Infos

Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Wirtschaft.

Calendar
März 2010
M D M D F S S
« Feb    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  
Kategorien

Archiv der Kategorie Wirtschaft

Benzinpreise: Freitag ist Abzock-Tag

Preisstrategien der Mineralölkonzerne in der Kritik

München - Das Hochsetzen der Benzinpreise gegen Ende der Woche ist eine beabsichtigte Strategie vieler Mineralölkonzerne. Dies ist das Resultat der heute, Donnerstag, vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) http://www.adac.de vorgestellten Branchenerhebung. Die Experten kommen dabei zu dem Ergebnis, dass der Benzinpreis an Freitagen im Schnitt um 3,5 Prozent höher ausfällt als an Montagen. Der Verkehrsclub kritisiert hierbei das offensichtliche Streben nach Renditen, die sich in wirtschaftlich guten Zeiten womöglich nur schwer erreichen ließen.

Offensichtliche Preispolitik

“Dass die Mineralölkonzerne die Preise vor allem immer freitags anheben, ist offenkundig zu beobachten. Obwohl es nicht verboten ist, in einer Marktwirtschaft Gewinne einzufahren, hat diese Preispolitik im Jahresvergleich dreiste Züge”, kritisiert ADAC-Sprecher Andreas Hölzel im Gespräch mit pressetext. Dem Experten nach werden Autofahrer künftig die Regel nutzen und die Konzerne gerade in teuren Spritzeiten unter Druck setzen. Österreich hat bereits seit dem Sommer 2009 reagiert. Die Tankstellen dürfen alle Preise nur einmal pro Tag anheben.

Der Vergleich sämtlicher Tages-Durchschnittspreise des vergangenen Jahres hat gezeigt, dass der Preis für Superbenzin an Freitagen bei durchschnittlich 1,285 Euro und für Diesel bei 1,09 Euro lag. Beide Werte waren damit 3,5 Cent höher als am jeweiligen Montag. Kritisiert wird seitens des ADAC vor allem das “ausgeprägte Gewinnstreben” der Konzerne, die das hohe Verkehrsaufkommen vor dem Wochenende durch “kräftige Preisaufschläge” nutzen würden. “Nicht nur am Freitag, sondern immer öfter auch am Mittwoch wird abkassiert”, sagt Hölzel.

Seit 2006 steigende Spritpreise

Angelehnt an die Analyse lässt sich außerdem festhalten, dass die Preisspanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Wochentag gegenüber den Vorjahren weiter zugenommen hat. Dieser Umstand drückt sich vor allem darin aus, dass die Differenz 2006 und 2007 noch rund zwei Cent betragen hatte, 2008 jedoch bereits bei 3,2 Cent für Benzin und 3,1 Cent für Diesel lag. Die Daten für 2009 zeigen einen Trend der Preissteigerungen an deutschen Tankstellen.

Den Freitag zum Tanken zu meiden, zahlt sich den Berechnungen nach langfristig aus, da das Sparpotenzial beachtlich ist. Denn bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern sowie einem Durchschnittsverbrauch von acht Litern hätte ein Autofahrer laut ADAC im Vorjahr 42 Euro sparen können, sofern er statt Freitag ausschließlich montags getankt hätte. “Autofahrer sollten tanken, wenn es gerade günstig ist - auch wenn der Tank noch nicht komplett leer ist”, rät Hölzel gegenüber pressetext. Günstige Gelegenheiten sollten konsequent genutzt werden. (Ende)

Falkland-Konflikt bricht erneut auf

Vermutete Ölvorkommen im Südatlantik sorgen für Spannungen

London/Buenos Aires - Größere Mengen Erdöl vermuten Geologen in der Nähe der südatlantischen Falkland Inseln. Doch die Ausbeutung des Öls des immer noch britischen Archipels stößt den Argentiniern, die die Inseln für sich beanspruchen, auf, wie BBC berichtet. In diesem Jahr soll mit den ersten Bohrungen begonnen werden. Die argentinische Regierung hat daraufhin jeder Ölfirma, die an den Probebohrungen teilnimmt, eine weitere Zusammenarbeit in Argentinien versagt.

In der Vorwoche wurde ein Schiff mit Ausrüstung für das Vorhaben in Argentinien festgehalten. Eine Bohrinsel von den schottischen Highlands ist indessen auf dem Weg zu den Falkland Inseln und soll kommende Woche mit den Bohrungen beginnen, berichtet das Unternehmen Desire Petroleum http://www.desireplc.co.uk.

Krieg von 1982 nicht vergessen

Nach dem Falkland-Krieg, der 1982 nach der argentinischen Invasion auf die Inseln mehr als 900 Todesopfer auf beiden Seiten gefordert hat, hat sich die Frage nach eventuellen Ölabbaurechten nicht gelöst. Das Säbelrasseln über die angeblichen Bodenschätze ist demnach nur eine weitere Episode des immer noch schwelenden Konflikts.

Diese Woche hat die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez ein Dekret unterzeichnet, wonach sämtliche Schiffe, die zwischen Argentinien und den Malwinen - wie die Inseln in Argentinien genannt werden - um vorherige Erlaubnis bitten müssen. Kabinettschef Anibal Fernandez sieht in dem Erlass nicht nur die Verteidigung der argentinischen Souveränität, sondern auch aller Ressourcen in der Region.

Disput um Hoheitsgewässer

Betroffen davon sind allerdings nicht nur die Falkland-Inseln, sondern auch der Schiffsverkehr zu den anderen Britischen Territorien Süd-Georgien und den Süd-Sandwich-Inseln. Argentinien bezeichnet die Inseln als illegal von Großbritannien besetzt. Im Notfall wollen die Argentinier die Vereinten Nationen anrufen - wie sie dies schon im Vorjahr getan hatten.

