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Vision 2050: Der Weg zu 100 Prozent sauberen Strom
6.6.2011 von zaro.
Infrastruktur für grenzüberschreitendes Super Smart Grid dringend nötig
Potsdam - Eine Stromversorgung aus 100 Prozent erneuerbarer Energie ist bis 2050 möglich. Das geht aus einem Bericht des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung hervor. Dafür beschreibt das PIK jedoch einige Voraussetzungen, unter anderem ein Super-Smart-Grid für Europa und Nordafrika. Der Aufbau einer dafür nötigen Infrastruktur muss bereits heute gestartet werden, mahnt das PIK.
“Heutzutage ist es kaum noch möglich, auch nur eine einzige Stromleitung von einem Land in ein anderes zu führen. Die Rechtsvorschriften sind ineffizient und die öffentlichen Widerstände oft stark”, so Antonella Battaglini, eine der Autoren des Berichtes. “Wenn wir nicht heute noch mit dem Aufbau der Infrastruktur für ein SuperSmart Grid in Europa und Nordafrika beginnen, also für schlaue und länderübergreifende Stromnetze, können wir den Traum aufgeben, bis 2050 den Strom zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien zu beziehen.”
Mühsame Genehmigungsverfahren
Als problematisch bezeichnen die Studienautoren die aktuellen Genehmigungsverfahren der einzelnen Staaten. Mit der Veröffentlichung des Elektrizitäts-Entwicklungsplanes durch das Europäische Netzwerk der Übertragungsnetzbetreiber hat es allerdings schon einige Fortschritte gegeben. In dem Bericht, der in Kooperation mit Pricewaterhouse Coopers (PwC) entstanden ist, diskutieren die Experten auch, ob durch diesen Stromfahrplan die 100-Prozent-Vision realer geworden ist.
Dazu werden unter anderem die Auswirkungen von Einzelereignissen auf dem Energiemarkt analysiert. Beispielsweise hat das Nuklearunglück von Japan und das Atom-Moratorium in Deutschland kurzfristig einen zehnprozentigen Anstieg der Kosten von CO2-Emissionszertifikaten bewirkt, schreiben die Experten. Das wiederum verbessere das Kosten-Nutzen-Verhältnis für erneuerbare Energie.
Abseits von finanziellen Fragen spielen auch weitere politische Faktoren eine große Rolle. “Bei der Integration der Märkte stehen wir gut da, aber an Wettbewerb fehlt es noch”, sagt der Mitautor Anthony Patt vom Institute for Applied System Analysis (IIASA). “Zudem könnte der gegenwärtige Aufruhr in Nordafrika zwar langfristig eine Gelegenheit für stärkere Zusammenarbeit beim Thema Energie bieten, aber momentan liegt alles auf Eis.”
Noch keine Perspektive für nach 2020
Ähnlich gemischt sind die Ergebnisse, was das Investitionsklima angeht. Die Regierungen halten zwar an ihren bestehenden Unterstützungsmechanismen fest, bieten aber keine verlässlichen politischen Perspektiven für die Zeit nach 2020. “In den vergangenen zwölf Monaten hat es eine ganze Menge positiver Entwicklungen gegeben, und wir können zuversichtlich sein, dass der Übergang hin zu den erneuerbaren Energien in Europa sich fortsetzt”, sagt Gus Schellekens, Direktor im Team Nachhaltigkeit und Klimawandel bei PwC.
“Allerdings wird nun eine Langzeitplanung gebraucht, welche die allgemeine Richtung für die europäische Stromversorgung sowie ehrgeizige und glaubwürdige politische Verpflichtungen definiert, um das Vertrauen der Investoren zu vergrößern und die Verfügbarkeit von Geld für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien sicher zu stellen.” (Ende)
Geschrieben in Politik, Wirtschaft, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
“Die Revolution sind wir”
2.6.2011 von zaro.
Lindau - Unabhängig davon, ob jemand einer politischen Organisation, einer sozialen Institution oder einer ökonomisch ausgerichteten Unternehmung angehört, der angestellte Mensch der Dienstleistungsgesellschaft kann sich bisher in relativer Sicherheit wiegen. Doch nach und nach wird ihm diese vermeintliche Umsorgung zur Falle.
Denn heutige Angestellte werden in der sich immer stärker konstituierenden Informationsgesellschaft allmählich zum gläsernen Sklaven der totalen Kontrolle. So, wie der leibeigene Bauer im Feudalismus und der ausgebeutete Arbeiter im Industriezeitalter, bildet die künftige Angestelltenklasse die entrechtete Basis für die Macht des neuen Grossbürgertums.
Es sind dies die Grossinformatoren des Infoismus. Sie besitzen bereits jetzt schon die dafür notwendigen informativen Produktionsmittel (=Server, Sender & Satelliten). In dieser neuen Gesellschaftsform wird es keinen Besitz mehr im Haben geben, sondern nur noch Leihgaben eines mehr oder weniger restriktiv gehandhabten Solls. Kreditwürdig ist demnach nur noch, wer sich der allumfassenden Virtualität offenbart, unterwirft und eingliedert. Wem dies aus welchen Gründen auch immer nicht gelingt, wird zur gesellschaftlich isolierten Informations-Paria und muss sein reduziertes Dasein in drastisch entschleunigter Form fristen.
Der Strukturismus ist die Gegenkraft zu dieser Entwicklung.
Bereits vor einigen Jahrzehnten postulierte der Deutsche Künstler Joseph Beuys (1921 - 1986) den Begriff der ‘Sozialen Plastik’, wonach die Kunst nicht einfach passives Abbild gesellschaftlicher Entwicklungen sein dürfe, sondern aktiv ins alltägliche Leben der Menschen einzuwirken habe.
Diese Vision konnte bis anhin nicht umgesetzt werden. Nicht zuletzt deshalb, weil sich dieser Anspruch nur dann konkret verwirklichen lässt, wenn künstlerische Produkte nicht für sich alleine stehend ins Publikum gelangen, sondern gezielt für die gesellschaftliche Aktion umgedeutet bzw. umgeformt werden. Dieser Ansatz gilt allgemein, also nicht nur für bildnerische Kunstwerke, sondern für alle Sparten, worin Kunst entsteht (wie bspw. in Literatur, Theater oder Musik usw.).
Der Versuch von Beuys, das Individuum ‘als Souverän der Gesetzgebung’ über die Erklärung der dreistufigen Demokratie zum Kunstwerk (mit Volksinitiative, Volksbegehren und Volksabstimmung) direkt die Initiative ergreifen zu lassen, konnte daher nicht gelingen.
Seine Vorstellung des frei zugänglichen Bildungswesens, der politischen (Ur)Demokratie und der sozialen Absicherung bzw. ökonomischen Gleichbehandlung, entspricht dabei einer ideellen Gegenposition zum jeweils regierenden Machtapparat samt dessen etabliertem Bürgertum. Dieses Ideal basiert auf Grundsätzen, wie sie sich ursprünglich aus der Aufklärung gebildet hatten: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
Man kann zwar fast alles zur Kunst erklären (wie eben auch philosophisch-philanthropische Ideale). Doch erreicht man damit heutzutage und in Zukunft kaum mehr etwas. Denn das künstlerische Erzeugnis ist mittlerweile zum profanen Konsumartikel verkommen.
In unserer hedonistisch angehauchten (Un)Kultur, die sich zur Zeit im freien Fall und vor dem desaströsen Aufprall befindet, geraten gerade bildnerische Kunstwerke immer mehr in museale Gefängnisse, werden zur dekorativ-belanglosen Unterhaltung verwendet oder avancieren besonders prekär zu spekulativ missbrauchten Objekten.
Dieses neuzeitliche Phänomen kommt nicht von ungefähr. Im 19. Jahrhundert wurden die sog. ‘Bohemiens’ nämlich auch zum Inbegriff des nonkonformistischen Künstlers. In einer Gesellschaft, welche ein falsch verstandenes epikureisches Genussprinzip (*) pflegt, bringt dies aber fast zwangsläufig ein gewisses egomanisches Selbstverständnis hervor, welchem insbesondere Künstler zu verfallen geneigt sind.
(*) von Epikur, griechischer Philosoph (341 - 271 v. Chr) und Begründer des Epikureismus (=physikalische Vorkommnisse können mittels natürlicher Gesetzmässigkeiten erklärt werden. Es gibt demnach nichts Übernatürliches. Deshalb solle der Mensch nach einer diesseitig orientierten, weltlichen Erfüllung streben, wozu der Seelenfrieden genauso, wie die Lustbefriedigung gehört).
Denn das, heute im allgemeinen Selbstverständnis verankerte Künstler-Dasein entsprach damals noch keinesfalls der Norm, was durchaus zu innerer Unsicherheit bzw. zur Kompensation derselben führen konnte. Während dieses Verhalten eines übersteigerten Individualismus’ zu Beginn dieser Epoche doch recht oft eine quasi posthume Bekanntheit garantierte, ist die damit verbundene Entwicklung den heutigen Kunstschaffenden zum Verhängnis geworden.
Bringt doch eine narzisstisch gefärbte Ich-Bezogenheit eine verzerrende Sicht auf das eigene Werk mit sich. Eine realistische Selbsteinschätzung geht auf diese Weise meist verloren.
Eine solche Grundhaltung fördert das destruktive Element der Spekulation. Im originalen Sinne ‘echte’ und gleichzeitig handwerklich versierte Kunstwerke sind zwar zu Recht die einzigen Dinge, die über die Zeit kontinuierlich im Wert steigen. Doch sollte dies eben nicht vor der Zeit, sondern mit langfristigen Aussichten geschehen. Ansonsten besteht die Gefahr der austauschbaren Beliebigkeit, wie sie sich auf dem modernen Kunstmarkt (mal mehr mal weniger, aber dennoch deutlich) zeigt.
Künstlerische Artefakte bzw. deren Erzeuger/innen werden zunächst künstlich hoch gepusht, dann weit über Preis (in börsenartiger Manier) verhökert und anschliessend nach marktwirtschaftlicher Laune verheizt bzw. dem entsprechend wieder fallen gelassen.
Sicher mag das dem einen oder anderen kontemporär bekannten Vertreter der Kunst gefallen. Wem schmeichelt die scheinbare Anerkennung einer, in Wahrheit höchst kapriziösen und damit untreuen Öffentlichkeit nicht? Für einen Augenblick der (finanziellen) Wonne sind die meisten Menschen verständlicherweise gewillt, den Boden der Tatsachen zu verkennen.
