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Archive für Dezember 2010

Leukämie: Schwachpunkt entdeckt und zerstört

Sabotierbares Protein Beta-Catenin aktiviert andere Gene

London - Hunderte Kleinkinder, die jedes Jahr an einer aggressiven Form der Leukämie sterben, könnten eines Tages gerettet werden. Wissenschaftler des King’s College London http://www.kcl.ac.uk haben einen Schwachpunkt der Krankheit entdeckt und in der Fachzeitschrift “Cancer Cell” http://www.cell.com/cancer-cell publiziert. Chromosomale Translokationen des MLL-Gens sind für 70 Prozent der Leukämie-Erkrankungen bei Kleinkindern unter zwei Jahren verantwortlich. Die Hälfe dieser Kinder stirbt innerhalb von zwei Jahren.

Schuldiges Protein entschlüsselt
Das Team um Eric So hat ein Protein entdeckt, dass die Entwicklung der Krankheit vorantreibt und sie resistent gegen eine Behandlung macht. Bei dem entscheidenden Protein handelt es sich um Beta-Catenin, einen Transkriptionsfaktor, der andere Gene aktiviert. Bei Experimenten mit normalen und MLL-Zellen von Mäusen und Menschen wiesen die Wissenschaftler nach, dass Beta-Catenin bei Krebsstammzellen aktiviert wird, die leukämische Blutzellen dazu bringen, sich zu vermehren.

Zurückdrehung der Krankheit
Als das Team Fragmente interferierender RNA einsetzte um die Produktion von Beta-Catenin zu sabotieren, kehren die Blutzellen zu einem frühen leukämischen Stadium zurück. Diese Zellen hörten auf sich zu vermehren und wurden für die Behandlung mit Medikamenten angreifbar. In einem nächsten Schritt planen die Wissenschaftler laut NewScientist Tests mit Medikamenten, die die Funktion von Beta-Catenin blockieren. Dieses Protein spielt auch bei der Entstehung von Hautkrebs und kolorektalen Karzinomen eine entscheidende Rolle. (Ende)

Alternative Krebstherapie: Den Krebs weghungern

Buch “Die Krebskur nach Rudolf Breuss richtig gemacht” neu aufgelegt

Pfullendorf - “Wie ich den Krebs in 42 Tagen weggehungert habe…” Diese unglaubliche Geschichte berichtet Jürgen H.R. Thomar in seinem neu aufgelegten Buch “Die KREBSKUR nach Rudolf Breuss richtig gemacht”, das in vierter, überarbeiteter Auflage im Januar 2011 erscheint.

In der Fernsehsendung “NACHTCAFé” des SWR am 29.10.2010 stellte Thomar die alternative Krebskur vor, die ihn vom Prostatakrebs befreite. Und das kam so:

Weil die schulmedizinischen Therapien nicht halfen und er Versuchskaninchen hätte sein sollen, suchte der Autor nach Alternativen. Er fand sie in der Krebskur nach dem Buch “KREBS/Leukämie” des 1990 im Alter von 91 Jahren verstorbenen Naturheilers und Volksmedizin-Experten Rudolf Breuss aus Österreich.

Thomar nahm den Kampf gegen den Krebs in die eigene Hand und fing an zu hungern. Während der Kur darf man nämlich 42 Tage nichts essen, nur spezielle Tees und einen Gemüsesaft trinken. Sonst nichts. 20 Kilogramm nahm der Autor dabei ab.

Alle schulmedizinischen Nachuntersuchungen seither bestätigen, dass Thomar den Krebs 2004 mit dieser Kur tatsächlich besiegte.

Die Wirksamkeit des Fastens über einen längeren Zeitraum hinweg beleuchtet Thomar auch in seinem Buch “HEILFASTEN nach Rudolf Breuss, einfach genial”.

Der Autor lebt in Süddeutschland und ist ungewollt für viele zum “Breuss-Experten” geworden.

Weitere Informationen:
http://www.breuss-kur.de und http://www.breuss-kur.de/presseinformation.html (Ende)

2011 wird das Jahr der Liebe

Astrologie-Seite schicksal.com wagt einen Blick in die Kristallkugel

Wien - Wer sich nach Romantik, Liebe und großen Gefühlen sehnt, der kann sich aus astrologischer Sicht auf das Jahr 2011 freuen. Das neue Jahr steht ganz im Zeichen der Venus, verrät die Astrologie- und Horoskop-Webseite http://www.schicksal.com bei ihrem Schwerpunkt “Horoskop 2011″ http://www.schicksal.com/Astrologie/Horoskop-2011. Neben einer allgemeinen Übersicht können alle Sternzeichen kostenlos ihre persönliche Prognose lesen.

Der Ausblick für die Sternzeichen
Schon im Frühjahr begleitet der Glücksplanet Jupiter alle Widder-Frauen und -Männer auf ihrer Erfolgstour in Liebe und Beruf. Menschen mit dem Sternzeichen Stier haben es besonders gut. Die Venus ist ihr Herrscherplanet und beschert ihnen somit eine tolle Zeit mit vielen Höhenpunkten. Auch Zwillinge dürfen sich freuen, unter dem Einfluss des Venus-Jahres geht ihnen vieles leicht von der Hand und ihre Kreativität wird jetzt besonders gefördert.
Menschen mit dem Sternzeichen Krebs können 2011 viel erreichen. Besonders beruflich können sie jetzt ihrem Ziel näher kommen und richtig durchstarten. Auch der Löwe profitiert ganz besonders von dem kommenden Venus-Jahr. Und endlich wieder ein gutes Jahr für alle Jungfrau-Geborenen! 2011 bringt frische Ideen und öffnet neue Horizonte im Privatleben wie auch im Beruf.

