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Archive für 3.1.2012
Gendefekt: Ältere Väter stellen Risiko dar
3.1.2012 von zaro.
Hohes Alter hat massive Auswirkungen auf Gesundheit des Kindes
New York/Dänemark - In Deutschland sind fünf Prozent der Väter bei der Geburt ihres Kindes älter als 50. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass das fortgeschrittene Alter des Vaters mehr Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes hat als bislang angenommen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.
Während Frauen nur bis zu einem gewissen Alter schwanger werden können, sind Männer prinzipiell im Stande ihr ganzes Leben lang Kinder zu zeugen. Mit steigendem Alter der Mutter häufen sich auch Krankheiten wie Trisomie 21. Während das Risiko bei Müttern im Alter von 25 bei eins zu 1.000 liegt, ist im Alter von 40 jedes hundertste und im Alter von 48 bereits jedes zehnte Kind gefährdet.
Samenspender über 40 nicht erlaubt
Ab Mitte 30 sinkt auch die Qualität der Spermien bei Männern. Laut Aussagen von Experten steigt die Gefahr einer Fehlbildung im Erbgut mit jeder weiteren Zellteilung. Ein 50 Jahre alter Mann hat bereits 600 Zellteilungen hinter sich. Während es in Deutschland jährlich rund 35.000 Väter über 50 gibt, hat in den USA bereits jedes zehnte Kind einen 50plus-Vater. Dennoch geben 85 Prozent der Männer als optimales Alter die Zeitspanne zwischen 25 und 35 an, welches medizinisch gesehen auch das perfekte Zeugungsalter ist.
Immer mehr Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für Gendefekte der Kinder von 50plus-Vätern. Krankheiten wie Autismus, Kleinwüchsigkeit oder Missbildungen häufen sich im Alter. Deswegen gibt es auch bei Samenspendern in vielen Ländern strenge Auflagen und eine Altersbeschränkung von 40 Jahren.
Auch für die Mütter erhöhtes Risiko
Forscher der New York Medical School http://med.nyu.edu haben herausgefunden, dass die Schwangerschaft auch für die Mutter zum Risiko werden kann, wenn der Vater älter ist. Frauen mit älteren Männern neigen - unabhängig von ihrem Alter - zu Schwangerschafts-Bluthochdruck. Ist das der Fall, muss die werdende Mutter unter Beobachtung bleiben, da es zu Nierenversagen und inneren Blutungen kommen kann.
Frühgeburten in der 32. Woche sind bei Vätern über 50 Jahren doppelt so hoch als bei 25-jährigen Vätern. Die Gefahr, das erste Jahr nicht zu überstehen, ist doppelt so hoch. Zu dieser Erkenntnis kamen dänische Mediziner. Zudem leiden Frühlinge häufig an Atemwegserkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder Hirnblutungen. (Ende)
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Regulatorprotein startet ungebremste Zellteilung
3.1.2012 von zaro.
Forscher analysieren Krebswachstum auf molekularer Ebene
München - Forscher der Ludwig-Maximilian-Universität München http://www.uni-muenchen.de haben entdeckt, wie das körpereigene Regulatorprotein c-MYC zur Krebsentstehung beiträgt. Hohe c-MYC-Konzentrationen, welche in den meisten Tumorarten vorliegen, aktivieren das Enzym SIRT1, das Zellalterung und Zelltod verhindert. Dadurch werden Krebszellen praktisch unsterblich, berichten die Pathologen Heiko Hermeking und Antje Menssen.
Knackpunkt Feedback
Die unbegrenzte Teilungsfähigkeit - die sogenannte Immortalisierung - ist ein zentrales Merkmal von Tumorzellen. Normalerweise verhindern Zellen derart ungebremstes Wachstum durch strenge Kontrollmechanismen, die wuchernde Zellen vorzeitig altern oder absterben lassen. Das Regulatorprotein c-MYC unterläuft diesen Prozess. Die Medizin weiß schon viel über den Wachstum von Krebszellen. “Wie der Krebswachstum auf der molekularen Ebene funktionert, ist noch nicht vollständig verstanden”, sagt Hermeking gegenüber der Presse.
Durch das Regulatorprotein c-MYC wird eine positive Feedbackschleife in Gang gesetzt: c-MYC und SIRT1 werden immer weiter aktiviert. Normale Zellen würden die Feedbackschleife unterbrechen. Sie würden das c-MYC Gen bei fehlenden Wachstumssignalen inaktivieren. In Tumorzellen funktioniert dies nicht mehr und es kommt zur Immortalisierung. “Unsere Befunde legen nahe, dass Tumorarten wie etwa Lymphome, Dickdarm-, oder Brustkrebs, bei denen c-MYC eine zentrale Rolle spielt, besonders stark auf eine pharmakologische Inhibition der an der Feedbackkette beteiligten Enzyme reagieren sollten”, erläutert Menssen die medizinische Bedeutung der Ergebnisse. Insbesondere könnte eine kombinierte Therapie, die an verschiedenen Stellen der Feedbackschleife ansetzt, den Krebs effektiver bekämpfen.
