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Archive für März 2010

Gehirn besitzt Standby-Funktion

Vorhersage von Sinneseindrücken spart Energie

Frankfurt - Die Weiterleitung von Sinnesreizen ist keine Einbahn etwa vom Auge ins Gehirn. Das Gehirn versucht schon im Vorfeld, die Wahrnehmung erfahrungsgemäß vorherzusagen. Das berichten Hirnforscher aus Glasgow und Frankfurt http://www.mpih-frankfurt.mpg.de in der Zeitschrift “Journal of Neuroscience”. Den Ergebnissen ihrer Experimente zufolge spart das Gehirn durch diesen Trick Energie.

Um das herauszufinden, zeigten die Wissenschaftler ihren Versuchspersonen einen Bildschirm mit sich bewegenden kleinen Balken. Die Kernspintomografie zeigte, dass die Sehrinde des Gehirns dann am aktivsten war, wenn ein Balken aus dem erwarteten Bewegungsmuster ausbrach. “Wir schließen daraus, dass das Gehirn nicht einfach nur auf Signale aus den Sinnesorganen wartet. Stattdessen versucht es aktiv, mögliche Sinneseindrücke vorherzusagen”, berichtet Studienleiter Wolf Singer.

Überraschungen nicht gerne gesehen

Treffen die Vorhersagen des Gehirns zu, verarbeitet es die eintreffenden Informationen besonders effektiv und mit geringem Aufwand, wie durch die geringere Gehirnaktivität ersichtlich ist. Hat es sich geirrt - also im Falle von Überraschungen - steigt die Aktivität auf Hochtouren. “Das Gehirn möchte nicht überrascht werden. Folglich muss es seine Vorhersagen verbessern, welche Reize es zu erwarten hat. Die Suche nach der Ursache des Irrtums erfordert viel Arbeit”, ergänzt Studien-Mitautor Arjen Alink.

Die Standby-Funktion des Gehirns bei gewohnten Eindrücken kann in bestimmten Situationen auch zum Verhängnis werden. Eine aktuelle Studie der Uniklinik Essen zeigt, dass Autofahrer bei bekannten Strecken weit weniger aufmerksam sind als bei neuen. Gekoppelt mit Müdigkeit oder hoher Verkehrsdichte kommt es bei unerwarteten Zwischenfällen daher sehr häufig zu Unfällen.

Abstract des Originalartikels unter http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20181593 (Ende)

Geschlecht bestimmt soziale Gerechtigkeit

Buchpräsentation über Arbeits- und Lebensverhältnisse von Frauen

Innsbruck - Frauen sind immer weniger in der Lage, ihre eigene Existenz durch Lohnarbeit zu sichern. Wichtige Ursachen dafür sind neoliberale Trends wie die zunehmende Atypisierung der Arbeitsformen, die Geringfügigkeit und die nur scheinbare Selbstständigkeit sowie auch Versäumnisse der Politik, etwa im Bereich der Bewertung von Pflege und Kinderbetreuung. Das sind Ergebnisse des Sammelbandes “Frauen im 21. Jahrhundert - Situationen, Herausforderungen, Perspektiven”, der am heutigen Weltfrauentag an der Universität Innsbruck http://www.uibk.ac.at präsentiert wurde.

“Ziel des Buches ist es, über soziale Gerechtigkeit aus der Geschlechterperspektive nachzudenken”, betont Alexandra Weiss, eine der beiden Herausgeberinnen des Buches, im Presse-Interview. Der Grundwert des sozialen Einschlusses aller Gesellschaftsteile sei heute durch Individualisierung und Entsolidarisierung abgelöst. Die Politik sehe als Priorität nur mehr die Sachzwanglogik, der zufolge die Schaffung günstiger Bedingungen für Unternehmen oberste Priorität sei. Übersehen werde oft, dass die damit verbundenen, fortschreitenden Einschränkungen sozialstaatlicher Leistungen geschlechtsspezifisch seien.

Rhetorik gaukelt Scheinrealität vor

Weis erkennt im öffentlichen Diskurs eine “Gleichstellungsrhetorik, die zwar vorgaukelt, alles sei in bester Ordnung, dabei jedoch an der Realität vorbeigeht”. Frauen seien die Hauptbetroffenen der Präkarisierung der Arbeitsformen, was der Teilzeit-Anteil jenseits der 40-Prozent-Marke sowie die zunehmende Scheinselbstständigkeit zeige. Auch bei besser Gebildeten verhindere die ‘gläserne Decke’ ab einem gewissen Punkt das Weiterkommen und die Einkommensschere steige weiter.

Zudem führen Frauen auch den größten Teil der unbezahlten, gesellschaftlich jedoch notwendigen Arbeit aus. “Was die Trennung in der Bewertung bezahlter und unbezahlter Arbeit betrifft, hat sich seit den 80ern nichts mehr verändert.” Hier bestehe für den Staat Handlungsbedarf, zudem müsse auf persönlicher Ebene mehr Bewusstsein geschaffen werden. “Männer sind kaum bereit, unbezahlt Hausarbeit, Kinderbetreuung oder Pflege zu übernehmen”, so die Expertin für Gender Studies.

Kürzere Arbeitswoche sinnvoll

Diskutiert werden müsse auch die Tatsache, dass man derzeit der Familie die Aufgabe zuordne, die zahlreichen negativen Begleiterscheinungen des Neoliberalismus aufzufangen. “Auch hier sind vor allem Frauen angesprochen, doch ist diese Aufgabe eine heillose Überforderung, denn es handelt sich um ein gesellschaftliches Problem”, so Weiss. Sinnvoll ist in den Augen der Expertin eine Verbesserung der sozialen Dienste statt bloßer Geldleistungen sowie eine allgemeine Arbeitszeit-Verkürzung, etwa auf 35 Wochenstunden. “Viele Ökonomen sind sich einig, dass heute 20 oder 25 Stunden reichen würden.”

Frau war nie erwerbslos

Die Innsbrucker Politologin Erika Thurner rollt in ihrem Buchbeitrag die Entwicklung der Erwerbstätigkeit der Frauen seit 1945 auf. Der Männermangel der Kriegs- und Nachkriegsjahren hatte zur Folge, dass Frauen in nahezu alle Berufsfelder vorgedrungen waren. In den “Wirtschaftswunder”-Jahren folgte jedoch die Zurückdrängung als Zuverdienerinnen, selbst wenn es keinen männlichen Familienernährer gab, verbunden mit einer wachsenden Einkommensschere “Dennoch war das heute populäre Bild, dass Frauen früher kaum erwerbstätig waren, im 20. Jahrhundert kaum realisierbar”, so Thurner gegenüber zaronews.

