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Archiv der Kategorie Medizin
Übergewicht macht unglücklich
12.3.2010 von zaro.
Diätversprechen gehen meist nach hinten los
Innsbruck - “Ich bin dick und schick”, oder “Ich bin dick und trotzdem glücklich” sind Sätze, die wir uns in unserer Not zurechtlegen. Tatsache ist jedoch, dass übergewichtige Menschen nicht nur körperlich mit Einbußen und Krankheiten zu rechnen haben, sondern es steigt die Zahl derer, die mit psychischen Problemen kämpfen. Übergewicht führt in unserer “Schönheitsbewussten Gesellschaft” zu Ausgrenzung und oft sogar zu Hohn und Spott. Trotzdem steigt die Zahl derer, die bereits in sehr jungen Jahren, bedingt durch falsche Ernährung, an massivem Übergewicht leiden. Und da die meisten oder fast alle Diäten entweder mit Reduktion der Kalorien oder mit einseitigen Ernährungsweisen (Fleischdiät, ect.) zu tun haben, kommt es nach Beendigung zu einem raschen Rückfall in alte Gewohnheiten und damit zum berühmten JoJo Effekt.
Tatsache ist, wer abnehmen will muss nicht zwangsläufig leiden. Seit Jahren betreut die Ernährungs- Expertin Andrea Ebner http://www.gesund-schlank-schoen.at Übergewichtige, aber auch Profisportler. Bei Ihren Beratungsgesprächen Vermittelt Sie keine standardisierten Diätpläne und verordnet auch keine qualvollen Trainingsprogramme. “Es ist fantastisch, zu sehen, wie anpassungsfähig der menschliche Organismus ist. Es geht nicht darum sich zu kasteien oder zu quälen. Zum erlangen des richtigen Gewichtes ist auch ein gesunder Geist wichtig. Man muss mit sich ins Reine kommen. Dann beginnt man langsam sich umzustellen und einfach die richtigen Lebensmittel auszuwählen. Dann geht alles wie von selbst.”
Vor einigen Jahren entwickelte die Powerfrau aus Tirol eine Nahrungsmittelergänzung für den Sport. Seit mehr als einem Jahrzehnt betreut sie Extremsportler mit der Tiroler Ur Getreidemischung. “Rasch entdeckte ich einige sehr angenehme Nebenwirkungen. Neben Leistungssteigerung und einer vollkommenen Regeneration des Stoffwechsels verschwindet das Hungergefühl. Abgesehen davon, dass der Körper alles bekommt, was er benötigt und alle Schadstoffe optimal abführt, berichteten mir meine Schützlinge von einem Ausgleich des Hungergefühls.” Diese “Nebenwirkung nutzt Ebner heute auch bei der Beratung schwer Übergewichtiger. “Es kann nicht sein, dass wir unser Normalgewicht nur durch chirurgische Eingriffe, die mit vielen Risiken behaftet sind, wieder herstellen können.”
Der herannahende Frühling ist für Übergwichtige die Zeit der größten Motivation. Durch die ersten Sonnenstrahlen und die mit dem Frühling verbundenen Glücksgefühle steigt der Bewegungsdrang. Nun ist auch die ideale Zeit, eine Ernährungsumstellung durch zu ziehen. “Ich empfehle dafür einen Spaziergang auf einem Bauernmarkt. Die frischen Farben von knackigem Obst und Gemüse machen automatisch Lust auf mehr. Dazu mageres Fleisch (kein Schwein), frischer Fisch und Vollkornprodukte.”, so Ebner.
Für einen raschen Erfolg in der Anfangsphase, der vor Allem für die Psyche wichtig ist, empfiehlt Ebner eine Entschlackungskur mit Tiroler Ur-Getreide. Durch Vitalstoffe und verschiedene Kräuter beginnt sich bereits nach zwei Tagen der Stoffwechsel zu beschleunigen. Der Körper wird entwässert und die Pflanzenfasern sorgen für die effektive Ausleitung von Giftstoffen. Der Darm kommt in Schwung und nach zwei Wochen merkt man bereits eine deutliche Gewichtsreduktion, die sich auch vor dem Spiegel bemerkbar macht. Außerdem bekommt der Körper alle wichtigen Vitamine, Spurenelemente und Omega3 Fettsäuren und das ständige Hungergefühl verschwindet. Nägel und Haare werden deutlich schöner und man sieht rund um gesund aus. Und das ohne asketische Maßnahmen. Ganz nach dem Motto “Gesund, schlank und schön in den Sommer.
Über die Tiroler Ur-Getreidemischung
Das Pulver und die Presslinge aus einer speziellen Ur-Getreidemischung mit hochwirksamen Heilkräutern - machen schlank - schön und halten fit und gesund.
- Regulierung des Hungergefühls
- Fettabbau
- Verbesserung der Hautstruktur
- durchblutungs-fördernd (straffere Haut)
- Stoffwechsel aktivierend (Darm)
- wirkt positiv auf sämtliche Organe
- enthält Chrom für die Bildung des Anti-Aging Hormons DHEA
- wirkt Blutzucker und Cholesterin senkend (glutenfrei)
- enthält das lebensnotwendige Spurenelement Selen für ein intaktes Immunsystem
- Die Zellerneuerung wird aktiviert - wirkt entgiftend
Profitieren von einem ca. 7.000 Jahre alten Wissen - das Ur-Getreide Kamut war im alten Ägypten das Korn der Pharaonen und sicherte die gesunde Ernährung vor Tausenden von Jahren. Viele Jahrhunderte lang war Kamut verschollen und vergessen. Der Dinkel zählt auch heute noch zu einer der nährstoffreichsten und gesündesten Getreidesorten. Die Ernährung ist zu 90% für unsere Gesundheit verantwortlich.
Die Getreidemischung wirkt Blutzucker und Cholesterin senkend. Auch für Diabetiker und Allergiker geeignet. Ohne Zucker! Dinkelstoffe regen die Nierentätigkeit an und wirken dadurch engiftend. Die Vitalstoffe sind natürliche Bestandteile der Inhaltsstoffe.
In allen österreichischen und deutschen Apotheken erhältlich.
Ausführliche Information zu Produkt und Wirkungsweise finden Sie auf der Homepage http://www.gesund-schlank-schoen.at.
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Sexualmedizinische Enzyklopädie geht online
5.3.2010 von zaro.
Unwissenheit mit fundierter Informationsplattform bekämpfen
Wien - “Gibt man in der Internetsuchmaschine Google das Wort Sex ein, erhält man 526 Mio. Suchergebnisse. Doch es ist sehr schwer, Spreu vom Weizen zu trennen”, meint Elia Bragagna, Medizinerin und Gründerin der Internetenzyklopädie http://www.sexmedpedia.at anlässlich des Starts des Portals, heute, Mittwoch. “Die neue Internetenzyklopädie informiere sachlich fundiert, verständlich und umfassend über dieses Thema”, erklärt die Medizinerin.