“Die Kontrolle der argentinischen Hoheitsgewässer ist eine Angelegenheit Argentiniens. Sie betrifft die Falkland Inseln nicht”, argumentierte des britische Außenministerium. Zudem setzte man in London auf versöhnliche Töne. “Argentinien und Großbritannien sind wichtige Partner in einer engen und produktiven Zusammenarbeit.” Man habe der argentinischen Regierung angeboten zusammenzuarbeiten. Zurückhaltend äußerte sich auch Phyllis Rendell, die für Bodenschätze zuständige Direktorin der lokalen Regierung auf den Falkland-Inseln http://www.falklands.gov.fk : “Wir dürfen nicht vergessen, dass noch niemand Öl gefunden hat.” (Ende)

Über elf Millionen Deutsche in Armut

Um ein Drittel mehr Betroffene als vor einer Dekade

Berlin - Armut hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland rasant ausgebreitet. Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) http://www.diw.de aufzeigt, hat die Zahl der Betroffenen innerhalb von zehn Jahren um rund ein Drittel zugelegt. Etwa 14 Prozent der Bevölkerung oder 11,5 Mio. Menschen lebten 2008 unter der Armutsschwelle. Von dem steigenden Risiko, in die Armut zu rutschen, seien Kinder und junge Erwachsende besonders betroffen.

Laut Definition der Europäischen Kommission gilt als armutsgefährdet, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens seines Landes zur Verfügung hat. Unter den 19- bis 25-Jährigen lebte den DIW-Angaben zufolge vor zwei Jahren beinahe ein Viertel unter der Grenze. Im Gegensatz dazu stelle Altersarmut aktuell ein vergleichsweise geringes Problem dar. Personen am Ende des Berufslebens oder zu Beginn des Ruhestands würden demzufolge ein unterdurchschnittliches Armutsrisiko aufweisen. Das auf Durchschnittsniveau steigende Risiko ab 75 Jahren sei auf einen höheren Anteil von Witwen mit geringem Alterseinkommen zurückzuführen.

Armutsrisiko steigt mit Kinderzahl

46- bis 55-Jährige sind dem DIW nach überwiegend berufstätig, über den Abschluss der Bildungskarriere hinaus und daher wenig armutsgefährdet. Bei jungen Erwachsenen mache sich hingegen die längere Dauer der Ausbildung sowie der höhere Anteil an Hochschulabsolventen bemerkbar. Dadurch verzögere sich der Einstieg ins Berufsleben. Darüber hinaus müssten viele Jobsuchende schlecht bezahlte Praktika oder “prekäre Arbeitsverhältnisse” für den Einstieg in die Berufswelt wählen. Der Trend, das Elternhaus früher zu verlassen, erhöhe das Armutsrisiko zusätzlich.

“Insbesondere Familienhaushalte mit mehr als zwei Kindern sind stärker von Armut betroffen”, sagt Joachim Frick vom DIW. Das Risiko steige mit der Kinderzahl. Bei drei liege es bei 22 Prozent, bei vier und mehr Kindern erreiche es bereits 36 Prozent. Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern weisen mit über 40 Prozent eine “weit überdurchschnittliche Armutsrate auf”. Zwar zeige der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen sowie das Elterngeld Wirkung. Trotzdem bleiben Kinder und Jugendliche einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Finanzielle Unterstützung bekämpfe Symptome, kuriere aber nicht die Ursachen von Armut. (Ende)

Jeder Zweite von Gewalt im Job betroffen

Befragung: Druck im Arbeitsleben lässt Zwischenfälle steigen

Wien - Gewalt ist im Berufsleben weit verbreitet, doch sind Arbeitnehmer noch wenig für das Thema sensibilisiert. Das zeigt eine Befragung unter 1.800 Beschäftigten aus Verkehrs-, Tourismus- und Gesundheitsberufen, die die Gewerkschaft vida http://www.vida.at heute, Montag, in Wien präsentierte. “Gewalt am Arbeitsplatz hat in den vergangenen Jahren zugenommen und schon jeder Zweite wurde Opfer. Betroffen sind vor allem niedrig Qualifizierte, die sich weniger gut wehren können”, berichtet die stv. vida-Bundesgeschäftsführerin Renate Lehner. Als Ursache dieser Situation vermuten die meisten Befragten steigenden Arbeitsdruck und die Angst um den Arbeitsplatz.

Wenig Sensibilisierung in Betrieben

Zwei von drei Befragten bezeichneten sexuelle Übergriffe in jedem Fall als Gewalt, Herumschreien und Einschüchterungen jeder Zweite. Bei Ausgrenzung, diskriminierenden Bemerkungen sowie Hänseleien und Verspottungen ist der Gedanke an Gewalt hingegen viel seltener. “Falls solche Zwischenfälle nicht als Gewalt angesehen werden, hat man auch keine Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, denn man würde sich lächerlich machen”, warnt Georg Michenthaler vom Meinungsforschungsinstitut IFES. Allerdings werden selbst 58 Prozent der sexuellen Übergriffe von den Opfern widerstandslos hingenommen.

Wie häufig gewaltsame Zwischenfälle sind, variiert von Branche zu Branche. “Betroffen sind besonders Berufe, die im öffentlichen Raum ein Massenpublikum bedienen und somit hohen Kundenkontakt haben”, erklärt Michenthaler. Drei von vier Verkehrsbediensteten waren schon Opfer von Gewalt, unter anderem von Hänseleien, Bedrohungen durch Kunden und auch von Handgreiflichkeiten. In der Hotelbranche sind hingegen Herumschreien, Einschüchterungen durch Vorgesetzte oder Kollegen sowie Mobbing gang und gäbe. Täter sind in allen Branchen eher die Kunden, manchmal Kollegen, seltener die Vorgesetzten.

Passivität macht Vorgesetzte zu Mittätern

“Sind Vorgesetzte auch nicht die Hauptauslöser, werden sie leicht Komplize der Gewalt, wenn sie diese dulden, nicht erkennen oder nicht präventiv verhindern”, betont vida-Vorsitzender Rudolf Kaske. Ein Beispiel dafür sei die Personalknappheit in kritischen Situationen. “Oft begleiten nur zwei Zugschaffner einen Zug mit Fußballfans. Angesichts dieser eher gewaltbereiten Kundengruppe reicht es nicht, bei Zwischenfällen bloß auf ein Einschreiten der Polizei an der nächsten Haltestelle hoffen zu dürfen.” Ähnlich sei die Situation von Heimhelferinnen, die immer weniger Zeit pro Klient zu Verfügung haben, ergänzt Lehner. “Mehr Aggressionen auf Kundenseite sind vorprogrammiert.”