Der Saturn wird die körperliche Fitness der Waage-Geborenen auf die Probe stellen. Auch Projekte, die anstehen, könnten nicht so gut anlaufen wie geplant. Für die Skorpione stehen die Zeichen auf Liebe. Gut möglich, dass der ersehnte Partner nun endlich auf der Bildfläche erscheint. Schütze-Geborene können in diesem Jahr nach den Sternen greifen! Die Aussichten sind wirklich toll, die Planeten sorgen jetzt für bestmögliche Voraussetzungen in Liebe und Beruf.

Der Steinbock wird wieder mehr auf seine eigenen Bedürfnisse schauen. Faule Kompromisse werden nun sicherlich nicht abgeschlossen. Im Gegenteil, er nutzt seine Erkenntnisse, um sein Beziehungsleben neu zu ordnen. 2011 starten die schöpferischen Wassermann-Geborenen endlich wieder durch. Uranus, ihr Herrscherplanet, steht ihnen dieses Jahr wieder zur Seite. Für die Fische wird sich einiges bewegen. Pluto sorgt für neue Herausforderungen, vielleicht eröffnet sich ein neues Tätigkeitsfeld oder besondere Menschen treten in ihr Leben, die ihnen frische Denkanstöße geben und neue Horizonte eröffnen.

Details für die einzelnen Sternzeichen sind hier abrufbar: http://www.schicksal.com/Astrologie/Horoskop-2011

Wenn man es nun aber ganz genau wissen möchte, was das neue Jahr bringt, dann kann man auch ein individuelles Horoskop für EUR 19,90 im Horoskop-Shop http://www.schicksal.com/Horoskop-Shop kaufen. Dieses wird persönlich erstellt und per E-Mail bzw. auf Wunsch auch per Post zugestellt.

Um einen besseren Einblick zu bekommen, wie ein Jahreshoroskop aussieht, hat das Team von schicksal.com Beispiel-Horoskope von Action-Star Bruce Willis (55, Sternzeichen Fische, Aszendent Jungfrau) und Robbie Williams (36, Wassermann, Aszendent Löwe) erstellt, die hier abrufbar sind: http://www.schicksal.com/Horoskop-Shop/Jahreshoroskope/Jahreshoroskop-2011 . Bei Robbie Williams kündigt sich laut Horoskop eine Neustrukturierung des Privatlebens im nächsten Jahr an. Bruce Willis darf sich auf eine positive Expansion freuen, die auch ein totaler Umbruch sein könnte.

Über schicksal.com

Die Webseite schicksal.com wird betrieben vom Verlag Franz und ist seit 2002 online. Monatlich rufen rund 85.000 neugierige Besucher 430.000 Seiten auf. Die Webseite bietet zahlreiche astrologische Informationen wie z.B. Tageshoroskope, Aszendent - http://www.schicksal.com/horoskop/aszendent -, Informationen über Sternzeichen, Mondzeichen und Co. an. Im Veranstaltungskalender können spirituelle Events abgerufen und eingetragen werden. Im stetig wachsenden Esoterik-Webkatalog wird ein Überblick über die esoterische Online-Welt gegeben. (Ende)
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… und wer gesund, jugendlich und schön bleiben will, der besucht: www.clixa.de

Der Wikileaks-Effekt: Kunden entlarven hohle Marketingphrasen

Kundenbindung und Betreuung müssen neu organisiert werden

Frankfurt am Main/Düsseldorf - Soziale Netzwerke werden für den Kundendialog immer wichtiger: “Über Produkte, Dienstleistungen, Marken und Unternehmen wird im Web 2.0 intensiv gesprochen, ob es die Firmenvertreter wollen oder nicht. Es regiert das Prinzip der Selbstorganisation. Entsprechend müssen die Serviceorganisation und das Marketing der Unternehmen umgestaltet werden”, rät Peter B. Záboji, Chairman des Frankfurter After Sales-Spezialisten Bitronic http://www.bitronic.eu.

Mit der alten Ziegelsteinmentalität funktioniere die Klick-Ökonomie nicht mehr. “Das habe ich schon vor über zehn Jahren prognostiziert. Geändert hat sich in vielen Organisationen allerdings wenig. Sowohl der öffentliche Dienst als auch die private Wirtschaft hadern immer noch mit der Unkontrollierbarkeit des Netzes und dem damit verbundenen Autoritätsverlust. Intern konserviert man die alten Hierarchien und wundert sich über die negativen externen Wirkungen. Die Chancen einer offenen Gesprächskultur im Internet werden nicht ausreichend genutzt”, kritisiert Záboji im Gespräch mit pressetext.

An den digitalen Pranger gestellt

Die Mächtigen kommen auf einmal mächtig unter Druck, so das Fachmagazin absatzwirtschaft http://www.absatzwirtschaft.de . “Jedes Fehlverhalten, jede hohle Marketingbotschaft werden von Kunden entlarvt und sofort an den digitalen Pranger gestellt.” Die Zeit der klar umrissenen Regeln, verlässlicher Routinen, gemächlicher Veränderungen, der berechenbaren Zukunft und der Langlebigkeit von Wettbewerbsvorteilen sei vorbei. Auch im Marketing spürten die Manager einen WikiLeaks-Effekt.

Schwere Zeiten

Besonders blind sind die Hotline-Anbieter für das, was sich zwischen Kunden und Unternehmen verändert, kritisiert der Unternehmensberater Harald Henn. “Das Kommunikationsverhalten ändert sich, besonders bei der jungen Generation, die Anrufe im Call Center ‘uncool’ findet. Darüber hinaus machen mobile Apps und der Smartphone-Siegeszug viele Dienstleistungen der Call Center überflüssig. Mit dem Web-Zugriff an jedem Ort, zu jeder Zeit gibt keine Notwendigkeit mehr, Hotline-Anrufe zu tätigen”, sagt Henn, Geschäftsführer von Marketing Resultant http://www.marketing-resultant.de, in Mainz.