“Auf zu vielen Webpages finden sich eine Unzahl von Fehl- und Falschinformationen. Von der Verzerrung der Sexualität, wie sie auf vielen Seiten des Webs Platz greift, möchte ich hier gar nicht reden”, so die Medizinerin. “Die Website enthält ausschließlich wissenschaftlich fundierte, abgesicherte und korrekte Informationen zum Thema Sexualität und Gesundheit”, so Bragagna gegenüber der Presse.
Die häufigen Fragen nach Normalität
Wenn das Thema Sex diskutiert wird, stehe häufig sehr viel Unsicherheit im Raum. “Unsicherheiten über Körpernormen, Körperformen, der Frage, was guter Sex bedeutet, was normal oder nicht normal ist und ähnliches mehr”, so Bragagna. Es sei eine große Herausforderung, Antworten auf diese Fragen zu geben.
“Wir werden Mythen über Sexualität hinterfragen so wie den Menschen den Druck nehmen, unter den das sexuelle Erleben heutzutage gesetzt wird”, meint die Medizinerin. Normal sei, was gefällt und nicht, was Medien und selbsternannte “Sexgurus” als “normal” definieren.
Unwissenheit als Hemmschuh
“Für viele Frauen ist der eigene Körper eine Terra incognita”, meint die Gynäkologin Doris Linsberger http://www.gyn-krems.at. Weit verbreitet sei auch noch der “Pflichtsex”, mit dem sich die Frauen nicht nur seelisch, sondern auch körperlich schaden können, weil er oft zu chronischen Genitalinfektionen und schwer therapierbaren Schmerzzuständen führe.
Noch größere Unwissenheit über den Körper herrsche aber bei den Männern, bestätigt der Urologe und Androloge Karl Dorfinger http://www.dorfinger.at . “Es ist sehr wichtig, Männer dazu zu bringen, mehr auf ihren Körper zu achten und etwas dafür zu tun, wenn es Störungen gibt.” Generell sei bei Männern das Bewusstsein für Gesundheit und jenes für Sexualität gering ausgeprägt.
Sex bewegt alle und ängstigt sehr
“Wir leben zwar in scheinbar so aufgeklärten Zeiten, über Sexualität oder gar über Probleme mit ihr zu reden, fällt uns allerdings trotzdem immer noch sehr schwer”, meint der Psychiater und ärztliche Leiter des Anton-Proksch-Instituts http://www.api.or.at, Michael Musalek . Man lerne keine Sprache, mit der man über Sexualität reden könne. “Über Sexualität, gar über sexuelle Probleme mit einem Therapeuten zu reden, erscheint vielen schon eine fast unüberwindliche Hürde. Sie wird zum Mount Everest, wenn es darum geht, mit dem eigenen Partner oder der eigenen Partnerin über die gelebte oder eben nicht gelebte Sexualität und Probleme zu sprechen”, erklärt der Experte.
Ein Webportal wie Sexmedpedia könne als echter Türöffner fungieren, weil es eine extrem niederschwellige Möglichkeit sei, sich über Sexualität, Probleme mit derselben und mögliche Lösungsmöglichkeiten zu informieren. Neben den Artikeln zu einzelnen Themen kommen noch interaktive Angebote wie etwa die online Diskussionsplattform ‘Sex Talk by Elia Bragagna’ hinzu. Im Endausbau soll das Portal auch Blogs und Padcasts enthalten. (Ende)
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Brustkrebs: Gen-Fehler stoppt Tamoxifen-Wirkung
5.3.2010 von zaro.
Übermaß an FGFR1 führt zu Resistenz gegen das Medikament
London - Wissenschaftler des Breakthrough Breast Cancer Research Centre http://www.breakthroughcentre.org.uk haben herausgefunden, warum manche Frauen auf die Behandlung gegen Brustkrebs nicht ansprechen. Die Ursache ist ein genetischer Fehler. Das Forscherteam um Nick Turner geht aber davon aus, dass dieser sich beheben lässt.
Übermaß an FGFR1
Den meisten Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird, erhalten Tamoxifen, um ein erneute Erkrankung zu verhindern. Nicht alle Frauen sprechen jedoch auf die Behandlung an. Experten gehen davon aus, dass ein Drittel von der Einnahme gar nicht profitiert, berichtet BBC. Entscheidend soll ein Übermaß des Gens FGFR1 sein, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin Cancer Research http://cancerres.aacrjournals.org.
Diese Entdeckung könnte zu neuen Behandlungsansätzen für diese Frauen führen. FGFR1 soll einfach deaktiviert und damit die Wirksamkeit des Medikaments hergestellt werden. Die Wissenschaftler haben bereits im Labor nachgewiesen, dass das möglich ist. Sie setzten ein Medikament ein, das die Aktivität von FGFR1 einfach “ausschaltete”. War das Gen gestoppt, erhielten hormonbasierte Medikamente wie Tamoxifen ihre Wirksamkeit zurück.
Neue Behandlungsmöglichkeiten
Die Forscher gehen davon aus, dass diese Forschungsergebnisse jährlich tausenden Frauen helfen können. Eine von zehn Brustkrebspatientinnen verfügt über ein Übermaß an FGFR1. Turner betonte, dass das Wissen darüber, wie dieses Gen zu einer Tamoxifen-Resistenz führen kann, neue Möglichkeiten für die Behandlung von Brustkrebs bei Patientinnen eröffne, die sonst nur schlechte Resultate erzielen könnten.
Derzeit werde eine ganze Reihe von Medikamenten entwickelt, die die Aktivität von FGFR1 stoppen sollen. In klinischen Studien wird untersucht, ob diese Medikamente bei Krebsformen mit zu vielen Kopien dieses Gens wirken. In einer weiteren Studie soll nun untersucht werden, ob ein Medikament, das dieses Gen blockiert, der Hormon-Therapie-Resistenz bei Brustkrebspatientinnen entgegen wirken kann. “Bestätigen diese Tests unsere Arbeit im Labor, könnten wir vor dem Durchbruch für einen neuen Behandlungsansatz gegen Brustkrebs stehen.” (Ende)
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USA: Mehr Schlaganfälle bei Jüngeren
4.3.2010 von zaro.
