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Archiv der Kategorie Politik
Gentech-Pflanzen verseuchen Milch und Tiere
2.9.2010 von zaro.
Futtermittel hinterlassen Spuren in Ziegen, Fischen und Schweinen
München - Immer häufiger werden Gen-Abschnitte aus gentechnisch veränderten Pflanzen in tierischen Produkten gefunden. Zu diesem Schluss kommt eine Recherche von Testbiotech http://www.testbiotech.org, dem Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie. Nachgewiesen werden konnten erst kürzlich Gene von gentechnisch veränderter Soja in Ziegenmilch.
Bereits vor einigen Jahren wurde über Funde von spezifischen Genabschnitten bei Schweinen berichtet. In jüngerer Zeit gelang auch der Nachweis bei verschiedenen Fischarten wie Forellen und Tilapia. “Wir haben alle Studien nochmals genau durchforstet und in den Untersuchungslabors erneut die Ergebnisse nachgefragt”, meint Christoph Then, Geschäftsführer von Testbiotech, gegenüber pressetext.
Kritik an EU-Lebensmittelbehörde
“Die aktuellen Befunde könnten Befürwortern einer Kennzeichnung von Produkten wie Fleisch, Milch, Eier und Fisch neuen Auftrieb geben”, so Then. “Schon länger wird gefordert, Lebensmittel zu kennzeichnen, die von mit transgenen Pflanzen gefütterten Tieren stammen.” Bei verbesserten Untersuchungsmethoden kann man entsprechende Rückstände immer leichter nachweisen,” erklärt der Experte. “Bisher gelingt dieser Nachweis allerdings längst nicht in jedem Fall.”
“Verschiedene Wissenschaftler und auch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA http://www.efsa.europa.eu hatten bisher abgestritten, dass man entsprechende Genabschnitte finden kann”, erklärt Then. “Es ist allerdings schon seit Jahren bekannt, dass pflanzliche Erbsubstanz bei der Verdauung nicht vollständig abgebaut wird, sondern im Blut und inneren Organen gefunden werden kann.” Forscher konnten sie sogar bei Nachkommen von Mäusen noch aufspüren. “Trotzdem gab es bisher eine kontroverse Debatte darüber, ob man auch die spezifischen Genabschnitte aus gentechnisch veränderten Pflanzen finden kann”, erklärt Then.
Verpflichtende Kennzeichnung dringend nötig
Nach Ansicht von Testbiotech würde eine verpflichtende Kennzeichnung von tierischen Produkten in erster Linie für die Verbraucher wichtig, die sich mehr Transparenz über den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft wünschen. Gentech-Soja wird derzeit als Futtermittel an Schweine, Hühner und Rinder verfüttert.
Nach Ansicht von Testbiotech sind gesundheitliche Risiken beim Verzehr von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden, eher unwahrscheinlich. “Allerdings besteht weiterer Forschungsbedarf, da beispielsweise bei den Zicklein, bei denen die Genabschnitte gefunden wurden, auch die Aktivität bestimmter Enzyme erhöht war”, erklärt Then abschließend gegenüber pressetext.
Link zur EFSA-Stellungnahme: http://www.efsa.europa.eu/en/scdocs/scdoc/744.htm (Ende)
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Österreicher fürchten sich grundlos
10.8.2010 von zaro.
“Hinschauen statt Wegschauen” - KSÖ rät zur Nachbarschaftshilfe
Wien - Das Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) will das subjektive Sicherheitsempfinden der Österreicher verbessern. Denn ungeachtet aktueller Statistiken, die das Land bei der Sicherheit und beim Schutz des Eigentums in den Spitzenrängen sieht, fühlt sich knapp jeder Dritte hier nicht sicher. Eine groß angelegte Kampagne mit Bund, Ländern und Exekutive soll unter dem Motto “Das mach ich sicher” nun Aufklärungsarbeit leisten.
Sicherheitsportal online
Herzstück der Aktion ist der Launch eines neuen Informationsportals http://www.dasmachichsicher.at, das Bürgern eine Reihe von Anregungen und Tipps zu den Themen Diebstahl- und Einbruchsschutz liefert. “Österreich ist ein sicheres Land, aber wer sich wirklich sicher fühlen will, muss auch etwas selbst dafür tun”, rät KSÖ-Präsident Erwin Hameseder bei der Präsentation heute, Donnerstag, in Wien.
Neben dem Selbstschutz, der durch einfache Maßnahmen verbessert werden könne, müsse aber auch das Verantwortungsbewusstsein gegenüber Nachbarn und anderen Mitbürgern gestärkt werden. “Hinschauen statt wegschauen lautet die Devise”, präzisiert Hameseder gegenüber uns. “Wenn mein Nachbar das Gefühl hat, dass ich ebenfalls auf seine Wohnung oder sein Auto aufpasse und im Notfall zur Hilfe komme, trägt das wesentlich zum subjektiven Sicherheitsempfinden bei und hilft Delikte zu verhindern.”
Hilfe für Exekutive
Mit der angeregten Nachbarschaftshilfe will das KSÖ vermitteln, dass Sicherheit nicht nur Sache der Exekutive ist, sondern alle Bürgerinnen und Bürger etwas angeht. Projekte wie proNachbar http://www.pronachbar.at , welche die Arbeit der Polizei im Privatumfeld ergänzen, werden von der Exekutive zwar prinzipiell begrüßt. Gleichzeitig warnt die Polizei aber auch davor, in gefährlichen Situationen Held spielen zu wollen.
“Dass man aufmerksam und hilfsbereit durchs Leben geht, besagt eigentlich schon der menschliche Hausverstand”, meint Monika Dalmatiner-Prinz von der Wiener Polizei gegenüber pressetext. Im Ernstfall sollten verdächtige oder strafrelevante Handlungen aber immer der Polizei gemeldet werden. “Die eigene körperliche Unversehrtheit muss auch für die Helfenden an oberster Stelle stehen. Denn sonst sorgen sie mit ihrem Verhalten unter Umständen für eine noch größere Gefahrensituation”, so Dalmatiner-Prinz. (Ende)
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Österreich versagt beim Klimaschutz
10.8.2010 von zaro.
Vier Öko-Rankings zeichnen vier verschiedene Bilder
Wien - Im EU-Vergleich schneidet Österreich in vier verschiedenen Öko-Rankings gut ab und belegt insgesamt den zweiten Platz hinter Schweden. Dessen ungeachtet gibt es dringenden Aufholbedarf in Sachen Klimaschutz und Kyoto-Ziel-Erreichung. Die erfolgreichste Performance innerhalb der EU-Staaten bot die Slowakei, die ex-aequo mit der Alpenrepublik liegt. Die aktuelle Studie ist heute, Donnerstag, von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) http://www.wko.at präsentiert worden.
