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Archiv der Kategorie Natur-Bio

Gentech-Pflanzen verseuchen Milch und Tiere

Futtermittel hinterlassen Spuren in Ziegen, Fischen und Schweinen

München - Immer häufiger werden Gen-Abschnitte aus gentechnisch veränderten Pflanzen in tierischen Produkten gefunden. Zu diesem Schluss kommt eine Recherche von Testbiotech http://www.testbiotech.org, dem Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie. Nachgewiesen werden konnten erst kürzlich Gene von gentechnisch veränderter Soja in Ziegenmilch.

Bereits vor einigen Jahren wurde über Funde von spezifischen Genabschnitten bei Schweinen berichtet. In jüngerer Zeit gelang auch der Nachweis bei verschiedenen Fischarten wie Forellen und Tilapia. “Wir haben alle Studien nochmals genau durchforstet und in den Untersuchungslabors erneut die Ergebnisse nachgefragt”, meint Christoph Then, Geschäftsführer von Testbiotech, gegenüber pressetext.

Kritik an EU-Lebensmittelbehörde

“Die aktuellen Befunde könnten Befürwortern einer Kennzeichnung von Produkten wie Fleisch, Milch, Eier und Fisch neuen Auftrieb geben”, so Then. “Schon länger wird gefordert, Lebensmittel zu kennzeichnen, die von mit transgenen Pflanzen gefütterten Tieren stammen.” Bei verbesserten Untersuchungsmethoden kann man entsprechende Rückstände immer leichter nachweisen,” erklärt der Experte. “Bisher gelingt dieser Nachweis allerdings längst nicht in jedem Fall.”

“Verschiedene Wissenschaftler und auch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA http://www.efsa.europa.eu hatten bisher abgestritten, dass man entsprechende Genabschnitte finden kann”, erklärt Then. “Es ist allerdings schon seit Jahren bekannt, dass pflanzliche Erbsubstanz bei der Verdauung nicht vollständig abgebaut wird, sondern im Blut und inneren Organen gefunden werden kann.” Forscher konnten sie sogar bei Nachkommen von Mäusen noch aufspüren. “Trotzdem gab es bisher eine kontroverse Debatte darüber, ob man auch die spezifischen Genabschnitte aus gentechnisch veränderten Pflanzen finden kann”, erklärt Then.

Verpflichtende Kennzeichnung dringend nötig

Nach Ansicht von Testbiotech würde eine verpflichtende Kennzeichnung von tierischen Produkten in erster Linie für die Verbraucher wichtig, die sich mehr Transparenz über den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft wünschen. Gentech-Soja wird derzeit als Futtermittel an Schweine, Hühner und Rinder verfüttert.

Nach Ansicht von Testbiotech sind gesundheitliche Risiken beim Verzehr von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden, eher unwahrscheinlich. “Allerdings besteht weiterer Forschungsbedarf, da beispielsweise bei den Zicklein, bei denen die Genabschnitte gefunden wurden, auch die Aktivität bestimmter Enzyme erhöht war”, erklärt Then abschließend gegenüber pressetext.

Link zur EFSA-Stellungnahme: http://www.efsa.europa.eu/en/scdocs/scdoc/744.htm (Ende)

Krebserregender Industrieruß auf der Prüfbank

Gesundheitsrisiko von Kohlenstoff-Nanopartikeln untersucht

Hannover - Seit einigen Jahren stehen Kohlenstoff-Nanopartikel als potenzielle Krebserreger unter Verdacht. Der Forschungsverbund “Carbon Black” (Industrieruß), an dem auch das Fraunhofer ITEM http://www.item.fraunhofer.de in Hannover beteiligt ist, wird in den kommenden drei Jahren die toxikologischen Wirkungen dieser Kohlenstoff-Nanopartikel testen. Dabei wird in erster Linie an menschlichen Lungenzelllinien und Lungenschnitten geforscht.

Industrieruß wird in großen Mengen in der Produktion von Autoreifen verwendet, dient aber auch zur Herstellung von Lacken und Tonern. Er besteht aus kleinsten Nanopartikeln. “Kohlenstoff-Nanopartikel können an ihrer Oberfläche einen hohen Gehalt an Oxiden aufweisen oder auch andere Schadstoffe anlagern”, erklärt Projektkoordinatorin Tanja Hansen gegenüber uns. “Von der WHO werden die Partikel als potenziell krebsauslösend eingestuft. Allerdings ist unklar, ob das Gefährdungspotenzial von den Kohlenstoff-Nanopartikeln selbst ausgeht oder auf eine der genannten Oberflächenfunktionen beschränkt ist. Die von uns gemachten Untersuchungen sollen Klarheit bringen”, erklärt die Forscherin.

Innovatives Model zur Toxizitätsprüfung
“In unserem Verbundprojekt werden gezielt Kohlenstoff-Nanopartikel mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen hergestellt und deren toxische Wirkung an Zellen und Geweben aus mehreren Lungenregionen untersucht”, so Hansen. Am ITEM werden dazu menschliche Lungenzelllinien und Lungenschnitte eingesetzt und die Ergebnisse anschließend im Tiermodell überprüft.

“Die Lungenschnitte bieten entscheidende Vorteile im Vergleich zu anderen In-vitro-Methoden”, erklärt die Forscherin. Das in den vergangenen Jahren entwickelte Modell ermöglicht Tests an einem Gewebe, das verschiedene Zelltypen, Interaktionen von Zelle zu Zelle sowie Polarität von Zellen aufweist. Auch in anderen Toxizitätsprüfungen - etwa zur Untersuchung von inhalierbaren Chemikalien - wird das Testsystem eingesetzt.

