Infos

Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Gesundheitstipps.

Calendar
Mai 2012
M D M D F S S
« Apr    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
Kategorien

Archiv der Kategorie Gesundheitstipps

Neue Pille ahmt Östrogen der Frau nach

Geringere Nebenwirkungen auf Leberstoffwechsel erwartet

Wien - Eine Antibabypille, die das für zahlreiche negative Nebenwirkungen verantwortlich gemachte synthetische Östrogen durch eine verträglichere Variante ersetzt, haben Gynäkologen am heutigen Donnerstag in Wien präsentiert. “Zu empfehlen ist das neue Präparat vor allem für Frauen, die bereits mehrere hormonelle Verhütungsmittel probiert haben und aufgrund der Nebenwirkungen nicht damit zufrieden sind”, berichtet der Gynäkologe Christian Matthai.

Günstiger für Stoffwechsel

Der Ovulationshemmer Nomegestrol (Handelsname “Zoely”) basiert auf einer Östrogenkomponente, die in der Molekülstruktur dem im Körper der Frau gebildeten 17 Beta-Estradiol entspricht. Kombiniert damit wird das selektive Gestagen Nomegestrolacetat, das die Halbwertszeit der Pille verlängert und dadurch die Sicherheit erhöht. “Die Bioverfügbarkeit von Estradiol beträgt bei oraler Anwendung nur zehn Prozent jener des Ethinylestradiols, das in der herkömmlichen Antibabypille verwendet wird”, erklärt die Sexualmedizinerin und Gynäkologin Doris Linsberger.

Die Kontraindikationen von Nomegestrol sind dieselben wie jene der herkömmlichen Pille -Thrombosen, Migräne, Diabetes oder ungeklärte Vaginalblutungen gehören etwa dazu. Die Gynäkologen hoffen aber, dass es durch das an den Körper eher angepasste Estradiol seltener zu Nebenwirkungen auf den Leberstoffwechsel kommt und eventuell die Thrombosegefahr gesenkt wird. Diesbezügliche klinische Langzeitdaten fehlen aber bislang noch, zudem können Akne, verminderte Libido, Depression oder Kopfschmerzen weiterhin auftreten.

Temperaturmessung wird präziser

Der Wunsch nach hormonfreien Verhütungsmethoden ist laut den Wiener Experten in den gynäkologischen Praxen weiterhin groß. Dank fortschreitender Technik gibt es jedoch auch bei den früher als “unsicher” bezeichneten Temperaturmethoden Erfolge zu vermelden, wie etwa “Cyclotest 2 plus” http://cyclotest.de , ein Minicomputer mit USB-Anbindung, der aus der Messung der Mundtemperatur im Voraus die unfruchtbare Zyklusphase anzeigt. Bei Nutzung als symptothermale Methode und korrekter Anwendung ist ein Sicherheitsgrad von bis zu 1 auf dem Pearl-Index erreichbar. In der fruchtbaren Phase sind allerdings andere Verhütungsformen oder Verzicht auf Sex nötig.

Einen neuen Ansatz mit ähnlicher Funktion, der sogar bei unregelmäßigen Zyklen, Schichtdienst, Krankheit oder in der Menopause genutzt werden kann, verspricht “OvulaSens” http://ovulasens.com , dessen Zulassung und Markteinführung in den kommenden Monaten bevorsteht. Ein Sensor-Plastikring in der Scheide misst dabei laufend die Körperinnentemperatur und errechnet daraus den Fruchtbarkeitsstatus.

Download der Fotos der Veranstaltung unter http://fotodienst.pressetext.com/album/2986 (Ende)

Limettensaft mit Sonne desinfiziert Wasser

Aufbereitungszeit sinkt von sechs Stunden auf 30 Minuten

Baltimore/Zürich - PET-Flaschen werden in Gebieten ohne sauberem Trinkwasser oft zu Lebensrettern: Befüllt man sie mit Wasser und legt sie in die Sonne, macht deren UV-Licht einen Großteil der Keime unschädlich und somit das Wasser trinkbar. Dieser als “SODIS” (Solar Desinfection) http://sodis.ch bezeichnete Ansatz ist in vielen Ländern verbreitet. US-Forscher haben nun eine kleine, aber entscheidende Verbesserung entdeckt: Durch bloße Zugabe von Limettensaft wird die Desinfektionszeit deutlich reduziert - von etwa sechs Stunden auf 30 Minuten.

Schneller dank Spritzer

30 Milliliter Limettensaft sind für zwei Liter Wasser nötig - also eine Limette pro Plastikflasche, berichtet Kellogg Schwab von der Johns Hopkins School of Medicine http://hopkinsmedicine.org . Mit diesem Limo-Spritzer vor der Sonnenbestrahlung tötet man sowohl E. coli-Darmkeime als auch Bakteriophagen binnen einer halben Stunde ab, nur beim murinen Norovirus gelingt dies nicht. Diese Ergebnisse aus Labortests wurde im Fachblatt “American Journal of Tropical Medicine and Hygiene” wissenschaftlich publiziert.

Bisher gibt es mehrere Ansätze, um die sechsstündige Desinfektionszeit - bei Bewölkung erhöht sie sich auf zwei Tage - zu verkürzen. “Bisher durchliefen die Beigabe von Kupfer, Titandioxid und auch Limettensaft bereits Tests, haben sich aber noch nicht durchgesetzt. Einfachheit und Verfügbarkeit müssen oberstes Prinzip bleiben”, erklärt Fabian Suter, der beim “Erfinder” von SODIS, dem ETH-Wasserforschungsinstitut Eawag http://eawag.ch , für Schulprojekte zuständig ist, im Presse-Interview.

Endnutzer entscheidet

Forciert wird deshalb eher eine nicht-chemikalische Beschleunigung. “Etwa fünf Prozent schneller geht es, wenn man die Plastikflasche auf reflektierende Unterlagen wie etwa Wellblech legt”, betont Suter. Darüber hinaus testet die EAWAG derzeit den Einsatz von SODIS-Beuteln, die mit den Vorteilen einer größeren Oberfläche, besserer Durchlässigkeit für UV-Licht sowie günstigerer Transportmöglichkeiten etwa in Erdbebenregionen gegenüber der Plastikflasche punkten.