Doch dem eigenen Werk tut das auf Dauer niemals gut. Dies, weil es, je ungerechtfertigter es in kurzer Zeit verteuert wurde, desto mehr in Vergessenheit geraten wird (sollte es ein individuelles Bewusstsein mit zyklisch wiederkehrendem Charakter geben, wird die Eitelkeit dadurch vielmehr verletzt werden, als sie für einen Augenblick illusorisch gestreichelt wird).
Doch wie soll in einer dekadenten Gesellschaft, in der nichts heilig ist und die vor nichts Ethischem bzw. Unethischem mehr Halt macht, bemerkbarer Einfluss genommen werden? Birgt doch die augenblickliche Situation im Kunstgeschehen sogar Platz für ’schicke Subversionen’ (siehe dazu den Artikel von Alain Bieber im Kunstmagazin art: http://www.art-magazin.de/kunst/20595/?mode=print ).
Soll demnach die, einem jeweiligen Kunstwerk oft immanente Botschaft nachhaltig in der Gesellschaft verankert werden, dann muss ihm eine zusätzliche, sozusagen neue Funktion zugeordnet werden. Das Kunstwerk wird also zum Vehikel einer (idealisierten) Information zur Veränderung bestehender Verhältnisse. Dass dabei die Möglichkeit einer ideologischen Verbreitung entsteht, versteht sich von selbst. Ersichtlich ist dieser Umstand etwa in den historischen Kunstströmungen aller bekannten politischen Umwälzungen (erfahrbar in Abhandlungen, wie bspw. ‘Kunst und Revolution’ von Gerald Raunig, Wien 2005).
Kunst kann (und soll gemäss der machiavellistischen Kulturzyklen bei Bedarf) also durchaus Einfluss auf die gesellschaftlichen Geschicke nehmen (ob dies einer Zweckentfremdung entspricht, ist zweifelsohne Gegenstand der kulturell-gesellschaftlichen Diskussion, doch hier zweitrangig). Eine politisch motivierte, ‘gute’ Absicht genügt dabei aber in keiner Weise. Politische Revolutionen, die zwar soziale Ungerechtigkeiten anprangerten, doch für das Auskommen der leidenden Protagonisten keine Alternativen boten, sind somit obsolet.
Es gilt, eine Revolution aufzubauen, die nicht nur gravierend neuartig ist, sondern erst noch eine grundlegend existenzielle Gegenkraft zur herrschaftlichen Spitze der kommenden Gesellschaftspyramide darstellt. Dazu muss man sich aber gewahr werden, wie zukünftige Macht-Oligarchien wirken werden (und eigentlich hinter den Kulissen bereits emsig agieren).
Wie bereits von Karl Marx (1818 - 1883) erkannt, basiert Macht stets auf der (sakrosankt legitimierten und militärisch gestützten) Vereinnahmung materieller Produktionsmittel. Zu Zeiten von Adel und Klerus war dies der Besitz von Boden, aus dem sich alles, was es zum Leben brauchte, erzeugen, über beschützte Handelswege transportieren und auf entsprechenden Marktorten verkaufen liess. Etwas später ging es um Rohstoffquellen, Fabrikationsanlagen und Vertriebsnetze. Dem auf dem Fusse folgte das Dienstleistungs-Zeitalter mit dessen Banken-, Versicherungs- und Börsenwesen. Postindustriell ist aus diesem kapitalistischen System unterdessen die sog. ‘Informations-Gesellschaft’ entstanden.
Vielen Menschen ist dabei nicht bewusst, was genau das heisst. Sprechen doch bspw. Anhänger der Kondratjew-Zyklen (nach Nikolai Kondratjew, 1892 - 1938, einem Pionier der zyklischen Konjunkturtheorie) bereits von der aktuellen Überwindung der Informations-Ära. Und obwohl visionäre Menschen, wie etwa die Schriftsteller Aldous Huxley (z.B. im Roman ‘Brave New World’,1932) oder George Orwell (z.B. im Roman ‘1984′, 1949), eine ziemlich konkrete Ahnung davon hatten, was seit Längerem konsequent aufgebaut wird, interessiert es die Menschheit herzlich wenig, was zur Zeit bezüglich ihrer freiheitlichen Fundamente geschieht.
Der Kapitalismus hat unterdessen zweifelsohne ausgedient. Weshalb sonst dürfen so viele politische Organisationen, soziale Institutionen oder wirtschaftliche Unternehmen schier ungehemmt Schulden machen, obschon kein reales Bruttosozialprodukt der Welt mehr im Stande ist, diese Schuldenberge jemals zu stemmen? Würde dies genauso möglich sein, wenn die Menschen weiterhin über die klassischen Finanzströme regiert werden sollten?
Die globale Gesellschaft befindet sich inmitten der Installation des Infoismus. Das bedeutet nichts anderes, als eine Zusammenfügung aller Informationsströme zu einer mehr oder weniger zentralisierten Plattform zur Steuerung der Massen. Das Internet bildet dazu das überaus geeignete Medium.
Nachdem in absehbarer Zeit das klassische Geld zunächst seine Wichtigkeit verliert (bspw. durch drastische Schuldenschnitte zugunsten unhaltbar überschuldeter Länder), um dann (u.a. mittels inflationärer Währungsschwemmen in den internationalen Geldmarkt) gänzlich wertlos zu werden (übrig bleibt der reine Metall- und Papierwert), kommen alle Informations-Inhalte, die einen einzelnen Menschen betreffen, in informativen Schnittstellen zusammen. Man konsolidiert demnach das Wissen über Ausbildung, Beruf, Vermögen, Einkünfte und Ausgaben, medizinische Daten, Steuerloyalität, Kaufgewohnheiten, soziale Kontakte, politische und religiöse Ausrichtungen, sowie sonstige Vorlieben oder Abneigungen (also kurz die gesamte gesellschaftsrelevante Verhaltensweise einer Person).
Möglich geworden ist dies erst dank der nachindustriellen Aufrüstung der Informations- & Kommunikationstechnologie, sowie aufgrund der spezifischen Verbesserung von Hard- & Software.
Wer nicht glaubt, dass das Internet bereits zum Staat in den Staaten geworden ist, der schaue sich doch einmal ein wenig auf den Seiten der ‘Internet Society’ um (http://www.isoc.org/ ). Hierin sind bereits unzählige technokratische Einrichtungen angegliedert, von denen die meisten Menschen noch nie etwas gehört, geschweige denn über deren Funktionen sie nicht die geringste Ahnung haben. Das ‘virtuelle Rom’ der Neuzeit existiert real. Und die Imperatoren werden ihre neuartigen Machtstrukturen bald auch öffentlich entfalten.
Diese zunehmend rasante Entwicklung darf aber nicht simplifizierend als eine Verschwörung machtgieriger Illuminaten verstanden werden. Kulturell gesehen ist sie nämlich ganz natürlich. Dem entsprechend gab und gibt es immer eine oligarchische Gruppe an der Spitze, die mit den, einer jeweiligen Epoche adäquaten (technologischen, pekuniären und militärischen) Mitteln die Erweiterung, die Erhaltung bzw. die Ausübung von Macht anpeilt.
Daher ist es zunehmend wichtig, dass sich im Volk gezielt und bewusst eine Gegenkraft zum bald vollständig herrschenden Establishment des Infoismus bildet. Diesbezüglich ist ein Bewusstwerdungsprozess vonnöten.
Man kann Ideologie (bzw. deren legislative, exekutive oder judiziellen Instrumente) zwar graduell interpretieren und je nach dem klassifizieren. Vielerorts werden Reaktionen auf herrschende Gebilde gar nicht richtig wahrgenommen. Trotzdem entstanden zum jeweils vorherrschenden, sozio-politischen Dogma eines jeweiligen Machtgefüges zu allen Zeiten und in allen Kulturen Antipoden, welche zum treibenden Agens der Geschichte erkoren wurden.
Vielleicht ist dies nicht immer klar ausgesprochen worden, doch was wäre bspw. die Welt ohne das Spannungsfeld zwischen der freien Marktwirtschaft des Kapitalismus und der Planwirtschaft kommunistischer Herrschaftssysteme gewesen? Es wäre naiv anzunehmen, dass die Globalisierung, genauer die Reorganisation der drei grossen Blöcke Asien, Europa und Amerika in Zukunft ohne ein derartiges Spannungsfeld auskommen könnte.
Aus dem obig benannten Grund wird auf das schicksalshafte Jahr 2012 hin das Manifest des Strukturismus ausgerufen. Diese vom Künstlerphilosophen und Kommunikationsanalytiker, Felix Stoffel, begründete Bewegung ist sozio-ökonomischer Natur. Sie ist demnach keine rein künstlerische, sondern eher eine gesellschaftliche Revolution. Das Medium der bildenden Kunst wird insbesondere aufgrund der praktischen und konstruktiven Möglichkeiten verwendet.
Vertreter/innen dieser Bewegung nennen sich ‘Strukturisten’.
Diese unbedingt notwendige Antithese zum Infoismus (als Nachfolgesystem des Kapitalismus und als Machtmittel des zukünftigen Grossbürgertums, der sog. Gross-Informatoren) entsteht als philosophische Nachfolgerin des Sozialismus und als Durchsetzungsmittel für die ständig wachsende Gesellschaftsschicht der Info-Paria. Sie richtet sich demnach an all jene (zumindest im Geiste freien) Erdenbürger/innen, die sich teilweise oder gar nicht im zunehmend sichtbar etablierten, infoistischen System integrieren werden können, wollen oder dürfen. Die vom virtuellen Topf und informativen Füllhorn Ausgestossenen werden sich nämlich schneller im gesellschaftlichen Offside wieder finden, als es ihnen lieb ist.
Doch worauf begründet sich ein Ausschluss von der Mainstream-Gesellschaft der Zukunft, wie manifestiert sich dies und was bedeutet es für die Betroffenen?
Eine Machtballung, die durch eine Zusammenführung sämtlicher Informationsquellen, -kanäle und -speicher entsteht, verursacht zwangsläufig einen durchsichtigen, sprich ‘gläsernen’ Menschen. Dieser fühlt sich, solange er dem unsichtbaren Info-Establishment genehm ist, auch keinesfalls unangenehm beobachtet oder sonst wie gestört.
