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MILO: Deutschlands bester Fotograf 2010, Siegerbild „Eisbach München“

Die Aktion „Das Thema der Woche“ war ein voller Erfolg. Zahlreiche Foto-Talente haben ihre gelungensten Bilder zu den verschiedensten Themen eingereicht. Sehen Sie hier alle Wochen-Gewinner im Überblick.

Hallbergmoos – Künstlername „MILO“, Pressefotograf, Backstagefotograf mit dem Schwerpunkt „künstlerische Fotografie“, MILO das ist Michael Lowrie, der sich ab sofort „bester Fotograf 2010“ nennen darf. Beim Wettbewerb “Deutschlands bester Fotograf 2010″ ausgeschrieben von SIGMA und AudioVideoFoto BILD holte sich MILO den Wochensieg mit dem Bild “Eisbach München”. Der Wettbewerb war für den Fotomacher ein ideales Projekt um zeigen zu können, wie man Szenen effektiv festhält und nachhaltig eine Stimmung einfängt, die den besonderen Charakter des Augenblicks erkennen lässt. n der Sonderkategorie „Das Thema der Woche“ hatten Profis – und Hobbyfotografen die Möglichkeit, Ihre Flexibilität als Fotograf zu testen. Zu dem von der Redaktion vorgegebenen Thema durften Sie innerhalb einer Woche bis zu fünf Fotos hochladen. Die Jury wählte jede Woche aus den besten Fotos den Gewinner, der eine SIGMA DP1 (Wert: 499 Euro) erhält!

MILO http://www.fotograf-hallbergmoos.de/ wird diesen 1.Preis einer Schule in Hallbergmoos stiften. Der Profi sieht das ganze ganz nüchtern, „ich habe einfach das gemacht was ich am besten kann“ gesteht er ZAROnews im Interview. „Der Siegerpokal kommt ins Studio, eine Auszeichnung die meine Arbeit bestätigt, das freut einen kreativen immer“ so Michael Lowrie weiter. „Nach Tausenden von aufregenden Bildern und spannenden Shootings steht eines fest, ich mach selten “nur” FOTOS (das können andere besser), bei mir entstehen Bilder. Das Aufzählen meiner Ausrüstung wie: mein Haus, mein Auto, mein Boot, erspare ich mir, für mich zählt das Endergebnis, denn schlechte Fotografen, machen schlechte Bilder, auch mit guten Kameras!! Mit Minimalismus maximale Aufmerksamkeit erreichen, was mir mit dem „Eisbach-München“ gelungen ist. Ich mag insbesondere kreative und progressive Projekte, gerne verwirrend, auch mal verstörend, aber subtil. Andeutung und Kopfkino. Illusion und Vision“.

Zur Person: Michael Lowrie wurde 1960 in Dahn, Deutschland, geboren. Die mehrjährige fotografische Ausbildung mit Schwerpunkt auf künstlerischer Fotografie sowie der Besuch von Vorlesungen an der Universität München (Fachbereich elektronische Medien), bilden das Fundament für seinen Beruf. Ab 2003 arbeitet er zwei Jahre lang als „On & Backstagefotograf sowie als Pressefotograf“ für nationale/internationale Musikproduktionen (Pro7 MC Chartshow) sowie für Printmedien (BRAVO) als freischaffender Fotograf. Michael Lowrie ist seit 2001 Selbständig, hatte bereits Stars/Promis wie US5, Scorpions, No Angels, Horst Seehofer, Michael Cromer, sowie Papst Benedikt XVI vor der Kamera. Ausgedehnte reisen und starke Eindrücke aus Asien, liessen Fotoarbeiten und Fotoserien entstehen, seine Fotos, Fotoserien wurden unter anderem in Magazinen und Zeitschriften wie der BILD und in BRAVO publiziert.

MILO Studio & Galerie
85399 Hallbergmoos, Theresienstrasse 82, Im Innenhof
Telefon: 0811.130 190 53

Krebs ist die teuerste Krankheit weltweit

Zunehmend sind auch Entwicklungsländer betroffen

New York/Hamburg - Krebs ist die weltweit teuerste Krankheit und ist auch eine der häufigsten Todesursachen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der American Cancer Society, die bei einer weltweiten Krebskonferenz in China präsentiert wird. Krebserkrankungen kosten durch Produktivitätsverlust und Tod mehr als Aids, Malaria, Influenza und andere übertragbare Krankheiten.

Chronische Erkrankungen inklusive Krebs, Herz-Kreislaufkrankheiten und Diabetes machen rund 60 Prozent aller Todesfälle aus. “Allerdings fließen weniger als drei Prozent der öffentlichen und privaten Gelder, die für die globale Gesundheit verwendet werden, in diese Erkrankungen”, so Rachel Nugent vom Center for Global Development http://www.cgdev.org, einem in Washington DC ansässigen Forschungsgruppe.

Chronische Erkrankungen vernachlässigt

“Dass die chronischen Erkrankungen global zunehmen, ist eindeutig und dass sie vernachlässigt werden auch”, bestätigt Wolfgang Hein vom GIGA Institut für Lateinamerika-Studien http://www.giga-hamburg.de und Autor der Global Health Studie Kompass 2020 gegenüber uns. Ob die finanzielle Gewichtung auch tatsächlich so verteilt ist, sei unklar, meint der Forscher. “Fest steht, dass in der internationalen Kooperation zu wenig finanzielle Mittel für chronische Erkrankungen vorhanden sind.”

2008 haben Krebserkrankungen weltweit 895 Mrd. Dollar gekostet - das sind rund 1,5 Prozent des weltweiten BIP. Dabei sind aber nur die Kosten der Behinderungen und der verlorenen Lebensjahre mitberechnet. Behandlungskosten sind darin nicht erfasst. 2008 starben nach WHO Berechnungen rund 7,6 Mio. Menschen an Krebs, jährlich werden 12,4 Mio. Neuerkrankungsfälle diagnostiziert.

Tabak und Fettleibigkeit tragen Hauptschuld

Tabak und Fettleibigkeit sind zunehmend schuld an der Zunahme der chronischen Erkrankungen. Impfstoffe und bessere Behandlungen haben zu einem Rückgang mancher Infektionskrankheiten geführt. Viele Gesundheitsgruppen fordern seit Jahren mehr Aufmerksamkeit wegen der zunehmenden Sterberaten bei nicht-infektiösen Krankheiten.