Vor Ort durchsetzen kann sich nur, was für den Endnutzer passt, weshalb die Einrichtungen, die das SODIS-Prinzip übernommen haben - die UNICEF, das Rote Kreuz, die WHO und zahlreiche Regierungen sind darunter - stets auch Alternativen anbieten und vorzeigen. Jede Methode hat Vor- und Nachteile, erklärt Suter. “SODIS ist günstig und liefert guten Geschmack, für die Aufbereitung größerer Mengen ist aber Chlor erforderlich. Keramik- und Membranfilter sind gut wirksam, aber vergleichsweise teurer. Sonst bleibt noch das Aufkochen.”

Abstract des Originalartikels unter: http://www.ajtmh.org/content/86/4/566.abstract (Ende)

Soja lindert Hitzewallungen in Wechseljahren

Pflanzenstoff reduziert Beschwerden um ein Viertel

Newark - Frauen, die rund um die Wechseljahre zweimal pro Tag Soja essen, können damit die Häufigkeit und das Ausmaß der Hitzewallungen lindern. Zumindest um ein Viertel geht das typische Menopause-Symptom auf diese Weise zurück, berichten Forscher der University of Delaware http://www.udel.edu in der Fachzeitschrift “Menopause”.

Die Forscher um Melissa Melby werteten 19 Studien bei insgesamt 1.200 Frauen aus, die bisher zur Auswirkung von Soja auf die Wechseljahre durchgeführt wurden. “Kombiniert man alle bisherigen Untersuchungen, zeigt sich ein positiver Effekt”, so das Resümee der Studienleiterin.

Pflanzenstoff ahmt Östrogen nach

Besonders Augenmerk wurde auf die im Soja enthaltenen Pflanzenstoffe Isoflavone gelegt, der eine milde, Östrogen-ähnliche Wirkung entfaltet. In jedem Gramm Sojaprotein von Sojabohnen sowie auch vieler Sojaprodukte sind 3,5 Milligramm dieser Stoffe enthalten. Daneben sind auch Ergänzungsmittel speziell mit dieser Substanz erhältlich.

Frauen, die sechs Wochen oder länger 54 Milligramm davon pro Tag zu sich nahmen, zeigten um 20 Prozent weniger Hitzewallungen und einen Rückgang des Schweregrades um 26 Prozent, so das Ergebnis. Da dies stets im Vergleich zu einem Placebo-Präparat gemessen wurde, dürfte der endgültige Effekt noch darüber liegen.

Geheimnis der Japanerinnen

Bei längerfristigem Verzehr entfalteten die Soja-Isoflavone in den Studien noch eine deutlich stärkere Wirkung. Aufmerksam wurde die Forschung, da Japanerinnen im Wechselalter kaum Hitzewallungen entwickeln: Sojaprodukte begleiten im ostasiatischen Inselstaat schon im Mutterleib und über die gesamte Lebensspanne den Alltag.

“Wenn man mit 50 Jahren nie Soja gegessen hat, ist es noch nicht zu spät. Zwar steigt die Wirkung der Isoflavone mit der Dauer ihrer Einnahme, doch helfen sie auch bei spätem Beginn”, so die Forscher. (Ende)

Tägliches Aspirin kann Krebs verhindern

Bei regelmäßiger Einnahme tritt Schutz früher ein als angenommen

Oxford - Eine niedrige Dosis Aspirin täglich kann Krebs verhindern und vielleicht sogar zur Behandlung eingesetzt werden. Drei neue Studien in The Lancet http://thelancet.com liefern weitere Beweise für die Wirkung dieses Medikaments gegen Krebs. Viele Menschen nehmen bereits täglich Aspirin für das Herz ein. Experten wie Peter Johnson von Cancer Research UK http://www.cancerresearchuk.org warnen jedoch, dass es immer noch nicht genug Beweise für die Prävention und Behandlung von Krebs gibt. Auch die Nebenwirkungen seien beachtenswert.

Prävention gegen Herzkrankheiten

Peter Rothwell von der University of Oxford http://ox.ac.uk hatte gemeinsam mit seinem Team bereits Aspirin mit einem geringeren Risiko an bestimmten Krebsarten wie Darmkrebs zu erkranken, in Zusammenhang gebracht. Die früheren Studienergebnisse legten jedoch nahe, dass das Medikament für eine schützende Wirkung rund zehn Jahre lang eingenommen werden muss.

Jetzt gehen die Wissenschaftler davon aus, dass der Schutz bereits viel früher gegeben ist und zwar innerhalb von drei bis fünf Jahren. Diese Annahme basiert auf der Analyse von 51 Studien, an denen mehr als 77.000 Patienten teilgenommen haben. Aspirin scheint zuerst nicht nur das Risiko der Entstehung vieler verschiedener Krebsarten zu verringern, sondern auch die Ausbreitung im Körper zu stoppen.

Die Studien waren darauf ausgerichtet, den Einsatz von Aspirin mit keiner Behandlung zur Prävention von Herzerkrankungen zu vergleichen. Als die Wissenschaftler jedoch verglichen, wie viele der Teilnehmer an Krebs erkrankten und wie viele später an den Folgen ihrer Krankheit starben, wurde ein Zusammenhang mit der Einnahme von Aspirin sichtbar. Die tägliche Einnahme einer geringen Dosis, zwischen 75 und 300 Milligramm, schien nach nur drei Jahren die Anzahl der Krebserkrankungen um eine Viertel zu senken.

Metastasen-Wachstum eingedämmt

Neun von 1.000 Menschen in der Aspirin-Gruppe erkrankten. In der Kontrollgruppe waren es zwölf von 1.000 Menschen. Das Risiko an Krebs zu sterben, verringerte sich in fünf Jahren um 15 Prozent. Bei einer Dosierung über 300 Milligramm trat dieser Effekt bereits früher ein. Wurde das Medikament über einen längeren Zeitraum eingenommen, verringerte sich das Krebsrisiko nach fünf Jahren um 37 Prozent. Aspirin dürfte auch die Wahrscheinlichkeit von Metastasen verringern. Das gilt vor allem für Darmkrebs. In manchen Fällen sank das Risiko um die Hälfte.