Doch angenommen derselbe Mensch fällt durch irgendein Verhalten negativ auf (wie z.B. durch Kriegsdienstverweigerung, durch das Umgehen behördlicher Massnahmen, wie etwa einer Ablehnung autoritär verordneter Impfungen, oder durch die Teilnahme an unbewilligten Demonstrationen oder über unliebsame Äusserungen in Blogs und ähnlichen Nutzerforen). Dann entstehen dieser Person früher oder später Repressalien, welche sich zumeist über die Zugangshinderung zu den elektronischen Geldströmen, hier ‘Info-Credits’ (ICs) genannt, offenbaren werden.
Dies geschieht dann relativ schnell, weil die heutigen und zukünftigen Suchroboter solche Zugangssperren je nach Grad der Abstrafung ganz automatisch auslösen können. Man steht also bspw. im Supermarkt und möchte die getätigten Einkäufe wie gewohnt abbuchen, indem man den unter der Haut implantierten Chip an das Lesegerät hält. Und schon läuft nichts mehr, da man als nicht länger oder nur noch bedingt kreditwürdig eingestuft wird.
Das Perfide an der kommenden Machtentfaltung wird nämlich in der Tatsache des individuellen Masses an Kreditwürdigkeit bestehen. Man befindet sich somit in einem, mal mehr und mal weniger andauernden Soll. Der Bürger der Zukunft wird demnach nur begrenzt oder gar nicht mehr über sein Haben (im Sinne eines materiell abrufbaren Vermögens), sondern lediglich durch den virtuellen Informationsgehalt seiner individuellen Kreditwürdigkeit definiert sein.
Wie aber kann dies geschehen, dass sich die meisten Erdenbürger unverhofft im Schuldenzustand wieder finden?
Denn das schier Unglaubliche der aufsteigenden Geschichte ist der Fakt, dass sich diese Geknechteten der Zukunft aus der heutigen Klasse der gut bestellten Angestellten rekrutieren werden (Bill Gates, der Gründer von Microsoft, benannte sie bereits vor Jahren treffend als ‘Infoworker’).
Ausgerechnet der umhegte (kleinere, mittlere und höhere) Angestellte, das Mittelmass aller Dinge der Dienstleistungsgesellschaft, wird zum Nachfolger der unterdrückten Leibeigenen und verelendeten Arbeiter?!
Genau diese Erkenntnis schliesst den Kreis der oben beschriebenen Entwicklung, dass der riesige Schuldenberg bewusst gemacht und gezielt gefördert wurde und weiterhin wird. Die Formel dazu ist einfach:
Eine (unabhängige) Weltbank vergibt Kredite an die Nationalbanken, welche diese wieder an die verschiedenen subsumtiven Banken weiter vergeben. Und über diese angegliederten Kreditinstitute erhält beinahe jeder Mensch, der sich in einer (wohl bemerkt) festen Anstellung befindet, Kredite für jeden verständlichen, erquicklichen bis manchmal unvernünftigen Konsumwunsch. Insbesondere im Autogeschäft, bei den Liegenschafts-Hypotheken, sowie beim Leasing und bei Kleinkrediten wird dieses, seit Jahren grassierende Unwesen ersichtlich. Dies passiert fliessend, während gleichzeitig Klein- und Mittelunternehmen, bzw. selbstständig Erwerbende oder gar Existenzgründer kaum oder nur unter Schwierigkeiten mit liquiden Mitteln ausstaffiert werden, um ihre Betriebe zu finanzieren. Dabei bilden ja gerade sie das eigentliche Rückgrat für jeglichen ökonomischen Progress.
Hinzu kommt der verheerende Umstand, dass auch fast alle, heute bestehenden Staaten unverhältnismässig hohe Schulden anhäufen, um dann mit diesem geliehenen (sprich teuer verzinsbaren) Geld, wie in jüngster Zeit öfters geschehen, auch noch solche Institutionen zu decken, die das Kapital von unzähligen, kleineren und grösseren Anlegern bei halsbrecherischen Börsenspekulationen verschwendet haben.
Das ist bestimmt kein Zufall. Dieses Vorgehen dient einzig dem Zweck, den Grossteil der Menschheit von möglichen Besitzständen in eine ständige Schuld und damit unentrinnbare Abhängigkeit zu führen. Man kriegt zwar nach wie vor, was man an Materiellem so braucht. Aber es ist immer geliehen und gehört einem nicht mehr selbst.
Sobald ein Staat oder eine Staatengemeinschaft de facto bankrott ist, haftet jeder einzelne Bürger für diese Misere. Es kann niemand sonst zur Verantwortung gezogen werden (auch keine Banken, weil diese entweder ebenfalls pleite sind oder sich mit ganz legalen Methoden der oft aktiv mitverursachten Schuld entziehen).
Entscheidend ist in einer solchen Situation, dass nun niemand direkt zur Kasse gebeten wird. Denn diese (nicht wirklich durchführbare) Art der Schuldeneintreibung könnte einen allgemeinen Volksaufstand provozieren (was momentan anhand solcher Staaten erkennbar ist, deren Regierungen versuchen, ihren gebeutelten Bürgern nur schon prinzipielle Sparmassnahmen abzutrotzen).
Nein, man ändert aktuelle Währungen simpel vom materiellen, sprich fassbaren (wie bei Münzen und Noten der Fall) zum virtuellen, sprich nicht fassbaren Zustand (wie bei der elektronisch gespeicherten Information der Fall). Ein Beispiel dieses teilweise schleichenden und unbemerkten Vorgangs des Wechsels zeigt sich etwa daran, dass das sog. ‘Online-Banking’ nicht nur allenthalben Einzug genommen hat, sondern nun auch immer mehr über die Mobiltelefonie (ihrerseits wieder mit dem Internet vernetzt) verwaltet wird.
Wen wundert da noch das scheinbar plötzlich auftauchende Phänomen, dass nicht nur überall und vehement nach versteckten Vermögen geschnüffelt wird, sondern sogar die Bankengeheimnisse einstiger Schwarzkonten-Hochburgen kippen und Steuerparadiese reihenweise einknicken.
Es herrscht ein Kreuzzug gegen das materielle Vermögen, weil jenes nicht nur leichter dem Fiskus entzogen werden kann, sondern dem normalen Bürger (eben durch die erschwerte Kontrollierbarkeit) auch eine gewisse Freiheit verleiht.
Das klassisch bekannte Kapital (worunter auch die traditionellen Papieraktien zu zählen sind) war dem durchschnittlichen Menschen in gewissem Masse zugänglicher (ja sogar zuträglicher), als es ihm bewusst war. Denn mit diesem durchaus fassbaren Zwischending liess sich materieller Besitz manifestieren. Man versuche dies einmal mit virtuellem Kapital. Es wird einem undinglichen Fluidum ähnlicher sein, als ein Gespenst im Schlossturm.
Das künftige gläserne Bürgertum wird also nichts mehr verstecken können, weil virtuelle Dinge nicht materiell greifbar sind (und zum versierten Hacker ist halt nicht jeder Mensch befähigt…).
Man bleibt den Machthabern des Infoismus, die sich aller verfügbaren Server, Sender und Satelliten bemächtigt haben, auf jeden Fall immer etwas schuldig und sühnt diese Ur-Schuld mit permanenter Anpassung an die Wünsche und Vorstellungen des herrschenden Regimes. Das hat dann beinahe schon religiösen Charakter (nicht mehr lange und es gibt eine Cyber-Inquisition…).
Vielleicht fällt es ja kritisch gebliebenen Lesern auf, dass bei Übernahmen scheinbar wenig lukrativer Unternehmen immer wieder mal unverständlich hohe Beträge ins Spiel kommen. Weshalb aber werden für Firmen schiere Unsummen entrichtet, obwohl sie nicht annähernd über die notwendige ökonomische Substanz verfügen (wie etwa für ‘Skype’, welche kürzlich für über acht Milliarden Dollar von Microsoft übernommen worden ist. Und das, obschon diese Internettelefongesellschaft lediglich ein paar hundert Millionen Umsatz und nur selten einen marginalen Gewinn macht)?
Es ist wohl kaum eine ökonomische Romantik anzunehmen, welche diese scheinbar widersinnigen Transaktionen verursachen.
Vielmehr geht es um den Besitz involvierter (I&K-)Technologie (eben um das elektronische Produktionsmittel der Netzwerke) und vor allem um die damit angebundenen Kundenstämme (bei Skype sind dies aktuell fast 700 Millionen registrierte Nutzer). Nicht umsonst verfügen Google, Facebook & Co. über Börsenwerte, die sich mit traditionellen Wirtschaftlichkeitsrechnungen oder nach kaufmännischen Überlegungen nicht erklären lassen.
Wem die bereits jetzt schon existierenden Scharen der virtuellen Spiele-Gemeinschaften, der Web-Exhibitionisten und -Voyeure, der Plattformvernetzten und Blogger, sowie der unzähligen Homepagebetreiber, Email-Schreiber und Internet-Telefonierer, bisher nicht aufgefallen sind, dem wird es vermutlich auch egal sein, dass alle daraus entstehenden Informationsströme akribisch ausgehorcht und ausgespäht, Daten gesammelt und allmählich immer mehr (zu)geordnet werden. Der Info-Moloch wird systematisch unter Kontrolle gebracht.
Es ist nun beileibe nicht so, dass nur ein paar wenigen Unglücklichen der Zugang zum virtuellen ‘Paradies’ verschlossen bleiben wird. Die Info-Paria, die trotz vermeintlichem ‘Dabeisein’ fast oder gar nie an ‘Erstklass’- (sprich an Echtzeit und Echtort gebundene) Informationen gelangt, wird im Verhältnis so riesig sein, wie die einstige Masse der rechtlosen Bauern und Arbeitersklaven vergangener Epochen.
Solcherart ausgegrenzte Personen werden für sich und ihre Familien (mehr oder weniger dringende) Ersatzlösungen suchen müssen. Denn die im Hintergrund agierenden Machthaber brauchen sich nicht einmal die Mühe kostspieliger Verfolgungs- und/oder Verwahrungsmechanismen zu machen. Es reicht vollkommen, wenn man Abweichler/innen ins informative Steinzeitalter zurück katapultiert.