Weniger toxischen Industrieruß entwickeln

“Ziel ist es, ein fertiges mehrstufiges Testsystem zu entwickeln, mit dem die toxischen Wirkungen von verschiedenen Carbon-Black-Nanopartikeln auf Lunge und Atemwege des Menschen bestimmt werden können.” Letztlich wollen die Forscher Modifikationen der Carbon Black-Nanopartikel finden, die gesundheitlich unbedenklich sind und somit zugelassen werden kann. (Ende)

Wasser spült saftige Renditen in Anlegerkassen

Steigender Bedarf sorgt für starkes Marktwachstum

Zürich - Dem Wassermarkt steht in Zukunft ein überdurchschnittliches Wachstum bevor. Davon können nicht nur Unternehmen und Betriebe der Öffentlichen Hand, sondern auch private Investoren und Anleger profitieren. Wie die Vermögensverwaltung SAM Sustainable Asset Management http://www.sam-group.com aufzeigt, umfasst das globale Marktvolumen 2010 bereits 480 Mrd. Dollar. Den Experten zufolge wird das jährliche Wachstum in den kommenden fünf Jahren zudem bei über sechs Prozent liegen. Durch den kontinuierlich steigenden Wasserbedarf eröffnet sich ein entsprechend hohes Renditepotenzial.

“Es gibt in allen Bereichen der Wasserwertschöpfungskette interessante Unternehmen als Investmentmöglichkeiten”, sagt Dieter Küffer, Senior Portfolio Manager des SAM Sustainable Water Fund, im Gespräch mit uns. So sind etwa in vielen Metropolen Investitionen in die Infrastruktur zur Wasserversorgung und deren Erneuerung überfällig. Darüber hinaus ergeben sich Wachstumschancen beispielsweise bei Anbietern innovativer Produkte und Lösungen in den Bereichen Wasseraufbereitung und -Recycling sowie beim größten Verbraucher Landwirtschaft.

Risiko vs. Performance

“Wasser-Investments bergen ein ähnliches Risiko wie die globalen Aktienmärkte”, erläutert Küffer. “In der Vergangenheit haben sie aber eine deutlich bessere Performance gezeigt.” So hat sich der SAM Sustainable Water Fund seit 2001 mit einer Steigerung von 43 Prozent gut entwickelt. Allein in den vergangenen zehn Jahren ist der weltweite Wasserverbrauch von 3.840 auf rund 4.500 Mrd. Kubikkilometer (km³) gestiegen. Bis 2030 wird der Bedarf laut SAM auf etwa 6.500 km³ anschwellen. Sowohl in Industrie- als auch Schwellen- und Entwicklungsländern ist der Investitionsbedarf enorm.

Bevölkerungswachstum und zunehmende Verstädterung erhöhen den Versorgungs- und Qualitätsbedarf von Wasser. In der Wirtschaftskrise wurden angesichts von Finanzierungsengpässen jedoch zahlreiche Investitionen in regionale Infrastruktursysteme redimensioniert oder verschoben. Mit einem Investitionspaket in Höhe von 14 Mrd. Dollar im Rahmen des Konjunkturpakets hat die Krise etwa in den USA aber auch zu positiven Impulsen geführt. Private Gesellschaften werden SAM zufolge am Trink- und Abwassermarkt in Zukunft noch stärker Teil haben. (Ende)

Österreich versagt beim Klimaschutz

Vier Öko-Rankings zeichnen vier verschiedene Bilder

Wien - Im EU-Vergleich schneidet Österreich in vier verschiedenen Öko-Rankings gut ab und belegt insgesamt den zweiten Platz hinter Schweden. Dessen ungeachtet gibt es dringenden Aufholbedarf in Sachen Klimaschutz und Kyoto-Ziel-Erreichung. Die erfolgreichste Performance innerhalb der EU-Staaten bot die Slowakei, die ex-aequo mit der Alpenrepublik liegt. Die aktuelle Studie ist heute, Donnerstag, von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) http://www.wko.at präsentiert worden.

“Das Besondere an dieser Bewertung ist, dass darin vier internationale Ökologievergleiche berücksichtigt sind. Und dabei spielen immer andere Kriterien eine maßgebliche Rolle, denn Ranking ist nicht gleich Ranking”, so Christoph Haller, Nachhaltigkeitskoordinator bei der WKÖ gegenüber pressetext. Grundlage sind die Rankings der US-Universitäten Yale und Columbia, der Wertung der Zürcher Kantonalbank sowie der ökologische Fußabdruck der NGO WWF. “Der vierte Vergleich ist der Nachhaltigkeitscontest 2009 der WKÖ, bei dem 46 Einzelindikatoren Österreich auf den zweiten Platz brachten”, erklärt Haller.

Stabile Öko-Performance der Alpenrepublik

“Durch die Mischung der vier Rankings werden Verzerrungen durch die jeweilige spezifische Ausrichtung weitgehend ausgeglichen”, meint Haller. “Die Alpenrepublik ist breit abgestützt und im Zeitablauf sehr stabil”, betont Stephan Schwarzer, Abteilungsleiter für Umwelt- und Energiepolitik bei der WKÖ. Seit 2002 mache die WKÖ solche Rankings und Österreich lande immer auf den Spitzenplätzen.

Die Konkurrenz innerhalb der EU nimmt stetig zu. Vor allem ehemalige Nachzügler holen deutlich auf. Das sei vor allem in jenen Staaten deutlich, die weniger Umweltbewusstsein haben und sich deutlich verbessern. “Es kommt zu einer Angleichung auf hohem Niveau und die Streuung wird von Jahr zu Jahr geringer”, erklärt Schwarzer. So gesehen sage das Ranking nichts darüber aus, ob ein Land besser geworden ist. Das hängt eher von der Frage ab, wie sich der gesamte Bulk bewegt.

Energieeffizienz als Schlüssel zum Erfolg

“Die größte Herausforderung in Sachen Ökologisierung liegt in der Erhöhung der Energieeffizienz”, betont Schwarzer. Die größte Aufgabenstellung ist, noch mehr Nutzen aus dem Energieverbrauch zu ziehen. Schwerpunkte dabei sind die Erhöhung der Anteile von erneuerbaren Energien sowie die Sanierungskonzepte für bereits bestehende Gebäude. Als wichtiges politisches Werkzeug sieht der Experte eine Verbesserung der Spielregeln zur besseren Planbarkeit von solchen Energiesystemen. “Es müssen Unterförderungen genauso beseitigt werden wie Überförderungen”, erklärt Schwarzer.

