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Archive für 26.5.2010

Konflikt um Wasser wird eskalieren

Studie am Mekong: Auch wasserreiche Flüsse davon betroffen

Aalto - Bevölkerungswachstum, Urbanisation, zunehmende Umweltverschmutzung, Bodenverlust und Klimaänderungen stehen alle mit dem Thema Weltwasser und Wasserversorgung in Verbindung. Finnische Forscher beschäftigen sich seit Jahren mit der Verbesserung der Effizienz der Wassernutzung. Sie haben in einer aktuellen Studie gezeigt, dass nicht nur das “Abgraben” von Wasser ein potenzieller Konfliktherd ist, sondern auch die Errichtung unzähliger Dämme und Staumauern.

“Mehr als zehn Jahre haben wir den Mekong-Fluss in Südostasien untersucht”, so Marko Keskinen von der Water and Development Research Group der Aalto University http://www.water.tkk.fi/ gegenüber uns. Der mehr als 5.000 Kilometer lange Strom gehört zu den größten Flusssystemen. “Es gibt Pläne, dass im gesamten Flusssystem bis zu 100 Wasserkraftwerke errichtet werden sollen. Das hätte einen massiven Einfluss auf die dort lebende Bevölkerung - vor allem auf jene, die vom Fischfang abhängig ist”, so Keskinen

Wasserkonflikte vorprogrammiert

“Vom Ausbau der Wasserkraft profitieren vor allem China und Laos. Benachteiligt sind allerdings jene Millionen Menschen in Laos, Kambodscha und Vietnam, die vom Fischfang leben, denn dieser massive Ausbau verändert die gesamte Ökologie des Flusses”, erklärt der Forscher. Die Auswirkungen auf die Fischerei, deren gesamter wirtschaftlicher Wert jährlich etwa drei Mrd. Dollar beträgt, werden definitiv negativ sein.

Auch wenn die 100 Kraftwerke derzeit nur als Pläne existieren, würde die Errichtung von 30 oder 40 Kraftwerken bereits nachteilige Auswirkungen auf die Lebensgrundlage vieler Menschen haben. “Am härtesten davon betroffen wäre Kambodscha.” Dass die Kraftwerke definitiv auch einen Nutzen haben sei unbestritten. Dieser liege hochgerechnet etwa in der gleichen Größenordnung wie die Fischerei. “Doch sind die Nutznießer nicht auch diejenigen, die den Schaden erleiden.”

Komplexe politische Problemstellung

“Die Frage nach den Wasserressourcen sorgt bereits jetzt für Unmut und heftige politische Debatten - einerseits zwischen den Ländern, andererseits aber auch innerhalb verschiedener Bevölkerungsgruppen in den einzelnen Staaten”, so Keskinen. “Der Fluss, der nun für viele Menschen eine Nahrungsgrundlage darstellt, wird in Zukunft Nutzen für andere bringen.”

“Derzeit sind die Fischer, eine arme Bevölkerungsschicht, im klaren Nachteil. Ihre Interessen sind unterrepräsentiert”, meint der Experte. Als Lösungsvariante sieht der Forscher ein verbessertes Ressourcenmanagement vor. Management-Programme am Papier halten der Realität im täglichen Leben am Mekong-River jedoch kaum Stand.

“Viele integrierte Zugänge negieren die breiteren philosophischen und konzeptuellen Dimensionen. Da Wassermanagement eine ganze Reihe von interagierenden Parteien betrifft, muss auch auf politische und persönliche Prozesse geachtet werden”, so Keskinen. Aus diesem Grund sei es notwendig, darauf zu achten, wie verschiedene Gruppen miteinander und intern kooperieren und interagieren. (Ende)

Deutsches Steuerrecht nicht mehr administrierbar

Präsident des Bundesfinanzhofs fordert Nachbesserung durch den Gesetzgeber

Berlin - Das deutsche Steuerrecht steht auf dem diesjährigen Deutschen Steuerberater Kongress, der bis heute, Dienstag, in Berlin stattfindet, hart in der Kritik. Wolfgang Spindler, Präsident des Bundesfinanzhofs, erklärte dort: “Selbst die Landesfinanzminister halten das geltende Steuerrecht für nicht mehr administrierbar”. Zuviel Einzelurteile würden zu Unübersichtlichkeit führen. “Das Steuerrecht muss durchforstet und entrümpelt werden”, fordert Spindler. Es sei überdeutlich, dass der Gesetzgeber aus den Augen verloren hat, das Recht praktikabel zu halten.