Wer nicht oder nur begrenzt am globalen elektronischen Informationsnetz angebunden ist, der findet sich in einer Wüste wieder, in der es im wahrsten Sinne des Wortes nichts zu bestellen gibt. Diese Entschleunigung durch informative Isolation mag auf den ersten Blick gar nicht so bedrohlich wirken, bildet aber für betroffene Outlaws eine drastische Bestrafung.
Nun geschieht folgendes: Man wendet sich an bestehende spezifische Gemeinschaften im Volk, die ein erstes Überleben gewährleisten. In diesen (manchmal sogar gettoartigen Netzwerken mit allenfalls illegalen Serverstrukturen) findet eine parallele, soziale und wirtschaftliche Organisation statt, die sich auf althergebrachte Methoden der Produktion und des Handels stützt (bzw. stützen muss).
Diese basieren, neben dem klassischen Tauschhandel, etwa auf dem Pfand- und Wechselwesen oder existieren in Form von Metall- und sonstigem Ersatzgeld. Man arrangiert sich in einer Art ständigem Schwarz- und Graumarkt (’eine Hand wäscht gezwungenermassen die andere’). Man wird Arbeiten ausführen und Verfahren anwenden, die man bislang gar nicht (mehr) kannte und an die man sich erst einmal wird gewöhnen müssen. Die eigene Person hat dann so viel realen Wert, wie sie der Gemeinschaft dient.
Genau hier setzt die sozio-ökonomische Idee des Strukturismus an. Denn ein solches Environment benötigt einen relativ einfach herstellbaren, aber nicht so leicht zugänglichen, einen raren und dennoch nicht zu seltenen, sowie einen schnell handelbaren, weil gut zu transportierenden und aufzubewahrenden, materiellen Sachwert.
Und dieser ist ein STRUKTURISTISCHES BILD.
Strukturistische Bilder entsprechen ihrem Konzept nach individualisierten Massenprodukten und bilden damit einen Wert, der sämtliche materiell fassbaren Währungsformen wird ersetzen können. Mit einem individuellen Massenprodukt haben Kunden die Möglichkeit, in die Herstellung von Produkten aus verschiedenen Kategorien, wie etwa Lebensmittel, Einrichtungsgegenstände, Kleidung oder Pflegeartikel, durch Auswahl einzugreifen. Das Endprodukt wird demnach den kundenspezifischen Wünschen angepasst; es wird sozusagen individualisiert. Statt für den Massenmarkt wird das Produkt also nur für einen einzelnen Menschen charakterisiert gefertigt und geliefert (und das zu einem kaum höheren Preis, auch bei kleinen und kleinsten Bestellmengen).
Der Unterschied zum Strukturistischen Kunstwerk besteht darin, dass es umgekehrt auch individualisiert ist. Denn während das übliche kundengetreue Massenprodukt in der Regel anonymisiert gefertigt wird, entsteht ein jeweiliges Strukturistisches Bild durch ein künstlerisch identifiziertes Individuum, nämlich durch einen legitimierten Strukturisten oder eine legitimierte Strukturistin. Und diese stammen aus allen gesellschaftlichen Schichten.
Die Strukturisten sind also gleichermassen Erzeuger als auch Nutzniesser ihrer Produkte. Sie handeln diese materiellen Sachwerte zum Einen unter sich, aber durchaus auch ausserhalb der eigenen Gemeinschaft. Dabei werden die Strukturistischen Bilder nicht spekulativ gehandelt. Ihr Wert wächst somit indexiert, kontrolliert und stetig (unabhängig davon, wer das Werk gefertigt hat). Das entspricht gewissermassen der Planwirtschaft, bleibt aber dennoch personifiziert.
Der Begründer des Strukturismus bzw. der praktischen Ausrichtung davon, der Strukturistischen Kunstlehre, Felix Stoffel, Nachfahre von Textilindustriellen, machte sich teils unbeabsichtigt, teils aber auch ganz bewusst, selbst zum Aussenseiter. Er entzog sich bereits früh dem normalen Trott einer vorgegebenen Karriere und verschaffte sich ebenfalls schon in Jugendjahren einen recht hohen Bekanntheitsgrad als Künstler.
Doch geriet er damit zunehmend in die Fänge des spekulativ orientierten Kunstmarkts. Diesen Kunstmarkt erlebte er unter anderem auch in der luxuriösen Galerie, die damals seinem Vater gehörte und von seinem Bruder geführt wurde. Dort wurden arrivierte Künstler, wie etwa Max Bill, exklusiv ausgestellt und hie und da lukrativ gehandelt.
Diese abgehobene Kunst stand für ihn in krassem Gegensatz zu den vielen Künstlern, die er im Laufe der Zeit kennen gelernt hatte und die oft abgebrannt kaum wussten, wie sie am nächsten Tag etwas Butter aufs Brot bringen sollten.
In Anbetracht der zahlreichen Unterstützungen, die er gesellschaftlichen Aussenseitern (insbesondere eben auch erfolglosen Künstlern oder sonstigen gestrandeten Existenzen) hatte zukommen lassen, begann er Mitte der 80iger Jahre nach einer Möglichkeit zu forschen, welche Hilfe zur Selbsthilfe gewähren sollte.
Über etliche Jahre entwickelte er eine spezielle Technik, die nicht nur einfach zu erlernen ist, sondern es erlaubt, sehr individuelle Bilder unter einem gemeinsamen, überall wieder erkennbaren Dach zu gestalten.
Dieses Strukturistische Konzept wird heute erfolgreich vom Dreiländereck des oberen Bodensees aus verbreitet. Von überall her zieht es künstlerisch interessierte Menschen, teilweise ohne jegliche Vorkenntnisse, aus allen möglichen Bereichen und jeden Alters an. So entstehen bereits tausende von Bildern, sämtlich von eigenständigen Charakteren erzeugt und dennoch alle unter dem gleichen Label der Strukturisten sichtbar gemacht.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene finden sich in diesem volksnah ausgerichteten Handwerk und beweisen damit den, sowohl sozialen als auch wirtschaftlichen Anspruch, dass es eine Kunst vom Volk, fürs Volk und im Volk braucht. Dies geschieht völlig unabhängig vom gängigen Kunstverständnis, vom akademischem Dünkel und vom Gehabe des spekulativen Kunstmarkts.
Nicht umsonst bezeichnet sich Felix Stoffel gerne scherzhaft als ‘McDonalds der Kunst’. Doch verkennt er zu keiner Zeit die Ernsthaftigkeit seines revolutionären Ansinnens, einen Gegenpol zum bald vollends herrschenden Infoismus zu schaffen. Der enorme Zulauf bestätigt dies. Offenbar ist die Zeit reif dafür! (Ende)
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Malaysia will “grünen Wohlstand” erreichen
21.5.2011 von zaro.
Politik forciert IT-Offensive und nachhaltige Technologie
Kuala Lumpur/New York - Malaysia möchte der Welt vorzeigen, wie man in kurzer Zeit die Armut besiegt und dabei Nachhaltigkeit praktiziert. 42 Experten - darunter US-Ökonom Jeffrey Sachs, Weltklimarats-Chef Rajendra Pachauri, der Verleger Steve Forbes sowie zwei Nobelpreisträger - legen derzeit in New York die Marschroute zu diesem Ziel fest. “Der Plan lautet, dass Malaysia bis 2020 sein BIP pro Kopf von derzeit 6.700 auf 15.000 Dollar steigert - und zwar auf einem nachhaltigen Weg”, erklärt Abdul Hamid Zakri, der wissenschaftliche Berater des malaysischen Premierministers Najib Razak, im pressetext-Interview.
Absprung von Dritter Welt in die Erste
Derzeit zählt der Staat in Südostasien zu den Ländern mit mittlerem Einkommen, billiger Arbeitskraft und Abhängigkeit von Exporten. In den Landregionen kämpft Malaysia mit der Zersiedelung seiner 27 Mio. Einwohner und Lücken in der Strom- und Wasserversorgung, während in der Hauptstadt Kuala Lumpur das Verkehrschaos ein Hauptproblem ist. Mit dem Ausbau der Infrastruktur und einer Liberalisierung des Finanzmarktes hat die nun seit zwei Jahren amtierende Regierung den Einbruch an Fremdinvestitionen abgefedert. Weit ehrgeiziger sind jedoch die Pläne, die man mit internationaler Expertenhilfe in Zukunft verwirklichen will.
Smart Citys als Jobmotor
Drei Projekte sollen schon in den nächsten beiden Jahren starten, berichtet Zakri. “Zunächst wollen wir die Idee der Smart Cities in Städten und Dörfern umsetzen. Mit Hightech-Infrastruktur werden dabei Wasser, Energie, Verkehr und Kommunikation koordiniert. Die Bildung wird durch E-Learning verbessert, die Gesundheitsvorsorge Internet-gestützt und die Effizienz im Energieeinsatz steigt damit.” Diese Entwicklung sei auch ein Jobmotor für die IT-Branche, auf die sich Malaysia künftig noch mehr spezialisieren will.
Als zweiten Schwerpunkt bezeichnet der Berater die Förderung grüner Technologien. Hier wolle man vor allem die Stärke Malaysias im Bereich der Palmölproduktion und -verarbeitung ausbauen. “Hier geht es darum, mehr Effizienz zu erreichen, etwa indem auch die organischen Abfälle zu Biomasse verarbeitet werden”, so Zakri. Ob die boomende Palmölproduktion nachhaltig gestaltet werden kann, stellten Kritiker bisher infrage (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20090911034 ), doch steht in Malaysia auch die Wiederbewaldung auf der Agenda. Als drittes Großprojekt nennt der Experte eine Wissenschaftsinitiative unter Einbindung heimischer Universitäten.
Modell für Nachahmer
Das “grüne Wirtschaftsmodell” Malaysias beruht vor allem auf einem Engagement des Privatsektors, der 90 Prozent der Kosten tragen wird, während der Staat laut Zakri rund acht Prozent für den Ausbau der Infrastruktur beisteuern wird. “Das Malaysia der Zukunft basiert auf Wissen und bietet den Staatsbürgern deutlich bessere Lebensbedingungen. Ziel ist auch, damit den anderen Entwicklungsländern einen möglichen Pfad aufzuzeigen und den heutigen Industrienationen zu zeigen, dass Wohlstand auf nachhaltigere Weise erreichbar ist als bisher üblich”, so der Wissenschaftler. Ob und wie die Pläne umgesetzt werden, wird sich zeigen. (Ende)
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Ist Alkohol wirklich besser als ein Softdrink, Frau Dyckmans?