Durchschnittsalter der Patienten sinkt um drei Jahre
San Antonio/Wien - Wenn auch Schlaganfall als Akuterscheinung im Alter gilt, steigt - zumindest in den USA - die Zahl derer, die schon im jüngeren Lebensalter von der folgenschweren Gehirnerkrankung betroffen sind. Forscher haben auf der Jahreskonferenz der US-Schlaganfallmediziner http://www.strokeassociation.org in San Antonio eine Studie präsentiert, demzufolge die US-Bürger unter 45 Jahren seit den 90er Jahren immer häufiger an Schlaganfall leiden.
Das Durchschnittsalter, in dem Menschen einen Schlaganfall erleiden, ist demnach zwischen 1993 und 2005 von 71 auf 68 Jahre gesunken. Bereits 7,3 Prozent der Schlaganfall-Patienten seien 2005 aus der Altersgruppe von 20 bis 45 Jahren gekommen, 1993 seien es nur 4,5 Prozent gewesen. “Diese zahlen rufen Angst und Bedenken hervor”, so Studienautor Brett M. Kissela von der University of Cincinnati. Als Ursachen dieser Entwicklung vermutet er die Zunahme von Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht. “Die Last einer Folgebehinderung ist für jüngere Patienten größer, da sie noch eine längere Lebenszeit vor sich haben”, so der US-Mediziner.
Prävention hat versagt
Als “Alarmsignal” sieht auch der Neurologe Wilfrid Lang, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Schlaganfall-Forschung ÖGSF http://www.schlaganfall-info.at, die Ergebnisse. “Liegt das Durchschnittsalter für Schlaganfall in den Schwellenländern bei etwa 55 Jahren, ist es in den industrialisierten Ländern dank Prävention und Therapien zuletzt stets angestiegen und liegt in Europa bei rund 75 Jahren. Zeigt sich in den USA eine sinkende Tendenz, so bedeutet das, dass präventive Maßnahmen nicht greifen.” Die Zahl sage somit einiges über das Gesundheitssystem der USA aus, so der Experte gegenüber pressetext.
In Krankenhäusern behandelte Schlaganfälle werden in Österreich und Teilen Deutschlands per Register verfasst. Wissenschaftliche Aussagen dieser Art können auf diese Weise jedoch nicht gemacht werden, betont Lang. “Dazu braucht es epidemiologische Daten. Europa bezieht diese aus dem Bezirk Oxfordshire in England, wo es so eine Erfassung eines definierten Kollektivs gibt. Schlaganfälle werden dort zwar in allen Altersgruppen seltener, in Summe werden sie jedoch häufiger, da die Lebenserwartung steigt. Allerdings wird die Gruppe unter 45 Jahren aufgrund des seltenen Vorkommens gar nicht erfasst”, so Lang.
Bereits Kinder sind betroffen
Schlaganfälle können allerdings sogar bei Kindern auftreten. Rebecca Ichord vom Kinderspital Philadelphia präsentierte in San Antonio ihre Untersuchung von 90 ischämischen Herzkrankheiten bei Kindern im Schuleintrittsalter, bei denen zwölf einen wiederkehrenden Schlaganfall innerhalb von sechs Jahren hatten. Bei jedem zweiten dieser Fälle war der Erstinfarkt zuvor gar nicht entdeckt worden, weshalb man auch nicht entsprechend behandelt hatte. “Die Entdeckung eines Schlaganfalls ist bei Kindern schwieriger. Symptome sind bei ihnen weniger stark ausgeprägt, die Untersuchung ist komplizierter und die Patienten sind weniger gut in der Lage, die Symptome zu beschreiben”, betont die Medizinerin.
“Bei Kinder sind die Ursachen und Risikofaktoren für Schlaganfall anders als bei Erwachsenen. Auslöser können Infektionen, Gerinnungsstörungen oder angeborene Herzfehler sein”, erklärt Lang. Das weltweit größte Register für Schlaganfälle im Kindesalter gibt es in der Schweiz http://www.neuropaediatrie.ch/snpsr/index.html. Bloß fünf von 100.000 Kinder sind pro Jahr betroffen, die Erholung nach dem Akutgeschehen verläuft in der Regel schneller als bei Erwachsenen. Allerdings können lang anhaltende Probleme vor allem im kognitiven Bereich auftreten. (Ende)
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Forscher: “Optimisten sind weniger krankheitsanfällig”
3.3.2010 von zaro.
Pessimisten brauchen mehr Energie zur Stressbewältigung
Hamburg - Psychologen der Roehampton University in London http://www.roehampton.ac.uk, des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf http://www.uke.de sowie der Techniker Krankenkasse (TK) http://www.tk-online.de haben in einer gerade veröffentlichten Studie nachgewiesen, dass optimistische Studierende unter Prüfungsstress weniger anfällig für Infekte der oberen Atemwege sind als ihre weniger positiv denkenden Kommilitonen. “Wer das Leben durch die rosarote Brille betrachtet, hat also offenbar nicht nur mehr Spaß am Leben, sondern ist auch besser vor Erkältungen gewappnet”, so das Ergebnis der Studienautoren.
Zu Beginn der Studie wurden die teilnehmenden 43 Frauen und 37 Männer hinsichtlich ihrer Lebenseinstellung befragt, um die durchschnittlich 23 Jahre alten Studierenden in Optimisten und Pessimisten einzuteilen. “Wir haben die Teilnehmer nach ihrer Zustimmung zu Aussagen wie ‘Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es auch schief’ oder ‘Was auch immer kommen mag, ich krieg das schon hin’ gefragt und entsprechend ihrer Antworten eingeteilt”, erklärt Heiko Schulz, Psychologe bei der TK, die Herangehensweise der Forscher.
Weniger Erkältungssymptome
Dass Stress das Immunsystem belastet und gestresste Menschen anfälliger für Krankheiten sind, war bereits jetzt allgemein bekannt. “Wir wollten wissen, ob es im Gegenzug möglich ist, das Infektionsrisiko durch eine positive Lebenseinstellung herabzusetzen”, so Schulz. In der Folge untersuchten die Wissenschaftler den Infektionsstatus von 80 Studierenden einmal während und einmal außerhalb ihrer Prüfungsphase. Die Ergebnisse bestätigen die Eingangsthese: Die optimistischen Hochschüler empfanden ihre Prüfungsphase nicht nur als weniger stressig und psychisch belastend, sie wiesen auch weniger Erkältungssymptome auf.
“Die Optimisten betrachten die Stressphase eher als Herausforderung, die sie engagiert angehen, was sie eher beflügelt und so besser vor stressbedingten gesundheitlichen Belastungen schützt. Im Gegenzug empfinden Pessimisten die Prüfungsphase als schwer zu bewältigen, sie investieren mehr Energie, um den Stress zu händeln und sind dadurch deutlich anfälliger für Infektionskrankheiten”, analysierte Claus Vögele von der Roehampton University.