Gegenüber der Presse rät Kaske den Betrieben, die Mitarbeiter in maßgeschneiderten Schulungen auf Gewaltvermeidung und -umgang zu trainieren. “Man sollte beim Arbeitseinstieg nicht nur die Funktionsweise von Geräten lernen, sondern auch etwa durch Rollenspiele Grundlagen des Konfliktmanagements einüben. So kann Gewalt oft schon im Vorfeld vermieden werden”, so der vida-Vorsitzende. Etliche Betriebsräte würden mit ihren Dienstgebern bereits über derartige Regelungen verhandeln. “Maßnahmen gegen Gewalt am Arbeitsplatz wie etwa die Besserung des Beitriebsklimas kommen Arbeitnehmern und -gebern zugute. Das gilt es zu vermitteln.”

Rütteln am Tabu

An die Politik richtet Kaske den Vorschlag, gewalttätige Übergriffe im Beruf nicht bloß als Verwaltungsdelikte zu behandeln. “Es hätte abschreckende Wirkung und würde das Tabu lockern, wenn eine Gewalttat ein Strafverfahren nach sich zieht”, so der Experte. Wichtiges Ziel der Gewerkschaft ist auch die Enttabuisierung. “Vorfälle sollen nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden, damit sich der Eindruck nicht verfestigt, Gewalt gehöre zum Job.” (Ende)

Der Mensch ist ein geborener Langstreckengeher

Evolution spezialisierte sich auf den Fersengang

Salt Lake City/Jena - Beim Gehen mit wenig Energieeinsatz übertrifft der Mensch die gesamte Tierwelt. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe im Journal of Experimental Biology. “Wir sind zwar gute Langstreckenläufer, schaffen es aber nicht, mit wenig Energie zu laufen, wie dies Profisprintern wie etwa Gazellen, Rehen, Pferden oder Hunden gelingt. Denn während diese zuerst auf Ballen oder Zehen aufkommen, ist der menschliche Fuß für den Fersengang konstruiert. Das macht ihm zum Weltmeister im Gehen”, berichtet Studienleiter David Carrier.

Fußballen sind Energiefresser

Um das festzustellen, untersuchten die Wissenschaftler Freiwillige, die sich auf einem Laufband bewegten. Jeder von ihnen lief in drei unterschiedlichen Arten, indem die Füße zunächst auf den Fersen, dann auf den Ballen und schließlich auf den Zehen abgesetzt wurden. Da die Probanden mit einer Sauerstoff-Maske liefen, konnte ihr Sauerstoffverbrauch erhoben werden, der Rückschlüsse auf den Energieverbrauch zulässt. Es zeigte sich, dass man auf dem Ballen 53 Prozent und auf den Zehen sogar 83 Prozent mehr an Energie verbraucht, als wenn man zuerst auf den Fersen aufkommt.

Mehrere Thesen für den Mehraufwand erwiesen sich in der Forschung als nur wenig relevant. Wer zuerst mit der Ferse aufkommt und dann auf die Fußballen schwenkt, verlängert damit seine Schrittweite um eine gesamte Sohlenlänge, während das Ballengehen die Schritte kürzer und häufiger macht. “Das alleine hat jedoch noch keine Auswirkung auf den Energieverbrauch und ebenso wenig die Tatsache, dass die Ballen weniger Stabilität als die Ferse bieten”, berichtet Carrier.

Fersengang lässt Muskeln rasten

Den Ausschlag gibt vielmehr die Bewegung des gesamten Körpers. Die Ferse erlaubt, dass sich der Körper beim Gehen weniger auf und ab bewegt und belässt seine Masse somit in vertikaler Ruheposition. Dadurch ersparen sich die Knöchel-, Knie-, Hüfte- und Rückenmuskeln einiges an Arbeit. Zudem bremst das Aufkommen auf den Ballen den Körper immer wieder und erfordert bei jedem Schritt eine kleine Beschleunigung, während beim Fersengang der Bewegungsfluss optimiert ist.

Weiters ermöglicht der Fersengang laut der Studie auch den idealen Wechsel von Energieformen. Beginnt ein Mensch seinen Vorwärtsgang, der beim Schritt eine leichte Abwärtsbewegung mit sich bringt, wird gespeicherte Energie in Bewegungsenergie umgesetzt. Rollt das Gewicht schließlich auf der Sohle ab und der Gehende bewegt sich dabei zugleich vor- und aufwärts, bremst man automatisch, was die Bewegung erneut in gespeicherte Energie umwandelt.

Laufen verlegt Gewicht auf Ballen

Der optimale Fersenaufsatz gelingt jedoch nur beim Gehen, während es beim Laufschritt energetisch keinen Unterschied macht, ob der Mensch auf Ferse, Ballen oder Zehen läuft. “Berufssprinter landen oft nur auf den Fußballen, so als ob sie barfuss laufen würden. Doch auch wenn man beim Laufen zuerst auf der Ferse landet, zwingt einen der Gegendruck des Bodens dazu, sehr schnell auf den Ballen zu wechseln, der das meiste Gewicht trägt”, so Carrier.

„Die Plattfuß-Haltung mit Bodenkontakt der Ferse gibt es nur beim Menschen und bei Menschenaffen. Hunde etwa gehen auf Zehen, denn sie haben Ferse und Zehenballen an abgehobener Stelle“, erklärt die Zoologin Nadja Schilling von der Universität Jena http://www.uni-jena.de, die an der Studie beteiligt war, gegenüber uns. Ausgangsfrage der Forschung sei die Tatsache gewesen, dass der menschliche Körper derjenige eines Sprinters ist, während jedoch die Füße nicht dazu passen. „Wir wissen nun, dass der Vorteil beim Gehen die Ursache ist“, so die Forscherin. (Ende)

“Naschkatzen” drohen später Depressionen

Süßer Geschmack aber von allen Kindern als Belohnung wahrgenommen

Philadelphia - Die meisten Kinder mögen Süßigkeiten. Jene, die sie besonders gerne mögen, könnten depressiv sein oder über ein höheres Risiko eines Alkoholproblems in der Zukunft verfügen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Monell Chemical Senses Center http://www.monell.org gekommen. Das Team um Julie Mennella schreibt in Addiction http://www.addictionjournal.org, dass bestimmte Kinder sich besonders zu sehr Süßem hingezogen fühlen. Diese Kinder hatten entweder einen nahen Verwandten mit einem Alkoholproblem oder verfügten selbst über Symptome einer Depression.

