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Archive für 25.6.2010

Vitamin B verringert Lungenkrebs-Risiko

Bester Schutz allerdings weiterhin die Aufgabe des Rauchens

Lyon - Menschen mit großen Mengen Vitamin B im Blut scheinen ein geringeres Lungenkrebs-Risiko zu haben. Das gilt selbst dann, wenn sie rauchen. Zu diesem Ergebnis sind europäische Wissenschaftler unter der Leitung des Centre international de Recherche sur le Cancer (CIRC) http://www.iarc.fr gekommen. Demnach verringern hohe Werte bei Vitamin B6 und der Aminosäure Methionin das Risiko um die Hälfte.

Mit dem Rauchen aufhören

Vitamin B und Methionin kommen natürlich in Nüssen, Fisch und Fleisch vor. Sie können auch über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Experten wie Joanna Owens von Cancer Research UK erklärten jedoch gegenüber JAMA, dass das Aufgeben des Rauchens noch immer der beste Weg ist, das Lungenkrebs-Risiko zu senken. Es sei auch zu früh zu sagen, dass das Einnehmen von Vitaminen wirklich einen zusätzlichen Schutz bietet.

Höhere Vitaminmengen im Blut könnten einfach auch ein Hinweis auf eine gesündere Lebensweise sein. Weitere Untersuchungen seien erforderlich, bis man sicher sagen kann, dass eine Erhöhung der Vitaminmenge das Lungenkrebs-Risiko senken kann, heißt es bei der BBC. Laut dem an der Studie beteiligen World Cancer Research Fund (WCRF) http://www.wcrf-uk.org müssten dafür erst die Grundlagen erforscht werden.

Für die Studie wurden die Daten von fast 400.000 Menschen aus zehn europäischen Ländern acht Jahre lang ausgewertet. Dazu gehörten Menschen, die nie geraucht hatten, derzeit rauchten oder früher geraucht hatten. Unabhängig von diesen Faktoren zeigte sich, dass höhere Mengen Vitamin B6 und Methionin gegen Lungenkrebs zu schützen scheinen. Deutlich weniger Menschen dieser Gruppe erkrankten während der Laufzeit der Studie an Lungenkrebs.

Optimale Vitamin-B-Werte ermitteln

Insgesamt erkrankten 899 Menschen. Von der ersten Gruppe waren es mit 129 Personen im Vergleich mit jenen mit den schlechtesten Blutwerten deutlich weniger. In dieser Gruppe waren es 408. Der leitende Wissenschaftler Paul Brennan erklärte, dass bei einer Bestätigung dieser Forschungsergebnisse in einem nächsten Schritt die optimalen Vitamin-B-Werte im Blut zu ermitteln seien.

Details der Studie wurden im Journal of the American Medical Association (JAMA) http://jama.ama-assn.org veröffentlicht. (Ende)

Amerika wurde zweimal besiedelt

Letzter gemeinsamer Vorfahre der Ureinwohner war kein Amerikaner

Tübingen - Der amerikanische Kontinent wurde in seiner Frühzeit in zwei verschiedenen Zeiten besiedelt. Zu diesem Schluss kommen deutsche, brasilianische und chilenische Forscher im Wissenschaftsmagazin “PLoS ONE”. “Unsere Modelle zeigen, dass es sehr wahrscheinlich zwei getrennte Einwanderungswellen gegeben hat”, erklärt Studienautorin Katerina Harvati-Papatheodorou von der Universität Tübingen http://www.urgeschichte.uni-tuebingen.de im zaronews-Interview.

Schädelformen deuten auf zwei Wanderungen

Die aktuelle Forschung zeigt, dass die Besiedlung Amerikas weit komplexer sein dürfte als bisher angenommen. Den wichtigste Hinweis dafür liefert die Tatsache, dass sich die frühesten menschlichen Skelettfunde deutlich vom Körperbau heutiger Ureinwohner unterscheiden. “Die Unterschiede sind so groß, dass die frühesten Bewohner der Neuen Welt nur schwerlich direkte Vorfahren der heutigen Ureinwohner Amerikas sein können. Vielmehr dürfte eine weitere frühe Besiedlung mitgespielt haben”, so die Archäologin.