Die tektonischen Verschiebungen wären jetzt schon sichtbar. “In den vergangenen zwei bis drei Monaten gab es eigentlich keinen Tag, wo nicht O2, Arvato oder irgendeiner von den ganz großen Call-Center-Anbietern verkünden musste: ‘Standortschließung’, ‘Zusammenlegung’, ‘Konsolidierung’, ‘Wir würden gerne verkaufen’. Es gibt jeden Tag diese Horrormeldungen aus Sicht der großen Call-Center-Betreiber und auch jener Unternehmen, die für den Boom der Call Center gesorgt haben: der Telekommunikationsindustrie”, weiß Henn zu berichten.

LG zeigt es vor

Wohin die Reise geht, könne man am Konzern LG ablesen, betont Bernhard Steimel, Sprecher der Smart Service-Initiative. “Der Elektronik-Riese baut seine Präsenz in sozialen Netzwerken aus. Sehr schnell bildete sich eine Community von über 30.000 Kunden. 60 Prozent der Postings bestanden aus Serviceanfragen - Probleme mit der Technik, Fragen nach Reparaturmöglichkeiten, Inbetriebnahme von Geräten und vieles mehr.”

Management und Serviceabteilung setzten sich zusammen und bildeten eine Task Force, die damit begann, die Probleme abzuarbeiten. Drei Monate nach der Gründung der Community wurde der Kunden-helfen-Kunden-Effekt immer prägnanter. 70 Prozent der Serviceanfragen werden mittlerweile von Bloggern oder Community-Mitglieder selbst beantwortet. “Nur rund 30 Prozent mussten von Mitarbeitern der Serviceabteilung bearbeitet werden”, erklärt Steimel.

Mit wenigen Postings im Netz, die vom Unternehmen selbst kommen, gewinne LG in den sozialen Netzwerken eine unglaublich hohe Reichweite. Zum Beispiel konnten mit 47 Blogpostings die Probleme von rund 30.000 Kunden gelöst werden. Die Kosten pro Nutzer liegen bei zwölf Cent. Sie wären deutlich höher, würden sich die Kunden mehrheitlich über die Hotline an das Unternehmen wenden. (Ende)

Menschheit vergisst schneller als je zuvor

Online-Tool zeigt kollektives Gedächtnis über Jahrhunderte

Cambridge - Die fortschreitende Digitalisierung der Bücher erlaubt es erstmals, die Kultur des Menschen auch mathematisch zu rekonstruieren. Wissenschaftler von Google und der Harvard University haben am heutigen Freitag das Online-Tool “Culturomics” http://www.culturomics.org präsentiert, das in Sekunden die Häufigkeit des Aufscheinens jeglicher Stichworte in den Büchern der vergangenen 500 Jahre zeigt. Durch die leicht bedienbare Geschichtsrecherche konnten Forscher bereits beweisen, dass die Menschheit immer schneller ihre eigene Vergangenheit vergisst.

Jährlich 8.500 neue Wörter

Google hält in seiner Bücherdigitalisierung mittlerweile bei 15 Mio. gescannten Exemplaren, was zwölf Prozent des gesamten Bücherbestands der Menschheit ausmacht. Die Culturomics-Wortanalyse greift auf ein Drittel davon zurück und durchforstet Bücher aus sechs Weltsprachen - darunter auch Deutsch, wobei allerdings 72 Prozent aus dem Englischen stammen. Während sich das Tool laut seinen Erfindern besonders für Geschichtsrecherchen von Schülern eignet, lieferte es auch schon erste wissenschaftliche Erkenntnisse, die in der Fachzeitschrift “Science” publiziert wurden.

Besondere Stärken zeigt Culturomics in der Erforschung von Sprache und ihrer Entwicklung. Den Forschern um Jean-Baptiste Michel zufolge wächst der englische Wortschatz jährlich um 8.500 Wörter, wodurch es im Jahr 2000 bereits 70 Prozent englische Wörter mehr gab als 1950. Der Großteil dieser Wörter - die Autoren tippen auf 52 Prozent - schafft es jedoch nie in die offiziellen Wörterbücher. Bücher erlauben auch Rückschlüsse auf den technischen Fortschritt. So entwickelt sich die Technik seit Beginn des 19. Jahrhunderts explosionsartig, wobei sich Innovationen im Jahr 1900 doppelt so schnell verbreiteten als noch 1800.

Drastische Folgen der Zensur
Erfolgreiche Menschen genießen heute mehr Ruhm als je zuvor und Promis sind jünger als im 19. Jahrhundert. Die bekanntesten Schauspieler sind bereits mit 30 Jahren berühmt, Schriftsteller erst mit 40 Jahren, während Politiker meist erst mit 50 ihr Popularitätshoch erreichen. Ebenso wie Menschen heute schneller berühmt werden, vergisst man sie jedoch auch schneller. Denn ganz grundsätzlich vergisst die Menschheit jedes Jahr schneller als zuvor, was die abnehmenden Verweise auf die Vergangenheit zeigen. So halbierte sich etwa die Zahl der Rückverweise auf Geschehnisse von 1880 innerhalb von 32 Jahren, während es 1973 nur noch zehn Jahre dauerte.

Auch Auswirkung von Zensur und Propaganda hinterlassen sichtbare Spuren in den Buchveröffentlichungen. So wurde etwa der jüdische Künstler Marc Chagall nur ein einziges Mal in deutschen Publikationen zwischen 1936 und 1944 erwähnt, trotz seiner steigenden Berühmtheit im englischen Sprachraum. Ähnlich wurde auch Leo Trotzki von der russischen Literatur, der “Platz des himmlischen Friedens” von China oder die Gruppe der “Hollywood Ten”-Regisseure von den USA verbannt.