Kontrolle außer Kraft
Das c-MYC Protein steuert zahlreiche grundlegende Prozesse wie Zellwachstum und Zellteilung. Das Protein ist essentiell für Prozesse, bei denen sich Zellen vermehren müssen, wie etwa Embryonalentwicklung und Blutbildung. Zuviel c-MYC allerdings hat fatale Folgen: Eine permanente c-MYC-Produktion kann Zellen immortalisieren und zur Krebsentstehung beitragen. Deshalb wird das c-MYC-Gen, das für die Bildung des entsprechenden Proteins verantwortlich ist, in normalen Zellen sehr streng kontrolliert.
Nur wenn eine Zelle positive Wachstumssignale erhält, wird das Gen aktiviert. Falls diese Sicherung versagt, gibt es sogar noch einen zweiten zellinternen Kontrollmechanismus: Erhöhte c-MYC-Konzentrationen lösen den Zelltod aus. In Tumorzellen funktioniert diese Qualitätssicherung allerdings oft nicht. In einigen Tumoren und Zelltypen wurde sogar beobachtet, dass die Sicherungsmechanismen durch c-MYC selbst unterdrückt werden. “Bisher war weitgehend unklar, wie c-MYC dies schafft”, sagt Hermeking.
Mehrfache Aktivierung
Um die beteiligten Mechanismen aufzuklären, nahmen die Wissenschaftler das Enzym SIRT1 als möglichen Komplizen von c-MYC ins Visier. “SIRT1 erschien uns als geeigneter Kandidat, da für ein verwandtes Enzym bereits gezeigt wurde, dass es in niederen Organismen die Lebensdauer von Zellen verlängern kann. In menschlichen Zellen hemmt SIRT1 einen Regulator, der Zellalterung und Zelltod vorantreibt”, so Hermeking.
Die Forscher konnten zeigen, dass c-MYC das Enzym SIRT1 sogar auf mehreren Wegen aktiviert: Zum einen über die Aktivierung des Enzyms NAMPT (Nicotinamid Phosphoribosyltransferase), das einen für die Funktion von SIRT1 notwendigen Baustein bereitstellt. Zum anderen hemmt c-MYC einen Inhibitor von SIRT1 und verschafft SIRT1 so freie Bahn. SIRT1 wiederum schließt den Kreis, indem es dafür sorgt, dass der c-MYC-Abbau gebremst wird - so entsteht eine positive Feedback-Schleife, in der c-MYC und SIRT1 immer weiter aktiviert werden und letztlich c-MYC in der Zelle akkumuliert.
Rotwein kein Unschuldslamm
Die Ergebnisse der Forscher haben zu einer Nebenerkenntnis geführt: Die lebensverlängernde Wirkung eines täglichen Glases Rotwein wird durch infrage gestellt: Bisher wurde die pharmakologische Aktivierung von SIRT1 durch das im Rotwein enthaltene Resveratrol als gesundheitsfördernd angesehen. Jetzt könnte das Glas Rotwein bei einem vorhandenen Tumor sogar gefährlich sein.
(Ende)
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FMK: 66 Millionen SMS zu Silvester
3.1.2012 von zaro.
Auch bei Jugendlichen ist das SMS trotz Facebook & Co beliebter als je zuvor
Wien - Das Glückwunsch-SMS zu Silvester an Familie, Freunde und Geschäftspartner ist Tradition. Zu Weihnachten und Silvester werden rund dreimal so viele SMS wie an “normalen” Tagen gesendet.
Für dieses Jahr rechnen die österreichischen Mobilfunkbetreiber mit rund 66 Millionen SMS, die zum Jahreswechsel übermittelt werden - zum Jahreswechsel 2010/2011 wurden 62,2 Millionen SMS übermittelt.
Auch für Jugendliche ist das SMS top - fast 40 % wollen auf keinen Fall drauf verzichten
Soziale Netzwerke spielen aufgrund des rasant wachsenden Marktanteils von Smartphones bei der Übermittlung von Glückwünschen eine zunehmende Rolle. Dennoch ist das SMS als persönliche Nachricht auch bei Jugendlichen on top. Eine Umfrage unter den rund 30.000 Fans der Facebook-Seite “Mein Handy, mein Retter” ergab, dass 38,7 % nicht auf die SMS-Funktion ihres Smartphones verzichten wollen - noch vor der MP3-Funktion, Internetzugang und der Kamera-Funktion.
Forum Mobilkommunikation - FMK
Die freiwillige Brancheninitiative FMK ist Ansprechpartner bei allen Fragen zu Mobilkommunikation und der Mobilfunk-Infrastruktur. Das FMK vermittelt zwischen Betreibern und Gemeinden, um gemeinsame Lösungen zu finden und liefert Zahlen, Daten und Fakten für die persönliche Meinungsbildung zum Thema Mobilfunk. A1, Alcatel-Lucent, Ericsson, FEEI, Hutchison 3G Austria, Kapsch Carrier Com, Nokia, Nokia Siemens Networks, Orange, Samsung, Sony Ericsson und T-Mobile unterstützen das FMK. (Ende)
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