Ergebnisse nur bedingt verwendbar
Zwar ist den Studienautoren bewusst, dass die Ergebnisse aufgrund der Fokussierung auf den Stressfaktor “Prüfung” nur begrenzt verwendbar sind, um generelle Aussagen zum Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf das Immunsystem zu treffen. Einen Trend können die Wissenschafter trotzdem ableiten: “Gesundheit lässt sich durch eine optimistische Lebenseinstellung positiv beeinflussen”. (Ende)
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Der Mensch ist ein geborener Langstreckengeher
1.3.2010 von zaro.
Evolution spezialisierte sich auf den Fersengang
Salt Lake City/Jena - Beim Gehen mit wenig Energieeinsatz übertrifft der Mensch die gesamte Tierwelt. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe im Journal of Experimental Biology. “Wir sind zwar gute Langstreckenläufer, schaffen es aber nicht, mit wenig Energie zu laufen, wie dies Profisprintern wie etwa Gazellen, Rehen, Pferden oder Hunden gelingt. Denn während diese zuerst auf Ballen oder Zehen aufkommen, ist der menschliche Fuß für den Fersengang konstruiert. Das macht ihm zum Weltmeister im Gehen”, berichtet Studienleiter David Carrier.
Fußballen sind Energiefresser
Um das festzustellen, untersuchten die Wissenschaftler Freiwillige, die sich auf einem Laufband bewegten. Jeder von ihnen lief in drei unterschiedlichen Arten, indem die Füße zunächst auf den Fersen, dann auf den Ballen und schließlich auf den Zehen abgesetzt wurden. Da die Probanden mit einer Sauerstoff-Maske liefen, konnte ihr Sauerstoffverbrauch erhoben werden, der Rückschlüsse auf den Energieverbrauch zulässt. Es zeigte sich, dass man auf dem Ballen 53 Prozent und auf den Zehen sogar 83 Prozent mehr an Energie verbraucht, als wenn man zuerst auf den Fersen aufkommt.
Mehrere Thesen für den Mehraufwand erwiesen sich in der Forschung als nur wenig relevant. Wer zuerst mit der Ferse aufkommt und dann auf die Fußballen schwenkt, verlängert damit seine Schrittweite um eine gesamte Sohlenlänge, während das Ballengehen die Schritte kürzer und häufiger macht. “Das alleine hat jedoch noch keine Auswirkung auf den Energieverbrauch und ebenso wenig die Tatsache, dass die Ballen weniger Stabilität als die Ferse bieten”, berichtet Carrier.
Fersengang lässt Muskeln rasten
Den Ausschlag gibt vielmehr die Bewegung des gesamten Körpers. Die Ferse erlaubt, dass sich der Körper beim Gehen weniger auf und ab bewegt und belässt seine Masse somit in vertikaler Ruheposition. Dadurch ersparen sich die Knöchel-, Knie-, Hüfte- und Rückenmuskeln einiges an Arbeit. Zudem bremst das Aufkommen auf den Ballen den Körper immer wieder und erfordert bei jedem Schritt eine kleine Beschleunigung, während beim Fersengang der Bewegungsfluss optimiert ist.
Weiters ermöglicht der Fersengang laut der Studie auch den idealen Wechsel von Energieformen. Beginnt ein Mensch seinen Vorwärtsgang, der beim Schritt eine leichte Abwärtsbewegung mit sich bringt, wird gespeicherte Energie in Bewegungsenergie umgesetzt. Rollt das Gewicht schließlich auf der Sohle ab und der Gehende bewegt sich dabei zugleich vor- und aufwärts, bremst man automatisch, was die Bewegung erneut in gespeicherte Energie umwandelt.
Laufen verlegt Gewicht auf Ballen
Der optimale Fersenaufsatz gelingt jedoch nur beim Gehen, während es beim Laufschritt energetisch keinen Unterschied macht, ob der Mensch auf Ferse, Ballen oder Zehen läuft. “Berufssprinter landen oft nur auf den Fußballen, so als ob sie barfuss laufen würden. Doch auch wenn man beim Laufen zuerst auf der Ferse landet, zwingt einen der Gegendruck des Bodens dazu, sehr schnell auf den Ballen zu wechseln, der das meiste Gewicht trägt”, so Carrier.
„Die Plattfuß-Haltung mit Bodenkontakt der Ferse gibt es nur beim Menschen und bei Menschenaffen. Hunde etwa gehen auf Zehen, denn sie haben Ferse und Zehenballen an abgehobener Stelle“, erklärt die Zoologin Nadja Schilling von der Universität Jena http://www.uni-jena.de, die an der Studie beteiligt war, gegenüber uns. Ausgangsfrage der Forschung sei die Tatsache gewesen, dass der menschliche Körper derjenige eines Sprinters ist, während jedoch die Füße nicht dazu passen. „Wir wissen nun, dass der Vorteil beim Gehen die Ursache ist“, so die Forscherin. (Ende)
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Nebenwirkungen von Psychotherapie im Fokus
1.3.2010 von zaro.
Formen von Missbrauch durch Therapeuten erstmals untersucht
Krems - Ein Forscherteam am Department für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie der Donau-Universität Krems http://www.donau-uni.ac.at/psymed untersucht mögliche Schäden durch Psychotherapie in einer umfangreichen Studie. “Dass Psychotherapie höchst wirksam ist und Menschen bei der Bewältigung ihrer Probleme hilft, wurde in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt bewiesen. Doch was eine Wirkung ausübt, kann auch Nebenwirkungen haben”, sagt Anton Leitner, Leiter des Departments für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie an der Donau-Universität Krems.
“Während Nebenwirkungen von Medikamenten genau untersucht und in der Packungsbeilage beschrieben werden, gibt es zu möglichen Schäden durch Psychotherapie noch nicht einmal Definitionen, geschweige denn systematische Forschungen”, so Leitner. Berichte über unterschiedlichste Formen von Missbrauch durch Therapeuten und durch die Therapie hervorgerufene Schäden zeigen jedoch, dass eine fundierte Erforschung von negativen Nebenwirkungen zur Qualitätssicherung in der Psychotherapie nötig ist”.
Risikofaktoren und Ursachen lokalisieren
Dieses Dunkelfeld möchte Leitner mit seinem Team systematisch aufarbeiten. Teil des Forschungsprojekts ist eine Online-Befragung, zu der alle eingeladen sind, die in Österreich in psychotherapeutischer Behandlung sind oder waren. Um diese im Vorfeld nicht zu beeinflussen, will Leitner gegenüber pressetext keine Aussagen über die bisher gewonnenen Informationen zu Schäden und Missbrauch treffen.