Die Reformschübe der 60er und 70er Jahre verbesserten den Bildungszugang für Frauen und befreiten von Abhängigkeiten, in den 80ern gelang die Gehaltsangleichung in öffentlichen Berufen. Seitdem sei die Gleichberechtigung jedoch ins Stocken geraten. “Die wirtschaftliche Entwicklung seit den 90ern hatte besonders für Frauen dramatische Folgen”, so Thurner. Zwar habe das Gender-Mainstreaming den Frauenanteil in den Berufen erhöht, doch achte man kaum darauf, dass die relevanten politische Entscheidungen zunehmend auf höhere Ebenen wie etwa die EU verlagert werden. “Die tatsächliche Mitsprache sinkt dadurch”, so Thurner. (Ende)

Studie Frühlingsgefühle: Unterschiedliche Sexkurven zwischen Männern und Frauen

Feste Partner sind für beide Geschlechter besonders im Winter wichtig

Leipzig - Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März stellen sich bei den meisten Menschen die berühmten Frühlingsgefühle ein. Doch wie verhält sich die Stimmungskurve im restlichen Jahr? Das Onlineportal partnersuche.de http://www.partnersuche.de ermittelte in einer Umfrage die Sexlust der Deutschen in den einzelnen Jahreszeiten. Ergebnis: Bei 86 Prozent der 427 Umfrageteilnehmer ist im Frühling die Lust am größten. Frauen haben jedoch generell ein geringeres Bedürfnis nach Sex als Männer - beide Geschlechter sehnen sich aber nach einem festen Partner.

Von allen Umfrageteilnehmern kreuzten 90 Prozent an, dass ihnen ein fester Partner besonders in der kalten Jahreszeit “wichtig” beziehungsweise “sehr wichtig” sei. Davon waren 88 Prozent Frauen und überraschenderweise mehrheitliche 91 Prozent Männer. Die Sexkurve hingegen differiert unter den Geschlechtern. Bei den Frauen nimmt sie vom Frühling zum Winter kontinuierlich ab, während bei Männern stets ein konstantes Lustlevel vorhanden ist. So ist für 81 Prozent der Frauen der Sex im Frühling “wichtig” beziehungsweise “sehr wichtig”, für 80 Prozent im Sommer, für 76 Prozent im Herbst und für nur 74 Prozent im Winter. Bei den Männern hingegen gaben 90 Prozent an, dass ihnen der Sex im Frühling “wichtig” beziehungsweise “sehr wichtig” sei, 87 Prozent im Sommer, 88 Prozent im Herbst und 87 Prozent im Winter.

Damit liegt der Lustpegel bei Männern stets höher als bei Frauen - bei beiden ist er jedoch im Frühjahr am höchsten. Dass Frauen weniger Wert auf Sex legen, sieht Stephan Huwig, Portalmanager von partnersuche.de, darin begründet, dass sie in einer Partnerschaft meist andere Prioritäten setzen. “Für eine langfristige Beziehung spielen Faktoren wie Vertrauen und Geborgenheit eine große Rolle. Unser Portal spricht vor allem Singles an, die einen Partner mit genau solchen Qualitäten suchen.” Wichtig sei, dass die “Chemie stimme”, so Huwig weiter, “was wir mittels unseres wissenschaftlich fundierten Persönlichkeitstest sicherstellen können. Hier lernen sich nur diejenigen kennen, die eine gemeinsame Basis haben.” (Ende)

Internet verschlimmert die Pornografiesucht

Erste Fachtagung zur Therapie der Internet-Sexsucht

Wien - Die Pornografie und Sexsucht haben durch das Medium Internet eine neue Dimension erhalten. Erstmals im deutschsprachigen Raum widmet sich im April eine wissenschaftliche Fachtagung der Internet-Sexsucht http://www.internetsexsucht.at, wobei der Schwerpunkt auf der Behandlung von Betroffenen liegt. “Erst wenige Psychotherapeuten widmen sich dieser Problematik, die vor allem Männer betrifft. Die Tagung möchte aber nicht den moralischen Zeigefinger heben, sondern das Leiden derer lindern, die Hilfe suchen”, betont der Tagungsleiter Raphael Bonelli im pressetext-Interview

Pornokonsum macht sich selbstständig

Das Internet hat die Möglichkeiten der Pornografie entscheidend erweitert. “Neben Bildern und Filmen erlaubt dasselbe Medium auch sexuelle Begegnungen realer Personen, etwa im Cybersex oder Chat”, so der Wiener Psychiater, Neurologe und Psychotherapeut. Der Online-Zugang sei billig und auch diskret, da kein Zeitschriftenverkäufer mehr zwischengeschaltet ist. Als Folge seien die Inhalte devianter als bei gedruckter Pornografie. “Nicht immer, aber leider sehr häufig verlangen die User immer intensivere Reize und wechseln so von Softporno über Hardcore zu Gewalt- und schließlich Vergewaltigungspornos.”

Niemand steigt laut Bonelli auf der letzten Stufe ein. “Werden etwa Jugendliche durch Peers eingeführt, empfinden sie die Inhalte zunächst als abstoßend oder unmenschlich. Mit der Zeit erwacht jedoch das Interesse und sie sehen sich um, was es sonst noch gibt. Die Gewöhnung überwindet die Scheu, die bei gesunden Menschen anfangs noch einen natürlichen Schutzreflex bietet, und man greift zu Härterem.” Die Sucht beginne dort, wo die eigene Kontrolle verschwindet und der Drang selbstständig wird. “Viele Männer können kaum mehr alleine vor einem Computer sitzen, ohne auf einschlägigen Seiten zu suchen.”

Leiden im Geheimen

Vorsichtige Schätzungen sprechen von 400.000 Internet-Sexsüchtigen in Deutschland und 40.000 in Österreich. Neun Zehntel davon sind Männer. Als häufige Motive sieht Bonelli fehlende sexuelle Befriedigung, Einsamkeit und fehlender Lebenssinn, die Sucht verstärke jedoch das Leiden. Laut einer Studie haben Nutzer von Erotik-Angeboten im Web alarmierend oft Depressionen, Angstgefühle und Stress. “Keiner ist stolz darauf, täglich stundenlang Online-Pornos zu konsumieren und viele leiden über Jahre in Anonymität”, so Bonelli. Besonders gelte das für Pädophile, die oft ebenfalls im Internet nach Befriedigung suchen. “Kinderpornographie dürfte bis zu drei Prozent der Internetpornographie ausmachen, also etwa 100.000 Websites weltweit”, so der Experte.

Die wenig realistischen Vorbilder von stets potenten Männern und immer bereiten Frauen verstärken zudem oft die sexuelle Unzufriedenheit. “Sexualität ist eine Dimension des Menschen, die sich bei exzessivem Ausleben ohne Gegenüber zunehmend verirrt. So lässt der ständige Konsum von Pornografie die Zufriedenheit mit der eigenen Sexualität sinken. Viele Online-Sexsüchtige sind weniger aufmerksam für den Partner und das soziale Umfeld und werden auch weniger beziehungsfähig. Denn statt mit anderen zu kommunizieren, kreisen sie im Leben zunehmend um sich selbst und um die eigene Befriedigung”, analysiert der Experte.