21.5.2011 von zaro.
Offener Brief an die Drogenbeauftragte der Bundesregierung (FDP)
Mils,Tirol/Berlin - Sehr geehrte Frau Dyckmans,
in einem Artikel der BZ http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/unbedenklich-hanf-tee-im-automaten-article1185176.html stellen Sie diverse Mutmaßungen über unser Produkt CSWISS an, die jeder Grundlage entbehren. Weil auf der Dose ein Hanfblatt abgebildet ist, mutmaßen Sie gemeinsam mit sogenannten Experten, ob es sich bei unserem tollen und alkoholfreien Erfrischungsgetränk um eine Einstiegsdroge handelt und ob der Tee Haschischraucher zu mehr Konsum anspornen könnte. Diese Aussagen disqualifizieren sowohl den befragten “Experten” als auch Sie als Drogenbeauftragte der Bundesrepublik.
Doch wir möchten nun für Sie Licht ins Dunkel bringen. Produziert wird CSWISS in Österreich seit 2003 bei der steirischen Landesgenossenschaft Ennstalmilch. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Österreich eines der weltweit strengsten Lebensmittelgesetze hat und dieses Produkt selbstverständlich in Österreich und in Europa unzählige Male analysiert, getestet und geprüft wurde und wird. Da Sie aber über diese Umstände bestens informiert sind, können wir nur vermuten, dass Sie auf unsere Kosten politisches Kapital schlagen wollen. Das dürfte aber Aufgrund der nachstehenden Erklärungen (Aufklärung) schwierig werden.
Hanf in Deutschland
Weltweit, so auch in Deutschland, feiert der Hanf eine Renaissance. Und fast zu allen Lebensbereichen findet die Nutzpflanze Zugang. In der Textilindustrie, bei Ernährung und sogar in der Medizin wurde Hanf wiederentdeckt. Allein Deutschland verfügt über Anbauflächen von 1300 Hektar.
Aber deshalb steigt weder der Anteil der Drogenkonsumenten noch wird zu mehr Rauch angeregt. Derzeit ist sogar das Gegenteil der Fall, wie Ihr eigener Drogenreport zeigt. Der Cannabiskonsum als Droge in Deutschland ist rückläufig und das ist gut so.
Gesundheitsfördernde Eigenschaften statt THC
Wir verwenden für unsere Produkte einerseits Hanfsamen denen aufgrund ihres Fettanteils gesundheitsfördernde Eigenschaften für den Menschen zugeschrieben werden. Hanföl enthält z.B. die in Ölen nur selten vorkommende Gamma-Linolensäure, die u.a. Neurodermitis, rheumatoide Arthritis und das prämenstruelle Syndrom lindern kann.
Das von Ihnen angesprochene Getränk andererseits besteht aus Schwarztee, Hanfblütensirup, Zucker, Zitronensaft, Schwarzteeextrakt. In CSWISS und in unserem neuen Chillout Energydrink “Chillo” ist selbstverständlich keine psychoaktive Substanz enthalten. Es handelt sich also keinesfalls um ein mit THC angereichertes Getränk, sondern einfach um eine ganz besonderes - und möglicherweise gesundheitsförderndes - Erfrischungsgetränk mit der besonderen Note.
Falsches Signal an Kinder und Jugendliche
Die Frage, die sich uns stellt, Frau Dyckmans, ist, wer eigentlich “ein falsches Signal an Kinder und Jugendliche” sendet: Unser Hanf-Eistee, wie von Ihnen behauptet, oder nicht vielmehr Sie selbst? In diesem Zusammenhang möchten wir Sie an Ihre Aussagen beim Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure erinnern. Das Internet vergisst nie: Alkoholkonsum gehöre nun mal zur Kultur dazu und sei “aus unserem gesellschaftlichen Leben nicht wegzudenken”, zitierte Sie damals die taz.
Meinen Sie nicht auch, dass - angesichts der zunehmenden Zahl von “Komasäufern” bei gleichzeitig stark rückläufigem Cannabis-Konsum - die gesellschaftliche Akzeptanz der Volksdroge Nr. 1, dem Alkohol, problematischer ist, als ein Hanf-Blatt auf einem Softdrink? Möchten Sie an unsere Jugend im Sinne der Alkoholindustrie, das Signal senden, dass es zu unserer Kultur gehört sich zu besaufen und das diese Art der Bewusstseinsvernichtung der Entwicklung unserer Gesellschaft zuträglich ist? Jedem verantwortungsbewussten Elternteil eines Jugendlichen kann es wohl nur Recht sein, wenn der/die Jugendliche einen Softdrink mit einem Hanfblatt konsumiert, als ein Getränk das Alkohol enthält.
Richtigstellung
CSWISS, aber auch alle anderen Produkte von SEAGULL haben nichts mit Drogen zu tun. Sie enthalten auch keine suchtfördernden Substanzen, sondern diverse Ingredienzien, die bewiesenermaßen dabei helfen können einen gesunden Lebensstil zu führen.
Sollten Sie weiterführende Informationen zum Thema Hanf benötigen so möchten wir Ihnen die Website www.hempopedia.com empfehlen.
Selbstverständlich sind wir auch jederzeit gerne bereit Ihre Fragen telefonisch zu beantworten.
Pause machen, Chillo trinken.
Wir meinen, dass Sie sich in Ihrem wichtigen Kampf gegen den Drogenkonsum in der Gesellschaft auf die wirklich dringenden Angelegenheiten konzentrieren sollten. Und falls Sie angesichts des vielen Stresses bei der Ausübung Ihrer Tätigkeit einmal eine Auszeit brauchen: “In der Ruhe liegt die Kraft! Pause machen, Chillo trinken.”
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Achtung nur noch 2 TAGE ZUR RETTUNG VON PFLANZLICHEN ARZNEIMITTELN
29.4.2011 von zaro.
Hallo liebe Freunde, die von uns gewählten Volksvertreter, wollen uns die natürlichen Heilmittel wegnehmen, bitte schnell nocht dagegen stimmen, es geht um uns und unsere Gesundheit!
161,542 haben in 24 Stunden unterzeichnet. Gemeinsam erreichen wir 1,000,000
In 2 Tagen will die EU viele pflanzliche Arzneimittel verbieten, und mehr von uns dazu zwingen, pharmazeutische Arzneimitteln einzunehmen und die Profite der großen Pharma-Konzerne noch weiter zu mehren.
Die EU-Richtlinie errichtet hohe Hürden für alle pflanzlichen Arzneimitteln, die nicht 30 Jahre lang auf dem Markt waren – einschließlich buchstäblich sämtliche traditionelle chinesische, ayurvedische und afrikanische Medizin. Es ist eine drakonische Maßnahme, die die Pharma-Konzerne weiter stärkt und Tausende Jahre medizinischen Wissens einfach ausklammert.
Dagegen brauchen wir einen massiven Aufschrei! Gemeinsam können wir mit unseren Stimmen bewirken, dass die EU-Kommission die Richtlinie überarbeitet und damit unsere nationalen Regierungen sich weigern, sie umzusetzen. Außerdem legitimieren wir damit eine gerichtliche Anfechtung.
CLICK auf den LINK http://www.avaaz.org/de/eu_herbal_medicine_ban/?rc=fb
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Thema Wasser: Gratwanderung zwischen Ware und Menschenrecht
28.4.2011 von zaro.
Globale Lösungen nötig - Privatisierungen vergrößern Notsituationen
Gießen - Nach Schätzungen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen haben mehr als eine halbe Mrd. Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Folgen: Jährlich sterben etwa zwei Mio. Kinder an durch verschmutztes Wasser übertragene Erkrankungen. Einige Länder, wie etwa Südafrika oder Uruguay, haben ein Grundrecht auf Wasser in ihrer Verfassung verankert. Eine Garantie auf eine angemessene Wasserversorgung haben die Bevölkerungen aber nicht.
“Deutschland und Spanien konnten im September 2010 eine Resolution vor dem UN-Menschenrechtsrat durchsetzen, die das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung garantiert”, sagt Regina Kreide von der Universität Gießen http://uni-giessen.de im Gespräch mit ZAROnews. “Die gegenwärtige Wasserproblematik ist kein Schicksal, dem wir - oder korrekter: viele Menschen in Entwicklungsländern - ausgeliefert sind”, sagt ihr Kollege Michael Krennerich.
Wasser als Wirtschaftsgut fraglich Not
Eine Unterversorgung mit dem kostbaren Nass ist meist eine politische Angelegenheit, so Krennerich weiter. Die Privatisierung der Wasserversorgung bringe keine Verbesserung und vergrößere die Notsituationen. Die Wasserproblematik brauche eine globale Lösung. Das Menschenrecht auf Wasser verneint nicht, dass Wasser auch ein Wirtschaftsgut darstelle.
“Für die Befürworter einer privatwirtschaftlichen Wasserversorgung ist Wasser längst schon zu Ware geworden”, sagt Krennerich. Kritiker der Privatisierung bezweifelten, dass die Versorgung Armer lukrativ genug für private Investoren sei. Forscher vom Netzwerk “Academic Partnership for Environment and Development Innovations in Africa” an der Justus-Liebig-Universität Gießen beschäftigen sich mit der Verkaufbarkeit von Wasser.
www.zarobiotec.com - Wasserwissen
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Atomstrom? “Mein Name ist Hase”
27.4.2011 von zaro.
Sechs von zehn Österreichern kennen Herkunft des genutzten Stroms nicht
Wien - Die Katastrophe von Tschernobyl jährt sich in diesen Tagen zum 25. Mal, täglich berichten die Medien von neuen Schreckensmeldungen aus Fukushima - das Thema Atomstrom war kaum jemals präsenter. Geht man allerdings einen Schritt weiter und fragt Konsumenten nach der Herkunft des von ihnen bezogenen Stroms, lautet die Antwort nicht nur zu Ostern: “Mein Name ist Hase”. Oder: “Ich weiß von nichts”.
Das Thema Atomenergie und deren Gefahren stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit wie selten zuvor. Das Thema zeigt technische Grenzen auf und ruft Ängste sowie Forderungen zum Atomausstieg hervor. Doch wie bewusst ist den Österreichern die Herkunft des von ihnen genutzten Stroms? INTEGRAL hat nachgefragt: Sechs von zehn Konsumenten können keine klare Aussage darüber treffen.