Science-Artikel unter http://www.sciencemag.org/content/early/2010/12/15/science.1199644 (Ende)

Schüler wollen Nachhaltigkeit im Unterricht lernen

Jugendliche sind sich künftiger Probleme bewusst und wollen reagieren

Bern - Sieben von zehn Jugendlichen fordern mehr Nachhaltigkeit im Schullehrplan und wollen auf die aktuellen Herausforderungen der Welt vorbereitet sein. Das Vorurteil, junge Menschen seien desinteressiert an sozial- und umweltpolitischen Themen, widerlegt erneut die aktuelle Studie “Jugend und Nachhaltigkeit” der Schweizer Bildungskoalition der Nicht-Regierungsorganisationen http://bildungskoalition.ch. Die Allianz der NGOs fordert deshalb, die Anliegen der Jugendlichen bereits in den Lehrplan der Volksschule umzusetzen.

72 Prozent der befragten Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren in der Schweiz verlangen mehr Unterstützung seitens Schule und Ausbildung beim Thema Nachhaltigkeit und Verantwortung gegenüber der Welt. Sie sehen Mangel an Nahrung und Trinkwasser, Armut, Klimawandel und Umweltzerstörung sowie Verknappung von Rohstoffen als die größten Herausforderungen der Zukunft.

Engagement scheitert an Unterstützung

Die Schweizer Jugendlichen sind durchaus bereit, sich für Lösungen für die weltweite Gerechtigkeit sowie Klimawandel und Umweltzerstörung einzusetzen. 84 Prozent der 14- bis 18-Jährigen würden sich in der Freizeit engagieren, wenn sie wüssten, wie sie sich beteiligen könnten. Ueli Bernhard, Leiter der Bildungskoalition der Nicht-Regierungsorganisationen, ist über den Einsatzwillen der Jugendlichen sehr erfreut. “Ich hätte diesen Wert für niedriger eingeschätzt”, so Bernhard im Gespräch mit uns.

Bei einem so großen Interesse der Jugendlichen für nachhaltige Themen, sei die Unterstützung umso notwendiger. “Die formale Bildung muss das Engagementpotenzial der Jugendlichen mehr unterstützen, denn die Partizipation ist vorhanden”, zeigt sich Bernhard überzeugt. Er fordert die Bildungspolitiker auf, die Meinung der Jugendlichen ernst zu nehmen und nicht über deren Köpfe hinweg Lernpläne zu schmieden.

Nachhaltigkeit in Schulfächer integrieren

Der Zusammenschluss von NGOs wie dem WWF Schweiz und der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) verlangt, die Wünsche der Jugend im Rahmen des derzeit neu erarbeiteten Lehrplans für Volksschulen in der deutschsprachigen Schweiz, der Lehrplan 21, fächerübergreifend zu verankern und in die Schulfächer zu integrieren. Neben der Schule nehmen auch Akteure der nicht-formalen Bildung bei der Vorbereitung der Jugend auf künftige Herausforderungen wichtige Aufgaben wahr.

“Gerade im außerschulischen Bereich werden in Jugendorganisationen wichtige Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit vermittelt. Der Lehrplan 21 bietet die Chance, diesem Umstand endlich Rechnung zu tragen und die Akteure der außerschulischen Jugendarbeit als Bildungspartner anzuerkennen”, so Petra Baumberger, Co-Geschäftsleiterin der SAJV. Die Ergebnisse der Studie sollen Jugendlichen in der aktuellen Bildungsdebatte Gehör verschaffen. (Ende)

Frohe Weihnachten, an alle 6.000 Leser pro Tag, Danke für das Vertrauen

ZAROnews, ist der Blog der Presse & PR-Agentur ZAROnews.com, wir schreiben für 150 Presseangenturen in Europa, wir schreiben für Menschen, Innovationen, Visionen und Lebensqualität und damit Suchmaschinen unsere Kunden ganz vorne plazieren …

Für alle Lichter dieser Welt, haben wir ein Gedicht von Angelus Silesius [1624 - 1677] ausgeählt, damit wünschen wir Euch ein frohes Fest, bis bald …

An der Krippe

Kleiner Knabe, großer Gott,
schönste Blume, weiß und rot,
von Maria neugeboren,
unter tausend auserkoren,
allerliebstes Jesulein,
lasse mich dein Diener sein!

Nimm mich an, geliebtes Kind,
und befiel mir nur geschwind,
rege deine süßen Lippen,
rufe mich zu deiner Krippen:
tu mir durch deinen holden Mund
deinen liebsten Willen kund.

Dir soll meine Seel’ allzeit
samt den Kräften sein bereit,
und mein Leib mit allen Sinnen
soll nichts ohne dich beginnen;
mein Gemüte soll an dich
denken jetzt und ewiglich.

Nimm mich an, o Jesu mein,
denn ich wünsche dein zu sein!
Dein verleib’ ich, weil ich lebe,
dein, wenn ich den Geist aufgebe.
Wer dir dient, du starker Held,
der beherrscht die ganze Welt.
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Milchtrinken für die Gesundheit unbedenklich

Ernährungsberaterin: “Zwei bis drei Portionen pro Tag ideal”

Wageningen/Wien - Den Konsum von Milch oder Milchprodukten kann man aus gesundheitlichem Standpunkt empfehlen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universitäten Wageningen und Harvard im “American Journal of Clinical Nutrition”. Sie nahmen 17 Studien aus Europa, den USA und Japan unter die Lupe, die 2010 in namhaften Fachjournalen publiziert wurden. Entgegen mancher Vermutungen stellte ihre Analyse keinen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Herzerkrankungen, Gehirnschlag oder Sterblichkeit fest.

Kalzium hilft beim Abnehmen
So ist etwa das Ergebnis von 21 Studien in den USA bei insgesamt 350.000 Menschen, dass die Einnahme von gesättigten Fettsäuren der Milch allein noch nicht das Risiko für koronare Herzerkrankungen oder Herz-Kreislaufprobleme erhöht. Ähnlich besagt eine 16-Jahres-Studie aus Australien, dass Erwachsene, die besonders fetthältige Milchprodukte zu sich nehmen, ein um 69 Prozent geringeres Risiko eines kardio-vaskulären Todes haben. Die Einnahme von Milchprodukten allgemein hängt laut dieser Studie zudem nicht mit erhöhter Sterblichkeit zusammen.