“Das Besondere an dieser Bewertung ist, dass darin vier internationale Ökologievergleiche berücksichtigt sind. Und dabei spielen immer andere Kriterien eine maßgebliche Rolle, denn Ranking ist nicht gleich Ranking”, so Christoph Haller, Nachhaltigkeitskoordinator bei der WKÖ gegenüber pressetext. Grundlage sind die Rankings der US-Universitäten Yale und Columbia, der Wertung der Zürcher Kantonalbank sowie der ökologische Fußabdruck der NGO WWF. “Der vierte Vergleich ist der Nachhaltigkeitscontest 2009 der WKÖ, bei dem 46 Einzelindikatoren Österreich auf den zweiten Platz brachten”, erklärt Haller.
Stabile Öko-Performance der Alpenrepublik
“Durch die Mischung der vier Rankings werden Verzerrungen durch die jeweilige spezifische Ausrichtung weitgehend ausgeglichen”, meint Haller. “Die Alpenrepublik ist breit abgestützt und im Zeitablauf sehr stabil”, betont Stephan Schwarzer, Abteilungsleiter für Umwelt- und Energiepolitik bei der WKÖ. Seit 2002 mache die WKÖ solche Rankings und Österreich lande immer auf den Spitzenplätzen.
Die Konkurrenz innerhalb der EU nimmt stetig zu. Vor allem ehemalige Nachzügler holen deutlich auf. Das sei vor allem in jenen Staaten deutlich, die weniger Umweltbewusstsein haben und sich deutlich verbessern. “Es kommt zu einer Angleichung auf hohem Niveau und die Streuung wird von Jahr zu Jahr geringer”, erklärt Schwarzer. So gesehen sage das Ranking nichts darüber aus, ob ein Land besser geworden ist. Das hängt eher von der Frage ab, wie sich der gesamte Bulk bewegt.
Energieeffizienz als Schlüssel zum Erfolg
“Die größte Herausforderung in Sachen Ökologisierung liegt in der Erhöhung der Energieeffizienz”, betont Schwarzer. Die größte Aufgabenstellung ist, noch mehr Nutzen aus dem Energieverbrauch zu ziehen. Schwerpunkte dabei sind die Erhöhung der Anteile von erneuerbaren Energien sowie die Sanierungskonzepte für bereits bestehende Gebäude. Als wichtiges politisches Werkzeug sieht der Experte eine Verbesserung der Spielregeln zur besseren Planbarkeit von solchen Energiesystemen. “Es müssen Unterförderungen genauso beseitigt werden wie Überförderungen”, erklärt Schwarzer.
Beim Vergleich der verschiedenen Rankings untereinander - vor allem in Hinblick auf das schlechte Abschneiden Österreichs beim ökologischen Fußabdruck - meint Schwarzer, dass die Stabilität wichtiger sei als das Ranking selbst. “Natürlich wäre ein reiner Performancevergleich am klügsten, denn ansonsten besteht immer die Möglichkeit, dass Äpfel mit Birnen vermischt werden”, so Schwarzer. (Ende)
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Wer kauft eigentlich seinen Sprit noch bei BP?
29.7.2010 von zaro.
Wir von ZAROnews tanken da nicht mehr, eher gehen wir zu Fuß, wer die Welt bewusst zerstört, hat nach unserer Auffassung sein Existenzrecht verwirkt. Vielleicht sollten eben wir, das “VOLK”, den Herren Zerstörern den Geldhahn zudrehen, selbst wenn dadurch Tankstellenpächter in Schwierigkeiten kommen, aber die müssen sich eben dann bei den Verantwortlichen beschweren.
Die Redaktion
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Politiker zu feige für Aktionen gegen Klimafolgen
29.7.2010 von zaro.
Bevölkerungsbefragung: Umwelt wichtiger als Wirtschaft
Duisburg - Das Thema Klimawandel und seine unmittelbaren Folgen dominieren die Medien seit einigen Jahren. Eine aktuelle Befragung der Universität Duisburg-Essen http://www.uni-duisburg-essen.de hat deutlich gezeigt, dass die Bevölkerung des Ruhrgebiets den Klimawandel einen hohen Stellenwert einräumt. Allerdings geben nur 18,9 Prozent der Befragten Politik und Verwaltung gute oder sehr gute Noten für ihr Informationsmanagement zum Thema.
“In der Politik wird Klimawandel an sehr prominenter Stelle behandelt”, so Armin Keivandarian vom Rhein-Ruhr-Instituts für Sozialforschung und Politikberatung (RISP), der an der Studie mitgearbeitet hat, gegenüber uns. Allerdings mangelt es nach einer Wahl an der tatsächlichen Durchsetzung. “Das bedeutet, dass die vorher getroffenen Aussagen unverbindlich bleiben und der Raubbau an der Umweltverwaltung weiter fortgesetzt wird.” Die Politik nimmt auf, realisiert aber nicht.
Realistische Einschätzung und keine Hysterie
“Umweltpolitik wird von den Befragten noch vor der Wirtschaftspolitik gereiht”, so Keivandarian. Als Ursachen für den Klimawandel sehen die Befragten vor allem den Verkehr (83,2 Prozent), die Industrie (79,7 Prozent) und die Energieerzeugung (72,9 Prozent). “Fast 59 Prozent machen auch das Konsumverhalten der Bevölkerung mitverantwortlich”, erklärt der Forscher.
“Die Einschätzung des Themas ist sehr ernsthaft und kaum hysterisch”, meint Keivandarian. Es herrsche eine Betroffenheit, allerdings mit einem realistischen Hintergrund. “Das legt nahe, dass es eine sehr differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema gibt. 87,6 Prozent rechnen mit einem Temperaturanstieg, 81,6 Prozent mit Starkregenereignissen und 71,2 Prozent mit wachsenden gesundheitlichen Risiken für ältere Menschen, Schwangere und Kleinkinder. Der Forscher geht davon aus, dass auch in anderen Regionen Deutschlands und in Österreich ähnliche Trends vorherrschen.
Eigener Einsatz gefragt
“Um den Klimawandel aufzuhalten und die Folgen zu beherrschen, wollen die befragten Bürger auch selbst etwas beitragen”, meint Projektleiter Joachim Liesenfeld. Zu den bevorzugten Ansatzpunkten für eine Verbesserung gehören Energiesparen, erneuerbare Energien und öffentlicher Nahverkehr. Zur Förderung erneuerbarer Energien würden Bürger sogar höhere Stromkosten akzeptieren.
Mehr als 1.000 Bürger haben an der Umfrage im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes “Dynamische Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels in der Emscher-Lippe Region teilgenommen. (Ende)
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1,2 Millionen Demenzkranke auf Irrweg durch die Instanzen
28.7.2010 von zaro.
Werner Tigges fordert flächendeckende Versorgung von Familienministerin Schröder
Paderborn - Auf dem Kongress “Lebensqualität bei Demenz” des Forschungsprojekts H.I.L.DE, der soeben in Berlin zu Ende gegangen ist, wünschte man sich klare Worte von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), zur gesicherten Versorgung der 1,2 Millionen Menschen, die in Deutschland aktuell an Demenz und Alzheimer erkrankt sind. Schröder betonte die Wichtigkeit der Pflege von Demenzkranken, spielte den Ball aber an Ehrenamtliche und an die Familien weiter. Für Pflegefachmann Werner Tigges http://www.weti.de eine billige Taktik, um den Staat aus der teuren Verantwortung für seine kranken Bürger zu stehlen.