Es ist jedoch nicht klar, ob diese Vorliebe für sehr Süßes auf echte chemische Unterschiede oder auf die Erziehung zurückzuführen ist. Die Wissenschaftler erklärten, dass ein süßer Geschmack und Alkohol viele der gleichen Arten von Belohnung auslösen. Mennella erläuterte, dass bekannt sei, dass ein süßer Geschmack von allen Kindern als Belohnung wahrgenommen wird und er ihnen ein gutes Gefühl vermittelt. Manche Gruppen von Kindern könnten von intensiver Süße aufgrund ihrer Biologie besonders angezogen sein.

Viele Alkoholiker sind Naschkatzen

Experten gehen davon aus, dass Alkoholiker dazu neigen, Naschkatzen zu sein, berichtet BBC. Dieser Zusammenhang ist jedoch bei Kindern weniger klar. Eine andere US-Studie hat nachgewiesen, dass die größte Vorliebe für sehr süße Getränke bei jenen zu finden war, die Wachstumsschübe durchlebten. An der aktuellen Studie nahmen 300 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren teil. Die Hälfte hatte ein alkoholabhängiges Familienmitglied.

Die Teilnehmer wurden gebeten, fünf süße auf Wasser basierende Getränke zu kosten, die unterschiedliche Mengen an Zucker enthielten. Die Kinder sollten bewerten, welches Getränk am besten schmeckte und wurden auf Symptome einer Depression hin befragt. Ein Viertel verfügte über Symptome, die laut den Wissenschaftlern auf eine mögliche Depression hinwiesen.

Die Vorliebe für intensive Süße war bei jenen 37 Kindern am größten, bei denen es in der Familie Alkoholiker gab und die von depressiven Symptomen berichteten. Sie bevorzugten das Getränk mit dem höchsten Zuckergehalt, nämlich 24 Prozent. Das entspricht rund 14 Teelöffeln Zucker in einem Glas Wasser und entspricht mehr als dem doppelten Zuckergehalt einer normalen Cola. Dieser Geschmack war um ein Drittel intensiver als jener, der von den anderen Kindern bevorzugt wurde.

Süßigkeiten als Schmerzmittel

In einem nächsten Schritt wurde untersucht, ob die Unterschiede der Kinder in Bezug auf Geschmack eine Auswirkung auf ihre Reaktion auf Schmerz oder Unbehagen hatten. Frühere Studien hatten nahegelegt, dass Süßigkeiten als Schmerzmittel und als Stimmungsaufheller wirken können. Es zeigte sich, dass nicht depressive Kinder ihre Hände länger in sehr kaltem Wasser lassen konnten, wenn sie einen Zuckerschub erhielten. Der zusätzliche Zucker führte bei den depressiven Kindern zu keiner Veränderung des Verhaltens. (Ende)

Wir möchten uns entschuldigen, bei unseren Lesern …

Wir waren leider ein paar Tage nicht da, das war nicht unsere Schuld, sondern die Buchführung unserer Internet-Providers 1und1, die sind schnell im “Abschalten” und langsam und unerreichbar im erkennen von Fehlern. Dafür erhalten die jetzt die Quittung, wir werden uns nun Provider und deren Methoden ganz genau ansehen, wir werden darüber berichten und die uns angeschlossenen 50 Presseagenturen damit füttern!

Hatten Sie auch schon ungerechtfertigten Ärger mit ihrem Provider, dann schreiben sie uns doch mal ein paar Zeilen, kostet sie nichts und wir machen ordentlich Dampf, Text an: presse@zaronews.de - Betreff: “Provider”

Redaktion: ZAROnews
Hechtsee 7
6330 Kufstein
Tirol/Austria

Vaduz: Gericht gibt Steuersündern Rückendeckung

Bank zu Zahlung von 7,3 Millionen Euro Entschädigung verurteilt

Vaduz - Das fürstliche Landgericht in Liechtenstein hat Steuerhinterziehern in einer heiklen Phase der internationalen Jagd auf Steuersünder mit einem brisanten Urteil Rückendeckung gegeben. Die ehemalige Treuhand-Tochter der LGT, die Fiduco Treuhand, muss 7,3 Mio. Euro Entschädigung zahlen - an einen deutschen Steuerbetrüger. Während sich die Debatte um die Daten-CD aus der Schweiz ausweitet und Deutschland mehrere ähnliche Angebote erhalten hat, droht nun eine Prozessflut von aufgeflogenen Steuersündern.

Beihilfe zur Steuerhinterziehung

“Liechtensteiner und Schweizer Banken haben Anleger und Kunden nicht direkt zur Steuerhinterziehung aufgefordert. Es geht aber eindeutig um Beihilfe”, meint Werner Rügemer, Vorsitzender der Business Crime Control http://www.wirtschaftsverbrechen.de, im Gespräch mit pressetext. Jene Möglichkeiten zur Geldanlage, die in der Schweiz oder in Liechtenstein existieren, gebe es auch anderswo. Es sei aber nur ein Grund dafür ausschlaggebend, weshalb sich viele vermögende Anleger für die beiden Länder entscheiden.

“Die Banken haben eine Fürsorgepflicht und müssen die Rechte der Kunden schützen. Das Problem dabei ist, dass dadurch Steuerhinterziehung gedeckt wird”, erklärt Rügemer. Das Urteil bewege sich nun in einem Dilemma. Weitere Prozesse seien durchaus denkbar. “Die Banken haben ihre Fürsorgepflicht offenbar vernachlässigt und gegen geltendes Recht verstoßen. Aus geschäftlichen Interessen wurde das Gesetz gebrochen”, so Rügemer gegenüber uns.

Zu spät über Datenklau informiert

Vor rund zwei Jahren hatte der deutsche Bundesnachrichtendienst eine CD mit Kundendaten von einem früheren Mitarbeiter der LGT Treuhand für 4,5 Mio. Euro gekauft. Anhand der Informationen wurde etwa der ehemalige Chef der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, als Steuersünder entlarvt. Eine Reihe von Steuerhinterziehern, die im Zuge des Skandals ebenfalls enttarnt wurden, hatte Klagen gegen die Bank erwogen. Dem nun gesprochenen Urteil könnten daher weitere Prozesse folgen.