Weitere der angeführten Untersuchungen konzentrieren sich auf den Milch-Inhaltsstoff Kalzium. Einer schwedischen Erhebung zufolge sinkt die Sterblichkeit durch Herzerkrankungen und Krebs durch die tägliche Einnahme von mehr Kalzium als dies derzeitige Richtlinien vorschlagen. Wer zu Abnehm-Zwecken eine Diät macht und dabei zu wenig Kalzium zu sich nimmt, hat viel eher Hunger und bricht die Kur ab, besagt eine dänische Studie. Israelische Forscher ergänzen dies um den Nachweis, dass Übergewichtige mit hohem Verzehr von Kalzium aus der Milch in zwei Jahren um 38 Prozent mehr Gewicht verlieren als solche mit niedrigem.

Wichtigste Funktion ist Osteoporose-Vorsorge
Ernährungsexperten und Diätologen raten zur Einnahme von zwei bis drei Milchprodukten pro Tag. “Dazu zählen allerdings auch Käse, Joghurt oder Milch im Kaffee”, betont Alexandra Hofer von der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung http://www.oege.at im Interview. Wichtig sei Milch aus Ernährungssicht vor allem aufgrund des Kalziumgehalts für die Osteoporose-Prävention. “Sinnvoll ist allerdings, fettarmen Milchprodukten den Vorrang zu geben - etwa bei Joghurt, Schlagobers, Rahm oder auch Backwaren, die häufig Milch enthalten”, so Hofer.

Ein Wehrmutstropfen ist allerdings die Tatsache, dass Milch ebenso wie Fleisch eine ungünstige Klimabilanz aufweist. Zudem haben viele Menschen eine Lactose-Intoleranz - in Österreich jeder Fünfte, in südeuropäischen oder asiatischen Ländern sogar der Großteil der Bevölkerung. “Der Milchkonsum sollte auf den jeweiligen Personentyp abgestimmt sein. Doch auch bei Intoleranz ist zu überlegen, ob man nicht zumindest Käse zu sich nimmt statt ganz auf Milchprodukte zu verzichten”, so der Standpunkt Hofers. (Ende)

Die Uhrenbörse Hamburg, das Highlight für Uhrenliebhaber & Sammler

Markenuhren, Chronographen, sind nicht nur technisch interessante Wertanlagen, Währungen können vergehen aber eine kostbare Markenuhr bleibt Wertbeständig.

München - Die Uhrentechnikbörse im „Westin Grand“ im Arabellapark ist das „Non-Plus-Ultra“ der int. Uhrenszene und Uhrensammler. Die große Zahl nationaler und internationaler Anbieter macht seit Juni 1989 damit München zu einem begehrten Handelsplatz für erlesene, wertvolle Zeitmesser. Es ist die interessante Erfolgsgeschichte, eines Uhrenliebhabers dessen Leidenschaft zu einer festen Institution wurde. Johannes Armborst, und die Uhrentechnikbörse in München sind eine renommierte Größe, http://www.uhrenboerse-online.de wenn es um Uhrenmärkte geht.

Uhrenbörsen in Essen & Hamburg

Essen, mit der Techno Classica ist die Uhrentechnikbörse in Essen eine feste Größe, auf der Größten Oldtimer-Ausstellung in Europa. Die Uhrenbörse ist innerhalb der Veranstaltung ein Highlight, da edle Automobile und feine Uhren gleichermaßen faszinieren.
Hamburg, ist die Hansestadt der Kaufleute, wo wäre eine Uhrenbörse besser vertreten als in einer Stadt des internationalen Handels. Die Uhrentechnikbörse in Hamburg eröffnet am 30. Januar 2011 erstmals seine Tore im hohen Norden für Uhrenenthusiasten, Sammler, Händler und Liebhaber edler Zeitmessgeräte.

Werthaltigkeit ist seiner Zeit voraus

„Gute Uhren sind wie eine sichere Währung“, berichtet Johannes Armborst ganz begeistert. Der Veranstalter weiß von was er spricht, denn luxuriöse Uhren mit bekannten Namen, sind wie Gold oder Anlagediamanten eine sichere Wertanlage. Und sie versprechen dem Träger eine gewisse Persönlichkeit, unterstreichen die Einzigartigkeit des Eigentümers. Mehr Infos erhalten Sie unter: http://www.eurotime-watchfair.com

Uhrentechnikbörse Termine
München: 16.01.2011 • 13.03.2011 • „The Westin Grand“ Arabellapark
Essen: 30.- 03.04.2011 • Messe Essen
Hamburg: 30.01.2011 • Marriott Hotel, ABC-Str. 52

“Schönheitsschlaf” ist doch kein Mythos

Müde Menschen erscheinen weniger attraktiv und ungesünder

Stockholm - Dass Menschen einen sogenannten “Schönheitsschlaf” brauchen, ist jetzt von Forschern des Karolinska Institutet http://ki.se wissenschaftlich bewiesen worden. Personen, die längere Zeit unter Schlafmangel leiden, erscheinen demnach weniger attraktiv und ungesünder als Menschen, die gut ausgeruht sind. Das Forscherteam um John Axelsson fotografierte Freiwillige jeweils nach acht Stunden Schlaf und nachdem sie 31 Stunden lang wach bleiben mussten. Beobachter bewerteten laut BMJ http://www.bmj.com die unausgeschlafenen Teilnehmer als weniger gesund und weniger gutaussehend.