Fähigkeit zur Beziehung wieder herstellen

Wer den Schritt zum Therapeuten schafft, hat gute Chancen auf Heilung. “Es hilft schon, sich vor jemandem endlich vollständig öffnen zu können und Verständnis zu erfahren. Gegenüber der Partnerin ist das meist nicht der Fall.” Dies sei verständlich, so Bonelli, setze es doch jede zweite Frau dem Fremdgehen gleich, wenn der Partner ständig Bilder nackter Frauen konsumiert. In der Therapie - Bonelli ist systemischer Psychotherapeut - arbeite man oft an der Beziehungsfähigkeit. So soll der Patient neue Möglichkeiten entfalten, um keine Ersatzbefriedigung mehr zu brauchen. Erste Hilfe können auch Selbsthilfegruppen geben, wie ehemals Internet-Sexsüchtige http://www.nacktetatsachen.at auf der Tagung berichten werden.

Besonders sensibel für pornografische Inhalte des Internets sind Kinder. “Per Mausklick gibt es heute im Kinderzimmer Zugang zu brutalisierter Sexualität. Welche Folgen das langfristig hat, ist noch kaum abzuschätzen”, so Bonelli. Den Eltern rät der Psychotherapeut, den Computer allgemein zugänglich im Wohnzimmer zu platzieren, viel Austausch mit den Kindern zu pflegen und sie rechtzeitig aufzuklären, bevor sie entsprechende Informationen selbst besorgen. Filter vor Gewalt oder Pornos seien hilfreich, aber kein absoluter Schutz, da sie leicht zu umgehen sind. “Die Therapie verwendet meist keine technischen Sperren, da der eigene Antrieb zum Aufhören wichtig ist”, so Bonelli. (Ende)

Erdbeben in Chile verschob die Erdachse

NASA: Tage sind nun um 1,26 Mikrosekunden kürzer

Pasadena/Potsdam - Um 1,26 Mikrosekunden kürzer dauert der Erdentag seit am Samstag ein Beben der Stärke 8,8 den Süden Chiles erschüttert hat. Das berichten Experten der Raumfahrtsbehörde NASA http://www.nasa.gov. Laut ihren Berechnungen hat die schwere Naturkatastrophe die Erdachse um acht Zentimeter verschoben und somit die Rotation verändert, was zu diesem Effekt führte. Das mit 9,1 wesentlich stärkere Sumatra-Beben 2004 hätte allerdings mit einer Tageskürzung von 6,8 Mikrosekunden eine deutlich größere Wirkung gehabt. Eine Mikrosekunde ist der millionste Teil einer Sekunde.

Jedes Beben verändert die Erdrotation

Als “interessant, jedoch kaum relevant” stuft der Seismologe Winfried Hanka vom Geoforschungszentrum Potsdam http://www.gfz-potsdam.de dieses Phänomen ein, das zudem bisher nicht gemessen wurde, sondern nur im Modell mit idealisierten Eigenschaften berechnet werden konnte. “Jedes Erdbeben, das ja eine Massenverschiebung bedeutet, verändert die Erdachse und somit auch auf die Rotation. Je weiter das Epizentrum vom Äquator entfernt ist, desto stärker trifft das zu. Allerdings verlängern andere Beben die Tage wieder - in Summe dürfte sich also nichts ändern”, so der Experte gegenüber pressetext.

Das Beben in Chile gehört zu den fünf stärksten, die seit Beginn der Erdbebenmessungen rund um 1900 gemessen wurden. Platz eins dieser Wertung nimmt mit einer Magnitude von 9,5 ebenfalls ein Beben in Chile ein, das im Jahr 1960 stattfand. “Dass diese Region so aktiv ist, hängt mit ihrer relativen Plattengeschwindigkeit zusammen, die die weltweit höchste ist. Die pazifische Platte drängt jährlich sechs Zentimeter ostwärts und schiebt sich unter die südamerikanische, die ihrerseits zwei Zentimeter nach Westen driftet”, erklärt Hanka. Beliebig stark könnten die Beben jedoch nicht werden, da die Erdkruste ab einer gewissen Stärke bricht.

Gefahr neuer Vulkane in den Anden

Seit dem Hauptbeben erlebte Chile mehrere Nachbeben, deren bisher stärkstes die Magnitude 6,5 erreichte. Andere Folgen des Bebens zeigten sich bisher im Tsunami, der die chilenische Küste und einige vorgelagerte Inseln schwer beschädigte. In seiner Pazifiküberquerung bis nach Japan ebbte er jedoch auf eine ein Meter hohe Welle ab und richtete zumindest im asiatischen Pazifik keine Schäden an, was Experten auf seine Auslösung in seichtem Wasser sowie auf die seit 2004 verbesserten Frühwarnsystem zurückführen.

Noch bevorstehen könnte allerdings eine stärkere vulkanische Aktivität in den Anden. “Nachdem die subduzierte Nazca-Platte im Erdinneren schmilzt, steigt das Schmelzprodukt nach oben und füllt die Magnakammern. Durch Druck oder weitere Massenverschiebungen könnten diese undicht werden, zuvor geschlossene Kanäle öffnen und die Lava an die Oberfläche befördern”, so Hanka. Zwar gibt es in Chile ohnehin ein dichtes Netz zur Vermessung der seismischen Aktivität, mit Hilfe dessen man aufsteigende Lava zu berechnen versuche. “Konkret weiß jedoch niemand, wann und wo es soweit ist”, gibt der Experte zu bedenken.

Keine Zuspitzung der Bebenaktivität

Dass in diesem Jahr nach dem leichteren, jedoch aus menschlicher Sicht weit folgenschweren Erdbeben in Haiti nun bereits eine zweites großes Beben den Planeten erschüttert, ist für Hanka kein Alarmsignal. “Die Magnaströme im Erdinneren treiben die Platten ständig an, die Drift- und Konvergenzraten bleiben jedoch langfristig gleich. Auch die Spannungen, die sich weltweit aufbauen, verändern sich in Summe nicht. Es ist eher unwahrscheinlich, dass es in diesem Jahr zu einem weiteren ähnlich starken Beben wie nun in Chile kommt.” (Ende)

Pestizid macht männliche Frösche weiblich

Häufig verwendetes Atrazin wirkt als Hormongift

Berkeley/Wien - Atrazin ist eines der weltweit am häufigsten verwendeten Pestizide. Einer Studie von Forschern der University of California in Berkeley http://www.berkeley.edu zufolge, kann die Substanz bei erwachsenen Fröschen zur Unfruchtbarkeit und sogar zur Geschlechtsumwandlung führen. In der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Proceedings of the National Academy of Sciences berichten die Forscher über die neuen Erkenntnisse.

In einer Studie wurden drei Viertel der männlichen Frösche mit dem Pestizid “chemisch kastriert”. “Sie waren nicht mehr in der Lage sich zu vermehren”, so Studienleiter Tyrone Hayes, Professor für integrative Biologie. Bei jedem zehnten männlichen Frosch kam es sogar zu einer Geschlechtsumwandlung. “Die männlichen Frösche litten unter Testosteronmangel und verloren all jene Fähigkeiten, die vom Hormon gesteuert werden”, so der Forscher.