19% sind der Meinung, ausschließlich atomfrei gewonnene Energie in ihrem Haushalt zu nutzen. Zu diesem Wissensstand trägt allem Anschein nach die Kommunikation der Energieversorger in einem entscheidenden Ausmaß bei. So sind etwa überdurchschnittlich viele Salzburger, aber nur sehr wenige Tiroler und Vorarlberger der Ansicht, dass sie atomfreien Strom beziehen.
Weiteren 18% ist der Umstand, dass ihr Energie-Mix unter anderem Strom aus Kernkraft enthält, bewusst. Exakt die Hälfte davon plant, daran etwas zu ändern. Besonders ambitioniert, beim eigenen Energiekonsum künftig ohne Kernkraft auszukommen, sind unter 30-Jährige. Die andere Hälfte sieht keinen Veränderungsbedarf für die eigenen vier Wände. Primär sind es Personen ab 60, denen ihre Nutzung von Atomstrom bewusst ist, die aber nicht beabsichtigen, daran etwas zu ändern.
Deutlich wird jedoch vor allem eines: während Kraftwerkbetreiber und sogar ganze Nationen im Kreuzfeuer der Kritik stehen, übersieht man gerne das eigene Konsumverhalten. 50% der Befragten bekennen klar, die Zusammensetzung ihres Strom-Mix nicht zu kennen, weitere 12% äußern sich zu dieser Frage überhaupt nicht.
Diese Informationen wurden von INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung im April 2011 in einer Repräsentativbefragung von 500 Personen ab 14 Jahren in Österreich erhoben.
INTEGRAL ist ein Full Service Institut und Anbieter maßgeschneiderter Marktforschungslösungen, von der Datenerhebung bis zur Lieferung handlungsrelevanter Informationen und Empfehlungen. Seit August 2009 ist INTEGRAL Mehrheitseigentümer des Heidelberger SINUS - Instituts und bietet - in enger Kooperation mit den deutschen Kollegen - nun auch in Österreich das komplette Leistungsspektrum von SINUS an.
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Kinderarmut: Dunkelziffer fällt deutlich höher aus
12.4.2011 von zaro.
Junge Menschen leiden unter sozialer Ausgrenzung und schlechten Bildungschancen
Berlin - Als arm werden Kinder und Jugendliche bezeichnet, wenn sie von Hartz IV leben und jünger sind als 15 Jahre. Davon sind in hohem Maße die Städte und Landkreise in den ostdeutschen Bundesländern betroffen, heißt es in einer Analyse der Bertelsmann Stiftung. Hartz IV als Maß von Armut zu nehmen schließt aber Kinder aus, die in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen.
Die Gruppe von jungen Menschen, die in vergleichbar schwierigen Verhältnissen leben, ist deutlich größer. “Das ist aber schwer zu beziffern”, sagt Petra Klug, Projektmanagerin bei der Bertelsmann Stiftung in einem Interview mit der Presse. “Es gibt eine Dunkelziffer von Personen, die anspruchsberechtigt sind, aber keine Ansprüche erheben”, sagt Klug.
Eltern im Niedriglohnsektor
Die Zahl der Kinder, die knapp über der festgelegten Armutsgrenze leben, ist nicht unerheblich. “Dies betrifft vor allem Elternteile, die im Niedriglohnsektor beschäftigt oder alleinerziehend sind beziehungsweise Familien mit vielen Kindern.” Das Problem der Kinderarmut spitzt sich mit dem demografischen Wandel zu. Denn die Zahl der jüngeren Generation wird deutlich schrumpfen. Laut einer Prognose der Bertelsmann Stiftung werde die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 18 Jahren von heute knapp elf Mio. bis 2025 um rund zwei Mio. zurück gehen.
“Klar ist also, dass jedes Kind so gut es geht gefördert und unterstützt werden muss”, sagt Klug. Das Aufwachsen in schwierigem sozialen Umfeld und das Leben in Armut geht mit sozialer Ausgrenzung der Kinder und schlechten Bildungschancen einher. “In den Kommunen gibt es einen großen Handlungsdruck”, sagt Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung.
Kaum arme Kinder in Bayern
Innerhalb der Bundesländer gibt es große Unterschiede. Während in Berlin und Bremen mit einer Quote von fast 36 Prozent die ärmsten Kinder leben, ist Kinderarmut in Baden-Württemberg und Bayern kaum anzutreffen. In Schwerin leben die meisten Kinder unterhalb der Armutsgrenze. Die angespannte Finanzsituation der Kreise, Städte und Gemeinden, habe kaum noch Spielräume für gezielte Hilfen, sagt Mohn.
So sind die Ausgaben für soziale Leistungen in den Jahren zwischen 2005 und 2010 von 35,4 auf 42,2 Mrd. Euro angestiegen. “Damit haben die Kommunen die finanziellen Grenzen zur Verbesserung der sozialen Lage von Kindern und Jugendlichen erreicht”, sagte Mohn. Mit einem weiteren Anstieg der Sozialausgaben drohe vielen Kreisen, Städten und Gemeinden die Schuldenfalle. Dennoch stehen die Kommunen unter Druck, Lösungen für dieses schwerwiegende Problem zu finden. (Ende)
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Japans totale Wende steht bevor
26.3.2011 von zaro.
Japanologe: “Staat muss stärkere Zivilgesellschaft zulassen”
Zürich - Japan erlebt in Folge der derzeitigen Natur- und Nuklearkatastrophen seine größte Krise der Nachkriegszeit. Sozialwissenschaftler glauben, dass der Inselstaat künftig vereinter auftreten und dabei neue Kräfte entwickeln wird. Dass dabei eine totale Umgestaltung bevorsteht, sieht der Züricher Japanologe David Chiavacci http://www.ostasien.uzh.ch. “Zu erwarten ist, dass speziell die Zivilgesellschaft Japans gestärkt aus der Krise hervorgehen wird”, so der Experte im Presse-Interview.
Zivilgesellschaft bisher mundtot
Die Zivilgesellschaft - allen voran die NGOs und NPOs - nahmen in der Nachkriegsgeschichte Japans eine völlig andere Entwicklung als in den westlichen Industrieländern. “Zunächst sehr aktiv beteiligt, verlor Japans Zivilgesellschaft im Zuge der Wachstumspolitik seit den 60er-Jahren jeglichen Einfluss auf nationaler Ebene. Im japanischen Beschäftigungsmodell akzeptierten die Arbeitnehmer die Entscheidungshoheit des Managements und dessen Ausrichtung an Profitstreben und Produktivität, während die Arbeitgeber langfristige Beschäftigung und betriebsinterne Karriere ermöglichten.”
Bewegung im erstarrten System gab es erst mit der wirtschaftlichen Stagnation seit 1992, besonders jedoch in Folge des Kobe-Bebens 1995, bei dem der Staat mit seiner Katastrophenhilfe völlig versagte. Zivile Organisationen erhielten Aufwind und hohe Auflagen für ihre nationale Anerkennung wurden gelockert, wenngleich Chiavacci auch hier Interessen des Staates wie etwa die Kostenersparnis durch das Auslagern sozialer Dienste sieht. Bei wichtigen politischen Entscheidungen - darunter auch die Energiepolitik - blieb die Mitsprache jedoch verwehrt. Das wird sich jetzt ändern, so die These des Japanforschers.
Atomdesaster deckt Verflechtungen auf
Die Atompolitik war bisher von enger Verflechtung zwischen Staat und Wirtschaft geprägt, deren Hinterfragung auf Nationalebene stets verhindert wurde. “Trotz der Atombombe in Hiroshima und breiter Widerstände ging Japan den nuklearen Weg. Man stellte Atomstrom als Grundstandbein des Wachstumsprojekts dar, das mehr Unabhängigkeit von Gas- und Ölimporten bringen sollte.” Hätte auch die Nuklearenergie in Japan nie einen Volksentscheid gewinnen können, sah man sie doch als Teil des übergeordnetes Ziels, dem man sich trotz persönlicher Ablehnung fügte. Zudem vertraute Japan der Technik stets außerordentlich hoch.
Jetzt sieht Chiavacci in Japan allerdings einen “Tschernobyl-Effekt” im Gange. “Bisher umging die Regierung regionale Widerstände, indem sie finanziell maroden Gemeinden mit Ertragshoffnungen für die AKW-Standorte köderte. Nun steht das Land aufgrund der Fukushima-Sperrzone und der radioaktiven Belastung unter atomarem Schock, allen voran einflussreiche Akteure wie etwa die Bauerngenossenschaften.” Erstmals kritisieren nun auch die Medien öffentlich die engen Netze wie etwa jene zwischen Staat und der AKW-Betreiberfirma TEPCO und auch künftig stehe noch einiges an Aufarbeitung bevor.
Neue Generation von Politikern
Schon heute deute einiges auf einen Wandel der Gesellschaft. Japanische NGOs leisten derzeit den Grossteil der Überwindung der Tsunami- und Erdbebenkatastrophe. “Sie koordinieren die Hilfsaktionen, bei denen ganz Japan Decken spendet und viele ehrenamtlich anpacken oder bei der Verteilung der Hilfsgüter mitwirken. Sind wir auch noch in der Frühphase nach der Katastrophe, so ist die Zivilgesellschaft derzeit präsent wie nie.” Auch die Person des gegenwärtigen Premiers Naoto Kann wertet Chiavacci als richtungsweisend. Anders als der Großteil seiner Politikerkollegen, gelang der frühere NGO-Aktivist an die Macht, ohne dafür den Wahlkreises und das Unterstützungskomitees seines Vaters zu übernehmen. (Ende)
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Facebook-Umfrage: 50 Prozent gegen Vorratsdatenspeicherung
4.3.2011 von zaro.
Mehr als 2000 Online-Demonstranten protestieren gegen Verlust der Privatsphäre
Wien - Unter dem gestiegenen Druck der EU ist die österreichische Regierung eingeknickt. Die Vorratsdatenspeicherung ist in der Alpenrepublik nun beschlossene Sache, die verdachtsunabhängige Speicherung der Telekommunikationsdaten für 6 Monate soll 2012 eingeführt werden. Dabei steht ein Großteil der Menschen der Speicherung ihrer Daten und dem zunehmenden Verlust ihrer Privatsphäre kritisch gegenüber. Eine Online-Demo auf Facebook ( http://www.facebook.com/event.php?eid=199781896702768 ) hat nun die Bürger dazu aufgerufen, ihren Unmut und ihre Ängste kund zu tun. Mehr als 2000 haben sich gegen die Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen.