Die Idee, dass der Mensch seinen Schönheitsschlaf braucht, ist allgemein bekannt. Laut den Forschern fehlte jedoch bisher eine wissenschaftliche Begründung. Das Team ersuchte 65 nicht ausgebildete Beobachter, die Gesichter von 23 jungen Frauen und Männern zu bewerten. Gezeigt wurden standardisierte Fotografien von ausgeschlafenen und unausgeschlafenen Teilnehmern. Alle befanden sich im gleichen Abstand von der Kamera, waren nicht geschminkt und zeigten den gleichen Gesichtsausdruck. Die Fotos wurden in einer zufälligen Reihenfolge präsentiert.

Sensibel auf Anzeichen von Schlafmangel

Den Betrachtern erschienen die unausgeschlafenen Teilnehmer weniger gesund, müder und weniger attraktiv als jene, die ausreichend geschlafen hatten. Für die Wissenschaftler ist damit nachgewiesen, dass Menschen sensibel auf im Gesicht sichtbare Anzeichen von Schlafmangel reagieren. Diese Erkenntnisse könnten Auswirkungen auf soziale und medizinische Beurteilungen und auch das Verhalten haben. Weitere Studien seien erforderlich, um herauszufinden, wie diese Effekte klinische Entscheidungen beeinflussen und welche Auswirkungen sie im medizinischen Bereich generell haben. (Ende)
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Physiker: “Nacktscanner sind sinnlos”

Röntgen-Rückstreuungsgeräte übersehen Sprengstoff leicht

San Francisco/Berlin - Die umstrittenen Nacktscanner an Flughäfen sind sinnlos. Denn mit Röntgenstrahlung arbeitende Rückstreuungsscanner sind mit vergleichsweise großen, dünnen Objekten einfach zu täuschen, wie Forscher an der University of California, San Francisco http://ucsf.edu ermittelt haben. Somit wäre es ein Leichtes, verheerende Mengen an Plastiksprengstoff durch eines der Geräte zu schleusen. “Die Backscatter-’Hightech’ würde ein Drittel Kilogramm Nitropenta übersehen, das bei einer kompetenten Abtastung sicher auffällt”, warnen die Physiker Leon Kaufman und Joseph Carlson im Journal of Transportation Security.

“Die vorliegende Studie bestätigt einen Kritikpunkt, den die Piratenpartei Deutschland seit dem ersten Aufkommen der Diskussion über die Einführung von ‘Nacktscannern’ bemängelt”, erklärt Daniel Flachshaar, Beisitzer im Bundesvorstand der Piratenpartei http://piratenpartei.de, gegenüber uns. Hinzu kommt der aus Piratenpartei-Sicht untragbare Eingriff in die Privatsphäre. “In Deutschland sollten schnellstmöglich alle Versuche gestoppt werden, die Nacktscanner flächendeckend einzuführen”, fordert er daher.

Anatomische Verwechslung

Zwar bestätigen die Physiker, dass Rückstreuungsscanner relativ massive Gegenstände gut nachweisen können, wenn diese eher nahe der Körpermitte versteckt sind - das wäre Beispielsweise eine Waffe hinten im Gürtel. Befinde sich ein Objekt aber an der Körperseite, wird es problematisch. Die Forscher verweisen auf das bekannte Nacktscanner-Beispielbild der Transportation Security Administration (TSA) http://www.tsa.gov. Die Pistole links an der Hüfte der Frau sei nur durch den Schatten am Arm gut zu sehen, warnen die Forscher. Eigentlich sollten die Arme bei einem Scan aber gehoben sein.

Noch problematischer ist es, wenn ein Fremdkörper relativ geringer Dicke großflächig getragen wird. Eine am Abdomen befestigte zentimeterdicke Lage von 15 bis 20 Zentimetern Durchmesser mit abgeschrägten Rändern ” wäre für diese Technologie ironischerweise aufgrund des großen Volumens unsichtbar, weil sie leicht mit normaler Anatomie verwechselt wird”, so die Physiker. 40 Gramm Nitropenta, die für einen verheerenden Anschlag ausreichen sollen, wären demnach als 1,25 Millimeter dicke Lage praktisch nicht nachweisbar. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn die Scanner eine deutlich höhere Strahlungsdosis nutzen.

Nur der Mensch als Alternative
“Die Scanner stellen einen massiven Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Fluggäste dar, da sie Details wie einen künstlichen Darmausgang oder Körperschmuck nicht verschleiern”, betont Flachshaar. Zudem verweist er darauf, dass Nackscanner Bilder auch speichern und verschicken können. Zwar bezieht sich die kalifornische Untersuchung nur auf Röntgen-Rückstreuungsscanner. “Die diversen Kritikpunkte lassen sich auch durch die technologisch höher entwickelten Terahertz-Scanner nicht beseitigen”, ist der Piratenpartei-Sprecher aber überzeugt.

“Der einzige Weg, um die Flugsicherheit zu erhöhen, ist der Einsatz von gut ausgestattetem und durch ausreichende Bezahlung motiviertem Flughafenpersonal, das in Zusammenarbeit mit der Polizei an schlüssigen Sicherheitskonzepten arbeitet und diese umsetzt”, meint Flachshaar abschließend.

Der Fachartikel “An evaluation of airport x-ray backscatter units based on image characteristics” ist zu finden unter: http://springerlink.com/content/g6620thk08679160/ (Ende)

Obst und Gemüse schützen vor Verstopfung

Verdauungsproblem häufig bei zu wenig trinkenden Kindern

Singapur/Berlin - Kinder im Grundschulalter, die nicht gerne Obst und Gemüse essen, kämpfen 13-mal häufiger mit einer funktionellen Verstopfung als ihre Alterskollegen. Auch eine niedrige Trinkmenge steigert das Risiko, berichten Forscher um Moon Fai Chan von der Nationaluniversität Singapur http://www.nus.edu.sg im “Journal of Clinical Nursing”. Sie untersuchten dazu Ernährung und Verdauung von 383 Kindern zwischen acht und zehn Jahren in einer Schule in Hongkong.