In Deutschland leben gegenwärtig etwa 1,2 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Allein zwei Drittel dieser Personen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Hinzu kommen jährlich 250.000 Neuerkrankungen. Nach vorsichtigen Schätzungen wird sich die Zahl der Demenzkranken bis zum Jahr 2020 auf 1,4 Millionen und bis zum Jahr 2050 auf mehr als 2 Millionen erhöhen. Heute werden zwei Drittel der Demenzerkrankten in der Familie betreut und versorgt. Eine wichtige Aufgabe ist daher, die entstehenden psychischen, physischen, finanziellen und sozialen Belastungen der Pflegenden aufzufangen und offen mit den Problemen umzugehen.
Werner Tigges spricht die Probleme konkret an: “Aufgrund der politischen Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte müssen die althergebrachten Lösungen rigoros auf den Prüfstand und alte Zöpfe abgeschnitten werden. Lobbyisten, die mehr ihre eigenen Interessen als die der ihnen anvertrauten Pflegebedürftigen im Kopf haben, dürfen nicht länger gesponsert werden - eine Anerkennung der bereits aus der Not heraus entstandenen Lösungen des Einsatzes osteuropäischer Personenbetreuer/innen. Nur dadurch ist die gesellschaftliche Fehlentwicklung zumindest temporär erträglich.”
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat beim Kongress in Berlin zwar die Bedeutung von Ehrenamtlichen und vor allem der Familien bei der Pflege und Betreuung Demenzkranker betont. Tigges sieht darin aber nur eine gekonnte Finte der Ministerin, um ihr Budget nicht weiter zu belasten. “Wenn der Staat alles auf seine Bürger abschiebt - kann man sich leicht sanieren. Die betroffenen Familien stehen aber seelisch und finanziell am Abgrund.”
Für Tigges klingt das nach Flickschusterei ohne Plan und Konzept. Werner Tigges: “Natürlich sind einzelne Ansätze wichtig und gehören in das Netzwerk verzahnt. Jedoch angesichts des tatsächlichen und des noch zu erwartenden Bedarfs erscheint mir eine flächendeckende und ausreichende Versorgung durch diese halbherzigen Ansätze nicht erreichbar.” Tigges fordert intelligente und unbürokratische Lösungen, wie sie in vielen europäischen Ländern bereits eingeführt wurden. Breit angelegte familienunterstützende Dienste, Beratungszentren auch für den Notfall, schnelle Lösungsmöglichkeiten für betroffene Familien und Angehörige.
Werner Tigges http://www.weti.de, Autor von “Pflege wohin?”, ist Fachmann für Kranken- und Altenpflege und ein wortstarker Fürsprecher für die Anliegen aller Alten und Kranken, die auf Gedeih und Verderb vom Wohlwollen ihrer pflegenden Mitmenschen abhängig sind. Tigges ist in ganz Deutschland unterwegs, um über das Thema Altenbetreuung und Pflege im Alter zu referieren. Vor allem, um Aufklärung über den bevorstehenden Supergau in der Betreuung von pflegebedürftigen Menschen in Deutschland zu geben.
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Klimawandel: Schuldige sollen zahlen
26.7.2010 von zaro.
Philosophen suchen Weg zur gerechten Emissionsverteilung
Graz - Grazer Philosophen http://www.uni-graz.at/praktphil/ versuchen zu klären, wie die verbleibenden erlaubten Emissionen über den Erdball fair verteilt werden können und wer für Schäden durch veränderte Klimabedingungen zur Verantwortung gezogen werden kann. Auf die Frage, wie sich Länder wie Österreich dabei verhalten sollen, kommen Lukas Meyer und Alexa Zellentin im Presse-Interview zum Schluss, dass sie als reiches OECD-Land Vorreiter beim Klimaschutz sein sollten, zumal sie dadurch Wettbewerbsvorteile haben.
“Es kann aber nicht ausreichen, wenn jeder Staat nur sein eigenes Projekt in Sachen Klimaschutz durchzieht”, meint Zellentin. “Um schlimme Konsequenzen des Klimawandels zu vermeiden, ist internationale Kooperation notwendig.” Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch eine Erwärmung um global zwei Grad für einige Regionen dramatische Konsequenzen hat.
“Ein Knackpunkt bei den derzeitigen Verhandlungen ist die Frage, wie der frühere CO2-Ausstoß bei der Verteilung der neuen Emissionsrechte berücksichtigt wird”, meint Meyer. Die ärmeren Länder des Südens sind Hauptleidtragende des Klimawandels. Sie fordern das Recht auf Emissionen, die ihre industrielle Entwicklung erfordert, denn die reichen Länder verdanken ihren Reichtum zum Großteil der Industrialisierung. Bisher jedenfalls gingen hohe Emissionen mit hoher Wohlfahrt einher. “Unser Forschungsprojekt soll zur Klärung und damit zur Lösung dieses Konflikts beitragen”, so Zellentin.
Die Frage, wer zahlt
“Frühere und heutige Emissionen werden größtenteils von Menschen in den OECD Ländern verursacht, schädigen aber vor allem künftig lebende Menschen in den Entwicklungsländern. Ein offensichtliches Gerechtigkeitsproblem”, meint Meyer. Wer nun für die Kosten der Schäden aufzukommen hat, ist aber durchaus strittig. “Hierbei ist unter anderem zu klären, ab wann wir oder unsere Vorfahren um die schädlichen Auswirkungen der Emissionen wissen konnten”, erklärt der Philosoph.
Meyer geht davon aus, dass nur für einen Teil der Konsequenzen “Schuldige” zur Verantwortung gezogen werden können. “Für den Umgang mit den übrigen Folgen werden wir alle nach unseren Möglichkeiten einstehen müssen, wenn wir die Rechte zukünftiger Generationen respektieren wollen”, schildert der Wissenschaftler einen Lösungsansatz.
Grazer als Leitautor des IPCC-Berichts
Meyer und sein Oxforder Kollege John Broome sind als erste Philosophen zu “Lead Authors” des nächsten Berichts des Weltklimarats IPCC ernannt worden. “Erstmals soll diese internationale Publikation, die der Politik als Entscheidungsgrundlage dient, auch ethische Aspekte berücksichtigen”, erklärt der Forscher, der das Kapitel zur Klimagerechtigkeit verantworten wird. Das Forschungsprojekt wird vom Forschungsförderungsfond FWF gefördert. (Ende)
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„Angstfreisein.de“ – Phobien, Depressionen, Angststörungen, das Buch einer Betroffenen verspricht Hilfe
6.7.2010 von zaro.
Millionen Menschen werden von Ängsten dominiert, Brigitte Meybauer jahrelang betroffen, weiß Rat und ihr Buch macht Mut, Mut zum Angst-frei-sein!