Ziel der Online-Befragung ist es, Risikofaktoren und Ursachen für schädliche Nebenwirkungen von Psychotherapie ausfindig zu machen und eine Anleitung zu geben, wie ungünstige Therapieprozesse vermieden werden können. Auch in die Psychotherapie-Ausbildung sollen die Ergebnisse der Studie integriert werden. Erste Ergebnisse des innovativen Forschungsprojekts werden anlässlich des Symposiums “Kremser Tage” am 4. und 5. Juni 2010 in der Donau-Universität Krems präsentiert.
Dreisäuliges Forschungskonzept
Das Forschungskonzept, das gemeinsam mit einem internationalen Fachbeirat entworfen wurde, ruht auf mehreren Säulen: Zu Beginn in den Jahren 2007 und 2008 wurden anonymisierte Beschwerdebriefe von Patienten analysiert und Gruppendiskussionen mit erfahrenen Psychotherapeuten geführt. Die Ergebnisse dieser Voruntersuchungen bildeten die Grundlage für einen Fragebogen, der an 1.700 Personen versandt wurde, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes psychotherapeutisch behandelt worden sind.
Mehr als 550 Fragebögen wurden - direkt und anonymisiert - an die Forschungsabteilung des Departments für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie zurückgeschickt. Um jetzt Patienten aus ganz Österreich zu erreichen und mehr Datenmaterial zu besonders relevanten Punkten zu gewinnen, wurde im Anschluss ein Online-Fragebogen entwickelt, den bisher mehr als 1.200 Personen ausgefüllt haben. Bis Ende April ist der Fragebogen noch abrufbar unter http://www.donau-uni.ac.at/psymed/fragebogen. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert rund 15 Minuten. (Ende)
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Nebenwirkungen von Psychotherapie im Fokus
1.3.2010 von zaro.
Formen von Missbrauch durch Therapeuten erstmals untersucht
Krems - Ein Forscherteam am Department für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie der Donau-Universität Krems http://www.donau-uni.ac.at/psymed untersucht mögliche Schäden durch Psychotherapie in einer umfangreichen Studie. “Dass Psychotherapie höchst wirksam ist und Menschen bei der Bewältigung ihrer Probleme hilft, wurde in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt bewiesen. Doch was eine Wirkung ausübt, kann auch Nebenwirkungen haben”, sagt Anton Leitner, Leiter des Departments für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie an der Donau-Universität Krems.
“Während Nebenwirkungen von Medikamenten genau untersucht und in der Packungsbeilage beschrieben werden, gibt es zu möglichen Schäden durch Psychotherapie noch nicht einmal Definitionen, geschweige denn systematische Forschungen”, so Leitner. Berichte über unterschiedlichste Formen von Missbrauch durch Therapeuten und durch die Therapie hervorgerufene Schäden zeigen jedoch, dass eine fundierte Erforschung von negativen Nebenwirkungen zur Qualitätssicherung in der Psychotherapie nötig ist”.
Risikofaktoren und Ursachen lokalisieren
Dieses Dunkelfeld möchte Leitner mit seinem Team systematisch aufarbeiten. Teil des Forschungsprojekts ist eine Online-Befragung, zu der alle eingeladen sind, die in Österreich in psychotherapeutischer Behandlung sind oder waren. Um diese im Vorfeld nicht zu beeinflussen, will Leitner gegenüber pressetext keine Aussagen über die bisher gewonnenen Informationen zu Schäden und Missbrauch treffen.
Ziel der Online-Befragung ist es, Risikofaktoren und Ursachen für schädliche Nebenwirkungen von Psychotherapie ausfindig zu machen und eine Anleitung zu geben, wie ungünstige Therapieprozesse vermieden werden können. Auch in die Psychotherapie-Ausbildung sollen die Ergebnisse der Studie integriert werden. Erste Ergebnisse des innovativen Forschungsprojekts werden anlässlich des Symposiums “Kremser Tage” am 4. und 5. Juni 2010 in der Donau-Universität Krems präsentiert.
Dreisäuliges Forschungskonzept
Das Forschungskonzept, das gemeinsam mit einem internationalen Fachbeirat entworfen wurde, ruht auf mehreren Säulen: Zu Beginn in den Jahren 2007 und 2008 wurden anonymisierte Beschwerdebriefe von Patienten analysiert und Gruppendiskussionen mit erfahrenen Psychotherapeuten geführt. Die Ergebnisse dieser Voruntersuchungen bildeten die Grundlage für einen Fragebogen, der an 1.700 Personen versandt wurde, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes psychotherapeutisch behandelt worden sind.
Mehr als 550 Fragebögen wurden - direkt und anonymisiert - an die Forschungsabteilung des Departments für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie zurückgeschickt. Um jetzt Patienten aus ganz Österreich zu erreichen und mehr Datenmaterial zu besonders relevanten Punkten zu gewinnen, wurde im Anschluss ein Online-Fragebogen entwickelt, den bisher mehr als 1.200 Personen ausgefüllt haben. Bis Ende April ist der Fragebogen noch abrufbar unter http://www.donau-uni.ac.at/psymed/fragebogen. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert rund 15 Minuten. (Ende)
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Sonnenbaden macht Männer scharf
1.3.2010 von zaro.
Vitamin-D hebt Testosteronspiegel deutlich an
Heidelberg/Mannheim - Ein Sonnenbad hat für Männer eine erregende Wirkung. Einer neuen Studie zufolge wird der Testosteronspiegel durch Vitamin-D deutlich angehoben. Der Großteil des Vitamins wird unter Einwirkung von Sonnenlicht in der Haut gebildet, ein geringerer Teil stammt aus der Nahrung. Studienleiter Winfried März vom Synlab Medizinischen Versorgungszentrum Heidelberg http://www.synlab.de hat für seine Publikation im Fachmagazin Clinical Endocrinology rund 2.300 Männer untersucht.
“Jene Männer, die genug Vitamin-D im Blut hatten, zeigten auch höhere Testosteron-Werte als jene mit geringeren Vitamin-D-Werten”, so März im Interview. Niedrige Testosteron-Werte sorgen für verminderte Libido und deutlich weniger Energie. Das Geschlechtshormon spielt bei beiden Geschlechtern eine wichtige Rolle für die Muskelkraft und Knochendichte.
Vitamin-D als Energielieferant
“Unsere Forschungsgruppe hat sich seit einigen Jahren mit dem Vitamin-D und seinen verschiedenen klinischen Wirkungen auf Stoffwechsel und Gefäße beschäftigt”, so März. “Es war sehr interessant festzustellen, dass Männer in Mitteleuropa im jahreszeitlichen Verlauf verschieden hohe Vitamin-D-Werte aufwiesen.”