Nun stimmten die Forscher erstmals die Schädelform der Skelettfunde mit Modellen der Geografie und der evolutionären Anpassung an das Klima bei sechs Szenarien der Besiedlung überein. “Wir versuchten, aus dieser Perspektive vorherzusagen, wie moderne Ureinwohner Amerikas aussehen müssten. Als plausibelste Erklärung blieb dabei jene übrig, die von zwei Migrationswellen ausgeht, die nichts miteinander zu tun hatten”, betont Harvati-Papatheorodou. Wann diese stattfanden, weiß man noch nicht. Sicher habe jedoch der letzte gemeinsame Ahn von frühen und heutigen Ureinwohner Amerikas außerhalb des Kontinents gelebt.

Urgeschichte hat noch viele Lücken

Wie die frühe Besiedlung Amerikas vor sich gegangen ist, wird in der Wissenschaft noch immer viel diskutiert. Die gängige Erklärung geht von der Einwanderung der Ureinwohner am Ende der letzten Eiszeit zwischen 15.000 bis 11.500 Jahren aus. Damals gab es aufgrund des niedrigen Wasserstandes eine Landbrücke an der Bering-Straße zwischen Alaska und Sibirien, über die Bewohner aus Ostasien gewandert sein dürften. Nach und nach hätten sie sich dann über den noch menschenleeren Doppelkontinent bis Feuerland ausgebreitet.

Immer wieder tauchen neue Details zur Besiedlung Amerikas auf, über die man insgesamt erst wenig sicher weiß. So haben US-Forscher erst im April dieses Jahres gezeigt, dass die letzte Eiszeit Nordamerika weit weniger abgekühlt hat als man zuvor vermutete. Die klimatischen Hürden für die ohnehin an Anpassung gewohnten ersten Einwanderer aus Asien seien somit nur gering gewesen. Originalstudie unter http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0011105 (Ende)

Ungesund Lebende geben den Genen die Schuld

Expertin: “Einseitige Sichtweise führt nur zum Stigma”

Washington/Fribourg - Es ist immer einfacher, den Genen die Schuld zu geben als den eigenen Lebensstil zu ändern. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Georgetown University http://www.georgetown.edu in der Zeitschrift “Annals of Behavioral Medicine”. Folgt man ihrer Logik, so ist es für Menschen mit Vorbelastung fatal, wenn man ihnen per Gentest ein erhöhtes Risiko für Lebensstil-Erkrankungen vorhersagt. Experten halten dagegen, dass das Verhalten bei erblicher Vorbelastung mit Lebensstil-Krankheiten eine noch wichtigere Rolle bekommt.

Wer gefährlich lebt meidet Vorbeugung

Die Forscher um Suzanne O’Neill untersuchten dafür 2.000 gesunde Erwachsene. Sie erhoben bei ihnen das Verhalten wie die Bewegung, Ernährung, Rauchen, Alkoholkonsum, Sonnenexposition, Vitamineinnahme und Body-Mass-Index, berücksichtigen Angaben über deren Familiengeschichte und untersuchten sie körperlich. Dabei konzentrierte sich man auf die Faktoren, die kausal mit Diabetes, Osteoporose, Herzerkrankungen, hohem Cholesterinwert, Bluthochdruck, sowie Lungen-, Darm- und Hautkrebs zusammenhängen.

Gleichzeitig legte man den Untersuchten Informationen über diese Krankheiten vor, die teils über vorbeugendes Verhalten aufklärten, teils den Einfluss der Gene betonten. Die Schlussfolgerung der Forscher: Wer eine Verhaltensänderung am dringendsten nötig hätte, geht am ehesten in die Defensive und wertet Vorbeugemaßnahmen ab.” Als Erklärung vermuten sie, dass die Teilnehmer mit Vorbelastungen früher wahrscheinlich schon derartige Verhaltensratschläge bekommen und auch ausprobiert haben, ohne dass diese jedoch zum Erfolg geführt hätten. Deshalb würden sie nun weniger daran interessiert sein.