Die Wissenschaftler schätzen, dass pro fünf Aspirin-Patienten bei einem die Metastasenbildung verhindert werden kann. Gleichzeitig verringert das Medikament das Risiko von Herzanfällen und Schlaganfällen. Das Risiko schwerer Blutungen stieg jedoch an. Dieses erhöhte Risiko bestand jedoch nur in den ersten Jahren der Einnahme und verringerte sich dann.

Kritiker zeigen auf, dass manche der Dosierungen in der Studie viel höher waren als die 75 Milligramm, die normalerweise in Großbritannien eingenommen werden. Einige sehr groß angelegte Studien aus Amerika wurden ebenfalls nicht berücksichtigt. Die Wissenschaftler räumen beide Punkte in den veröffentlichten Studien ein. (Ende)

Frühchen: Mutters Stimme stärkt Lunge und Herz

Bessere Entwicklung durch Beschallung des Brutkastens

Brigham - Brutkästen können Frühgeborenen zwar sehr erfolgreich das Leben retten, doch mit dem Mutterleib, wo ideale Entwicklung stattfindet, sind sie dennoch nicht vergleichbar. Forschern des Brigham And Women’s Hospital http://brighamandwomens.org zufolge schützen der Herzschlag und die Stimme der Mutter Frühchen vor Problemen von Herz und Lunge.

Herzschlag und Stimme

Frühgeborene sind aufgrund ihrer Unterentwicklung in der Kindheit einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt. So entwickeln sie oft Kurzatmigkeit, Asthma und Atemstillstand, jedoch auch ein unregelmäßiger Herzschlag kommt deutlich öfter vor als termingerecht geborenen Babys. Das Risiko steigt noch zusätzlich, wenn die frühe Geburt per Kaiserschnitt durchgeführt wird.

Ziel der Studie war herauszufinden, ob auditive Interventionen für diese Probleme eine Besserung bringen. Man spielte dazu 14 Säuglingen, die zwischen der 26. und 32. Schwangerschaftswoche geboren wurden, vier mal täglich Tonaufnahmen vom Herzschlag und der Stimme der eigenen Mutter vor. Möglich war dies durch ein speziell entwickeltes Audio-System für den Brutkasten.

Töne als Arznei

Die Ergebnisse waren ein voller Erfolg, berichten die Forscher um Amir Lahav im “The Journal of Maternal-Foetal and Neonatal Medicine”: Atmung und Herzfunktion der kleinen Probanden besserten sich deutlich. “Die mütterlichen Geräusche helfen somit dem frühgeborenen Kind kurzfristig in seiner Entwicklung”, erklärt der Studienleiter. Die langfristigen Folgen werden nun in einer weiteren Studie erforscht. (Ende)

Immer mehr Migräne bei Kindern

Expertin: “Problem wird völlig übersehen”

Wien - Migräne und chronischer Kopfschmerz sind bei Kindern und Jugendlichen auf dem Vormarsch: Hatten in den 70er-Jahren nur 14 Prozent von ihnen Kopfschmerz-Erfahrung, sind es heute 60 bis 80 Prozent. Die Politik ignoriert das Thema völlig und es gibt kaum Behandlungszentren, warnen Experten. “Kopfschmerz sieht man nur als Symptom, das durch Behandlung der grundlegenden Ursache ohnehin verschwindet. Das trifft auf akuten, nicht aber auf chronischen Kopfschmerz zu”, betont Çiçek Wöber-Bingöl, Leiterin des pädiatrischen Komitees der internationalen Kopfschmerz-Gesellschaft http://ihs-headache.org , am 16. Internationalen Wiener Schmerzsymposium.

Gefahr aus dem Eistee

Meist tritt Kopfschmerz bei Kindern gemeinsam mit Infekten auf, zunehmend jedoch auch als Migräne, an der drei bis fünf Prozent der Unter-Zwölfjährigen leiden, in der Pubertät bei Knaben sieben und bei Mädchen zwölf Prozent. Zu den Auslösern zählen zu wenig oder zu viel Schlaf, fehlendes Trinken, das Auslassen von Mahlzeiten, Schulstress, Ängste und Familienprobleme. “Vermutlich stehen Stress, Scheidungen und prekäre materielle Verhältnisse wesentlich hinter diesem Anstieg”, schätzt Wöber-Bingöl, die zugleich an der Wiener Uniklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie die Kopfschmerzambulanz leitet.

Einige der gängigen Annahmen über Kopfschmerz-Verursacher sind schlichtweg falsch, so die Neurologin gegenüber pressetext. “Bei manchen Kindern tritt Spannungskopfschmerz immer dann auf, wenn sie zuvor Süßigkeiten oder Obstsalat verzehrt haben. Der Auslöser des Kopfwehs ist hier wohl die Unverträglichkeit bestimmter Inhaltsstoffe, nicht etwa der Heißhunger. Auch der oft überbordende Konsum von Eistee spielt eine Rolle. Die Eltern übersehen, dass die Kinder darin viel Teein konsumieren, das wie Koffein wirkt.” Teils stecken hinter Kopfweh jedoch auch nicht erkannte Seh-, Lese- oder Lernstörungen.

Lebensstil überprüfen

Um solche Verursacher auszuschließen, muss der Arzt in der Anamnese sehr präzise vorgehen - “nicht nach Routineplan, sondern altersadaptiert und unter Berücksichtigung der Sorgen und Ängste der Eltern”, wie Wöber-Bingöl betont. Kindliche Migräne ist oft von Erbrechen, Bauchschmerzen oder Schwindel begleitet. Warnsignale bei Kleinkindern sind, wenn sie nicht mehr spielen, sich zurückziehen und hinlegen, zudem auch wiederholte Blässe oder Weinerlichkeit. Ist eine bildgebende Abklärung nötig, rät die Expertin zur MRT - aus Gründen des Strahlenschutzes, der Ergebnis-Genauigkeit und da die Eltern dabei sein können.