Steuerrecht ist wachstumshemmend

Auch der Präsident der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) http://www.bstbk.de, Horst Vinken, kritisierte das deutsche Steuerrecht als “komplexitätsverliebt, bürokratieaufblähend, klientelgetrieben und damit wachstumshemmend”. Der Steuerpflichtige sei überfordert und die gefühlte Steuergerechtigkeit leide. “Das erklärt auch, dass es die Literatur zum Thema Steuertricks regelmäßig auf die Bestsellerlisten schafft. Weil der Steuerbürger das Gefühl hat, dass er zu viele Steuern zahlt, während sein Nachbar noch einen Steuertrick mehr beherrscht.”

Schäuble verspricht Vereinfachungen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble versicherte daraufhin, dass er sich für die im Koalitionsvertrag versprochene Vereinfachung der Steuergesetzgebung einsetzen werde. “Als ich zum ersten Mal im Ministerium mit dem Jahressteuergesetz konfrontiert war, wäre ich fast ohnmächtig geworden”, gestand er den rund 1.300 anwesenden Steuerberatern.

Angesprochen auf das Thema Steuererleichterungen machte Schäuble klar, dass es nur einen begrenzten Spielraum für Entlastungen der Steuerzahler gäbe. “Die Spitzenbelastung ist zudem derzeit um 10 Prozentpunkte niedriger als Ende der 90er-Jahre”, erinnerte Schäuble.

Ebenfalls in der Kritik des BStBK stand die mögliche Abschaffung der strafbefreienden Selbstanzeige. “Die Selbstanzeige hat sich uneingeschränkt bewährt. Ohne sie könnte der Staat bisher verheimlichte Steuerquellen schwerlich entdecken. Sie ebnet dem auf Abwege geratenen Bürger den Weg in die Steuerehrlichkeit und bringt dem Fiskus ganz einfach und auf rechtsstaatlichem Weg Geld”, warb Vinken. (Ende)

Globale Umwelt-Ziele werden 2010 nicht erreicht

Biodiversitätsverlust weiter fortschreitend - alle Ökosysteme betroffen

London (pte/03.05.2010/11:00) - Ehrgeizig waren die von den Regierungen 2002 beschlossenen Umweltziele. Demnach sollte der Artenverlust sowie der Schwund der Ökosysteme bis 2010 - als ein Millenniumsziel - weltweit gestoppt werden. Das World Conservation Monitoring Centre des UNO-Umweltprogramms UNEP http://www.unep-wcmc.org hat nun mitgeteilt, dass das Ziel nicht erreicht wird.

“Unsere Analysen haben gezeigt, dass Regierungen ihre Vorhaben, die sie 2002 beschlossen haben, nicht eingehalten haben”, so UNEP-WCMC-Forschungsleiter Stuart Butchart. “Der Verlust der Artenvielfalt geht immer noch gleich schnell vor sich wie zuvor. Der Druck auf Tiere, Pflanzen, Habitate und Ökosysteme hat nicht nachgelassen”, erklärt der Experte. “Seit 1970 haben wir die Welttierpopulation um 30 Prozent, die Fläche der Mangroven und Seegraswiesen um 20 Prozent und die Fläche der Korallenriffe um 40 Prozent reduziert”, so Joseph Alamo, wissenschaftliche Leiter der UNEP. “Diese Verluste sind ein deutliches Zeichen eines Nicht-Nachhaltigen Handelns.