Die höchsten Werte konnten die Forscher im August messen. In den Wintermonaten sank der Wert und erreichte im März seinen Tiefpunkt. Männer mit mindestens 30 Nanogramm Vitamin-D pro Milliliter Blut hatten höhere Testosteron-Werte als jene, die geringere Vitamin-D-Werte aufwiesen. “Das könnte erklären, warum die Hormone im Frühling verrückt spielen”, so März.
Sonnenlicht als Vitamin-Lieferant
Achtzig Prozent des Vitamin-D wird in der Haut gebildet, rund 20 Prozent können über die Nahrung aufgenommen werden. “Besonders fetter Fisch ist ein guter Vitamin-D-Lieferant”, erklärt der Forscher. Dennoch könne die Nahrung alleine nicht genügend Vitamin D liefern und durch Ernährungsumstellung sei ein Vitamin-D-Mangel nicht auszugleichen. “Das UVB-Licht ist und bleibt der wichtigste Lieferant, wer zu wenig in der Sonne ist, muss Vitamin D zusätzlich einnehmen”, so März.
Nun wollen die Forscher untersuchen, ob Vitamin-D-Präparate den gleichen Effekt auf den Testosteronspiegel haben wie echtes Sonnenlicht. “Dieses Humanexperiment steht noch aus”, erklärt März. Künstliches Sonnenlicht in Solarien kann das fehlende Sonnenlicht im Winter jedenfalls ersetzen. “Die nötige Menge ist nicht einmal besonders hoch. Eine Exposition von 15 bis 20 Minuten reicht dafür aus”, so der Mediziner abschließend. (Ende)
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Suchtwirkung von Beruhigungsmitteln bewiesen
1.3.2010 von zaro.
Nebenwirkung bei Benzodiazepinen kann aufgehoben werden
Genf - Wer häufig Schlaf- oder Beruhigungsmittel einnimmt, gewöhnt sich nicht nur an sie, sondern kann dabei auch süchtig werden. Das bestätigen nun Wissenschaftler der Universität Genf http://www.addictionscience.unige.ch in der Fachzeitschrift “Nature”. Mit Unterstützung vom Schweizerischen Nationalfonds http://www.snf.ch konnten sie nachweisen, dass diese Medikamente im Gehirn die Kontrollmechanismen des Belohnungssystems abbauen. Mit der Zeit werden so abwägende Entscheidungen unmöglich gemacht und zwanghaftes Suchtverhalten ausgelöst.
Medikamente mit Rundum-Schlägen
Schlaf- und Beruhigungsmittel wie etwa Temesta, Dalmadorm oder Valium gehören zur Klasse der Benzodiazepine. Schon bisher war bekannt, dass nach regelmäßiger Einnahme ein Gewöhnungseffekt eintritt und die Missbrauchsrate sehr hoch ist. Umstritten war jedoch bisher, ob sich dabei tatsächlich eine Sucht entwickelt. Dieser Nachweis gelang dem Genfer Forscherteam um Christian Lüscher nun, indem es die zu Grunde liegenden molekularen Mechanismen entschlüsselte.
Benzodiazepine docken sich an bestimmte Eiweiße der Nervenzellen-Oberfläche an, die als “GABA(A)-Rezeptoren” bezeichnet werden. Die derzeit verfügbaren Medikamente dieser Klasse binden sich an alle Untereinheiten dieses Rezeptors und lösen dabei jeweils unterschiedliche Funktionen aus. So lösen sie etwa Angst, heben epileptische Krämpfe, fördern Schlaf oder machen jedoch auch süchtig.
Suchtfunktion kann ausgeschaltet werden
Die Forscher wiesen nach, dass die Suchtwirkung der Benzodiazepine auf eine als “alpha1″ bezeichnete Rezeptor-Untereinheit zurückgeht. Der Mausversuch zeigte, dass Benzodiazepine Hirnfunktionen verändern und das Belohnungssystem aktivieren. Darüber hinaus verlangten die Tiere nach einigen Tagen von zwei Zuckerwasser-Flaschen immer mehr diejenige, die gelöste Benzodiazepine enthielt. Mutanten-Mäuse ohne alpha1 kontrollierten hingegen ihr Belohnungssystem auch weiter und wurden nicht süchtig.
Diese Erkenntnis stellt der medizinischen Forschung neue Aufgaben. Denn die Fähigkeit der Benzodiazepine, Angstzustände zu lösen, geht auf seine Bindung an eine andere Untereinheit namens “alpha2″ zurück. “Das spricht dafür, dass die Entwicklung eines Wirkstoffes möglich ist, der ebenso Angst löst, jedoch nicht süchtig macht. Bisher wurden jedoch noch keine dieser selektiv auf bestimmte Untereinheiten wirkenden Substanzen klinisch entwickelt”, so Lüscher. Dringend sei dies, da von Ängsten geplagte Menschen besonders suchtgefährdet sind.
Abstract der Forschung unter: http://www.nature.com/nature/journal/v463/n7282/abs/nature08758.html?lang=en (Ende)
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Multiple-Sklerose-Theorie unter der Lupe
1.3.2010 von zaro.
Zusammenhang zwischen MS und verengten Blutgefäßen im Gehirn
Buffalo - Mehr als 55 Prozent der MS-Patienten verfügen laut einer Untersuchung der University at Buffalo http://www.buffalo.edu über verengte Blutgefäße im Gehirn. Diese vorläufigen Ergebnisse beruhen auf den ersten 500 teilnehmenden Patienten. Die Abweichung wurde bei 56,4 Prozent der MS-Patienten und 22,4 Prozent der gesunden Kontrollgruppe mit 161 Teilnehmern festgestellt.
Das Team um Robert Zivadinov wollte mit dieser Studie die Theorien von Paolo Zamboni http://web.unife.it/sezione/chirurgia_generale/zamboni.htm einer Überprüfung unterziehen. Dieser geht davon aus, dass 90 Prozent der MS-Erkrankungen durch eine Verengung der Venen verursacht werden. Die vollständigen Ergebnisse der aktuellen Studie werden von 10. bis 17. April bei der Jahreshauptversammlung der American Academy of Neurology http://www.aan.com/go/am10 in Toronto der Öffentlichkeit vorgestellt.
Verengung der Blutgefäße
Zamboni erklärt, dass die Verengung der Blutgefäße verhindert, dass das Blut rasch genug fließt und es daher in der Folge zu einer Verletzung des Gehirns kommt. Die Gefäßverengung wird durch die Ansammlung von Eisen verursacht, die ihrerseits zu MS führen kann. Der italienische Wissenschaftler hat die Blockaden bereits bei einer Reihe von Patienten - darunter auch bei seiner Frau - geweitet.