Nicht nur in den reichen Industriestaaten, sondern auch in Ländern der Dritten Welt steigen die Zahlen der Krebsopfer. Einer Studie im Wissenschaftsmagazin Lancet zufolge entfallen fast zwei Drittel der Krebstoten auf Schwellen- und Entwicklungsländer. Auch Hein kann die Ergebnisse bestätigen. “Es ist offensichtlich, dass Krebserkrankungen mit der urbanen Lebensweise einhergehen.”

“Dennoch sollte man nicht vergessen, dass in ländlichen Gebieten vieler Dritte-Welt-Staaten teilweise massive Gesundheitsrisiken durch schlecht belüftete Räume mit offenen Feuerstellen bestehen”, so Hein. Krebserkrankungen der Lungen und Atemwege schlagen sich mit insgesamt 180 Mrd. Dollar jährlich zu Buche. Das geht vor allem auf das Konto von Rauchern. Sie sterben rund 15 Jahre früher als Nichtraucher. (Ende)
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Kommentar: Was wäre die Pharmaindustrie ohne den geliebten Krebs, glückliche Vorstände und Geschäftsführer, glückliche Aktionäre, der Krebs ist so etwas wertvolles, wenn es ihn nicht schon gäbe, müsste man ihn erfinden …. R. Zach (Red.)

Depressive verlieren Geruchssinn

Psychologische Störungen führen zum Schrumpfen des Riechkolbens

Dresden - Ein Forscherteam der Technischen Universität Dresden http://www.tu-dresden.de hat entdeckt, dass Depressive ihren Geruchssinn verlieren. Dieser Verlust basiert den jüngsten Untersuchungen zufolge auf Veränderungen im Gehirn, denn das dortige Riechzentrum bildet sich zurück. Das könnte auch erklären, warum so viele psychologische Störungen den Geruchssinn stören. In Zukunft könnte diese Erkenntnis für die Entwicklung neuer Therapien oder Medikamente verwendet werden.

“Wir haben entdeckt, dass bei Depressiven die Riechkolben (Bulbus olfactorius) am Ende der Riechnerven deutlich vermindert waren und weniger pluripotente Zellen im Mittelhirn vorhanden waren. Das bedeutet auch, dass diese Hirnregion weniger plastisch war als bei Nicht-Depressiven”, so Studienleiter Thomas Hummel vom Arbeitsbereich Riechen und Schmecken gegenüber uns. Neben Geruchstests hatten die Forscher auch im Magnetresonanztomographen MRT Untersuchungen an insgesamt 42 Probanden gemacht.

Auch Geschmackssinn beeinträchtigt

“Bei den 21 akut Depressiven war der Geruchssinn deutlich vermindert”, so der Forscher. Ihre Geruchskolben waren um rund 15 Prozent kleiner als jene der 21 gesunden Probanden. “Die Größe des Geruchskolbens nahm mit der Stärke der Depression ab.” Die Einnahme von Antidepressiva hatte keine Auswirkung auf den Geruchssinn. “Ein verminderter Geruchssinn bedeutet auch gleichzeitig, dass der Geschmacksinn beeinträchtigt ist”, erklärt der Wissenschaftler. Das könnte vielleicht ein Hinweis darauf sein, warum Depressive auch häufig an Appetitmangel leiden.

“Das Interessante an unserer Untersuchung war, dass man bei Depressionen den Geruchssinn verliert und Menschen mit schlechterem Geruchssinn zu Depressionen neigen”, erklärt Hummel. “Nicht bekannt ist, ob der Riechkolben wieder wachsen kann, oder weiter klein bleibt.”

Auch bei Alzheimer schrumpft der Riechkolben

Vor einem Jahr haben Forscher der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg festgestellt, dass ein schrumpfender Riechkolben im Gehirn schon früh auf eine Alzheimer-Erkrankung hindeutet. Je stärker der Riechkolben geschrumpft war, desto schwerer war die Erkrankung. “Schon bei geringen kognitiven Defiziten zeigt sich im MRT, dass der Riechkolben signifikant an Volumen verloren hat”, so der Heidelberger Psychiater Philipp Thomann

Die Forscher sehen in der Volumenmessung des ersten Hirnnerven einen hilfreichen zusätzlichen Biomarker für eine frühzeitige Alzheimer-Diagnose sowie einen Indikator für die Schwere der Erkrankung. (Ende)

Krebserregender Industrieruß auf der Prüfbank

Gesundheitsrisiko von Kohlenstoff-Nanopartikeln untersucht

Hannover - Seit einigen Jahren stehen Kohlenstoff-Nanopartikel als potenzielle Krebserreger unter Verdacht. Der Forschungsverbund “Carbon Black” (Industrieruß), an dem auch das Fraunhofer ITEM http://www.item.fraunhofer.de in Hannover beteiligt ist, wird in den kommenden drei Jahren die toxikologischen Wirkungen dieser Kohlenstoff-Nanopartikel testen. Dabei wird in erster Linie an menschlichen Lungenzelllinien und Lungenschnitten geforscht.

Industrieruß wird in großen Mengen in der Produktion von Autoreifen verwendet, dient aber auch zur Herstellung von Lacken und Tonern. Er besteht aus kleinsten Nanopartikeln. “Kohlenstoff-Nanopartikel können an ihrer Oberfläche einen hohen Gehalt an Oxiden aufweisen oder auch andere Schadstoffe anlagern”, erklärt Projektkoordinatorin Tanja Hansen gegenüber uns. “Von der WHO werden die Partikel als potenziell krebsauslösend eingestuft. Allerdings ist unklar, ob das Gefährdungspotenzial von den Kohlenstoff-Nanopartikeln selbst ausgeht oder auf eine der genannten Oberflächenfunktionen beschränkt ist. Die von uns gemachten Untersuchungen sollen Klarheit bringen”, erklärt die Forscherin.

Innovatives Model zur Toxizitätsprüfung
“In unserem Verbundprojekt werden gezielt Kohlenstoff-Nanopartikel mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen hergestellt und deren toxische Wirkung an Zellen und Geweben aus mehreren Lungenregionen untersucht”, so Hansen. Am ITEM werden dazu menschliche Lungenzelllinien und Lungenschnitte eingesetzt und die Ergebnisse anschließend im Tiermodell überprüft.

“Die Lungenschnitte bieten entscheidende Vorteile im Vergleich zu anderen In-vitro-Methoden”, erklärt die Forscherin. Das in den vergangenen Jahren entwickelte Modell ermöglicht Tests an einem Gewebe, das verschiedene Zelltypen, Interaktionen von Zelle zu Zelle sowie Polarität von Zellen aufweist. Auch in anderen Toxizitätsprüfungen - etwa zur Untersuchung von inhalierbaren Chemikalien - wird das Testsystem eingesetzt.

