden. Bei dieser Gelegenheit waren die sechs Raumfahrer mehr als hundert Tage lang in einem speziellen Flugsimulator den gleichen Bedingungen ausgesetzt worden, wie sie anlässlich der im Jahre 2020 geplanten Marslandung erwartet werden. Bedinis Ansicht nach ist dieser ein ideales Experimentierfeld für weitere Tests, die das multidisziplinäre Team künftig an stark exponierten Berufsgruppen wie Feuerwehrleuten, Soldaten und Zivilschutzhelfern durchführen will.
Die Ergebnisse der vom Centro Extreme durchgeführten Untersuchung sind auf der jüngsten “Conference on biomedical issues on long lasting manned mission” in der Scuola Sant’Anna in Pisa vorgestellt worden. An der Veranstaltung haben Vertreter der amerikanischen, der europäischen und der russischen Weltraumbehörde teilgenommen. (Ende)
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Spaß kann fehlenden Ehrgeiz ersetzen
5.2.2010 von zaro.
Motivationsfähigkeit hängt stark von Einstellung zu Leistung ab
Urbana-Champaign - Menschen, die sich in ihrer Arbeitsweise tendenziell am Erreichen eines Spitzenergebnisses orientieren, erfüllen Aufgaben nicht immer am besten. Forscher der University of Illinois http://illinois.edu berichten im Journal of Personality and Social Psychology, dass andere Menschen unter bestimmten Bedingungen ebenfalls zu Höchstleistungen fähig sind. Das sei etwa dann der Fall, wenn in Aussicht gestellt wird, dass die Erfüllung einer Aufgabe Spaß bereitet.
Nicht jeder will Höchstleistungen bringen
Folgt man den Theorien der Forscher rund um die Psychologin Dolores Albarracin, so gibt es zwei verschiedene Reaktionsmuster auf die Aufforderung zu einer Höchstleistung. “Manche Menschen fühlen sich angestachelt und geben sich tatsächlich besondere Mühe. Bei manchen sinkt dabei jedoch die Motivation”, so die Studienleiterin. Diejenigen, die der zweiten Gruppe angehörten, wollten nicht grundsätzlich Leistung verweigern. “Bloß die Zielsetzungen der Menschen sind andere.”
Eine Versuchsreihe lieferte den Nachweis für diese Behauptung. Leistungsorientierte Probanden erfüllten Aufgabenstellungen besser, wenn sie unwillkürlich Wörter wie “Gewinn”, “Können” oder “Stärke” lasen. Dazu blendeten die Forscher diese für so kurze Sekundenbruchteile auf einem Computermonitor ein, dass eine bewusste Wahrnehmung gar nicht möglich war. Menschen mit allgemein geringer Leistungsorientierung verschlechterten in Folge ihre Arbeitsweise.
Gute Unterhaltung stellt Ergebnis auf den Kopf
Bei einem weiteren Experiment hatten allerdings die wenig Leistungsorientierten die Nase vorne - trotz Beibehaltung der unterschwelligen Botschaften. Das war der Fall, sobald man den Versuchspersonen mitteilte, die Aufgabe würde Spaß bereiten. Die unbemerkte Bombardierung mit den Leistungsaufforderungen habe bei den Ehrgeizigen das Verlangen nach Spaß unterbunden, interpretieren die Autoren das Ergebnis. Bei fehlendem Ehrgeiz sei das umgekehrte der Fall gewesen.
“Konkurrenz- und Leistungsdenken kann Menschen sehr stark demotivieren, besonders wenn sie ihr Wohlbefinden höher als ihre Leistungsfähigkeit bewerten”, so Albarracin. Der Grund dafür könne beispielsweise darin liegen, dass sie im Moment lieber etwas anderes tun würden, zum Beispiel, sich gut zu unterhalten. “Das ist kein schlechtes Ziel”, betont die Psychologin. (Ende)
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Colpur Colostrum: Spitzensportler wie Eva Dollinger schwören als Nahrungsergänzung zur Leistungssteigerung auf Colpur Colostrum
5.2.2010 von zaro.
Sowohl im Hochleistungssport, als auch im Alltag ist eine ausreichende Versorgung, mit allen für den Körper wichtigen Nährstoffen und Vitaminen essentiell
Wörgl/Tirol – Um laufend neue Höchstleistungen und Rekorde zu erzielen ist bei Sportlern nicht nur ein knallhartes Training und eiserne Disziplin die Grundlage, sondern in gleichem Maße ein gesunder, harmonischer und perfekt versorgter Körper. Um ein starkes Immunsystem, schnellen Zellwachstum und eine Leistungsfähigkeit auf höchstem Niveau zu gewährleisten, greifen Sportler gerne auf Nahrungsergänzungspräparate zurück. Colpur Colostrum http://www.colpur-webshop.at ist Aufgrund seiner hochdosierten Inhaltsstoffe wie Proteine, Enzyme, Vitamine, Mineralien, Wachstumsfaktoren, Aminosäuren und Antikörpern das perfekte und vor allem völlig natürliche Präparat ohne Nebenwirkungen.
„Hochleistungssport ist oft eine Gradwanderung. Man trainiert am Limit des Möglichen, hat Langstreckenflüge und natürlich sehr anstrengende Wettkämpfe – speziell auf der Ironman Distanz – die Rennen dauern ja immerhin 9-10 Stunden.