Kritik an leeren Versprechen

Die Studie kombiniert mehr als 30 Indikatoren dafür, wie Spezies und Ökosysteme sich ändern. Betroffen davon sind Pflanzen und Tiere am Land und im Meer. Nur ein Prozent der weltweiten Meeresflächen stehen unter Schutz. Zwölf Prozent der Landfläche sind als Naturschutzgebiete oder Nationalparks ausgewiesen - werden allerdings nicht überall gleich gut gemanagt. Neben der Vernichtung von Lebensraum sorgen die Klimaänderung und die Einfuhr invasiver Arten für weitere Probleme.

Politische Bestrebungen, um den Druck auf die Ökosysteme zu verringern, stehen offensichtlich nur am Papier. “Obwohl es die Bestrebungen dafür gibt, sind die Taten inadäquat. Die Diskrepanz zwischen dem Druck auf die Umwelt und den gesetzten Antworten darauf, wird immer größer”, so Butchart.

Jeder ist zum Handeln aufgefordert

Entschuldigungen für das Nichtwissen der Situation gebe es längst keine mehr, meint Jean-Christophe Vie, Chef des Species Programme der Internationalen Naturschutzunion IUCN http://www.iucn.org. “Die Rolle der Regierungen ist von höchstem Rang, aber das Ausmaß und die Rate des Verlusts weisen daraufhin, dass jeder, von der Einzelperson bis hin zu Betrieben, etwas dagegen unternehmen muss, das Leben auf der Erde zu schützen, ehe wir eine Zerreißgrenze erreichen.”

Regierungen werden aller Wahrscheinlichkeit nach das Scheitern der Bestrebungen zum Thema machen und beim Gipfeltreffen der UNO- Konvention über die biologische Vielfalt, die im Oktober im japanischen Nagoya stattfindet, neue Ziele definieren. “Die politischen Mächte sind der Weltwirtschaftskrise frontal begegnet. Wir brauchen genau den gleichen Level an Investitionen und Zugeständnissen für die Umwelt”, so Simon Stuart, Chef der IUCN-Species Survival Commission. (Ende)

Bewegung im Grünen fördert geistige Gesundheit

Fünf Minuten haben die größte Wirkung

Colchester - Fünf Minuten Bewegung im Grünen, etwa in einem Park, können die geistige Gesundheit fördern. Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass die Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren in der Natur das Wohlbefinden steigern. Für die aktuelle Studie haben Wissenschaftler der University of Essex http://www.essex.ac.uk die Daten von 1.250 Personen aus zehn Studien ausgewertet. Es zeigten sich deutliche Verbesserungen bei Stimmung und Selbstwertgefühl. Die in “Environmental Science and Technology” veröffentlichten Ergebnisse legen nahe, dass vor allem junge Menschen profitieren.

Das Team um Jules Pretty analysierte eine ganze Reihe von Aktivitäten im Freien wie Wandern, Gartenarbeit, Radfahren, Fischen, Bootfahren, Reiten und Landwirtschaft. Dabei wurde auch die jeweilige Örtlichkeit berücksichtigt: Parks, Garten oder Naturlehrpfade. Die größte Wirkung war bereits in fünf Minuten zu beobachten. Bei längeren Aktivitäten blieben die positiven Auswirkungen bestehen, hatten aber ein geringeres Ausmaß.

Wasser steigert Wirkung

Bei Männern und Frauen verschiedenen Alters zeigte sich, dass die gesundheitlichen Veränderungen - physisch und psychisch - vor allem bei jungen Menschen und psychisch Kranken am größten waren. Noch positiver war die Wirkung, wenn auch Wasser in der Nähe war, zum Beispiel ein See oder ein Fluss.

Pretty erklärte, dass jene, die allgemein eher wenig aktiv, gestresst oder psychisch krank sind, wahrscheinlich am meisten profitieren würden. Arbeitgeber könnten ihre gestressten Mitarbeiter zum Beispiel ermutigen, während der Mittagspause einen kurzen Spaziergang im nahe gelegenen Park zu machen. Auch junge Straftäter könnten von derartigen Aktivitäten profitieren.