Mittels der Doppler-Sonographie wurden die Patienten jetzt in verschiedenen Positionen gescannt, um die Richtung des Blutflusses durch die Venen sichtbar zu machen. Bei den 500 MS-Patienten, Erwachsenen und Kindern, wurden zusätzlich MRT-Scans des Gehirns durchgeführt, um die Eisenablagerungen im Gehirn nachweisen zu können.
Vorsichtig optimistisch
Zivadinov erklärte gegenüber BBC, er sei bei den vorläufigen Ergebnissen vorsichtig optimistisch. Sie zeigten, dass die Verengung der extrakraniellen Venen bei MS zumindest eine wichtige Rolle spielt. Man werde mehr wissen, wenn die MRT-Ergebnisse und die anderen gesammelten Daten ausgewertet sind. (Ende)
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“Naschkatzen” drohen später Depressionen
1.3.2010 von zaro.
Süßer Geschmack aber von allen Kindern als Belohnung wahrgenommen
Philadelphia - Die meisten Kinder mögen Süßigkeiten. Jene, die sie besonders gerne mögen, könnten depressiv sein oder über ein höheres Risiko eines Alkoholproblems in der Zukunft verfügen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Monell Chemical Senses Center http://www.monell.org gekommen. Das Team um Julie Mennella schreibt in Addiction http://www.addictionjournal.org, dass bestimmte Kinder sich besonders zu sehr Süßem hingezogen fühlen. Diese Kinder hatten entweder einen nahen Verwandten mit einem Alkoholproblem oder verfügten selbst über Symptome einer Depression.
Es ist jedoch nicht klar, ob diese Vorliebe für sehr Süßes auf echte chemische Unterschiede oder auf die Erziehung zurückzuführen ist. Die Wissenschaftler erklärten, dass ein süßer Geschmack und Alkohol viele der gleichen Arten von Belohnung auslösen. Mennella erläuterte, dass bekannt sei, dass ein süßer Geschmack von allen Kindern als Belohnung wahrgenommen wird und er ihnen ein gutes Gefühl vermittelt. Manche Gruppen von Kindern könnten von intensiver Süße aufgrund ihrer Biologie besonders angezogen sein.
Viele Alkoholiker sind Naschkatzen
Experten gehen davon aus, dass Alkoholiker dazu neigen, Naschkatzen zu sein, berichtet BBC. Dieser Zusammenhang ist jedoch bei Kindern weniger klar. Eine andere US-Studie hat nachgewiesen, dass die größte Vorliebe für sehr süße Getränke bei jenen zu finden war, die Wachstumsschübe durchlebten. An der aktuellen Studie nahmen 300 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren teil. Die Hälfte hatte ein alkoholabhängiges Familienmitglied.
Die Teilnehmer wurden gebeten, fünf süße auf Wasser basierende Getränke zu kosten, die unterschiedliche Mengen an Zucker enthielten. Die Kinder sollten bewerten, welches Getränk am besten schmeckte und wurden auf Symptome einer Depression hin befragt. Ein Viertel verfügte über Symptome, die laut den Wissenschaftlern auf eine mögliche Depression hinwiesen.
Die Vorliebe für intensive Süße war bei jenen 37 Kindern am größten, bei denen es in der Familie Alkoholiker gab und die von depressiven Symptomen berichteten. Sie bevorzugten das Getränk mit dem höchsten Zuckergehalt, nämlich 24 Prozent. Das entspricht rund 14 Teelöffeln Zucker in einem Glas Wasser und entspricht mehr als dem doppelten Zuckergehalt einer normalen Cola. Dieser Geschmack war um ein Drittel intensiver als jener, der von den anderen Kindern bevorzugt wurde.
Süßigkeiten als Schmerzmittel
In einem nächsten Schritt wurde untersucht, ob die Unterschiede der Kinder in Bezug auf Geschmack eine Auswirkung auf ihre Reaktion auf Schmerz oder Unbehagen hatten. Frühere Studien hatten nahegelegt, dass Süßigkeiten als Schmerzmittel und als Stimmungsaufheller wirken können. Es zeigte sich, dass nicht depressive Kinder ihre Hände länger in sehr kaltem Wasser lassen konnten, wenn sie einen Zuckerschub erhielten. Der zusätzliche Zucker führte bei den depressiven Kindern zu keiner Veränderung des Verhaltens. (Ende)
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Ein über 650 Jahre altes Wunderheilmittel revolutioniert die Behandlungsmethoden bei Verbrennungen und sorgt für bahnbrechende Wundheilungsergebnisse
1.3.2010 von zaro.
Wörgl/Tirol - Immer mehr tendiert auch die moderne Medizin zu alten Naturheilmitteln, weil sie mit der aggressiven Chemie und deren Nebenwirkungen am Ende ist. Eine besondere Erfahrung machte ich in meiner Praxis mit dem Theresienöl, das angeblich seit 600 Jahren als Familienrezept Notleidenden gegeben wird. Wie ich inzwischen erfahren habe, wird Theresienöl auch von Fachärzten an der Klinik angewandt, weil es besonders bei Verbrennungen eine überraschende Wirkung zeigt.
Bei Verbrennungen und Verbrühungen entstehen Schädigungen des Hautgewebes durch Hitzeeinwirkungen von mehr als 45 Grad Celsius. Verbrennungen werden je nach Ausmaß und Tiefe in die Grade eins bis vier eingeteilt. Das Ausmaß einer Verbrennung wird, auf die betroffene Fläche bezogen, in Prozent der Körperoberfläche angegeben. Die Therapie richtet sich nach der Tiefe der Verletzung, diese jedoch kann häufig erst am zweiten bzw. dritten Tag nach dem Unfall genau beurteilt werden. Bei Verbrennungen und Verbrühungen steigt die Temperatur so stark an, dass es zu einer Zellschädigung bzw. zum Zelltod, zur Gerinnung von Eiweißpartikeln und sogar bis hin zur Verkohlung kommen kann.
In der klassischen Schulmedizin werden bisher Verbrühungen und Verbrennungen speziell 2. und 3. Grades mit Hauttransplantationen behandelt.
Nach solchen Operationen ist es oft erforderlich Kompressionswäsche zu tragen um die Narbenbildung zu verringern. Transplantierte Haut muss besonders gepflegt werden. Wandern Hautzellen bei der Abheilung von Verbrennungen nicht ab, wachsen sie aufeinander und es kommt zur Vernarbung der Haut. Narben nach Verbrennungen sind vor allem bei Kindern problematisch, da sich die Narben kaum an das natürliche Wachstum des Kindes anpassen können. Sie sind daher besonders schmerzhaft und müssen fallweise öfters operativ behandelt werden. Bei schwerer Narbenbildung kann unter Umständen eine lebenslange Nachbehandlung notwendig sein.