Verhalten bei Vorbelastung noch wichtiger

Etwas anders interpretiert Anja Hilbert, Psychologin an der Universität Fribourg http://www.unifr.ch, diese Ergebnisse. “Die Betroffenen handeln nur vernünftig, wenn sie etwa aus dem Übergewicht beider Elternteile schließen, dass sie selbst familiär belastet sind und bei gleicher Nahrungsaufnahme schneller zunehmen werden als andere”, so die Adipositas-Forscherin gegenüber pressetext.

Die Gefahr sieht Hilbert vielmehr darin, dass der Einfluss der Gene als deterministisch verstanden wird. “Bei bestimmten monogenetischen Krankheiten wie Chorea Huntington kann das Verhalten die Expression eines Gens kaum beeinflussen. Das ist aber bei den komplexeren, polygenetischen Lebensstilkrankheiten nicht der Fall.” Je größer bei diesen die Vorbelastung sei, desto wichtiger sei ein gesundheitsförderliches Verhalten wie etwa Bewegung und gesunde Ernährung, damit sich die Krankheit nicht entwickelt.

Medien fördern das Stigma

Ebenso falsch wie die Gene für alles verantwortlich zu machen sei auch das genaue Gegenteil. “In unseren Forschungen zu Adipositas bestätigte sich, dass Menschen, die die Ursache für die Adipositas nur im Verhalten sehen und andere Faktoren ausschließen, übergewichtige Menschen am meisten diskriminieren”, so die Fribourger Psychologin. Eine wichtige Rolle komme den Medien als Meinungsbildner zu. “Solange die Berichterstattung die komplexe Interaktion verschiedenster Faktoren nicht hinreichend vermittelt, fördert sie das Stigma der Betroffenen.” (Ende)

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Linderung bei Schuppenflechte

Patienten schwören auf den Konsum von Tiroler Ur-Getreidemischung

Innsbruck - Immer mehr Menschen schwören auf die von der Innsbrucker Ernährungsberaterin Andrea Ebner entwickelte Tiroler Urgetreidemischung. Einige schwören sogar bei der Bekämpfung von Schuppenflechte und anderer Hautirritationen darauf.

Ebner: “Vor zirka zwei Monaten erhielt ich einen Anruf von Günter L., der mich fragte, ob das Pulver auch gegen Schuppenflechte wirkt. Er hatte damit 15 Jahre lang zu kämpfen. Inzwischen ist die Psoriasis verschwunden und Günter hat nach dem Baden oder Duschen auch keinen Juckreiz mehr.”

Der Konsument nimmt das Pulver regelmäßig dreimal täglich ein und hat auch eine Ernährungsumstellung vorgenommen. Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis und viel Salat und Obst stehen inzwischen auf seinem Speiseplan. Fisch und Fleisch werden weiter gegessen - es wurden eben nur die Kohlehydrate gegen vollwertige getauscht. Honig ersetzt inzwischen den Zucker, zuckerhaltige Getränke wurden gänzlich gestrichen.

Günter L. ist aber kein Einzelfall. Auch Christine R. meldete sich bei Ebner: “Seit ich dein Pulver nehme, habe ich keine Schübe bei meiner Schuppenflechte mehr. Der Juckreiz ist ebenso weg wie die Hautrötung.” Ebner, die angesichts dieser Erkenntnisse anfangs selbst perplex war: “Christine nimmt das Pulver jetzt rund zwei Monate und achtet wie Günter auf ihre Ernährung. Da noch weitere E-Mails von Kunden folgten, die dasselbe berichteten, ist für mich inzwischen klar, dass man die Schuppenflechte mit der richtigen Ernährung in den Griff bekommen kann.”