Ständige Verstopfung braucht Abklärung

“Verstopfungen sind im Kindergarten, jedoch auch noch im Schulalter häufig”, betont Sybille Lunau, Sprecherin der deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin DGKJ http://www.dgkj.de, im Interview. Da das Thema für viele Kinder und Eltern mit Scham verbunden ist, brauche ein Kinderarzt mitunter eine Portion Einfühlung, um es anzusprechen. “Ist das Problem chronisch, so untersucht man nach Prüfung der Ernährung und anderer möglicher Faktoren wie etwa Unverträglichkeiten die Darmfunktion. Für letzteres sind Gastroenterologen zuständig”, so die Expertin.

In der chinesischen Studie litten sieben Prozent der Kinder an Verstopfung, wobei sich die Betroffenen deutlich anders als der Rest ernährten. Das Darmproblem bestand bei Kindern mit weniger als 400 Milliliter Flüssigkeitszufuhr pro Tag 14-mal häufiger im Vergleich zu jenen, die mehr als einen Liter tranken. Zudem waren auch Obst- und Gemüseverweigerer 13-mal öfters betroffen. Neun von zehn Kindern - egal ob mit oder ohne Verstopfung - meiden Schulklos für den Stuhlgang, was sie oft mit mangelnder Hygiene der Toiletten begründen. Das Problem gibt es auch in Europa.

Achtgeben beim Essen und Trinken
Die Studienautorinnen empfehlen den Schulen, gesunde Ernährung im Unterricht mehr anzusprechen, ballaststoffreiche Snacks an Pausenbuffets anzubieten und für ausreichende Trinkmenge der Schüler sowie für saubere Toiletten zu sorgen. Lunau legt den Eltern einige Tricks nahe, um die Kinder mit richtiger Ernährung zu versorgen. “Optimal wäre schon vor dem Frühstück ein Glas Orangen- oder Birnensaft, viele Vollkorn-Produkte, jedoch Zurückhaltung bei Milch. Günstig ist auch, beim Kochen Olivenöl statt Butter zu verwenden und auf genug Trinken und Bewegung zu achten”, rät die Kinderärztin. (Ende)

Afrika: Zündenden Ideen fehlt die Umsetzung

Lösungen für Gesundheitsprobleme verkümmern im Labor

Toronto - Afrika ist voller Ideen und Talenten, die jedoch oft verkümmern statt zur Entwicklung des Kontinents beizutragen. Viele Lösungen für dringende Gesundheitsprobleme schlummern in Labors und scheitern an der Umsetzung in die Praxis, zeigen kanadische Forscher in der Zeitschrift BioMed Central. “Ideen gibt es, die Produkte jedoch nicht. Afrika braucht Nachhilfe in der Umsetzung”, betont Studienleiter Peter Singer, Direktor des McLaughlin-Rotman Centre for Global Health http://www.mrcglobal.org, im Interview.

Malaria mit Pflanzen bekämpfen
25 derartiger Technologien fanden die Forscher bei ihrer Recherche in den Schubladen von sechs größeren Forschungseinrichtungen in vier Ländern Afrikas. Etwa aus Ghana stammt ein Schnelltester für den Schostosom-Pärchenegel, ein Parasit der in manchen Regionen mehr als 50 Prozent der Bevölkerung befällt, sowie eine pflanzliche Anti-Malaria-Arznei.

Ein Pflanzenmedikament gegen HIV-Symptome wurde hingegen in Kenia entwickelt. Aus Uganda kommt ein einfacher, WHO-genehmigter Verbrennungsofen für Medikamente. Letzterer könnte etwa bei Massen-Polioimpfungen das Abfallproblem in Spitälern lösen, da er durch die Verbrennung von nur medizinischen Abfällen Temperaturen von 800 Grad erreicht.

Puzzlesteine müssen zusammengebaut werden
“Niemand arbeitet an der afrikanischen Grundlagenforschung weiter”, erklärt Studien-Mitautor Ken Simiyu gegenüber pressetext. Singer vergleicht die Situation mit einem Puzzle. Die notwendigen Teile wie Forschung, gesetzliche Regelungen und Händler existieren, doch niemand setzt sie zu einem Ganzen zusammen. “Damit ein Land wirtschaftlich floriert, muss es entweder Bodenschätze auf nicht-korrupte Weise abbauen oder Ideen und Talente fördern. Die USA, China und Deutschland haben den zweiten Weg geschafft, Afrika noch nicht”, so der Experte.

Afrikas Unternehmergeist sollte stärker mit der Wissenschaft verbunden werden, kommen die Forscher zum Schluss. Finanzmittel seien dazu nötig, wobei die Forscher private Risikokapital-Fonds als für den Anstoß zum Markteintritt am besten geeignet sehen.

Weg zum Wohlstand
“Mehr als 90 Prozent der Medikamente für die Krankheiten Afrikas werden von anderen Kontinenten importiert. Hilfen des Nordens schaffen nur sehr kurzfristig eine Besserung. Kann Afrika seine Probleme selbst lösen, sichert es damit Arbeitsplätze und Wohlstand”, so Singer. Das zeigen die wenigen Positivbeispiele. So gehört etwa die tansanische Firma “A to Z Textile” zu den weltgrößten Herstellern von mit Insektizid behandelten Moskito-Bettnetzen. In Madagaskar wurde ein Diabetes-Medikament erzeugt, das auf einem traditionellen Wirkstoff beruht, in Nigeria ein Pflanzenprodukt gegen Sichelzellenanämie. (Ende)

Frankreich: Mehr Babys getötet als vermutet

Geringes Selbstwertgefühl und Unreife als Gründe für Kindstötung

Paris - In Frankreich werden mindestens fünf Mal mehr Babys innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt von ihren Müttern getötet als die offiziellen Sterbestatistiken zu erkennen geben. Wissenschaftler von Inserm http://www.inserm.fr berechneten, dass 27 von 1,3 Mio. im Zeitrahmen von fünf Jahren geborenen Babys innerhalb eines Tages ermordet worden sind.