Keine Chance in freier Wildbahn

“In der freien Wildbahn, wo es zu einem Wettkampf um einen Sexpartner kommt, haben diese Tiere keine Chance”, meint Hayes. Die zehn Prozent der männlichen Frösche, die zu weiblichen Tieren werden, können sich erfolgreich paaren - bringen aber ausschließlich männliche Nachkommen zur Welt. Damit ist das natürliche Geschlechterverhältnis der Tiere untereinander gestört. Das wiederum könnte eine ganze Population zum Aussterben bringen.

Obwohl die Experimente nur an Afrikanischen Krallenfröschen im Labor durchgeführt wurden, gehen die Experten davon aus, dass Atrazin, das als endokriner Disruptor bekannt ist, auch in der freien Umwelt zu ähnlichen Problemen führt. Als endokrine Disruptoren werden Stoffe bezeichnet, die wie Hormone wirken und so das empfindliche Gleichgewicht des endokrinen Systems (Hormonsystems) von Lebewesen stören können. Möglicherweise sei das ein Grund für den weltweiten Rückgang der Froschpopulationen, meint Hayes.

In Deutschland und Österreich verboten

Atrazin ist seit 1991 in Deutschland, seit 1995 in Österreich verboten. “In der Umwelt ist es allerdings immer noch nachweisbar”, erklärt auch der Pflanzenexperte Werner Müller von GLOBAL2000 gegenüber ZAROnews. Da Atrazin und sein Hauptabbauprodukt Desethylatrazin auch ins Grundwasser gelangen und damit dann im Trinkwasser nachgewiesen werden können, wurde die Anwendung in den EU-Staaten verboten.

In den USA wird das Unkrautbekämpfungsmittel allerdings immer noch verwendet. Eingesetzt wird es hauptsächlich im Mais-, aber auch Spargel-, Kartoffel- und Tomatenanbau. (Ende)

Dunkelheit macht Menschen zu Betrügern

Forscher: “Effekt der Anonymität auch bei Sonnenbrille feststellbar”

Toronto - Dunkelheit bietet Menschen nicht nur ein Versteck, sondern verschlechtert mitunter auch ihre Moral. Das berichten Psychologen von der University of Toronto http://www.utoronto.ca in der Zeitschrift Psychological Science. “Schon das Tragen einer Sonnenbrille verstärkt den Glauben, man sei vor der Aufmerksamkeit und Kontrolle anderer geschützt. Menschen lassen sich dann eher dazu verleiten, unehrlich und eigennützig zu sein”, berichtet Studienleiter Chen-Bo Zhong.

Um das herauszufinden, ließen die Forscher ihre Probanden mehrere Experimente durchlaufen. Das erste fand in Räumen statt, die entweder hell oder bloß schummrig beleuchtet waren. Die Versuchspersonen sollten Rechenaufgaben lösen, die Ergebnisse selbst korrigieren und sich je nach Richtigkeit aus einem vorgegebenen Budget belohnen. Während die Rechenleistung in beiden Gruppen gleich war, schummelten die Personen im Dämmerlicht eher und heimsten mehr unverdientes Geld ein als jene im hellen Raum.

Gute Laternen sind die beste Polizei

Im zweiten Versuch erhielt ein Teil der Probanden Sonnenbrillen aufgesetzt, der andere nicht. Es galt nun, sechs Dollar mit einer zweiten Person zu teilen und den Rest zu behalten. Und tatsächlich waren auch jetzt diejenigen mit Sonnenbrille mehr eigennützig und behielten eine größere Summe für sich zurück. Obwohl die zweite Person, die in Wahrheit der Studienleiter selbst war, sich während des gesamten Versuchs nicht sichtbar in einem anderen Raum aufhielt, gaben die Sonnenbrillenträger ein höheres subjektives Empfinden von Anonymität an als ihre Kollegen.

“Ähnlich wie kleine Kinder, die beim Versteckspiel ihre Augen schließen und glauben, der andere könne sie nicht sehen, vermittelt Dunkelheit den täuschenden Eindruck von Anonymität”, so die Analyse von Zhong. Ähnlich würde eine Person, die sich alleine in einem Raum befindet, weit eher eine fremde Person per E-Mail belügen, wenn der Raum schlecht beleuchtet sei. “Eine Straßenlaterne ist nachts die beste Polizei, da sie durch schonungslose Öffentlichkeit schützt”, drückte das schon 1860 der US-Philosoph Ralph Waldo aus.

Abstract des Originalartikels unter http://pss.sagepub.com/content/early/2010/01/28/0956797609360754.abstract (Ende)

Mutterliebe macht Stress in Schwangerschaft wett

Keine Schäden durch Stresshormone bei guter Mutter-Kind-Bindung

New York/London - Eine feste Bindung zwischen Mutter und Kind im Säuglingsalter kann Schäden gutmachen, die hoher Stress in der Schwangerschaft oft auslöst. Das berichten US-amerikanische und englische Forscher in der Fachzeitschrift “Biological Psychiatry”. Erstmals belegten sie in einer Untersuchung von Mutter und Kind, dass erhöhte Stresshormone in der Schwangerschaft die Intelligenz von Kleinkindern senkt. Bei Kindern, die im Säuglingsalter eine sichere Beziehung zu ihrer Mutter besaßen, waren jedoch keine negativen Effekte zu finden.

Bisher gibt es mehrere Hinweise darauf, was erhöhter Stress einer werdenden Mutter bewirken kann. “Das Risiko des ungeborenen Kindes verdoppelt sich, später das Aufmerksamkeitsdefizit- oder Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) zu entwickeln. Ähnliches gilt auch für Depressionen und Lernschwierigkeiten”, berichtet die Studienautorin Vivette Glover vom Imperial College London http://www.imperial.ac.uk im Presse-Interview. Weniger gut erforscht sei bisher der Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Schizophrenie und Autismus. Die aktuelle Studie konzentrierte sich allerdings auf kognitive Beeinträchtigungen.

Stresshormon heute ungünstig

Die Wissenschaftler entnahmen 125 werdenden Müttern in der 17. Schwangerschaftswoche Fruchtwasser und untersuchten, wie viel Cortisol es enthielt. Dieses als “Stresshormon” bekannte Stereoid produziert der Körper besonders dann, wenn er Strapazen, Nervosität oder Anspannung empfindet. Viel später - im 17. Lebensmonat der bereits geborenen Kinder - stellte man diesen in Puzzles, Spielen und Erinnerungstests altersgerechte Denkaufgaben. Außerdem analysierte man, wie sicher die Bindung zwischen Mutter und Kind war, wofür man das Verhalten bei fremden Aufsichtspersonen und beim Entfernen der Mutter beobachtete.
“Erstmals konnten wir zeigen, dass mehr Cortisol die Gehirnfunktion verschlechtert. Die Konzentrationsphasen waren bei diesen Kindern kürzer, die Sprache und Problemlösung schlechter, der ‘Baby-IQ’ in Summe geringer”, berichtet Glover. Dass der Fötus das Cortisol nicht blockiert, dürfte evolutionäre Gründe haben. “Scheinbar war es früher sinnvoll, wenn man schon vor der Geburt auf eine Umgebung mit hohem Stress vorbereitet wurde. Das Überleben hing oft davon ab, wenn man die Aufmerksamkeit anderer erregen, aggressiv sein oder Regeln brechen konnte. Heute ist solches Verhalten jedoch nicht hilfreich.”

