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Archive für September 2010

Alzheimer: Vitamin verzögert Gehirn-Schrumpfung

Vorgang kann um bis zu 50 Prozent verlangsamt werden

Oxford - Hohe Dosierungen von Vitamin B können die Geschwindigkeit halbieren, in der das Gehirn von älteren Alzheimer-Patienten schrumpft. Zu diesem Ergebnis sind Forscher des Oxford Project to investigate Memory and Ageing (Optima) http://www.oxfordbrc.org/research/chronic-disease-cohorts/100 gekommen. Experten halten die Forschungsergebnisse für einen ersten Schritt zur Verzögerung des Eintretens der Krankheit.

Für die in der Public Library of Science One http://www.plosone.org veröffentlichte Studie wurden 168 ältere Menschen untersucht, die bereits unter einer leichten Einschränkung ihrer geistigen Fähigkeiten litten. Die eine Hälfte der Freiwilligen erhielt täglich eine Tablette mit Vitamin B Folat, B6 und B12 in einer Dosierung, die deutlich über der täglich empfohlenen Menge lag. Die andere Hälfte erhielt ein Blindpräparat. Nach zwei Jahren wurde überprüft, in welchem Ausmaß sich das Gehirn der Teilnehmer verkleinert hatte.

Raschere Schrumpfung bei Alzheimer

Durchschnittlich schrumpft das Gehirn nach dem 60. Lebensjahr jährlich rund 0,5 Prozent. Bei einer leichten geistigen Beeinträchtigung kommt es zu einer doppelt so raschen Schrumpfung. Bei Alzheimer-Patienten liegt dieser Wert bei 2,5 Prozent. Das Team um David Smith wies nach, dass die Einnahme der Vitamin-Präparate die Schrumpfung um durchschnittlich 30 Prozent verlangsamen konnte. In manchen Fällen konnte sogar eine Verzögerung um 50 Prozent erreicht werden. Damit entsprachen diese Werte dem normalen Alterungsprozess.

Bestimmte Formen von Vitamin B wie Folsäure, Vitamin B6 und B 12 kontrollieren das Homocystein im Blut. Hohe Werte dieser Aminosäure werden mit einer rascheren Schrumpfung des Gehirns und Alzheimer in Zusammenhang gebracht. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die Vitamin-Präparate die Homocystein-Werte beeinflusst und damit die Schrumpfung des Gehirns verlangsamt werden konnte. Smith betonte laut BBC, dass die Wirkung signifikanter gewesen sei als erwartet. (Ende)

Beruf bestimmt den Neurodermitis-Verlauf

Bäcker und Friseur sind Jobs mit hohem Risiko für die Hautkrankheit

München - Für Neurodermitis-Kinder ist die Jugendzeit eine wichtige Phase. Der lästige Juckreiz kann in dieser Zeit durch die Stärkung des Immunsystems wie von selbst abheilen. In manchen Fällen verschlimmert sich die Krankheit in dieser Zeit jedoch, taucht wieder oder erstmals auf. Was davon eintritt, hängt eng mit der Berufswahl zusammen, berichten Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München http://www.uni-muenchen.de im “Journal of Allergy and Clinical Immunology”.

Reinigungsmittel als Gefahr

Bei Neurodermitis sind nicht nur die Ausprägungen des Leidens, sondern auch die Ursachen sehr vielfältig. “Je älter ein Mensch wird, desto wichtiger sind Umwelteinflüsse, während genetische Ursachen oder Ereignisse der Kindheit allmählich an Bedeutung verlieren”, so die Studienleiterin Astrid Peters im pressetext-Interview. Diesen Einblick gaben Langzeitdaten über Kindheit und Erwachsenenalter von 4.000 Personen, die die Forscher analysierten. Während bei Kindern fehlendes Stillen, fehlende Geschwister oder kein Kindergartenbesuch das Risiko erhöhten, war es ab der Jugend vor allem die Arbeitsumgebung.

Der Kontakt zu bestimmten Substanzen erhöht das Risiko für die Krankheit, die im Fachterminus als “atopisches Ekzem” bezeichnet wird. Zu diesen zählen etwa Mehl sowie Desinfektions- oder Reinigungsmittel. “Bäcker sind daher mehr gefährdet, ebenso Friseure, Pflegeberufe oder Arbeitende in der chemischen Industrie”, so Peters. Vom fixen Traumberuf abraten möchte sie Jugendlichen mit Neurodermitis-Vergangenheit nicht. Berufliche Vorsichtsmaßnahmen wie etwa Handschuhe sind bei dieser Gruppe jedoch dringend erforderlich. “Zudem sollten Ärzte zum Zeitpunkt der Berufswahl unbedingt auf dieses Risiko hinweisen.”

Qual der Industrieländer

In reichen Ländern nimmt Neurodermitis weiter zu. Schon jedes fünfte europäische Kind ist bereits davon betroffen. Die Ursachen sind dieselben wie bei anderen allergischen Erkrankungen, vermutet Peters. “Je steriler die Umgebung eines Kindes ist, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung. Übertrieben häufige Desinfektion der Hände macht natürliche Hautschichten kaputt und behindert die Entwicklung des Immunsystems.” Neurodermitis bedeutet großen Stress für Kind und Eltern, denn viele Kinder kratzen sich die überempfindliche Haut blutig, worauf diese sich entzündet und Infektionen möglich sind. (Ende)

Playboys leben kürzer

Promiskuitive Männer: Suche nach Sexpartnerinnen macht schlapp

Sydney/Wien - Die Suche nach Sexpartnern kostet Männern soviel Energie, dass sie dabei auf andere essenzielle Dinge wie etwa auf die Nahrungsaufnahme vergessen. Das hemmt die Entwicklung und führt zum frühen Tod, hat ein Forscherteam der University of New South Wales entdeckt. Aus diesem Grund dürfte Promiskuität selbst im Tierreich trotz des evolutionären Vorteils nicht so sehr verbreitet sein.

“Vielleicht ist es ein Ruf der Natur, dass Männchen ihren weiblichen Sexpartnerinnen treu bleiben sollten”, so Studienleiter Rob Brooks, Direktor vom UNSW Evolution and Ecology Research Centre http://www.eerc.com.au. “Wir waren darüber erstaunt, warum die Welt nicht noch promisker ist”, schreibt der Forscher im Journal of Evolutionary Biology. Wenn sich Männchen mit vielen Partnerinnen paaren, resultiert das in einer größeren Anzahl von Nachwuchs. Dabei könnte man denken, dass dies besser wäre.

Promiskuität kostet viel

“Promiskuität ist sehr teuer”, kommen die Forscher zum Schluss. Versuche mit Fischen haben deutlich gezeigt, dass jene Fischmännchen, die mit immer neuen unbekannten Weibchen zusammengebracht wurden, weniger auf ihre Nahrungsaufnahme achteten als auf die neuen Geschlechtspartnerinnen. “Der Nachteil dabei war, dass die Fischmänner langsamer wuchsen und früher starben”, berichten die Forscher. Im Gegensatz dazu ernährten sich Männchen mit einer Partnerin regelmäßiger, wuchsen besser und lebten schließlich auch deutlich länger.