“Wir sind von der Anzahl der TeilnehmerInnen begeistert. In Österreich hat man sich schließlich mit dem Problem nur oberflächlich befasst. Medien berichten nur am Rande darüber und die Aufklärung ist daher noch mangelhaft.”
Diese Lücke möchte die Initiative schließen und wird in den nächsten Wochen den Webauftritt ausbauen um den Anforderungen gerecht zu werden.
Facebook-User erheben Stimme gegen Vorratsdatenspeicherung
Rund die Hälfte der Befragten entschied sich im Rahmen der Einladung zur Online-Demo gegen Vorratsdatenspeicherung am 28. Februar 2011 für die Teilnahme und erhebt damit die Stimme gegen die Vorratsdatenspeicherung. Aufgerufen zum Online-Protest hat die Initiative Privat im Internet http://www.privat-im-internet.at. Knapp 4.000 Einladungen wurden von Facebook-Usern entweder mit “Ich nehme teil”, “Ich nehme vielleicht teil” oder “Ich nehme nicht teil” beantwortet. Damit ist der Status einer repräsentativen Umfrage erreicht.
Generation Facebook gegen politische Missstände
Der Ansturm auf die Präsenz der Online-Demo bei Facebook in nur wenigen Tagen zeigt, dass die Vorratsdatenspeicherung die Massen bewegt und polarisiert. Dass Protestbewegungen, die auf Facebook ihren Anfang genommen haben, über die Macht verfügen, politische Missstände auf demokratische Weise zu ändern, hat sich gerade in Tunesien und Ägypten gezeigt. Und die Generation Facebook macht auch in anderen Teilen der arabischen Welt für mehr Freiheit und Demokratie mobil. Ein Aufruf zu Protesten gegen den syrischen Staatschef Bashar al-Assad etwa kommt derzeit auf mehr als 25.000 Unterstützer.
Petition soll Politik endlich wachrütteln
“In einer funktionierenden Demokratie hat immer das Volk die Macht”, betonen die Initiatoren der Initiative Privat im Internet. Deshalb will die Initiative bis Mai möglichst viele Gegner der Vorratsdatenspeicherung zusammenbringen und die Verantwortlichen so zum Umdenken bewegen. Der Protest muss aber gewaltfrei und im Rahmen der demokratischen Möglichkeiten statt finden. Noch in dieser Woche wird im Namen aller TeilnehmerInnen eine Petition an die Parlamentsklubs und die Bundesregierung, sowie an die zuständigen Ministerien gesendet. Darin wird erstmals den folgenden Forderungen Ausdruck verliehen:
- ein sofortiger Stopp aller Verhandlungen zur Vorratsdatenspeicherung
- Überprüfung unabhängiger Sachverständiger (Psychologen, Soziologen, Techniker, Kriminologen) bezüglich Datenschutz, Erfolgsaussichten bei Terror und Kindesmissbrauch in Österreich und die langfristigen Auswirkungen auf die Gesellschaft
- eine Volksbefragung, da es sich um einen massiven Eingriff in die bisherige Gesetzgebung handelt und die Maßnahmen unmittelbar in das Leben unbescholtener Bürger eingreifen
Kampf gegen Vorratsdatenspeicherung auf Facebook unterstützen
Das Netzwerk der Unterstützer des Kampfes gegen die Einführung der Vorratsdatenspeicherung soll auch via Facebook geknüpft werden. Wer die Initiative Privat im Internet unterstützen möchte oder über aktuelle Neuigkeiten zum Thema Vorratsdatenspeicherung und darüber, wie man sich vor dem Verlust der Privatsphäre schützen kann, auf dem Laufenden bleiben möchte, klickt auf der Facebook-Seite http://www.facebook.com/PrivatimInternet auf “Gefällt mir” oder Legt ein Lesezeichen ab http://www.privat-im-internet.at . (Ende)
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Ich glaube das es für mich und die Welt gut wäre, wenn
9.2.2011 von zaro.
von Robert Zach, Dienstag, 8. Februar 2011 um 23:50 Facebook: http://www.facebook.com/profile.php?id=1707737853
die Welt mit mir daran glauben würde, dass
es schön wäre, wenn wir Deutschen endlich wieder Deutschland wären, einen Friedensvertrag hätten, eine Verfassung und einen echten Ausweis, einen richtigen deutschen Pass, einen echten Rechtsstaat, wie all unsere europäischen Nachbarn auch …
es schön wäre, wenn in unseren Schulen, auch das Fach “Leben” gelehrt werden würde, ich glaube es wäre gut wenn man Unternehmertum dort als Wahlfach lernen dürfte um der gottverdammten Sklaverei entgehen zu können …
es wäre, glaube ich nicht schlecht, wenn Lehrer, aufwachen würden aus ihrem Dornröschen-Schlaf und endlich Kindern wieder Disziplin, Charakterstärke, Mut und Stärke lehren würden, ich glaube es wäre an der Zeit sich darauf zu besinnen …
es vernünftig wäre, den Erfolg von Taten, Dienstleistungen, Entwicklungen und Erfindungen zu belohnen und nicht den Verlust, die Misswirtschaft, Konkurse und Pleiten die vom Staat und damit vom Volk getragen werden müssen …
es wieder Strafen gäbe für Volksverblödung, für alle die menschenunwürdige Lebenskonzepte schaffen und verteidigen, für Gesundheitssysteme die Krank machen und Mediziner, Pharmakonzerne die aus lauter Geldgier, und für verdammte Aktionäre alles unternehmen um ganze Völker an die Krankheiten zu ketten …
es herrlich wäre, wenn Neid, Geiz, Gier und das gottlose Zinsystem vom menschlichen Verstand ausgerissen werden würde, die Fleissigen im Wohlstand schwimmen sollen, die Anständigen ihren gerechten Lohn erhalten würden …
es an der Zeit wäre das irrsinnige Religionssysteme der Quantenphysik zuhören würden und jede körperliche Verstümmelung im Namen der Schöpfung des Körpers sofort aufhören sollte und kein Essen mehr aus unheilig abgestempelt werden dürfte, weil Gott kein unheiliges Essen erschaffen hat …
es wunderbar wäre, wenn jeder Mensch autark leben dürfte, seine Energie selber machen könnte, jeder Mensch sein kleines oder großes Eigentum sich selbst schaffen könnte und Staaten und Regierungen nicht ihre Bürger nötigen, ausbeuten, und kriminalisieren würden …
es paradisisch wäre, wenn das göttliche immanente Superbwusstsein in den Menschenmassen erwachen würde und sich selbst ins Leben gebären würde, wenn Erleuchtung ein Selbstverständnis wäre und die Wiedergeburt aus dem Geiste das höchste Ziel jedes lichten Menschenwesens wäre, wenn dadurch der Tod und der körperliche Verfall endlich aufhören würde zu existieren …
es eine herrlichen friedliche, expansive, Schöpfungsperiode auf Terra Gaia geben würde und wir uns endlich mit unseren fortgeschrittenen Brüdern in Nachbar-Galaxien messen könnten, messen in Form von, “schau mal was ich kann, was ich erschaffen konnte” …
es überfällig ist dass, die Hurensysteme wie Schuld und Sünde, Sühne und Hölle endlich als das verstanden werden was sie sind, reine Resonanzgebilde unseres Denk - und Glaubensystems, Paradigmen der Urzeit …
es schön wäre als Gott/Göttin mit Göttern diese Erde zu erleben, zu erfahren was es heisst ICH BIN zu sein und in jedem Menschen den göttlichen Aspekt zu erkennen, frei zu leben, zu lieben, zu relaisieren was es bedeutet von Gott und aus Gott zu sein und immer in dieser Vollkommenheit zu ruhen, zu bewegen, zu erfüllen, zu SEIN.
Es wäre schön wenn dass mit mir noch hunderte millionen Lichter glauben würden … ich glaube es - was glaubst du …
Werde was Du bist - Licht vom Lichte Gottes
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Euro-Krise bereitet jedem zweiten Deutschen Angst
22.1.2011 von zaro.
Hohe Inflation und EU-Staatsverschuldungen drücken auf die Stimmung
Berlin/Salzburg - Die Euro-Krise macht vielen Deutschen zu schaffen. Einer heute, Mittwoch, veröffentlichten Forsa-Umfrage zufolge sieht mit 45 Prozent knapp die Hälfte der Bundesbürger die Stabilität der Gemeinschaftswährung als gefährdet. Es folgen Sorgen über einen erneuten Einbruch der Konjunktur (40 Prozent), über finanzielle Verluste (bei 33 Prozent) und Ängste in Bezug auf die persönliche Arbeitsplatzsituation (31 Prozent).
D-Mark-Einführung Unsinn
“Die Ängste lassen sich nachvollziehen, denn längst nicht nur die enorme Staatsverschuldung Griechenlands, sondern auch die Deutschlands drückt auf die Stimmung”, sagt Martin Hüfner, Berater der Direkt Anlage Service AG, im Presse-Gespräch. “Hinzu kommen teurere Energie- und Spritpreise. Dadurch wird Inflationsangst zusätzlich geschürt”, erklärt der Fachmann. Eine Rückkehr zur D-Markt hält Hüfner für “ökonomischen Unsinn”.
Den Befürchtungen der deutschen Bevölkerung scheint sich die Bundesregierung bewusst zu sein. Denn laut einem Bericht der Zeit vom Mittwoch erwägt Deutschland eine Umschuldung Griechenlands. Dem Land soll demzufolge die Option gegeben werden, eigene Staatsanleihen mit Geld aus dem Euro-Stabilitätsfonds EFSF zu günstigen Konditionen zurückzukaufen. Im Gegenzug will die Berliner Regierung aber neue Zusagen für eine stabilitätsorientierte Politik.