Fürsorge ist stärker als Cortisol

Die gute Botschaft für gestresste Schwangere zeigte sich jedoch, als die Forscher den Zusammenhang mit der Mutter-Kind-Bindung analysierten. Die negativen Folgen der hohen Cortisol-Aussetzung als Embryo verschwanden vollständig, wenn die Mütter ihnen ein hohes Maß an Geborgenheit vermittelten. “Die meisten Mütter schaffen es, so eine Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen, indem sie ihm mit viel Feingefühl begegnen. Bei Depression ist das ein schwieriges Unterfangen”, so die Forscherin.

Wichtig sei es, Müttern mit schlechten Voraussetzungen für diese Bindung nicht zu beschuldigen, sondern ihnen nötige Unterstützung zu geben. “Mediziner sollten geschult werden, um Stress bei Schwangeren und jungen Müttern rechtzeitig zu erkennen. Außerdem braucht es frühe Hilfen für Mütter, damit sie sich dem Kind feinfühlig zuwenden zu können”, so der Ratschlag der Studienautorin. Die frühkindliche Bindung ist zudem auch für die Entwicklung bis ins Erwachsenenalter wichtig.

Weitere Forschungen notwendig

Nicht geklärt wurde in der Untersuchung allerdings, ob das erhöhte Cortisol im Fruchtwasser tatsächlich von der Beunruhigung der Mütter stammte. “Auch wenn dies wahrscheinlicher ist, könnte das Hormon auch auf Stress zurückgehen, den die Embryos selbst empfunden haben”, betont Glover. Auch könne man aufgrund des speziellen Versuchsaufbaus nicht feststellen, inwiefern die Mutter-Kind-Bindung auch andere negative Effekte von erhöhtem Stress in der Schwangerschaft ausgleichen kann. Als nächstes wollen die Forscher klären, wie sich Stresshormone und Mutterbindung im Schulalter auswirken.

Abstract der Originalstudie unter http://dx.doi.org/10.1016/j.biopsych.2010.01.002 (Ende)

Diäten helfen gegen Artherosklerose

Natürlicher Alterungsprozess lässt sich teilweise rückgängig machen

Beer-Sheva - Drei Diäten helfen offenbar, blockierte Arterien wieder frei zu machen: Wenig Fett, wenig Kohlehydrate und die Mittelmeer-Diät. Zu diesem Ergebnis ist eine Untersuchung der Ben-Gurion University http://web.bgu.ac.il/Eng/Home gekommen. Die Studie, an der 140 Personen teilgenommen haben, ergab, dass die richtige Ernährung tatsächlich helfen kann, die fettigen Ablagerungen in den Arterien zu verringern.

Ernährung kein Wundermittel

Am Ende der Studienlaufzeit von zwei Jahren, hatte sich bei den Teilnehmern der Durchmesser der Arterienwand um fünf Prozent verringert. Experten wie Charles Knight von der British Cardiovascular Society bezeichneten die Studie zwar als interessant. Ernährung allein sei jedoch auch kein Wundermittel gegen Ablagerungen in den Arterien, heißt es bei der BBC. Details der Studie wurden im Fachmagazin Circulation veröffentlicht.

Fetthaltige Ablagerung

Bei einer Atherosklerose kommt es mit dem Fortschreiten der Krankheit zu einer Verdickung durch fetthaltige Ablagerung, die das Risiko von Herz- und Schlaganfällen erhöhen können. Das Team um Iris Shai wollte herausfinden, ob dieser an sich natürliche Alterungsprozess durch die Ernährung rückgängig gemacht werden kann.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit US-amerikanischen, kanadischen und deutschen Wissenschaftlern durchgeführt. Freiwillige ernährten sich mit einer der drei Diätformen. Sie wurden ersucht, zwei Jahre lang dabei zu bleiben und Aufzeichnungen über ihre Ernährung zu führen. An der Studie nahmen übergewichtige Personen teil, die zwischen 40 und 65 Jahren alt waren (überwiegend Männer).

Volumen der Halsschlagader

Mittels bildgebender Verfahren wurde das Volumen der Halsschlagader festgestellt. Diese Messungen wurden am Anfang und am Ende der Studie durchgeführt. Shai betonte, es sei sehr interessant gewesen, festzustellen, dass diese doch sehr verschiedenen Formen der Ernährung ähnliche Auswirkungen hatten.

Eine zuckerarme Ernährung würde immer wieder mit einer Verstopfung der Arterien in Zusammenhang gebracht. Beweise dafür konnten laut der Wissenschaftlerin nicht gefunden werden. Ein möglicher Zusammenhang könne jedoch das Fallen des Blutdruckes durch die veränderte Ernährung sein. (Ende)

Schlaf blockiert das Durstgefühl

Innere Uhr schützt durch Hormone vor Dehydrierung

Montreal - Eine Erklärung dafür, warum wir nachts nicht ständig trinken oder auf die Toilette gehen müssen, haben kanadische Forscher von der McGill University http://www.mcgill.ca gefunden. In der Fachzeitschrift Nature Neuroscience berichten sie, dass die innere Uhr dafür sorgt, dass im Schlaf besonders viele Hormone ins Blut ausgeschüttet werden, die den Körper zu einem besseren Wasserspeicher machen. Das dürfte den Menschen im Schlaf vor dem Verdursten schützen.

Der wichtigste Mechanismus, mit dem der Körper seinen Wasserhaushalt steuert, ist die Balance der Wasseraufnahme - gesteuert durch das Durstgefühl - mit der Wasserabgabe, für die die Urinproduktion den Ausschlag gibt. Problematisch wird das während der Schlafenszeit, in der dem Körper ja keine Flüssigkeiten zugeführt wird. Um alle wichtigen Organe bei Funktion zu erhalten, muss folglich der Wasserverlust minimiert werden. Wie das gelingt, wusste man bisher noch kaum.

Schlaf optimiert die Wasserspeicherung

Eine heiße Spur liefert nun das Forscherteam um Eric Trudel und Charles Bourque. Der Ansicht der Wissenschaftler zufolge senden im Schlaf die Nervenzellen, die für die Wasserwahrnehmung zuständig sind, den für das Hormon Vasopressin zuständigen Neuronen den Befehl zur vermehrten Ausschüttung. Vasopressin, dessen erhöhte Niveaus während der Schlafenszeit man schon früher feststellen konnte, koordiniert im Körper die Wasserspeicherung. Nachts dürfte es dafür sorgen, dass der Körper kaum Wasser verliert.