Weniger toxischen Industrieruß entwickeln

“Ziel ist es, ein fertiges mehrstufiges Testsystem zu entwickeln, mit dem die toxischen Wirkungen von verschiedenen Carbon-Black-Nanopartikeln auf Lunge und Atemwege des Menschen bestimmt werden können.” Letztlich wollen die Forscher Modifikationen der Carbon Black-Nanopartikel finden, die gesundheitlich unbedenklich sind und somit zugelassen werden kann. (Ende)

Vorurteile machen gefräßig

Negative Folgen auch langfristig sichtbar

Halle - Menschen leiden länger an negativen Vorurteilen als sie diese selbst verspüren. Das haben Forscher der Universität Toronto http://www.utsc.utoronto.ca gezeigt. Nachdem sie ihre Testpersonen mit Stereotypen konfrontierten, zeigten diese mehrere negative Verhaltensweisen. Sie aßen deutlich mehr, waren aggressiver und unkonzentrierter als die Vergleichsgruppe und besaßen auch geringeren Selbstwert. Dieser Effekt war sogar dann gegeben, wenn die am Vorurteil beteiligten Menschen längst entfernt wurden, berichtet das “Journal of Personality and Social Psychology”.

Furcht vor Stereotypen lähmt

“Zwar sehen wir uns selbst nicht allein so, wie uns andere sehen. Doch wir übernehmen viele der Zuschreibungen von außen”, erklärt der Psychologe Lars-Eric Petersen von der Universität Halle-Wittenberg http://www.psych.uni-halle.de gegenüber pressetext. Gefährlich ist dabei die Furcht, bekannte Stereotypen zu erfüllen. “Werden Vorurteile aktiviert, etwa dass Frauen schlecht in Mathematik sind oder nicht einparken können, so erzeugt das Angst, die ablenkt und Anstrengungen lähmt”, erklärt der Experte. Zur Folge hat dies oft schlechtere Leistungen und manchmal auch übermäßiges Essen oder andere Verhaltensänderungen.

Für die Betroffenen ist die Abwehr dieser negativen Folgemechanismen sehr schwierig. “Wichtig ist, sich auf eine Meta-Ebene zu begeben und Vorurteile als solche zu durchschauen. Diese hohe Herausforderung gelingt am ehesten Menschen, die ständig Stereotypen ausgesetzt sind - wie etwa Migranten oder Minderheiten”, so der Experte. Erst durch solches Vorgehen könne es gelingen, die Ruhe zu bewahren und der selbsterfüllenden Prophezeihung aus dem Weg zu gehen.

Ruhig bleiben oder konfrontieren

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt Petersen an einem Beispiel. “Ruft jemand bei einem Wissenschaftler an mit der Einstellung, Forscher seien stets arrogant, so ist er vielleicht auch in seiner Frage kurz angebunden und unhöflich. Reagiert der Wissenschaftler entsprechend gekränkt und legt auf, bestätigt er damit nur das Vorurteil. Bleibt er freundlich wie immer, kann er sich zumindest individuell aus dem Stereotyp herausziehen.”

Eine andere Strategie ist es, andere direkt damit zu konfrontieren, dass sie durch ihre Vorurteile Menschen bloß schikanieren. Das gelingt am ehesten denen, die an eine Einstellungsänderung durch Zureden glauben, schreibt die Psychologin Carol S. Dweck von der Stanford University http://www.stanford.edu in der Zeitschrift “Psychological Science”. Dieses Vorgehen ist zwar aufwändig, steigert aber das Wohlbefinden des Opfers und kann im Idealfall sogar die soziale Realität verändern. “Wer jemandem widerspricht, der stereotyp handelt, zeigt Hoffnung auf Wandel”, so die Psychologin. (Ende)

Gehirn funktioniert wie das Internet

Erstmals Schleifen zwischen Gehirnregionen sichtbar gemacht

Los Angeles - Das Gehirn ist offenbar ein stark verbundenes Netzwerk wie das Internet. Zu diesem Ergebnis kommen Larry Swanson und Richard Thompson von der University of Southern California http://www.usc.edu. Damit widersprechen die Forscher der gängigen Theorie aus dem 19. Jahrhundert, wonach das Gehirn von “oben nach unten” organisiert ist.

Darstellung des Nervensystems

Ein neues Verfahren zur Verfolgung von Signalen in winzigen Gehirnregionen hat Verbindungen zwischen Bereichen erkennbar gemacht, die mit Stress, Depressionen und Appetit in Zusammenhang stehen. Details der Studie, die eines Tages zu einer vollständigen Darstellung des Nervensystems führen könnte, wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences http://www.pnas.org veröffentlicht.

Die beiden Wissenschaftler isolierten einen kleinen Teil des Gehirns einer Ratte im Nucleus accumbens, einer Gehirnregion, die lange mit Glücksgefühlen und Anerkennung in Zusammenhang gebracht wird. Ihr Verfahren beruht auf der Injektion von sogenannten Tracern an bestimmten Punkten im Gehirngewebe. Diese Moleküle beeinflussen die Bewegung der Signale im Gewebe nicht, können aber zum Leuchten gebracht und unter dem Mikroskop identifiziert werden.

Neuer Ansatz

Neu ist, dass die Forscher zwei Tracer gleichzeitig am gleichen Punkt injizierten. Der eine zeigte, wohin sich die Signale bewegten, der andere woher sie kamen. Dieser Ansatz kann bis zu vier Ebenen von Verbindungen sichtbar machen. Verfügte das Gehirn über eine hierarchische Struktur wie ein großes Unternehmen, wie von der Neurologie lange angenommen wurde, dann würden die Diagramme direkte Linien von unabhängigen Gehirnregionen in Richtung einer zentralen Datenverarbeitungseinheit zeigen, dem “Chef” des ganzen Unternehmens.

Die Wissenschaftler entdeckten aber Schleifen zwischen unterschiedlichen Gehirnregionen, Rückmeldungen und direkte Verbindungen zwischen Bereichen, von denen bisher nicht bekannt war, dass sie miteinander kommunizieren. Die Kommunikation im Gehirn entspricht also eher der des Internets mit seinen unendlichen Querverbindungen als der eines klar strukturierten Unternehmens.

Laut Modell gewinnt der Verstand seine Antriebskraft aus einem sehr stark ineinandergreifenden Netzwerk. Hypothesen darüber gibt es bereits seit einiger Zeit. Bis jetzt war es jedoch nicht gelungen, diese Annahme im Experiment nachzuweisen. Swanson erklärte gegenüber BBC News, dass es faszinierend sei, wie viel der derzeitigen Literatur zur Neurowissenschaft und vor allem in der Neurologie noch immer von dem alten, aus dem 19. Jahrhundert stammenden, Ansatz ausgeht.