Die Migränetherapie muss bei der Aufklärung der Kinder und ihrer Eltern ansetzen, um typische Auslöser im Alltag zu vermeiden und den Lebensstil anzupassen. Wichtig sind hier etwa die Einschränkung von Teein und Koffein, regelmäßiges Trinken und Mahlzeiten, Verzicht auf Elektronik eine halbe Stunde vor dem Bettgehen, genügend Lernpausen und Abbau von Stressmomenten. “Ein Kind braucht morgens vom Aufstehen bis zum Verlassen der Wohnung 40 Minuten. Sind es immer nur 15 Minuten, ist der Effekt ähnlich wie wenn man ein Auto ständig von null auf 200 km/h beschleunigt”, sagt Wöber-Bingöl.

Besser ohne Medikamente

Bei Anzeichen einer Migräneattacke sollten Kinder von Reizen abgeschirmt werden und sich in ruhiger, abgedunkelter Umgebung hinlegen. Medikamente wirken im Grundschulalter aufgrund der kurzen Dauer der Attacken überhaupt nicht, viel besser sei Entspannen und Ablenken “Allein dadurch gelinge es bei drei von vier Kindern mit mehr als drei Kopfschmerzattacken pro Woche, die Häufigkeit auf eine Attacke in zwei Monaten zu reduzieren. Es ist wichtig, das Problem in der Kindheit und Jugend zu erkennen und Betroffene vorzubereiten, etwa was den richtigen Umgang mit Medikamenten betrifft. Sonst nehmen sie den Kopfschmerz ins Erwachsenenalter mit”, betont die Wiener Kopfschmerz-Spezialistin. (Ende)

Verdauungs-Video: Fertignahrung braucht länger

YouTube-Hit dokumentiert Darmdurchgang von Nudeln

New York - Ein Projekt des Künstlers Stefani Bardin und des Havard-Gastroenterologen Braden Kuo sorgt derzeit auf YouTube http://www.youtube.com/watch?v=zi_DaJKsCLo&feature=player_embedded für Furore. Es gelang ihnen mittels verschluckbarer Minikamera erstmals, den gesamten Verdauungsprozess vom Eintritt der Nahrung im Mund bis zur Ausscheidung zu filmen. Außer der Befriedigung des Ekelbedürfnisses liefern die Initiatoren auch eine gewagte These: Fertignahrung ist schwerer verdaubar als selbstgekochte Nahrung.

Liveübertragung aus dem Darm

Zum Einsatz kam eine Kamerapille, die gerade einmal 26 mal elf Millimeter groß und mit einer Acht-Stunden-Batterie bestückt war. Ein Sensor erhob laufend Druck, Temperatur und Säurewert, ein weiterer filmte mit und schickte die Bilder per Funk nach Außen. Der zwar kaum wissenschaftliche, jedoch aufklärerische Anspruch des Projekts lautete, den Zersetzungsvorgang von Fertignahrung im Darm abzubilden.

Zu diesem Zweck aß die erste Person gemeinsam mit der Kamera koreanische Instant-Nudeln, Gummibärchen und blaue Gatorade-Limo, wobei die Farbe allein zu Demonstrationszwecken gedient haben dürfte. Die zweite Person verzehrte selbstgemachte und -gekochte Nudeln, Gummibärchen aus Granatapfelsaft und sowie Gatorade mit Hibiskusgeschmack. Und tatsächlich: Die Fertiggericht-Nudeln hielten deutlich länger als die selbstgemachten und waren selbst nach zwei Stunden Darmaufenthalt noch immer in ihrer Form zu erkennen.

Bessere Essenswahl

“Anliegen des Projekts war es, das unsichtbare und oft verschleierte Wissen über unsere Ernährung auf unerwartete Weise zu präsentieren. Damit soll die Öffentlichkeit ausreichend Wissen erhalten, um informierte Entscheidungen beim Essen zu treffen”, so Bardin. Ernährungsforscher konnten die Vermutung der unterschiedlichen Zersetzungsdauer im Darm auf Anfrage allerdings nicht bestätigen.

Weitaus weniger dramatisch als die Projektinitiatoren sieht ein Berliner Lebensmitteltechnologe das Ergebnis. “Die längere Lebensdauer der Instant-Nudeln dürfte auf die resistente Stärke zurückgehen, die beim Vorkochen und Trocknen der Nudeln entsteht. Sie werden dadurch von Enzymen weniger leicht angreifbar, wirken dadurch jedoch wie Ballaststoffe und reduzieren den Kaloriengehalt, was für den Körper positiv sein kann”, so der Experte gegenüber uns. Weitere Faktoren seien die Form und Härte der Nudeln.

Zu viele Kalorien fördern Gedächtnisverlust

Alte Menschen haben doppeltes MCI-Risiko durch falsche Ernährung

New Orleans - Der tägliche Konsum von 2.100 bis 6.000 Kalorien verdoppelt ab dem 70. Lebensjahr das Risiko auf leichte kognitive Beeinträchtigungen (”Mild Cognitive Impairment”, MCI). Dies besagen jüngste Ergebnisse einer Studie von Yonas E. Geda an der Mayo Clinic http://mayoresearch.mayo.edu , an der rund 1.200 gesunde Menschen zwischen 70 und 89 Jahren teilgenommen haben.

Die Forscher sammelten dazu den selbst dokumentierten Kalorienverbrauch eines jedes Patienten und teilten diese in drei Gruppen. Ein Drittel verbrauchte zwischen 600 und 1.500 Kalorien am Tag, die zweite Gruppe zwischen 1.500 und 2.140 und das letzte Drittel nahm täglich zwischen 2.140 und 6.000 Kalorien zu sich.

Gesundes Essen wichtig

Die Ergebnisse sind gleich geblieben, nachdem man diese auf Krankheiten wie Diabetes, Schlaganfälle und anderen Faktoren, die das Risiko auf Gedächtnisschwund beeinflussen können, abgestimmt hat. So riskiert die Gruppe mit den meisten Kalorienverbrauchern im Gegensatz zu den am wenigsten Konsumierenden eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, an MCI zu erkranken.