Der Klage eines Steuersünders gegen die ehemalige LGT Treuhand wurde Recht gegeben. Dem Gericht nach habe die Bank “den Kläger zu spät darüber informiert, dass seine Kundendaten und die von mehreren hundert anderen Bundesbürgern gestohlen worden waren”, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Andernfalls hätten diese Selbstanzeige in Erwägung ziehen oder von einer zeitweiligen Amnestie profitieren können, argumentieren die Steuersünder. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und die Fiduco Treuhand hat Berufung angekündigt. (Ende)

Forscher präsentieren Huhn aus Sojabohnen

Kaum Unterschied im Aussehen, Anfühlen und Geschmack

Columbia/Wien - Eine Huhn-Imitation aus Soja, die dem Original sehr nahe kommen soll, haben Forscher der University of Missouri http://www.missouri.edu soeben präsentiert. Dank einer speziellen Verarbeitungstechnik gelang es ihnen, eine Hühnerbrust aus Sojamehl herzustellen. Was Geschmack, Konsistenz und Aussehen betrifft, scheinen sie das geschafft zu haben. Die Erfinder hoffen, mit ihrem Erzeugnis an den Erfolg des Soja-Burgers anzuschließen.

Sojaprodukte mit Hühnergeschmack und -farbe gab es schon bisher. Ziel der Forscher war es, auch Aufbau und Bissqualität des Hühnerfleisches zu imitieren. “Um eine bessere Nachahmung zu erreichen, entwickelten wir einen Prozess, der faserartige Konsistenz verleiht, was dem Soja ein zähes Bisserlebnis wie beim Huhn gibt. Man kann es nun wie beim Original in unregelmäßige, grobfasrige Stücke zerteilen”, berichtet Forschungsleiter Fu-Hung Hsieh.

Clou steckt im Wasseranteil

Dazu entnahmen die Forscher dem Sojamehl Proteine und pressten diese im kochenden Zustand durch einen Zylinder mit zwei Bohrern, während gleichzeitig Wasser zugegeben wurde. Anders als bei üblichen Sojaprodukten belaufe sich der Wassergehalt somit auf bis zu 75 Prozent. “Dieser hohe Flüssigkeitsanteil verleiht dem Soja eine sehr ähnliche Beschaffenheit wie das Huhn - zusätzlich zum ähnlichen Aussehen”, so Hsieh.

149 gefährliche Pestizide in Obst und Gemüse

Greenpeace präsentiert “Schwarze Liste” der Agrargifte

Hamburg - Die konventionelle Lebensmittelproduktion in Europa verwendet noch immer eine Vielzahl von Agrargiften, die als sehr gefährlich eingestuft werden können. Zu diesem Schluss kommen deutsche Chemiker, die im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace http://www.greenpeace.de 1.150 weltweit verwendete Pflanzenschutzmittel nach ihrer Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt überprüften. 149 der 451 Substanzen, die es in die “Schwarze Liste” der besonders gefährlichen Stoffe schafften, sind auch in Europa zugelassen. Greenpeace appelliert an Wirtschaft und Politik, auf Chemie in der Schädlingsbekämpfung zu verzichten.

Eine Vielzahl von Kriterien kamen bei dieser Bewertung zum Einsatz, so etwa die akute und langfristige Giftigkeit für Anwender und Konsumenten, die Krebs auslösende Wirkung, die Schädigung von Erbgut, Fruchtbarkeit, Immunsystem, Hormonen oder Nerven oder auch die Gefahr für Grundwasser, Amphibien, Insekten und Vögel. Die Substanzen wurden als umso gefährlicher eingestuft, in je mehr dieser Kategorien sie auftauchten und je mehr Punkte sie darin jeweils erreichten. In die “Schwarze Liste” gingen alle Substanzen ein, die im Negativ-Ranking zu den obersten zehn Prozent gehörten oder zumindest eine als sehr gefährlich identifizierte Eigenschaft aufwiesen.

Umgehen der Höchstgrenze

“Der Trend geht in die Richtung, dass die Produzenten die Überschreitung der Höchstmengen einzelner Pestizide durch die gleichzeitige Verwendung mehrerer Stoffe umgehen”, berichtet Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen im pressetext-Interview. Es sei umstritten, welche Wirkung sich durch diese Kombinationen ergeben können. “Als Vorsorge sollte gelten, dass nicht nur der Einsatz einer übermäßig hohen Dosis einer Substanz, sondern auch die parallele Verwendung einer hohen Anzahl von Pestiziden vermieden wird”, so Santen.

Das Bewusstsein der Konsumenten für die Gefährlichkeit der Pestizide wächst, was auch im Verhalten der Handelsketten Wirkung zeigt. “Die Rewe-Gruppe oder Aldi haben ihren Lieferanten und Produzenten bereits eigene Reduktionsvorgaben für Pestizide aufgelegt, was in der Praxis auch funktioniert. Es muss jedoch erst untersucht werden, ob diese Maßnahme nachhaltig wirksam ist oder nicht”, so der Greenpeace-Experte. Auch auf EU-Ebene sei eine entsprechende Richtlinie in Vorbereitung.

Giftiger Salat im Winter

Keinen Einblick in den Pestizideinsatz bei Obst und Gemüse hat bisher der Verbraucher. “Das gilt bei allen Supermarkt-Produkten mit Ausnahme der mit dem Bio-Siegel zertifizierten. Diese schnitten im Pestizid-Test sehr gut ab.” Erst am Dienstag dieser Woche hatte Greenpeace eine weitere Untersuchung präsentiert, bei der es um die Pestizidbelastung in Supermarkt-Salaten ging. In den meisten Proben fanden sich Rückstände, mitunter sogar jenseits der Höchstgrenzen. “Im Winter sind Blattsalate wie Rucola oder Kopfsalat Risikoprodukte, da sie in den Treibhäusern meist überdüngt und stark gespritzt werden”, so Santen.

Download des Berichts unter http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/umweltgifte/Schwarze_Liste_der_Pestizide_II_2010.pdf (Ende)

Bio-Energy-Drinks im Aufwind

Bio-Zertifizierung erreicht Sparte der Mischgetränke

Wien - Die Beliebtheit der Bio-Produkte hat längst den Getränkemarkt erfasst und dringt auch hier in alle Nischen vor. “In den vergangenen drei Jahren hat sich das Sortiment an flüssigen Bio-Produkten mit großer Geschwindigkeit erweitert. Alle Getränkebereiche visieren derzeit Bio an und es gibt kaum mehr Produkte, die nicht bio-zertifiziert verfügbar sind”, betont Josef Ritt, Bereichsleiter Verarbeitung bei der Austria Bio Garantie http://www.abg.at, im ZAROnews-Interview.