Schaltkreise bisher noch nie sichtbar

Die jetzt nachgewiesenen Schaltkreise, diese spezifischen strukturellen Verbindungen, wurden laut Swanson noch nie zuvor sichtbar gemacht. Obwohl nur ein winziger Teil der Verbindungen im Gehirn eines kleinen Säugetieres untersucht wurde, könnte durch gezielte Überlappungen der gewonnenen Daten ein viel größeres Bild entstehen.

“Dieses Verfahren kann sinnvoll wiederholt werden und damit werden neurale Netzwerke vollständig nachvollziehbar. Am Ende steht dann ein vollständiges Diagramm der Vernetzungen des menschlichen Gehirns.” Ein derartiges Diagramm wäre unendlich komplex und könnte helfen schwierige Fragen zu Bewusstsein und Kognition zu beantworten, die heute teilweise noch immer unbeantwortet sind. (Ende)

Naturheilkunde: Den ganzen Menschen im Blick

Ganzheitlich den Menschen betrachten

Bonn - Immer mehr Menschen wenden sich bei gesundheitlichen Problemen der Naturheilkunde zu. Grund genug, einmal einen Blick in die tägliche Arbeit eines Heilpraktikers zu werfen. Warum wird man überhaupt Heilpraktiker? Diese Frage beantwortet der Münchner Heilpraktiker und langjährige Dozent Lothar Ohlhäuser so: “Ich wollte weiter denken, ganzheitlich und meine Patienten auch in diesem Sinne behandeln und das möglichst ohne Nebenwirkungen”, begründet er seine Ende der 70er Jahre getroffene Berufswahl.

Das Tätigkeitsfeld und die angewandten Naturheilverfahren sind breit gefächert: Augen- und Dunkelfelddiagnose, Darmsanierung, und Ernährungsanamnese mit Nahrungsmitteltest - um nur einige zu nennen. In seiner Praxis bestätigt sich immer wieder seine wichtigste Erkenntnis aus rund 30 Jahren Berufserfahrung: “Erst kommt die Säure, dann die Krankheit. Egal, ob Osteoporose, Rheuma, Muskel-, Gelenk-, Sehnen- oder Hautbeschwerden (wie Mykosen, Pilzbefall) und selbst psychische Probleme: meist steckt eine Säure-Basen-Verschiebung im Darm als elementares Übel dahinter. Unserer heutigen Lebensweise und der damit verbundenen Summe von Ernährungsfehlern haben wir dies zu verdanken. Die überschüssige Säure greift dann am genetischen Schwachpunkt des Menschen an.”

Was der Heilpraktiker erschreckend findet: “Mit psychischen Problemen, wie z. B. Burn Out-, oder Stress-Syndromen kommen heute immer jüngere Patienten zu mir, Berufsanfänger, Studenten und sogar Schüler. Da gilt es zuerst den Stoffwechsel wieder in die richtigen Bahnen zu lenken”.

Zur Behandlung seiner Patienten, zu denen Otto Normalverbraucher ebenso zählen wie bekannte Fernsehschauspieler, setzt Ohlhäuser auf Basen als Gegengewicht zur unheilvollen Säure im Körper. Er empfiehlt basische Mineralstoffe auf Citratbasis, wie das seit 80 Jahren bewährte rezept- und nebenwirkungsfreie Basica (Apotheke) und zwar “weil Citrate nicht durch die Magensäure verpuffen oder neutralisiert werden. Sie kommen vielmehr da an, wo Basen benötigt werden, im Bindegewebe! Der Grund besteht darin, dass Citrate im Gegensatz zu Bicarbonaten nicht im Magen, sondern erst im Dünndarm resorbiert werden. Also greift auch eine regelmäßige Einnahme die Magenschleimhaut überhaupt nicht an”.

Doch das ist nicht der einzige Tipp des 64-jährigen Heilpraktikers mit der enormen Berufserfahrung:

Probleme mit der Haut
Häufig wirkt die Haut trocken und faltig - auch ein Zeichen dafür, dass überschüssige Säure über die Haut nach außen entsorgt wird, den Körper und somit auch die Haut belastet. Dies ist oft ein Tribut an unseren heutigen stressigen Lebensstil. Auch Cellulite, die so sehr gehasste “Orangenhaut” an Po, Hüften und Oberschenkeln, die unserem Schönheitsideal - gerade im sommerlichen Bikini oder Badeanzug - so sehr widerspricht, wird übrigens durch Übersäuerung begünstigt. Wer die belastende Säure abbauen und damit einen “sichtbaren” Erfolg für seine Haut erreichen will, wird mit einer mehrwöchigen Entsäuerungskur mit basischen Citraten guten Erfolge erzielen.

Diät zum Wohlfühlen
Eine “3-Tage-Wohlfühldiät” nach Lothar Ohlhäuser kann z.B. so aussehen: Zu essen gibt es nur Reis mit Apfelmus (ohne Zucker), dazu ein Basendrink und viel Wasser ohne Kohlensäure.

Variante
3 Tage lang 3 x täglich 1 - 1 ½ kg Kartoffeln mit etwas Meersalz essen, dazu ebenfalls ein Basendrink und viel Wasser ohne Kohlensäure.

Wer auf unkomplizierte Weise etwas abnehmen möchte, dem rät unser Heilpraktiker: “einfach eine Woche lang auf das Abendessen verzichten, was je nach Stoffwechsel-Veranlagung zwischen 1 ½ und 2 kg weniger auf der Waage bringt”.

Wer weitere Informationen benötigt, kann sich mit der Naturheilpraxis Lothar Ohlhäuser in Verbindung setzen. Die Adresse im Internet: http://www.naturheilpraxis-ohlhaeuser.de

So wird eine Übersäuerung erkannt
Müdigkeit, nachlassende Konzentration, fehlende Energie: Wenn der Körper durch einen Überschuss an Säure belastet wird, schafft Basica den Ausgleich. Ein Zuviel an Säure entsteht oft durch falsche Ernährung und Stress. Die Kombination aus basischen Mineralstoffen und wertvollen Spurenelementen in Basica (feiert in diesem Jahr 80 jähriges Jubiläum!) neutralisiert belastende Säure und sorgt für neue Energie. Hochwertige basische Nahrungsergänzungsmittel (Einnahme ohne zeitliche Begrenzung möglich) gibt es nur in Apotheken: als Granulat zum Einrühren ins Essen, als Tabletten, als lösliches Getränkepulver oder als Mineralgetränk für Sportler. Ganz innovativ im Sortiment sind basische Mikroperlen zur direkten Einnahme ohne Wasser. Weitere Informationen: http://www.saeure-basen-forum.de.