“Je höher die Menge an täglicher Kalorien-Zufuhr, desto größer das Risiko auf MCI”, erklärt Geda. “Essen, das auch zu einer gesunden Diät führt, ist ein besserer Weg, Gedächtnisverlust mit dem Alter zu verhindern.” MCI ist die Phase zwischen dem normalen, mit dem Alter auftretenden Gedächtnisschwund, und frühem Alzheimer.

Elektroschock ruft Erinnerung zurück

Zudem hat eine weitere Studie ergeben, dass ein an das Gehirn gesendeter Elektroschock Erinnerungen von beispielsweise an Alzheimer erkrankten Menschen zurückholen kann. Eine solche Studie wurde zuvor an Tieren durchgeführt. Den Ergebnissen zufolge konnten sogar neue Gehirnzellen in geschädigten Bereichen wiederhergestellt werden.

An der Studie haben sieben Personen teilgenommen, die alle an Epilepsie erkrankt waren. Das Experiment konnte allen sieben Teilnehmern helfen - sogar jenen, die an Gedächtnisschwund litten. Das erfolgreiche Experiment hat Forscher und Ärzte weiter optimistisch gestimmt. (Ende)

BIOENERGETISCH GESÜNDER LEBEN: www.facebook.de/zarobiotec

Schwerer Vitamin-D-Mangel bei Senioren

Erster Nachweis: Im Alter verschwindet Jahreszeiten-Fluktuation

Trier - Der überwiegende Teil der ältesten Menschen unserer Gesellschaft leidet an akutem Vitamin-D-Mangel. Es macht bei ihnen für die Konzentration des “Sonnenvitamins” kaum Unterschied, ob gerade Sommer oder Winter ist. Das berichten Gerontologen aus Trier im Deutschen Ärzteblatt International. “Alte Menschen kommen in unseren Breiten mit dem Vitamin D aus Nahrung und Sonnenexposition so gut wie nie aus. Eine orale Verabreichung von Vitamin D ist bei ihnen ganz besonders zu empfehlen”, so Studienautor Stefan Schilling im pressetext-Interview.

Deutliche Unterversorgung

Schilling erhob die Vitamin-D-Konzentration von 1.578 Patienten, die in seiner geriatrischen Reha-Klink seit 2009 in Behandlung waren, jeweils am Folgetag ihrer stationären Aufnahme. Das Durchschnittsalter der Probanden war 82 Jahre. Bei 89 Prozent von ihnen lag die Vitamin-D-Konzentration unter den derzeit empfohlenen 20 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml), 67 Prozent sogar unter zehn ng/ml, was unstrittig als Schwellenwert für schweren Vitamin-D-Mangel gilt. “Nimmt man die Empfehlung mancher Experten von 30 ng/ml als Richtwert, lagen sogar 96 Prozent darunter”, berichtet Schilling.

Wenngleich die grundsätzliche Vitamin-D-Unterversorgung der Bevölkerung bekannt ist, hatten die Experten nicht mit einer derartigen Verschärfung bei Senioren gerechnet. Zudem war die bei jüngeren Menschen übliche Fluktuation im Vitaminspiegel zwischen Sommer und Winter nicht festzustellen. Für Schilling ein Ergebnis gleich mehrerer Faktoren. “Hochbetagte Menschen sind weniger mobil und gehen seltener in die Sonne als Jüngere, bedecken meist die Haut und besuchen kaum das Freibad. Zudem sinkt die Fähigkeit ihrer Haut, aus dem Sonnenlicht das Vitamin D zu bilden”, so der Forscher.

Orale Gabe lässt schneller gehen

Doch gerade für Senioren ist die ausreichende Vitamin-D-Versorgung immens wichtig. “Vitamin D spielt neben vielen anderen Funktionen auch für den Kalzium- und Knochenstoffwechsel sowie für den Muskelaufbau eine entscheidende Rolle. Sein Mangel macht Stürze und Brüche wahrscheinlicher.” Umgekehrt zeigen Studien, dass eine Vitamin-D-Verabreichung bereits nach kurzer Zeit die Sturzhäufigkeit um 20 Prozent reduziert und auch die Schrittgeschwindigkeit messbar erhöht. (Ende)

Diabetes vervierfacht Risiko von Geburtsfehlern

Zuckerwerte-Kontrolle und Arzt-Besuche vor Schwangerschaft wichtig

Newcastle - Das Risiko von Geburtsfehlern vervierfacht sich, wenn die Mutter an Diabetes leidet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Newcastle University http://ncl.ac.uk . Das Team um Ruth Bell analysierte die Daten von mehr als 400.000 Schwangerschaften im Nordosten Englands. Das Risiko von Defekten, angeborenen Herzfehlern oder offenen Rücken war erhöht. Nationale Richtlinien empfehlen in Großbritannien, den Blutzucker schon vor dem Versuch, schwanger zu werden, zu überprüfen.

Typ-2-Diabetes mit Folgen

Typ-1- und Typ-2-Diabetes sind großteils die Folge der Ernährung und führen zu Problemen bei der Kontrolle der Zuckermenge im Blut. Es ist bekannt, dass es während der Schwangerschaft zu Problemen wie Geburtsfehlern, Fehlgeburten und Übergewicht beim Baby kommen kann. Befürchtet wird, dass die Zunahme der Diabeteserkrankungen, vor allem beim Typ 2, zu einer Verschlechterung der Situation führen könnte.

Für die aktuelle Studie wurden die Daten von 401.149 Schwangerschaften in den Jahren 1996 bis 2008 analysiert. 1.677 Teilnehmerinnen litten unter Diabetes. Das Risiko eines Geburtsfehlers erhöhte sich von 19 pro 1.000 Geburten bei Frauen ohne vorher bekannte Diabetes auf 72 bei Diabetikerinnen. Laut Bell treten viele dieser Anomalien in den ersten vier oder sechs Wochen ein.