Krise stärkt Diskonter und Bio-Produkte

Beschränkte sich die Palette an Bio-Getränken zuvor meist auf reine Fruchtsäfte, sind derzeit Gemische im Aufwind. „Immer öfter werden auch Getränke mit Kohlensäure oder Koffein zertifiziert, sowie auch Energy-Drinks, Ganzfruchtgetränke und alkoholische Getränke. Fast jede Brauerei hat bereits Bio-Produkte im Sortiment, und auch viele der Top-Winzer haben eine Zertifizierung angedacht oder bereits integriert“, so Ritt. Als Vorteil dieser Produkte sieht der Experte ihre unmittelbare Verfügbarkeit. „Im Gegensatz zu vielen Nahrungsprodukten wie etwa Bio-Pizza kann ein Getränk sofort beim Kauf konsumiert werden, was den Belohnungseffekt steigert.“

Die Wirtschaftskrise habe der Bio-Branche laut Ritt kaum zugesetzt. „Im Gegenteil hat die finanzielle Lage dazu geführt, dass Konsumenten bewusster einkaufen. Das bedeutet zwar einerseits die stärkere Preisorientierung und ein damit verbundener Erfolg der Diskonter, andererseits jedoch auch den vermehrten Kauf von Produkten, bei denen gefestigte Bezüge bestehen. Das kommt regionalen und biologischen Produkten zugute.“ Aus diesem Grund steigt bei den Verkaufsmärkten auch weiterhin das Interesse an Bio-Produkten, so der Austria Bio Garantie-Sprecher.

Bio als Vorteil im Nischenkampf

Ein Beispiel für neue zertifizierte Getränke bietet die Sparte der Bio-Energy Drinks. Vorreiter ist hier pure Bio Energy Drink http://www.pure-bio.at , der seit 2008 in Wien mit einem Volumen von derzeit rund 1,5 Mio. Dosen pro Jahr produziert wird. Mit der Bio-Auslobung besetzt Geschäftsführer Udo Wagner eine Nische innerhalb der Nische der Energy-Drinks. “Branchenführer Red Bull deckt über 70 Prozent des Energy-Drink-Weltmarktes von über fünf Mrd. Liter pro Jahr ab. Daneben kämpft eine unübersichtliche Anzahl von Nachahmerprodukten einen derart harten Preiskampf, dass in diesem Bereich kein Verdienen mehr möglich ist”, so Wagner im Interview.

Der Drink versucht, sich durch Bio-Siegel und Geschmack von Mitbewerbern abzusetzen. “Red Bull wurde oft für seinen Gummibärchen-Geschmack kritisiert, der jedoch Kindheitserinnerungen weckt und daher zum großen Erfolg bei der Jugend beigetragen hat. Eine Neupositionierung muss in der Schicht 30 plus erfolgen, was uns durch natürlichen Geschmack gelingt.” Der pure Bio Energy Drink ist eine Mischung von Orangen- und Karottensaft sowie Aroma aus Pfirsichen. Vollrohrzucker ist der Energielieferant, Koffein aus Kaffeepflanzen sorgt für die sonst synthetische Stimulanz, während man auf Konservierungsstoffe, künstliche Aromen oder Taurin völlig verzichtet - “aus Gesundheitsgründen”, so Wagner.

Zielort Supermarktregal

Erhältlich ist der pure Bio Energy Drink bisher in Reform- und Bioläden der deutschsprachigen Länder sowie in Slowenien, Slowakei, Ungarn, Italien und Spanien. “Auch die Österreichische Bundesbahn wurde als Distributionspartner gewonnen”, so Wagner. Für weitere Verbreitung sollen Point-of-Sale-Werbung, Präsenz bei internationalen Getränke- und Biomessen sowie Verhandlungen mit Handelsketten sorgen. “Ziel ist es, dem mündigen, gesundheitsbewussten Konsumenten eine Alternative zu konventionellen Muntermachern zu bieten”, so der Getränkeproduzent. (Ende)

Dominante Hand steuert die Wahrnehmung

Linkshänder beurteilen sogar Persönlichkeitsmerkmale anders

Granada - Ob ein Mensch Rechts- oder Linkshänder ist, beeinflusst in hohem Ausmaß die Wahrnehmung und Interpretation seiner Außenwelt. Zu diesem Schluss kommen englische und spanische Psychologen auf der Online-Plattform Ciencia Cognitiva http://www.cienciacognitiva.org. Rechtshänder verbinden “Rechts” mit Begriffen wie “gut” oder “freundlich”, während Links als negativ eingestuft wird. Bei Linkshändern ist genau das Gegenteil der Fall, konnten die Forscher nun zeigen. Weit verbreitete sprachliche und kulturelle Verwendungen von rechts und links sind für Linkshänder somit widersprüchlich.

“Linkshänder denken oft, sie seien in einer falschen Welt geboren”, erklärt Julio Santiago de Torres von der spanischen Universität Granada http://www.ugr.es gegenüber uns. Viele Alltagsgegenstände wie Scheren, Computertastaturen oder Musikinstrumente seien für Rechtshänder konzipiert, wobei jedoch Linkshänder meist erstaunlich hohe Anpassungsfähigkeit zeigten. Darüber hinaus sind Unterschiede aber auch im Denksystem fest verankert. “Alle Kulturen bevorzugen die rechte Hand. Das zeigt sich in Ausdrücken wie ‘Er ist meine rechte Hand’ oder ‘Er hat zwei linke Hände’”, so der Verhaltenspsychologe.

Hand des Chefs beeinflusst Anstellungschance

Nun gelang den Forschern jedoch der Nachweis, dass Linkshänder links und rechts tendenziell anders bewerten als Rechtshänder. Santiagos Kollege Daniel Casasanto von der Stanford University stellte dazu Rechts- und Linkshändern die Aufgabe, Vorliebe oder Abneigung gegenüber bestimmten Tierarten anzugeben und diese im Plan eines Zoos einzuzeichnen. Die Rechtshänder platzierten beliebte Tiere eher rechts und unbeliebte links, bei Linkshändern war es umgekehrt.