“Die beachtlichen Kosten der Promiskuität für das einzelne Individuum lassen deutlich eine natürliche Begrenzung dieses Verhaltens erkennen”, so Studien-Coautor Alex Jordan. In Wirbeltieren sei dies bis dato noch nicht ausreichend erforscht. “Jene, die eine deutlich promiskere Existenz bevorzugen, werden diese Studienergebnisse als Warnung betrachten.”

Gebundene Männer leben gesünder

“Männer, die in funktionierenden intakten Partnerschaften leben, leben deshalb länger, weil sie gesünder leben”, meint die Sexualtherapeutin Gerti Senger http://www.gerti-senger.at im Interview. Das habe nicht mit dem Sex zu tun, sondern mit dem Umstand, dass gemeinsame Leben gesünder gestaltet wird. “Dadurch, dass Frauen heute nicht mehr so abhängig von Männern sind wie seinerzeit, reagieren sie auf gebrochene Treueversprechungen ihrer männlichen Partner häufig damit, dass sie diese Beziehungen beenden oder zumindest damit drohen.”

Die Befürchtung, dass exzessiver Sex Männchen schwächt, kann die Expertin nicht teilen. “Vieles davon spielt sich im Gehirn ab”, meint Senger. Im Normalfall habe man nicht soviel Sex wie in Gedanken. Die Natur setze zudem ohnehin Schranken. “In diesem Bereich gibt es leider immer noch eine unsinnige Dämonisierung”, kritisiert die Expertin. (Ende)

Anwalt - Gerhard Hermann, betrügerischer Pseudoanwalt?

Das Ränkespiel der großen MLM-Multis ist bald interessanter und spannender als der Tatort am Sonntag, jetzt ist nicht mal sicher das der Rechtsanwalt von LR, tatsächlich ein zugelassener Anwalt ist.

Kufstein/Tirol – Es nimmt immer deutlicher verwirrende Formen an und in dem Internet-Forum http://www.mlm-infos.com/ftopic30090.html wird nachgefragt, wie kann ein Rechtsanwalt über das Innenverhältnis mit seinen Mandanten öffentlich sprechen und brisante Infos verbreiten. Die Antwort darauf ist noch unglaublicher wie die Tatsache dass der Anwalt über seine fragwürdigen Aktionen redet, man stelle sich vor, der Herr Rechtsanwalt ist kein Rechtsanwalt, er hat weder in Deutschland noch in Österreich eine entsprechende Zulassung. Natürlich ist dann aber einfacher zu verstehen, warum der Hochstapler, der sich dem Berufstand des Anwalts aneignete, so gern zu viel redet und das auch noch mit der Presse.

Nun jeder Bürger in Deutschland und Österreich kann das selbst überprüfen, man benötigt dazu einen PC und einen Internetanschluss. In Deutschland checken sie dann den Anwalt über http://www.rechtsanwaltsregister.org und in Österreich geht das ganz einfach über die http://www.oerak.at , wenn dort ein Gerhard Hermann nicht auftaucht dann ist er auch bei keiner Anwaltskammer gemeldet. Bei den Recherchen zu diesem Fall, in dem in betrügerischer Absicht gutgläubigen Mandanten ein Anwalt vorgegaukelt wird, ist die Sache aber noch eine Nuance herber. Denn auf Anfrage bei den Anwaltskammern wurde uns schriftlich mitgeteilt dass es einen Gerhard Hermann als Anwalt schlechthin nicht gibt.

Die Fakten zum Standesrecht eines Anwalts sind eindeutig

Als Volljurist hat man die Möglichkeit, sich als Rechtsanwalt zulassen zu lassen. Die Rechtlichen Grundlagen ergeben sich aus §§ 4 - 36 der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO, nicht BRAGO) i.V.m. dem Verbot der Einschränkung der Berufsfreiheit. Zuständig für den Antrag auf Zulassung ist die jeweilige Rechtsanwaltskammer (RAK) am OLG (§§ 6 ff. BRAO). Meist reicht es, eine Kopie des zweiten Staats-Examens beizulegen und die Formulare auszufüllen. Außerdem ist ein vorläufiger Deckungsnachweis für die Berufshaftpflichtversicherung vorzulegen. Zu dem Zeitpunkt muss man sich auch schon überlegt haben, wo man seinen Kanzleisitz haben will. Die Höhe der Anmeldegebühr hängt übrigens von der örtlichen Rechtsanwaltskammer ab. Nach Überprüfung meldet sich die Rechtsanwaltskammer und teilt einen Termin zur Zulassung mit. Offiziell erfolgt diese durch Aushändigung der Zulassungsurkunde (§ 12 II BRAO). Damit ist man Rechtsanwalt/in und darf diese Berufsbezeichnung führen und sich ein Kanzleischild an die Tür hängen. Aber als Rechtsanwalt tätig werden darf erst, wer vereidigt und in der RA-Liste eingetragen wurde (§ 32 BRAO). Mandanten, die wegen des Kanzleischildes um Rechtsberatung bitten, muss man also vertrösten (und darf sie auch nicht beraten, ob dadurch vielleicht Fristen verstreichen). Vereidigt wird man mit Aushändigung der Zulassungsurkunde bei der Rechtsanwaltskammer (§ 12a BRAO). Mit der Eintragung in die Rechtsanwaltsliste beginnt die Befugnis, die Anwaltstätigkeit auszuüben (Wortlaut § 32 I BRAO). Wenn allerdings ein zugelassener Rechtsanwalt schon vorher tätig wurde, ist dies trotzdem wirksam. Eine endgültige Berufshaftpflichtversicherungsbescheinigung und das Einreichen bei der Rechtsanwaltskammer nicht vergessen. Sonst ist der Rechtsanwaltstitel wieder weg.

Ob Herr Gerhard Hermann nun weiter für LR Beauty gegen NWA ins Gefecht zieht bleibt abzuwarten, vielleicht fragt ja mal jemand nach, oder lässt sich Zulassungsurkunden zeigen, das könnte hilfreich sein. Aber wer lässt sich schon beim Arzt dessen Diplome zeigen und wer fragt schon nach, ob ein Anwalt auch ein Anwalt ist. In diesem Fall ist das leider noch nicht das Ende, am Schluss wird es noch spektakulärer. Und es stellt sich die Frage, was wird aus den gesprochenen Urteilen, sind die Revisions –und/oder Berufungsfähig, es bleibt noch eine Weil spannend. RZ

Cannabis und Co: Vom Suchtmittel zum Medikament

Wissenschaft beginnt, Wirkung illegaler Drogen gezielt zu erforschen

Oxford/London - Fast 40 Jahre lang hat sich die Wissenschaft gescheut, die therapeutischen Möglichkeiten illegaler Drogen wie Cannabis oder LSD gezielt zu erforschen. Nun haben neue Erkenntnisse aus Tierversuchen und Fortschritte bei Verfahren zur Darstellung von Vorgängen im Gehirn neue Projekte entstehen lassen. Die Folge könnte sein, dass die Regierungen aufgefordert werden, Finanzierung und Spielregeln für derartige Studien neu zu überdenken, schreibt NewScientist.