Deutschland gegen Nord- und Süd-Euro
Dass Kanzlerin Angela Merkel die Stabilität des Euro am Herzen liegt, zeigt sich auch darin, dass die Bundesrepublik die Anhebung der Ausleihesumme des EFSF nicht mehr kategorisch ablehnt. Nähere Details sowie erwartete Entscheidungen darüber werden jedoch erst im Zuge des EU-Gipfels am 24. und 25. März getroffen. Unterdessen hat die Ratingagentur Standard & Poor’s dem EFSF-Anleiheprogramm über 27 Mrd. Euro die Bonitätsnote “AAA” gegeben.
Die viel diskutierte Aufspaltung der Eurozone in einen Nord- und einen Südteil hatte Merkel immer wieder kategorisch ausgeschlossen. “Die Einführung eines Nord- und Südeuros würde rund zwei Jahre zur Umsetzung benötigen und wäre mit erheblichen Kosten verbunden”, weiß Hüfner auf Anfrage von pressetext. Zudem entstünde ein Chaos für die Exportwirtschaft. Einer Vorabmeldung des Stern nach will Merkel die Zusammenarbeit der 17 Euroländer in den Bereichen Steuer- und Sozialpolitik, im Arbeitsrecht und im öffentlichen Dienst stärken. (Ende)
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Großartig! Die Anzahl Unterschriften explodiert, rettet die Bienenvölker
19.1.2011 von zaro.
Lassen Sie uns diesen Freitag an einer entscheidenden internationalen Konferenz in den USA eine Million Unterschriften übergeben! Helfen Sie die Million zu erreichen:
949.494 haben die Petition unterzeichnet. Gemeinsam erreichen wir 1.250.000 !!!
Lautlos sterben Milliarden von Bienen und unsere gesamte Nahrungskette ist in Gefahr. Bienen machen nicht nur Honig, sie sind eine bescheidene und dennoch riesige Arbeitskraft und bestäuben 90% der Pflanzen, die wir anbauen.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien machen eine bestimmte Gruppe von Pestiziden für das Bienensterben verantwortlich. Das Verbot dieses Gifts führte zu einer Erholung einzelner Bienenvölker in den Ländern, die das Gift verboten haben. Doch mächtige Chemiekonzerne betreiben aufwändige Lobbyarbeit, damit der Verkauf dieser Gifte weiterhin erlaubt bleibt. Unsere größte Chance besteht derzeit darin, die USA und die EU zum Verbot dieser tödlichen Produkte zu bewegen — ihr Handeln ist ausschlaggebend und wird große Effekte auf die Entscheidungen anderer Länder haben.
Wir haben nur wenig Zeit — die Diskussion dreht sich darum, was getan werden muss. Es geht nicht nur um die Rettung von Bienen, es geht um unser eigenes Überleben. Lassen Sie uns einen gewaltigen, globalen Aufruf an die EU und die USA starten, damit die Verwendung dieser Killer-Chemikalien untersagt wird und damit sowohl das Überleben der Bienen als auch unsere Ernährungssicherung gewährleistet wird. Unterzeichnen Sie diese dringende Petition jetzt und leiten den Aufruf an alle weiter. Wir sorgen dafür, dass er zu den Entscheidungsträgern gelangt:
https://secure.avaaz.org/de/save_the_bees/?vl
Bienen sind ausschlaggebend für das Leben auf der Erde — jedes Jahr bestäuben sie Feldfrüchte und andere Pflanzen mit einem geschätzten Wert von 31 Milliarden Euro, mehr als ein Drittel der Lebensmittelversorgung in vielen Ländern. Ohne ein schnelles Eingreifen zur Rettung der Bienen könnte es am Ende heißen, dass unsere Lieblings- Früchte, Gemüse, Nüsse, Öle von den Regalen verschwinden.
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Deutsche Ämter schnüffeln immer öfter in Konten
19.1.2011 von zaro.
Ein Drittel mehr Überprüfungen durch Behörden gegenüber 2009
Wien - Deutsche Behörden inspizieren immer öfter die Bankkonten argloser Bürger. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung heute, Montag, schreibt, erhöhte sich die Zahl der Überprüfungen 2010 im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Drittel auf 58.000. Das Blatt beruft sich hierbei auf neue Zahlen des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar. Dieser forderte die Regierung zum Handeln auf. Allein im Dezember wurden je Arbeitstag rund 230 Kontenabrufe getätigt.
Anstieg um 560 Prozent
Die stark gestiegenen Kontrollen legen den Schluss nahe, dass die Behörden - zu denen neben Finanzämtern auch Sozialbehörden zählen - von der Politik mit weitreichenden Befugnissen ausgestattet worden sind. Schaar: “Als das automatisierte Abrufverfahren für Stammdaten wie Name, Geburtsdatum oder Adresse der Bankkunden 2005 eingeführt wurde, lag die Zahl der Abfragen noch bei unter 9.000.” Der Anstieg der Abfragen beträgt in fünf Jahren 560 Prozent.
“Eine signifikante Ausweitung der Überprüfungen wie im Fall Deutschland ist problematisch. Denn bei Kontrollen erhalten Beamte nicht nur Einblick, ob jemand Steuern hinterzieht oder nicht, sondern auch über die Lebensgewohnheiten”, erklärt Datenschützer Hans Zeger von der Arge Daten http://argedaten.at gegenüber der Presse. Dem Fachmann zufolge wäre gerade der Tatbestand Steuerhinterziehung viel einfacher mit Sicherungsbesteuerungen zu vermeiden.
Kontrolle ohne Anhaltspunkt
Mit der Ausweitung der Kontrollbefugnisse erweitert sich auch der Aktionsradius der Ämter. Denn anfangs nur zur Abwehr von Terrorismus und Geldwäsche erlaubt, dürfen Finanzämter und Sozialbehörden inzwischen ohne konkreten Anhaltspunkt für einen Gesetzesverstoß die Konten der Bürger unter die Lupe nehmen. Im Bereich der Strafverfolgung genügt bereits der Anfangsverdacht einer Straftat, da viele Transfers bargeldlos über Konten ausgeführt werden. (Ende)
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Kommentar: Das von der DDR übernommene “STASI-System” funktioniert und die vom Volk gewählten Politiker, sind glücklich über jeden Terroranschlag, jeden Terroristen, denn diese von Regierungen und deren Politik erschaffenen Gegner, machen die totale Kontrolle möglich. Der Terrorist ist quasi ein Segen für die Welt, die Regierungen und deren Bürokraten, denn durch die verbreitete Angst lässt sich prima der Bürger, der Wähler, die jeweils nationale Milchkuh, observieren und ausspionieren. Der Werteverfall der in die Macht gewählten ist ungeheuerlich und rücksichtslos. Hoffentlich kommt das Volk nicht doch einmal auf die Idee, revolutionär gegen die vom Volk gewählte Obrigkeit vorzugehen, das Fass wird zunehmend voller … (RZ)
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Aus für Steuerparadies: Ausländer verlassen Zürich
14.1.2011 von zaro.
Alternative Liste schafft Pauschalbesteuerung rigoros ab
Zürich/Maintal - Immer mehr reiche Ausländer verlassen das einstige Steuerparadies Zürich. Der Grund: 2009 hat das Volk für eine Initiative der politischen Linken gestimmt, Privilegien abzuschaffen und Bürger endlich nach ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu besteuern. Als erster Kanton hat Zürich die seit 1999 geltende Sonderregelung nun beseitigt - zumindest bei Staats- sowie Gemeindesteuern, die im Vergleich zur direkten Bundessteuer aber deutlich mehr sind.
Die Flucht hat begonnen
“Dass diese Initiative in einigen Jahren womöglich auch in anderen Kantonen Erfolg hat und damit zur Angleichung an Bedingungen wie jetzt in Zürich führt, wäre sehr zu begrüßen”, so Werner Rügemer, Vorsitzender der Business Crime Control http://www.businesscrime.de, im Gespräch. Dem Insider zufolge kann der Staat die Mehreinnahmen nicht zuletzt zur weiteren Stützung der im Zuge der Krise ins Straucheln geratenen Bank UBS verwenden.
Egal ob Michael Schumacher, Tina Turner, Phil Collins oder Müllermilch-Gründer Theo Müller - sie alle gehören zu den rund 4.500 wohlhabenden Wahl-Schweizern, die sich aus Frust über die heimischen Steuergesetze pauschal besteuern lassen. Für die steuerlich privilegierten Züricher hat der Traum, nicht auf das eigene Einkommen, sondern auf eine mit den Finanzämtern individuell auszuhandelnde Pauschale Steuern zu zahlen, ein jähes Ende.
Auch wenn sich diese Pauschale nach den Lebenshaltungskosten richtet und mindestens das Fünffache der Wohnkosten für diejenigen ausmacht, die ihr Geld im Ausland verdienen, sind viele bisher mit einer durchschnittlichen Steuerlast von gerade einmal rund 100.000 Franken im Jahr davongekommen. Der Neuregelung zufolge haben von den 201 Pauschalbesteuerten, die Ende 2008 noch in Zürich registriert waren, schon 92 den Kanton verlassen, so die Finanzdirektion.
Beispiel Zürich könnte Schule machen
Kaum verwunderlich, dass es viele der Ausländer weg aus Zürich und in die Nachbarkantone Schwyz, Graubünden und Zug zieht. Eigenen Angaben der Zürcher Finanzdirektion nach sind 2008 nur rund 32 Mio. Franken dem Kantonsfiskus zugeflossen - im Vergleich zu Genf oder Waadt ist dies aber eine eher kleine Summe. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hält sich die Trauer über den Wegzug in Grenzen. Die faire Besteuerung neuer Reicher sei ein “Gewinn”.
Das Beispiel Zürich könnte schon bald Schule machen. Nach ihrem Erfolg hat die Alternative Liste auch in Kantonen wie St. Gallen und Glarus zur Abschaffung der Pauschalen aufgerufen und fordert die Abstimmung in den nächsten Jahren. Obwohl die Schweizer Regierung an den Privilegien prinzipiell festhalten will, soll reichen Ausländern zukünftig doch ein wenig mehr abverlangt werden. Im Gespräch ist als Berechnungsbasis das Siebenfache der Wohnkosten.
“Das könnte womöglich dazu führen, dass sich Top-Führungskräfte, die allein aus diesem Grund den Wohnsitz gewechselt haben und damit die Nähe zum dort eigens gegründeten Unternehmen wegfällt, ihre wirtschaftlichen Aktivitäten doch lieber außerhalb der Schweiz in Erwägung ziehen”, unterstreicht Rügemer abschließend auf Nachfrage. (Ende)
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