Der Nachweis gelang den Forschern vorerst bei Ratten. Sie isolierten dünne Schichten ihres Gehirns, deren Zellen für die Wasserempfindlichkeit, für die Vasopressin-Produktion und für die innere Uhr noch intakt waren. War die innere Uhr auf “Schlafenszeit” gestellt, verbesserte dies die Kommunikation zwischen den Wassersensoren und den Hormonproduzenten. Nach dem Aufwachen verschlechtert sich die Kommunikation, zeigte die Messung der elektrischen Aktivitäten der Zellen. “Ratten sind nachtaktive Wesen. Ob dieselben Effekte auch beim Menschen gültig sind, muss erst geklärt werden”, so die Forscher.

Originalartikel unter http://www.nature.com/neuro/journal/vaop/ncurrent/full/nn.2503.html (Ende)

Übergewicht macht unglücklich

Diätversprechen gehen meist nach hinten los

Innsbruck - “Ich bin dick und schick”, oder “Ich bin dick und trotzdem glücklich” sind Sätze, die wir uns in unserer Not zurechtlegen. Tatsache ist jedoch, dass übergewichtige Menschen nicht nur körperlich mit Einbußen und Krankheiten zu rechnen haben, sondern es steigt die Zahl derer, die mit psychischen Problemen kämpfen. Übergewicht führt in unserer “Schönheitsbewussten Gesellschaft” zu Ausgrenzung und oft sogar zu Hohn und Spott. Trotzdem steigt die Zahl derer, die bereits in sehr jungen Jahren, bedingt durch falsche Ernährung, an massivem Übergewicht leiden. Und da die meisten oder fast alle Diäten entweder mit Reduktion der Kalorien oder mit einseitigen Ernährungsweisen (Fleischdiät, ect.) zu tun haben, kommt es nach Beendigung zu einem raschen Rückfall in alte Gewohnheiten und damit zum berühmten JoJo Effekt.

Tatsache ist, wer abnehmen will muss nicht zwangsläufig leiden. Seit Jahren betreut die Ernährungs- Expertin Andrea Ebner http://www.gesund-schlank-schoen.at Übergewichtige, aber auch Profisportler. Bei Ihren Beratungsgesprächen Vermittelt Sie keine standardisierten Diätpläne und verordnet auch keine qualvollen Trainingsprogramme. “Es ist fantastisch, zu sehen, wie anpassungsfähig der menschliche Organismus ist. Es geht nicht darum sich zu kasteien oder zu quälen. Zum erlangen des richtigen Gewichtes ist auch ein gesunder Geist wichtig. Man muss mit sich ins Reine kommen. Dann beginnt man langsam sich umzustellen und einfach die richtigen Lebensmittel auszuwählen. Dann geht alles wie von selbst.”

Vor einigen Jahren entwickelte die Powerfrau aus Tirol eine Nahrungsmittelergänzung für den Sport. Seit mehr als einem Jahrzehnt betreut sie Extremsportler mit der Tiroler Ur Getreidemischung. “Rasch entdeckte ich einige sehr angenehme Nebenwirkungen. Neben Leistungssteigerung und einer vollkommenen Regeneration des Stoffwechsels verschwindet das Hungergefühl. Abgesehen davon, dass der Körper alles bekommt, was er benötigt und alle Schadstoffe optimal abführt, berichteten mir meine Schützlinge von einem Ausgleich des Hungergefühls.” Diese “Nebenwirkung nutzt Ebner heute auch bei der Beratung schwer Übergewichtiger. “Es kann nicht sein, dass wir unser Normalgewicht nur durch chirurgische Eingriffe, die mit vielen Risiken behaftet sind, wieder herstellen können.”

Der herannahende Frühling ist für Übergwichtige die Zeit der größten Motivation. Durch die ersten Sonnenstrahlen und die mit dem Frühling verbundenen Glücksgefühle steigt der Bewegungsdrang. Nun ist auch die ideale Zeit, eine Ernährungsumstellung durch zu ziehen. “Ich empfehle dafür einen Spaziergang auf einem Bauernmarkt. Die frischen Farben von knackigem Obst und Gemüse machen automatisch Lust auf mehr. Dazu mageres Fleisch (kein Schwein), frischer Fisch und Vollkornprodukte.”, so Ebner.

Für einen raschen Erfolg in der Anfangsphase, der vor Allem für die Psyche wichtig ist, empfiehlt Ebner eine Entschlackungskur mit Tiroler Ur-Getreide. Durch Vitalstoffe und verschiedene Kräuter beginnt sich bereits nach zwei Tagen der Stoffwechsel zu beschleunigen. Der Körper wird entwässert und die Pflanzenfasern sorgen für die effektive Ausleitung von Giftstoffen. Der Darm kommt in Schwung und nach zwei Wochen merkt man bereits eine deutliche Gewichtsreduktion, die sich auch vor dem Spiegel bemerkbar macht. Außerdem bekommt der Körper alle wichtigen Vitamine, Spurenelemente und Omega3 Fettsäuren und das ständige Hungergefühl verschwindet. Nägel und Haare werden deutlich schöner und man sieht rund um gesund aus. Und das ohne asketische Maßnahmen. Ganz nach dem Motto “Gesund, schlank und schön in den Sommer.

Über die Tiroler Ur-Getreidemischung
Das Pulver und die Presslinge aus einer speziellen Ur-Getreidemischung mit hochwirksamen Heilkräutern - machen schlank - schön und halten fit und gesund.

- Regulierung des Hungergefühls
- Fettabbau
- Verbesserung der Hautstruktur
- durchblutungs-fördernd (straffere Haut)
- Stoffwechsel aktivierend (Darm)
- wirkt positiv auf sämtliche Organe
- enthält Chrom für die Bildung des Anti-Aging Hormons DHEA
- wirkt Blutzucker und Cholesterin senkend (glutenfrei)
- enthält das lebensnotwendige Spurenelement Selen für ein intaktes Immunsystem
- Die Zellerneuerung wird aktiviert - wirkt entgiftend

Profitieren von einem ca. 7.000 Jahre alten Wissen - das Ur-Getreide Kamut war im alten Ägypten das Korn der Pharaonen und sicherte die gesunde Ernährung vor Tausenden von Jahren. Viele Jahrhunderte lang war Kamut verschollen und vergessen. Der Dinkel zählt auch heute noch zu einer der nährstoffreichsten und gesündesten Getreidesorten. Die Ernährung ist zu 90% für unsere Gesundheit verantwortlich.