Kufstein/Tirol - Der Begriff Angst (v. lat.: angustia = Enge) bezeichnet eine Empfindungs- und Verhaltenssituation aus Ungewissheit, Anspannung (körperlich) und Furcht, die durch eine eingetretene oder erwartete Bedrohung beispielsweise durch Schmerz, Krankheit, Verlust und Tod hervorgerufen wird. Biologisch betrachtet ist jede Angst ein Stresszustand von massiver Intensität, damit eine Antwort auf eine wahrgenommene Bedrohung, verbunden mit einem Gefühl körperlicher Anspannung mit starken Impulsen, dieser Situation zu entfliehen. So oft wie das Wort „Angst“ in verschiedenen Zusammenhängen gebraucht wird, so viele Definitionen von Angst existieren auch. Eine allgemein akzeptierte Definition von Angst gibt es tatsächlich nicht. 1968 definierte „Arkoff“ Angst als einen Erregungszustand, der durch Bedrohung des Wohlgefühls hervorgerufen wird. Im Wörterbuch von J. und W. Grimm steht: „Angst ist nicht bloß Mutlosigkeit, sondern quälende Sorge, zweifelnder, beengender Zustand überhaupt. Die Angst ist damit ein Phänomen, das von situationsbedingten Zuständen unterschiedlicher Intensität über Neurosen bis zur existentiellen Angst des menschlichen Seins reicht. Das Wörterbuch der Psychologie sagt dazu folgendes: „Angst: Ein vielgestaltiger und in Entwicklung, Ablauf und äußerem Ausdruck individuell sehr unterschiedlicher Affektzustand, der mit physiologischen Vorgängen verbunden ist.
Brigitte Meybauer, hat die Angst überlebt, aber Ihre Geschichte ist ein Horrortagebuch. Dazu die Autorin: Ich zog mich immer mehr zurück, lebte wie eine Einsiedlerin, wo war mein altes Leben hin. Wo war die Zeit, als ich mit Freunden lachte? Lachen, konnte ich gar nicht mehr, oft liefen mir die Tränen über die Wangen, ohne einen erkennbaren Grund, ein anderes Mal überfiel mich die absolute Angst vor der Zukunft, sie umklammerte mich mit einem eisernen Griff und ich bekam kaum noch Luft. Und ständig kreisten meine Gedanken um das Thema Krankheit und Sterben. Ja mit Sicherheit hätte ich eine todbringende, seltene Krankheit, die bei unzählig vielen Untersuchungen unerkannt blieb.
„Im Höchststadium meiner Erkrankung litt ich unter ständigem Zittern, innerlich, Tag und Nacht. Dieses Zittern wurde nachts oft so schlimm, dass ich davon aufwachte und das Gefühl hatte, ich wäre an einer Steckdose angeschlossen. Ununterbrochen, gnadenlos, einengend und kleinmachend“, so Meybauer im Gespräch mit Zaronews.
Nach einem Jahr ununterbrochenem Zittern und endlos vielen, wieder mal vergeblichen Arztbesuchen, war ich schließlich so verzweifelt, dass ich über Selbstmord nachdachte. Ich konnte einfach nicht mehr, hatte keine Kraft, keine Hoffnung, keine Lust mehr. Mein Internist, der mich seit einigen Jahren kannte, meinte als ich ihn wieder mal in höchster Verzweiflung konsultierte:“ Ihre Seele fährt mit Ihrem Körper Schlitten, Sie sind bei mir falsch, ich kann Ihnen nicht helfen. Sie brauchen eine Notfalltherapie!“
„Heute nach 10 Jahren Hölle, Horror in meinem Psychokerker, kann ich wieder lachen, laufen, wandern, in einen See springen, ich kann sorglos shoppen, ich kann mich wieder schminken, in einer Tiefgarage parken, meine Kinder knuddeln, verstehen, wachsam ermahnen. Ich lebe intensiv, bin erfolgreich in meiner Selbstständigkeit, ich kann wieder lieben und vor allem liebe ich endlich mich selbst. Ich könnte die ganze Welt umarmen, weil ich heute weiß das ich meine Ängste besiegt habe, heute kann ich Menschen die Hand reichen und sagen, es gibt nichts zu befürchten. Aus meinem Wissen heraus ist www.angstfreisein.de entstanden, die Website und das Buch das gedruckt und als eBook erhältlich ist, soll Menschen helfen einen Ausweg aus der Angst zu finden“. So Brigitte Meybauer, die uns im Interview deutlich vermittelte dass Sie es geschafft hat, es mag ein langer schwerer Weg sein Depressionen, Phobien und Ängste in den Griff zu kriegen aber es ist nicht unmöglich.
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Britisches Gesundheitssystem ist am effektivsten
5.7.2010 von zaro.
USA schneidet am schlechtesten ab
New York - Das britische Gesundheitssystem ist das effektivste. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Commonwealth Fund http://www.commonwealthfund.org gekommen, die sieben Industrienationen miteinander verglichen hat. Untersucht wurden fünf Bereiche der Performance: Qualität, Effizienz, Zugang, Gleichheit und gesundes Leben. Die USA schnitten bei dieser Bewertung allgemein am schlechtesten ab. Zusätzlich wurden auch Daten aus Australien, Kanada, Deutschland, den Niederlanden und Neuseeland ausgewertet. Es gibt laut Studie jedoch in jedem Land noch Verbesserungsmöglichkeiten.
Hohe Qualität, kurze Wartezeit
Die aktuelle Untersuchung ist eine Aktualisierung von drei bereits erschienenen Veröffentlichungen. Enthalten sind die Erfahrungen von Ärzten und Patienten mit ihrem eigenen Gesundheitssystem. Mehr als 27.000 Patienten und in der medizinischen Grundversorgung tätige Ärzte wurden befragt. Damit wurde bereits 2007 begonnen. An erster Stelle standen die Niederlande, knapp gefolgt von Großbritannien und Australien.
Das britische Gesundheitssystem schnitt vor allem bei der Qualität und dem Zugang zur Pflege gut ab. Hervorgehoben werden die relativ kurzen Wartezeiten bei der Grundversorgung und der Zugang außerhalb der Kernzeiten. Länger warten müssen die Patienten laut BBC jedoch bei der Behandlung durch Fachärzte und wahlfreien chirurgischen Eingriffen ohne Notfall. Die Niederlande schnitten bei allen Wartezeiten sehr gut ab.
Prozentsatz des BIP entscheidend
Bei der Effizienz waren Großbritannien und Australien an erster Stelle. Entscheidend für die Bewertung war der Prozentsatz des Bruttoinlandprodukts, der in einem Land für die Gesundheit der Bürger ausgegeben wird. Zusätzlich wurden die Ausgaben für Verwaltung und Versicherungen berücksichtigt.