Vorsorge besser als Nachsorge

Die Anzahl der Schwangerschaften, bei denen zu wenig auf Blutzucker geachtet wird, ist höher, als es sich die Wissenschaftler wünschen. “Es ist ein Problem, wenn die Schwangerschaft nicht geplant ist oder wenn den Menschen nicht bewusst ist, dass sie vor einer Schwangerschaft mit ihren Ärzten reden sollten”, zitiert die BBC die Expertin.

Die Richtlinien des National Institute of Health and Clinical Excellence http://nice.org.uk empfehlen, dass Frauen ihren Blutzuckerwert vor einer geplanten Schwangerschaft auf unter 6,1 Prozent senken sollten. Bei medizinischer Betreuung vor und während der Schwangerschaft bekommen die meisten Diabetikerinnen laut Bell gesunde Kinder. Details der Studie wurden in Diabetologia http://www.diabetologia-journal.org veröffentlicht. (Ende)

Schlafdefizit weckt Hunger auf Süßes

Schichtarbeiter-Problem: Durchwachte Nächte sind Appetitanreger

Uppsala - Nach einer durchwachten Nacht meldet der Körper vor allem eines: Hunger. Er sucht dabei besonders energiereiche Nahrung und fühlt sich durch sie stärker belohnt als sonst. Das berichten Forscher aus Schweden, Deutschland und der Schweiz im “Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism”. “Die schlechten Schlafgewohnheiten der Bevölkerung dürften wesentlich zum Übergewichts-Problem beitragen”, sagt Studienleiter Christian Benedict von der Universität Uppsala http://uu.se/en/ im Presse-Interview.

Mehr Hüftspeck

Schon seit 2004 ist bekannt, dass fehlender Schlaf den Hunger erhöht. Im Vorjahr hat Benedict gezeigt, dass Schlafentzug auch den Stoffwechsel beeinflusst und zu einer vermehrten Umwandlung der Nahrung in Hüftspeck führt. Menschen, die zwei Wochen lang teilweisen Schlafentzug erleben, essen zwar mengenmäßig nicht mehr, haben jedoch andere Präferenzen und suchen stärker als sonst besonders kalorienreiche Nahrung.

Während Schlaf den Energieverbrauch von Gehirn und Körper senkt, sorgt das Fehlen der Ruhepause für Müdigkeit, Unkonzentriertheit und Stress. “Gleichzeitig meldet das Gehirn ein Energiedefizit, ergreift Gegenmaßnahmen und sieht Nahrung als appetitanregender als sonst”, erklärt Benedict den Mechanismus dahinter.

Belohnung für Kalorien

Warum Schlaflose dabei besonders nach Süß und Pikant verlangen, konnte der Neurowissenschaftler nun durch eine weitere Untersuchung zeigen. Zwölf Versuchspersonen legten sich am Morgen nach einer Nacht mit normalem Schlaf sowie nach einer durchwachten Nacht in einen fMRI-Scanner, während sie Fotos von verschiedenen Speisen sahen. “Die Hirnaktivität stieg ohne Schlaf im anterioren cingulären Kortex, der ein wichtiger Bestandteil des Belohnungssystems ist”, berichtet Benedict.

Diese in Gang gesetzte Gehirnregion steuert unter anderem die Belohnung durch Essen als auch die Erwartung, wie erfreulich eine Nahrung ist, die man zu essen überlegt - was etwa bei der Wahl im Supermarkt oder auch am Büfett das Verhalten mitbestimmen kann. Als relevant sieht der Forscher das Ergebnis jedoch besonders für Schichtarbeiter. “Es erklärt, warum Schichtarbeiter so häufig an Übergewicht leiden - zusätzlich zu den problematischen Folgen, die der ständige Wechsel der inneren Uhr hat.”

Abstract der Studie unter http://jcem.endojournals.org/content/early/2012/01/12/jc.2011-2759.abstract (Ende)
_______________________________________

Zur ZARO Biotec - Fanseite: www.facebook.de/zarobiotec

Vor Schönheits-OP besser aufklären statt schönreden

Studie: Fundierte Aufklärung hilft Patienten und Ärzten

Zürich/Frankfurt a.M. - Im Markt der Schönheitsoperationen wird oft mehr versprochen als die Chirurgie halten kann. Verbraucherschützer fordern strengere Richtlinien für Beratungsgespräche durch den Arzt. Eine Stiftung Warentest-Befragung und Marktdaten des unabhängigen Beratungszentrums Acredis zeigen, dass fundierte Aufklärung realistische Erwartungen und eine höhere Patientenzufriedenheit schafft.

Jeder vierte Patient einer Schönheitsoperation ist unzufrieden mit dem Ergebnis, wie eine Online-Befragung der Stiftung-Warentest zeigt. Grund für die Unzufriedenheit sind nicht nur Folgeerscheinungen wie starke Schmerzen, Wundheilungsstörungen oder Narbenbildung, über die nicht genügend aufgeklärt wurde, sondern auch unerfüllte Erwartungen. So gaben 58% der 558 Befragten an, dass ihnen vor dem Eingriff versichert wurde, ihre Hoffnungen ließen sich verwirklichen. Eine Aussage, die laut Heilmittelgesetz gar nicht zulässig ist.

Eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg zeichnet ein ähnlich drastisches Bild. Von 26 Ärzten, die eine junge Frau testweise mit dem Wunsch einer Brustoperation konsultierte, erfüllte nur ein einziger Arzt annährungsweise die geforderte Beratungsqualität. Gerade mal 4 Ärzte fragten eingehender nach den Motiven, 73% kümmerte sich gar nicht um die Beweggründe. Risiken wie Kapselfibrose oder Implantatsverlagerungen wurden nur von ca. der Hälfte der Ärzte angesprochen und ausführlich erläutert. Die Aufklärungspflicht, die gerade bei einer medizinisch nicht notwendigen Schönheitsoperation besonders streng ist, wird sträflich vernachlässigt und hat nicht selten ein böses Erwachen zur Folge.