Meningitis-Anfälligkeit geht auf Gene zurück

Fehler bei Codierung von Protein Faktor H entscheidend

London - Eine Reihe von Genen, die Menschen anfälliger für Meningitis machen, hat ein internationales Wissenschaftlerteam unter der Leitung des Imperial College London identifiziert. Das Team um Michael Levin hat die DNA von 1.400 Patienten mit bakterieller Meningitis und 6.000 gesunden Personen verglichen.

Laut Nature Genetics http://www.nature.com/ng fanden sich Unterschiede in einer Familie von Genen, die bei der Immunreaktion eine Rolle spielen. Sie scheinen Menschen mehr oder weniger anfällig für eine Infektion zu machen. Die Forscher hoffen, dass diese Entdeckung auch einen Beitrag zur Entwicklung neuer Impfstoffe leisten kann.

Die Forscher konzentrierten sich auf eine Form der Krankheit, die durch Neisseria meningitidis hervorgerufen wird. Dabei handelt es sich um ein Bakterium, das eine Schwellung der Schleimhaut des Gehirns sowie Blutvergiftung verursacht. Die aktuelle Studie ist nicht die erste, die versucht, Menschen zu identifizieren, die aufgrund ihrer Gene anfälliger für eine Meningitis sind. Die bisherigen Ergebnisse waren laut BBC nicht eindeutig. Verantwortlich dafür könnte die geringe Anzahl der getesteten Personen sein.

Genetischer Code gescannt

Beim erneuten Versuch wurde zuerst der gesamte genetische Code von 475 britischen Patienten und 4.700 gesunden Personen gescannt. Bei den für die Immunreaktion verantwortlichen Genen zeigte sich ein deutlicher Unterschied. Als die Tests bei Patienten zwei weiterer europäischer Länder wiederholt wurden, kam es zu den gleichen Ergebnissen. Diese genetischen Unterschiede bedeuten, dass das Bakterium bei manchen Menschen das Immunsystem angreifen und eine Infektion verursachen kann. Bei anderen Menschen ist das Immunsystem jedoch in der Lage, die Infektion abzuwehren.

Die Gene codieren das Protein Faktor H und damit in Verbindung stehende Proteine. Kommt es in diesem Bereich zu Fehlern, können sich die Bakterien an die Proteine anbinden. Das Immunsystem erkennt sie in der Folge nicht und es kommt zu keiner Abwehrreaktion. Levin betonte, dass diese Forschungsergebnisse vor allem für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Meningitis B sehr nützlich sein könnten. Gegen Meningitis C gibt es bereits einen wirksamen Impfstoff. (Ende)

Wasser spült saftige Renditen in Anlegerkassen

Steigender Bedarf sorgt für starkes Marktwachstum

Zürich - Dem Wassermarkt steht in Zukunft ein überdurchschnittliches Wachstum bevor. Davon können nicht nur Unternehmen und Betriebe der Öffentlichen Hand, sondern auch private Investoren und Anleger profitieren. Wie die Vermögensverwaltung SAM Sustainable Asset Management http://www.sam-group.com aufzeigt, umfasst das globale Marktvolumen 2010 bereits 480 Mrd. Dollar. Den Experten zufolge wird das jährliche Wachstum in den kommenden fünf Jahren zudem bei über sechs Prozent liegen. Durch den kontinuierlich steigenden Wasserbedarf eröffnet sich ein entsprechend hohes Renditepotenzial.

“Es gibt in allen Bereichen der Wasserwertschöpfungskette interessante Unternehmen als Investmentmöglichkeiten”, sagt Dieter Küffer, Senior Portfolio Manager des SAM Sustainable Water Fund, im Gespräch mit uns. So sind etwa in vielen Metropolen Investitionen in die Infrastruktur zur Wasserversorgung und deren Erneuerung überfällig. Darüber hinaus ergeben sich Wachstumschancen beispielsweise bei Anbietern innovativer Produkte und Lösungen in den Bereichen Wasseraufbereitung und -Recycling sowie beim größten Verbraucher Landwirtschaft.

Risiko vs. Performance

“Wasser-Investments bergen ein ähnliches Risiko wie die globalen Aktienmärkte”, erläutert Küffer. “In der Vergangenheit haben sie aber eine deutlich bessere Performance gezeigt.” So hat sich der SAM Sustainable Water Fund seit 2001 mit einer Steigerung von 43 Prozent gut entwickelt. Allein in den vergangenen zehn Jahren ist der weltweite Wasserverbrauch von 3.840 auf rund 4.500 Mrd. Kubikkilometer (km³) gestiegen. Bis 2030 wird der Bedarf laut SAM auf etwa 6.500 km³ anschwellen. Sowohl in Industrie- als auch Schwellen- und Entwicklungsländern ist der Investitionsbedarf enorm.

Bevölkerungswachstum und zunehmende Verstädterung erhöhen den Versorgungs- und Qualitätsbedarf von Wasser. In der Wirtschaftskrise wurden angesichts von Finanzierungsengpässen jedoch zahlreiche Investitionen in regionale Infrastruktursysteme redimensioniert oder verschoben. Mit einem Investitionspaket in Höhe von 14 Mrd. Dollar im Rahmen des Konjunkturpakets hat die Krise etwa in den USA aber auch zu positiven Impulsen geführt. Private Gesellschaften werden SAM zufolge am Trink- und Abwassermarkt in Zukunft noch stärker Teil haben. (Ende)

Österreicher fürchten sich grundlos

“Hinschauen statt Wegschauen” - KSÖ rät zur Nachbarschaftshilfe

Wien - Das Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) will das subjektive Sicherheitsempfinden der Österreicher verbessern. Denn ungeachtet aktueller Statistiken, die das Land bei der Sicherheit und beim Schutz des Eigentums in den Spitzenrängen sieht, fühlt sich knapp jeder Dritte hier nicht sicher. Eine groß angelegte Kampagne mit Bund, Ländern und Exekutive soll unter dem Motto “Das mach ich sicher” nun Aufklärungsarbeit leisten.

Sicherheitsportal online

Herzstück der Aktion ist der Launch eines neuen Informationsportals http://www.dasmachichsicher.at, das Bürgern eine Reihe von Anregungen und Tipps zu den Themen Diebstahl- und Einbruchsschutz liefert. “Österreich ist ein sicheres Land, aber wer sich wirklich sicher fühlen will, muss auch etwas selbst dafür tun”, rät KSÖ-Präsident Erwin Hameseder bei der Präsentation heute, Donnerstag, in Wien.