Ignoranz und falsches Tabu
“Die bestehende Klassifizierung von LSD war ein Fehler der aus Ignoranz und falschem Tabu heraus gemacht wurde”, betont zum Beispiel Amanda Feilding, die Direktorin der Beckley Foundation. Diese Entscheidungen seien politisch und nicht wissenschaftlich getroffen worden, betont auch der Psychiater Michael Mithoefer.

Trotz vieler Hürden laufen derzeit in Amerika und der Schweiz einige Studien, die das Potenzial von LSD und des in Pilzen enthaltenen Psilocybin zur Behandlung von nicht heilbaren Krebserkrankungen untersuchen. Diese Substanzen sollten den Patienten gegen Angstgefühle und Depressionen helfen.

Feilding arbeitet gemeinsam mit David Nutt vom Imperial College London http://www3.imperial.ac.uk an der ersten Studie über psychodelische Drogen, die seit 40 Jahren durchgeführt wird. Unter anderem wird untersucht, inwieweit Psilocybin helfen kann, Erinnerungen wieder zu aktivieren. Diese Aktivierung könnte bei einer Psychotherapie nach einem Trauma von großer Bedeutung sein.

Psilocybin im Einsatz gegen Nikotinsucht

Eine Studie an der Johns Hopkins University hat erste positive Ergebnisse beim Einsatz von Psilocybin als Unterstützung einer Psychotherapie zur Behandlung von Nikotinsucht erbracht. An der Medizinischen Hochschule Hannover http://www.mh-hannover.de wird derzeit untersucht, ob Bromo-LSD, eine nicht psychoaktive Form des Medikaments, zur Behandlung von Clusterkopfschmerzen eingesetzt werden kann.

Bei Cannabis ist bereits bekannt, dass es die Symptome einer Multiplen Sklerose lindern kann. In Kanada wurde vor kurzem mit Sativex ein entsprechendes Medikament zugelassen. Vor wenigen Tagen wurden die erste Studie publiziert, deren Ergebnisse nahelegen, dass das Rauchen von Cannabis auch neuropathische Schmerzen verringern kann, die durch Schädigungen des Nervensystems entstanden sind.

Wissenschaftler der McGill University verabreichten Patienten mit chronischen Schmerzen verschiedene Mengen Cannabis oder ein Blindpräparat. Die Patienten hatten allgemein weniger Schmerzen und schliefen mit der höchsten Dosierung besser. (Ende)

“Cannacure-Öl” (Cannabis) gibt es bei http://www.clixa.de

Ölkatastrophe: Öffentlichkeit traut Forschern nicht

Experte: Kein Protest, weil jeder Auto fährt

Santa Barbara/Konstanz - Der Einfluss von Forschern auf die öffentliche Meinung scheint geringer zu sein als bisher angenommen. Eine Untersuchung von kalifornischen Wissenschaftlern hat klar gezeigt, dass die Öffentlichkeit jenen Experten mehr traut, die erklären, dass Ölbohrungen gefährlicher sind, als jenen, die diese Gefahr herunterspielen. Das Wissenschaftsteam um Jessica Feezell und Eric Smith von der University of California in Santa Barbara http://www.ucsb.edu sehen darin eine Bestätigung, dass Vorurteile der Öffentlichkeit schwerer wiegen als bislang angenommen.

“Generell stand und steht die Öffentlichkeit modernen Technologien in der Geschichte meist positiv und aufgeschlossen gegenüber”, so Ernst Peter Fischer http://www.epfischer.com, Diplomphysiker und Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität von Konstanz im Presse-Interview. Bei der Frage der Energiegewinnung steht zudem auch noch eine mögliche Einschränkung der Lebensqualität im Vordergrund. Fischer hält es zwar für möglich, dass die Bevölkerung skeptisch ist, doch das habe auf die tatsächliche Realität, weiter Öl zu fördern, keinen Einfluss.

Problematischer Umgang mit der Realität

“Es ist nicht gerade schmeichelhaft für die wissenschaftliche Gemeinschaft, wenn den Studienergebnissen von Experten kein Glauben geschenkt wird”, meint Smith. Es stelle sich vor allem die Frage, welchen Forschern nun tatsächlich geglaubt wird und welchen nicht. Einige Sozialforscher nehmen an, dass wissenschaftliche Expertisen, die von Organisationen der eigenen politischen Richtung abgegeben werden, eher als glaubwürdig bezeichnet werden. Dabei sei die Quelle nicht von Bedeutung.

Fischer sieht in der wissenschaftlichen Beurteilung vor allem eines deutlich. “Gerade bei der Energiegewinnung geht es darum, möglichst sicher und effizient an den Rohstoff zu kommen. Dabei wird Politikern, die quasi eine Rückversicherung in Sachen Rohstoffgewinnung liefern, Glauben geschenkt”, so Fischer. Die Öffentlichkeit tendiert also dazu, das zu glauben, was sie glauben möchte.

Alle wollen Autofahren und Fliegen

“Einen geschlossenen Protest hat es auch nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko nicht gegeben”, kritisiert Fischer. Das bedeute, dass die Öffentlichkeit in dieser Causa nicht in Bewegung ist. “Das ist wohl darauf zurückzuführen, dass jeder Auto fahren und fliegen will und genau weiß, dass man dafür Öl braucht”, erklärt Fischer. Es gebe kaum Menschen, die wirklich bereit sind zu verzichten. “Der Wunsch jedes einzelnen geht dahin, dass jemand anderer tätig werden soll.”

“Menschen haben immer das genommen, was gerade bequem für sie war”, erklärt der Forscher. Daher müsse die wissenschaftliche Gemeinschaft zur Erkenntnis kommen, dass man Einsichten nicht kaufen kann. (Ende)

Fettzellen verhalten sich wie Organe

Hinweise auf Krankheitspotenzial von Bauchfett

Maastricht - Ein Forscherteam der Universität von Maastricht hat entdeckt, dass Fettzellen im Bauch- und Nabelbereich weit mehr sind als nur Speicher von überschüssigen Kalorien. Viel mehr sind diese Zellen ein aktives Organ, das chemische Botenstoffe in andere Körperteile schickt. Diese sorgen wahrscheinlich dafür, dass das Risiko für gefährliche Erkrankungen wie Herzanfälle oder Krebs steigt. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Journal of Proteome Research über ihre Erkenntnisse.