Beim Vergleich der verschiedenen Rankings untereinander - vor allem in Hinblick auf das schlechte Abschneiden Österreichs beim ökologischen Fußabdruck - meint Schwarzer, dass die Stabilität wichtiger sei als das Ranking selbst. “Natürlich wäre ein reiner Performancevergleich am klügsten, denn ansonsten besteht immer die Möglichkeit, dass Äpfel mit Birnen vermischt werden”, so Schwarzer. (Ende)

Ölkatastrophe: Horror für Familien vor Ort

Küstenbewohner im Golf: Viele überlegen Umzug

Washington DC - Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat verheerende Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Forscher der Mailman School of Public Health an der Columbia University http://www.mailman.hs.columbia.edu haben mehr als 1.200 Menschen befragt, die innerhalb von zehn Meilen von der Küste entfernt leben. Das Ergebnis ist erschreckend, denn für die Menschen der Region ist kein Stein auf dem anderen geblieben.

Mehr als 40 Prozent der Befragten litten an Hautirritationen und Atemproblemen - eine unmittelbare Folge des Ölaustritts bzw. der Beseitigung der Spuren. Mehr als ein Drittel der Befragten gaben an, dass ihre Kinder entweder unter physischen oder psychischen Symptomen nach der Katastrophe litten. Die meist ohnehin ärmliche Bevölkerung entlang der Küste Louisianas und Mississippis erlitt durch die Ölkatastrophe zusätzliche finanzielle Einbußen. Acht Prozent von ihnen verloren den Job.

Armenhaus der Nation

Mehr als 26 Prozent der Befragten gaben an, aus der betroffenen Region wegziehen zu wollen. Jene Kinder, deren Eltern ernstlich überlegten umzuziehen, zeigten deutlich häufiger Stresssymptome als jene, die nicht über einen Ortswechsel nachdachten. Dass die Lage vor Ort vor allem für Kinder dramatisch ist, bestätigt auch der Kinderarzt Irvin Redlener von der Mailman School. Da es an Fachärzten in der Region mangelt, werden mobile Gesundenuntersuchungszentren für Kinder eingerichtet.

Haushalte mit einem Jahreseinkommen von weniger als 25.000 Dollar sind von der Katastrophe am schlimmsten betroffen. Das gilt für Erwachsene wie für Kinder. “Ebenso wie Hurrikan Katrina die Ärmsten am schlimmsten getroffen hat, trifft nun auch die Ölpest jene, deren finanzielle Situation ohnehin empfindlich ist”, meint der Sozialmediziner David Abramson, Forschungsdirektor am National Center for Disaster Preparedness NCPD. In einer Region, die sich gerade erst vom Hurrikan Katrina 2005 erholt hat, ist die Ölkatastrophe ein weiterer Test für die Belastbarkeit der lokalen Bevölkerung.”

Von BP im Stich gelassen

Was die Menschen in den Küstenregionen auch noch weiterhin stark belastet, sind die eingeschränkten Aktivitäten am Meer. Das betrifft zu einem großen Teil die Kinder. Nicht nur der direkte Aufenthalt am Wasser - wie etwa Bootfahren, am Strand spielen oder zu schwimmen - sind massiv eingeschränkt, sondern generell das Spielen im Freien. Selbst die Entwarnung der Behörden, Öl sei nicht mehr an der Wasseroberfläche sichtbar, ändert an der Situation nichts.

Mehr als die Hälfte der Befragten gaben auch an, dass sie sich von BP und von US-Präsident Obama im Stich gelassen fühlen. Vertrauen haben sie lediglich in die lokalen Behörden und in die US Coast Guard. (Ende)

Wasser - “In Deutschland leben wir im Paradies”

Berliner Unternehmen verhilft weltweit zu besserer Wasserqualität

Berlin - Die Berlinwasser-Gruppe hat 150 Jahre Erfahrung in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Das Know-how ist international gefragt. “In Deutschland haben wir die Situation, dass wir im Paradies leben was Wasserthemen angeht. Wir wissen, dass es weltweit großen Nachholbedarf gibt, um überhaupt die Grundversorgung sowie Entsorgung sicher zu stellen”, erklärt Dieter Ernst, CEO der Berlinwasser International AG http://www.berlinwasser.com, im Presse-Interview am Rande eines Treffens der DeutschlandGroup http://www.deutschlandgroup.de.

“Wir aus Berlin können mit unserer Kompetenz helfen.” Die Berlinwasser International AG ist auf internationalen Wassermärkten als Deutschlands führender Service-Anbieter mit dem Schwerpunkt Management und Betrieb von Trinkwasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystemen tätig. Sie betreibt seit 15 Jahren Projekte in Ungarn, Namibia, China und anderen Ländern.

Weltweit gute Wasserqualität möglich
“Wir erheben nicht den Anspruch, die Welt zu retten. Aber wir können einen kleinen Beitrag leisten”, so Ernst. “In China sind wir seit Mitte der 90er-Jahre aktiv. Mittlerweile betreiben wir dort Kläranlagen mit einer Kapazität von fast einer Million Kubikmetern und reinigen Abwasser nach europäischen Standards. Das ist auch ein Beitrag zur Entwicklung und Gesundheit der chinesischen Umwelt.”

Gerade in der Ferienzeit erleben Urlauber immer wieder, wie groß der Unterschied im Gegensatz zur deutschen Wasserversorgung ist. Auf Inseln und anderen Urlaubsorten kann man selten unbedenklich Wasser aus der Leitung trinken. “Gute Wasserqualität lässt sich überall realisieren. Der deutsche Standard ist aber nicht zwingend das, was die Welt überall braucht. Wir haben einen sehr hohen Qualitätsstandard, der ja auch seinen Preis hat”, so Ernst.