Bei weiteren Versuchen galt es, Objektpaare nach Eigenschaften wie intelligent, ehrlich, attraktiv und glücklich zu beurteilen, zwischen zwei Bewerbern oder zwischen zwei Produkten im Supermarkt zu wählen. Alle Experimente bestätigten, dass Rechts- und Linkshänder tendenziell zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, wenn sie positive und negative Eigenschaften zuordnen sollen, wobei stets die Seite der dominanten Hand bevorzugt wird. Nur 14 Prozent der Teilnehmer vermuteten, dass ihre Wahl von der bevorzugten Hand beeinflusst werde.

Körper steuert auch abstraktes Denken

Bei Rechtshändern könne man laut Santiago davon ausgehen, dass die bessere Bewertung der rechten Seite einerseits auf die kulturell-sprachliche Prägung, andererseits auf ihre Körperwahrnehmung zurückgehe. “Bei Linkshändern fällt der kulturelle Aspekt weg. Die Bevorzugung von links kommt bei ihnen scheinbar alleine dadurch, dass der Körper besseren und schnelleren Zugang zur Umwelt auf der linken Seite hat als auf der rechten.” Es sei daher interessant, welch hohen Einfluss motorische Erfahrungen auf andere, weit abstraktere Dimensionen der Wahrnehmung haben, wie etwa Konzepte über Freundlichkeit, Intelligenz und Ehrlichkeit.

Nachdem die bisherigen Experimente in den USA, in Holland und Spanien die gleichen Ergebnisse gezeigt haben, hoffen die Forscher nun, in Marokko neue Hinweise erhalten. “Die Länder des arabisch-islamischen Kulturkreises bewerten links noch viel stärker negativ als bei uns. Die linke Hand ist hier für die Körperreinigung verantwortlich, die rechte für das Essen”, berichtet Santiago. Dieser Bezug sei auch religiös, stehe die rechte Hand im Islam doch für Gott und die linke für den Teufel. Zudem gibt es die Vorschrift, Moscheen stets zuerst mit dem rechten Fuß zu betreten. Vor religiösen Bezügen sei jedoch auch das Christentum nicht gefeit. “Auch in der Bibel lesen wir, dass sich der Menschensohn zur Rechten des Vaters setzen wird.” (Ende)

“Die Welt krankt an Konsumismus und Armut”

Club of Rome-Präsident fordert neue Lösungen für die aktuellen Krisen

Wien - Die Überwindung der heutigen Probleme unseres Planeten erfordert Lösungen, die allen Menschen zugute kommen. Zu diesem Schluss kam Ashok Khosla, indischer Firmengründer und Präsident des Club of Rome http://www.clubofrome.org, anlässlich einer Diskussionsveranstaltung am gestrigen Donnerstagabend. Den Rahmen bildete die noch laufende, vom österreichischen Lebensministerium veranstaltete Konferenz “Wachstum im Wandel” http://www.wachstumimwandel.at , bei der Lösungsansätze für sozial verträgliche, gerechte und ressourcenschonende Wirtschaftsweise gesucht werden.

Zu viele Krisen auf einmal

“Die Welt ist mit einem Bündel von Krisen ausgesetzt, wie es bisher nie der Fall war”, so Khosla. Namentlich nennt der indische Experte die Klimakrise, das bereits vollzogene Überschreiten des Ölfördermaximums, die mit starken Preisschwankungen verbundene Wasser- und Ernährungskrise und den Artenverlust, der tausendmal schneller voranschreite als die Evolution fähig sei, Nachschub an neuen Spezies zu liefern. Dazu kämen die finanzielle Instabilität, der rasante Bevölkerungsanstieg sowie Armut und Ungleichheit. “Alles deutet darauf hin, dass dies Zeichen eines Wachstums sind, das nicht nachhaltig ist”, so der Präsident.

Zwei Krankheiten würden die Welt derzeit am meisten bedrohen. “Das ist die erstens die ‘Affluenza’, ein Begriff der für den übermäßigen Verbrauch der Ressourcen geschaffen wurde”, so Khosla. Das Geschick der Welt würden Menschen bestimmen, die jeglichen Bezug zur Realität verloren hätten. Illustrative Symptome dafür seien etwa die Verwendung von Schneekanonen und Heizpilzen im Winter oder auch die hohen Nahrungsmittelabfälle infolge des übermäßigen Konsums. Gefährlich sei jedoch ebenso die von Khosla als “Povertitis” bezeichnete extreme Armut, die sich besonders in der Benachteiligung der Frauen in vielen Entwicklungsländern zeige. “Die Ungleichheit wächst weiter”, so der Experte.

Lösung muss alle berücksichtigen

Nicht nur Prophezeiungen dieser Entwicklungen gebe es schon lange - Khosla verweist auf das 1972 erschienene Buch “Grenzen des Wachstums” - sondern auch Ansätze für deren Überwindung. “Wir müssen neue Lösungen suchen und unser Denksystem ändern. Mahatma Gandhi kann hier als Beispiel dienen, ebenso Franz von Assisi. Es ist nicht möglich, Wachstum auf eine Ebene zu beschränken.” Technische Innovationen, von denen man oft die Rettung erhoffe, seien erst dann nachhaltig, wenn sie auf das Wohl der gesamten Menschheit abzielen. Ein großes Potenzial für solche Lösungsansätze sei in der Natur vorhanden, deren Beobachtung daher entscheidend sei.

Khosla führt an dieser Stelle Beispiele aus seiner eigenen Praxis als Firmengründer an. “Es braucht kleine Lösungen. Webstühle ermöglichen indischen Frauen, ihren Tagesumsatz zu verfünffachen. Eine einfache Presse für die Erzeugung von Ziegeln aus Lehm kann die Wohnsituation von Millionen Menschen verbessern, ohne die Umwelt zu belasten. Unkraut wiederum kann für die Energieerzeugung genutzt werden.” Grundvoraussetzung für die Überwindung der extremen Armut sei jedoch die Förderung der Bildung in den Entwicklungsländern, zudem bedürfe es der Aufwertung der Zivilgesellschaft.