Abstract zur Studie unter http://pubs.acs.org/journal/esthag?cookieSet=1 (Ende)

Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück

Coach Christiane Deutsch: Glücklich-Sein ist einfach erlernbar

Wien - Glücklich sein ist erlernbar - und das ist sogar relativ einfach. “Denn das, worauf die menschliche Aufmerksamkeit gerichtet ist, wird mehr. Diesem Satz stimmen die meisten zu”, meint Coach Christiane Deutsch http://www.christianedeutsch.com im Presse-Interview. Hier liegt für die Trainerin, die Seminare zum Thema “Glücklich-Sein” leitet, auch der Schlüssel zum Glück.

Die Schriftstellerin Sidonie-Gabrielle Claudine Colette soll einmal gesagt haben, welch wundervolles Leben ihr doch vergönnt war, sie wünschte sich bloß, dass sie früher zu dieser Erkenntnis gelangt wäre. “Damit uns das nicht passiert, kann man sofort damit beginnen, sich zu fragen, was im Leben eigentlich passt und wofür man dankbar ist”, meint die Trainerin. “Denn Dankbarkeit ist ein Schlüssel zu mehr Zufriedenheit, Gesundheit und Freude. Letztendlich ist es auch ein Schlüssel zu einem selbst.”

Dankbarkeit hebt eigene Grundenergie an

“Dankbarkeit hebt die eigene Grundenergie an und gibt uns daher die Möglichkeit, unsere Perspektive zu erweitern”, meint der Coach. Wenn man in diese Richtung blickt, habe das automatisch zur Folge, dass all die Talente, Beziehungen und die kleinen und großen Dinge in Leben, die uns erfreuen, einfallen. “Trainiert man dies regelmäßig, dann hebt sich automatisch die Grundschwingung und man erfährt mehr Glücksgefühl.”

Gut geeignet sei die Zeit vor dem Einschlafen, um sich an alle positiven Dinge, die während des Tages geschehen sind, zu erinnern und dafür zu danken. “Schläft man mit diesen Gedanken ein, ist die Nachtruhe entspannter und die Erholung intensiver”, so Deutsch. Ein weiterer Vorteil sei außerdem, dass man am folgenden Morgen leichter an diese Stimmung anknüpfen könne. “Ich rate dazu, auch am Morgen bereits weiter zu überlegen, wofür man dankbar sein kann.”

Glücksmuskel erfordert Training

“Wenn man diese Übung regelmäßig wiederholt, wird man das eigene Leben erfüllter wahrnehmen und bemerken, dass vieles bereits so ist, wie man es im Leben will”, meint Deutsch. Die daraus gewonnene Freude und Kraft unterstütze einen auch darin, jene Dinge, die noch nicht passen, transformieren zu können. “Es ist bewiesen, dass eine veränderte Grundstimmung auch neue Gedanken, Menschen oder Bücher bringt.”

Man könne den “Glücks-Muskel” noch mehr trainieren, wenn man Listen mit positiven Aspekten schreibt. “Das können positive Aspekte von einem selbst, vom Partner, der Familie, der Wohnung oder dem Job sein. Je mehr man es schafft, das Positive zu beleuchten, desto mehr wird das ins Leben treten, worüber man sich von Herzen freuen kann.”

Das Glück ist schon da

“Eine Technik zur Manifestation empfiehlt, bereits dankbar zu sein für das, was man erhalten möchte, so als ob es schon da wäre. In der sicheren Gewissheit, dass das Gewünschte bereits am Weg zu einem selbst ist”, meint Deutsch.

“Da jeder der Schöpfer seiner Realität ist, entspricht das Nachdenken auch dem Planen”, so der Coach. “Die heutigen Gedanken sind die Ursache für das Morgen. Will man ein glückliches Leben, so ist die Dankbarkeit ein heißer Tipp.” Deutsch hat für alle, die ihrer Dankbarkeit Ausdruck verleihen wollen, die Internet-Plattform für Dankbarkeit http://www.dankstelle.com eingerichtet. “Diese soll eine Inspiration für alle sein, sich des Lebensglücks bewusst zu werden”, erklärt Deutsch. (Ende)

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