Die USA lagen in den meisten Bereichen im Vergleich zu anderen Ländern am unteren Ende der Liste. Dazu gehörten der Zugang und die Qualität der Versorgung, die unabhängig von dem Einkommen des Patienten zur Verfügung stehen. Dazu kommt, dass das US-amerikanische Gesundheitssystem weltweit am kostenintensivsten ist. Zu berücksichtigen ist allerdings auch, dass Bürger in den USA nicht durch allgemeine Krankenversicherung versorgt sind.
Gesundheitsreform soll helfen
Die Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass die im Februar 2009 gestartete Gesundheitsreform dieses Problem in Angriff nehmen wird. Bis 2014 sollte der Zugang zu medizinischer Versorgung verbessert und auch leichter finanzierbar werden. Davis weist darauf hin, dass die von Ärzten und Patienten zur Verfügung gestellten Daten auch Einschränkungen unterliegen. Wichtige Daten aus den Krankenakten oder aus der Verwaltung konnten nicht berücksichtigt werden. Die Einschätzungen der Befragten könnten durch ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Erwartungen beeinflusst sein. (Ende)
________________________www.zaronews.com____________________________________
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Ist Euroland bald abgebrannt?
11.6.2010 von zaro.
Welche Maßnahmen die Deutschen befürworten
Nürnberg - Ist Euroland bald abgebrannt? Griechenland konnte gerettet werden, aber der Euro taumelt / Die Deutschen sind sich einig, dass gespart werden muss, aber uneinig, wie.
Nicht nur das Wetter ist eine Katastrophe in diesem Frühjahr 2010, auch der drohende Staatsbankrott in Griechenland, der trudelnde Euro und der milliardenschwere Rettungsschirm beherrschen die Schlagzeilen. Aus diesem Anlass wollten das Nürnberger Markenforschungsinstitut K&A Brand Research und der Onlinepanelspezialist Respondi wissen, wie die Deutschen eigentlich zum griechischen Staatsbankrott, möglichen Ursachen und Sparplänen stehen. Befragt wurden 1020 Männer und Frauen repräsentativ ab 18 Jahren.
Griechenland: Zu viel, zu oft, zu teuer
Seit 1999 ist der Euro das offizielle Währungsmittel der EU, seit 2002 tragen wir ihn in der Brieftasche - und 2010 ist er in eine Krise ungeahnten Ausmaßes gerutscht und hat, ausgelöst durch die volkswirtschaftlichen Schwierigkeiten in Griechenland, gegenüber anderen Währungen drastisch an Wert verloren. Wer aber trägt die Schuld an der griechischen Tragödie und ihren Folgen? Die überwiegende Mehrheit der Deutschen (75 Prozent) sagt, Griechenland habe schlicht und einfach zu viel Geld ausgegeben und über seine Verhältnisse gelebt. Vor allem die 18-29-Jährigen haben ein schlechtes Bild der griechischen Sparmoral. Aber auch Banken und Spekulanten kommen nicht gut weg: 59 Prozent der Befragten geben ihnen eine Mitschuld am schwachen Euro. Interessant ist, dass nur die Hälfte der Frauen das so sehen - sie suchen die Schuld eher im Inneren. Ein Viertel der weiblichen Umfrageteilnehmerinnen kritisiert die stockende Gehaltsentwicklung in der Bundesrepublik und die nicht zu haltenden Versprechen für Steuersenkungen.
Strafe für Spekulanten - Oder doch wieder D-Mark?
Sparen, so lautet die Devise heute, und zwar in allen Ländern Europas, finden 58 Prozent der Deutschen. Dabei sollte man auch nicht vor Strafen zurückschrecken. Wer nicht spart, bekommt keine Unterstützung - das fordern mit 65 Prozent gerade die Twentysomethings. Schließlich sind sie es auch, die die Schuldenlast der nächsten Jahrzehnte zu schultern haben.
Aber auch Banken und Spekulanten sollen Federn lassen. 36 Prozent fordern kräftige Finanzspritzen, um den Euro wieder zu stabilisieren. Wie soll das konkret aussehen? Ein Drittel der Teilnehmer stimmen für eine Transaktionsgebühr für Spekulationsgeschäfte mit Währungen; ganze 35 Prozent meinen sogar, riskante Geschäfte mit Währungen und Staatsanleihen gehören ganz verboten. Besonders radikal ist hier die Gruppe der über Sechzigjährigen: Fast die Hälfte stimmt für ein Verbot.
Einem Viertel der Deutschen geht jede dieser Maßnahmen nicht weit genug, sie halten den Euro für eine Totgeburt und wünschen sich die gute alte D-Mark zurück. Denn nach dem Ausstieg aus der Gemeinschaftswährung sei jedes Land nur noch für die eigenen Schwierigkeiten verantwortlich, argumentieren sie. Hier zeigen sich interessante parteipolitische Unterschiede: Während ein Fünftel der FDP-Wähler gegen den Euro als zukünftige Währung votieren, möchten ihn nur zehn Prozent der Grünen-Anhänger abschaffen. Und vor allem diejenigen, die durch ihr Wahlverhalten zeigen, dass sie sonst nichts verändern möchten, nämlich die große Gruppe der Nichtwähler, hat den Euro satt.
Sparen, sparen, sparen - Aber wo?
Jetzt ist guter Rat teuer. Mehr als zwei Drittel der Befragten sagen, die Staatsausgaben sollen gesenkt werden. Aber wo? Deutschland ist in dieser Frage gespalten, und zwar auch geschlechterspezifisch. Insgesamt 51 Prozent (aber 57 Prozent der Männer) möchten Einschnitte nur einzelnen Ministerien zumuten, 49 Prozent insgesamt (und 56 Prozent der Frauen) stimmen für die Methode “Rasenmäher” und fordern übergreifende Sparmaßnahmen. Wenn es ums Sparen geht, scheint das weibliche Geschlecht radikal.
In der Frage, in welchen Ministerien denn gespart werden soll, machen sich wieder parteipolitische Färbungen bemerkbar. So votieren insgesamt 59 Prozent der Befragten für Kürzungen im Verteidigungshaushalt, aber 69 Prozent der Linken-Anhänger. Mehr als die Hälfte der Deutschen möchte den Bundestag auf 500 Mitglieder verkleinert wissen und hofft hier auf Spareffekte. Vor allem die FDP-Anhänger halten das für sinnvoll und stimmen zu 71 Prozent für diesen Vorschlag. Vielen Befragten sind auch wirtschaftliche Subventionen im Auge; 45 Prozent würden diese gerne abschaffen, allerdings nur 31 Prozent der Unionswähler.
Erfreuliches zeigt sich dann am unteren Ende der Tabelle. Nur zwei bzw. drei Prozent der Deutschen befürworten Sparmaßnahmen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie in Kindergärten und Kinderbetreuungsstätten. “Das ist ein positives Signal”, sagt auch Ralph Ohnemus, Vorstandsvorsitzender der K&A BrandResearch. “Die Deutschen wissen, dass der sprichwörtliche Gürtel enger geschnallt werden muss, aber sie lehnen dies in den für die Zukunft so wichtigen Bereichen Forschung und Kinderbetreuung ab.”