Neben dem Selbstschutz, der durch einfache Maßnahmen verbessert werden könne, müsse aber auch das Verantwortungsbewusstsein gegenüber Nachbarn und anderen Mitbürgern gestärkt werden. “Hinschauen statt wegschauen lautet die Devise”, präzisiert Hameseder gegenüber uns. “Wenn mein Nachbar das Gefühl hat, dass ich ebenfalls auf seine Wohnung oder sein Auto aufpasse und im Notfall zur Hilfe komme, trägt das wesentlich zum subjektiven Sicherheitsempfinden bei und hilft Delikte zu verhindern.”

Hilfe für Exekutive

Mit der angeregten Nachbarschaftshilfe will das KSÖ vermitteln, dass Sicherheit nicht nur Sache der Exekutive ist, sondern alle Bürgerinnen und Bürger etwas angeht. Projekte wie proNachbar http://www.pronachbar.at , welche die Arbeit der Polizei im Privatumfeld ergänzen, werden von der Exekutive zwar prinzipiell begrüßt. Gleichzeitig warnt die Polizei aber auch davor, in gefährlichen Situationen Held spielen zu wollen.

“Dass man aufmerksam und hilfsbereit durchs Leben geht, besagt eigentlich schon der menschliche Hausverstand”, meint Monika Dalmatiner-Prinz von der Wiener Polizei gegenüber pressetext. Im Ernstfall sollten verdächtige oder strafrelevante Handlungen aber immer der Polizei gemeldet werden. “Die eigene körperliche Unversehrtheit muss auch für die Helfenden an oberster Stelle stehen. Denn sonst sorgen sie mit ihrem Verhalten unter Umständen für eine noch größere Gefahrensituation”, so Dalmatiner-Prinz. (Ende)

Österreich versagt beim Klimaschutz

Vier Öko-Rankings zeichnen vier verschiedene Bilder

Wien - Im EU-Vergleich schneidet Österreich in vier verschiedenen Öko-Rankings gut ab und belegt insgesamt den zweiten Platz hinter Schweden. Dessen ungeachtet gibt es dringenden Aufholbedarf in Sachen Klimaschutz und Kyoto-Ziel-Erreichung. Die erfolgreichste Performance innerhalb der EU-Staaten bot die Slowakei, die ex-aequo mit der Alpenrepublik liegt. Die aktuelle Studie ist heute, Donnerstag, von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) http://www.wko.at präsentiert worden.

“Das Besondere an dieser Bewertung ist, dass darin vier internationale Ökologievergleiche berücksichtigt sind. Und dabei spielen immer andere Kriterien eine maßgebliche Rolle, denn Ranking ist nicht gleich Ranking”, so Christoph Haller, Nachhaltigkeitskoordinator bei der WKÖ gegenüber pressetext. Grundlage sind die Rankings der US-Universitäten Yale und Columbia, der Wertung der Zürcher Kantonalbank sowie der ökologische Fußabdruck der NGO WWF. “Der vierte Vergleich ist der Nachhaltigkeitscontest 2009 der WKÖ, bei dem 46 Einzelindikatoren Österreich auf den zweiten Platz brachten”, erklärt Haller.

Stabile Öko-Performance der Alpenrepublik

“Durch die Mischung der vier Rankings werden Verzerrungen durch die jeweilige spezifische Ausrichtung weitgehend ausgeglichen”, meint Haller. “Die Alpenrepublik ist breit abgestützt und im Zeitablauf sehr stabil”, betont Stephan Schwarzer, Abteilungsleiter für Umwelt- und Energiepolitik bei der WKÖ. Seit 2002 mache die WKÖ solche Rankings und Österreich lande immer auf den Spitzenplätzen.

Die Konkurrenz innerhalb der EU nimmt stetig zu. Vor allem ehemalige Nachzügler holen deutlich auf. Das sei vor allem in jenen Staaten deutlich, die weniger Umweltbewusstsein haben und sich deutlich verbessern. “Es kommt zu einer Angleichung auf hohem Niveau und die Streuung wird von Jahr zu Jahr geringer”, erklärt Schwarzer. So gesehen sage das Ranking nichts darüber aus, ob ein Land besser geworden ist. Das hängt eher von der Frage ab, wie sich der gesamte Bulk bewegt.

Energieeffizienz als Schlüssel zum Erfolg

“Die größte Herausforderung in Sachen Ökologisierung liegt in der Erhöhung der Energieeffizienz”, betont Schwarzer. Die größte Aufgabenstellung ist, noch mehr Nutzen aus dem Energieverbrauch zu ziehen. Schwerpunkte dabei sind die Erhöhung der Anteile von erneuerbaren Energien sowie die Sanierungskonzepte für bereits bestehende Gebäude. Als wichtiges politisches Werkzeug sieht der Experte eine Verbesserung der Spielregeln zur besseren Planbarkeit von solchen Energiesystemen. “Es müssen Unterförderungen genauso beseitigt werden wie Überförderungen”, erklärt Schwarzer.

Beim Vergleich der verschiedenen Rankings untereinander - vor allem in Hinblick auf das schlechte Abschneiden Österreichs beim ökologischen Fußabdruck - meint Schwarzer, dass die Stabilität wichtiger sei als das Ranking selbst. “Natürlich wäre ein reiner Performancevergleich am klügsten, denn ansonsten besteht immer die Möglichkeit, dass Äpfel mit Birnen vermischt werden”, so Schwarzer. (Ende)

Temperament aus Kindestagen bleibt uns erhalten

Persönliche Stabilität kommt erst im Laufe der Zeit

Riverside/Erlangen - Das Temperament, das Kinder an den Tag legen, behalten sie ein Leben lang bei. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der University of California in Riverside und des Oregon Research Institute. Die Wissenschaftler haben Daten von insgesamt 2.400 Elementarschülern aus den 1960er Jahren aus Hawaii herangezogen und 144 der damaligen Probanden neuerlich interviewt.

“Wir bleiben das ganze Leben lang die gleiche Person”, so Studienleitautor Christopher Nave von der University of California in Riverside. “Das zeigt, dass es extrem wichtig ist, die Persönlichkeit zu verstehen, denn diese folgt uns immer und überall durch all die Jahre hindurch.” Insgesamt haben die Wissenschaftler die vier verschiedenen Eigenschaften Wortgewandtheit, Anpassungsfähigkeit, Impulsivität und Selbstwertgefühl genauer untersucht.