Wasser muss besser verteilt werden

In vielen Regionen der Welt geht es vorwiegend darum, überhaupt trinkbares Wasser zur Verfügung zu stellen. Da sind angepasste Lösungen notwendig. Hierbei bauen viele Länder auf Erfahrungen des Berliner Wasserunternehmens auf.

Weltweit besteht laut Ernst kein Wasserproblem: “Das Wasser ist oft nur nicht dort, wo es sein soll. Das ist das Problem.” Bis zu 70 Prozent des Wassers wird durch die Landwirtschaft verbraucht. “Wir müssen international zu ganz anderen Verteilungsschlüsseln und Technologien kommen, um das für den Menschen so kostbare Trinkwasser richtig einzusetzen.” (Ende)

NASA: Warnung vor Solar-Tsunami

Nach massiven Explosionen auf der Sonnenoberfläche könnte die Erde von einer Welle heftiger Weltraumstürme erschüttert werden. Davor warnten Wissenschaftler der US-Weltraumbehörde NASA am Dienstag.

Mehrere Satelliten hatten die Geschehnisse auf der Sonne am Wochenende aufgezeichnet. Astronomen aus aller Welt konnten das riesige Aufflammen eines Sonnenflecks von der Größe der Erde beobachten. Die Experten vermuten, dass es bereits zuvor eine noch wesentlich größere Explosion auf der Sonnenoberfläche gegeben haben muss. Wie die britische Tageszeitung „The Daily Telegraph“ berichtet, sei so eine Art solarer Tsunami entstanden, dessen „Sturmwelle“ 93 Millionen Meilen durch das All in Richtung Erde reicht. Die mit Gas aufgeladene Welle könnte schon am Dienstag den natürlichen magnetischen Schutzschild des blauen Planeten erreichen, glauben Experten.

„Diese Eruption ist direkt auf uns gerichtet“, so Leon Golub vom „Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics“. Solche Weltraumstürme sind extrem selten. Sollte die Schockwelle tatsächlich auf die Erde treffen, sind vor allem Satelliten und Kommunikationsnetze in Gefahr.

Dr. Lucie Green vom „Mullard Space Science Laboratory“ kann aber beruhigen: „Wir werden wahrscheinlich vor allem optische Phänomene der Explosionen wahrnehmen können.“ Wenn elektrisch geladene Teilchen von der Magnetosphäre auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen, dürfen wir uns nämlich über besonders spektakuläre Polarlichter freuen.

Laborbericht bestätigt die biologische Reinigungskraft der Wasserenergetisierung durch das „eClypsi“ von ZARO Biotec

Das staatlich anerkannte Labor von RIVIERA Pharma in Tulln bestätigt den dauerhaften Anstieg des Wasser-pH-Wertes durch das des „Putzwunde-eClypsi“, damit ist bewiesen Lichtpartikel reinigen chemiefrei.

Kufstein/Tirol – Es liegt mit seiner elliptischen Form gut in der Hand, strahlt in einer schneeweiß schimmernden Oberfläche und verfügt über ganz besondere Fähigkeiten. Es ist das kleinste Produkt der Firma ZARO Biotec (http://www.zarobiotec.com), es nennt sich „eClypsi“ und überträgt die in ihm enthaltene Photonen-Energie auf Wasser und reinigt durch diese Licht-Schwingung alles mit reinem unverfälschtem Wasser, ohne chemische Reiniger. Das klingt spannend und unglaublich, aber das formschöne Teilchen macht das bereits seit 1997 ohne Unterlass und ohne an Reinigungskraft zu verlieren. Der Wasservitalisierer hat eine unglaublich große Fangemeinde in den letzen Jahren erschlossen und ist zu einem echten Bio-Haushaltshelfer mit CULT-Status geworden. Nun hat das staatlich anerkannte Labor von RIVIERA Pharma http://www.riviera.at in Tulln, das ganze mal genauer untersucht, es ging um den pH-Wert, also den Wert der im basischen Bereich für die Reinigungswirkung sorgt. So hat Kernseife einen pH-Wert von ca. 8,2 und jedes Kind weiß das Kernseife das Wasser so verändert dass es zum Reinigungseffekt kommt. Doch wie soll ein Kunststoffteil den pH-Wert so verändern das es zum putzen dient?

Dazu Robert Zach, der Erfinder des unglaublichen Phänomens: „Lichtpartikel-Energie oder auch Nullpunkt-Energie (Photonen, Quantenphysik) wirken auf beinahe jeden lebendigen oder organischen Stoff, ohne die elementare Struktur negativ zu verändern. Die Wissenschaft hat nachgewiesen, dass Materie lediglich die Kondensation aus einem vibrierenden universellen, subtilen Energiesubstrat ist, welches das virtuelle Stadium oder auch Nullpunkt-Energie genannt wird. Materie entsteht einfach dadurch, dass Nullpunkt-Energie sich zu Photonen-Energie verfestigt, die dann durch subtile organisierende Energiefelder (SOEF) in Schwingung umgewandelt wird und Formen aller Art hervorbringt. Nichts ist fest, alles ist in Bewegung wir leben in einem schwingenden organisierten, von atomaren und Lichteilchen bestimmten Raumzeit-Gefüge, dessen Qualität von unsrem Bewusstsein mitbestimmt wird, dieses vollkommene Lebenskonzept ist reiner Geist, der die Materie stets neu entwickelt und verbessert“.

Robert Zach, der Visionär der ZARO-Entwicklungen auf diesem Gebiet, kann nachweislich die einzigartigen Veränderungen von lebendiger Materie durch Nullpunkt-Energie, nicht nur unter Laborbedingungen unter Beweis stellen, sondern auch praktisch unter normalen Bedingungen. In Workshops mit der Humboldt-Universität in Berlin wurden schwingungsenergetische Phänomene mit unglaublichen Effekten aufgezeigt. Im Labor konnte nun nachgewiesen werden das ein „eClypsi“ Leitungswasser immer basisch bleibt und der basische Wert bis zum extrem von 8,66 ansteigen kann, was deutlich höher ist als Kernseife. Damit verfügt das vitalisierte oder energetisierte Wasser nicht nur über eine optimale Reinigungswirkung; Nein - es ist damit auch ideal geeignet zur gesunden basischen Ernährung.