Über K&A BrandResearch:
K&A BrandResearch (vormals Konzept und Analyse) gehört mit über 40 Mitarbeitern zu den führenden Unternehmen im Bereich der qualitativen Marktforschung und ist seit 20 Jahren für namhafte Markenartikler aus allen Branchen sowie für Verbände, Finanz- und Versicherungsdienstleister und Medienunternehmen tätig. Alle Projekte werden von Marktforschungsspezialisten und erfahrenen Marketingexperten gemeinsam betreut. Einer der Schwerpunkte des Instituts liegt auf der Konsum- und Motivforschung. Auf der Basis des MarkenMonopol-Konzepts wurden Methoden wie das Psychodrama oder die MOT-Wirkungsanalyse entwickelt. Damit können die ursächlichen rationalen und emotionalen Gründe und Motive für das Kaufverhalten erhoben werden, an denen die Standardmarktforschung scheitert. Die Wirksamkeit der eigenen Methoden wurde in knapp 100 verschiedenen Märkten und Produktkategorien bewiesen.
Über Respondi:
Die Respondi AG ist ein junges Unternehmen mit Sitz in Köln und als Feldinstitut im Bereich internetbasierter Marktforschung spezialisiert. Als Anbieterin internationaler Online-Access-Panels in acht europäischen Ländern führt die Respondi AG Online-Befragungen für namhafte nationale und internationale Marktforschungsinstitute durch. Die Respondi als eigenständige Aktiengesellschaft wurde 2005 gegründet.
Weitere Informationen:
Ralph Ohnemus, Vorstandsvorsitzender
K&A BrandResearch AG
Am Gewerbepark 4, 90552 Röthenbach
r.ohnemus@ka-brandresearch.com
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Alkoholselbstkontrolle - Italien einmal mehr als Vorreiter
10.6.2010 von zaro.
Restaurants müssen Gästen ab Juli Alkoholtester zur Verfügung stellen
Freilassing - Ab Juli 2010 sind italienische Restaurants und Gaststätten verpflichtet, ihren Gästen einen Alkoholtester zur Verfügung zu stellen.
Vor wenigen Wochen wurde in Italien ein Gesetzesentwurf verabschiedet, der besagt, dass in Zukunft jeder italienische Gastwirt über einen Alkoholtester verfügen muss. Jeder Gast muss die Möglichkeit erhalten, seinen Promillegehalt zu testen, bevor er sich ans Steuer setzt.
Mit dieser Regelung ist Italien nach dem Nichtrauchergesetz einmal mehr Vorreiter. Das Rauchverbot wird bei unseren südlichen Nachbarn übrigens sehr gut angenommen. Der Senat hat die Verpflichtung zur Alkoholmessung bereits beschlossen, derzeit fehlt noch die Zustimmung des Abgeordnetenhauses. Bis zum 1. Juli sollen die Bestimmungen jedoch in Kraft treten. Auch im Fall der Alkoholmessung ist davon auszugehen, dass es sich dabei um einen Trend handelt, der bald das restliche Europa erfasst. Es geht dabei darum, Autolenkern ihre Verantwortung bewusst zu machen. Wichtig ist dabei die Qualität der Alkoholtester.
Als führender Anbieter in diesem Bereich weist Ing. Roland Petermaier, GF von ACE-Technik in Freilassing, auf den AL4000 mit elektrochemischem Sensor hin. Das Gerät ist besonders flach und platzsparend konstruiert und bietet auch die Möglichkeit, MP3s, Videos oder Bilder abzuspielen. Damit ist neben höchster Genauigkeit - 0,05 Promille bei 1,00 Promille - auch eine angenehme Optik geboten. Als Verbrauchsmaterial werden hier Strohhalme verwendet. Besonders attraktiv für die Gastronomie ist dabei der individuell gestaltbare Videoframe. Hier lassen sich Videos oder Standbilder problemlos einspeisen. Nähere Infos dazu finden Sie unter http://www.alkomat.net/alkoholtester-al4000-gastronomie-foto-videorahmen.69118.html.
Als Alternative zu einem fest montierten Gerät hat ACE-Technik auch Handgeräte im Sortiment. Im Bereich der mobilen Geräte rät Ing. Petermaier zu einem ACE Y-Series. Dieser ist mit Polizeitechnik ausgestattet und verfügt über einen Original Drägersensor. Mit nur zwei Batterien können bis zu 500 Tests durchgeführt werden, bei einer Genauigkeit von +/- 0,05 Promille bietet er ebenso viel Sicherheit wie der AL4000. Einen Überblick über weitere feststehende Alkoholtester und Handmessgeräte finden Sie auf http://www.alkomat.net bzw. http://alkoholtester.ch . (Ende)
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Kommentar von Robert Zach:
Das ist leider kein Modell für Deutschland, die herrlichen Einnahmen (Abzock-Methoden) der menschenfreundlichen Staatsobrigen, würde all die Millionen der alkoholisierten Autofahrer verlieren, dann bleibt nichts mehr übrig für die Bank’ster, die maroden Manager,
die planlosen EU-Mitglieder, und all die anderen Unterstützungskassen für Wirtschafts-Looser …
Die “merklische Melkmaschine”, was ist sie doch für ein ideales Vorbild für die ganze Welt!
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Schutz des Regenwaldes am Scheidepunkt
4.6.2010 von zaro.
Staaten verhandeln über Reduktion der Abholzung
Oslo - Der Schutz der Regenwälder befindet sich derzeit in einer entscheidenden Phase. Die Wald- und Klimakonferenz verhandelt diese Woche das in Kopenhagen vereinbarte Abkommen “REDD+” (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) http://www.un-redd.org, das die Richtung des Waldschutzes der nächsten Jahre vorgeben wird.
Vier Mrd. Dollar zu vergeben
Die Verringerung der Regenwald-Abholzung drängt, verursacht sie doch ein Fünftel der weltweiten CO2-Emissionen. “Derzeit wird der Mitteleinsatz diskutiert. Ziel sollte sein, die Lokalbevölkerung in die Schutzmaßnahmen richtig einzubinden”, berichtet Konferenzteilnehmer Paul Chatterton vom WWF http://wwf.panda.org im Presse-Interview.
Vier Mrd. Dollar stehen für die Umsetzung bis 2012 zur Verfügung, nachdem auch Deutschland am gestrigen Donnerstag seinen Beitrag von 500 Mio. Dollar bekannt gegeben hat. Chatterton geht davon aus, dass eine Gesamtsumme von bis zu sechs Mrd. Dollar nötig sein wird. Indonesien als einer der größten CO2-Emittenten hat am Mittwoch ein zweijähriges Moratorium für Abholzungs-Genehmigungen unterzeichnet. Norwegen hat angekündigt, den Inselstaat dabei mit einer Mrd. US-Dollar zu unterstützen.