Entgegen allen schulmedizinischen Empfehlungen stellt Theresienöl, gerade in Bezug auf die Erstbehandlung, eine Besonderheit dar.
Durch sofortiges Auftragen von Theresienöl bei Verbrühungen und Verbrennungen auf die Brandwunden, wird eine sofortige Schmerzlinderung (Patienten berichten nach wenigen Minuten über Schmerzfreiheit) und bereits einsetzende Antiseptierung bewirkt.
Bereits im 14. Jahrhundert galt Theresienöl als eines der wenigen effizienten Wundheilmittel dieser Zeit. Seit damals wird die Rezeptur und die Zubereitung des Öls ohne Unterbrechung in der Familie weitergegeben, wie Theresia Reitsamer, die jetzige Rezepturbewahrerin und geschäftsführende Gesellschafterin der Theresienöl GmbH in Kufstein, erzählt.
Auf rein natürlichen und pflanzlichen Essenzen basierend, werden durch die einzigartige Mischung die Selbstheilungskräfte angeregt, wodurch beachtliche Heilungserfolge auch bei nicht- bzw. schlecht heilenden Wunden erzielt wurden und werden.
Theresienöl gilt mittlerweile als moderne und medizinisch anerkannte Arzneispezialität. Bis zum heutigen Tag sind keine Nebenwirkungen bekannt, sondern lediglich eine schnelle, schmerzfreie und umfassende Wundheilung.
Also ein großes Geschenk von der Natur an den leidenden Menschen und vor allem auch für die Ärzte, die in oben erwähnten Situationen sehr ratlos sind.
Theresienöl ist in den meisten Apotheken erhältlich und natürlich habe ich für Notfälle auch Theresienöl in meiner Praxis.
Dr. med. Fritz Roithinger
Bericht (Seite 18) aus der Zeitschrift “Natürlich …leben“ des Verein Natürlichen Lebens http://www.natuerlichleben-vnl.at/
Näheres unter:
http://www.theresienoil.at
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Gen für Gedächtnisbildung identifiziert
26.2.2010 von zaro.
Entdeckung soll Alzheimer-Bekämpfung unterstützen
Rom - Wissenschaftler des Istituto di Neurobiologia e Medicina Molecolare http://www.inmm.cnr.it und des Istituto di Neuroscienza http://www.in.cnr.it haben eine entscheidende Rolle des Gens “PC3/Tis21″ bei der Entwicklung der Neuronen und der Bildung des menschlichen Gedächtnisses nachgewiesen. Die Entdeckung könnte ihrer Ansicht nach bei der Bekämpfung degenerativer Nervenkrankheiten wie Alzheimer zum Einsatz kommen.
“Im menschlichen Gehirn werden im Zuge der Neurogenese ständig neue Nervenzellen gebildet. Das Fehlen von PC3/Tis21 verhindert die Differenzierung und Reifung neuer Neuronen im Hippocampus”, erläutert Teamleiter Felice Tirone. “Dies führt zum Verlust des selektiven Gedächtnisses und der Fähigkeit, verschiedene Ereignisse oder Eindrücke sinnvoll miteinander zu verbinden.” Andere ebenfalls vom Hippocampus abhängige Gedächtnisformen wie beispielsweise das räumliche Gedächtnis blieben davon unberührt.
Protein mit Doppelfunktion
Das auch als BTG2 bekannte Protein habe eine Doppelfunktion. Zuerst diene es als Inhibitor bei der Zellteilung und gleich danach als Repressor des bei der Differenzierung der Nervenzellen beteiligten Gens Id3. Deshalb liege die Vermutung nahe, dass PC3/Tis21 einen maßgeblichen Einfluss auch auf den zeitlichen Ablauf bei der Neuronenbildung im Gedächtnis habe. Einzelheiten der mit Forschern der Università Lumsa und der Fondazione Santa Lucia durchgeführten Untersuchung sind in der internationalen Fachzeitschrift “Plos One” veröffentlicht worden.
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Genvarianten erklären unterschiedlichen Alterungsprozess
26.2.2010 von zaro.
Biologisches Alter kann sich um mehrere Jahre erhöhen
Leicester/ London - Genvarianten, die zeigen könnten, wie schnell die Körper von Menschen wirklich altern, wurden von Wissenschaftlern der University of Leicester http://www2.le.ac.uk und des Kings College London http://www.kcl.ac.uk identifiziert. Diese Erkenntnisse könnten laut dem Team helfen, jene zu finden, die einem höheren Risiko von altersbedingten Erkrankungen ausgesetzt sind. Menschen mit der Variante verfügten über Unterschiede ihrer biologischen Uhr in all ihren Zellen. Die British Heart Foundation http://www.bhf.org.uk betonte, dass diese Ergebnisse Hinweise darauf liefern könnten, wie Herzerkrankungen verhindert werden könnten. Details der Studie wurden in Nature Genetics http://www.nature.com/ng veröffentlicht.
Es ist bekannt, dass das Altern zu einem erhöhten Risiko, an Alzheimer, Parkinson und Herzerkrankungen zu leiden, führt. Manche Menschen erkranken jedoch früher als erwartet. Eine Theorie geht davon aus, dass die Telomere eine Rolle dabei spielen. Von Geburt an werden die Telomere bei jeder Zellteilung kürzer. Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen mit kürzeren Telomeren bei altersbedingten Erkrankungen einem höheren Risiko ausgesetzt sind. Sie könnten sich entweder rascher verkürzen oder bereits mit kürzeren Telomeren geboren worden sein.
Zusätzliche drei bis vier Jahre
Die Wissenschaftler untersuchten mehr als 500.000 genetische Varianten im gesamten menschlichen Genom, um herauszufinden, welche bei Menschen mit kürzeren Telomeren häufiger auftreten. Sie identifizierten eine Anzahl von Varianten, die sich in der Nähe des Gens TERC befinden. Bei Menschen, die darüber verfügen, scheinen sie zusätzlichen drei oder vier Jahren biologischer Alterung zu entsprechen. Tim Spector vom King’s College London erläuterte, dass diese Ergebnisse nahelegten, dass manche Menschen genetisch darauf programmiert sind schneller zu altern.
Alternativ sei es auch denkbar, dass genetisch anfälligere Menschen unter schlechten Lebensumständen für Telomere wie Rauchen, Fettsucht oder mangelnder Bewegung biologisch mehrere Jahre älter oder anfälliger für altersbedingte Erkrankungen sein können. Jeremy Pearson von der mitfinanzierenden British Heart Foundation erklärte laut BBC, dass es derzeit noch nicht erforscht sei, ob Telomere zu einem erhöhten Krankheitsrisiko beitragen. (Ende)
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