Zur gesunden Ernährung gehört eine Balance im Säuren-Basenbereich, ideal wäre ein neutraler Wert bei 7,0. Eine Übersäuerung des Körpers führt dazu, dass sich die pH-Werte der Flüssigkeiten im Körper verändern. Darunter leidet letztlich der gesamte Stoffwechsel. Viele Stoffwechselfunktionen können in einem sauren Milieu (pH-Wert unter 7) nicht stattfinden. Ein gesunder Organismus benötigt zum überwiegenden Teil basische pH-Wert (pH- Wert über 7). Schätzungen zufolge sind etwa 80 Prozent aller Europäer übersäuert. Zur Entsäuerung benötigt der Körper eine ausreichende Menge an Mineralstoffen. Diese Basen sind in der Lage, die Säuren zu neutralisieren, damit diese den Organen nicht schaden. Erhält der Organismus über die Nahrungszufuhr zu wenig Basen, entnimmt er die benötigte Menge seinen inneren Basendepots. Nach den vorliegenden Resultaten wäre es ein sinnvoller Aspekt bei der Entsäuerung große Mengen (min. drei Liter pro Tag) stark basisches Wasser zu trinken, um den Säuren-Basen-Haushalt nachhaltig zu regulieren.

Fakt ist, dass ein Wasserenergetisierungsteil aus Kunststoff hervorragend reinigt (weit über 50.000 Haushalte nutzen den Bioreiniger) und mit 10 Jahren Garantie eine günstige Reinigungskraft darstellt und das dieses wertvolle Basen-Wasser für die Gesunderhaltung des Körpers einzigartige, gute Dienste leisten kann. Den gesamten Testbericht gibt es zum Download unter: http://www.zarobiotec.com/resources/Laborprotokoll.pdf

Golf von Mexiko wird unfreiwillig zum Labor

Öl und Lösungsmittel sorgen für Super-Gau

Washington DC - 700 Mio. Liter Öl und sieben Mio. Liter Lösungsmittel bedrohen die einzigartige Umwelt im Golf von Mexiko. Nachdem das Leck vorerst gestopft wurde, ist eine Armee von Ökologen darum bemüht, die Schäden zu erfassen. Zudem wird erhoben, ob und wie sich die Umwelt davon erholt. “Der Golf ist damit zum größten Wissenschaftsexperiment geworden”, meint Kim Withers, Umweltforscher der Texas A&M University http://www.tamu.edu. “Unglücklicherweise ist es ein komplett unkontrolliertes Experiment.”

Die Forschungsansätze im Golf sind vielseitig. Neben den Auswirkungen der Ölkatastrophe auf die Marsch- und Küstenregionen, stehen auch die Auswirkungen auf bodenlebende Meerestiere im Zentrum des wissenschaftlichen Interesses. Öl im Meer ist verheerend - vor allem in diesen Mengen.

Katastrophal sind aber auch nährstoffreiche Abwässer, die über Flüsse dorthin gelangen und regelmäßig für die Bildung so genannter Todeszonen sorgen. Für die Forscher um Michael Roman vom Horn Point Laboratory der University of Maryland http://hpl.umces.edu stellt sich nun die Frage, was geschieht, wenn die Todeszone im Golf von Mexiko und die Ölkatastrophe zusammentreffen.

Riesige Todeszone im Golf

Roman wird den Golf im September mit einem speziellen Messgerät namens ScanFish erforschen. Dabei können in der Wassersäule in verschiedenen Tiefen Temperatur, Sauerstoffgehalt sowie die Mengen an organischem Material und Zooplankton gemessen werden. Noch vor der Ölkatastrophe hatten Forscher prophezeit, dass die Todeszone im Golf in diesem Jahr die fünftgrößte seit 1985 sein wird.

Unklar ist auch, welche Auswirkung die Ölkatastrophe auf die Tiefseekorallen im Golf von Mexiko hat. Seit Mai haben Wissenschaftler des US-Geological Survey drei Mal dieses Habitat besucht. Nun soll der erste Tauchgang nach der Katastrophe zeigen, was mit den Korallen geschehen ist. Ein Forscherteam der University of South Florida untersucht, wie sich die Ölkatastrophe auf jene Fische ausgewirkt hat, die in den mittleren Tiefen des Golfs leben. Sie sind Nahrung für große Räuber wie Tunfische, aber auch für Delfine.

Bedrohte Krustentiere

Weibliche Blau-Krabben, die in den Südstaaten auch kommerziell gefischt werden, wandern von den Küstenzonen ins Meer, um dort ihre Eier abzulegen. Nach rund vier Wochen kommen die Larven von der offenen See wieder in die Küstenregionen zurück. Bereits jetzt wiesen einige Larven dunkle Flecken auf, die wahrscheinlich vom Öl stammen. Neben der Krabbenfischerei sind die Jungtiere selbst auch Nahrung für zahlreiche Lebewesen.

Joe Griffiths und sein Forscherteam von der University of Mississippi in Hattiesburg http://www.usm.edu untersuchen Meerestiere nach dem Gen CYP1A. Dieses wird aktiviert, wenn die Lebewesen mit Öl in Kontakt kommen. CYP1A ist in der Lage, die meisten giftigen Kohlenwasserstoffe in harmlose Bestandteile aufzulösen. Griffiths vergleicht die CPY1A-Werte von Austern, Fischen und Krabben, die vor der Ölkatastrophe gefangen wurden, mit jenen, die die Tiere nun in sich tragen. (Ende)
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BP: die mit dem netten “Grünen Blumen-LOGO” sind das, die Chefetage könnte man auch mal in Öl einlegen, als Forschungsprojekt sozusagen, Hmm Ratt-ellen in Öl. Wir tanken da jetzt nicht mehr ….. (Red.)

Wer kauft eigentlich seinen Sprit noch bei BP?