Erste Verlierer der Abholzung sind Indigene
Allzu oft zeigte sich bisher, dass die Vernichtung von Regenwald als erstes den Waldbewohnern, die oft indigene Gruppen sind, schadet. Die Prozesse dabei gleichen sich meist, schildert Chatterton. “Abholzungs-Firmen bieten den Anrainern Geld für den Wald oder versprechen Schulen oder Gesundheitsversorgung. Diese stimmen zu, da sie in Armut leben. Langfristig bleibt jedoch oft wenig außer verschmutztem Wasser. Zudem ist der Weg zurück zur Subsistenzwirtschaft versperrt, da mit dem Wald die Grundlage dafür aufgegeben wurde.”
Wie sich der Schutz des Regenwaldes auf die Bewohner auswirkt, wurde zuletzt an der Georgia State University http://www.gsu.edu untersucht. Laut der Zeitschrift PNAS trägt die Errichtung von Naturparks langfristig zu einer Reduzierung der Armut der lokalen Bewohner bei. Zwar schränken diese Landwirtschaft und Jägerei ein, doch entstehen etwa durch Wildaufsicht, Ökotourismus und Straßenbau neue Berufe, die in Summe das Haushaltseinkommen steigen lassen, zeigen die Wissenschaftler um Paul Ferrano für Costa Rica und Thailand.
Umweltschutz kann Waldbewohnern auch schaden
Dennoch ist die Diskussion kontrovers, zumal Waldschutz alleine keine Garantie für Armutsbekämpfung ist. “Grund ist, dass hier in der Vergangenheit große Fehler gemacht wurden. Die Lokalbevölkerung wurde bei der Planung der Maßnahmen oft nicht genügend einbezogen, wodurch sie an diesen eher litten als davon zu profitieren”, erklärt Chatterton. Dieser Einbezug sei somit entscheidender Faktor für Nachhaltigkeit, zudem könnten die Waldbewohner die besten Wächter des Waldes sein.
Während Organisationen wie WWF und CARE auf konkreter Ausformulierung, Transparenz und Verantwortung bei der Durchführung von REDD pochen, kommt aus anderen Reihen grundsätzliche Kritik an dem Abkommen. Thomas Brose, Experte für die Kooperation mit indigenen Völkern beim Klimabündnis http://www.klimabuendnis.org warnt etwa gegenüber pressetext davor, dass sich die Industrieländer durch das Instrumentarium von Verpflichtungen freikaufen. Zudem würden Geldflüsse an indigene Bewohner deren Landtitel aufs Spiel setzen, könnten diese vereinbarte CO2-Grenzwerte nicht erfüllen.
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Lokales Handeln löst globale Probleme
31.5.2010 von zaro.
Soziologen bestimmen Voraussetzung für Kooperation
Zürich - Viele Krisen des Planeten – wie Überfischung, Klimawandel oder die Finanzkrise – gehen im Kern auf ausbeuterisches Verhalten zurück. Egoisten sind kurzfristig im Vorteil, können dadurch jedoch das System zerstören. Was es braucht, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, zeigt ein internationales Team von Soziologen unter der Leitung der ETH Zürich http://www.soms.ethz.ch in der Zeitschrift “PLoS Computational Biology”. “Kooperation kann sich dort durchsetzen, wo Menschen mit ihrem Umfeld interagieren”, erklärt Forschungsleiter Dirk Helbing im Interview.
Vielfach ist das Zusammenleben auf dem Planeten auf Kooperation angewiesen. “Das ist bei der Nutzung von Infrastruktur, beim Umgang mit Gemeingütern wie Wasser bis hin zur Kultur und Sprache der Fall. Würde jeder die Sprache anders verwenden, könnten wir nicht kommunizieren”, erklärt Helbing. Allzu oft werden diese Systeme überstrapaziert. “Das trifft etwa beim Schwarzfahren, beim Versicherungs- und Steuerbetrug, bei nicht nachhaltiger Naturnutzung und selbst bei ungerechter Arbeitsteilung in einer Wohngemeinschaft zu.”
Zufällige anonyme Begegnungen zerstören das System
Um die Grundlagen der Kooperation zu modellieren, nahmen die Forscher die Existenz von vier Verhaltenstypen an. Da gibt es die “Kooperativen”, die brav ihren Beitrag leisten und die “Moralisten”, die zusätzlich jene, die sich unkooperativ verhalten – “Defekteure” genannt – bestrafen. Die vierte Art von Mitspielern sind die “Immoralisten”, die andere für Regelverstöße bestrafen, sich aber selbst egoistisch benehmen. Da erfolgreiches Verhalten stets kopiert wird, setzen sich bei rein zufälliger Wahl der Interaktionspartner die Sozialschmarotzer durch und zerstören das System, zeigte die Simulierung am Computer.
Überrascht wurden die Forscher allerdings, als sie ein Detail der Simulation veränderten. “Interagieren die Individuen mit ihren Nachbarn, bilden sich Verhaltensmuster-Gruppen, ganz nach dem Motto ‚Gleich und Gleich gesellt sich gerne’. Während zuvor Kooperative und Moralisten konkurrierten und letztere aufgrund des höheren Bestrafungsaufwands zurückgedrängt wurden, drängen sie nun getrennt voneinander die Defekteure zurück.” Schlussendlich siegt laut Helbing kooperatives Verhalten: Moralisten nehmen überhand, und Bestrafungen werden überflüssig. Soweit die Theorie.
Globalisierung auf Kosten der Nachbarschaft
In der Praxis gibt es solche Kooperation etwa in Freundesgruppen, die häufig ebenfalls gemeinsame Moralvorstellungen besitzen. “Auch in Web-Communites, Sportvereinen oder Firmen ist das der Fall, solange eben die Größe nicht überschritten wird, bei der sich alle Mitglieder untereinander kennen”, so Helbing. Denn während in kleinen Dörfern oft noch strikte Normen herrschen, gilt in Großstädten das Laissez-faire-Prinzip. “Vielleicht ist es auch eine der Ursachen der Finanzkrise, dass die Welt ein globales Dorf geworden ist, wo Interaktionen anonym und die Nachbarschaftsbeziehungen unwesentlich wurden. Das förderte den Zusammenbruch der Kooperation”, so der Züricher Soziologe.
Unter diesen Annahmen sieht Helbing die Ergebnisse als “kräftigen Warnschuss” für eine naive Globalisierung. “Man würde nicht vermuten, dass die enge Vernetzung der Akteure zum Zusammenbruch sozialer oder ökonomischer Systeme führen kann. Die Simulation zeigt dies jedoch deutlich – und bestätigt sich oft genug in der Realität.” Neue Mechanismen der Kooperation müssten somit gefunden werden, um dem veränderten Charakter unserer sozial- und Geschäftsbeziehungen gerecht zu werden.