“Wir haben mehr als 20 Hormone und verschiedene andere bisher unbekannte Substanzen gefunden, die vom Körperfett ins Blut abgegeben werden”, so Studienautor Johan Renes von Department of Human Biology an der Maastricht Universität http://www.unimaas.nl im Presse-Interview. “In Untersuchungen haben wir das beweisen können”, erklärt der Forscher.

Die verkannte Substanzen-Fabrik

Unter den von den Fettzellen produzierten Hormonen befinden sich etwa das appetitsteuernde Leptin und das Adiponektin, das zusammen mit dem Leptin, dem Insulin und anderen Hormonen das Hungergefühl und Nahrungsaufnahme reguliert. Es verstärkt auch die Wirkung des Insulins an den Fettzellen. “Bisher ist ungeklärt, was die Proteine, die von Milliarden von Fettzellen gebildet werden, im Körper anrichten”, sagt Renes.

Insgesamt konnten die Forscher 80 verschiedene Proteine, die von Fettzellen gebildet werden, identifizieren. Darunter waren sechs neue Proteine und 20, die bisher in menschlichen Fettzellen nicht bekannt waren.

Studien geben Hinweise

Erst Anfang 2010 hat Rudolf Weiner vom Krankenhaus Sachsenhausen http://www.khs-ffm.de über seine Erfahrungen mit bariatrischer Chirurgie zur Beseitigung schwerer Adipositas berichtet. Besonders eindrucksvoll fielen dabei die Verbesserungen des Gesundheitszustandes nach einer erfolgten Operation aus. In der Gruppe aller 284 Patienten hat sich die Zahl der Hypertoniker halbiert und die der Diabetes-Patienten war auf ein Drittel zurückgegangen. Am ausgeprägtesten waren jedoch die positiven Effekte auf die Leber.

Für Renes könnte die Reduzierung der Fettzellen ein wesentlicher Grund dafür sein, dass sich der Gesundheitszustand der Betroffenen so rasch verbessert hat. Dennoch rät er zu einer nachhaltigen Lebensstil-Veränderung nach einer erfolgten Operation. “Wenn ein Betroffner nach einem solchen Eingriff seinen Lebensstil nicht ändert, tritt nur eine vorübergehende Besserung ein. Danach verschlechtert sich der Gesundheitszustand jedoch dramatisch”, erklärt der Experte.

Genaue Mechanismen noch ungeklärt

„Die Abnahme des Fettgewebes als stark hormonaktives ‚Organ’ führt zur entsprechenden Reduktion der Hormon-Produktion. Diese Verminderung wiederum beinhaltet eine große Veränderung in der Zentralen Hormon Regulierung im Hypothalamus“, erklärt Sophia Theodoridou, Oberärztin Chirurgie am Krankenhaus Sachsenhausen gegenüber pressetext.

„Die genauen Mechanismen sind noch nicht vollständig untersucht, die Praxis spricht jedoch dafür“, so die Medizinerin. „Im Bereich der Leber sammelt sich das Fett in den aktiven Zellen, so dass diese ihre Funktion zunehmend verlieren und schließlich komplett einstellen.“ Je flächenhafter der Befall, desto größer nimmt die Leberfunktion ab, bis es schließlich zur Ausbildung einer Zirrhose kommt. „Das führt zwangsläufig im Verlauf zum Leberausfallskoma und im schlimmsten Fall zum Tode.“ (Ende)

Bewegung bei Krebs-Prävention essenziell

Flotte Spaziergänge könnten tausende Krebsfälle verhindern

London - Rund 10.000 Fälle von Brust- und Darmkrebs könnten in Großbritannien jährlich verhindert werden, wenn die Menschen mehr flotte Spaziergänge machen. Wissenschaftler des World Cancer Research Fund http://www.wcrf.org gehen davon aus, dass jede moderate Aktivität, die das Herz schneller schlagen lässt, die gleiche Wirkung hat.

Die Daten legen nahe, dass 45 Minuten gemäßigter Bewegung am Tag rund 5.500 Fälle von Brustkrebs verhindern könnten. Körperliche Aktivität hilft, eine Fettsucht zu verhindern, die ihrerseits ein Risikofaktor für Krebs ist. Das Forscherteam um Rachel Thompson betont in der Studie, dass die Gesamtzeit, die mit körperlichen Aktivitäten verbracht wird, entscheidend ist.

Fitnessstudio nicht nötig

Kurze aktive Intervalle, die insgesamt gleich viel aktiv verbrachte Zeit bedeuten, sind genauso gut. Neben flotten Spaziergängen, sind auch Radfahren, Schwimmen, Tanzen, Gartenarbeit oder Staubsaugen in Kombination mit anderer Hausarbeit gesund.

Bereits kleine Veränderungen der täglichen Routine könnten viel für die Gesundheit bringen, so Thompson gegenüber der BBC. Es gebe klare Beweise dafür, dass körperliche Aktivität eine wichtige Rolle bei der Prävention von Krebs spielen kann. Sogar kleinste Verbesserungen können helfen, tausende Krebsopfer in Großbritannien zu verhindern. Dabei reicht es schon, dass man zu Fuß einkaufen geht und das Auto stehen lässt. (Ende)

Weltweit hohes Interesse an Functional Food

Vor allem Produkte für bessere Verdauung und Energiesteigerung gefragt

Hamburg - Das Interesse der Konsumenten an Lebensmitteln und Getränken mit positiven Effekten auf die Gesundheit ist weltweit hoch. Vor allem wünschen sich die Befragten Produkte, die ihnen zu einer besseren Verdauung (38%) und gesteigerter Energie (37%) verhelfen, sich auf den Blutzuckerspiegel positiv auswirken (34%) oder beim Abnehmen helfen (34%). Nach einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos in 23 Ländern werden Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel indessen vor allem als Unterstützer für ein stärkeres Immunsystem, gesteigerte Konzentration und gesunde Gelenke und Knochen gesehen und nachgefragt (jeweils 41%). Bei Kosmetik- und Körperpflegeprodukten sind Käufer hauptsächlich an einem jüngeren Erscheinungsbild der Haut (39%) und Linderung von Stresssymptomen interessiert (17%).

Deutsche im weltweiten Vergleich eher unterdurchschnittlich interessiert
Deutschland befindet sich im Vergleich etwas hinter dem weltweiten Durchschnitt und zeigt beispielsweise gegenüber Mexiko, Indien, USA und auch Polen weniger Interesse an Functional Food. Ganz oben auf der Liste der Lebensmittel und Getränke, die man ausprobieren würde, stehen auch bei den deutschen Verbrauchern Produkte, die das Verdauungssystem verbessern, die die Energie steigern und die beim Abnehmen helfen und das Immunsystem stärken - jeder Dritte würde ein solches Produkt ausprobieren.

Abnehmen, Gedächtnisförderung und guter Schlaf bei Frauen ganz oben
Frauen würden zudem häufiger als Männer Lebensmittel zum Abnehmen (34% gegenüber 26%), zur Gedächtnisförderung (27% gegenüber 21%) und für besseren Schlaf ausprobieren (26% gegenüber 22%). Männer tendenziell häufiger Produkte, die gut für die Gesundheit von Knochen und Gelenken sind (26% gegenüber 24%).
Darüber hinaus ziehen jüngere Konsumenten Functional Food eher in Erwägung als ältere Personen. So würden drei von vier (74%) der 16-29-Jährigen zumindest eines der Lebensmittel/Getränke mit einem gesundheitlichen Mehrwert ausprobieren, bei den über 50-Jährigen nur jeder Zweite (55%).

Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht
Die Studie zeigt, dass ein Großteil der Verbraucher offen ist für Lebensmittel mit gesunder, vitalisierender und ausgleichender Wirkung. Besonders jüngere Konsumenten sind Produkten mit zusätzlichem Nutzen gegenüber aufgeschlossen. Der Zusatznutzen wird jedoch zunächst einmal dort gesucht, wo sich während der letzen Jahre bereits eine Verbindung zwischen Gesundheit/ Wellness und Artikeln des täglichen Bedarfs etabliert hat: Verdauung, Energiesteigerung, Diäten.

Inga Havemann, Department Manager Consumer & Health Research bei Ipsos, sieht das Ende der Fahnenstange bei Functional Food allerdings noch nicht erreicht. “Vielleicht erscheint es Konsumenten heute noch fraglich, dass Lebensmittel des täglichen Bedarfs Zusätze für eine verbesserte Gedächtnisleistung enthalten, die Sehkraft unterstützen oder einer Krebserkrankung vorbeugen. Dennoch: das starke Interesse an gesundheitsfördernden Produkten machen diese zu einer starken Innovationsplattform für die Nahrungsmittel von morgen. Konsumenten müssen mit Hilfe von Werbung, speziellen Verpackungen oder auch Testimonials lernen, welchen gesundheitlichen Zusatznutzen bestimmte Produkte zu bieten haben. Die Wünsche der Befragten bieten global agierenden Herstellern zahlreiche Möglichkeiten, auf ihre Kunden einzugehen, und auch neue Kunden zu gewinnen. Es spricht nichts dagegen, bei der Ideenfindung über die eigene Kategorie hinauszuschauen und beispielsweise von den klassischen Nahrungsmitteln einen Blick auf den Bereich der Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel zu riskieren - unsere Daten machen deutlich, dass schon jetzt der Wunsch nach Lebensmitteln beispielsweise zur Besserung des Immunsystems oder zur Stärkung von Knochen vorhanden ist.”

Steckbrief:
Diese Ergebnisse stammen aus einer Ipsos Global @dvisor Studie, die zwischen dem 4. November 2009 und 13. Januar 2010 durchgeführt wurde. Für die Studie wurde eine internationale Stichprobe von 21.623 Erwachsenen zwischen 16 und 64 Jahren in 23 Ländern befragt: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Polen, Russland, Südkorea, Türkei, Ungarn, USA. Pro Land wurden ca. 1000 Personen über das Ipsos Online Panel befragt. Die Daten wurden anhand der jeweils aktuellsten Censusdaten nach demographischen Merkmalen gewichtet, um eine Annäherung an die Grundgesamtheit zu gewährleisten.

Über Ipsos:
Die Ipsos GmbH ist ein unabhängiges und weltweit tätiges Marktforschungsunternehmen und ein führender Anbieter auf dem Gebiet der umfragegestützten Forschung und Beratung. Durch ausgefeilte Forschungsmethoden, engagierte Forscher und eine weltweit vernetzte Organisation untersuchen wir die Wirklichkeit von heute, um die Realität von morgen vorauszusehen. So bestimmen wir Marktpotenziale, zeigen Markttrends, testen Produkte und Werbung, erforschen die Wirkung von Medien und geben der öffentlichen Meinung eine Stimme. Mit präzisen Daten und konkretem Know-how bringen wir die Projekte unserer Kunden zum Erfolg. “Nobody´s unpredictable” ist weltweit das Leitmotiv von Ipsos. (Ende)

Rauchen macht Teenager depressiv

Experte: Zigaretten vermitteln Mündigkeitsgefühl

Montreal/Iserlohn - Teenies, die auf dem Schulhof ihre Zigaretten paffen, wollen damit manchmal den täglichen Frust abbauen. Doch nun haben Forscher der Universitäten von Montreal und Toronto festgestellt, dass Zigaretten bei einigen Jugendlichen genau das Gegenteil bewirken. Rauchende Teens zeigten in Langzeituntersuchungen vermehrt Depressionen. Für die Untersuchung im Fachmagazin Addictive Behaviors wurden mehr als 670 Schüler befragt.

“Mit dieser Studie wollten wir die emotionalen Vorteile des Tabakkonsums erforschen”, erklärt Studienleiter Michael Chaiton von der Ontario Tobacco Research Unit http://www.otru.org an der University of Toronto. “Obwohl Zigaretten zunächst die Stimmung aufheitern können, zeigt sich als Langzeiteffekt eine Zunahme von depressiven Symptomen bei den Heranwachsenden.” In der Untersuchung wurden Schüler verschiedener sozialer Schichten in verschiedenen kanadischen Gemeinden befragt.

Vermeintlicher Stimmungsaufheller verursacht Depression

Die Studienprobanden wurden in drei Gruppen eingeteilt, die sich aus Nichtrauchern, Gelegenheitsrauchern, die Zigaretten nicht als Stimmungsaufheller sahen und jenen, die zur Frustbewältigung zum Glimmstängel griffen, zusammengesetzt. Die depressiven Symptome wurden anhand von gezielten Fragen nach Lust zu Aktivitäten, Schlafstörungen, Frustgefühlen, Traurigkeit, Nervosität, Zukunftsängsten und Sorgen definiert. Jene Schüler, die Zigaretten als Stimmungsaufheller konsumierten, entwickelten am ehesten Depressionen.

Warum Jugendliche eigentlich rauchen

“Wir rauchen, um das Bevormundungsgefühl loszuwerden”, meint der Psychocoach Andreas Winter http://www.powerscout.net im Presse-Interview. “Rauchen ist verboten und daher machen es die Jugendlichen heimlich. Sie beweisen sich damit, dass sie frei sind”, erklärt der Experte, der sich intensiv mit Raucherentwöhnung beschäftigt.

“Der Auslöser zum Rauchen ist die Überlastung einer bestimmten Gehirnregion, die den Erwartungsdruck registriert.” Auch jeder Nichtraucher will eine solche Entlastung, lässt sich dafür etwas anderes einfallen. Der Erwartungsdruck spiele jedenfalls eine entscheidende Rolle, betont Winter, der auch davon ausgeht, dass es leicht sei mit dem Rauchen aufzuhören.

“Rauchen macht zwar krank, aber nicht süchtig, und man kann mühelos damit aufhören, denn ein angelerntes Verhalten sorgt für den Zwang zum Rauchen, aber keine körperliche Sucht”, so der Experte. Dabei gehe es nicht um zwanghaftes “nie-mehr-rauchen-dürfen”, sondern um die Freiheit zu entscheiden, ob man rauchen will oder nicht. (Ende)

LR Beauty, Rechtsanwalt Gerhard Hermann kein zugelassener Rechtsanwalt?

Das Ränkespiel der großen MLM-Multis ist bald interessanter und spannender als der Tatort am Sonntag, jetzt ist nicht mal sicher das der Rechtsanwalt von LR, tatsächlich ein zugelassener Anwalt ist.

Kufstein/Tirol – Es nimmt immer deutlicher verwirrende Formen an und in dem Internet-Forum http://www.mlm-infos.com/ftopic30090.html wird nachgefragt, wie kann ein Rechtsanwalt über das Innenverhältnis mit seinen Mandanten öffentlich sprechen und brisante Infos verbreiten. Die Antwort darauf ist noch unglaublicher wie die Tatsache dass der Anwalt über seine fragwürdigen Aktionen redet, man stelle sich vor, der Herr Rechtsanwalt ist kein Rechtsanwalt, er hat weder in Deutschland noch in Österreich eine entsprechende Zulassung. Natürlich ist dann aber einfacher zu verstehen, warum der Hochstapler, der sich dem Berufstand des Anwalts aneignete, so gern zu viel redet und das auch noch mit der Presse.

Nun jeder Bürger in Deutschland und Österreich kann das selbst überprüfen, man benötigt dazu einen PC und einen Internetanschluss. In Deutschland checken sie dann den Anwalt über http://www.rechtsanwaltsregister.org und in Österreich geht das ganz einfach über die http://www.oerak.at , wenn dort ein Gerhard Hermann nicht auftaucht dann ist er auch bei keiner Anwaltskammer gemeldet. Bei den Recherchen zu diesem Fall, in dem in betrügerischer Absicht gutgläubigen Mandanten ein Anwalt vorgegaukelt wird, ist die Sache aber noch eine Nuance herber. Denn auf Anfrage bei den Anwaltskammern wurde uns schriftlich mitgeteilt dass es einen Gerhard Hermann als Anwalt schlechthin nicht gibt.

Die Fakten zum Standesrecht eines Anwalts sind eindeutig

Als Volljurist hat man die Möglichkeit, sich als Rechtsanwalt zulassen zu lassen. Die Rechtlichen Grundlagen ergeben sich aus §§ 4 - 36 der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO, nicht BRAGO) i.V.m. dem Verbot der Einschränkung der Berufsfreiheit. Zuständig für den Antrag auf Zulassung ist die jeweilige Rechtsanwaltskammer (RAK) am OLG (§§ 6 ff. BRAO). Meist reicht es, eine Kopie des zweiten Staats-Examens beizulegen und die Formulare auszufüllen. Außerdem ist ein vorläufiger Deckungsnachweis für die Berufshaftpflichtversicherung vorzulegen. Zu dem Zeitpunkt muss man sich auch schon überlegt haben, wo man seinen Kanzleisitz haben will. Die Höhe der Anmeldegebühr hängt übrigens von der örtlichen Rechtsanwaltskammer ab. Nach Überprüfung meldet sich die Rechtsanwaltskammer und teilt einen Termin zur Zulassung mit. Offiziell erfolgt diese durch Aushändigung der Zulassungsurkunde (§ 12 II BRAO). Damit ist man Rechtsanwalt/in und darf diese Berufsbezeichnung führen und sich ein Kanzleischild an die Tür hängen. Aber als Rechtsanwalt tätig werden darf erst, wer vereidigt und in der RA-Liste eingetragen wurde (§ 32 BRAO). Mandanten, die wegen des Kanzleischildes um Rechtsberatung bitten, muss man also vertrösten (und darf sie auch nicht beraten, ob dadurch vielleicht Fristen verstreichen). Vereidigt wird man mit Aushändigung der Zulassungsurkunde bei der Rechtsanwaltskammer (§ 12a BRAO). Mit der Eintragung in die Rechtsanwaltsliste beginnt die Befugnis, die Anwaltstätigkeit auszuüben (Wortlaut § 32 I BRAO). Wenn allerdings ein zugelassener Rechtsanwalt schon vorher tätig wurde, ist dies trotzdem wirksam. Eine endgültige Berufshaftpflichtversicherungsbescheinigung und das Einreichen bei der Rechtsanwaltskammer nicht vergessen. Sonst ist der Rechtsanwaltstitel wieder weg.

Ob Herr Gerhard Hermann nun weiter für LR Beauty gegen NWA ins Gefecht zieht bleibt abzuwarten, vielleicht fragt ja mal jemand nach, oder lässt sich Zulassungsurkunden zeigen, das könnte hilfreich sein. Aber wer lässt sich schon beim Arzt dessen Diplome zeigen und wer fragt schon nach, ob ein Anwalt auch ein Anwalt ist. In diesem Fall ist das leider noch nicht das Ende, am Schluss wird es noch spektakulärer. Und es stellt sich die Frage, was wird aus den gesprochenen Urteilen, sind die Revisions –und/oder Berufungsfähig, es bleibt noch eine Weil spannend. RZ

Die vier Typen der Schwiegermütter

Altes Beziehungsproblem erstmals wissenschaftlich untersucht

Hagen - Obwohl das Bild der “bösen Schwiegermutter” seit Jahrhunderten und in allen Kulturen existiert, wurde es nie wissenschaftlich untersucht. Die Psychologin Andrea Kettenbach von der Fernuniversität Hagen http://www.fernuni-hagen.de hat das nachgeholt. In ihrer Doktorarbeit beschreibt sie erstmals vier Typen von Schwiegermüttern, die sich aus ausführlichen Interviews mit 34 verheirateten Frauen herauskristallisierten und bei über 400 weiteren bestätigten. “Die Schwiegermutter ist viel besser als ihr Ruf. Konfliktpotenzial gibt es aber”, so das Resümee der Wissenschaftlerin im pressetext-Interview.

Die gute und die böse

Die gute, nette, aufmerksame und fürsorgliche Schwiegermutter, die manchmal von der Schwiegertochter sogar als “gute Freundin” beschrieben wird, ist in Kettenbachs Kategorisierung die “Schwiegermutter Typ eins”. Typ zwei ist die aus Sicht der Schwiegertochter gemeine, hinterhältige, sich einmischende und daher böse Schwiegermutter. “Hier gibt es einfach kein Auskommen, sondern nur gegenseitige Ablehnung, was auf Zerrüttungen und ungelöste Konflikte der Vergangenheit zurückgeht”, so die Psychologin.