Wir von ZAROnews tanken da nicht mehr, eher gehen wir zu Fuß, wer die Welt bewusst zerstört, hat nach unserer Auffassung sein Existenzrecht verwirkt. Vielleicht sollten eben wir, das “VOLK”, den Herren Zerstörern den Geldhahn zudrehen, selbst wenn dadurch Tankstellenpächter in Schwierigkeiten kommen, aber die müssen sich eben dann bei den Verantwortlichen beschweren.

Die Redaktion

Politiker zu feige für Aktionen gegen Klimafolgen

Bevölkerungsbefragung: Umwelt wichtiger als Wirtschaft

Duisburg - Das Thema Klimawandel und seine unmittelbaren Folgen dominieren die Medien seit einigen Jahren. Eine aktuelle Befragung der Universität Duisburg-Essen http://www.uni-duisburg-essen.de hat deutlich gezeigt, dass die Bevölkerung des Ruhrgebiets den Klimawandel einen hohen Stellenwert einräumt. Allerdings geben nur 18,9 Prozent der Befragten Politik und Verwaltung gute oder sehr gute Noten für ihr Informationsmanagement zum Thema.

“In der Politik wird Klimawandel an sehr prominenter Stelle behandelt”, so Armin Keivandarian vom Rhein-Ruhr-Instituts für Sozialforschung und Politikberatung (RISP), der an der Studie mitgearbeitet hat, gegenüber uns. Allerdings mangelt es nach einer Wahl an der tatsächlichen Durchsetzung. “Das bedeutet, dass die vorher getroffenen Aussagen unverbindlich bleiben und der Raubbau an der Umweltverwaltung weiter fortgesetzt wird.” Die Politik nimmt auf, realisiert aber nicht.

Realistische Einschätzung und keine Hysterie

“Umweltpolitik wird von den Befragten noch vor der Wirtschaftspolitik gereiht”, so Keivandarian. Als Ursachen für den Klimawandel sehen die Befragten vor allem den Verkehr (83,2 Prozent), die Industrie (79,7 Prozent) und die Energieerzeugung (72,9 Prozent). “Fast 59 Prozent machen auch das Konsumverhalten der Bevölkerung mitverantwortlich”, erklärt der Forscher.

“Die Einschätzung des Themas ist sehr ernsthaft und kaum hysterisch”, meint Keivandarian. Es herrsche eine Betroffenheit, allerdings mit einem realistischen Hintergrund. “Das legt nahe, dass es eine sehr differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema gibt. 87,6 Prozent rechnen mit einem Temperaturanstieg, 81,6 Prozent mit Starkregenereignissen und 71,2 Prozent mit wachsenden gesundheitlichen Risiken für ältere Menschen, Schwangere und Kleinkinder. Der Forscher geht davon aus, dass auch in anderen Regionen Deutschlands und in Österreich ähnliche Trends vorherrschen.

Eigener Einsatz gefragt

“Um den Klimawandel aufzuhalten und die Folgen zu beherrschen, wollen die befragten Bürger auch selbst etwas beitragen”, meint Projektleiter Joachim Liesenfeld. Zu den bevorzugten Ansatzpunkten für eine Verbesserung gehören Energiesparen, erneuerbare Energien und öffentlicher Nahverkehr. Zur Förderung erneuerbarer Energien würden Bürger sogar höhere Stromkosten akzeptieren.

Mehr als 1.000 Bürger haben an der Umfrage im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes “Dynamische Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels in der Emscher-Lippe Region teilgenommen. (Ende)

Klimawandel: Schuldige sollen zahlen

Philosophen suchen Weg zur gerechten Emissionsverteilung

Graz - Grazer Philosophen http://www.uni-graz.at/praktphil/ versuchen zu klären, wie die verbleibenden erlaubten Emissionen über den Erdball fair verteilt werden können und wer für Schäden durch veränderte Klimabedingungen zur Verantwortung gezogen werden kann. Auf die Frage, wie sich Länder wie Österreich dabei verhalten sollen, kommen Lukas Meyer und Alexa Zellentin im Presse-Interview zum Schluss, dass sie als reiches OECD-Land Vorreiter beim Klimaschutz sein sollten, zumal sie dadurch Wettbewerbsvorteile haben.

“Es kann aber nicht ausreichen, wenn jeder Staat nur sein eigenes Projekt in Sachen Klimaschutz durchzieht”, meint Zellentin. “Um schlimme Konsequenzen des Klimawandels zu vermeiden, ist internationale Kooperation notwendig.” Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch eine Erwärmung um global zwei Grad für einige Regionen dramatische Konsequenzen hat.

“Ein Knackpunkt bei den derzeitigen Verhandlungen ist die Frage, wie der frühere CO2-Ausstoß bei der Verteilung der neuen Emissionsrechte berücksichtigt wird”, meint Meyer. Die ärmeren Länder des Südens sind Hauptleidtragende des Klimawandels. Sie fordern das Recht auf Emissionen, die ihre industrielle Entwicklung erfordert, denn die reichen Länder verdanken ihren Reichtum zum Großteil der Industrialisierung. Bisher jedenfalls gingen hohe Emissionen mit hoher Wohlfahrt einher. “Unser Forschungsprojekt soll zur Klärung und damit zur Lösung dieses Konflikts beitragen”, so Zellentin.

Die Frage, wer zahlt

“Frühere und heutige Emissionen werden größtenteils von Menschen in den OECD Ländern verursacht, schädigen aber vor allem künftig lebende Menschen in den Entwicklungsländern. Ein offensichtliches Gerechtigkeitsproblem”, meint Meyer. Wer nun für die Kosten der Schäden aufzukommen hat, ist aber durchaus strittig. “Hierbei ist unter anderem zu klären, ab wann wir oder unsere Vorfahren um die schädlichen Auswirkungen der Emissionen wissen konnten”, erklärt der Philosoph.