Persönliche Stabilität entwickelt sich später

“Zahlreiche Großstudien sind zum Schluss gekommen, dass sich persönliche Stabilität erst im Laufe eines Lebens einstellt”, meint Frieder Lang, Leiter des Instituts für Psychogerontologie an der Universität Erlangen-Nürnberg http://www.geronto.uni-erlangen.de im Presse-Gespräch. “Bei den hier untersuchten Eigenschaften handelt es sich um Temperamentsmerkmale.” Lang hält es für möglich, dass sich solche Formen früher stabilisieren.

“Man muss auch darauf hinweisen, dass in der Studie nur jene 144 Probanden nochmals untersucht werden konnten, weil sie von den Forschern zur Befragung gefunden werden konnten.” Das bedeutet in weiterer Folge, dass all jene, die im Laufe ihres Lebens umgezogen sind, ins Gefängnis kamen oder Insassen einer psychiatrischen Klinik wurden, nicht mehr befragt wurden. Zur Persönlichkeitsentwicklung tragen viele unerwartete Ereignisse außerhalb der Familie bei. Daher stellt sich der Wissenschaft immer noch die Frage, wann ein Mensch sozusagen fertig entwickelt ist.

Wortgewandtheit bleibt erhalten

Wortgewandte Kinder mit einem hemmungslosen Mitteilungsbedürfnis tendierten auch im jungen Erwachsenenalter dazu, in intellektuellen Angelegenheiten reges Interesse zu zeigen. Sie sprechen fließend, behalten die Kontrolle über Situationen und entwickeln einen hohen Grad an Intelligenz. Kinder mit geringerer Sprachgewandtheit neigen eher dazu, bei Hürden aufzugeben und zeigen sich im zwischenmenschlichen Bereich unbeholfen.

Kinder, die von Lehrern als anpassungsfähig - damit ist der erfolgreiche Umgang mit unbekannten oder neuen Situationen gemeint - beschrieben wurden, zeigten dieses Verhalten auch als Erwachsene. Sie wurden als frohgemut, redegewandt und intelligent beschrieben. Jene, die als Kinder als nicht anpassungsfähig eingestuft wurden, neigten als Erwachsene dazu, über sich selbst schlecht zu sprechen, von Fremden Rat zu suchen und im Umgang mit anderen eher unbeholfen zu sein.

Impulsive und laut sprechende Kinder behielten ihre Eigenschaften ebenso wie jene, die als nicht gefühlsbetont eingestuft wurden. Sie waren als Erwachsene eher ängstlich, hielten andere Menschen auf Distanz und zeigten sich unsicher. Ähnlich verhielt es sich mit Kindern, die eine Tendenz zu niedrigem Selbstwertgefühl aufwiesen. Auch diese Eigenschaft behielten sie bis ins Erwachsenenalter bei. (Ende)

Hodenkrebs: Gefahr von Plastikmüll auf der Spur

Zahl der Erkrankungen in den letzten 35 Jahren verdoppelt

Edinburgh - Wissenschaftler der Human Reproductive Sciences Unit des Medical Research Council http://www.hrsu.mrc.ac.uk untersuchen, ob Chemikalien, wie sie etwa in Plastik enthalten sind, für das Ansteigen der Hodenkrebs-Erkrankungen verantwortlich sind. Das Team um Richard Sharpe geht davon aus, dass der Kontakt damit bereits im Mutterleib erklären kann, warum sich die Anzahl der Erkrankungen in den letzten 35 Jahren verdoppelt hat.

Die Wissenschaftler betonen in Human Reproduction http://humrep.oxfordjournals.org, dass eine derartige Studie auch heute nur durch ein neu geschaffenes Modell möglich ist, um so die Entwicklung der Krankheit zu beobachten. Mäusen werden für die Überprüfung der aufgestellten Theorie menschliche Zellen eingepflanzt.

Veränderungen zu Beginn der Schwangerschaft

Junge Männer erkranken an Hodenkrebs. Ärzte wissen bereits seit einigen Jahren, dass die Veränderungen, die zu einer Erkrankung führen, schon in den ersten Lebensmonaten des Fötus auftreten können. Da diese Veränderungen bereits zu Beginn der Schwangerschaft stattfinden und es keine Möglichkeit zur Untersuchung der Hoden gibt, ist nicht klar, wie und warum es zu diesen Veränderungen kommt.

Forscher sind laut BBC aufgrund der ständig zunehmenden Erkrankungen relativ sicher, dass es eine umweltbedingte Ursache geben muss. Sharpe hält es für denkbar, dass diese Veränderungen durch den Kontakt der Schwangeren mit Chemikalien wie Phthalaten entstehen, die in vielen Bereichen des Haushalts zu finden sind. Dazu gehören auch Möbel und Verpackungen.

Da die Krebserkrankungen jedoch erst 20 bis 40 Jahre später auftreten, ist es nur schwer möglich, genaue Ursachen oder das Ausmaß der Belastung der Mutter festzustellen. Das neue Modell ermöglicht jetzt, die Hoden sehr früh zu untersuchen und im Experiment zu manipulieren. Damit soll endlich geklärt werden, ob diese Chemikalien wirklich verantwortlich sind. Die Wissenschaftler haben Hodengewebe von abgetriebenen Föten unter die Haut von Mäusen eingepflanzt.

Phthalate beeinträchtigen Keimzellen

Die Keimzellen der Hoden befinden sich in einem kritischen Stadium, in dem alle Probleme bei der Entwicklung sie präkanzerös machen können. Die Wissenschaftler werden die Mäuse Phthalaten und anderen Chemikalien aussetzen, um festzustellen, ob es zu Veränderungen der Keimzellen kommt. Phthalate stehen aus verschiedenen Gründen ganz oben auf der Liste. Es ist aus Laborexperimenten bekannt, dass sie die Keimzellen des menschlichen Fötus beeinträchtigen können. Sie kommen auch am häufigsten zum Einsatz.

Phthalate machen das Plastik biegsam. Sie sind auch in Teppichen, Verbundplatten, der Polsterung von Autos, Beschlägen, bestimmten Kosmetika und Medikamenten enthalten. Sharpe räumt allerdings auch ein, dass es nicht ganz sicher ist, ob die Auswirkungen auf den Fötus im Tierversuch einfach auf den Menschen übertragen werden können.

