Sie befinden sich aktuell in den ZARO news Blog-Archiven für den folgenden Tag 26.9.2010.
- Allgemein (1347)
- Beziehung (273)
- Fachpublikation (504)
- Familie (333)
- Gesundheitstipps (201)
- Kunst+Kultur (47)
- Marketing (115)
- Medizin (512)
- Natur-Bio (445)
- Politik (153)
- PR (500)
- Pressebericht (906)
- Sonstiges (408)
- Spirituell (154)
- Wirtschaft (278)
- 16.5.2012: Raubbau am Planeten Erde spitzt sich zu
- 14.5.2012: Unbewusstes Wissen wirkt bewusst
- 14.5.2012: Stammzellen-Schild schützt Krebspatienten
- 14.5.2012: Neue Pille ahmt Östrogen der Frau nach
- 14.5.2012: Chromosomen: Männer sterben nicht aus
- 14.5.2012: Erziehung und Freunde fördern Suchtprävention
- 26.4.2012: Kleiner Atomkrieg kostet eine Mrd. Hungertote
- 26.4.2012: Rote Kleidung: Für Männer Einladung zum Sex
- 24.4.2012: Männer nähern sich Lebenserwartung von Frauen
- 24.4.2012: Insekten lösen künftiges Ernährungsproblem
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
- Dezember 2006
- November 2006
- Oktober 2006
Archive für 26.9.2010
Hypochonder: Gefangen in der Krankheitsangst
26.9.2010 von zaro.
Mögliche Bedrohungen bestimmen die Wahrnehmung
Mainz - Menschen mit ständiger Krankheitsangst - auch “Hypochonder” genannt - haben eine besondere Form der Wahrnehmung. Ohne es zu wollen, durchsuchen sie ihre Umgebung stets nach potenziell bedrohlichen Reizen und wenden sich diesen dann ausführlich zu. Zu diesem Schluss kommen Psychologen der Universität Mainz http://www.uni-mainz.de in einer Studie, die demnächst publiziert wird. “Themen wie Aids, Krebs, Alzheimer oder Tod nehmen diese Menschen weit stärker wahr als gesunde Menschen oder andere Patientengruppen”, berichtet Studienleiter Michael Witthöft im Interview.
Schweinegrippe als Dauerzustand
Angst vor Krankheiten hat fast jeder hat hin und wieder, wie etwa beim Schweinegrippe-Hype des Vorjahres zu sehen war. Während diese Sorge bei den meisten nach bestimmter Zeit wieder verschwindet, bleibt sie bei rund einem Prozent der Bevölkerung ständige Begleiterin. “Der alte Fachterminus Hypochondrie hat den negativen Beigeschmack des eingebildeten Kranken, womit er der Situation der Betroffenen jedoch nicht gerecht wird. Da es sich um eine Störung handelt, die man nicht auf Knopfdruck ändern kann, sprechen Experten lieber von Krankheitsangst”, berichtet Witthöft.
Ähnlich wie bei anderen Phobikern meiden Menschen mit Krankheitsangst Situationen, die sie mit ihrer Angst verbinden, wie etwa Friedhöfe, Krankenhäuser oder kranke Angehörige. Symptomatisch ist zudem das hohe Sicherheitsbedürfnis. “Hypochonder suchen stets nach Entlastung ihrer Sorgen, etwa indem sie sich übermäßig oft vom Arzt untersuchen lassen, damit dieser ihnen attestiert ‘Du bist gesund’ - oder sie suchen nach Fachliteratur. Diese Erleichterung dauert jedoch nur kurz, zudem werden sie zunehmend auf diese angewiesen”, erklärt der Mainzer Forscher.
Dr. Google wird zur Falle
Die frei verfügbare Information im Internet hat ihren Teil zum Leiden beigetragen, berichtet Maria Gropalis, Psychotherapeutin und Leiterin des Behandlungsschwerpunktes Hypochondrie, gegenüber pressetext. “Viele googlen schon bei kleinen Symptomen wie etwa Kopfweh nach Erklärungen für das Leiden. Das beruhigt zwar oft auch, doch nehmen Menschen mit Krankheitsangst oft auch die unwahrscheinlichste Form wahr, etwa dass Kopfweh ein Zeichen für Gehirntumor sein könnte”, so die Expertin.
Die Außenwelt kann das Leiden der Betroffenen oft schwer nachvollziehen. “Da die Angst in jeder Tagesphase anwesend ist und stresst, beeinträchtigt sie auch das Privat- und Berufsleben. Viele Betroffene lassen ihr Dauerthema in die Gespräche einfließen und stoßen dabei auf Bagatellisierung, Ablehnung und Unverständnis. Das führt oft in soziale Isolation”, so Witthöft. Doch auch wenn Angehörige ständig beschwichtigen, sei dies ungünstig. “Damit verlieren Betroffene erst recht die Fähigkeit, mit der Angst fertig zu werden.” Besser sei es, sich beim Krankheitsthema zurückzunehmen und stattdessen durch Alternativthemen abzulenken.
Training von Gegenstrategien
Den Betroffenen selbst raten die Experten, bestimmte Verhaltensaspekte zu kontrollieren zu versuchen. “Es ist zum Beispiel gut, wenn man dem Hausarzt über die Krankheitsangst informiert und bestimmte Zeitintervalle vereinbart. Ein Erscheinen etwa nur alle drei oder sechs Monate hilft dabei, Angst vom Arztbesuch zu entkoppeln”, rät Gropalis. Auch was die Internetrecherche oder die Sensibilität für Körpersignale wie Hautflecken, Blutdruck oder Puls betrifft, kann man sich mit der Zeit Gegenstrategien antrainieren und den Stress somit deutlich verringern. Professionelle Hilfe bietet dabei die kognitive Verhaltenstherapie.
In einer Folgestudie untersuchen die Forscher, ob Körperwahrnehmung und Krankheitsangst zusammenhängen. “Sowohl eine stärkere als auch eine schwächere Wahrnehmung wäre bei den Betroffenen plausibel. Was auch immer zutrifft, es hätte Auswirkungen auf die Gegenmaßnahmen”, betont Witthöft. Teilnehmer für die Studie werden derzeit noch gesucht. Mehr zum Thema Angst www.angstfreisein.de (Ende)
Geschrieben in Fachpublikation, Pressebericht, PR, Familie, Spirituell, Medizin, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »