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Archive für November 2010
ZAROnews unterstützt Wikipedia, denn Wissen ist Macht!
30.11.2010 von zaro.
Wir sind der Meinung eine Welt ohne Wikipedia wäre ärmer, deshalb unterstützen wir Jimmy Wales - Red. Robert Zach
Eine Bitte vom Wikipedia-Gründer
Als ich vor zehn Jahren anderen Menschen von Wikipedia erzählte, habe ich Kopfschütteln geerntet. Freiwillige aus der ganzen Welt sollten sich zusammentun und eine umfangreiche Sammlung des Wissens der Menschheit erschaffen? Motiviert allein vom Gedanken des Teilens?
Keine Werbung. Keine Profite. Keine Hintergedanken.
Heute, ein Jahrzehnt später, nutzen 400 Millionen Menschen jeden Monat Wikipedia und ihre Schwesterprojekte – das ist fast ein Drittel aller Menschen im Internet.
Wikipedia steht auf Platz fünf der beliebtesten Webseiten der Welt. Die anderen vier verschlingen Milliardensummen, sie werden betrieben von Unternehmen mit Tausenden Angestellten und mit immensem Werbeaufwand.
Wikipedia hat nichts mit einer kommerziell betriebenen Webseite gemein. Wikipedia wird durch die Gemeinschaft geschaffen – geschrieben und gepflegt von einer Vielzahl an Freiwilligen – Artikel für Artikel, Satz für Satz. Sie lesen diesen Brief, Sie nutzen Wikipedia – Sie sind damit Teil dieser Gemeinschaft.
Ich schreibe Ihnen heute mit der Bitte, dass Sie Wikipedia unterstützen und erhalten.
Gemeinsam können wir Wikipedia kostenlos und werbefrei halten. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Wikipedia jederzeit zugänglich bleibt – die Inhalte hier sind frei und für jeden Menschen nutzbar. Wir können Wikipedia weiter wachsen lassen, Wissen weltweit verbreiten und jeder, der möchte, ist zum Mitmachen eingeladen.
Jedes Jahr um die selbe Zeit wende ich mich an Sie, die Nutzer von Wikipedia, und bitte Sie um Unterstützung bei unserer gemeinsamen Arbeit. Helfen Sie uns mit einer Spende, in welcher Höhe auch immer.
Wenn Ihnen Wikipedia als Quelle der Information und manchmal auch Inspiration wichtig ist, dann helfen Sie uns hier und jetzt.
Herzliche Grüße,
Jimmy Wales
Gründer von Wikipedia
Helfen Sie: http://wikimediafoundation.org/wiki/WMFJA1/de
P.S.: Menschen wie Sie können Außergewöhnliches erschaffen, außergewöhnliches wie Wikipedia: Menschen wie Sie erstellen Wikipedia, ein Wort nach dem anderen. Menschen wie Sie spenden für Wikipedia, Spende für Spende. Gibt es einen besseren Beweis für unsere Fähigkeit miteinander die Welt zu verändern?
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Antibiotika bei Kindern: Trend zum Abwarten
30.11.2010 von zaro.
Resistenzen zwingen zu genauerem Blick auf Krankheitserreger
Wien - Der ärztliche Reflex, Kindern bei Beschwerden aller Art Antibiotika zu verschreiben, ist zunehmend gebremst. Immer mehr richtet sich der Blick auf den Allgemeinzustand des Kindes und ob Abwarten die bessere Alternative darstellt. Das berichten Experten in Wien anlässlich des dritten europäischen Antibiotika-Tages http://ecdc.europa.eu/de/eaad am 18. November. “Der Tag sollte vor allem Bewusstsein schaffen, dass man durch unkritische Antibiotikagabe nur Resistenzen Auftrieb gibt, die sich durch mangelnde Hygiene verbreiten”, erklärt Petra Apfalter vom Referenzzentrum für nosokomiale Infektionen und Antibiotikaresistenzen.
Abschied von alter Sicherheit
Dass ein derartiger Paradigmenwechsel bereits im Gange ist, bestätigt Karl Zwiauer, Primar der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Landesklinikum St. Pölten. Über Jahrzehnte bedeuteten Antibiotika Sicherheit für Eltern und Ärzte, zudem war ihre Verschreibung stets billig, schnell und einfacher als das Erklären anderer Therapien zur Abwehrstärkung. Aus dieser Sicherheit werde man nun unangenehm herausgeholt. “Antibiotika-Resistenzen sind auch in der Kindermedizin ein großes Thema geworden. Griff man früher bei jedem Fieber zum Antibiotikum, sieht man heute genauer nach”, so der Experte gegenüber der Presse.
Antibiotika haben bei Virusinfekten keine Wirkung. Zudem versagen besonders die breit wirkenden Mittel immer öfters bei bakteriellen Erregern. “Der Trend geht deshalb in Richtung Abwarten, ob man die Selbstheilung durch ein Antibiotikum überhaupt unterstützen muss oder nicht”, so Zwiauer. Für die Ärzte bedeutet das in der Praxis eine Herausforderung. “Viel Aufklärungsarbeit ist somit nötig, denn die Eltern müssen ins Boot geholt werden. Zudem benötigt das Zuwarten auch mehr Zeit, etwa für Nachuntersuchungen 24 oder 48 Stunden später, bevor man sich für eine etwaige Behandlung entscheidet.”
Pflanzenmedizin und Hühnersuppe
Hilfreich für dieses Vorgehen seien Erregertests. “Bei Kindern, deren Allgemeinzustand gut und der Sinn von Antibiotika zweifelhaft ist, sind Abstriche oder der zweiminütige CRP-Schnelltest sinnvoll. Letzteren gibt es mittlerweile in jeder Praxis, doch nicht überall bezahlt die Krankenkasse”, so der Mediziner. Abwarten bedeute nicht Nichtstun. “Sinnvoll ist in vielen Fällen eine frühzeitige Basistherapie, die das lokale und systemische Immunsystem stärkt. Dazu gehören hochwertige Phytotherapeutika, die antiviral und antimikrobiell wirken und künftig mehr Bedeutung bekommen werden, jedoch auch t Bettruhe und Fiebernlassen.” Selbst die Hühnersuppe werde medizinisch zunehmend anerkannt.
Den Hintergrund für diese Entwicklung veranschaulicht der in Abu Dhabi tätige Labormediziner Oskar Janata. “Aktuell gibt es keine Antibiotika mit neuen Wirkprinzipien, während die Erreger gleichzeitig immer weniger auf die verfügbaren Mittel reagieren.” In ganz Europa habe seit 2002 die Variante des Darmbakteriums Escherichia coli, die das an Resistenzen wesentlich beteiligte Enzym ESBL erzeugt, dramatisch zugenommen. Zudem reagierten die Erreger immer weniger auf Fluochinolone und Cephalosproine der dritten Generation. Als Problem der Zukunft speziell für Intensivstationen sieht der Experte den bis zu zwei Wochen persistieren Erreger Acinetobacter, gegen den es kein Gegenmittel gibt.
Händewaschen stoppt die Übertragung
Eine Maßnahme, die als Folge der Resistenzen gemeinsam mit dem kritischen Antibiotikaeinsatz einen erneuten Aufschwung erleben wird, ist das Händewaschen. “Die Hände gehören zu den wichtigsten Übertragungswegen resistenter Keime. Die Qualität des Händewaschens im Spital und auch zuhause wurde infolge der Schweinegrippe wiederentdeckt. Studien zeigen, dass Seife und Wasser vergleichbar gut wirksam sind wie konventionelle Antiseptika mit Alkohol. Beide können die Erreger zu 100 Prozent eliminieren”, betont Janata. (Ende)
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Mitleid beleidigt Behinderte
29.11.2010 von zaro.
Theaterstück “Firelands” provoziert mit neuen Formen der Integration
Iserlohn - Behinderte brauchen Respekt, nicht Mitleid oder Schamgefühle. Diese Botschaft vermittelt das Theaterstück Firelands http://www.finde-das-feuer.de, das am Freitag, 19.11. in Parktheater Iserlohn Premiere hat. Mitleid degradiert und erniedrigt nur, erklärt der musikalische Leiter der Show Andreas Winter gegenüber uns. “Es verletzt Menschen mit Behinderungen etwa so, wie wenn uns ein Multimillionär dafür bemitleidet, dass wir keinen Rolls-Royce fahren. Mitleid drängt anderen Menschen den eigenen Maßstab auf.”
Theater, das Mut macht
Inhaltlich dreht sich die multimediale Darbietung unter der Regie von Carina Steding um eine russische Tänzerin, die Depressionen und Bewegungsprobleme plagen. Der sie behandelnde Psychologe glaubt “unterdrückte Lebensfreude” als Problem zu erkennen. Er versucht, diese durch eine Traumreise neu zu entfachen und führt sie dazu zu ihren südamerikanischen Wurzeln. Sie gewinnt dabei ihre Leidenschaft wieder und macht damit Mut und Hoffnung. “Zentrale Botschaft ist die, dass man stets weitergehen muss statt stehen zu bleiben. Denn mit Begeisterung und dem Wissen, warum man es tut, lässt sich jede Grenze überschreiten”, so Winter.
Über gleich mehrere Tabus setzt sich das Stück in seiner Aufmachung hinweg. “Neben Profis stehen auch Laien auf der Bühne, die zum Teil psychisch Kranke, jedoch auch körperlich Behinderte sind”, berichtet Winter, der selbst den Psychologen darstellt. Menschen im Rollstuhl sind auf der Bühne keine Neuigkeit mehr - wohl aber in einer Handlung, in der es vordergründig nicht um Behinderung geht. So tanzt etwa ein spastisch Gelähmter im Rollstuhl Tango. Bei den meisten Menschen löst schon der Anblick von Behinderten Angst und Schamgefühl aus. Hier setzt das Theater an und will dem Zuschauer helfen, seine Beklemmung binnen weniger Minuten abzulegen.
Angst behindert Menschen
“Die Grenzen anderer Menschen erinnern uns an die eigenen Grenzen. Als Schutz davor entwickeln wir Mitleid und behandeln die Betroffenen nur mit Samthandschuhen”, erklärt Winter. Grundgelegt sei dieses Verhalten in der Erziehung. “Wir gaukeln unseren Kindern eine heile Welt ohne Schattenseiten vor - aus Angst, sie könnten daran zerbrechen und aus der eigenen Unfähigkeit, mit Schicksalsschlägen umzugehen. Ihre Frustration, sobald sie das Gegenteil erfahren, nehmen wir in Kauf.” Um das stete Weiterreichen dieser Haltung über Generationen zu unterbrechen, seien Aha-Erlebnisse nötig. “Die Show soll zur Frage den Beitrag leisten: Warum sollten Behinderte nicht auf der Bühne stehen?”
Therapeutischen Effekt habe das Stück somit nicht nur für die Darsteller, sondern auch für die Zuseher, indem es Ängste und Blockaden löst. “Nicht das, wovor ich Angst hatte ist gefährlich, sondern meine Angst selbst. Ängste und Tabus behindern genauso wie Körperbehinderungen - mit dem Unterschied, dass man sich ihrer viel leichter entledigen kann, wenn man nur will.” Respekt gegenüber körperlich und psychisch Belasteten zu leben erfordere Normalität. “Diese erreicht man dann, wenn man andere nicht als Menschen zweiter Klasse behandelt, obwohl sie nicht dieselben Leistungsansprüche erfüllen können”, so Winter.
Drei Jahre Proben
Möglich wurde das Theaterstück nur durch das Durchhaltevermögen aller Beteiligten. “Einerseits haben manche psychisch belastete Darsteller große Probleme, sich Texte zu merken oder Einsätze nicht zu verpassen. Zudem erforderten die Proben eine enorme Logistik”, so Winter. Ausreichend Platz für Elektrorollstühle wurde nach langer Suche erst in einer Turnhalle gefunden, aufgrund beschränkter Belastbarkeit und Transports per Rotkreuz-Fahrtendienst war jedoch nur eine zwei-Stunden-Probe pro Woche möglich. Die Vorbereitung dauerte somit drei Jahre.
Nähere Informationen zu “Firelands” unter: http://www.finde-das-feuer.de (Ende)
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Dicke riechen Nahrung besser
29.11.2010 von zaro.
Feinerer Geruchssinn verleitet zum Weiteressen
Portsmouth - Übergewichtige verfügen über einen besseren Geruchssinn für Nahrung. Wissenschaftler der University of Portsmouth http://www.port.ac.uk gehen davon aus, dass diese ersten Hinweise helfen könnten zu erklären, warum manche Menschen mit ihrem Gewicht kämpfen. Es ist bereits bekannt, dass der Teil des Gehirns, der Informationen über Gerüche verarbeitet, mit jenen verbunden ist, die über die Ernährung bestimmen. Details der Studie wurden im Fachmagazin Chemical Senses http://chemse.oxfordjournals.org veröffentlicht.
In Großbritannien ist laut BBC ein Viertel der Erwachsenen fettsüchtig. Ärzte befürchten, dass in Zukunft noch mehr Menschen übergewichtig sein werden. Zu einem großen Teil dürften dafür zuviel Essen und zu wenig Bewegung verantwortlich sein. Wissenschaftler erforschen jedoch auch seit einiger Zeit die dieser Epidemie zugrunde liegenden Ursachen.
Veränderter Geruchssinn
Das Team um Lorenzo Stafford wollte untersuchen, ob nicht auch ein veränderter Geruchssinn teilweise verantwortlich sein könnte. 64 Freiwillige wurden ersucht, an einer Reihe von Experimenten teilzunehmen, die ihre Fähigkeit zu riechen testeten. Es scheint so zu sein, dass Menschen Essensgerüche besser wahrnehmen können, nachdem sie gegessen haben und nicht wenn sie hungrig sind.
Die genauen Ursachen dafür sind bisher unbekannt. Stafford vermutet, dass der Körper so erkennt, dass keine weitere Nahrung mehr aufgenommen werden muss und damit verhindert, dass zu viel gegessen wird. Übergewichtige haben einen deutlich besseren Geruchssinn für Lebensmittel als Schlanke. Das gilt vor allem dann, wenn sie eine vollständige Mahlzeit zu sich genommen haben.
Hang zum Zunehmen
Stafford geht davon aus, dass dieser feinere Geruchssinn die Menschen dazu verleiten könnte weiterzuessen, auch wenn sie längst satt sind. Es sei denkbar, dass diese Wahrnehmung bei Menschen mit einem Hang zum Zunehmen eine aktivere Rolle spielt. Der Wissenschaftler hofft, dass diese Forschungsergebnisse weitere Studien in diesem Bereich anregen werden. (Ende)
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Kindesmissbrauch: Ein neues Buch will Opfern Mut machen
28.11.2010 von zaro.
Was passiert, wenn die Gesellschaft wegsieht?
Wien - Sexueller Missbrauch an Kindern ist eines der schlimmsten Verbrechen; es prägt die Opfer für ihr ganzes Leben und sie stehen zumeist unter einem hohen Leidensdruck. Innerlich erstarrt über das, was ihnen passiert ist, dauert es oft Jahrzehnte, bis die Betroffenen darüber sprechen können. Manche schaffen es nie.
Markus Oirer, Autor des Buches “Aus Tränen werden Kristalle. Abrechnung einer missbrauchten Seele”, ist passiert, was tausenden Kindern zustößt: Er wurde von einem Bekannten der Familie missbraucht und niemand reagierte auf seine kindlichen Hilfeschreie. Als Erwachsener setzt er sich mit dem Erlebten auseinander und erstattet Anzeige - diese kommt jedoch zu spät, denn die Verjährungsfrist ist bereits eingetreten. Heute hat Markus Oirer die Verletzungen des Missbrauchs ausgeheilt, er hat dem Täter vergeben und sich dadurch von ihm frei gemacht. Die Auswirkungen des Missbrauchs zogen sich durch alle Lebensbereiche, zeigten sich im Beziehungs- und Sozialleben, im Beruf und der Karriere sowie im gesamten sozialen und emotionalen Leben.
Es ist schlimm, wenn keiner hinsieht
Eines der schmerzlichsten Erlebnisse, die Markus Oirer im Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch gemacht hat, war das Wegsehen seiner Umgebung: “Die Erfahrung, dass viele Menschen in meiner näheren Umgebung geahnt oder sogar gewusst haben, dass sich der Täter an Jungs vergreift und dabei aber weggesehen haben, hat mich in meiner Seele tiefer verletzt als der Missbrauch selbst.” Dieser gesellschaftliche Umgang mit dem Thema macht den Autor besonders wütend und war ein starker Antrieb, das Buch zu schreiben und damit mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. “Nachbarn, Polizei, Kirchenvertreter und sogar Kommunalpolitiker: Alle wollten nur ihre Welt leben, aber nichts von meiner störenden Nachricht wissen. Der Bürgermeister wollte wiedergewählt werden, aber keinen Wirbel in seiner Gemeinde.” Beschwichtigungen, Verdrängung, Einschüchterungen - all das bekam er zu spüren, Hilfe von der Erwachsenenwelt erfuhr er als Kind jedoch keine.
Mit seinem Buch “Aus Tränen werden Kristalle” will Markus Oirer seine Erfahrungen in der Aufarbeitung weitergeben und auf den Umgang von Gesellschaft und Kirche mit sexuellem Missbrauch aufmerksam machen. Er kritisiert, dass durch die mediale Berichterstattung Grenzen verschoben werden; besonders die schweren Fälle von Zucht und Gewalt bekommen sehr viel Aufmerksamkeit und für jene, die es nicht ganz so schwer getroffen hat, wird es dadurch immer schwieriger, überhaupt gehört zu werden. Aber auch diese Kinder sind durch das ihnen zugefügte Leid traumatisiert. “Ich möchte aufzeigen, wie die Dynamik des Missbrauchs an Kindern meist abläuft und warum das immer wieder und über Jahre hinweg funktioniert. Gleichzeitig möchte ich dafür sensibilisieren, warum es für Kinder oft unmöglich ist, darüber zu sprechen und Ansätze dazu im Keim erstickt werden.”
Markus Oirer stellt sein Schicksal zur Verfügung, weil er anderen Opfern Mut machen möchte, einen ähnlichen Weg zu gehen - die Verdrängungen aufzugeben und die persönliche Geschichte zu heilen. “Zum einen, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es sich für einen selbst und das eigene Leben lohnt und zum anderen, weil es der erste Schritt zur Veränderung in der Gesellschaft ist.”
Der Autor steht für Interviews zur Verfügung.
Aus Tränen werden Kristalle. Abrechnung einer missbrauchten Seele
Markus Oirer
Hardcover, 231 Seiten
ISBN 978-3-902729-25-5
Erschienen im Goldegg Verlag
http://www.goldegg-verlag.com
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Erster Schlaganfallpatient erhält Stammzellen
28.11.2010 von zaro.
Sicherheit des neuen Behandlungsansatzes wird überprüft
Glasgow - Wissenschaftler des Southern General Hospital haben Stammzellen in das Gehirn eines Schlaganfallpatienten injiziert, um einen neuen Behandlungsansatz zu testen. Der ältere Mann ist weltweit der erste Mensch, der mit diesem neuen Verfahren behandelt worden ist. Er erhielt am Wochenende geringe Mengen Stammzellen und wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen. Laut den behandelnden Ärzten ist sein Zustand gut.
Gehirnzellen von Föten
Kritiker beanstanden laut BBC, dass die Gehirnzellen von Föten genutzt wurden, um diese Stammzellen herzustellen. Das Pharmaunternehmen ReNeuron Group plc http://www.reneuron.com betont jedoch, dass diese Tests von der UK Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency (MHRA) http://www.mhra.gov.uk genehmigt wurden. Zusätzlich seien Föten nur am Beginn der Forschung eingesetzt worden.
Der Patient erhielt nur eine sehr geringe Dosierung der Stammzellen. Ziel war es, in ersten Tests die Sicherheit dieses Behandlungsansatzes zu untersuchen. Im Verlauf des kommenden Jahres sollen zwölf weiteren Patienten immer größere Mengen Stammzellen verabreicht werden. Auch dabei wird die Sicherheit im Vordergrund stehen. Gleichzeitig soll auch genau überprüft werden, ob die Stammzellen begonnen haben, die geschädigten Bereiche des Gehirns wiederherzustellen, und, ob sich der Zustand der Patienten verbessert hat.
Genauere Erforschung
Keith Muir von der University of Glasgow http://www.gla.ac.uk hofft, dass diese Tests, vorausgesetzt sie sind erfolgreich, zu einer genaueren Erforschung dieses Behandlungsansatzes führen werden. Die erste Patientengruppe wird aus Männern über 60 bestehen, deren Zustand sich in den letzten Jahren wenig oder gar nicht verbessert hat.
Sollten die erzielten Ergebnisse positiv sein, planen die Wissenschaftler weitere Tests mit unterschiedlichen Patientengruppen. Die ersten Tests könnten in frühestens zwei Jahren beginnen. Die Wirksamkeit soll noch genauer erforscht werden und auch, welche Patienten von diesem Behandlungsansatz am meisten profitieren. Vor wenigen Wochen hat das US-Pharmaunternehmen Geron http://www.geron.com klinische Tests mit einem gelähmten Patienten begonnen. Mit diesen Tests scheint die Stammzellenforschung nun auch in den Krankenhäusern angekommen zu sein. (Ende)
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Atemwegsinfekte mit der Kraft der Natur behandeln
27.11.2010 von zaro.
Komplementärmedizin wirkt vielfach besser als Antibiotika
Wien - Schätzungen zufolge sind bis zu 90 Prozent aller Atemwegsinfekte viral bedingt. In vielen Fällen werden Antibiotika verordnet - sie sind jedoch gegen Viren wirkungslos, schädigen die körpereigene gesunde und für die Abwehrkraft notwendige Keimflora und tragen zur individuell und global zunehmenden Antibiotikaresistenz bei. Wesentlich wirkungs- und sinnvoller ist häufig der Einsatz komplementärmedizinischer Maßnahmen gegen Erkältungskrankheiten, betonen Experten.
Die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen hat zur Folge, dass immer mehr bakterielle Erkrankungen mit herkömmlichen Antibiotika nicht mehr so sicher und effizient behandelbar sind wie früher. Experten plädieren daher für eine verantwortungsvolle Anwendung von Antibiotika. “Dazu gehört der gezielte Einsatz in ausreichend hoher Dosierung über einen der Infektionskrankheit entsprechenden Therapiezeitraum. Jede überflüssige und ungezielte Therapie begünstigt eine Resistenzselektion”, warnt Prim. Univ. Doz . Dr. Christoph Wenisch, Abteilungsvorstand, 4. Medizinische Abteilung mit Infektions- und Tropenmedizin, SMZ-Süd-Kaiser Franz Josef Spital.
Risiko für Asthma und Neurodermitis steigt
Die Folgen unreflektierter Antibiotikagaben reichen über die Gefahren der Resistenzentwicklung noch weit hinaus. Eine aktuelle Studie aus Schweden (Metaanalyse des “Swedish Institute for Infectious Disease Control”) ergab, dass eine siebentägige Antibiotikagabe die Darmflora bis zu zwei Jahre lang beeinträchtigen kann. Dies führt zu einer Schwächung des Immunsystems. Die Entstehung von Asthma und Neurodermitis wird begünstigt.
Antibiotikaresistenzen werden zunehmend auch schon bei Kindern festgestellt. “Je häufiger kleine Kinder Antibiotika einnehmen müssen, desto größer ist ihr Risiko, an Asthma zu erkranken”, betont die Allgemeinmedizinerin Dr. Petra Maria Orina Zizenbacher. Eine große kanadische Studie zeigte, dass Kinder, die bereits im ersten Lebensjahr Antibiotika einnehmen müssen, besonders häufig noch vor dem siebten Geburtstag Asthma entwickeln. Die Gefahr wächst zudem mit jeder Antibiotikakur, wie ein Wissenschaftlerteam der University of Manitoba nachwies: Babys, die mehr als viermal Antibiotika schlucken, tragen ein 1,5-fach erhöhtes Asthmarisiko.
Experten empfehlen daher für jede Altersgruppe zunehmend den Einsatz natürlicher Maßnahmen und Heilmittel zur Vorbeugung und Linderung von Erkältungskrankheiten.
Wirksame Maßnahmen zur Vorbeugung
In der Vorbeugung von Erkältungskrankheiten spielen eine vitaminreiche Ernährung sowie maßvoller Sport eine maßgebliche Rolle. Bei Neigung zu Erkältungskrankheiten sind Warm-Kalt-Wechselbäder oder Kneippanwendungen sinnvoll. “Wichtig ist auch, dass die Darmflora in Ordnung ist”, erklärt Dr. Christian Plaue, Leiter des Referats für Komplementärmedizin, Ärztekammer Wien. Besonders bei Kindern fehlen nach häufiger Antibiotikagabe gerade jene Bakterien, die physiologischer Weise im Darm in Kooperation mit dem dort ansässigen Immunsystem dafür zuständig sind, die Abwehr gegen Krankheitserreger im Bereich der Atemwege zu verstärken. Zur Sanierung einer geschädigten Darmflora stehen Arzneimittel zur Verfügung, die physiologisch im Darm vorkommende Lactobazillen, Enterokokken oder Coli-Bakterien enthalten.
Natürliche Methoden helfen
Liegt bereits eine Erkältung vor, so stehen viele natürliche Methoden zur Auswahl, die den Krankheitsverlauf lindern oder abkürzen können. In der frühen katharrhalischen Phase geht es vor allem darum, ein Übergehen in die mukopurulente Phase mit zäher Schleimbildung zu verhindern bzw. das Abhusten von Schleim zu fördern, um einer bakteriellen Superinfektion den Nährboden zu entziehen.
Zur Verkürzung der Krankheitsdauer eignen sich verschiedenste Maßnahmen, um die Abwehrkräfte zu unterstützen. Dr. Plaue: “Hierzu zählen unter anderem diverse Erkältungs- oder Grippetees, die entweder die Abwehrkräfte stärken oder das Abhusten und die Ausscheidung von Schleim aktivieren und den Stoffwechsel anregen. Sie enthalten Eibisch, Lindenblüten, Hollunderblüten, Spitzwegerich, Salbei, etc. Sehr gute Erfahrungen habe ich auch mit homöopathischen Arzneimitteln sowie mit Vitamin C in Gramm-Dosierung.”
Neue Therapieoption aus Südafrika
“Pflanzliche Arzneimittel eignen sich zur Behandlung von ‘Erkältungen’ besonders gut”, bestätigt auch Univ.-Prof. Mag. Dr.Wolfgang Kubelka, Department für Pharmakognosie, Universität Wien, Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie. Die breite Auswahl an Pflanzenheilmittel (Phytopharmaka) wird neuerdings durch ein Extrakt (EPs® 7630, Kaloba®) aus den Wurzeln der Kapland Pelargonie bereichert: Diese werden heute in Südafrika aus Kulturen gewonnen und nach einem standardisierten Verfahren zu einem Extrakt von konstanter Qualität verarbeitet. Chemische Analysen ergaben eine große Zahl an Inhaltsstoffen, die zu verschiedenen Substanzklassen gehören (Cumarine, v.a. Umckalin, Phenolcarbonsäuren, Gerbstoffe: Gallussäurederivate und Oligomere Procyanidine, Flavonoide u.a.). Im Labor (”in vitro”) wurden für den Gesamtextrakt verschiedene Wirkmechanismen gefunden: Im Vordergrund stehen antivirale (Interferon-Induktion) und antibakterielle (Adhäsionshemmung) Wirkungen sowie eine sekretomotorische Aktivität (Erhöhung der Zilienbewegung des Flimmerepithels). Kubelka: “Das Zusammenspiel dieser Wirkungen führt zu einer eindrucksvollen Besserung der Symptomatik bei Erkältungskrankheiten. Die aus traditioneller Erfahrung bekannte gute Wirksamkeit bei ausgezeichneter Verträglichkeit ist inzwischen an vielen tausend Erwachsenen und Kindern durch Studien und Anwendungsbeobachtungen bestätigt.”
Quelle: Pressefrühstück “Antibiotikaresistenzen nehmen zu - Heilpflanzen bieten oft eine gute Alternative - Erkältungen natürlich behandeln”, 16. November, Wien (Ende)
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Colpur Colostrum, ist Vitalkraft für Schönheit, Jungendlichkeit, ein echter Beauty-Geheimtipp
27.11.2010 von zaro.
Wahre Schönheit kommt von Innen, Jugendliches Aussehen ist ein Ergebnis qualitativ hoher Zellenergie und einer erstklassiger Ernährung, wie “Innen so Außen” ist das Geheimnis der Hollywood Beautys.
Wörgl/Tirol - Colostrum heißt der Jungbrunnen für Schönheit, Gesundheit und Jugendlichkeit. Fakt ist, das nachweislich durch die lmmunglobuline, die im Colostrum vorhanden sind, Bakterien, Viren und Hefen neutralisiert werden. Wenn nun ein Nahrungsergänzungsmittel mit einem sehr breiten Wirkungsspektrum auf den Markt kommt, von dem behauptet wird, dass es beinahe alles kann, von einer Stärkung des Immunsystems bis hin zur Unterstützung der Fettverbrennung und zur kosmetischen Pflege sollte man immer skeptisch sein, und genau untersuchen was dahintersteckt. Wenn man zum erstenmal von Colostrum hört, scheinen die angeblichen Wirkungen zu gut, um wahr zu sein. Doch wenn man sich mit der umfangreichen Forschungsliteratur zu dieser Substanz beschäftigt ist es mehr als nur ein kurzes Staunen, das Thema zieht einen regelrecht in seinen Bann. Es gibt einen natürlichen Stoff, der dem Körper hilft, sein physiologisches Gleichgewicht - einen natürlichen Zustand von Gesundheit, Schönheit und Vitalität wiederzuerlangen, zu schützen und zu erhalten.
Bereits zum Ende des 18. Jahrhunderts beschrieb der Arzt Christoph W. Hufeland die einmalige Funktion des Colostrums im Unterschied zu “normaler” Milch, er erkannte den positiven Einfluss auf den allgemein hohen Gesundheitsstandard und das schnelle Wachstum der neugeborenen Kälber. Im Jahr 1955 wurde eine Fachpublikation über die “Immunmilch” zur Nahrungsergänzung für Menschen mit rheumatischer Arthritis veröffentlicht, wodurch die Erstmilch eine hohe Aufmerksamkeit erreichte. In den darauf folgenden Jahren wurden Colostrum, seine Bestandteile und Wirkstoffe vermehrt untersucht.
Dabei konnte wissenschaftlich bestätigt werden, dass gestillte Säuglinge beispielsweise bedeutend seltener an Allergien und Infektionen erkrankten, dass sie größeren Appetit zeigten und im Normalfall schneller als die nicht gestillten Kinder wuchsen. Mittlerweile ist nachgewiesen, dass Colostrum nicht nur für Säuglinge und Kinder, sondern auch für den erwachsenen Menschen von enormer Bedeutung ist. Der Tiroler Anbieter COLPUR in Wörgl, colostrum.colpur.at ist in Sachen Erstmilch-Präperate auf höchste Qualität bedacht und bietet einzigartige Colostrum-Nahrungsergänzungen und Kosmetik aus Immunmilch an. Dabei spielt die Immunglobulin-Konzentration eine entscheidende Rolle, denn schon nach 12 Stunden sinken die Werte der Colostrumzusammensetzung massiv und dadurch fällt dabei auch die Konzentration des Immunglobulins. Jede Nahrungsergänzung ist aber nur so gut wie deren Inhaltsstoffe und die Konzentration der Wirkstoffe, je höher dosiert desto besser die Wirkung, so Thomas Osl, Geschäftsführer von COLPUR im Gespräch mit ZAROnews. In Vielen Laboruntersuchungen konnten die Tiroler Experten feststellen das die Konzentration der Wirkstoffe in vielen Produkten aufgrund des günstigen Preises, extrem reduziert sind und es oftmals lediglich um Fragmente des wertvollen Colostrums geht.
Gesundheit, Schönheit und Jugendlichkeit bewahren
Gegen Pickel hilft nicht nur die Nahrungsergänzung durch Colostrum von Innen, die Hautpflegeprodukte aus Erstmilch können dann zielorientiert von Außen zur Anwendung kommen, damit können Hautunreinheiten kontrolliert und erfolgreich behandelt werden. Colostrum wirkt antibakteriell und schützt die Haut gegen virale Infekte und Pilzinfektionen. Colpur Kosmetik [1] hilft besonders bei der Revitalisierung der Haut, reguliert die Talgproduktion und normalisiert dabei die Abstoßung der Haut. Colostrum Kosmetik beruhigt und entspannt die Haut, versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und wirkt glättend.
Falten sind ein wichtiges Thema, wir wollen gerne sehr alt werden aber dabei Jung und Vital aussehen. Leider entwickeln sich im Laufe unseres Lebens mehr oder weniger ausgeprägte Falten, so hängt das mit dem Elastizitätsverlust der Collagenfasern zusammen. Das Protein Collagen ist der Hauptbestandteil der Dermis (Lederhaut) und bildet ein Netzwerk aus Fasern, das den Rahmen für das Wachstum von Zellen und Blutgefäßen bietet. In einer jungen Haut ist dieses Netzwerk intakt und so bleibt die Haut geschmeidig und elastisch. Colostrum regt die natürliche Collagen-Produktion an und bewirkt eine Glättung der Haut sowie ein deutlich jüngeres Aussehen. Colostrum unterstützt die Haut dabei, diesen natürlichen Schutzmantel gesund zu halten. Somit ist Colostrum ein wertvoller, nützlicher und natürlicher Bestandteil, der in Hautpflegeprodukten durch seine zellerneuernden Eigenschaften voll zur Geltung kommt, www.colpur-webshop.at . (Ende)
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Gefühle mitteilen verbessert die Teamleistung
26.11.2010 von zaro.
Lösungsfähigkeit steigt durch gut gemachtes negatives Feedback
Amsterdam/Wien - Ein Arbeitsteam verbessert seine Leistung, wenn seine Mitglieder ihren Gefühlen Ausdruck verleihen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der niederländischen Organisation für wissenschaftliche Forschung NWO http://www.nwo.nl. Der Austausch positiver Empfindungen macht ein Team demnach kreativer und stärkt schwache Mitglieder, doch auch negative Gefühle erhöhen die analytischen Fähigkeiten des Teams und machen es solidarischer.
Mitteilen macht den Kopf freier
Die Forscher um Annefloor Klep zeigten ihren Versuchspersonen fröhliche oder traurige Filme und stellten ihnen im Anschluss verschiedene Aufgaben, die es im Team zu lösen galt. Teils war zuvor eine Austauschrunde über den Film eingeplant, teils nicht. In anderen Versuchen ließ man die Probanden glauben, dass persönliche Differenzen zwischen ihnen die gemeinsame Arbeit behinderten.
In bestimmten Konflikten hilft es sehr, einander negative Gefühle mitzuteilen, so das Ergebnis. Teams, die sich über traurige Film austauschten, punkteten im Vergleich am besten bei schwierigen Entscheidungsfindungen und waren solidarischer. Zudem gelang das Wegstecken negative Gefühle besser und die Konzentration bei der Arbeit lag nicht ständig beim Konflikt. Der Austausch positive Gefühle verbesserte hingegen die Kreativität und bestärkte besonders unsicherer Personen. “Am größten ist der Effekt bei Teams, die über lange Zeit zusammenarbeiten”, so Studienleiterin Klep.
Form entscheidet über Wirkung
“Gefühle auszudrücken ist grundsätzlich gut”, bestätigt auch Herbert Mirtl, Management-Berater bei Team Training Austria http://teamtraining.at, gegenüber der Presse. Klar sei, dass positive Rückmeldungen die Kreativität und Lösungsbereitschaft eines Teams stärken. Beim Austausch über negative Inhalte hänge jedoch alles von der Form ab. “Nicht was, sondern wie man etwas sagt ist verletzend, wie Viktor Frankl sagte. Geschieht eine Rückmeldung über den falschen Weg, kann sie durchaus stören und sogar zerstören”, so der Experte.
Gelingen und dadurch die Lösungsfähigkeit verbessern könne negatives Feedback laut Mirtl am ehesten, wenn sie durch Ich-Botschaften in der Kommunikation erfolgt. “Das ist dann der Fall, wenn der Einzelne seine Wahrnehmung auch als solche wiedergibt, also ‘ich sehe und höre dieses und fühle dadurch jenes’. Diese nicht bewertende Aussage entspricht stets der Wahrheit des Einzelnen.”
Männer im Rückstand
Doch die wenigsten würden dies gut zustande bringen. “Besonders Männer haben hier einen Rückstand, zudem gibt es auch kulturelle Unterschiede. Deutsche haben die Angewohnheit, klar, deutlich und ungeschminkt zu reden, was sowohl Vor- als auch Nachteil sein kann. In Österreich ist die Raunzer-Mentalität verbreitet und man neigt zum Verkleiden und Abschwächen von Kritik”, so der Wiener Führungskräfte-Trainer. (Ende)
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Es wird Winter und kann schon mal …
25.11.2010 von zaro.
folgendes passieren:
Kälte ist eben doch eine Frage der Einstellung:
+10°C Die Bewohner von Mietwohnungen in Helsinki drehen die Heizung ab
Die Lappen (Bewohner Lapplands) pflanzen Blumen.
+5°C Die Lappen nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über den Horizont steigt.
+2°C Italienische Autos springen nicht mehr an.
0°C Destilliertes Wasser gefriert.
-1°C Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen Mittelmeerurlaub zu planen.
Die Lappen essen Eis und trinken kaltes Bier.
-4°C Die Katze will mit ins Bett.
-10°C Zeit, einen Afrikaurlaub zu planen.
Die Lappen gehen zum Schwimmen.
-12°C Zu kalt zum Schneien.
-15°C Amerikanische Autos springen nicht mehr an.
-18°C Die Helsinkier Hausbesitzer drehen die Heizung auf.
-20°C Der Atem wird hörbar.
-22°C Französische Autos springen nicht mehr an.
Zu kalt zum Schlittschuhlaufen.
-23°C Politiker beginnen, die Obdachlosen zu bemitleiden.
-24°C Deutsche Autos springen nicht mehr an.
-26°C Aus dem Atem kann Baumaterial fuer Iglus geschnitten werden.
-29°C Die Katze will unter den Schlafanzug.
-30°C Japanische Autos springen nicht mehr an.
Der Lappe flucht, tritt gegen den Reifen und startet seinen Lada.
-31°C Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren
zusammen. Lapplands Fussballmannschaft beginnt mit dem Training für den Frühling.
-35°C Zeit, ein zweiwöchiges heisses Bad zu planen.
Die Lappen schaufeln Schnee vom Dach.
-39°C Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken.
Die Lappen schliessen den obersten Hemdknopf.
-40°C Das Auto will mit ins Bett.
Die Lappen ziehen einen Pullover an.
-45°C Die Lappen schliessen das Klofenster.
-50°C Die Seelöwen verlassen Grönland.
DieLappen tauschen die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.
-70°C Die Eisbären verlassen den Nordpol.
An der Universitaet Rovaniemi wird ein Langlaufausflug organisiert.
-75°C Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis.
Die Lappen klappen die Ohrenklappen der Mütze runter.
-250°C Alkohol gefriert.
Der Lappe ist sauer.
-268°C Helium wird flüssig.
-270°C Die Hoelle friert.
-273,15°C Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen.
Die Lappen geben zu: “Ja, es ist etwas kühl, gib’ mir noch einen Schnaps
…”
Und ich bin der Meinung, uns kann nichts mehr erschüttern, wir sind Härte gewöhnt…..wo ist denn nur mein Badehöschen hin, Badekappe habe ich bereits auf……den Wodka in der Hand……..los geht’s………
LG.v. Gisi (… ist heute reingeschneit …) Wir dachte das sollten auch Sie lesen, Anm. Red.
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Schul-Mobbing: Opfer oft als Schuldige bezichtigt
25.11.2010 von zaro.
Expertin: “Schule muss gewaltfreies Lernen garantieren”
Linköping/Berlin - Viele Jugendliche schieben ihren Klassenkollegen selbst die Schuld daran zu, wenn diese von anderen gezielt ausgegrenzt, belästigt oder in verschiedenster Form schikaniert werden. Die Situation an der Schule hinterfragen hingegen die wenigsten. Das berichten Forscher der schwedischen Linköping-Universität http://www.liu.se/en im Springer-Journal “Child and Youth Care Forum”. Experten aus der Praxis bestätigen hingegen, dass die Haltung einer Schule zu Gewaltfreiheit ein zentraler Faktor für das Entstehen von Mobbing in der Klasse ist.
Die Forscher befragten 176 Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren nach der Ursache für Mobbing an Schulen. Bei der Frage, wer Mobbing auslöst, tippen 69 Prozent auf den Täter selbst - konkret auf seine Charakterschwächen wie etwa Unsicherheit, jedoch auch auf dessen Macht-, Status- und Beliebtheitsstreben. Fast die Hälfte der Befragten - vor allem Burschen - nehmen aber auch 42 Prozent die Opfer in die Pflicht und sehen deren “Andersartigkeit” oder “Komischsein” als Auslöser.
Gemobbte brauchen zweites Standbein
“Gemobbte Schüler fühlen sich oft selbst schuldig”, berichtet Kristine Kretschmer, Projektleiterin der Anti-Mobbing-Seite des Netzwerks Seitenstark http://www.mobbing.seitenstark.de, gegenüber uns. “Dazu reicht schon Übergewicht, ein nicht akzeptierter Musikstil oder auch nur eine Brille. Man kann wegen allem gemobbt werden.” Das Problem entsteht meist dann, wenn jemand in seinem Anderssein verletzbar ist, was besonders in schwierigen Lebenssituationen der Fall ist. “Ereignisse wie Todesfälle, Erkrankungen oder Streit in der Familie machen sensibel und lassen stärker reagieren.”
Der wichtigste Rat für die Opfer sei der, Hänseleien so gut wie möglich zu ignorieren, damit die Täter den Spaß am Mobbing verlieren. Weiters ist es wichtig, eigene Stärken zu finden, an denen man sein Selbstbewusstsein aufbauen kann. “Es geht um die Frage ‘Was kann ich?’ Wenn die Klasse Probleme bereitet, so ist es gut auch andere Standbeine zu haben, etwa Gemeinde, Vereine, Tanzen oder Singen. Vielen hilft auch Kampfsport - bloß um das Gefühl zu haben, dass man sich im Ernstfall verteidigen kann”, rät Kretschmer den direkt von Mobbing Betroffenen.
Anlaufstelle ist der Lehrer
Laut der schwedischen Studie sehen Schüler auffallend selten das Umfeld als Problem für Mobbing - nur 21 Prozent bei der Clique und sieben Prozent in der Schule. “Schülern fehlt hier noch der Blick auf Zusammenhänge, denn das Umfeld spielt eine zentrale Rolle”, betont Kretschmer. Klassenzimmer seien öffentliche Räume, folglich gehören zu Mobbing nicht nur Täter und Opfer, sondern auch Zuseher, Lehrer und der Schulleiter. “Mobbing geschieht dort, wo es nicht verhindert wird und niemand dazwischen geht. Die Schule muss jedem Schüler das Lernen ermöglichen, was nur bei Gewaltfreiheit der Fall ist”, so das Urteil der Expertin.
Wichtig sei deshalb, das Fälle von Mobbing so bald wie möglich öffentlich werden. “Schüler sollten es dem Lehrer berichten, der darauf reagieren muss. Die Erfahrung zeigt, dass die Situation über diesen Weg am besten gelöst wird.” Auch die Eltern spielen hier eine Rolle. “Erfahren sie davon, so sollte die Reaktion nicht ‘So schlimme Kinder’ lauten, sondern ‘Warum dürfen die das?’ Folglich sollten sich Eltern immer an die Schule wenden und nicht an die Eltern der Täter, da diese ihre Kinder immer in Schutz nehmen werden”, empfiehlt die Expertin. (Ende)
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Amazon: Nur Aufschrei stoppt Pädophilen-Ratgeber
24.11.2010 von zaro.
“Kinderliebe-Handbuch” in Kindle-Charts - Händler verteidigte Verkauf
Seattle - Eine Welle der Empörung war nötig, um den Verkauf eines Pädophilen-Handbuchs bei Amazon zu stoppen. Bis zuletzt hatte der Online-Händler den Verkauf des umstrittenen Ratgebers für Kinder-Liebhaber sogar verteidigt. So befand sich im Angebot des Webshops für Amazons E-Reader Kindle ein E-Book mit dem Titel “The Pedophile’s Guide To Love & Pleasure” (”Der Pädophilen-Führer zu Liebe und Vergnügen”). Erst auf den massiven öffentlichen Protest und Boykottaufrufe vonseiten der Kunden reagierte der Konzern und nahm das Werk aus seinem Sortiment. Schließlich hatte es das Buch in die Charts geschafft.
Zensur-Argument
Bis auf Platz 80 der meistverkauften Kindle-Bücher war das bedenkliche Angebot gelangt, bevor Amazon auf den Aufschrei von Web-Usern und Online-Medien reagierte und den Pädophilen-Ratgeber doch vom Verkauf aussetzte. Auf Nachfrage der Presse war seitens des Unternehmens keine Stellungnahme erhältlich. Vor dem heute, Donnerstagnacht, erfolgten Verkaufsstopp hatte sich der Online-Händler noch in einem Statement geäußert, in dem er sein Angebot verteidigte und nicht in Erwägung zog, es aus dem Sortiment zu streichen.
“Amazon glaubt, es ist Zensur, bestimmte Bücher nicht zu verkaufen, nur weil wir oder andere glauben, ihre Botschaften seien anstößig”, heißt es in der Stellungnahme. “Amazon unterstützt weder Hass noch kriminelle Handlungen, aber wir unterstützen das Recht jedes Einzelnen, eigene Kaufentscheidungen zu treffen”, wird das Unternehmen von TechCrunch zitiert. Mehrere Tausend negative Artikelbewertungen und User-Kommentare, die sich gegen den Verkauf des Buches wandten, zeugen von einer anderen Meinung unter den Amazon-Kunden. Umso bedenklicher ist jedoch, dass es das Handbuch für Pädophile überhaupt in das Sortiment und in die Charts des Web-Händlers geschafft hat. (Ende)
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Wer sich an Kindern vergeht, braucht kein Buch, sondern ein ZELLE, mit dicken Wänden und stählernen Türen, Red.
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Erfolg einer Partnerschaft hängt von Genen ab
23.11.2010 von zaro.
Umwelt und Erbgut bestimmen das Gruppenverhalten
Edinburgh/Wien - Ob Menschen gut zusammenpassen, ist auch eine Frage der Gene. Das behaupten schottische Forscher in der Zeitschrift “Psychological Science”. “Der Erfolg einer Gruppe oder auch einer Partnerschaft hängt außer von Umweltfaktoren wie etwa gemeinsame Ziele, Glaubenshaltungen oder Traditionen auch von der genetischen Zusammensetzung der Einzelpersonen ab”, berichtet Studienleiter Timothy Bates von der University of Edinburgh http://www.ed.ac.uk.
Eineiige Zwillinge wählen gleich
Hinweise für den Einfluss der Erbmasse fanden die Forscher in der Untersuchung von 1.000 Zwillingen. Teils waren es eineiige Zwillinge, die also alle Gene gemeinsam haben, teils nicht-eineiige. Zwillinge eignen sich für derartige Tests auch besonders, da sie sich in den Umwelteinflüssen durch Kindheit und Erziehung in der Regel weniger unterscheiden als andere Menschen. Beide Gruppen fragte man nach ihrer Loyalität gegenüber Menschen aus dem eigenen bzw. anderen ethnischen oder religiösen Hintergrund - und auch, nach welchen Kriterien sie ihre Partner wählen würden.
Die Antworten der eineiigen Zwillinge ähnelten sich viel mehr als jene der nicht-eineiigen. Nach Ansicht der Wissenschaftler haben Gene somit zwar nicht den wichtigsten, jedoch einen spürbaren Einfluss auf den Erfolg von Zusammenarbeit. Ihr Einfluss zeige sich etwa in der Loyalität gegenüber einer sozialen Gruppe oder in der Fähigkeit, sich flexibel in bestehende Gruppen einzugliedern. Als nächstes wollen die schottischen Forscher mit dieser Herangehensweise Mitgliedschaften in der Arbeit, im Sport oder im Militär untersuchen.
Kindheit spielt wichtige Rolle
“Gruppenverhalten oder auch Beziehungen sind sehr abstrakt. Gene spielen zwar sicher mit, die wichtigste Prägung dafür dürfte aber in der Kindheit geschehen”, urteilt der Wiener Arbeitspsychologe Andreas Fida-Taumer http://www.fida-taumer.at im Interview. Die Entwicklung der Persönlichkeit sei besonders von der Erziehung durch die Eltern und die Beziehung zu ihnen geprägt. “Trotzdem zeigen jedoch auch Geschwister deutliche biologisch geprägte Verhaltensunterschiede, etwa im Temperament”, so der Experte.
Die Frage, was Gene vorbestimmen und wie die Umwelt formt, ist in der Psychologie schon lange Thema. “Ein Pinguin wird nie fliegen lernen, da er aufgrund seiner Erbmasse ein Pinguin ist, doch Kunststücke kann man ihm beibringen. Der Mensch ist das adaptivste aller Lebewesen und stellt sich deshalb am stärksten auf Umweltbedingungen ein”, ergänzt Paul Jiménez vom Berufsverband der Psychologen http://www.arbeitspsychologie.org . (Ende)
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Hirnforschung: Ein neues Buch verrät die Geheimnisse unseres Denkens
23.11.2010 von zaro.
Welche Streiche spielt uns das Gedächtnis?
“Wie der Mensch denkt. Die Milliarden im Kopf” - Goldegg Verlag
Wien - Hin und wieder narrt uns unser Gehirn: Wir betreten fest entschlossen unser Schlafzimmer, um etwas zu deponieren - und halten inne. Warum haben wir einen Blumenstock im Arm? Und wo ist eigentlich die frische Wäsche, die in den Kleiderkasten soll? Wir haben sie gedankenverloren zum Wohnzimmerfenster gelegt, wo eigentlich der Platz für die Pflanze ist. Auch in vielen anderen Situationen beschleicht uns gerne einmal das Gefühl, dass wir unsere Gedanken nicht wirklich unter Kontrolle haben.
Zuerst denken, dann fühlen, dann handeln! Das menschliche Gehirn steckt voller Geheimnisse, die von den Hirnforschern unaufhaltsam entschlüsselt werden. Und obwohl es noch immer Phänomene gibt, die auch den Forschern nach wie vor rätselhaft sind, haben sie bereits eine Unmenge bahnbrechender Erkenntnisse gewonnen - etwa, dass unser Denken den Ursprung für unser Verhalten darstellt. Wir denken also bevor wir handeln und auch dem Fühlen geht unser Denken voraus. “Wir verhalten uns tatsächlich ausnahmslos in dieser Reihenfolge: Oft sind wir uns gar nicht bewusst, dass unser Gehirn an bestimmten Vorgängen überhaupt beteiligt ist, etwa wenn wir Routineaufgaben erledigen oder reflexartig handeln”, so Mag. Beate Handler, Psychologin, Psychotherapeutin und Autorin des neuen Sachbuchs “Wie der Mensch denkt. Die Milliarden im Kopf” (erschienen im Goldegg Verlag). “Die eingangs beschriebene Situation ist eine klassische Multitasking-Erscheinung: Wir wollen mehreres gleichzeitig machen, sind dadurch überfordert und unachtsam - und schon passieren uns die seltsamsten Dinge!”
Wer bringt Kinder auf dumme Gedanken? Bereits bei der Geburt verfügt das Gehirn über etwa 100 Milliarden Nervenzellen, in denen das Kernwissen gespeichert ist. Um sich weiterzuentwickeln, braucht das Baby Anregungen von seiner Umwelt; wenn es sie ausreichend zur Verfügung hat, wachsen die Verbindungen dieser Nervenzellen geradezu explosionsartig an. Doch Kinder lernen nicht nur das, was uns gefällt! Sie kommen auch auf dumme Gedanken, etwa durch Nachahmung, Neugierde oder durch uns Erwachsene: “Mit unseren Verboten bringen wir Kinder leicht auf dumme Gedanken. Größer kann die Verlockung gar nicht sein als wenn wir sagen ‘Steig da nicht rauf’. Wir bringen unseren Kinder aber auch bei, was uns im Leben wichtig erscheint und sie wachsen somit in einer bestimmten Stimmung, mit einem Lebensgefühl auf”, weiß die Autorin. Was wir in frühen Jahren gelernt haben, muss uns jedoch nicht ein Leben lang dominieren. Behindernde Verhaltensregeln oder Denkmuster, die wir in unserer Kindheit gelernt haben, können wir über Denken, Fühlen und Handeln auch wieder verändern.
Das Bauchgefühl gehört geprüft Manchmal wünschen wir uns, mit dem vielen Denken einfach aufhören zu können und uns ganz auf unser Bauchgefühl zu verlassen - denn unser Gefühl kann uns doch nicht täuschen und trifft immer die richtige Entscheidung, denken wir! Doch es ist kaum zu glauben, auch diesem intuitiven Gefühl gehen Gedanken voraus. In bestimmten Lebenssituationen sind unsere Sinne besonders wachsam und wir gleichen viele kleine Signalreize mit unseren Erfahrungen ab. Haben wir etwa das Gefühl, dass jemand Böses im Schilde führt, sagt uns das in Wahrheit nicht der Bauch, sondern unser Gehirn, das unsere Lebenserfahrungen abruft. Beate Handler rät uns in diesem Zusammenhang: “Auch wenn wir uns gerade verlieben ist es ratsam, unser Gefühl gedanklich zu überprüfen. Eine unerklärlich tiefe Sympathie für jemanden kann uns eventuell auch schaden, wenn frühe Erfahrungen uns dahingehend empfänglich gemacht haben.”
Wie der Mensch denkt. Die Milliarden im Kopf
Beate Handler
Hardcover, 300 Seiten
ISBN: 978-3-902729-17-0
Preis: 19,80 € [A]; 19,30 € [D]
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Infektionen: Antibiotika oft sinnlos eingesetzt
22.11.2010 von zaro.
Leitlinie gibt Überblick auf Diagnose und Behandlung
Wien - Antibiotika helfen nicht bei Virusinfektionen wie etwa Grippe, Erkältung oder akuter Bronchitis. Dennoch kommen sie gerade hier immer wieder in Einsatz, was sowohl finanzielle als auch gesundheitliche Schäden auslöst. Die Pharmaindustrie, die Ärzte- und die Apothekerkammer sowie der Hauptverband der Sozialversicherungsträger kämpfen in Österreich in der Initiative “Arznei und Vernunft” gemeinsam gegen dieses Problem. Deren Vertreter präsentierten heute die Neuauflage einer Leitlinie zu Arzneien gegen Entzündungen, den sogenannten Antiinfektiva.
Überlegter Einsatz nötig
Entzündungen sind hierzulande die häufigste Ursache für Krankenstand. Sie betreffen in den meisten Fällen den oberen und unteren Respirationstrakt, den Harnweg, den Darm oder auch die Haut. Die Möglichkeiten zur Behandlung hängen vom jeweiligen Erreger ab - während gegen Bakterien Antibiotika zum Einsatz kommen, sind es gegen Viren Virostatika, gegen Pilze Antimykotika und gegen Würmer Antihelminthika. Drei Viertel der Antiinfektiva werden im niedergelassenen Bereich verschrieben.
Hauptanliegen der Experten ist der überlegte Einsatz von Diagnose und Therapie. “Viel Geld wird verbrannt für Maßnahmen ohne Nutzen”, betont Florian Thalhammer, Präsentator der Leitlinien und Präsident der Gesellschaft für Infektionskrankheiten http://www.oeginfekt.at, gegenüber uns. So haben etwa laut deutschen Erhebungen 70 Prozent der angeforderten Antikörper-Tests auf Borrelien keine Auswirkung für die Behandlung von Patienten und könnten ohne weiteres ersatzlos gestrichen werden, ähnliches gilt für Chlamydien-Serologien.
Falsche Einnahme züchtet Resistenzen
Noch ausgeprägter ist das Problem allerdings bei der Therapie, speziell wenn ungerechtfertigt Antibiotika verschrieben werden. Das ist etwa in rund der Hälfte aller Antibiotika-Behandlungen von Infektionen der Nasennebenhöhlen, des Rachens oder Mittelohres der Fall, in Folge normaler Erkältungen sogar bei 100 Prozent. “Antibiotika gegen Viren verfehlen ihre Wirkung, sind daher sinnlos eingesetzt und bereiten neben direkten Kosten auch Mehrkosten für Resistenzentwicklungen”, so Hauptverbands-Sprecher Josef Probst.
Besonders die Resistenzen - die Fähigkeit der Bakterienerreger, mit Antibiotika zurechtzukommen - macht der Medizin große Sorgen und verursacht zudem hohe Kosten. Ein Harnwegsinfekt ist etwa mit Resistenz um 70 Prozent teurer als ohne, zeigen englische Studien, und 25.000 Menschen sterben in Europa jährlich in Folge einer Infektion mit multiresistenten Bakterienstämmen. “Das goldene Zeitalter der Antiinfektiva-Therapien ist vorbei. Es gibt kaum mehr Antibiotika-Präparate mit neuen Wirkmechanismen, und speziell gegen bakterielle Infektionen gab es heuer kein einziges neues Präparat”, warnt Thalhammer.
Mehr Zeit statt Antibiotika
Teils “hausgemacht” sei dieses Problem durch die zu großzügige oder übermäßige Verschreibung. Dahinter stehe auch der hohe Druck der Patienten. “Für viele ist nach wie vor nur der ein guter Arzt, der Pillen verschreibt. Es braucht Zeit um dem Patient zu erklären, dass ein Ausheilenlassen oft besser ist. Damit sinkt jedoch Antibiotika-Verbrauch.” Pharmig-Präsident Robin Rumler bringt auch die Scheinmündigkeit von Patienten ins Spiel, die sich durch das Internet noch zuspitzt. Mitschuld an der Lage sind jedoch auch Verbilligungen durch Generika, die den Antibiotika-Verbrauch sprunghaft steigen lassen, sowie Hamsterkäufe ohne ärztlichem Rezept im Ausland.
Die aktuelle Leitlinie, die von einer Patientenbroschüre begleitet wird, soll Ärzten den Rücken stärken, um Patienten auch von einer Therapie abzuraten. Sie bietet einen evidenzbasierten Überblick der Diagnostik und Therapie von leichten und mittelschweren Infektionen im ambulanten Bereich. Erstellt wurde das Nachschlagewerk ohne Einfluss von Interessensgruppen, betonen die Experten. (Ende)
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