Ebner selbst hat sich laut eigenem Bekunden nie darüber Gedanken gemacht, ob die Urgetreidemischung Linderung bei Schuppenflechte bringt. “Klar ist jedoch, dass Gesundheit alles umfasst, insbesondere auch die Haut. Unsere Ernährung ist ausschlaggebend dafür, wie wir uns fühlen und mit belastenden Situationen umgehen.” Der Sinn des Essens ist nicht nur, dass wir einfach satt werden, sondern unserem Körper lebensnotwendige Vitalstoffe zur Verfügung stellen, die unsere Gesundheit, Fitness und unser Wohlbefinden steigern”, erklärt die gebürtige Oberländerin.

Nähere Informationen über ihr Produkt gibt es unter http://www.gesund-schlank-schoen.at im Internet. Die Urgetreidemischung ist auch in allen österreichischen und deutschen Apotheken erhältlich.

Motivation ist Motor für Genesung

Dauer des Krankenstandes von persönlichen Faktoren mitbestimmt

Göteborg - Persönliche Faktoren spielen eine wesentliche Rolle für die Frage, wie lange ein Krankenstand dauert. Zu diesem Schluss kommen Forscher von der Universität Göteborg http://www.gu.se/english. Sie verfolgten dazu die Situation von knapp 400 Patienten mit Nacken- und Rückenschmerzen über zehn Jahre lang, erhoben Details zu ihrem Zustand und befragten nach Einstellungen zu Beruf und Leben. “Für manche Patienten wäre Beratung wichtiger als Physiotherapie”, betont Studienleiterin Marie Lydell im Interview.

Motivation beschleunigt Rückkehr

Chronische Nacken- und Rückenprobleme gehören zu den häufigsten Ursachen für längeres krankheitsbedingtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz. Nur jeder fünfte Fall davon ist durch orthopädische Befunde zu erklären, der Großteil dürfte psychosoziale Ursachen haben. Experten erklären dies dadurch, dass Stress den Muskeltonus erhöht und die Muskulatur schmerzhaft verspannen lässt, was auf den Rücken geht. Andererseits führe hohe Arbeitsbelastung zu einer niedrigeren Wahrnehmungsschwelle für Beschwerden.

Die schwedischen Forscher ließen die Patienten aus dieser Gruppe die Schmerzensstärke, Funktionstüchtigkeit und Lebensqualität auf einer Skala selbst angeben, untersuchten die Körperfitness und erhoben das Denken über die persönliche Zukunft des Berufslebens. Als man diese Aussagen mit der Dauer des Krankenstandes verzeichnete, zeigte sich, dass Patienten mit mehr Antrieb und Motivation zur Arbeit viel schneller aus dem Krankenstand zurückkehrten als jene, die gegenüber ihrem Job Unsicherheit und Zweifel äußerten.

Neue Aufgaben für Physiotherapie

“Um den Arbeitseinstieg zu erleichtern, kommt es darauf an, die Patienten zum richtigen Umgang mit Krankheit und Beruf zu befähigen. Es geht darum, mir klar zu machen, was die Rückkehr an den Arbeitsplatz für mich persönlich bedeutet”, so Lydell. Wo es an Motivation oder auch Lebensqualität fehle, könne psychologische Beratung zielführender sein als Physiotherapie. Wo die Voraussetzungen stimmen, könnten Physiotherapeuten ruhig auch wie Coaches agieren. “Das hieße etwa, dass sie den Patienten Anleitung zum Selbsttraining geben und sie regelmäßig am Telefon anrufen um zu fragen, wie es vorwärts geht.”

Auf Ebene der Gesundheitssysteme schlägt die Forscherin Werkzeuge vor, mit denen man vorhersagt, welcher Patient bald wieder in die Arbeit zurückkehren wird und wer eine längere Auszeit benötigt. “Das hieße, jedem das bestmögliche Rehabilitationsprogramm anzubieten. Der größte Gewinn einer solchen Maßnahme wäre die Verringerung des Leidens des Einzelnen. Darüber hinaus gibt es bedeutende finanzielle Vorteile auf Gesellschaftsebene.”

Originalstudie unter http://gupea.ub.gu.se/handle/2077/21936 (Ende)

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