Meyer geht davon aus, dass nur für einen Teil der Konsequenzen “Schuldige” zur Verantwortung gezogen werden können. “Für den Umgang mit den übrigen Folgen werden wir alle nach unseren Möglichkeiten einstehen müssen, wenn wir die Rechte zukünftiger Generationen respektieren wollen”, schildert der Wissenschaftler einen Lösungsansatz.

Grazer als Leitautor des IPCC-Berichts

Meyer und sein Oxforder Kollege John Broome sind als erste Philosophen zu “Lead Authors” des nächsten Berichts des Weltklimarats IPCC ernannt worden. “Erstmals soll diese internationale Publikation, die der Politik als Entscheidungsgrundlage dient, auch ethische Aspekte berücksichtigen”, erklärt der Forscher, der das Kapitel zur Klimagerechtigkeit verantworten wird. Das Forschungsprojekt wird vom Forschungsförderungsfond FWF gefördert. (Ende)

Schutz vor Allergien steckt im Heu

Zuckermolekül aus Gräsern macht Mäuse lebenslang immun

Bochum/Bonn - Bauernkinder haben nie Asthma oder Allergien. Warum das so ist, zeigen nun erstmals Bochumer Forscher http://expneu.softimpulse.de im “Journal of Allergy and Clinical Immunology”. Sie verabreichten Mäusen einen Zucker aus dem Heustaub von Kuhställen, und siehe da: Die Mäuse waren ihr Leben lang vor Allergien geschützt. “Sprays oder Nasentropfen werden auch Babys in einigen Jahren immun machen - vorausgesetzt, die Tests beim Menschen zeigen Erfolg”, berichtet Marion Kauth, Co-Autorin der Studie, im presse-Interview.

Heu gegen Heuschnupfen

Der Wunderstoff, den die Forscher im Heu fanden, heißt “Arabinogalaktan”. “Das pflanzliche Zuckermolekül kommt in Gräsern vor, vor allem beim Futtermittel Wiesenfuchsschwanz”, so Kauth. Im Körper dämpft das Molekül das Verhalten der dendritischen Zellen, die schädliche Eindringlinge sonst weiterleiten und eine Immunreaktion des Körpers auslösen. “Das verhindert, dass das Immunsystem übertrieben wachsam vor ungefährlichen Stoffen ist.” Welche Rezeptoren dabei beteiligt sind, muss noch geklärt werden.

Die Suche nach dem Zucker war für die Forscher sprichwörtlich wie jene nach der “Nadel im Heuhaufen”. Sie ließen sich dazu Stallstaub aus Bauernhöfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bringen und analysierten ihn. “Der Vorteil von Bauernkindern ist, dass sie diesen Staub von Geburt an einatmen. Bei vielen Bauernhöfen wird ja das Heu oberhalb des Stalles gelagert, wobei sein Staub bei einer Umschichtung die Luft anreichert. Diese hohe, schützende Dosis wird bei bloß einem Spaziergang durch ein Feld nicht erreicht”, sagt Kauth.

Prophylaxe für Babys denkbar
Die Mäuse, denen die Forscher nach der Geburt Arabinogalaktan verabreichten, waren später tatsächlich immun vor einer hohen Dosis verschiedener Allergene. Die Forscher hoffen nun, dass dieser Mechanismus auch dem Menschen hilft. “Mäuse und Menschen ähneln sich sehr in ihrer Immunreaktion. Der Stoff muss jedoch noch toxikologisch überprüft werden, bevor Tests beim Menschen starten”, so Kauth. Das Endprodukt sei allerdings nicht eine Hilfe für Allergiker, sondern eine Allergieprophylaxe für Kinder im ersten Lebensjahr.

Warum die ersten Lebensmonate über die spätere Entwicklung von Allergien entscheiden, erklärt Heike Behrbohn von der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. http://www.dha-allergien-vorbeugen.de gegenüber uns: “Das Immunsystem ist in dieser Zeit noch unreif und kann noch nicht zwischen schädlichen und unschädlichen Stoffen unterscheiden. Zudem ist die Darmschleimhaut noch durchlässig für große Moleküle.” Kinderärzte empfehlen in den ersten Monaten das Stillen, da Muttermilch frei von Fremdeiweißen ist.

Bauernhof trainiert das Immunsystem

Dass die meisten Bauernkinder kaum Probleme mit Allergien haben, bestätigt auch Behrbohn. “Die Hypothese ist, dass Babys, die in steriler Umgebung leben, eher gefährdet sind. Das Immunsystem muss trainieren und richtet sich dabei gegen harmlose Stoffe, die es in einem sauberen Umfeld vorfindet”, so die Expertin. Das Immunsystem von Bauernkindern wird hingegen schon früh gefordert. “Es gibt Hinweise, dass auch Kinderkrippen die Allergiegefahr senken. Besser ist es, Babys nicht absichtlich und massiv Fremdstoffen auszusetzen.” (Ende)

China trocknet aus

Grundwasserkrise bedroht Bevölkerung

Peking/Berlin - In China wird das Wasser immer knapper. Drastische Maßnahmen der Wasserwirtschaft sind notwendig, um das Milliardenvolk auch in Zukunft mit Trinkwasser versorgen zu können. Das wurde diese Woche beim diesjährigen internationalen Grundwasser-Forum http://hydro.pku.edu.cn/BIGF2010/ in Peking deutlich.

Boom macht durstig

Jedes Jahr steigt die Grundwasserentnahme Chinas um 2,5 Kubikkilometer. In manchen Regionen sinkt in Folge der Grundwasserspiegel schon seit Jahrzehnten um einen Meter pro Jahr, und teilweise müssen Brunnen hunderte Meter und tiefer gebohrt werden. In zwei Drittel der 660 chinesischen Städte wird laut Regierungsangaben das Wasser bereits knapp. Zudem steigt die Verunreinigung des Wassers durch Schwermetalle und landwirtschaftliche Chemikalien besonders im Süden des Landes ständig.