“Hätte ich das vorher gewusst…” - diesen Satz kennt Stephan Hägeli, Geschäftsführer von Acredis, nur zu gut. Immer wieder wenden sich Patientinnen und Patienten an das unabhängige Beratungszentrum für Plastische und Ästhetische Chirurgie, um die Folgen einer schief gelaufenen Schönheitsoperation zu korrigieren.

“Das Problem ist, dass der Begriff Schönheitschirurg nicht geschützt ist. Viele Ärzte operieren auf einem Gebiet, für das sie unzureichend spezialisiert und qualifiziert sind”, so Hägeli. Um hier gegenzusteuern, hat Acredis ein unabhängiges Prüfverfahren entwickelt, das Ärzte landesweit in allen grösseren Städten Deutschlands und der Schweiz nach über 300 Kriterien zertifiziert.

Nur Fachärzte, die die Zertifizierung erfolgreich durchlaufen haben sowie hohe Fallzahlen und eine überdurchschnittliche Patientenzufriedenheit erzielen, erhalten das Acredis Gütesiegel und werden von dem Schweizer Unternehmen weiter empfohlen. Damit bietet Acredis als erster Anbieter in Europa das, was Patientenschutzorganisationen immer dringender fordern: Richtlinien, die im Markt der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie für Transparenz und Sicherheit sorgen.

Das Wissen aus den Prüfverfahren nutzt Hägeli und sein Team, um interessierte Patientinnen und Patienten bei ihrer Entscheidung für eine Schönheitsoperation zu beraten und zu begleiten. “Nur aufgeklärte Patienten mit einer realistischen Erwartung sind am Ende auch zufriedene Patienten”, betont Hägeli. Der Erfolg gibt ihm Recht. Immerhin sind 97% der Patientinnen und Patienten, die von einem Acredis zertifizierten Arzt operiert wurden, mit ihrem Behandlungsergebnis zufrieden.

Quellen:

Verbraucherzentrale Hamburg e.V.:
http://www.vzhh.de/gesundheit/126261/sie-wollen-gross-sie-kriegen-gross.aspx

Stiftung Warentest:
http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/Umfrage-Schoenheitsoperationen-Jeder-Vierte-unzufrieden-1617108-2617108/

Kratzgeräusche treiben Menschen auf die Palme

Klang umso unangenehmer, je punktueller er im Ohr wirkt

Wien - Forscher haben herausgefunden, warum manche Menschen besonders sensibel auf bestimmte Geräusche reagieren. Christoph Reuter, Experte für Systematische Musikwissenschaft an der Universität Wien http://univie.ac.at , und sein Kollege Michael Oehler von der Universität Köln http://uni-koeln.de sind dieser Frage nachgegangen. “Ein Klang wird umso unangenehmer empfunden, je tonaler er ist. Denn tonale Klänge wirken punktueller im Ohr”, sagt Reuter gegenüber der Presse.

Tonalität entscheidend

Die Musikwissenschafter ließen 104 Versuchspersonen aus einer Reihe von Kratzgeräuschen die zwei unangenehmsten heraussuchen. “Von diesen beiden haben wir verschiedene Variationen erstellt, um den Einfluss von Filterung, tonaler beziehungsweise geräuschhafter Anteile, Modulationen und zeitlicher Hüllkurve auf die Geräuschempfindung zu untersuchen. Beispielsweise wurde nur die Tonhöheninformation beibehalten oder die Geräusche erklangen ohne Frequenzmodulation”, erklärt Reuter. Um die Reaktion der Probanden bewerten zu können, wurden Atmung, Herzschlag, Blutdruck, Temperatur und Hautleitwert gemessen.

Die Versuchspersonen wurden außerdem in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe wurde darüber informiert, dass es sich bei den Geräuschen um Kratzgeräusche von Kreide handelt. Der zweiten Gruppe wurde vorgegaukelt, es handele sich um eine zeitgenössische Komposition moderner Musiker. Die Personen, die von einer zeitgenössischen Komposition ausgingen, empfanden die Klänge dann auch als weniger unangenehm. Dennoch galt für beide Versuchsgruppen gleichermaßen: Je unangenehmer der Klang von der Versuchsperson bewertet wurde, desto stärker stieg der Hautleitwert. (Ende)

Gesundes Gewicht braucht genug Schlaf

Kurzschläfer unter Kindern sind häufig übergewichtig

Bremen - Kinder, die weniger als neun Stunden schlafen, sind doppelt so anfällig für Übergewicht wie die elf-Stunden-Schläfer. Schlafen sie hingegen zwischen neun und zehn Stunden, erhöht sich das Risiko um den Faktor 1,3. Neben Bewegungslosigkeit und ungesundem Essen steht somit auch die Schlafdauer im engen Zusammenhang mit dem Körpergewicht, zeigt die von der EU geförderte Studie “IDEFICS” http://ideficsstudy.eu zum präventiven Lebens- und Ernährungsstil von über 16.000 zwei- bis zehnjährigen Kindern in acht Ländern. Ein Teil der Ergebnisse wurde heute, Dienstag, in Bremen präsentiert.

Müder Stoffwechsel

Die Schlafdauer der Kinder Europas variiert sehr stark, wobei sie in Süd- und Osteuropa grundsätzlich kürzer ist als im Norden. Estnische Kinder schlafen neun bis zehn Stunden, belgische mehr als elf. Die Schlaflänge wird jedoch kaum von Jahreszeit, Tageslänge, Bildungsstand der Eltern, Lebensstil oder bereits bestehendem Übergewicht beeinflusst. Denkbar - jedoch nicht von IDEFICS untersucht - ist, dass Kultur- und Umweltfaktoren mitspielen, wie etwa unstrukturierte und flexible Bettgehzeiten.

Für die Frage, warum zu wenig Schlaf das Gewicht von Kindern nach oben treiben kann, gibt es bisher nur indirekte Hinweise. “Plausibel ist am ehesten der Umstand, dass Schlafmangel Stoffwechsel-Veränderungen auslöst und dabei die hormonelle Regulation der Energiebalance stört. Schläft jemand ständig zu wenig, lässt die Zucker-senkende Wirkung des Insulins nach, was Insulinresistenz und in weiterer Folge Diabetes und auch Übergewicht begünstigen kann”, erklärt IDEFICS-Koordinator Wolfgang Ahrens von der Uni Bremen http://www.bips.uni-bremen.de gegenüber pressetext.