Reputation statt Überwachung
Große Hoffnung legt der Züricher Forscher in die Belohnung von Kooperation auf der Basis von Reputation. “Die gegenseitige öffentliche Bewertung hilft bei der Wahl der Interaktions- oder Geschäftspartner und kann das System stabilisieren. Dieser Mechanismus könnte sogar die unabdingbare Lösung der heutigen Probleme sein.” Deutliche Zeichen dafür sei die boomende Profilbewertung im Internet, die sich derzeit etwa bei Onlineshops oder sozialen Netzwerken durchsetzt. “Die Alternative ist die stärkere Überwachung, in die Staaten heute immer mehr investieren. Doch niemand fühlt sich in einer Überwachungs- und Bestrafungsgesellschaft wohl.”
Abstract des Originalartikels unter http://www.ploscompbiol.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pcbi.1000758 (Ende)
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Konflikt um Wasser wird eskalieren
26.5.2010 von zaro.
Studie am Mekong: Auch wasserreiche Flüsse davon betroffen
Aalto - Bevölkerungswachstum, Urbanisation, zunehmende Umweltverschmutzung, Bodenverlust und Klimaänderungen stehen alle mit dem Thema Weltwasser und Wasserversorgung in Verbindung. Finnische Forscher beschäftigen sich seit Jahren mit der Verbesserung der Effizienz der Wassernutzung. Sie haben in einer aktuellen Studie gezeigt, dass nicht nur das “Abgraben” von Wasser ein potenzieller Konfliktherd ist, sondern auch die Errichtung unzähliger Dämme und Staumauern.
“Mehr als zehn Jahre haben wir den Mekong-Fluss in Südostasien untersucht”, so Marko Keskinen von der Water and Development Research Group der Aalto University http://www.water.tkk.fi/ gegenüber uns. Der mehr als 5.000 Kilometer lange Strom gehört zu den größten Flusssystemen. “Es gibt Pläne, dass im gesamten Flusssystem bis zu 100 Wasserkraftwerke errichtet werden sollen. Das hätte einen massiven Einfluss auf die dort lebende Bevölkerung - vor allem auf jene, die vom Fischfang abhängig ist”, so Keskinen
Wasserkonflikte vorprogrammiert
“Vom Ausbau der Wasserkraft profitieren vor allem China und Laos. Benachteiligt sind allerdings jene Millionen Menschen in Laos, Kambodscha und Vietnam, die vom Fischfang leben, denn dieser massive Ausbau verändert die gesamte Ökologie des Flusses”, erklärt der Forscher. Die Auswirkungen auf die Fischerei, deren gesamter wirtschaftlicher Wert jährlich etwa drei Mrd. Dollar beträgt, werden definitiv negativ sein.
Auch wenn die 100 Kraftwerke derzeit nur als Pläne existieren, würde die Errichtung von 30 oder 40 Kraftwerken bereits nachteilige Auswirkungen auf die Lebensgrundlage vieler Menschen haben. “Am härtesten davon betroffen wäre Kambodscha.” Dass die Kraftwerke definitiv auch einen Nutzen haben sei unbestritten. Dieser liege hochgerechnet etwa in der gleichen Größenordnung wie die Fischerei. “Doch sind die Nutznießer nicht auch diejenigen, die den Schaden erleiden.”
Komplexe politische Problemstellung
“Die Frage nach den Wasserressourcen sorgt bereits jetzt für Unmut und heftige politische Debatten - einerseits zwischen den Ländern, andererseits aber auch innerhalb verschiedener Bevölkerungsgruppen in den einzelnen Staaten”, so Keskinen. “Der Fluss, der nun für viele Menschen eine Nahrungsgrundlage darstellt, wird in Zukunft Nutzen für andere bringen.”
“Derzeit sind die Fischer, eine arme Bevölkerungsschicht, im klaren Nachteil. Ihre Interessen sind unterrepräsentiert”, meint der Experte. Als Lösungsvariante sieht der Forscher ein verbessertes Ressourcenmanagement vor. Management-Programme am Papier halten der Realität im täglichen Leben am Mekong-River jedoch kaum Stand.
“Viele integrierte Zugänge negieren die breiteren philosophischen und konzeptuellen Dimensionen. Da Wassermanagement eine ganze Reihe von interagierenden Parteien betrifft, muss auch auf politische und persönliche Prozesse geachtet werden”, so Keskinen. Aus diesem Grund sei es notwendig, darauf zu achten, wie verschiedene Gruppen miteinander und intern kooperieren und interagieren. (Ende)
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Deutsches Steuerrecht nicht mehr administrierbar
26.5.2010 von zaro.
Präsident des Bundesfinanzhofs fordert Nachbesserung durch den Gesetzgeber
Berlin - Das deutsche Steuerrecht steht auf dem diesjährigen Deutschen Steuerberater Kongress, der bis heute, Dienstag, in Berlin stattfindet, hart in der Kritik. Wolfgang Spindler, Präsident des Bundesfinanzhofs, erklärte dort: “Selbst die Landesfinanzminister halten das geltende Steuerrecht für nicht mehr administrierbar”. Zuviel Einzelurteile würden zu Unübersichtlichkeit führen. “Das Steuerrecht muss durchforstet und entrümpelt werden”, fordert Spindler. Es sei überdeutlich, dass der Gesetzgeber aus den Augen verloren hat, das Recht praktikabel zu halten.
Steuerrecht ist wachstumshemmend
Auch der Präsident der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) http://www.bstbk.de, Horst Vinken, kritisierte das deutsche Steuerrecht als “komplexitätsverliebt, bürokratieaufblähend, klientelgetrieben und damit wachstumshemmend”. Der Steuerpflichtige sei überfordert und die gefühlte Steuergerechtigkeit leide. “Das erklärt auch, dass es die Literatur zum Thema Steuertricks regelmäßig auf die Bestsellerlisten schafft. Weil der Steuerbürger das Gefühl hat, dass er zu viele Steuern zahlt, während sein Nachbar noch einen Steuertrick mehr beherrscht.”
Schäuble verspricht Vereinfachungen
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble versicherte daraufhin, dass er sich für die im Koalitionsvertrag versprochene Vereinfachung der Steuergesetzgebung einsetzen werde. “Als ich zum ersten Mal im Ministerium mit dem Jahressteuergesetz konfrontiert war, wäre ich fast ohnmächtig geworden”, gestand er den rund 1.300 anwesenden Steuerberatern.
Angesprochen auf das Thema Steuererleichterungen machte Schäuble klar, dass es nur einen begrenzten Spielraum für Entlastungen der Steuerzahler gäbe. “Die Spitzenbelastung ist zudem derzeit um 10 Prozentpunkte niedriger als Ende der 90er-Jahre”, erinnerte Schäuble.
Ebenfalls in der Kritik des BStBK stand die mögliche Abschaffung der strafbefreienden Selbstanzeige. “Die Selbstanzeige hat sich uneingeschränkt bewährt. Ohne sie könnte der Staat bisher verheimlichte Steuerquellen schwerlich entdecken. Sie ebnet dem auf Abwege geratenen Bürger den Weg in die Steuerehrlichkeit und bringt dem Fiskus ganz einfach und auf rechtsstaatlichem Weg Geld”, warb Vinken. (Ende)
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