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Sexuelle Unlust ist therapierbar

Experte über die Lust des Wollens und des Nicht-Wollens

Wien/Linz - Wenn sich ein Partner innerhalb einer Beziehung vernachlässigt fühlt, weil es im Bett nicht mehr so läuft wie früher, ist Expertenrat dringend angesagt. Denn die damit verbundenen Missverständnisse können von den beiden Betroffenen meist kaum in Selbsttherapie gelöst werden. “Prinzipiell ist es egal, ob es der Vernachlässigte der Mann oder die Frau ist”, meint der Sexualmediziner Georg Pfau http://www.sexualmedizin-linz.at im Presse-Interview.

Das Vernachlässigen habe auch immer eine emotionale Komponente, so der Mediziner. Denn dies führe zu Selbstzweifel und quälenden Fragen wie “Bin ich nicht mehr schön genug”, “Werde ich nicht mehr geliebt” oder “Ist etwa gar schon ein anderer Partner im Spiel”, meint Pfau. “Dies sind die stereotypen Erklärungsversuche von Männern und Frauen, die meinen, sie bekämen zu wenig Sex.” Man fühlt sich nicht mehr geliebt, und das lasse die Alarmglocken schrillen.

Unzufriedenheit in Beziehung macht unglücklich

“Unzufriedenheit beim Sex führt immer zu Unzufriedenheit in der Beziehung”, erklärt Pfau. Dabei gehe es nicht zu sehr um die Frage nach den Orgasmen, sondern primär danach, vom anderen nicht mehr als Sexualpartner wahrgenommen zu werden. Die Ermahnung des Partners zu mehr oder besserem Sex bewirke in den meisten Fällen Unsicherheit sowie Rückzug und sei daher kontraproduktiv.

“Es ist wichtig, das Problem ernst zu nehmen”, so Pfau. Es gehe nicht darum, einen Schuldigen zu finden, denn Sex ist keine Bringpflicht. “Es ist notwendig, eine Lösung zu finden, mit der beide leben können. “Waren es früher häufig die Männer, die von ihrer Partnerin nicht mehr die erwartbare Zuwendung bekamen, sind es heute mindestens 33 Prozent Frauen, die sich von ihren Partnern sexuell vernachlässigt fühlen”, erklärt Pfau.

Drei Hauptursachen

Die häufigste Ursache für die Unzufriedenheit liegt nach Meinung des Experten in der Psychosomatik. “Einflüsse aus der Zeit vor der Pubertät kommen aus dem Elternhaus, der Schule oder von anderen Bezugspersonen.” Hier stelle sich etwa die Frage, wie Sexualität gelernt und welche Einstellung zur Sexualität vermittelt wurde. “Das Vermeidungsverhalten von Männern mit Versagensangst ist auch ein weiteres häufiges Thema aus der Psychologie, das meist mühsam exploriert werden muss”, erklärt der Mediziner. “Wie jeder weiß, sind Männer kaum bereit, über ihre Defizite freimütig zu reden.”

“Beziehungserfahrungen aus früheren oder der aktuellen Beziehung beeinflussen als soziosexuelle Faktoren die Sexualität eines Pärchens.” Hier stelle sich die Frage, ob es Reibungspunkte innerhalb der Beziehung gibt, ob die Schwiegermutter ein zu großes Wort mitzureden hat oder es andere ungelöste Probleme gibt. “Vor allem Frauen neigen dazu, Partnerschaftsprobleme auch über Sexualität auszutragen. Der Partner wird dann mit sexueller Verweigerung für sein Fehlverhalten bestraft”, so Pfau.

“Natürlich gibt es auch biologische Ursachen für die Verweigerung der Sexualität”, so Pfau. Bei Männern komme primär Testosteronmangel in Frage, der alterungsbedingt jeden Mann mehr oder weniger stark betrifft. “Experten meinen, dass bereits 50 Prozent der 50-jährigen Männer über ein behandlungsbedürftiges Testosterondefizit verfügen.” Bei den Frauen könne hormonelle Verhütung als Lustkiller fungieren.

Genaues Abklären des Problems

“Die Vorgangsweise ist standardisiert. Die Sexualmedizin lebt primär von einer genauen Exploration der Sexualität innerhalb einer Paarbeziehung”, führt der Mediziner aus. “Weil Sex nur paarweise funktioniert, sind auch beide Partner für eine Therapie vonnöten.” Sexualtherapie sei erfolgreich, wenn sich beide Partner darauf einlassen und für sich den richtigen Therapeuten finden.

Die Bedeutung von Beziehung für das Lebensglück und die Bedeutung von Sexualität für das Beziehungsglück könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. “Wenn man der Meinung ist, dass die Beziehung einen nicht mehr glücklich macht, sollte man tätig werden, bevor es zu spät ist”, meint der Experte abschließend. (Ende)

Vornamen werden immer ungewöhnlicher

Experten: Wahl der Eltern grenzt an Narzissmus

San Diego/Leipzig/Berlin - Eltern suchen für ihre Kinder immer ungewöhnlichere Vornamen. Dieser Trend betrifft nicht nur Promis, berichten Wissenschaftler der San Diego State University http://www.sdsu.edu im Journal Social Psychological and Personality Science. Sie analysierten 325 Mio. amerikanische Vornamen zwischen 1880 und 2007. Dabei suchten sie, wie groß der Anteil der häufigsten Namen eines Jahres an allen vergebenen Namen war, und korrigierten die Ergebnisse um den Faktor der Migration.

Häufige Namen werden seltener

Noch 1880 lag die Wahrscheinlichkeit, dass Buben einen der zehn häufigsten Namen bekamen, bei 40 Prozent, nun sind es zehn Prozent. Einen “James”, der in den USA 1950 der häufigste Name war, gab es damals - statistisch gesehen - in jeder Schulklasse, heute ist der top-gereihte “Jacob” nur in jeder sechsten Klasse zu finden. Auch bei den Mädchen erhielt jedes zweite 1950 einen Namen aus der Liste der 50 häufigsten, nun ist es nur jedes vierte. Der größte Niedergang der geläufigen Namen sei in den 90ern erfolgt, so die Studienautorin Jean Twenge.

Dieser Tick deutet laut Ansicht der Forscher auf einen Kulturwandel. “War früher die Anpassung an die Allgemeinheit wichtig, achtet man heute darauf, unverwechselbar und herausragend zu sein. Das hat den Vorteil, dass es weniger Vorurteile und mehr Toleranz gegenüber Randgruppen gibt.” Allerdings könne die Situation sehr leicht kippen - und aus dem Individualismus ein Narzissmus werden. “Ob ein Kind mit einem außergewöhnlichen Name später eher narzisstisch wird, muss aber erst erforscht werden”, so Twenge.