Die Frage, ob Phthalate die Gesundheit des Menschen gefährden oder nicht, ist noch immer ungelöst und von entscheidender Bedeutung. Dahinter stehe ein sehr großer Industriezweig. Daher könnten diese Chemikalien nicht einfach ohne große Auswirkungen aus dem Alltag verbannt werden. Schon aus diesem Grund müsse man sich absolut sicher sein. Mit ersten Ergebnissen ist in einem Jahr zu rechnen. (Ende)

Starkes Herz verlangsamt Alterung des Gehirns

Geringere Blutzirkulation bedeutet Sauerstoffmangel

Boston - Wer sein Herz fit und stark hält, verlangsamt damit die Alterung des Gehirns. Wissenschaftler der Boston University http://www.bu.edu haben nachgewiesen, dass gesunde Menschen mit einem nur schleppend arbeitenden Herzen, das weniger Blut transportierte, auch “ältere” Gehirne hatten.

Scans von 1.500 Personen machten sichtbar, dass das Gehirn mit zunehmendem Alter schrumpft. Eine schlechte Herzleistung ließ das Herz laut dem Fachmagazin Circulation fast zwei Jahre schneller altern. Dieser Zusammenhang bestand bei jüngeren, gesunden Menschen um die 30 genauso wie bei älteren Menschen, die an einer Erkrankung des Herzens litten.

Niedriger Herzindex
Die leitende Wissenschaftlerin Angela Jefferson betonte, dass die Studienteilnehmer nicht krank waren. Nur wenige litten an einer Herzkrankheit. Die Beobachtung, dass fast ein Drittel aller Untersuchten über einen niedrigen Herzindex verfügte und dass dieser niedrigere Index mit einem kleineren Gehirnvolumen einhergeht, sei Besorgnis erregend und erfordere eine nähere Untersuchung.

Die Teilnehmer mit einem geringeren Gehirnvolumen laut MRI-Scan zeigten keine offensichtlichen Symptome einer eingeschränkten Gehirnfunktion. Die Wissenschaftler halten es jedoch für denkbar, dass diese Schrumpfung ein erstes Anzeichen dafür sein könnte, dass etwas nicht stimmt. Eine noch stärkere Schrumpfung oder Athropie findet bei einer Demenz-Erkrankung statt.

Weniger Sauerstoff fürs Gehirn

Jefferson erklärte laut BBC, es gebe mehrere Theorien, warum ein niedrigerer Herzindex die Gesundheit des Gehirns beeinflussen kann. Wird zum Beispiel weniger Blut vom Herzen in den Körper gepumpt, erhalten die Gehirnzellen weniger Sauerstoff und Nährstoffe. Es sei jedoch laut Jefferson zu früh, aus diesen Forschungsergebnissen Empfehlungen für ein gesundes Leben abzuleiten.

Klar sei jedoch, dass die Gesundheit von Herz und Hirn Hand in Hand gehen. Experten wie Clinton Wright von der University of Miami http://www.miami.edu weisen darauf hin, dass der Herzindex eines Menschen ziemlich statisch ist und nur schwer verändert werden kann. Für die aktuelle Studie wird jetzt untersucht, ob und wie die Veränderungen des Gehirns das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmer beeinflussen. (Ende) www.zaronews.com

Weltraum wird immer mehr zur Mülldeponie

Abfall gefährdet Internationale Raumstation und Satelliten

Washington DC/Graz - Dass Weltraumschrott Satelliten gefährdet, ist seit langem bekannt. Nun hat die NASA erstmals genau festgestellt, wer am meisten Müll im Orbit hinterlassen hat. Die größte Zahl von Abfall stammt demnach von ehemaligen sowjetischen und chinesischen Satelliten. Doch Europa könnte schon bald zum größten Verschmutzer werden.

Erst jetzt konnte die US-amerikanische Raumfahrtbehörde den Weltraum-Abfall identifizieren, der fast zu einer Kollision mit der Internationalen Raumfahrtstation ISS geführt hat. Das Objekt stammt vom 2007 abgeschossenen chinesischen Wettersatelliten Fengyun 1C. Die russische Luftfahrtbehörde erklärte danach, dass die Gefahr gebannt sei und gab grünes Licht. Im Zuge des Orbital Debris Programm konnte die NASA insgesamt 19.000 Objekte, die größer als zwölf Zentimeter sind, ausmachen. Allein vom chinesischen Satelliten konnten 2.841 Teile identifiziert werden. All diese Objekte sind eine ernstzunehmende Gefahr für Satelliten und die ISS.

Einzelne Schraube kann große Schäden anrichten

“Selbst eine einzelne Schraube kann immense Schäden an einem Satelliten verursachen”, so Wolfgang Baumjohann, Direktor des Instituts für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften http://www.iwf.oeaw.ac.at, im Interview. Man könne das mit der Geschwindigkeit einer Gewehrkugel vergleichen. Dass der Orbit vom Müll gereinigt wird, ist für den Experten nahezu unvorstellbar. “Das ist so, wie wenn man das Meer vom Plastikmüll befreien wollte.”

Die Sprengung des chinesischen Satelliten ist nur ein Abschnitt in der Geschichte der Weltraumforschung. “Ähnliches haben auch die Russen und die Amerikaner zuvor gemacht”, erklärt Baumjohann. “Bis vor einigen Jahren hat man über das Problem nicht wirklich nachgedacht”, meint der Experte. Die ISS sei insofern weniger gefährdet, da sie Triebwerke zum Ausweichen hat.

Wenn Müll mit Müll kollidiert

Ein gewaltiges Problem stellen unkontrolliert fliegende Abfallteile dar, die miteinander kollidieren. “Wenn so viel Schrott da ist, gibt es logischerweise auch mehr Kollisionen. Und jede dieser Kollisionen führt dazu, dass noch mehr Schrott entsteht.” Durch diese Instabilität könnte es zum exponentiellen Anwachsen von immer mehr Schrotteilen kommen.

Europa könnte schon bald den überhaupt größten Müllanteil im All hinterlassen. In drei Jahren wird der ESA Erdbeobachtungssatellit Envisat mit seinem Gewicht von neun Tonnen ausrangiert und zum Verglühen gebracht. Die Gefahr, dass er dabei mit der ISS kollidiert, ist zwar gering. Experten warnen jedoch davor, dass er mit großen Abfallteilen wie Raketensegmenten oder anderen alten Satelliten zusammenstoßen könnte. Ein solches Ereignis würde zu einer verhängnisvollen Kettenreaktion führen.

Die einzige Möglichkeit passgenauer auf die Ereignisse im All zu blicken, sind immer genauere Radarsysteme, die immer kleinere Abfallteile orten und zurückverfolgen können. “Im All gibt es den Ehrenkodex, dass die Betreiberländer auch zur Beseitigung ihrer nicht mehr verwendeten Satelliten zu sorgen haben”, erklärt Baumjohann. (Ende)