Bildschirme machen dick

Schlaf ist freilich nur einer von vielen Faktoren, die bei Kindern zum Übergewicht beitragen. Unter den anderen Verhaltensweisen fielen den Forschern besonders die passiven Beschäftigungen ins Auge, die wenig Energie verbrauchen. Kaum verwunderlich, dass sich das Sitzen vor dem Bildschirm ungünstig auswirkt. Hier ist jedoch nicht eindeutig geklärt, ob die fehlende Bewegung oder die gekoppelte Nahrungsaufnahme die Hauptschuld trägt - sieht doch jedes zweite Kind zumindest manchmal beim Essen fern. Zudem verbringen allerdings besonders Jungen fehlende Schlafenszeit in der Regel vor dem Fernseher.

Ahrens rät den Eltern, ihren Kindern die Voraussetzungen für ausreichend Schlaf zu bieten, das Essen vor dem Bildschirm auf ein Minimum reduzieren und dabei Obst, Gemüse sowie Wasser den kalorienreicheren Snacks vorzuziehen. Gesundes Verhalten müsse eingeübt und auch durch Vorbilder näher gebracht werden, wobei die Verantwortung jedoch klar über die Eltern hinausgeht: “Auch Lehrer, Aufsichtspersonen, Politiker und Städteplaner haben für eine Umgebung zu sorgen, die Bewegung und richtige Ernährung fördert.” (Ende)

Ätherische Öle stärken die Gesundheit

Aromatherapeut: Pflanzen-Nebenstoffe auch für Menschen heilsam

Wien - Ätherische Öle aus Pflanzenextrakten etablieren sich zunehmend in der Ganzheitsmedizin. “Sie wirken positiv auf Körper und Psyche: Bei Stress, Angst oder Schlafproblemen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopfweh und Erkältung - nicht als Ersatz, sondern als Unterstützung medizinischer Therapie. Teils können ätherische Öle jedoch den Antibiotika-Verbrauch reduzieren”, erklärt der Lungenfacharzt Wolfgang Steflitsch, Präsident der Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie http://oegwa.at heute, Mittwoch, anlässlich einer Präsentation des Herstellers Puressentiel http://puressentiel.at .

Gewinnung durch Destillation

Unter dem Begriff “medizinische Aromatherapie” versteht man die kontrollierte Anwendung ätherischer Öle zur Gesundheitsförderung, zur Linderung von Beschwerden, zur Therapie von Krankheiten bis hin zur Rehabilitation. “Pflanzen produzieren die Öle, um Insekten anzulocken oder Fressfeinde und andere pflanzliche Standortkonkurrenz fernzuhalten. Doch auch für den Menschen haben diese Inhaltsstoffe zahlreiche positive Wirkungen, unter anderem die Abwehr von Bakterien, Viren, Pilzen und Schimmel. Seit den 90er-Jahren wurden diese auch von zahlreichen wissenschaftlichen Studien bestätigt”, so Steflitsch.

An der Gewinnung der Ölextrakte hat sich im vergangenen Jahrtausend nichts geändert, wie die Puressentiel-Gründerin Isabelle Pacchioni erklärt. “Die wichtigste Form ist die Destillation, bei der Wasserdampf in eine Pflanzenmasse dringt und flüchtige Moleküle aufnimmt. Durch Phasentrennung erhält man das gewünschte Öl.” Daneben gibt es auch die mechanische Pressung nach dem Olivenöl-Prinzip, die etwa bei der Schale von Zitrusfrüchten verwendet wird. Die Anwendung erfolgt verdünnt, wobei das Trägermedium in der Regel pflanzliche Öle sind.

100 Kilo Melisse für fünf Gramm Öl

Wenngleich jede der 800.000 Pflanzenarten ätherische Öle beinhaltet, sind nur rund zehn Prozent für die Gewinnung verwendbar. Pacchioni begründet das mit den verschiedenen Gehaltsanteilen. “100 Kilogramm Pflanzenmasse ergeben bei Gewürznelken 13 Kilo Flüssigmasse an Ölen, bei Zitrone vier Kilogramm, bei Lavendel und Pfefferminz rund ein Kilo sowie bei Melisse bloß fünf Gramm”, so die Aromatherapie-Expertin. Der Ertrag hängt jedoch auch davon ab, ob Blüten, Früchte, Wurzeln, Blätter, Schalen oder Rindestücke einer Pflanze verwendet werden.

Ätherische Öle werden oral oder sublingual eingenommen, auf die Haut massiert oder aufgesprüht oder auch inhaliert. Die Verabreichungsform bestimmt die Wirkintensität und Aufnahmezeit mit - jedoch auch die mögliche toxische Wirkung, wie Steflitsch darlegt. “Produkte mit hoher Qualität lösen bei richtiger Indikation und Dosis keine Nebenwirkungen aus. Nur bei extremer Überdosierung sind bei einzelnen Ölen Hautreizungen, Unverträglichkeit der Niere oder Leber sowie fotosensible Reaktionen möglich. Die Allergierate ist bei ätherischen Ölen niedriger als bei synthetischen Duftstoffen.”

Erfolg mit Qualitätsprodukten

Europas führender Hersteller für Armomatherapie-Produkte ist mit einer Jahresproduktion von 150 Tonnen ätherischen Ölen das 2005 in Frankreich gegründete Unternehmen Puressentiel. Im Angebot befinden sich unter anderem Luftreiniger-Raumsprays oder Produkte zur Schlafverbesserung, Stresslinderung oder Wundheilung, die nur in Apotheken und Reformhäusern vertrieben werden. Von Mitbewerbern absetzen will sich Puressentiel-Gründerin Pacchioni durch hohe Qualitätskriterien wie etwa die Ecozert-Autorisierung der Inhaltsstoffe, die nur zudem botanisch und biochemisch genau definiert sind. (Ende)