Haltung des Mannes entscheidend

Doch es gibt auch Formen zwischen diesen Extremen. So etwa die “nervige, aber nützliche” Schwiegermutter vom Typ drei. “Sie hat das Wohl der jungen Familie im Auge und unterstützt diese, mischt sich aber auch ein. Der Mann drückt dabei ein Auge zu und ergreift in Konflikten ungern Partei gegen seine Mutter.” Die auf die Hilfe angewiesene Frau fühlt sich dadurch oft unverstanden und auf verlorenem Posten. Kettenbach rät, beiderseits Grenzen im Gespräch abzustecken. “Viele Frauen formulieren, dass auch Ratschläge Schläge sind und dass der Mann die neue Familie wichtiger nehmen soll als die Herkunftsfamilie.”

Der vierte Typ ist schließlich die defensive, desinteressierte Schwiegermutter. “Hier gibt es wenig Konflikte, doch viel kühle Distanz und Oberflächlichkeit. Schwiegertöchter sind dabei oft enttäuscht, dass die Enkel keine Oma haben. Diese bevorzugt öfters die Kinder der eigenen Tochter gegenüber den ‘Fremdenkeln’.” Häufig sind schlechte Beziehungen dieser Art allerdings nicht. Mehr als 50 Prozent der Schwiegerfrauen kommen heute sehr gut miteinander aus, beweisen quantitative Studien von deutschen Frauenzeitschriften. Zwischen Männern und ihren Schwiegermüttern sind Probleme überhaupt große Ausnahme.

Image aus dunkler Vergangenheit

Der Blick auf Buchtitel oder Internet-Suchergebnisse zeigt, dass der Begriff “Schwiegermutter” immer noch sehr negativ besetzt ist. Die vielen Witze und Karikaturen entspringen aus der Familiensituation vergangener Zeiten, vermutet Kettenbach. “Bis vor hundert Jahren vertrat der Vater durch sein Handwerk die Familie nach außen, die Mutter war jedoch Chefin im Haus. Heiratete der Sohn, lebte dessen Frau im Elternhaus als weiteres Kind mit. In der Hackordnung stand sie jedoch unter der leiblichen Tochter.” Das führte zu Konkurrenzkämpfen um den Titel der besseren Mutter oder der attraktiveren Frau.

Die Situation hat sich deutlich geändert. Heute kommen Frauen in der Regel älter, besser ausgebildet und finanziell unabhängiger “unter die Haube” als früher. Zudem leben frisch Verheiratete kaum noch im Elternhaus des Mannes, was die Kontakthäufigkeit einschränkt. Ein wenig Konfliktpotenzial gibt es aber noch immer. “Besonders wenn Enkel ins Spiel kommen und eine Frau erstmals Großmutter wird, kann es Spannungen geben. Dabei geht es meist um das Eingreifen oder um Ratschläge bei Haushaltsführung und Kindererziehung.” (Ende)

Egal, was wir tun: Der Meeresspiegel steigt

30 bis 70 Zentimeter-Anstieg bis 2100 ist schon vorprogrammiert

Kopenhagen/Washington DC - Drei internationale Klimaforscher kommen zum Schluss, dass der Meeresspiegel weltweit bis 2100 um 30 bis 70 Zentimeter ansteigen wird. Selbst die aggressivsten Methoden wie große Geo-Engineering-Projekte, die einem solchen Anstieg entgegenwirken sollen, werden darauf keinen Einfluss haben, berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins PNAS.

“Steigende Meeresspiegel durch die globale Erwärmung werden mindestens 150 Mio. Menschen, die in Küstenregionen leben, das Leben schwer machen, schreibt Studienleiterin Svetlana Jevrejeva vom National Oceanographic Centre. “Selbst, wenn wir sofort alle Treibhausgasemissionen herunterfahren, wird es zu einem Anstieg kommen”, ergänzt Studien-Co-Autor Aslak Grinstein vom Centre for Ice and Climate http://www.glaciology.net am Niels Bohr Institute der Universität von Kopenhagen gegenüber pressetext. “Dabei spielt die Klima-Trägheit eine entscheidende Rolle.”

Verschiedene Szenarien modelliert

Viele Experten argumentieren, dass man mit Geo-Engineering das gesamte Klimasystem der Erde so beeinflussen kann, dass man die Erwärmung stoppt. Das hat die Forscher dazu veranlasst, die Auswirkungen solcher Projekte auf den Meeresspiegelanstieg zu modellieren. “Dazu haben wir verschiedene Szenarien im 21. Jahrhundert überprüft”, erklärt Grinstein. “Wir haben Messwerte von Tidenunterschieden der vergangenen 300 Jahre zur Hand, um zu rekonstruieren, wie die Meeresspiegel auf verschiedene historische Ereignisse wie etwa vulkanische Eruptionen oder menschliches Zutun reagiert haben.”

“Die natürlichen Meeresspiegelschwankungen, die durch Extremereignisse wie sie durch gewaltige Vulkanausbrüche in den vergangenen tausenden Jahren verursacht wurden, waren in den Auswirkungen viel geringer als jene der anthropogen verursachten Treibhausgasemissionen oder jenen, die selbst unter effektiven Geo-Engineering-Projekten vorhergesagt werden”, kommen die Wissenschaftler zum Schluss.

Geo-Engineering hilft nicht

Bei einer Simulation, bei der alle 18 Monate Injektionen von Schwefeldioxidpartikeln in die obere Atmosphäre eingebracht werden, würden dies den Temperatur- und damit den Meeresspiegelanstieg um 40 bis 80 Jahre bremsen. Eine solche Aerosol-Glocke könnte den Meeresspiegel auf das Niveau von 1990 bringen. Experten warnen aufgrund der Unvorhersehbarkeit auf die Ökosysteme vor solchen Experimenten.

Auch die Idee großer Glasspiegel zur Abwendung der Sonneneinstrahlung bleiben als vage Zukunftsvision erhalten. Als am ehesten tauglich schien ein Umstieg auf Agro-Treibstoffpflanzen und der anschließenden CO2-Lagerung während der Aufbereitung zum Treibstoff. “Wenn man anstatt der Geo-Engineering-Projekte die Treibhausgasemissionen verringern würde, wäre das jedenfalls die sinnvollste Variante”, meint Jevrejeva.

“Die Zukunft sieht alles andere als rosig aus”, meint Grinsted. “In einer vorhergehenden Studie habe ich berechnet, dass die Differenz zwischen dem schlimmsten Szenario und dem bestmöglichen einen Meeresspiegelanstieg von einem halben Meter beträgt. Das bedeutet, dass die Menschen sich darauf einstellen müssen.” (Ende)

Pakistan: Wasser ist wichtigste Medizin

Wettlauf um Säuberung von Krankheitserregern

Islamabad/Dübendorf/Wien - Kein anderes Gut ist im überfluteten Pakistan derzeit notwendiger als Wasser. “Sauberes Trinkwasser ist das wichtigste Notfallmedikament, um Durchfall und Seuchen vorzubeugen”, betont Andrea Winter vom österreichischen Roten Kreuz http://www.roteskreuz.at gegenüber der Presse. Jede verfügbare Möglichkeit der Bereitstellung von sauberem Trinkwasser muss genutzt werden, so die Sprecherin der Hilfsorganisation.