Teiche nicht wie Ozeane behandeln

Per Videoeinschaltung mahnte die aktuelle Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom, das Wachstum nicht auf die Wirtschaft zu beschränken. “Wachsen muss besonders unsere Fähigkeit, mit Diversität umzugehen, und zwar mit der biologischen, institutionellen als auch menschlichen Vielfalt. Denn gibt es keine menschliche Vielfalt und alle an einem Projekt Beteiligten verfolgen denselben Ansatz, so gibt es auch keine neuen Ideen.” Entsprechend müsse man Krisen auf verschiedene Weisen gleichzeitig lösen. “Vernachlässigt man die Vielfalt, ist das wie wenn man mit einem einzigen Rezept das Problem eines Teiches, eines Sees oder eines Ozeans lösen will”, so die Nobelpreisträgerin. (Ende)

Alle Menschen lachen vor Freude

Geräuschausdruck besonders bei negativen Grundemotionen universell

London - Alle Menschen verstehen einander, wenn sie Freude, Wut, Angst und Trauer ausdrücken. Das behaupten Neurobiologen vom Londoner University College http://www.ucl.ac.uk in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Science. In Großbritannien und bei den Himba, einem Naturvolk im Norden Namibias, stellten sie fest, dass Hörbeispiele dieser Emotionen auch dann richtig interpretiert werden, wenn diese aus fremden Kulturen stammen.

Die Forscher um Sophie Scott spielten den teilnehmenden Personen beider Kulturen eine kurze Geschichte in ihrer Sprache vor, die auf eine spezielle Emotion abzielten. Da ging es zum Beispiel um die Traurigkeit einer Person, deren naher Verwandter vor kurzem verstorben ist. Am Ende der Geschichte hörten die Probanden zwei Geräusche - etwa ein Lachen und ein Weinen - wobei die englischen Versuchspersonen die Gefühlsausdrücke der Himba hörten und umgekehrt. Schließlich sollten sie sagen, welches Geräusch am besten zur Geschichte passte.

Lachen ist der älteste Emotionsausdruck

Am besten erkannten beide Versuchsgruppen das Lachen wieder und gaben an, es sei Ausdruck von Freude und könne etwa auch entstehen, wenn man gekitzelt wird. “Wir vermuten, dass das Lachen überall mit dem Kitzeln zusammenhängen kann. Es spiegelt Freude am körperlichen Spiel wieder”, so die Autoren. Lachen habe somit tiefe evolutionäre Wurzeln, die vielleicht aus der spielerischen Kommunikation zwischen kleinen Kindern und ihren Müttern stammen. Ersichtlich sei dies auch bei anderen Tieren - etwa bei Primaten wie beim Schimpansen und bei bestimmten Säugetieren.

Doch nicht alle Töne wurden gleich gut erkannt. Während grundlegende negative Emotionen über Kulturen hinweg ähnliche Geräusche verursachen, scheint das bei den meisten positiven nicht der Fall zu sein. Das konnten die Forscher etwa bei den Reaktionen auf Vergnügen oder auf Stolz über Erreichtes beobachten, die nur innerhalb der eigenen Kultur wiedererkannt wurden. Dass diese Emotionen eher gruppen- oder regionsspezifisch sind, erklären die Forscher damit, dass positiver Gefühlsausdruck oft zwischen Mitglieder derselben Gruppe vereinbart werden könnte, um so Zugehörigkeit und sozialen Zusammenhalt zu signalisieren.

Download des Originalartikels unter http://www.pnas.org/content/early/2010/01/11/0908239106.full.pdf+html (Ende)

Brüste wie Hollywood-Stars ganz ohne Silikon und Skalpell

Brustvergrößerung mit körpereigenen Stammzellen

Wien - Kürzlich berichteten Medien über die vergrößerten Brüste von Hollywood-Star Nicole Kidman. Angeblich hat Kidman ihr volleres Dekolleté dem Stillen ihres Kindes zu verdanken. Doch Schwangerschaft und Stillen führen nicht automatisch zu mehr Brust - im Gegenteil. Die Brustvergrößerung mit Stammzell-angereichertem Eigenfett erfüllt vielen Frauen natürlich und dauerhaft den Traum von größeren Brüsten!

“Viele Frauen beklagen nach einer Schwangerschaft den Verlust an Brustvolumen, Form und Stabilität. Stammzellen aus körpereigenem Fett eignen sich gut zum Vergrößern kleiner oder schlaffer Brüste, ganz ohne Silikon und Skalpell”, sagt DDr. Karl-Georg Heinrich, Experte für Neue Kosmetische Chirurgie und Anti-Aging aus Wien, der als erster europäischer Arzt in seiner Ordination Clinic DDr. Heinrich® diese Form der Brustvergrößerung ohne Silikon anbietet. Sie eignet sich für alle Arten von kleinen Brüsten.

Zunächst wird Körperfett schonend mit speziellen patentierten Mikrokanülen entnommen. Nach Anreicherung mit körpereigenen Stammzellen wird das Eigenfett in die Brust injiziert: Ohne Skalpell, unansehnliche Narben und implantierte Fremdkörper. Aus den Stammzellen entsteht neues, lebendes Gewebe.

Die mit Stammzell-angereichertem Eigenfett vergrößerte Brust fühlt sich - da die Volumszunahme nicht aus Silikon, sondern Fettgewebe besteht - völlig natürlich an und sieht auch in jeder Position “echt” aus. Sowohl die Fettabsaugung mit gewebeschonenden Mikrokanülen als auch die Brustvergrößerung können innerhalb weniger Stunden unter Lokalanästhesie oder im Dämmerschlaf vorgenommen werden. Sicherheit des Eingriffs und Dauerhaftigkeit des Ergebnisses belegen klinische Studien aus Japan.

Stammzell-angereichertes Eigenfett wird auch zum Formen anderer Körperregionen wie Po, zur Korrektur von Dellen, sowie Hautverjüngung an Gesicht, Dekolleté und Händen verwendet.

Weitere Informationen: http://www.brustvergroesserung-ohne-silikon.at.

Kontakt:
Clinic DDr. Heinrich®
Ansprechpartner: Herfried Wagner
E-Mail: kunden@ddrheinrich.com
Web: http://www.ddrheinrich.com/
Tel.: +43 (0)1 / 532 18 01 (Ende)