“Der Boom der Bevölkerung und Wirtschaft macht China immer durstiger”, erklärt Stefan Girod, Geschäftsführer von German Water Partnership e.V. http://germanwaterpartnership.de, gegenüber ZAROnews. Rund 20 Prozent des Wassers benötigt die Industrie, zehn Prozent die Menschen selbst und bis zu 70 Prozent die Landwirtschaft. “Da China immer mehr Lebensmittel zur Eigenversorgung braucht, geht es mittlerweile schon sehr extreme Wege. Landwirtschaftsflächen werden etwa in Afrika aufgekauft, was global gesehen ein Unsinn ist. Für einen Staat mit 1,4 Mrd. Menschen gibt es aber wenig Alternativen”, sagt der Experte.

Größter Kanal der Welt in Planung

Speziell in Nordchina ist das Wasser knapp, während der Süden genug des kühlen Nasses besitzt. “Gibt es auch auf der Welt sehr große Wasserressourcen, sind diese regional sehr ungleich verteilt. Deshalb braucht man für einzelne Regionen spezielle Lösungen”, betont Girod. Das Phänomen gibt es auch in Europa. Deutschland verfügt über sechsmal mehr Wasser als es braucht. “Dennoch ist etwa die Region Spreewald südlich von Berlin viel trockener als man denkt. Der Wasserverbrauch liegt hier deutlich über dem Angebot.”

Eine Lösung erhofft sich China vom Bau eines gigantischen Kanalsystems, das in vierzig Jahren 45 Mrd. Kubikmeter von Süd nach Nord schaffen soll. Derzeit ist man in Planung. “Erst im Frühjahr besuchte eine chinesische Delegation Deutschland, um hier bei den Betreibern Erfahrungen von ähnlichen Systemen einzuholen”, berichtet Girod. Darüber hinaus sind nachhaltige Nutzung und Rückführung in den Kreislauf Gebot der Stunde. “Dezentrale Lösungen sind für ein lange Zeit zentralistisch geprägtes Land eine Herausforderung. Es ist schwierig, den Kurs eines großen Schiffes während der Fahrt zu korrigieren.” (Ende)
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Konsumenten kaufen nichts von Umweltzerstörern

Investitionen in Artenvielfalt zahlen sich für Unternehmen aus

London/Berlin - Etwa die Hälfte aller europäischen und US-amerikanischen Konsumenten lehnt Produkte von Unternehmen ab, die den Artenschutz ignorieren. Nach dem aktuellen Report “The Economics of Ecosystems and Biodiversity” (TEEB)http://www.teebweb.org können Unternehmen daher eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Verlust der Artenvielfalt spielen.

Doch auch seitens der führenden Wirtschaftsbosse gibt es klare Ansagen. Einer Umfrage des weltweit agierenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) http://www.pwc.de zufolge ist in manchen Regionen mehr als die Hälfte der CEOs der Meinung, dass der Artenverlust große Nachteile für die Wachstumschancen der Unternehmen darstellt. “Mit der Veröffentlichung des Reports heute, Dienstag, in London, wird sich die Prozentzahl noch weiter erhöhen”, so Kristina Jahn, PwC-Expertin für das Thema Biodiversität, gegenüber pressetext.

Biodiversitätsverlust tut sofort weh

“Bei einer Umfrage unter CEOs im Vorfeld des Wirtschaftsgipfels in Davos im Jänner 2010 schätzten 27 Prozent der 1.200 befragten Unternehmenslenker den Rückgang der Artenvielfalt als Risiko für das Wachstum ihres Unternehmens ein”, erklärt Jahn. “Doch seither hat sich ersten Schätzungen zufolge vieles geändert und die Zahl ist weiter angestiegen.” Im TEEB-Bericht wird beispielsweise deutlich, dass die Nachfrage nach zertifizierten Waren stark angestiegen ist.

Jahn sieht darin positive Signale. “Die Ölkatastrophe im Golf ist in dieser Bilanz noch nicht miteinbezogen. Diese wird nochmals zu einem Umdenken führen”, zeigt sich Jahn überzeugt. “Vielen Entscheidungsträgern in Unternehmen ist sehr schnell klar geworden, dass der Verlust der Artenvielfalt sehr rasch vor sich geht - wesentlich schneller als etwa die Auswirkungen der Klimaerwärmung.”

Zwei Billionen Dollar Schäden erwartet

“Die volkswirtschaftlichen Verluste aus dem Verlust Rückgang der Artenvielfalt liegen nach Schätzungen der TEEB-Studie zwischen zwei und viereinhalb Billionen US-Dollar jährlich”, erklärt Jahn. “Kluge Unternehmer verstehen, dass Biodiversität und Ökosystem-Dienstleistungen, wenn sie in der Wertschöpfung integriert sind, einerseits Kosten einsparen und andererseits neue Einnahmen generieren”, meint Joshua Bishop, Chef-Ökonom der Artenschutzkonvention IUCN und Koordinator des aktuellen TEEB-Reports.

Ehemalige Umweltsünder wie etwa das Bergbauunternehmen Rio Tinto, das in der Vergangenheit für zahlreiche Umweltschäden einen schlechten Ruf genoss, hat mit einem “Net Positive Impact”-Programm ein Bekenntnis zur Artenvielfalt abgelegt. In diesem Programm wird in einigen Gebieten der Abbau von Bodenschätzen ausgesetzt. Zudem gibt es ein Renaturierungsprogramme für Regionen, in denen der Bergbau Schäden verursacht hat.

Kalkulierter Wert von Ökosystemen

Forscher stehen Berechnungen zum ökonomischen Wert der Biodiversität häufig kritisch gegenüber, da sie eine solche Hochrechnung als problematisch erachten. “Solche Berechnungen des ökonomischen Wertes von komplexen Ökosystemen sind wohl aus der Schwierigkeit entstanden, Entscheidungsträgern in der Politik den ökologischen Wert eines Ökosystems zu vermitteln”, meint der Korallenexperte Christian Wild, Leiter der Coral Reef Ecology Arbeitsgruppe am GeoBio-Center München http://www.palmuc.de/core gegenüber der Presse. (Ende)