Mangel in entlegenen Gebieten

Wie es um die Wasserversorgung derzeit bestellt ist, zeigt Abdul Sami Malik vom Kinderhilfswerk UNICEF Pakistan http://www.unicef.org im Interview. “Die UNO beziffert die von der Flut direkt Betroffenen aktuell auf 16,8 Mio. In den Zeltstädten läuft die Wasserversorgung über zentrale Aufbereitung und Verteilung gut. So erhalten etwa 1,8 Mio. Menschen von der UNICEF sauberes Wasser. Schwierig ist die Versorgung jedoch bei den vielen, die verstreut in entlegenen Überflutungsgebieten leben.” Wo Brunnen nicht mehr intakt sind, brauche es dringend Methoden, mit denen betroffene Familien selbst Flusswasser aufbereiten können.

Tablette und Entkeimungs-Flasche

“Die häufigste Notfallmaßnahme ist die Chlortablette für den Wasserkanister”, erklärt Christian Zurbrügg, Leiter der Abteilung Wasser und Siedlungshygiene in Entwicklungsländern http://www.sandec.ch beim Wasserforschungsinstitut EAWAG, gegenüber pressetext. Logistisch sei das einfach, Probleme bereitet allerdings die Dosierung. Für die optimale Chlorierung muss man wissen, wie stark das Wasser mit Schwebestoffen und organischem Material verschmutzt ist. “Vor Ort kann oft nicht getestet werden. Ist die Dosis zu niedrig, bleiben Keime zurück. Ist sie zu hoch, kann das Wasser aufgrund des Geschmacks kaum getrunken werden.”

Ein weiterer Ansatz ist die von der EAWAG entwickelte solare Wasserdesinfektion SODIS http://www.sodis.ch, die in Pakistan seit 2002 im Einsatz ist. Durch UVA-Strahlen der Sonne wird dabei Wasser in normalen PET-Flaschen innerhalb von sechs Stunden gereinigt. “Wichtig ist dafür ebenfalls ein einigermaßen klares Wasser. Die Bilder aus Pakistan zeigen aber ein sehr trübes Wasser, weshalb Vorbehandlungen etwa durch Sandfilter nötig sind”, so Zurbrügg. Das logistische Problem der Verteilung von PET-Flaschen könnte in Zukunft durch Faltbeutel-Lösungen behoben werden. “Für Pakistan kommt diese Entwicklung aber leider zu spät.”

Noch ein Monat Monsun
Schmutziges Wasser kann Durchfall, Cholera und Masern auslösen. “Dreieinhalb Mio. Kinder sind derzeit von diesen Krankheiten bedroht”, warnt UNICEF-Sprecher Malik. Zur Vorbeugung werden Sanitäranlagen errichtet und Nahrungsergänzungsmittel sowie Seifen verteilt. Wie lange die Versorgung andauern muss, ist noch ungewiss. “Wir stellen uns auf eine längere Zeit ein. Im Norden regnet es immer wieder, da der Monsun bis Ende September dauern kann. Da weite Landstriche verwüstet sind, ist aber auch dann noch keine schnelle Rückkehr zum Alltag in Sicht.” (Ende)

Innovation in der Schönheitschirurgie

Jetzt mit großer Sicherheit zum Traum-Busen

Salzburg - Möchte man sich den Wunsch des Traumbusens erfüllen, sollte man vorab sicher gehen, dass das richtige Brustimplantat in Form und Größe vom plastischen Chirurgen verwendet wird. Ein von der Firma Allergan entwickeltes Tool gibt Frauen jetzt die Sicherheit, bei der Wahl des richtigen Implantates für den Traumbusen nicht falsch zu liegen.

Das sogenannte “BioDynamic System” vereint zwei Komponenten: einerseits kann durch Messparameter eine Computersimulation von der zu erwarteten Brust angefertigt werden und andererseits kann mit Probeimplantaten (Sizer, Epithesen) die Brustvergrößerung exakt simuliert werden.

Die Patientin kann diese Probeimplantate verwenden und sich eine exakte 3-dimensionale Vorstellung über ihren Traumbusen machen. Das gibt ihr die einzigartige Möglichkeit bereits im Vorhinein selbst zu spüren, wie sich die neue Brustgröße anfühlt. Mit der optimalen Anpassung der Probeimplantate an die weibliche Brustform ist ein realer Ausblick auf das Endergebnis möglich. Die Patientin kann auf diese Weise verschiedene Brustgrößen ausprobieren. Sich im Spiegelbild betrachtend, kann sie selbst die zukünftige Form und Größe ihrer Brust bestimmen und entscheiden, ob die Veränderung mit ihren Erwartungen an die Brustvergrößerung übereinstimmt.

Das neue “BioDynamic System” gibt Frauen die große Sicherheit, die für sie ideale und gewünschte Größe herauszufinden.

Jetzt auch in Österreich:
Dieses System, das bislang nur im Ausland verwendet wurde, wird nun auch in Österreich vom Salzburger Plastischen und Ästhetischen Chirurgen Dr. Jörg Dabernig eingesetzt.

http://www.drdabernig.com/de/behandlung/Brustvergroesserung.htm

Dabernig war lange Zeit als Plastischer Ästhetischer Chirurg im Ausland tätig und führt dieses System nun auch in Salzburg ein. Nach seiner langjährigen Tätigkeit an der Wiege der Plastischen Chirurgie, der international renommierten Canniesburn Plastic Surgery Unit in Glasgow, war Dabernig in London tätig. Hier war der gebürtige Salzburger in seinen Spezialgebieten, der gesamten Gesichts- und Brustchirurgie, am Krankenhaus der königlichen Familie von England tätig. Nach einer Zusammenarbeit mit dem Nasenpapst Prof. Mang in Deutschland, kehrt Dabernig nach tausenden erfolgreich durchgeführten Operationen jetzt nach Salzburg zurück.

Hohe Standards seien der Weg zum idealen Ergebnis in der Plastischen Ästhetischen Chirurgie, unter anderem auch durch das “BioDynamic System” - so Dabernig. Das System kann natürlich auch Anwendung finden, wenn eine Frau nach Schwangerschaft oder Gewichtsverlust eine Bruststraffung benötigt, gleichzeitig eine Vergrößerung des Busens wünscht und mit hohem Sicherheitsfaktor die gewünschte Brustgröße bestimmen will.

Weitere Informationen und Behandlungsspektren:
http://www.drdabernig.com/de/behandlung/Augenlidstraffung.htm
http://www.drdabernig.com/de/behandlung/Gesichtsstraffung.htm
http://www.drdabernig.com/de/behandlung/Nasenkorrektur.htm
http://www.drdabernig.com/de/behandlung/Brusttraffung.htm

Dr. med. Jörg Dabernig
Eberhard-Fugger-Strasse 3/2
A-5020 Salzburg, Österreich
Tel. +43(0)662/6456 4316