Um mich geistig im Einklang zu bringen praktiziere ich Qi Gong, um mein Immunsystem in Hochform zu halten und gesund durch eine anstrengende Saison zu kommen, stärke ich mich mit dem Colostrum Produkt Colpur. Neben einem gestärkten Immunsystem habe ich auch schnellere Regenerationsprozesse feststellen können. Für mich gehört die Nahrungsergänzung Colpur Colostrum mittlerweile völlig selbstverständlich zum täglichen Trainingsalltag“, so die vor Energie strahlende Eva Dollinger http://evadollinger.wordpress.com/ : Österreichs beste Triathletin, zweifache Olympia und Ironman-Teilnehmerin im Interview.
Colpur Colostrum ist aber auch vor allem für Menschen bestens geeignet, die keinen oder wenig Sport treiben. In unserer täglichen Nahrung fehlen mit unter die im Colostrum enthaltenen wichtigen Inhaltsstoffe die für unser Immunsystem und die Leistungsfähigkeit unabdingbar sind. Gerade weil für viele Menschen eine ausgewogene und inhaltsstofflich wertvolle Ernährung nicht immer gewährleitet werden kann, wird somit durch Einnahme dieser enorm wertvollen Nahrungsergänzung präventiv gegen Krankheiten und Infektionen vorgebaut. Darüber hinaus unterstützt Colpur Colostrum durch den verbesserten Zellwachstum die Wundheilung, wie Ärzte und zahlreiche Studien betätigen.
Die Anwendung von Präparaten auf Basis von Kuh-Colostrum beim Menschen wird vermehrt für folgende Bereiche empfohlen:
- Zur Immunstärkung: Die Inhaltsstoffe von Colostrum binden viele Arten von Bakterien, Viren und Hefepilzen und verhindern so ein Eindringen in den Organismus.
- Zur Immunregulation, d.h. bei überschießenden Immunreaktionen des Körpers, wie z.B. Allergien
- Zur Stärkung des Zellwachstums und Regeneration von Zellen. Es neutralisiert freie Radikale und hemmt die Entwicklung von schädlichen Zellen.
- Zur Behandlung und Vorbeugung von Darmerkrankungen.
- Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren.
Durch diese einzigartige Nahrungsergänzung ermöglicht uns die Natur einmal mehr die Möglichkeit gesund zu bleiben. Es ist erstrebenswert, durch natürliche Nahrungsergänzungen gesund und vital zu bleiben, an statt sich mit Krankheiten durchs Leben zu plagen.
ZAROnews-Antony Zettl
Hechtsee 7
A-6330 Kufstein/Tirol
Tel.: 0049-(0)151-15249319
Email: za@zaronews.com
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Mit Nanotechnologie gegen Herzerkrankungen
4.2.2010 von zaro.
Nanoburrs-Moleküle binden sich direkt an geschädigte Zellen an
Cambridge - Ein Molekül, das dafür entwickelt wurde, verhärtete Arterien zu finden, sich an sie anzubinden und sie dann zu behandeln, könnte einen neuen Ansatz zur Behandlung von Herzerkrankungen ermöglichen. Die Nanoburrs genannten Reparaturmoleküle haben Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) http://web.mit.edu entwickelt. Sie zielen nur auf die beschädigten Zellen in den Wänden der Blutgefäße ab. Sind die Moleküle vor Ort, können sie Medikamente exakt an der richtigen Stelle freisetzen. Es könne jedoch noch Jahre dauern, bis diese Technologie bei Patienten eingesetzt werden kann, warnt die British Heart Foundation http://www.bhf.org.uk.
Die Verhärtung der Arterien, die das Herz versorgen, die Atherosklerose, kann zu Blockaden führen, die ihrerseits einen Herzanfall auslösen können. Derzeit werden häufig Stents zur Weitung der Arterien eingesetzt. Rund um die Gefäßstützen kommt es allerdings häufig zu einem erneuten raschen Wachstum von Gewebe, das zu einer erneuten Blockade führen kann. Zuletzt wurde ein Stent entwickelt, der einige Tage nach dem Einsetzen noch Medikamente freigibt, um diesen Vorgang unter Kontrolle zu halten.
Medikamente an der richtigen Stelle freisetzen
Der Ansatz des MIT bietet eine andere Möglichkeit, diese Medikamente an der genau richtigen Stelle freizusetzen, berichtet BBC. Die Nanoburrs sind mit einem Protein überzogen, das sich nur an einen Bereich des Blutgefäßes anbinden kann, die so genannte Basalmembran. Sie liegt nur dann frei, wenn die Wand des Blutgefäßes beschädigt ist, so kann ausschließlich auf diese Bereiche abgezielt werden. An der richtigen Stelle findet eine Reaktion und in der Folge eine Freisetzung des Medikaments über einen längeren Zeitraum statt. Bisher ist es gelungen, diesen Zeitraum auf bis zu zwölf Tage auszudehnen.
Robert Langer, einer der beteiligten Wissenschaftler, erklärte, dass es sich bei dieser Entwicklung um ein sehr faszinierendes Beispiel für Nanotechnologie und Zell-Targeting handle. Er betonte, dass diese Technologie für die Behandlung jeder Krankheit eingesetzt werden könnte, bei der die Zellwand auf diese Art und Weise geschädigt ist. Dazu gehörten bestimmte Krebsarten und andere Entzündungskrankheiten. Details einer aktuellen Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences http://www.pnas.org veröffentlicht. (Ende)
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