Schauspieler und Fremdsprachen liefern Ideen

“Im deutschen Sprachraum geht der Trend in ähnliche Richtung”, bestätigt Lutz Jacob vom Namensservice Leipzig http://www.namenservice.de gegenüber ZAROnews. Soweit es dem Kindeswohl nicht entgegenstehe, erhebe das Standesamt selten Einspruch, da es außer der Vorgabe, dass ein Name im “Internationalen Handbuch der Vornamen” enthalten sein müsse, keine Festlegungen gebe. “Schauspieler und ihre Entscheidungen, wie sie ihre Kinder taufen, haben einen großen Einfluss auf die Namensgebung. Man sollte jedoch bedenken, dass Stars rasch wieder in Vergessenheit versinken, ein Kind seinen Vornamen jedoch ein Leben lang trägt.” (Ende)

Sexualmedizinische Enzyklopädie geht online

Unwissenheit mit fundierter Informationsplattform bekämpfen

Wien - “Gibt man in der Internetsuchmaschine Google das Wort Sex ein, erhält man 526 Mio. Suchergebnisse. Doch es ist sehr schwer, Spreu vom Weizen zu trennen”, meint Elia Bragagna, Medizinerin und Gründerin der Internetenzyklopädie http://www.sexmedpedia.at anlässlich des Starts des Portals, heute, Mittwoch. “Die neue Internetenzyklopädie informiere sachlich fundiert, verständlich und umfassend über dieses Thema”, erklärt die Medizinerin.

“Auf zu vielen Webpages finden sich eine Unzahl von Fehl- und Falschinformationen. Von der Verzerrung der Sexualität, wie sie auf vielen Seiten des Webs Platz greift, möchte ich hier gar nicht reden”, so die Medizinerin. “Die Website enthält ausschließlich wissenschaftlich fundierte, abgesicherte und korrekte Informationen zum Thema Sexualität und Gesundheit”, so Bragagna gegenüber der Presse.

Die häufigen Fragen nach Normalität

Wenn das Thema Sex diskutiert wird, stehe häufig sehr viel Unsicherheit im Raum. “Unsicherheiten über Körpernormen, Körperformen, der Frage, was guter Sex bedeutet, was normal oder nicht normal ist und ähnliches mehr”, so Bragagna. Es sei eine große Herausforderung, Antworten auf diese Fragen zu geben.

“Wir werden Mythen über Sexualität hinterfragen so wie den Menschen den Druck nehmen, unter den das sexuelle Erleben heutzutage gesetzt wird”, meint die Medizinerin. Normal sei, was gefällt und nicht, was Medien und selbsternannte “Sexgurus” als “normal” definieren.

Unwissenheit als Hemmschuh

“Für viele Frauen ist der eigene Körper eine Terra incognita”, meint die Gynäkologin Doris Linsberger http://www.gyn-krems.at. Weit verbreitet sei auch noch der “Pflichtsex”, mit dem sich die Frauen nicht nur seelisch, sondern auch körperlich schaden können, weil er oft zu chronischen Genitalinfektionen und schwer therapierbaren Schmerzzuständen führe.

Noch größere Unwissenheit über den Körper herrsche aber bei den Männern, bestätigt der Urologe und Androloge Karl Dorfinger http://www.dorfinger.at . “Es ist sehr wichtig, Männer dazu zu bringen, mehr auf ihren Körper zu achten und etwas dafür zu tun, wenn es Störungen gibt.” Generell sei bei Männern das Bewusstsein für Gesundheit und jenes für Sexualität gering ausgeprägt.

Sex bewegt alle und ängstigt sehr

“Wir leben zwar in scheinbar so aufgeklärten Zeiten, über Sexualität oder gar über Probleme mit ihr zu reden, fällt uns allerdings trotzdem immer noch sehr schwer”, meint der Psychiater und ärztliche Leiter des Anton-Proksch-Instituts http://www.api.or.at, Michael Musalek . Man lerne keine Sprache, mit der man über Sexualität reden könne. “Über Sexualität, gar über sexuelle Probleme mit einem Therapeuten zu reden, erscheint vielen schon eine fast unüberwindliche Hürde. Sie wird zum Mount Everest, wenn es darum geht, mit dem eigenen Partner oder der eigenen Partnerin über die gelebte oder eben nicht gelebte Sexualität und Probleme zu sprechen”, erklärt der Experte.

Ein Webportal wie Sexmedpedia könne als echter Türöffner fungieren, weil es eine extrem niederschwellige Möglichkeit sei, sich über Sexualität, Probleme mit derselben und mögliche Lösungsmöglichkeiten zu informieren. Neben den Artikeln zu einzelnen Themen kommen noch interaktive Angebote wie etwa die online Diskussionsplattform ‘Sex Talk by Elia Bragagna’ hinzu. Im Endausbau soll das Portal auch Blogs und Padcasts enthalten. (Ende)

Brustkrebs: Gen-Fehler stoppt Tamoxifen-Wirkung

Übermaß an FGFR1 führt zu Resistenz gegen das Medikament

London - Wissenschaftler des Breakthrough Breast Cancer Research Centre http://www.breakthroughcentre.org.uk haben herausgefunden, warum manche Frauen auf die Behandlung gegen Brustkrebs nicht ansprechen. Die Ursache ist ein genetischer Fehler. Das Forscherteam um Nick Turner geht aber davon aus, dass dieser sich beheben lässt.

Übermaß an FGFR1

Den meisten Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird, erhalten Tamoxifen, um ein erneute Erkrankung zu verhindern. Nicht alle Frauen sprechen jedoch auf die Behandlung an. Experten gehen davon aus, dass ein Drittel von der Einnahme gar nicht profitiert, berichtet BBC. Entscheidend soll ein Übermaß des Gens FGFR1 sein, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin Cancer Research http://cancerres.aacrjournals.org.

Diese Entdeckung könnte zu neuen Behandlungsansätzen für diese Frauen führen. FGFR1 soll einfach deaktiviert und damit die Wirksamkeit des Medikaments hergestellt werden. Die Wissenschaftler haben bereits im Labor nachgewiesen, dass das möglich ist. Sie setzten ein Medikament ein, das die Aktivität von FGFR1 einfach “ausschaltete”. War das Gen gestoppt, erhielten hormonbasierte Medikamente wie Tamoxifen ihre Wirksamkeit zurück.

Neue Behandlungsmöglichkeiten

Die Forscher gehen davon aus, dass diese Forschungsergebnisse jährlich tausenden Frauen helfen können. Eine von zehn Brustkrebspatientinnen verfügt über ein Übermaß an FGFR1. Turner betonte, dass das Wissen darüber, wie dieses Gen zu einer Tamoxifen-Resistenz führen kann, neue Möglichkeiten für die Behandlung von Brustkrebs bei Patientinnen eröffne, die sonst nur schlechte Resultate erzielen könnten.

Derzeit werde eine ganze Reihe von Medikamenten entwickelt, die die Aktivität von FGFR1 stoppen sollen. In klinischen Studien wird untersucht, ob diese Medikamente bei Krebsformen mit zu vielen Kopien dieses Gens wirken. In einer weiteren Studie soll nun untersucht werden, ob ein Medikament, das dieses Gen blockiert, der Hormon-Therapie-Resistenz bei Brustkrebspatientinnen entgegen wirken kann. “Bestätigen diese Tests unsere Arbeit im Labor, könnten wir vor dem Durchbruch für einen neuen Behandlungsansatz gegen Brustkrebs stehen.” (Ende)