Todesfälle unterschätzt
Nicht nur Frankreich, sondern auch alle anderen Länder neigten dazu, diese Todesfälle zu unterschätzen, so die Studienleiter Anne Tursz und Jon Cook. Es zeigte sich auch, dass Geisteskrankheiten oder eine Verleugnung der Schwangerschaft bei diesen Frauen selten waren. Viel mehr waren es ein geringes Selbstwertgefühl, Unreife, Abhängigkeit, die Angst verlassen zu werden und die Unfähigkeit zu verhüten, entscheidend.

Die Identifizierung der Profile dieser Mütter wird es leichter machen, gefährdete Frauen zu erkennen und entsprechende Lösungen vorzuschlagen, erklärte Tursz gegenüber AFP. Die Tötung von Neugeborenen machte in Frankreich in diesem Sommer Schlagzeilen. Dominique Cottrez gestand, innerhalb von 17 Jahren acht Neugeborene getötet zu haben. Frühere Berechnungen der Neonatizide basierten auf Totenscheinen und nicht auf den Unterlagen von Polizei und Gerichten. Die Wissenschaftler überprüften ein Drittel aller Geburten in Frankreich, die zwischen 1996 und 2000 stattgefunden hatten. Sie untersuchten konkret die Daten zu Sterbefällen am Tag der Geburt.

Psychologische und soziale Profile
Sie berechneten, dass die Anzahl der Neonatizide bei 2,1 pro 100.000 Geburten lag. Diese Zahl übersteigt die offizielle Zahl von 0,39 um das 5,4 Fache. Von den Müttern wurden psychologische und soziale Profile erstellt. Neun der Frauen waren einfach verschwunden. Das Durchschnittsalter der Frauen lag bei 26 Jahren. Ein Drittel hatte bereits mindestens drei Kinder und mehr als die Hälfte lebte mit dem Vater des getöteten Kindes zusammen. Rund zwei Drittel arbeiteten. Die gesamte Gruppe unterschied sich hinsichtlich sozialer Stellung oder Art der Arbeit nicht signifikant von anderen Frauen.

Bei keiner der Frauen lag die Diagnose einer Geisteskrankheit vor. Alle versteckten die Schwangerschaft vor ihren Familien und Freunden. Keine soll jedoch die Schwangerschaft wirklich verleugnet haben. Sie brachten ihre Kinder alleine und im Geheimen auf die Welt. Alle diese Frauen hungerten laut Tursz nach Zuneigung und Liebe. Die Wissenschaftler betonten laut BBC, dass präventive Maßnahmen, die nur auf junge, arme und allein lebende Frauen abzielten, von falschen Voraussetzungen ausgingen.

Details der Studie wurden online in den Archives of Disease in Childhood http://adc.bmj.com veröffentlicht. (Ende)

Erlaufbare Umgebung erhöht die Lebensqualität

Wiederentdeckung des Gehens zur Steigerung des Sozialkapitals

Durham - Menschen, die ihre wesentlichen Erledigungen des Alltags zu Fuß erledigen können, sind reich an Sozialkapital. Sie nehmen stärker am gesellschaftlichen Leben teil und vertrauen ihrer Umwelt stärker. Das berichten Forscher der University of New Hampshire http://www.unh.edu im Springer-Journal “Applied Research in Quality Life”. “Bisher weiß man um die Vorteile einer zu Fuß erreichbaren Umgebung für die Umwelt und Gesundheit. Wir konnten zeigen, dass sie sich auch in sozialer Hinsicht lohnt”, berichtet Studienleiterin Shannon Rogers.

Mehr Kontakt mit anderen

Zwei Konzepte bringen die Forscher ins Spiel. Das erste, die “erlaufbaren Umgebung”, sagt aus dass man Einrichtungen wie Post, Parks, Spielplätze, Cafes, Restaurants, Friseur oder Treffpunkte eines Vereins in unmittelbarer Nachbarschaft hat und zu ihrem Erreichen nicht ins Auto steigen muss. Das “Sozialkapital” ist hingegen ein Maß für die Art der sozialen Infrastruktur des Einzelnen und einer Gruppe. Es schützt vor sozialer Isolation und Unsicherheitsgefühl und erleichtert auch berufliche Verbindungen.

Die Forscher untersuchten jeweils zehn Ortsteile von drei Städten in einem US-Bundesstaat. Sie befragten 700 Bewohner, was sie alles zu Fuß erreichen können, wie sehr sie ihrer Umgebung vertrauen, nach ihrer Teilnahme an Gemeinschaftsaktivitäten sowie nach der Häufigkeit des Treffens mit Freunden. In diesen Aspekten, die das Sozialkapital mitbestimmen, schnitten Bewohner einer erlaufbaren Umgebung deutlich besser ab als die anderen. Zudem engagierten sie sich aktiver in der Gemeinde, in Vereinen oder in den Freundschaften. Sie waren in der Regel sogar gesünder und zufriedener im Leben.

Sozialkapital macht glücklich

“Die Möglichkeit, vieles zu Fuß zu erreichen, kann das Sozialkapital stärken. Sie erleichtert den Menschen, sich auszutauschen, Informationen zu teilen und mit anderen in Kontakt zu treten, die sie sonst vielleicht nicht treffen würden”, so Rogers. Sozialkapital habe sich in der Studie als wesentlicher Schlüssel zur Lebensqualität herausgestellt. Dies sei ein Grund mehr, warum erlaufbare Lebensräume ein wichtiges Kriterium für nachhaltig gestaltete Städte seien.

Link zur Originalveröffentlichung unter http://www.springerlink.com/content/xtq06270p27r1v0h/ (Ende)